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Transkription zum Video „Dein Start ins Studium – Informationen für Studieninteressierte“
Laura: Mein Name ist Laura und ich studiere momentan im Master Grundschullehramt und habe vorher an der Universität auch den Bachelor Bildung Erziehung und Unterricht gemacht.
Daniel: Ich bin Daniel, ich studiere jetzt im zweiten Mastersemester Grundschullehramt mit den Fächern Germanistik und Katholische Theologie. Ich komme jetzt gerade frisch aus der Praxisphase und habe dementsprechend jetzt noch zwei, realistisch gesehen vielleicht eher drei oder vier Semester im Master noch vor mir.
Joke: Ich bin Joke, ich studiere hier an der Universität Osnabrück Grundschullehramt, jetzt im Master. Den Bachelorstudiengang habe ich schon abgeschlossen. Meine Fächer sind Deutsch und Musik und der Masterstudiengang, der ist soweit fertig, mir fehlt nur noch die Masterarbeit und dann kann ich ins Referendariat starten.
Joke: Dass ich wirklich Grundschullehramt studieren wollte, hat sich dann daraus ergeben, dass ich als Schwimmtrainer gearbeitet habe, als Jugendlicher bei der DLRG. Da hat mir die Arbeit mit Kindern einfach sehr viel Spaß gemacht und da wusste ich, dass das eigentlich meine Zukunft werden soll. Und dann habe ich mich dazu entschieden, Deutsch und Musik zu studieren, weil ich mich zwischen Deutsch und Mathe entscheiden musste, wenn ich das auf Grundschullehramt studieren wollte. Und da hat mir Deutsch einfach mehr zugesagt als Mathe.
Laura: Das beste Seminar war für mich ein Master-Seminar, wo wir über sprachliche Gewalt gesprochen haben. Das war eine Textanalyse mit verschiedenen Theorien dazu. Das mag man als sehr trocken empfinden, aber ich fand das total spannend und habe da ganz, ganz viel gelernt, auch mit dem Umgang miteinander, würde ich sagen. Und das, denke ich, hat mir sehr geholfen, auch für die Schule oder generell für den Berufsalltag, wie man mit Menschen spricht, wie man mit Kindern spricht und ob man das vielleicht mal überdenken sollte.
Daniel: In der Gymnastik hatte ich ein Seminar damals, da ging es um Aussprache. Da durften wir dann selber tätig werden, haben alle so kleine Aufnahmegeräte bekommen. Ich habe dann damals meine Oma interviewt und es ging ein bisschen um Unterschiede in Bezug auf das Dehnungs-H, sprich das Verb dehnen, also „vor dem Sport muss man sich dehnen“ oder eben das Dehnen ohne H, also „den Studierenden, denen ich Hausaufgaben aufgegeben habe“. Da ging es da ein bisschen drum. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, da ein bisschen selber tätig zu werden.
Joke: Also ein bestimmtes Seminar, was mir richtig viel Spaß gemacht hat, kann ich gar nicht wirklich nennen. Es gab super viele Seminare, die schön waren oder die Spaß gemacht haben. Viele Seminare muss man auch einfach machen, weil sie Pflicht sind. Die machen dann manchmal auch nicht so viel Spaß. Das gehört dazu. Aber der Bereich, der mir am meisten Spaß gemacht hat, waren auf jeden Fall die Seminare in der Sprachdidaktik. Wenn man sich authentische Schülertexte anschaut oder überlegt, wie Schüler*innen sprechen lernen oder wie Kinder sprechen lernen, wie sie das Schreiben erlernen, welche Fehler sie vielleicht auch machen und wie man sie dann gezielt fördern kann, welche Möglichkeiten es da gibt. Und ich glaube, dass die Arbeit vor allem an Schülertexten und authentischen Beispielen einen perfekt darauf vorbereitet, was man später im Berufsalltag machen muss.
