Forschung
Projekte
Laufend: HSU-Interregio. Herkunftssprachlichen Unterricht interdisziplinär und interregional erforschen, entwickeln, vernetzen (Link www.uni-due.de/daz-daf/hsu-interregio/)
Verbundprojekt gemeinsam mit Dr. Erkan Gürsoy (Institut für Deutsch als Zweit- und Fremdsprache, Universität Duisburg-Essen) und Dr. Till Woerfel (Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache, Universität zu Köln)
Förderung: BMBF
Förderzeitraum: seit 2023
Ziel des Vorhabens ist die Zusammenführung interdisziplinärer und interregionaler Zugänge zu den in Deutschland gesprochenen Herkunftssprachen und zu herkunftssprachlichem Unterricht (HSU) durch eine Veranstaltungsreihe, die die Perspektiven, Erkenntnisse und Bedarfe von Forschung und Unterrichtspraxis eng miteinander verzahnt. Hierzu wird eine Veranstaltungsreihe durchgeführt, die in drei Präsenztagungen Wissenschaftler*innen in Qualifizierungsphasen aus unterschiedlichen Disziplinen mit Fachexpert*innen zu Herkunftssprachen und HSU zusammenbringt. In drei darauf aufbauenden Praxis-Workshops diskutieren die Teilnehmenden ihre Qualifikationsarbeiten mit HSU-Lehrkräften und Vertreter*innen der Bildungsadministration und gestalten anwendungsorientierte Workshops. Die Veranstaltungsreihe wird durch daraus hervorgehende Publikationen und Maßnahmen der Wissenschaftskommunikation abgerundet.
Studentische Mitarbeiterin: Maria Tönnies
Workshops und Tagungen
- 03/2025: „Wissenschaft und Praxis im Dialog“, zweite Online-Veranstaltung
- 10/2024: „Herkunftssprachen in der Schule“, zweite Präsenztagung, Universität Duisburg-Essen
- 03/2024: „Wissenschaft und Praxis im Dialog“, erste Online-Veranstaltung
- 11/2023: „Herkunftssprachen in der Familie“, erste Präsenztagung, Universität Duisburg-Essen
Publikationen
- In Arbeit: Woerfel, T., Olfert, H., & Gürsoy, E. (Hrsg.), Empirische Forschung zu Herkunftssprachen und herkunftssprachlichen Unterrichtsangeboten in Deutschland. Themenheft in Research on Language.
- In Arbeit: Olfert, H., Woerfel, T., & Gürsoy, E. (Hrsg.), Mehrsprachigkeit und Herkunftssprachlicher Unterricht. Interdisziplinäre und interregionale Perspektiven aus Forschung und Praxis (Reihe Sprachliche Teilhabe in mehrsprachigen Kontexten, hgg. von K. F. Cantone, H. Roll & T. Schroedler). Münster: Waxmann.
- Woerfel, T., Olfert, H., Lialiou, I., & Gürsoy, E. (2025). Forschung zu Herkunftssprachen und Herkunftssprachlichem Unterricht in Deutschland: Das Projekt HSU-Interregio. ZMI - Zeitschrift des Zentrums für Mehrsprachigkeit und Integration Köln. Postmigration und Mehrsprachigkeit im Fokus, 18-19.
Abgeschlossen: Sprachliche und religiöse Bildung in migrantischen Selbstorganisationen
gemeinsam mit Dr. Yauheniya Danilovich (Evangelisch-Theologische Fakultät, Universität Münster) (Link)
Förderung: Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung
Förderzeitraum: 2023-2024
Das Projekt befasste sich mit non-formalen Bildungsangeboten in migrantischen Selbstorganisationen, entstanden im Kontext der Religionsausübung. Ziel war eine deskriptive Abbildung des Status quo non-formaler Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche hinsichtlich der sprachlichen und religiösen Bildung sowie ihrer lntersektionalität. Durchgeführt wurde eine fragebogengestützte Erhebung in russisch-orthodoxen Gemeinden in Deutschland, die auf die Erfassung der strukturellen Gegebenheiten, der (religions-) pädagogischen Zugänge und der sprachbildenden Ausrichtung der Sonntagsschulen hinzielte. Da in diesen Angeboten zunehmend geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine unterrichtet werden, wurde zudem den hierdurch veränderten Anforderungen an die Unterrichtspraxis nachgegangen.
Promotion
seit 2024: Hannah Koch „Schulischer Türkischunterricht aus postmigrantischer Perspektive. Mehrsprachige Biografien von praktizierenden und angehenden Lehrkräften des Herkunftssprachlichen Unterrichts und ihr Einfluss auf das Professionsverständnis“
Im Fokus des Promotionsprojektes stehen praktizierende und angehende Lehrkräfte des Herkunftssprachlichen Unterrichts (kurz: HSU) Türkisch im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Es wird der Forschungsfrage nachgegangen, welches Professionsverständnis Lehrkräfte vor dem Hintergrund ihrer eigenen sprach- und berufsbiografischen Erfahrungen haben bzw. entwickeln. Bei der empirischen Untersuchung im Rahmen eines qualitativen Forschungsparadigmas rücken demnach die zwei-/mehrsprachigen (Berufs-)Biografien von in der Praxis unterrichtenden und angehenden HSU-Lehrkräften in den Vordergrund sowie daraus resultierende Einflüsse auf das individuelle und kollektive Professionsverständnis. Ebenfalls werden subjektive Überzeugungen und Haltungen im Hinblick auf Sprache(n) und Auswirkungen auf die allgemeine Unterrichtspraxis in die Forschungsarbeit miteinbezogen, die zum Teil auf (sprach)biografische Erfahrungen zurückzuführen sein können. Die Erforschung von Einflüssen und Zusammenhängen an der Schnittstelle zwischen Biografie und Profession erfolgt dabei aus einer postmigrantischen Gesellschaftsperspektive. Ziel des Forschungsvorhabens ist die exemplarische Untersuchung individueller Sprach- und Berufsbiografien, um daraus konkrete Schlüsse für die Professionsforschung sowie die Berufs- und Unterrichtspraxis im Bereich des Herkunftssprachlichen Unterrichts ziehen zu können.