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Pressemeldung

Nr. 1 / 2020

02. Januar 2020 : Der negativen Ökobilanz von Events entgegenwirken – Neues Forschungsprojekt an der Universität Osnabrück startet zu Beginn des neuen Jahres

Tagungen bringen häufig eine negative Ökobilanz durch Materialverbräuche für Flyer, Essen und Unterbringungen mit sich. Somit spielt auch im Eventmanagement das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Thomas aus dem Fachgebiet Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück versucht nun, dieser Umweltbelastung entgegenzuwirken. Projektstart war am 1. Januar 2020.

Die Teilnehmerzahlen an Events, wie zum Beispiel Tagungen, sind in den letzten Jahren erheblich angestiegen, generieren aber eine hohe Umweltbelastung. Green Meetings zur Vermeidung, Reduktion und Kompensation von negativen Umwelteinflüssen sind bereits seit längerem Gegenstand der Wissenschaft und Praxis. Die Digitalisierung ermöglicht dabei mit der Durchführung von nachhaltigen, digitalen Veranstaltungen neue Chancen, um die Umwelt zu entlasten. Ein Beispiel ist das digitale Tagungskonzept „pAPPyrOS“, welches durch eine vollständig papierlose Tagung große Mengen an CO2 einsparen konnte.

Der Umweltentlastungseffekt kann sich durch sogenannte virtuelle Events erhöhen, die ausschließlich online stattfinden und mit klassischen Web-Anwendungen, Webinar-Tools, virtuellen Messeportalen und Virtual-Reality-Umgebungen umgesetzt werden. Das Meeting- & EventBarometer fand heraus, dass sich insbesondere kleinere Veranstaltungen bis zu 50 Teilnehmern digitalisieren lassen, aber lediglich zwölf Prozent aller Veranstalter bisher eine rein virtuelle Veranstaltung durchführten.

„Ziel des Projekts ‚Green Meeting Know-how Box‘ ist die Konzeption, Umsetzung und Evaluierung einer digitalen Plattform zur dauerhaften Entwicklung, Pflege und Verwendung von Schulungsmaterialien für die Planung, Durchführung und Nachbereitung von nachhaltigen und digitalen Veranstaltungen. Die Green Meeting Know-how Box dient der Vermittlung von nachhaltigen, digitalen Eventformaten insbesondere für Studenten und Auszubildende des Eventmanagements. Weiterhin dient sie dazu, Akteure, Verbände, Organisationen und Betriebe des Veranstaltungsmanagements und deren Nachhaltigkeitsaktivitäten zu vereinen. Schließlich zielt das Projekt außerdem darauf ab, Impulse für Event-Technologie-Dienstleister zu liefern, um eine nachhaltigere Ausrichtung und Kommunikation der IT-Lösungen zu fokussieren“, so Prof. Thomas vom Fachgebiet für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück und Leiter der DFKI-Forschungsgruppe Smart Enterprise Engineering.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Oliver Thomas, Universität Osnabrück
Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik
Parkstraße 40, 49080 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6232
oliver.thomas@uni-osnabrueck.de