Unter dem Motto "Miteinander leben" beging das Forschungszentrum IKFN zusammen mit dem Stadt und Diözesanmuseum Osnabrück am 10. August nun schon das dritte Jahr infolge die Jubiläumsfeierlichkeiten zum 377. Jahrestag des Osnabrücker Handschlages. Ein abwechslungsreiches Programm erinnerte an das geschichtsträchtige Ereignis von 1648 und bot vielfältige Anregungen für Kompromissbereitschaft und ein friedliches Miteinander auch in heutigen Zeiten.
Auch in diesem Jahr eröffnete der Tag mit einem ökumenischen Wandelgottesdienst von der Marienkirche zum Dom, bevor ein breitgefächertes Angebot das historische Erbe der "Friedensstadt" in den Blick nahm. Von der Besichtigung des Bischofsgartens unter Leitung von Diözesandirektor Hermann Queckenstedt über Themenführungen durch das Diözesanmuseum von Mitarbeiterin Friederike Dorner bis hin zum Stadtmodell in der Marienkirche, das IKFN-Mitarbeiter Samuel Arends und Susanne Tauss (Landschaftsverband Osnabrück) vorstellen, bot sich interessierten Bürger*innen vielfältige Möglichkeiten, die Ereignisse rund um den Westfälischen Frieden von 1648 näher kennenzulernen. Im Rathaus erwarteten auch in diesem Jahr die Gäste schauspielerische Darbietungen der Stadtspieler.
Nach dem Erfolg im letzten Jahr bot das Forschungszentrum auch dieses Mal wieder einen Outdoor Escape Room an. Im Wettlauf um den Frieden galt es dieses Jahr, einen geheimen Treffpunkt ausfindig zu machen, an dem der Durchbruch für die Verhandlungen gelingen sollte. Das Highlight: Wer jenen Ort fand, konnte sich dort noch wahlweise daran versuchen, entweder einen Fröbelturm mit den Buchstaben "PEACE" auf die Beine zu stellen, oder aber mithilfe von extragroßen Mikadostäben den Friedensvertrag freizulegen. Außerdem hatte alle die Möglichkeit, sich mit eigenhändigen Friedensbotschaften am diesjährigen Gewinnspiel zu beteiligen. Die drei glücklichen Gewinner erwartet dabei jeweils ein Geschenkgutschein von Bücher Wenner. Der Escape Room kann noch bis zum Tag der Niedersachsen (29.-31. August) gespielt werden, Flyer liegen auch weiterhin im Rathaus, in der Marienkirche und im Forum am Dom aus.
Den krönenden Abschluss des Tages bildete zum Abend hin die Lesung von Natalia Wörner unter dem Motto "Die Hoffnung alamieren". Die renommierte Schauspielerin, bekannt aus zahlreichen modernen Fernsehproduktionen, bot dabei eine gelungene Mischung aus historischen Versatzstücken und modernen Botschaften, die das Anliegen der Veranstaltung, das friedliche "Miteinander leben", wunderbar in Worte fassten. Die Lesung hat das Literaturbüro Osnabrück, vertreten durch Jens Peters, mithilfe der fachlichen Unterstützung durch Prof. Siegrid Westphal und Samuel Arends und auch in Zusammenarbeit mit Frau Wörner selbst im Vorfel erarbeitet.