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Mentoring-Programme für Nachwuchswissenschaftlerinnen an der Universität Osnabrück

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Schaubild zur Definition des Begriffes Mentoring

Die Mentoring-Programme für Nachwuchswissenschaftlerinnen zählen zu den zielgerichteten Instrumenten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Osnabrück. Die Universität trägt mit den Programmen dazu bei, hochqualifizierten Frauen optimale Chancen zur Verwirklichung ihrer Karrierewünsche zu bieten. Die Programme kombinieren die individuelle Mentoring-Beziehung zwischen Mentees und Mentorinnen bzw. Mentoren mit einem bedarfsorientierten Qualifizierungs-Programm, in dem der Netzwerkgedanke eine wichtige Rolle spielt. Die Mentoring-Programme sind im Zentrum für Promovierende und Postdocs an der Universität Osnabrück (ZePrOs) angesiedelt.

Einladung zur "Staffelstab-Übergabe" am 30. März 2017 um 15.30 Uhr

Alle Mentoring-Interessierten sind herzlich zur "Staffelstab-Übergabe" in den Mentoring-Programmen für Nachwuchswissenschaftlerinnen an der Universität Osnabrück eingeladen. Zwölf Tandems im Mentoring für Doktorandinnen haben im Dezember 2016 das Programm erfolgreich abgeschlossen. Sie haben ein Jahr lang sowohl miteinander als auch mit ihren Mentor*innen zu individuellen Fragen zur Karriereentwicklung innerhalb und außerhalb der Wissenschaft zusammengearbeitet. Im Januar 2017 startet das Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen "Wissenschaftlerinnen machen Karriere" mit einer interdisziplinär zusammengesetzten Gruppe aus zwölf Mentees und ihren Mentor*innen in die dritte Runde. Im Rahmen der Veranstaltung blicken wir auf die Erfahrungen der Tandems zurück, berichten über die Effekte von Mentoring-Programmen und begrüßen die neuen Tandems, die für 1,5 Jahre zu individuellen Fragestellungen und Themen der beruflichen Laufbahnentwicklung arbeiten werden. Weitere Informationen zum Programm der "Staffelstab-Übergabe" und zur Anmeldung finden Sie hier.

"Zwischen Arroganz und Ergebenheit - Konfliktstrategien von Männern und Frauen im Führungsalltag" Öffentlicher Vortrag am 30. März 2017 um 17.00 Uhr

Anlässlich der "Staffelstab-Übergabe" laden die Mentoring-Programme für Nachwuchswissenschaftlerinnen zum öffentlichen Vortrag von Dr. Peter Modler ein.
"Stelle ich meine eigene professionelle Leistung aktiv dar oder ist mir das unangenehm? Falle ich selbstverständlich bei Meetings anderen ins Wort oder fühle ich mich getroffen, wenn ich laufend unterbrochen werde? Möchte ich den Respekt der Kollegen – oder ihre Zuneigung? Die Antworten auf diese Fragen fallen bei vielen Männern und Frauen völlig unterschiedlich aus. Und diese Antworten führen mitten hinein in die Machtstrukturen von Firmen und Organisationen. Am Ende sind es diese Antworten, die über den Erfolg der gesamten Arbeit entscheiden - und gar nicht die tatsächliche eigene Kompetenz…"
Dr. Peter Modler hat langjährige Führungspraxis als Manager und Unternehmer in der Medienbranche. Er leitet eine Unternehmensberatung mit den Schwerpunkten Sanierung und Coaching und lehrt an der Universität Freiburg i. Br. Zu seinen Veröffentlichungen zählen die Bücher "Die Manipulationsfalle" und "Das Arroganz-Prinzip".

Wir freuen uns über Anmeldungen bis zum 20. März 2017 unter mentoring@uni-osnabrueck.de.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Mentoring für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen: Programmstart im Januar 2017

Das 18-monatige Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen ist für promovierte Wissenschaftlerinnen ausgerichtet, die sich für eine Professur bzw. eine Führungsposition in der Forschung qualifizieren sowie für die, die sich als Postdoktorandinnen noch in der Orientierungsphase befinden.

Durch persönliche Beratungsbeziehungen zu erfahrenen Mentorinnen und Mentoren, ein karriereorientiertes Seminarprogramm sowie durch themenbezogene Diskussionsabende und Vernetzungsaktivitäten bietet das  Mentoring-Programm Wissenschaftlerinnen eine individuelle Unterstützung in Bezug auf ihre Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung.

