Christoph König: Neue und neuere deutsche Literatur
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Aktuelles
Christoph König präsentiert am 2. Juni die neue HKA der Werke Rilkes
Am 2. Juni um 19.30 Uhr lädt die Buchhandlung ›Der Zauberberg‹ (Bundesallee 133, 12161 Berlin) herzlich ein: Christoph König präsentiert die neue historisch-kritische Edition der Werke Rilkes. Moderation: Lothar Müller
In wenigen Tagen des Februar 1922 schrieb Rainer Maria Rilke (1875-1926) ›Die Sonette an Orpheus‹. Seither gehört der Gedichtzyklus zur Weltliteratur. In 55 Sonetten richtet sich der Dichter an Orpheus, sein Vorbild aus dem 13. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung. Große Fragen des Lebens wie die Liebe, der Tod, die Natur werden behandelt: Wie können sie in einer Welt der Kunst eine Lösung finden? Die neue Edition präsentiert erstmals den gesicherten Text der Sonette und legt deren Entstehung in Manuskripten dar, die erstmals zugänglich sind.
Christoph König liest aus dem Band, stellt die neue historisch-kritische Edition der ›Werke‹ Rilkes vor (seit 2023 im Wallstein Verlag) und diskutiert mit Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung).
Anmeldung bitte entweder telefonisch 030/ 56 73 90 91 oder per Email: info@der-zauberberg.eu
Eintritt 10 Euro
Vernissage von PAUL RENNER: Elegien – intrinsisch blind
Abbildung: Paul Renner, ELEGIE 3 – ABWÄRTS DEN SAFT, Öl, Dammar und Lack auf Bütten, 2024/25, 50 x 65 cm (c) Atelier Renner
»Kreativität – Lektüren von Rilkes Duineser Elegien« nennt sich eine philologisch-philosophische Untersuchung von Prof. Christoph König (2023 im Wallstein Verlag erschienen), auf deren Grundlage Paul Renner einen Zyklus von über 40 Bildern schuf. Renner stellt damit seine Wahrnehmung vom Arbeitsprozess an den Elegien in den Mittelpunkt, also wie etwas entsteht, und nicht, was es ist. Zwar formen die Titel aller Werke immer noch eine bildhafte Klammer, aber die dient ihm zum Zweck anarchischer Ordnung. Das Wort kann Ton, Farbe, Geruch, Gefühl, Form oder Inhalt sein. Alles zusammen bleibt es Eins. Die Galerie Sommer zeigt diesen Zyklus an Bildern zum ersten Mal.
VERNISSAGE: Mittwoch, 6. Mai 2026, 19 Uhr Der Künstler ist anwesend. Zur Ausstellung spricht Roman Grabner, Universalmuseum Joanneum; Paul Renner diskutiert mit Christoph König (Berlin).
Weitere Hinweise finden Sie hier.
Mayotte Bollack ist gestorben
Die Latinistin Mayotte Bollack, die große Frau in der 'Ecole de Lille' ihres Mannes Jean Bollack, ist am 27. April 2024 im Alter von 95 Jahren gestorben. Jean Bollack, der Gräzist und Begründer einer kritischen Philologie, erhielt im Jahr 2007 die Ehrendoktorwürde der Universität Osnabrück. Mit beiden war Professor Christoph König über Jahrzehnte in intellektueller Freundschaft verbunden. Mayotte Bollack, die mütterlicherseits aus einer polnischen jüdischen Familie und väterlicherseits aus Martinique stammt, wuchs in China auf, lebte nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris und zeichnete sich als Gelehrte vor allem durch ihre Studien über Lukrez und durch ihre Übersetzungen (gemeinsam mit ihrem Mann) der großen antiken Tragödien aus. Wer ihren Scharfsinn und menschlichen Witz sucht, kann das auch auf Deutsch in ihrem Buch über alle 19 Stücke des Euripides tun – das Buch ist erst vor kurzem im Jahr 2021 unter dem Titel "Dämonen und Drachen" in der Friedenauer Presse erschienen.