Die frühneuzeitlichen Sammlungen von exotica, naturalia und mirabilia fungierten als Zentren des Wissens im frühneuzeitlichen Europa. Im Fokus des Vortrags
steht die Sammlung des niederländischen Gelehrten und Mediziners Bernardus Paludanus (1500–1633). Sein internationales Netzwerk aus Kaufleuten und Handelsvertretern erlaubte ihm, seine Wunderkammer in der Hafenstadt Enkhuizen aufzubauen. Sie wurde für Gelehrte wie Fürsten (nicht zuletzt aus Deutschland) zu einem regelrechten Knotenpunkt im komplexen Netz des Austausches von bemerkenswerten Objekten wie gelehrtem Wissen.