Ausstellungen

Das Forschungszentrum IKFN organisiert kontinuierlich Ausstellungsprojekte verschiedenster Art, um Forschungsergebnisse in die breitere Öffentlichkeit tragen zu können, insbesondere innerhalb des Stadtraums Osnabrück. Viele der Ausstellungen gehen auf studentische Lehrprojekte zurück, d.h. sie werden maßgeblich im Rahmen von Seminaren durch die Studierenden selbst erarbeitet. Die Kooperation mit der  Universitätsbibliothek Alte Münze, die den IKFN-Altdruckbestand verwahrt, entsprechende Räumlichkeiten für Ausstellungen zur Verfügung stellt und zudem bei der konzeptionellen Umsetzung unterstützt, ist dabei eine wichtige Stütze für Projekte dieser Art. Daneben kann das Forschungszentrum IKFN auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit weiteren städtischen Akteuren zurückblicken, neben der  Stadt Osnabrück selbst vor allem mit dem  Diözesanmuseum, dem  Kulturgeschichtlichen Museum, dem  Museum Industriekultur, der  Stadt- und Kreisarchäologie sowie dem  Landschaftsverband Osnabrücker Land.

Das Foto zeigt aus der Nahaufnahme zwei Personen von hinten, die auf einen Aufsteller mit Texttafeln und Abbildungen schauen. Der linke Mann im grünen Hemd zeigt auf eine der Tafeln, die rechte Frau schaut nach unten.
© Universitätsbibliothek Osnabrück | Barbara Mönkediek

Ideen verändern die Welt im 18. Jahrhundert

Das Ausstellungsprojekt ging zurück auf eine Lehrveranstaltung aus dem WS 2025/26 unter Leitung von Prof. Dr. Siegrid Westphal, in der Studierende zentrale Schlüsseltexte der Aufklärung ausgewählt und für die Kabinettausstellung aufbereitet haben. Dabei konnten sie auf den umfangreichen IKFN-Altdruckbestand zurückgreifen, der in der Universitätsbibliothek verwahrt wird, mit der zusammen die Ausstellung realisiert worden ist. Das Spektrum der präsentierten Bücher reichte von enzyklopädischen Werken wie Diderots Encyclopédie und 'dem Zedler' über Verträge, über Rechtsnormen wie die Constitutio Criminalis Theresiana zu pädagogischen, philosophischen und literarischen Texten.

Das Foto zeigt einen Tisch mit roter Decke, auf dem mehrere Kopien älterer historischer Darstellungen platziert sind. Dahinter steht eine junge Frau und schaut auf das Material hinab.
© Marcel Lewerentz

Einblicke in eine faszinierende Epoche

Am 26. Oktober 2024 öffnete auch das Forschungszentrum IKFN seine hölzernen Tore. Im Rahmen des Tags der offenen Tür an der Universität Osnabrück bot das IKFN eine eigens für diese Veranstaltung konzipierte Ausstellung an, die den Besucher*innen die titelgebende "wunderbare Welt der Frühen Neuzeit" in ihrer Vielfalt zugänglich machen sollte. Neben einer kleinen Ausstellung zur Frühen Neuzeit und deren bekannten und weniger bekannten Vertreter*innen – von Olympe de Gouges bis König Ludwig XIV. – konnten Besuchende an zwei Führungen zu anschaulichen Quellenexponaten teilnehmen und unter Anleitung von Institutsmitarbeitenden diese durchblättern.

Das Foto zeigt von links unten eine Infotafel, die an einer Fasse montiert ist. In der Mitte der Tafel ist ein historisches Porträt zu sehen, darunter der Name der Person sowie einige Infos in Textform. Rechts unten ist ein QR-Code positioniert.
© Amelie Pohlmann

Leben und Verhandeln auf dem Westfälischen Friedenskongress

Anlässlich des   375jährigen Jubiläums des Westfälischen Friedens hat das Forschungszentrum IKFN zusammen mit dem Diözesanmuseum Osnabrück vom Juni bis Oktober 2023 die Ausstellung „Dem Frieden ein Gesicht geben – Leben und Verhandeln beim Westfälischen Friedenskongress“ veranstaltet. Im Vordergrund standen dabei die eigentlichen Akteure der Friedensverhandlungen, die Gesandten, und deren Alltag in der Kongressstadt Osnabrück. Neben einer Sonderausstellung im Diözesanmuseum, die den Alltag der Gesandten mit spannenden Exponaten veranschaulichte, führte ein historischer Parcours die Besucher durch die ganze Innenstadt zu den maßgeblichen Handlungs- und Lebensorten der Gesandten. Spuren davon sind noch heute im Stadtbild zu finden.