Daniel: Ich glaube, in der Germanistik ist es besonders, dass wir eben so ein großer Studiengang sind. Wir sind einer der Größten an der gesamten Uni, was natürlich viele Möglichkeiten mit sich bringt, sei es eben möglichst viele Leute kennenzulernen, verschiedene Leute kennenzulernen. Man hat die Möglichkeit, der Fachschaft zum Beispiel beizutreten, die, was ich finde, in Germanistik doch sehr aktiv ist, sehr viele Studien umfasst und dementsprechend auch eben viele Möglichkeiten und Ressourcen hat, Events auf die Beine zu stellen.
Laura: Also am Ende des Studiums würde ich sagen, war es vielleicht auch ganz gut, dass man sich Selbstständigkeit erarbeitet, dass man lernt, wie man mit Leuten in Kontakt kommt, dass man eine Fachschaft hat, die sich für einen einsetzt, dass es ja viele Dozierende gibt, denen es auch am Herzen liegt, dass man es schafft, auch wenn riesige Massen da sind. Und man merkt schon, dass die Dozierende sich da stark für einsetzen. Und ich glaube, das ist so der größte Unterschied zu anderen Fachbereichen, dass man viele Leute hat, viele Dozentinnen und Professorinnen. Und letztendlich, dass man das trotzdem irgendwie schaffen kann, auch wenn man am Anfang denkt, ich bin nur einer von vielen.
Joke: Es sind super viele Studierende, super viele Dozierende. Manchmal erscheint das ein bisschen, als würde man sich da nicht so gut zurechtfinden. Aber ich kann euch den Tipp geben, dass ihr euch einfach nachfragen könnt. Ihr könnt euch an die Fachschaft wenden, an die Dozierenden, an das Sekretariat. Da hilft euch immer jemand weiter und dann findet ihr euch da auch zurecht.
Transkription zum Video „Studierende berichten: Erfahrungen aus dem Germanistikstudium“
Daniel: Meine Bachelorarbeit hat sich um Harry Potter gedreht. Ich habe mir das transmediale Universum angeschaut, also das medienübergreifende Universum. Da ging es darum, dass ich mir die Bücher, die Filme, die Fantastic Beasts Adaption und das Computerspiel Hogwarts Legacy angeschaut habe und die verschiedenen Medien dann eben im Hinblick verschiedener Kriterien analysiert habe. Ich habe mir angeschaut, wie zum Beispiel der Raum der Wünsche in den Büchern dargestellt wird, wie er in den Filmen umgesetzt wird, wie er vielleicht in den Prequels vorkommt oder eben nicht.
Laura: Meine Masterarbeit habe ich in der Sprachwissenschaft geschrieben und zwar zu einem Thema, zu dem ich vorher schon ein bisschen was gemacht habe durch meine studentische Hilfskraftstelle. Und zwar war das Thema Formen von Selbsttypisierungen. Und es geht da um so Sätze wie „ich bin jemand, der gerne Kaffee trinkt“ oder „ich bin jemand, der auch total gerne Musik macht“ oder so. So implizierte Selbstbeschreibung und habe mir da ja Mode- und Beauty-Blogs angeguckt und auch das Reddit-D-Korpus vom DWDS und eine Korpusanalyse dazu durchgeführt. Aber keine Angst, das lernt man im Studium, wie das funktioniert. Und man steht nicht allein auf weiter Flur, man hat immer einen Betreuer oder eine Betreuerin,
Joke: In meiner Bachelorarbeit habe ich das Lehrerfeedback in Unterrichtsgesprächen der Grundschule untersucht und habe da Videos aus realen Situationen angeschaut und analysiert, inwiefern die Lehrkräfte auf Schülerantworten reagieren. In der Theorie gibt es da immer den Dreischritt zwischen Frage der Lehrkraft, Antwort der Schülerin oder des Schülers und dann einer Reaktion der Lehrkraft. Und ich habe mir eben die Videos darüber angeschaut und inwiefern die Lehrkraft diesen Dreischritt einhält oder davon abweicht und wie sie reagiert auf Schülerantworten.
Daniel: Die Themensuche ist, glaube ich, eine sehr wichtige Sache bei Abschlussarbeiten, weil man eben dann doch viel Zeit mit zum Beispiel einer Bachelorarbeit verbringt und man, glaube ich, dann sehr gut daran tut, ein Thema zu haben, was einem jetzt nicht ganz fremd ist. In meinem Fall habe ich in der Schulzeit eine Facharbeit zum Thema nationalsozialistische Motive im Harry Potter-Universum geschrieben. Und das hat mir tatsächlich so viel Spaß gemacht, dass ich dachte, ich glaube, in die Richtung möchte ich weitergehen. Ich bin dann auch mit diesem Themenvorschlag an verschiedene Dozierende herangetreten, bis ich dann eben bei einem Professor in der Mediendidaktik gelandet bin. Ich glaube, im Laufe des Schreibens fällt einem dann selbst auf, kann ich besser alleine arbeiten oder gehe ich jede Woche zweimal zur Sprechstunde. Da sollte man auf jeden Fall auch nicht schüchtern sein, weil es eben ein Betreuer ist. Das heißt, man arbeitet nicht alleine an seinem Thema, sondern hat da eben den Backup und tut, glaube ich, gut daran, auch zusammenzuarbeiten und eben zu vermeiden, dass man dann zum Schluss in zwei unterschiedliche Richtungen geht.
Laura: Also ich glaube, der wichtigste Tipp, den ich weitergeben kann an alle, die nochmal Deutsch studieren möchten hier am Institut, wäre, dass man sich früh Gedanken macht über Organisation und ich glaube, dass es nicht nur fürs Studium wichtig ist, sondern eigentlich fürs gesamte Leben, ganz besonders als Lehrkraft in der Schule irgendwann. Und ich würde sagen, dass man sich früh vorbereiten sollte, welche Themen man interessant findet. Vielleicht einfach mal einen Zettel mitschreiben. Das war ein Seminar, was ich gut fand und da könnte ich mir vorstellen, irgendwie ein Thema heraus zu bearbeiten oder so. Ich glaube, dass das ganz guttut, wenn man vorher vor der großen Aufgabe steht, ich muss jetzt eine Abschlussarbeit schreiben. Letztendlich ist das gar nicht so ein Hexenwerk, wie man vorher denkt. Und ich weiß, das kann man immer gut sagen, wenn man durch ist. Aber ich hatte große Angst vorher davor und habe im Prozess eigentlich gemerkt, wie viel Spaß das auch machen kann.
Joke: Ein Tipp, den ich mitgeben kann, ist auf jeden Fall, dass man irgendwie für sich selbst verantwortlich ist. Also es gibt keine Person, die dir hinterherläuft, die fragt, ob du was gemacht hast. Also du bist für dich selbst verantwortlich. Man muss sich selbst drum kümmern, pünktlich überall zu sein, pünktlich alles eingereicht zu haben, sich angemeldet zu haben. Aber ansonsten kann man alles supergut schaffen, wenn man sich connectet, wenn man Leute trifft, muss einfach offen sein, Leute kennenlernen und sich auch ein bisschen darauf einlassen, dass alles neu ist, ist alles spannend irgendwie und es ist auf jeden Fall eine Erfahrung wert, das zu machen.
Daniel: Ich glaube, der Haupttipp, den ich weitergeben würde, ist, dass man das Studieren nicht nur des Studierendenwillens macht, sondern auch eben schaut, was das Studium außerhalb für Chancen und Möglichkeiten bietet, weil ich glaube, man lernt eh schon genug, man sitzt in genügend Vorlesungen und ich glaube, man studiert nur einmal im Leben, meistens und sollte diese Chance nutzen. Ich bin zum Beispiel dann irgendwann der Fachschaft beigetreten, was im Falle des Fachbereichs, in dem wir uns eben bewegen, wirklich eine große Bereicherung ist, weil wir viele engagierte Menschen haben und das glaube ich wirklich eine Chance ist, das Studieren auch nochmal aus einem anderen Blickwinkel kennenzulernen. Und ich glaube, das ist so das Einzige, was ich wirklich bereue, nicht eher der Fachschaft beigetreten zu sein, weil man wirklich, wie gesagt, mega viele neue Optionen und Möglichkeiten dadurch gewinnt.