Dem Frieden ein Gesicht geben

Leben und Verhandeln auf dem Westfälischen Friedenskongress

Anlässlich des 375-jährigen  Jubiläums des Westfälischen Friedens hat das Forschungszentrum IKFN zusammen mit dem Diözesanmuseum Osnabrück vom Juni bis November 2023 die Ausstellung „Dem Frieden ein Gesicht geben – Leben und Verhandeln beim Westfälischen Friedenskongress“ veranstaltet. Im Vordergrund standen dabei die eigentlichen Akteure der Friedensverhandlungen, die Gesandten, und deren Alltag in der Kongressstadt Osnabrück.

Neben einer Sonderausstellung im Diözesanmuseum, die den Alltag der Gesandten mit spannenden Exponaten veranschaulichte, führte ein historischer Parcours die Besucher durch die ganze Innenstadt zu den maßgeblichen Handlungs- und Lebensorten der Gesandten, wie dem Rathaus, den Kirchen oder den Wohnquartieren. Dieser Rundgang wurde auf mehreren Ebenen angelegt: Zum einen wurden Infotafeln an relevanten Gebäuden installiert, die durch einen QR-Code auf weiterführendes Informations- und Abbildungsmaterial auf der  Website des Projektes verweisen. Ein besonderes Highlight: Die von Studierenden eigens für das Ausstellungsprojekt konzipierten  HörWissen-Beiträge, die die einzelnen Standorte durch entsprechende Audioprodukte ergänzten. Zum anderen wurde in den vier Innenstadtkirchen (Dom, Marienkirche, Katharinenkirche, Johanniskirche) jeweils eine kleine Ausstellung zu verschiedenen Schwerpunktthemen gezeigt. So wurde in der Marienkirche beispielsweise neben Exponaten zum Themenbereich "Osnabrück und die Schweden" ein  historisches Stadtmodell präsentiert, das in seiner Grundform aus der  Friedensausstellung von 1998 stammt und für 2023 umfangreich restauriert und zudem mit einem neuen Erklärungsrahmen ausgestattet wurde.

Begleitet wurde das Jubiläumsjahr mit vielen Veranstaltungen im ganzen Stadtraum, u.a. auch in Form einiger wissenschaftlicher Workshops und nicht zuletzt durch den  Jubiläumstag des Osnabrücker Handschlags, der sich seitdem zur kontinuierlichen, alljährlichen städtischen Institution verdichtet hat.

Das Projekt hat demnach dauerhafte Spuren hinterlassen: Neben den über das Jubiläumsjahr hinaus verbliebenen Infotafeln kann dank der Zusammenarbeit mit der Marienkirche auch das historische Stadtmodell weiterhin in der Kirche frei besichtigt werden. Auch der  historische Stadtrundgang wurde nachhaltig gesichert und kann weiterhin individuell durchgeführt werden. Infos zum historischen Parcours sind auf der  Projektseite (oder auf dem  Flyer (PDF, 896 kB)) zu finden, auf der der historische Stadtrundgang mittels zahlreicher Abbildungen und umfangreicher Infotexte digital nachgezeichnet ist. Die Ausstellung im Diözesanmuseum wurde verfilmt und kann in einem  virtuellen Rundgang digital besichtigt werden.

Kurator & Projektkoordinator

Foto von Herrn Arends. Das Foto zeigt den Oberkörper eines jüngeren Mannes mit kurzen braunen Haaren, er lächelt in die Kamera. Er trägt ein blaues Hemd, im Hintergrund ist eine grüne Tür zu erkennen.
© Amelie Pohlmann

 Samuel Arends

Universität Osnabrück
An der Katharinenkirche 8a
49074 Osnabrück

 sarends@uni-osnabrueck.de
 0541 969 6021

Virtueller Rundgang

Veranstaltungen

Historisches Porträt eines mittelalten Mannes mit mittellangen lockigen Haaren, eingerahmt mit historischen Sprüchen und Wappen.
© Universitätsbibliothek Osnabrück

Tagung "Friedensmacher, Multiplikatoren und Profiteure: Akteure des Westfälischen Friedenskongresses"

