Lehre
Wir qualifizieren Studierende, die Chancen einer zunehmend mehrsprachigen Gesellschaft anzunehmen und innovative Konzepte der sprachlichen Bildung zu entwickeln und umzusetzen. Dabei verbinden wir wissenschaftliche Erkenntnisse mit praktischen Anwendungsmöglichkeiten, die es Studierenden ermöglichen, komplexe Lernsituationen zu analysieren und differenzierte, passgenaue Angebote zu gestalten. Wir legen besonderen Wert darauf, Studierende zu befähigen, das gesamte sprachliche Repertoire ihrer zukünftigen Lernenden als Bildungsressource zu erkennen, zu nutzen und zu fördern – für einen inklusiven Unterricht, der sprachliche Vielfalt als Bereicherung ansieht.
Abschlussarbeiten
Wir betreuen Abschlussarbeiten zu unterschiedlichen Themen rund um Mehrsprachigkeit, sprachliche Bildung und Deutsch als Zweitsprache.
Exemplarische BA- und MA-Themen der letzten Semester:
- Sprachbiographie und Identität: Eine Untersuchung am Beispiel der Siebenbürger Sachsen
- Genusvermittlung im DaZ-Unterricht. Unterschiedliche didaktische Ansätze aus der Sicht von Lehrkräften.
- Diagnostikinstrumente für Deutsch als Zweitsprache: Ein empirisch basierter Vergleich der Profilanalyse und des C-Tests.
- Zweitspracherwerb und Pflege: Eine qualitative Analyse der Perspektive internationaler Pflegefachkräfte auf ihren Zweitspracherwerb in Deutschland.
- Die Einstellung von Kindern und Jugendlichen zum Besuch des außerschulischen Herkunftssprachlichen Unterrichts (HSU). Eine empirische Untersuchung am Beispiel des HSU Georgisch.
- Der Stellenwert der Erstsprache in der Sprachförderung – Eine qualitative Untersuchung mit Sprachförderkräften.
- Genusvermittlung in DaZ-Lehrwerken für die Grundschule.
- Familiäre Sprachenpolitik und Spracherhalt: Eine qualitative Untersuchung am Beispiel einer kurdischsprachigen Familie.
- Perspektiven von Grundschullehrkräften auf Translanguaging in ihrem Unterricht.
- Einstellungen pädagogischer Fachkräfte zur migrationsbedingten Mehrsprachigkeit. Eine Interviewstudie.
- Professionalisierung angehender Grundschullehrkräfte im Bereich Deutsch als Zweitsprache: Eine qualitative Interviewstudie zu den Erfahrungen und Bedarfen von Studierenden der Universität Osnabrück.
- DaZ-Unterricht mit Neuzugewanderten im Grundschulalter. Perspektive einer Lehrkraft auf die Entwicklungen zwischen 2015 und 2022.
Die Wahrnehmung von gespannten und ungespannten Vokalen in Silben mit unterschiedlichen Anschlusskorrelationen in der Zweitsprache Deutsch. Eine empirische Untersuchung am Beispiel von Schüler*innen mit der Erstsprache Ukrainisch.
Projekte in der Lehre
Projektseminar „Zivilgesellschaft im Dialog: Projekte und Prozesse gestalten“, Sommersemester 2025
gemeinsam mit Mahmoud Farrag (IMIB-Studierender und Vorsitzender Meine Bildung und ich e.V.), Simon Ritz (Geschäftsleitung Meine Bildung und ich e.V.) und Mira E. Hazzaa (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien)
gefördert im Rahmen der universitätsinternen Ausschreibung „LehrZeit“, Profillinie „Service-Learning und zivilgesellschaftliches Engagement“
Die Zivilgesellschaft ist ein wichtiger Grundpfeiler der Demokratie und bietet zugleich vielfältige und niedrigschwellige Möglichkeiten, diese aktiv mitzugestalten. Das Seminar schaffte einen Überblick über Funktionsweise, Rahmenbedingungen und Akteure der deutschen und Osnabrücker Zivilgesellschaft. Die Studierenden lernten verschiedene lokale Organisationen und Bildungsvereine (z.B. Meine Bildung und Ich e.V., Exil e.V., VPAK e.V.) kennen und entwickelten eigene Praxisprojekte, die sie in selbst gewählten Organisationen in Absprache mit diesen umsetzten. Sie lernten dafür Grundlagen des Projekt- und Veranstaltungsmanagements sowie der Konzeption von Bildungsangeboten kennen.
Studentischer Podcast „MEHR – Mehrsprachigkeit erleben, hören, reflektieren“, Wintersemester 2024/2025
Im Rahmen der Seminare „Mehrsprachigkeit in Familie, Schule und Gesellschaft“ (Helena Olfert) und „Lebensweltliche Mehrsprachigkeit“ (Hannah Koch) haben Studierende den UNESCO Internationalen Tag der Muttersprache (21. Februar) aufgegriffen und sich intensiv mit den zugehörigen Themen auseinandergesetzt. Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist der gemeinsame Podcast „MEHR – Mehrsprachigkeit erleben, hören, reflektieren“. In Kleingruppen erarbeiteten Studierende im Laufe des Semesters selbstständig einen inhaltlichen Schwerpunkt rund um den Tag der Muttersprache und konzipierten darauf aufbauend eine Folge für den gemeinsamen Podcast. Neben den Studierenden kamen insbesondere Stimmen aus der Wissenschaft und Praxis zu Worte.
Nachzuhören ist der Podcast auf der universitätseigenen Plattform Castopod (Link: podcast.uni-osnabrueck.de/@Mehrsprachigkeit) oder auf allen gängigen Plattformen wie Spotify oder Apple Podcasts.
Lesezeit Mehrsprachigkeit
Die Professur organisiert regelmäßig das informelle Diskussionsformat „Lesezeit Mehrsprachigkeit“ als Plattform für den Austausch über aktuelle Forschungsarbeiten, relevante Studien und grundlegende Texte im Bereich der Mehrsprachigkeit. Neben etablierten Arbeiten werden auch eigene Texte vorgestellt und Ideen für Forschungsarbeiten diskutiert. Die Treffen finden während der Vorlesungszeit alle drei Wochen statt.
Die Treffen sind für weitere Interessierte, insbesondere für fortgeschrittene Studierende mit einem vertieften Interesse an diesem Themenfeld offen. Informationen zur Teilnahme sind bei Helena Olfert (Link) sowie unter der entsprechenden Studiengruppe in Stud.IP erhältlich.