Lernwirksamkeit von Analogiemodellen zu Potenzial und Spannung

Lernwirksamkeit von Analogiemodellen zur Veranschaulichung von Potenzial und Spannung im Physikunterricht der Sekundarstufe I

Zur Veranschaulichung der elektrischen Größen Strom, Potenzial und Spannung wird in der Literatur der Einsatz unterschiedlicher Analogiemodelle vorgeschlagen. Während einerseits die Verwendung verschiedener Analogiemodelle für jeweils einzelne Aspekte des elektrischen Stromkreises sinnvoll erscheint, könnte eine Stärke des Fahrradkettenmodells darin liegen, dass es auch durchgängig eingesetzt werden kann. Im Projekt wird eine quantitative Studie durchgeführt, in der drei Unterrichtsvarianten gegenübergestellt und mit dem Fokus auf Potenzial und Spannung untersucht werden: Unterricht (a) mit Fahrradkettenmodell (b) mit Höhenmodell und (c) ohne Modell.

Forschungsprojekt von Alina Hindriksen, M.Ed.

Fachbereich 6, AG Physikdidaktik

E-Mail: ahindriksen(at)uos.de

Ablauf der quantitativen Studie. Nach 20 Stunden Vorunterricht mit dem Fahrradkettenmodell wird ein Vorwissenstest mit Modellüberzeugung durchgeführt. Drei Unterrichtsvarrianten mir Fahrradkettenmodell (a), mit Höhenmodell (b) und (c) ohne Modell. Darauf folgt ein direkter Nachtest zur Modellüberzeugung und zum Fachinteresse. Nach vier Wochen Folgeunterricht wird ein verzögerter Nachtest durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen u. a., dass die Bedingung „Höhenmodell“ im verzögerten Potenzialtest mit kleinem Effekt unterlegen und die Bedingung „Fahrradkettenmodell“ im verzögerten Spannungstest mit kleinem Effekt den weiteren Bedingungen signifikant überlegen ist. Zudem findet im modellbasierten Unterricht ein Lernen über Analogiemodelle und damit ein Zuwachs in dem Modellverständnis der SchülerInnen statt.

Die in der Studie verwendeten Unterrichtsmaterialien finden Sie  hier.

Forschungsprojekt von  Alina Hindriksen