Die vom Forschungszentrum IFKN in Zusammenarbeit mit dem ZHF der Universität Bonn sowie dem Institut für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg organisierte Tagung wirft einen akteurszentrierten Blick auf den Westfälischen Friedenskongress

Samuel Arends und Susanne Tauss am Stadtmodell. Das Bild zeigt einen jungen Mann und eine Frau mittleren Alters, die vor einem Stadtmodell stehen. Der junge Mann im Hemd lacht, während die Frau sich zur Seite neigt. Im Hintergrund sind einige Besucher zu erkennen.
© Amelie Pohlmann

375 Jahre Osnabrücker Handschlag - Jubiläumsfeier mit Lesung von Ben Becker

Am 6. August jährte sich der Osnabrücker Handschlag zum 375. Mal. Das Forschungszentrum IKFN hat dafür zusammen mit Stadt und Diözesanmuseum Osnabrück ein Jubiläumsprogramm auf die Beine gestellt, um an dieses geschichtsträchtige Ereignis zu erinnern.

Das Banner zum Jubiläum am Balkon des Bischofshauses. Das Foto zeigt ein großes Banner, das an einem Balkon befestigt ist. Auf dem Banner steht "375 Jahre Osnabrücker Handschlag", darunter ist eine moderne Zeichnung von zahlreichen Gesandten, als moderne Interpretation des historischen Ereignisses. Über dem Banner sind rote Blumen am Balkon zu sehen.
© Amelie Pohlmann

Osnabrück feiert 375 Jahre Osnabrücker Handschlag - breites Jubiläumsprogramm am 6. August

Anlässlich des 375-jährigen Jubiläums des Osnabrücker Handschlages hat das Forschungszentrum IKFN zusammen mit Stadt und Diözesanmuseum Osnabrück ein vielfältiges Jubiläumsprogramm auf die Beine gestellt. Unter anderem liest Ben Becker auf dem Marktplatz.

Das Foto zeigt das Deckblatts des Flyers von der Ausstellung "Dem Frieden ein Gesicht geben". Es sind allerhand textliche Infos zur Veranstaltung gegeben. Oben in der Mitte sind drei historischen Porträts zu sehen, von Gesandten des Westfälischen Friedenskongresses.
© Forschungszentrum IKFN | Diözesanmuseum Osnabrück

Workshop: „Dem Frieden ein Gesicht geben“ – Facetten eines Ausstellungsprojekts

2023 jährt sich der Abschluss des Westfälischen Friedensvertrages von 1648 zum 375. Mal. Zu diesem Anlass präsentiert der Workshop das Ausstellungsvorhaben, das das Forschungszentrum IKFN und das Diözesanmuseum Osnabrück momentan vorbereiten.

Das Foto zeigt vier Abbildungen von jeweils einer historischen Person. Es handelt sich um Gesandte des Westfälischen Friedenskongresses, genauer gesagt um ein Ausschnitt eines entsprechenden historischen Kalenderblattes.
© Kulturgeschichtliches Museum Osnabrück, A 5197

Workshop: Die Diarien des Westfälischen Friedenskongresses

Ein vom Forschungszentrum IKFN veranstalteter Workshop berichtet aus der praktischen Arbeit. Im Zentrum: die Diarien des Westfälischen Friedenskongresses, die auch in der großen Friedensausstellung 2023 eine wichtige Rolle einnehmen sollen.

Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus einem Infoflyer des Werkstattgesprächs. Es gibt lediglich textliche Informationen zur Veranstaltung, die auch auf der Seite selbst zu finden sind.
© Forschungszentrum IKFN

Workshop: „in die handt versprochen“ – Der Handschlag als Rechtsakt auf dem Westfälischen Friedenskongress

Schon bald steht das 375‑jährige Jubiläum des Westfälischen Friedens an. Ein vom IKFN veranstalteter Workshop nimmt deshalb den Osnabrücker Handschlag näher in den Blick, um die Aufmerksamkeit für ein bislang vernachlässigtes Ereignis zu schärfen.

Förderung

2022-2023:  Stadt Osnabrück