Kooperative Arbeitsschwerpunkte
Profit(eur)e der Geschlechterungleichheiten
Dieser Schwerpunkt nimmt die Beharrungsfähigkeiten und Paradoxien geschlechtsbezogener Ungleichheitsstrukturen in den Blick. Dabei geht es gerade nicht um eine Erklärung oder gar Apologetik patriarchaler Strukturen, sondern um normativen Paradoxien geschlechtsbasierter Entscheidungen und Argumentationen.
Der Schwerpunkt vereint interdisziplinär gegenwartsbezogene wie historische Perspektiven auf Konstellationen und Handlungsstrategien, in denen Akteur:innen ihre sozial offensichtlich untergeordnete Postion in einer spezifischen Weise zu ihrem Vorteil nutzen und so ‚Profit‘ aus ebendieser Konstellation erzielen oder erzielen zu können glauben.
Beteiligte Wissenschaftler*innen:
Dr.in Nicole Diersen, Prof.in Dr.in Katrin Golsch, Dr.in Sylvia Jäde, Prof.in Dr.in Melanie Kubandt, Prof.in Dr.in Christiane Kunst, Prof. Dr. Kai-Olaf Maiwald, Prof.in Dr.in Meike Rühl
Laufzeit: 2025–aktuell
Gut vernetzt?
Eine interdisziplinäre Analyse der Chancen und Herausforderungen von Networking als Mittel zur Erhöhung der Sichtbarkeit von Frauen im Wissenschaftsbereich
Im Arbeitsschwerpunkt wurde in interdisziplinärer und diachroner Perspektive dem Phänomen des Netzwerkes und der Vernetzung nachgegangen und die Frage untersucht, inwiefern sich das Merkmal ‚Geschlecht‘ in Netzwerkstrukturen auswirkt, dabei stand der Prozess des Networking im Fokus.
Hier interessierte vor allem, in welcher Weise führen welche Arten von Interaktionen zu Benachteiligungen von Frauen führen, ob es konkrete Ausschlussmechanismen in formell geschlechtsheterogenen Netzwerken gibt, unter welchen Bedingungen die Sichtbarkeit des Netzwerks auch zur Sichtbarkeit der ihm angehörigen Frauen führt und ob ‚Frauenthemen‘ eine Chance oder ein Problem für den nachhaltigen Erfolg von Frauennetzwerken sind.
Beteiligte Wissenschaftler*innen:
Prof.in Dr.in Andrea Grewe, Prof.in Dr.in Christiane Kunst, Prof. Dr. Kai-Olaf Maiwald, Prof.in Dr.in Meike Rühl, Priv.-Doz.in Dr.in Sonja Strube und Dr.in Sabine Jösting (Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Universität Osnabrück)
Laufzeit: 2021–2023