Für drei Tage waren internationale Forschende der Membranbiologie in Osnabrück zu Gast, um ihre neuesten Ergebnisse zu präsentieren und sich darüber auszutauschen. Thema des Symposiums war die Erforschung des komplexen Verhaltens von Lipidmembranen, auch im Hinblick auf ihr therapeutisches Potenzial. Rund 150 Teilnehmende profitierten von der wertvollen Gelegenheit, direkte Einblicke in hochaktuelle Forschungsprojekte zu gewinnen und sich mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu vernetzen.
Viel Raum für wissenschaftlichen Austausch
Auf dem Programm standen 14 Präsentationen von Referentinnen und Referenten aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Schweden und den USA, darunter zwei Hauptvorträge von Kandice Levental und Ilya Levental von der University of Virginia. Aber auch abseits der Vorträge gab es für die Gäste des Symposiums ausgiebige Gelegenheiten zum Austausch, sei es während der Pausen, beim gemeinsamen Konferenzdinner oder bei einer abschließenden Diskussionsrunde im Plenum. Promovierende der Research Training Group (RTG) 2900 sowie Studierende des Masterstudiengangs MemBioMed (s. u.) erhielten außerdem die besondere Möglichkeit, im Rahmen des Programmpunkts „Meet the speakers“ direkt mit den Vortragenden in den Dialog zu treten.
Exzellente Atmosphäre und gute Organisation
Wie gut das Symposium den Teilnehmenden gefallen hat, wurde bei der Abschlussdiskussion deutlich. Dort konnten sie ihren Eindruck von der Veranstaltung anonym per Smartphone übermitteln, wobei die Ergebnisse anschließend in Form einer Wortwolke dargestellt wurden. Besonders häufig fielen dabei Wörter wie „interesting“, „engaging“, „inspiring“, „informative“, „exciting“, „impressive“, „interactive“ oder „motivating“. Auch die exzellente Atmosphäre, die Auswahl der Vortragenden sowie die gute Organisation wurden hervorgehoben.
Über die Veranstalter: RTG2900 und MemBioMed
Veranstaltet wurde das Symposium von der RTG2900 „nanomaterials@biomembranes“ in Kooperation mit der Summer School des internationalen Masterstudiengangs „MemBioMed“. Federführend bei der Organisation waren Prof. Dr. Joost Holthuis (MemBioMed-Koordinator an der UOS), Prof. Dr. Jacob Piehler (RTG2900-Sprecher) und Steffen Wolke (RTG2900-Koordinator).
Ziel der RTG2900 ist es, Forschende interdisziplinär an der Schnittstelle von Biologie, Chemie und Physik auszubilden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung neuer biophysikalischer Techniken zur Aufklärung dynamischer Prozesse an Lipidmembranen mithilfe neuartiger Nanomaterialien. Die Forschungsausbildung wird durch ein maßgeschneidertes Qualifizierungsprogramm zur Vorbereitung auf weitere Karriereschritte ergänzt.
Der Schwerpunkt des länderübergreifenden MemBioMed-Masterstudiengangs liegt auf Ansätzen zur Erforschung des komplexen Verhaltens von Zellmembranen und zur Nutzung ihres therapeutischen Potenzials. Das Programm wird von der EU gefördert und umfasst Studienphasen an drei Universitäten mit einem starken Profil in der Biomembranforschung – neben der Uni Osnabrück die Universität Côte d'Azur sowie die Universität Genua.