Programmflyer DE, EN
Aktuelle Termine

Aktuelle Programme

Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen: "Wissenschaftlerinnen machen Karriere" (Januar 2017 - Juni 2018)

  • Programmflyer DE, EN
  • Aktuelle Termine DE, EN
  • Leitfaden für Mentor*innen und Mentees DE, EN (folgt)

 

 

 

 

 

 

Bedeutung des Mentoring

Mentoring lässt sich definieren als eine Förderbeziehung zwischen einer erfahrenen Führungskraft (Mentorin oder Mentor) und einer Nachwuchskraft mit Führungspotenzial (Mentee). In der Mentoring-Beziehung geht es um die individuelle Karriere- und Persönlichkeitsentwicklung der Mentee. Mentoring ist eine Form informellen Lernens, bei dem Erfahrungen und Wissen zwischen Menschen unterschiedlicher Entwicklungs- und Hierarchiestufen ausgetauscht werden.

Während Mentoring-Programme in Wirtschaft und Politik schon länger etabliert sind, haben sie seit den 1990er Jahren zunehmend Verbreitung an Universitäten gefunden und sich als Instrumente zur effektiven und zielgerichteten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengerechtigkeit bewährt.

Ziele des Mentoring

Qualitätsstandards

Die Mentoring-Programme der Universität Osnabrück sind auf der Grundlage der Qualitätsstandards des Bundesverbandes Forum Mentoring e.V. konzipiert.

Mit steigender Qualifizierungsstufe lässt sich innerhalb des Wissenschaftssystems ein sinkender Anteil an Frauen feststellen. Mit diesem als "leaky pipeline" bekannten Phänomen geht beträchtliches wissenschaftliches Potential für Universitäten verloren. So verzeichnet die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) für 2011 einen bundesweiten durchschnittlichen Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der Professuren von 18% Prozent. Zu den Ursachen zählen oft fehlende Netzwerke und Vorbilder für junge Nachwuchswissenschaftlerinnen oder eine zielgerichtete Unterstützung bei der Karriereplanung. Mit den Mentoring-Programmen möchte die Universität Osnabrück einen Beitrag dazu leisten, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Entsprechend ihres spezifischen Beratungsbedarfs sollen hochqualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen auf ihrem Weg in Führungspositionen individuell gefördert werden. Hierbei sollen ihre Kompetenzen und Potenziale gestärkt und sichtbar gemacht werden. Mittelfristig sollen die Mentoring-Programme zum Erreichen einer größeren Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen beitragen.

Vorteile des Mentoring

Von einem Mentoring-Programm profitieren alle Beteiligten. Der Gewinn liegt vor allem auf Seiten der Mentees, die eine individuelle akademische Karriereberatung erhalten. Aber auch Mentorinnen und Mentoren, die sich ehrenamtlich in der Nachwuchsförderung engagieren und die Universitäten, die das Programm in ihr Angebot zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses aufgenommen haben, ziehen einen Nutzen daraus.

Nutzen für Mentees:

  • Individuelle Unterstützung bei der strategischen Karriereplanung
  • Qualifizierung in wissenschaftsspezifischen und fachübergreifenden Schlüsselkompetenzen
  • Stärkung von Management- und Führungskompetenzen
  • Erweiterung der Kenntnisse über Hochschulpolitik und Akquise von Forschungsfördermitteln
  • Informationen über informelle „Spielregeln“ innerhalb des Wissenschaftssystems
  • Erschließung interdisziplinärer Netzwerke

Nutzen für Mentorinnen und Mentoren:

  • Aktive Rolle in der akademischen Nachwuchsförderung und Spaß, einen jungen Menschen beruflich voranzubringen
  • Feedback und Information aus einer anderen Hierarchieebene, die eigene Mitarbeiterinnen nicht so offen zurückspiegeln
  • Reflexion des eigenen Karriereweges und der eigenen Führungserfahrungen
  • Weiterentwicklung der Beratungskompetenzen und Gewinn neuer Impulse für die eigene Arbeit
  • Erweiterung interdisziplinärer wissenschaftlicher Netzwerke

Nutzen für die Universität

  • Qualitätssteigerung in der Nachwuchsförderung
  • Vorteile im Wettbewerb um wissenschaftlichen Nachwuchs durch eine zielorientierte und bedarfsgerechte Förderung
  • Beitrag zu gleichstellungsorientierter Wissenschaftskultur durch Förderung von Chancengerechtigkeit
  • Erzeugung von Synergien durch Networking (z.B. neue Forschungskooperationen zu interdisziplinären Fragen)