Das Foto zeigt das Titelbild der Ausstellung in Form einer Montage. Dabei sind im Hintergrund vier Bilder nebeneinander montiert, darunter Titelblätter historischer Drucke, Handschriften sowie eine historische Abbildung einer Frau mit ihrem Kind. In der Mitte ist im Vordergrund eine historische Münze zu erkennen, auf der steht: "Für die Armen, 1699".
© UB Osnabrück | B. Mönkediek | NLA OS | LWL-Museum für Kunst und Kultur, Westfälisches Landesmuseum, Münster | Stefan Kötz

Drucke, Handschriften und Objekte erzählen aus der Frühen Neuzeit (1500-1800)

Unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Siegrid Westphal haben Studierende der Geschichtswissenschaft eine digitale Ausstellung zu verschiedenen Themen rund um Armut und Armenunterstützung erstellt. Fragen wie „Ab wann war jemand arm?“, „Wie sah die Armenfürsorge aus?“ und „Was waren die Grenzen der obrigkeitlichen Unterstützungen?“ wurden hierbei mithilfe einer Vielzahl von Altdrucken untersucht.

Das Foto zeigt aus der Nahaufnahme einen aufgeklappten historischen Altdruck. Er ist unscharf, doch unten ist der Schriftzug "Stralsund" zu erkennen.
© Melanie Puchalla

Altdrucke aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges

Das studentische Ausstellungsprojekt unter der Leitung von Prof. Siegrid Westphal beleuchtete entlang sechs thematischer Schwerpunkte „FriedensFreud und Krieges-Leid“ sowie die mediale Vielfalt der Jahre 1618-1648. Schon damals wurden die unterschiedlichen Medien nicht nur für die allgemeine Berichterstattung über Schlüsselereignisse genutzt, sondern auch zu ihrer Deutung, zu Propagandazwecken und zur politischen Legitimation verwendet.

Das Foto zeigt eine Playmobilfigur, die Martin Luther abbilden soll, zu sehen an der weißen Feder und dem Buch in der Hand, ebenso wie einer typischen Pfarrerskleidung inklusive eines dunklen Hutes. Hinter der Figur liegen historische Altdrucke, aufgeklappt.
© UB Osnabrück | Barbara Mönkediek

Altdrucke aus der Reformationszeit

Die Ausstellung dokumentierte die Ergebnisse eines Seminars unter der Leitung von Prof. Siegrid Westphal, in dem Masterstudierende der Geschichtswissenschaft verschiedene Aspekte des Medienereignisses Reformation anhand ausgewählter Altdrucke der Reformationszeit aus der Forschungsbibliothek des IKFN untersucht haben.

Das Foto zeigt eine historische Abbildung. In der Mitte sitzt eine ohnmächtig gewordene Frau im Sessel, rechts daneben steht ein Mann, der ihre Hand hält. Auf der linken Seite steht eine ältere Frau, die ein kleines Kind zur in mittig sitzenden Frau hält.
© Universitätsbibliothek Osnabrück | IKFN

Bewegte Geschichten in William Hogarths Marriage à la Mode (1745)

Vom 8. November bis zum 15. Dezember 2007 wurden in der Universitätsbibliothek aus der Graphischen Sammlung der Universität Blätter aus der Kupferstichserie "Marriage à la Mode" des englischen Künstlers William Hogarth gezeigt. 

Das Foto zeigt zwei Aufsteller. Der linke zeigt ein Foto einer Orgel, der rechte ein Foto eines Covers eines Altdrucks.
© Forschungszentrum IKFN

Anlässlich des internationalen Hansetags in Osnabrück 2006 veranstaltete das IKFN in Kooperation mit der Universitätsbibliothek und dem Staatsarchiv Osnabrück eine Ausstellung zu den Berührungspunkten Osnabrücks mit der Hanse.

Das Foto zeigt einen Altdruck von Martin Opitz mit dem Titel "Trostgedicht in Wiederwertigkeit", aufgeklappt.
© Universitätsbibliothek Osnabrück

Krieg und Frieden in Texten aus dem Europa der Frühen Neuzeit

In der Ausstellung in der ehemaligen IKFN-Forschungsbibliothek wurden ausgewählte Exponate aus dem Altdruckbestand und andere Medienformen der Bibliothek präsentiert. Erarbeitet wurde die Ausstellung von Studierenden einer Lehrveranstaltung zur Friedensdichtung des 17. Jahrhunderts und Nachwuchswissenschaftlern des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit.