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Die Neurobiopsychologie untersucht die menschliche verkörperte Kognition an der Schnittstelle von Neurowissenschaften, Biologie und Psychologie. Ein zentrales Forschungsthema der Neurobiopsychologie-Gruppe in Osnabrück ist die multisensorische Integration, also wie das Nervensystem Informationen aus verschiedenen Sinnen zu einer kohärenten Wahrnehmung zusammenführt. Ein weiteres wichtiges Thema, das wir untersuchen, ist die sensomotorische Kopplung, also wie das sensorische System mit dem motorischen System interagiert. Zu diesem Zweck erforschen wir menschliche Wahrnehmung, Verhalten und Physiologie mithilfe unterschiedlicher Methoden. Wahrnehmung wird durch psychophysische Experimente und sensorische Erweiterung in Labor-, Alltags- oder Virtual-Reality-Umgebungen untersucht. Augenbewegungen und räumliche Navigation dienen der Analyse des Verhaltens. Physiologische Hinweise auf Gehirnprozesse werden mittels EEG erfasst. Moderne Technologien ermöglichen es, menschliche Kognition und Verhalten auch in natürlichen Umgebungen zu untersuchen – durch eine Kombination aus mobilem Eye-Tracking und mobilem EEG. In Zusammenarbeit mit unseren Forschungspartnern haben wir zudem die Möglichkeit, Technologien wie fMRT oder MEG zu nutzen. Diese empirischen Studien werden durch theoretische Arbeiten ergänzt, die auf Computersimulationen und konzeptuellen, philosophischen Analysen basieren.

 

Die Ergebnisse unserer Arbeit werden weiterentwickelt und in verschiedenen Unternehmen angewendet:

 https://www.eyequant.com
 http://www.feelspace.de
 https://www.scicovery.com/

 

Unsere aktuelle Forschung konzentriert sich auf die folgenden Projekte und Promotionsprogramme:

 

 EUSSN,  https://eusnn.eu/
 EYETRAX
 INTUITIVE
 SIDDATA
 Vertrauen und Akzeptanz in erweiterten und virtuellen Arbeitswelten
 WESTDRIVE

 RTG Situated Cognition (together with the Ruhr-Universität Bochum)
 RTG Computational Cognition
 Max Planck School of Cognition