Mitte November besuchten 20 Studierende des Masterstudiengangs Internationale Migration und Interkulturelle Beziehungen (IMIB) am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück das Museum Friedland, Verbundpartner im niedersächsischen Wissenschaftsraum “ Zukünfte der Migration” (FuturMig).
Das Museum Friedland befindet sich am historischen Standort des Grenzdurchgangslagers Friedland, das seit 1945 über vier Millionen Menschen passierten und das bis heute als Erstaufnahmeeinrichtung dient. Die museale Beschäftigung mit der Entwicklung des Grenzdurchgangslagers eröffnet dabei einerseits Einsichten in historische Kontinuitäten und Brüche des politischen Umgangs mit Flucht, Migration und Integration in Deutschland. Als Spiegel gesellschaftlicher und politischer Veränderungen, die durch Migration entstehen, macht das Museum Friedland andererseits aber auch Migrationszukünfte bereits heute praktisch sichtbar.
Die Exkursion bot den Studierenden die Möglichkeit, die spezifischen Herausforderungen und Potenziale der musealen Bildungsarbeit zu diskutieren. Die Verknüpfung historischer Analysen mit der Analyse aktueller Migrationsdynamiken bot zudem die Möglichkeit, über ethische und methodische Fragen der Migrationsforschung ins Gespräch zu kommen