Sprachdidaktik

Die germanistische Sprachdidaktik befasst sich unter Einbezug der Geschichte des Faches Deutsch sowie im Hinblick auf dessen Digitalisierungsprozesse in unterschiedlichen Handlungsfeldern mit der Frage, wie die deutsche Sprache im Schul‑ und Bildungsbereich erworben und gelehrt werden kann. Die zentralen Aufgaben der Sprachdidaktik lassen sich in mehrere Bereiche gliedern: 

In der Theoriebildung geht es vorrangig um die Entwicklung von Modellen zum Schriftspracherwerb und Sprachausbau sowie zur Sprachverwendung und Sprachkompetenz. Dabei spielen immer auch interkulturelle und mehrsprachige Dimensionen des Deutschunterrichts eine gewichtige Rolle, insbesondere im Kontext von Deutsch als Zweit- und Bildungssprache.

In der empirischen Forschung geht es unter anderem um die Messung von Lese‑, Schreib‑ und mündlichen Kompetenzen sowie um die Validierung von Lehr‑ und Lernmethoden etwa im Rahmen von Interventionsstudien.

Bei der praxisorientierten Gestaltung von Sprachunterricht werden für die curricularen Kompetenzbereiche auf wissenschaftlicher Grundlage Lehr‑ und Lernkonzepte abgeleitet und diese in die germanistische Lehramtsausbildung eingebracht. Außerdem findet im Rahmen von Beratungs- und Fortbildungsangeboten ein Transfer in die schulische Praxis statt.

Damit erarbeitet die germanistische Sprachdidaktik auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse deren didaktische Umsetzung im Unterricht. Sie ist sowohl Teil der geisteswissenschaftlichen Grundlagenforschung als auch ein integraler Bestandteil der Lehramtsaus- und Weiterbildung.

Das Wort Sprache ist mit Buchstaben aus dem Scrabble-Spiel gelegt worden. Man erkennt weitere Buchstabentafeln auf einem Scrabble-Brett.
© Reimar Ott

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