Seminarplan erstellen

Orientieren Sie sich für einen zielgerichteten und zügigen Studienverlauf an der jeweiligen  Prüfungsordnung und den Modulbeschreibungen für den Bachelor oder der  Prüfungsordnung und den Modulbeschreibungen für den Master in Latein. Die Prüfungsordnung zeigt an, welche Veranstaltungen Sie für den erfolgreichen Abschluss Ihres Studiums belegt haben müssen.

Orientieren Sie sich aber nicht ausschließlich an der Prüfungsordnung. Der Aufwand, den Sie für Lehrveranstaltungen aufbringen müssen, geht Ihnen viel leichter von der Hand, wenn Sie Ihre Veranstaltungen nach Interesse wählen. Ihr Studium ist keine Berufsausbildung, sondern eine Zeit, die Sie für sich selbst und Ihr persönliches und fachliches Wachstum nutzen können. Das geht am besten, wenn Sie Ihren persönlichen Interessen nachgehen und individuelle Akzente in Ihrer Seminarplanung setzen. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass Sie gut studieren, ist höher, wenn Sie sich für Ihre Kurse interessieren. Wer nach Neigung studiert, nimmt mehr aus den Veranstaltungen mit und profitiert auch für die Pflichtveranstaltungen von der zusätzlichen Erfahrung.

Sie finden alle Veranstaltungen der Latinistik auf   Stud.IP oder unter   Lehrveranstaltungen. Auf Stud.IP können Sie entweder direkt über die Modulzuordnungen oder über das Vorlesungsverzeichnis (Veranstaltungen/Latein) nach einer Veranstaltung suchen. Um einen Überblick über alle im jeweiligen Semester angebotenen Veranstaltungen zu erhalten und ggf. auch nach Interesse wählen zu können, empfiehlt sich die Suche über das Vorlesungsverzeichnis. Über die Funktion „im Stundenplan vermerken“ können Sie alle Veranstaltungen, die Sie interessieren, abspeichern und nachher je nach den Kurszeiten und Ihren persönlichen Kapazitäten eine Auswahl treffen.

Überprüfen Sie, bevor Sie sich für einen Kurs anmelden, ob Sie die notwendigen Voraussetzungen erfüllen, um die Prüfung abzulegen. Haben Sie das GL-Modul schon abgeschlossen? Setzt der Kurs, den Sie belegen wollen, das Graecum voraus?

Manche Kurse werden nur zum WiSe oder nur zum SoSe angeboten. Es empfiehlt sich daher, langfristig zu planen und das Lehrangebot des jeweiligen Faches bei der Planung zu berücksichtigen.

Die Leistungspunkte einer Veranstaltung geben an, wie hoch der Workload für diese Veranstaltung ist, d.h. wie viel Zeit Sie vor allem jenseits der Sitzungszeit ungefähr investieren sollten. Unter   Studienorganisation sehen Sie, wie Sie die LP-Angabe einer Veranstaltung in Arbeitsaufwand umrechnen können. Eine solche Rechnung sollten Sie unbedingt vor Semesterbeginn vornehmen, um zu wissen, wie viel Zeitaufwand Sie für Ihre Veranstaltungen jeweils einplanen müssen. Nehmen Sie sich nicht mehr vor, als Sie bis zum Semesterende und insbesondere auch bis zur Klausurenphase durchhalten können, sondern planen Sie bereits zu Beginn realistisch. Um in Regelstudienzeit zu studieren, sollten Sie im Schnitt auf 30 LP pro Semester kommen – allerdings geht diese Rechnung nicht immer genau auf und hängt auch von Ihren individuellen Vorkenntnissen ab. Wenn Sie am Anfang merken, dass Sie nur 20 LP schaffen, dann machen Sie lieber diese 20 LP gut als 30 LP schlecht und versuchen Sie, möglichst viel aus diesen Veranstaltungen mitzunehmen. Das wird Ihnen langfristig mehr bringen.

Für Veranstaltungen der Latinistik müssen Sie ca. das 1- bis 2-fache der Sitzungszeit für die Vor- und Nachbereitung ansetzen. Der Großteil Ihres Studiums passiert also nicht in den Kursen, sondern in Eigenregie zuhause oder in der Bibliothek. Tragen Sie sich diese Zeiten am besten direkt in Ihren Seminarplan mit ein und halten Sie sich daran. Eine kontinuierliche Vor- und Nacharbeitung entlastet außerdem Ihre Klausurenphase. Auch hier führt realistische Planung zum Ziel: Wenn Sie von 8 bis 18 Uhr durchgehend Veranstaltungen haben, bleibt keine Zeit mehr für Ihre Vorbereitung. Unter   Studienorganisation finden Sie Tipps, um diese eigenständige Arbeitszeit möglichst gut zu strukturieren und effektiv nutzen zu können.

Tragen Sie sich in Ihren Seminarplan direkt Zeit für Pausen, bspw. eine Mittagspause in der Mensa oder eine feste Kaffeepause mit Ihren Kommiliton*innen ein. Regelmäßige Pausen sind notwendig, um die Konzentration aufrecht zu erhalten, und dienen als Motivationsfaktor. Sie arbeiten zudem viel produktiver, wenn Sie wissen, dass Sie bis zum Mittagessen nur noch zwei Stunden Zeit haben. Wenn Sie Veranstaltungen an verschiedenen Hochschulgebäuden belegen, sollten Sie außerdem Zeit für Wege einplanen. Für den Fahrradweg vom Schloss zum Westerberg zwischen zwei Veranstaltungen sollten Sie z.B. mindestens 15 Minuten einplanen, um nicht zu spät zu kommen.

Wenn Sie BAföG beziehen, setzt Ihr Antrag auf Weiterfinanzierung i.d.R. ein Mindestmaß an gesammelten Leistungspunkten pro Semester voraus. Informieren Sie sich hier frühzeitig, um die notwendigen Leistungspunkte kontinuierlich ansammeln zu können und nicht am Ende viel zu viele LP in einem Semester machen zu müssen. Lassen Sie sich ggf. vom   Studierendenwerk beraten.