Das 400. Geburtsjahr von Barbara Strozzi (geb. 1619) ist Anlass, über die selbstbewussten Bewegungen der Sängerin und Komponistin im Venedig des 17. Jahrhunderts nachzudenken. Ausgehend von der Kritik eines Zeitgenossen, der seiner Begeisterung über die „vitalen Labyrinthe“ von Barbaras Gurgel Ausdruck verlieh, zielt der Vortrag auf die labyrinthischen Innenräume Venedigs, die dank der außerordentlichen Topographie der Inselstadt und einer hohen kulturellen Dichte in der Frühen Neuzeit ein besonders kreatives Potenzial innehatten. Das Leben und Wirken Barbara Strozzis, als (Adoptiv-)Tochter des renommierten Akademikers Giulio Strozzi, wie auch ihre selbstbewussten Kompositionen, die sie sich als Sängerin offenbar selbst auf den Leib schrieb, sind als selbstbewusste Bewegungen in venezianischen Innenräumen zu betrachten.
Prof. Dr. Sabine Meine aus Köln zu Gast - Vortrag zu Barbara Strozzi
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© Library of Congress, Diporti di Evterpe overo / Strozzi, Barbara | Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden