„Fesselnd, inspirierend, motivierend“: Internationales Symposium zu Biomembranen an der Uni Osnabrück

Vom 26. bis zum 28. August 2026 fand in der Osnabrücker Biologie das internationale Symposium „Spatial-temporal interrogation of living membranes“ statt. Organisiert wurde es vom Graduiertenkolleg 2900 in Kooperation mit der Summer School des MemBioMed-Masterstudiengangs.

Für drei Tage waren internationale Forschende der Membranbiologie in Osnabrück zu Gast, um ihre neuesten Ergebnisse zu präsentieren und sich darüber auszutauschen. Thema des Symposiums war die Erforschung des komplexen Verhaltens von Lipidmembranen, auch im Hinblick auf ihr therapeutisches Potenzial. Rund 150 Teilnehmende profitierten von der wertvollen Gelegenheit, direkte Einblicke in hochaktuelle Forschungsprojekte zu gewinnen und sich mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu vernetzen.

Viel Raum für wissenschaftlichen Austausch

Auf dem Programm standen 14 Präsentationen von Referentinnen und Referenten aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Schweden und den USA, darunter zwei Hauptvorträge von Kandice Levental und Ilya Levental von der University of Virginia. Aber auch abseits der Vorträge gab es für die Gäste des Symposiums ausgiebige Gelegenheiten zum Austausch, sei es während der Pausen, beim gemeinsamen Konferenzdinner oder bei einer abschließenden Diskussionsrunde im Plenum. Promovierende der Research Training Group (RTG) 2900 sowie Studierende des Masterstudiengangs MemBioMed (s. u.) erhielten außerdem die besondere Möglichkeit, im Rahmen des Programmpunkts „Meet the speakers“ direkt mit den Vortragenden in den Dialog zu treten. 

Exzellente Atmosphäre und gute Organisation

Wie gut das Symposium den Teilnehmenden gefallen hat, wurde bei der Abschlussdiskussion deutlich. Dort konnten sie ihren Eindruck von der Veranstaltung anonym per Smartphone übermitteln, wobei die Ergebnisse anschließend in Form einer Wortwolke dargestellt wurden. Besonders häufig fielen dabei Wörter wie „interesting“, „engaging“, „inspiring“, „informative“, „exciting“, „impressive“, „interactive“ oder „motivating“. Auch die exzellente Atmosphäre, die Auswahl der Vortragenden sowie die gute Organisation wurden hervorgehoben.

Über die Veranstalter: RTG2900 und MemBioMed

Veranstaltet wurde das Symposium von der RTG2900 „nanomaterials@biomembranes“ in Kooperation mit der Summer School des internationalen Masterstudiengangs „MemBioMed“. Federführend bei der Organisation waren Prof. Dr. Joost Holthuis (MemBioMed-Koordinator an der UOS), Prof. Dr. Jacob Piehler (RTG2900-Sprecher) und Steffen Wolke (RTG2900-Koordinator).

Ziel der RTG2900 ist es, Forschende interdisziplinär an der Schnittstelle von Biologie, Chemie und Physik auszubilden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung neuer biophysikalischer Techniken zur Aufklärung dynamischer Prozesse an Lipidmembranen mithilfe neuartiger Nanomaterialien. Die Forschungsausbildung wird durch ein maßgeschneidertes Qualifizierungsprogramm zur Vorbereitung auf weitere Karriereschritte ergänzt.

Der Schwerpunkt des länderübergreifenden MemBioMed-Masterstudiengangs liegt auf Ansätzen zur Erforschung des komplexen Verhaltens von Zellmembranen und zur Nutzung ihres therapeutischen Potenzials. Das Programm wird von der EU gefördert und umfasst Studienphasen an drei Universitäten mit einem starken Profil in der Biomembranforschung – neben der Uni Osnabrück die Universität Côte d'Azur sowie die Universität Genua.

Verwandte Nachrichten

Eine Gruppe junger Menschen steht auf einer Treppe vor einem Glashaus und lächelt in die Kamera.
© Niklas Kästner

17 Studierende aus 14 Ländern: Uni Osnabrück begrüßt erste Kohorte des internationalen Masterstudiengangs MemBioMed

Sie studieren Membranbiologie an drei Standorten in Europa: Nach Stationen in Nizza und Genua folgt für die Teilnehmenden des MemBioMed-Programms nun ein Semester in Osnabrück. Den Auftakt bildet eine Summer School mit internationalem Symposium.

Aufnahme einer Petrischale mit kleinen kreisrunden Baktereinkulturen
© Christian Kost, Ghada Yousif

Nachbarschaftshilfe: Bodenbakterien versorgen sich gegenseitig mit Nährstoffen

Eine Studie der Abteilung Ökologie in Kooperation mit Forschenden der Universität Cambridge zeigt, dass Bodenbakterien in nutzbringenden Gemeinschaften leben und häufig Nährstoffe miteinander austauschen. Die Arbeit ist in „Nature Microbiology“ erschienen.

Zwei Ananasgewächse in Blüte
© Botanischer Garten

Die erstaunliche Vielfalt der Ananasgewächse: Jahrestreffen der Deutschen Bromelien-Gesellschaft im Botanischen Garten

Eine Pflanzenbörse und zwei spannende Vorträge erwarten Besucher des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück am Samstag, 29. August 2026: Dann kommt hier die Deutsche Bromelien-Gesellschaft e. V. (DBG) zu ihrem Jahrestreffen zusammen. 

Eine Gruppe von 18 Personen steht lächelnd vor einer Steinmauer, im Hintergrund ist ein Elefant zu sehen.
© Abt. Verhaltensbiologie

Zwischen Verhaltensforschung und Artenschutz: Exkursion in den Wiener Tiergarten Schönbrunn

Eine dreitägige Exkursion nach Wien unter Leitung von Prof. Dr. Chadi Touma und Dr. Oliver Ambrée bot 15 Osnabrücker Biologie-Studierenden kürzlich spannende Einblicke in Themen des Artenschutzes und der modernen Zoo- und Wildtierbiologie.