Auftaktveranstaltung - 26.10.2018
Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit: zwischen Gender Equality und Rollback?
Auftaktveranstaltung mit Professorin Dr. Susanne Völker und Tarik Tesfu
Zwei hochkarätige Redner_innen eröffneten am 26. Oktober um 11:00 Uhr die vom Land Niedersachsen geförderte Debattenreihe „Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit“ an der Universität Osnabrück.
Die Soziologin Prof. Dr. Susanne Völker (Universität zu Köln) diskutierte unter der Frage „Wessen Allianzen, wessen Feminismus?“, wie wir den Herausforderungen aktueller Ungleichheiten begegnen können. Der Moderator Tarik Tesfu (u.a. Host bei „Jäger & Sammler“) erklärte in seinem Beitrag mit dem Titel „Feminismus meets Internet meets Mainstream meets Yeah!“ , warum Feminismus und Mainstream wunderbar zusammenpassen.
Danach diskutierten die beiden ihre Thesen mit der Koordinatorin der Forschungsstelle Geschlechterforschung an der Universität Osnabrück Judith Conrads und mit dem Publikum. Kontroversen und Diskussionspunkte wurden im Anschluss bei einem Imbiss vertieft.
Diese Standortbestimmung bildet den Ausgangspunkt für die Debattenreihe, die bis Herbst 2019 den Dialog zwischen akademischem Geschlechterwissen, Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Praxis beleben wird.
Der Flyer zur Auftaktveranstaltung
Zum Video der Veranstaltung
Wir haben die Veranstaltung aufgezeichnet.
Prof.in Dr.in Susanne Völker:
„Wir haben wir aktuell mit der massiven Vervielfältigung von Differenzlinien zwischen ‚Eigenem’ und ‚Fremdem’ (Re-Nationalisierung) als aktueller politischer Mobilisierung von menschenverachtenden Differenzen zu tun. Zugleich zeigen sich aber Gegenkräfte und Allianzen gegen diese toxischen Differenzsetzungen, die auf Praktiken der Kohabitation und auf Stattgabe von Alterität setzen. Aus queer-feministischen Perspektiven werden die Un/Möglichkeiten dieser Allianzen der Kohabitation diskutiert.“