Literaturdidaktik steht zwischen der Literaturwissenschaft und dem Praxisfeld Schule. Sie ist eine eigenständige Disziplin und kann als "Wissenschaft von der Vermittlung von Literatur" definiert werden. Als Wissenschaft integriert sie empirische, theoriebildende und praxeologische Elemente. Sie versteht die Vermittlung in ihren privaten, historischen und institutionell-schulischen Dimensionen. Literatur fasst sie als: pragmatische und Medientexte, hoch-, unterhaltungs-, kinder- und jugendliterarische Texte.
Ihre Aufgabe kann so definiert werden: Literaturdidaktik beobachtet und regelt die (schulische) Vermittlung von Texten. Innerhalb der Lehrkräfteausbildung spielt sie also eine gewichtige Rolle, denn sie zeigt, wie die Vermittlung von Literatur gelingen oder scheitern kann.
Innerhalb der Forschung stehen an der Professur besonders empirische und fachgeschichtliche Forschungsvorhaben im Vordergrund (drittmittelgestützt und individuell); angesichts der großen Breite der Forschungsfelder gibt es aber auch Promotionen im Bereich der Literaturwissenschaft (20. Jahrhundert, Gegenwartsliteratur, Kinder- und Jugendliteratur).