Ausgezeichnete Masterarbeiten: Preise für Lukas Kruckemeyer, Kira Brümmer und Daniel Kodde

Der Fachbereich Biologie/Chemie hat die besten Masterarbeiten des vergangenen Jahres gekürt. Die Verleihung der Auszeichnungen durch Dekan Prof. Dr. Marco Beeken fand am 04.12.2025 im Rahmen der Weihnachtsfeier des Fachbereichs statt.

Stets um den Jahreswechsel werden im Fachbereich Biologie/Chemie die Masterpreise verliehen. Lehrende können exzellente Masterarbeiten für die Auszeichnung nominieren, und eine Jury wählt aus diesen Vorschlägen die besten Arbeiten aus. Bislang gab es dabei zwei Preise im Bereich Biologie: Ein Preis wurde von der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) gestiftet, ein anderer vom Dekanat. In diesem Jahr wurde erstmals auch ein vom Dekanat gestifteter Preis im Bereich Chemie vergeben. Im Folgenden möchten wir Ihnen die drei Preisträger*innen und ihre Arbeiten näher vorstellen.

Lukas Kruckemeyer: Strukturbestimmung mittels Kryo-Elektronenmikroskopie

Lukas Kruckemeyer wurde für seine Arbeit mit dem Titel „Cryo-EM structure determination of cyanobacterial ChlH, the catalytic subunit of Mg chelatase“ mit dem Preis der GBM ausgezeichnet. Diese fertigte er in der Forschungsgruppe Strukturbiologie der photosynthetischen Mikroorganismen an, unter Betreuung von Dr. Dmitry Shvarev und Prof. Dr. Arne Möller.

In seiner Masterarbeit befasste sich Kruckemeyer mit sogenannten Magnesium Chelatase-Untereinheiten. Dabei handelt es sich um einen Proteinkomplex, der die Synthese von Chlorophyll initiiert, welches eine entscheidende Rolle bei der Photosynthese spielt. „Mir hat besonders die Kombination aus Laborarbeit, Mikroskopie und Datenanalyse am Computer Spaß gemacht”, sagt Kruckemeyer, der dem Fachbereich auch nach Abschluss seines Studiums erhalten bleibt: Er ist inzwischen Doktorand in der Forschungsgruppe von Dmitry Shvarev.

Kira Brümmer: Charakterisierung eines Hefeproteins

Kira Brümmer erhielt für ihre Arbeit mit dem Titel: „Lateral organization and dynamics of the vacuolar tethering machinery on model membranes“ den Biologie-Preis des Dekanats. Themensteller war Prof. Dr. Florian Fröhlich (Abteilung Bioanalytische Chemie), die Hauptbetreuerin war Verena Wolf und weitere Unterstützung erfolgte durch Dr. Carolin Körner sowie Dr. Bianca Esch.

Brümmer charakterisierte in ihrer Masterarbeit das Hefeprotein Tsc10, das für die Synthese sogenannter Sphingolipide wichtig ist. Sphingolipide spielen eine zentrale Rolle für die Hautbarriere – ein Aspekt, den Brümmer besonders spannend fand. „Im Bachelor habe ich Kosmetologie und Biologie auf Lehramt studiert. Dabei wurde mir jedoch schnell klar, dass ich nicht ins Lehramt gehen, sondern langfristig in der Forschung arbeiten möchte”, erklärt sie. „Das Themenfeld Haut hat mich dabei immer besonders interessiert. Umso schöner war es für mich, meine Masterarbeit in einem Projekt zu schreiben, das einen direkten Bezug zur Haut hatte.”

Während der Arbeit an ihrem Projekt sind viele neue Fragen enstanden, denen Kira Brümmer ab dem kommenden Jahr als Doktorandin in der Abteilung Bioanalytische Chemie nachgehen wird.

Daniel Kodde: Herstellung von Polymerfilmen mit winzigen Poren

Daniel Kodde erhielt für seine Arbeit mit dem Titel: „Breath figure arrays with submicron pores“ den Chemie-Preis des Dekanats. Themensteller war Prof. Dr. Martin Steinhart (Abteilung Physikalische Chemie), Zweitprüferin war Prof. Dr. Katia Cosentino.

Kodde untersuchte in seiner Masterarbeit, wie sich mit laborüblichen Methoden sogenannte „Breath figure arrays“ mit winzigen Poren erzeugen lassen. Diese können später unter anderem zur Untersuchung von Protein-Komplexen mittels hochauflösender Mikroskopie eingesetzt werden. “Besonders fasziniert hat mich, wie ‘einfach’ durch diese Methode poröse Polymerfilme mit Poren unter einem Mikrometer Durchmesser hergestellt werden können”, erklärt Kodde. “Außerdem hat mich der Prozess an sich fasziniert; dass Wassertröpfchen unter gewissen Umgebungsbedingungen auf einer Polymerlösung kondensieren und sich in einem selbstorganisierenden Prozess annähernd hexagonal anordnen.”

Kodde hat die Universität Osnabrück nach seinem Masterabschluss verlassen und arbeitet inzwischen als Forschungsreferent bei der Albaad Deutschland GmbH.

Wir gratulieren den drei Ausgezeichneten herzlich und wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg viel Erfolg!

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