Erfolgreicher Workshop zum "Politischen Scheitern in der Frühen Neuzeit"

Ist Scheitern immer auch gleich ein Misserfolg? Ein interdisziplinärer Workshop am Forschungszentrum IKFN zum Thema „Politisches Scheitern in der Frühen Neuzeit“  versuchte am 26. und 27. Juni 2025, neue Perspektiven auf ein altbekanntes Phänomen zu gewinnen.

Am 26. und 27. Juni 2025 fand am Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück ein interdisziplinärer Workshop zum Thema „Politisches Scheitern in der Frühen Neuzeit“ statt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Universität Marburg und der Universität Augsburg organisiert und versammelte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland.

Ziel des Workshops war es, das Phänomen des politischen Scheiterns nicht als bloßen Misserfolg zu betrachten, sondern als komplexen historischen Prozess zu analysieren, der durch Erwartungen, Zuschreibungen und Deutungsmuster geprägt ist. In vier thematischen Sektionen – von Impulsen über Antizipationen bis hin zu Praktiken und Rezeptionen – wurden vielfältige Fallbeispiele diskutiert, darunter gescheiterte Friedensprojekte, politische Wahlen, misslungene Kolonialprojekte und das Rollenverständnis frühneuzeitlicher Akteure.

Die gelungene Veranstaltung unterstrich eindrucksvoll, wie fruchtbar die Auseinandersetzung mit dem Thema „Scheitern“ für die historische Forschung sein kann – jenseits linearer Erfolgserzählungen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im  Tagungsbericht des Workshops auf H-Soz-Kult.

Die Veranstaltung fand im Kontext des DFG-Projektes  Der Prager Frieden von 1635 als Argument statt. Vielen Dank an die DFG für die Unterstützung des Workshops.