Angebote für Lateinlehrer*innen

Angebote des Fachs Latein für Schulen und Lehrkräfte

Wenn Sie in Ihrem Unterricht mit uns kooperieren, mit Ihren Lateinschüler*innen eine Exkursion  in die Universität unternehmen oder uns für eine Veranstaltung an Ihrer Schule als Wissenschaftler*innen hinzuziehen möchten, arbeiten wir im Rahmen unserer Möglichkeiten und Kapazitäten gerne mit Ihnen zusammen.

Wir sind offen für Ihre Ideen und Wünsche! Kontaktieren Sie uns gerne unverbindlich. Eine Auswahl aus unserem aktuellen Workshopangebot, das sich zum Teil an unterschiedliche Klassenstufen anpassen lässt, finden Sie weiter unten auf der Seite.

Kontakte für Lehrkräfte

Für Informationen und Fragen zu unserem Angebot kontaktieren Sie 

Aktuelle Workshopangebote

Eine Freske aus Pompei, auf der eine Frau und ein Mann abgebildet sind.
© Rühl

Workshop für Schüler*innen : Social Networking im antiken Rom

Die römische Gesellschaft war vor rund 2000 Jahren grundsätzlich anders strukturiert als unsere heute. Dies wird besonders daran deutlich, wie das soziale Miteinander in Rom organisiert war, da sich der römische Staat für die Grundbedürfnisse und Rechte seiner Bürgerinnen und Bürger im Prinzip nicht verantwortlich fühlte. Welche Folgen hatte das für das Leben der Einwohnerinnen und Einwohner eines Reiches, das sich im ersten Jahrhundert v. Chr. über weite Teile des Mittelmeerraumes erstreckte? Und: Woher wissen wir das eigentlich?

Im Workshop bekommen Schüler*innen zusammen mit Altertumswissenschaftlerinnen der Universität Osnabrück am Beispiel römischer Empfehlungsschreiben nicht nur einen Einblick in eine von der Forschung lange vernachlässigten, aber für das Funktionieren der römischen Gesellschaft überaus wichtigen Textsorte, sondern erfahren ebenso, wie Wissenschaft arbeitet, und gewinnen unter methodischer Anleitung auch selbst Erkenntnisse über die Kultur des antiken Rom.

Ein Zimmer mit drei Liegen, die um einen kleinen Tisch organisiert sind.
© Papenhausen

Workshop für Schüler*innen : Rom geht aus.
Das Gelage als soziales Ereignis im Blick der römischen Literatur

Unter einem convivium verstand man im antiken Rom ein Abendessen, bei dem exklusiv geladene Gäste bei einem Römer der Oberschicht zu Tisch lagen. Eine solche Abendgesellschaft war als institutionalisiertes und soziales Ereignis, bei dem Kontakte geknüpft, Freundschaften gepflegt und politische wie gesellschaftliche Entscheidungen getroffen wurden, so wichtig, dass es zum Motiv in der römischen Literatur werden konnte.

Im Workshop gehen die Schüler*innen zusammen mit Altertumswissenschaftlerinnen der Universität Osnabrück der Frage nach, wie die Literatur auf das convivium als Ereignis Bezug nimmt und welche Funktion den literarischen Texten zukommt. Die Schüler*innen werden am Beispiel römischer Epigramme nicht nur einen Einblick bekommen, wie Wissenschaft arbeitet, sondern unter methodischer Anleitung auch selbst Erkenntnisse über die Literatur und Kultur des antiken Rom gewinnen.

schwarze Bücher im Regal
© Josha Lindemann

Workshop für Schüler*innen : Die blinden Flecken der römischen Literaturgeschichte

Im Lateinunterricht der Schule begegnet in der Regel nur ein kleiner Ausschnitt der überlieferten lateinischen Literatur. Meist sind es Autoren und Werke, die die Überlieferungsgeschichte und/oder die Tradition der Literaturgeschichtsschreibung für lesenswert erachtet hat. – Aber wie kommt es zu diesem Ausschnitt in einer zweitausendjährigen Überlieferungsgeschichte und welche Kriterien wurden von der Literaturkritik bereits im antiken Rom angelegt, was als lesenswert zu gelten hat?

In diesem Workshop zum Literaturbetrieb der römischen Kaiserzeit begeben sich die Schüler*innen zusammen mit Altertumswissenschaftlerinnen der Universität Osnabrück auf Spurensuche nach den vergessenen Autor*innen Roms. Dabei gehen sie der Frage nach, wer die Produzent*innen von Literatur sind, wer als literarisch gebildet gelten darf und wer schließlich bestimmt, welche Texte in einen ,Kanon‘ aufgenommen werden und welche nicht.