Spektakuläre Einblicke in den Magen der Zelle: Struktur des HOPS-Komplexes entschlüsselt

Ein Team der Osnabrücker Biologie hat mit hochauflösender 3D-Mikroskopie die Struktur des HOPS-Komplexes entschlüsselt – ein zentrales Molekül, das steuert, wie Zellen Nahrung und Viren zum zellulären Magen transportieren.

Wie gelingt es Zellen, aufgenommene Nahrung oder Viren wie das Coronavirus SARS-CoV2 zum Lysosom, dem zellulären Magen, zu bringen und zu zerlegen? Mit dieser Frage hat sich ein Team um Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Abteilungen in einer aktuellen Studie befasst. Mithilfe modernster Mikroskopie-Technik entschlüsselten die Forschenden die 3D-Struktur des HOPS-Komplexes, der bei diesem Vorgang eine zentrale Rolle einnimmt. Die Studie wurde im renommierten Fachjournal eLife veröffentlicht.

 

Publikation:

Shvarev, D.; Schoppe, J.; König, C.; Perz, A.; Füllbrunn, N.; Kiontke, S.; Langemeyer, L.; Januliene, D.; Schnelle, K.; Kümmel, D.; Fröhlich, F.; Moeller, A. & Ungermann, C. (2022):  Structure of the HOPS tethering complex, a lysosomal membrane fusion machinery. eLife.

Verwandte Nachrichten

In einem Hörsaal sitzen Personen und blicken auf eine Frau, die unter ihnen sitzt und in ein Mikrofon spricht
© Niklas Kästner

„Fesselnd, inspirierend, motivierend“: Internationales Symposium zu Biomembranen an der Uni Osnabrück

Vom 26. bis zum 28. August 2026 fand in der Osnabrücker Biologie das internationale Symposium „Spatial-temporal interrogation of living membranes“ statt. Organisiert wurde es vom Graduiertenkolleg 2900 in Kooperation mit der Summer School des MemBioMed-Masterstudiengangs.

Aufnahme einer Petrischale mit kleinen kreisrunden Baktereinkulturen
© Christian Kost, Ghada Yousif

Nachbarschaftshilfe: Bodenbakterien versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen

Eine Studie der Abteilung Ökologie in Kooperation mit Forschenden der Universität Cambridge zeigt, dass Bodenbakterien in nutzbringenden Gemeinschaften leben und häufig Nährstoffe miteinander austauschen. Die Arbeit ist in „Nature Microbiology“ erschienen.

Veranstaltungsplakat für das International Symposium „Spatial-temporal interrogation of living membranes“ (MemBioMed/RTG2900) vom 26. bis 28. August 2026 an der Universität Osnabrück. Das Bild zeigt links ein Foto eines gelben Barockgebäudes und rechts eine Liste der Sprecher und Organisatoren auf rotem Hintergrund
© Universität Osnabrück

Internationales Symposium zur Erforschung des komplexen Verhaltens von Zellmembranen

Im August findet in der Osnabrücker Biologie das internationale Symposium „Spatial-temporal interrogation of living membranes“ statt. Organisiert wird die Veranstaltung von der RTG 2900 gemeinsam mit der Summer School des Masterstudiengangs „MemBioMed“.

Eine Frau und ein Mann halten vor einem Pflanzenhintergrund ein Molekül-Modell in den Händen.
© Cilian Kock

Team der Abteilung Botanik widerlegt Annahme: Pflanzen können Ergothionein selbst herstellen

Eine neue Studie von Forschenden aus der Abteilung Botanik zeigt, dass zahlreiche Pflanzen das Antioxidans Ergothionein (EGT) selbst produzieren. Bislang galt EGT ausschließlich als ein Produkt, das von Pilzen und bestimmten Bakterien synthetisiert wird.