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Pressemeldung

Nr. 156 / 2019

09. September 2019 : Lass uns reden! – Osnabrücker Debattenreihe zur Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit lädt zur Abschlusskonferenz ein

Am Freitag, 27. September, steht an der Universität Osnabrück die „Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit“ im Fokus. Auf der Abschlusskonferenz der vom Land Niedersachsen geförderten Reihe diskutieren Expertinnen und Publikum darüber, auf welche Weise Sprache und Sprechen zu einer geschlechtergerechteren Zukunft beitragen kann.

Zur Teilnahme lädt die Forschungsstelle Geschlechterforschung herzlich in das Bohnenkamp-Haus im Botanischen Garten der Universität Osnabrück, Albrechtstraße 29, ein. Anmeldungen bis zum 22. September unter zukunft@uni-osnabrueck.de. Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Informationen zur Veranstaltung und der Debattenreihe unter www.fgf.uos.de/zukunft.

„Sprache schafft soziale Wirklichkeit. Sie ist vielfältig und wirkmächtig. Sie begegnet uns etwa als Rechtssprache, Algorithmen oder Bildsprache und wirkt über Begriffe und Diskurse auch auf Geschlechtervorstellungen und -verhältnisse“, erklärt die Koordinatorin der Forschungsstelle Geschlechterforschung Judith Conrads die Entscheidung, Sprache selbst ins Zentrum der Abschlusskonferenz der Debattenreihe zu stellen.
Eröffnet wird die Konferenz mit einer Keynote der renommierten Baseler Soziologieprofessorin Dr.in Andrea Maihofer. Darin diskutiert sie, wie es gelingen kann, über Differenz(en) zu sprechen, ohne dass damit eine (Ab-)Wertung einhergeht.

Im Anschluss beleuchtet Prof.in Dr.in Ulrike Lembke (Humboldt­Universität zu Berlin) das aktuelle Thema Hatespeech aus juristischer Perspektive. Sie fragt in ihrem Vortrag, wie Rechtsprechung gegen sexistische Hassrede wirken kann.

Am Nachmittag referiert Prof.in Dr.in Gabriele Diewald (Leibniz Universität Hannover), Sprachwissenschaftlerin und Autorin des Duden-Ratgebers „Richtig gendern“, aus linguistischer Perspektive über Möglichkeiten und Hindernisse eines geschlechtergerechten Sprachgebrauchs.

Eine digitale Perspektive nimmt Lajla Fetic, Managerin im Projekt Ethik der Algorithmen (Bertelsmann Stiftung), ein und thematisiert die zunehmende Bedeutung von Algorithmen im Alltag gerade für Fragen der Geschlechtergerechtigkeit. Die kürzlich für ihre Forschung zu Rassismuserfahrungen an Schulen ausgezeichnete Bildungswissenschaftlerin Aylin Karabulut (Universität Duisburg-Essen) argumentiert in ihrem Vortrag für eine intersektionale Perspektive auf Geschlecht und andere Ungleichheitskategorien

Die Referentinnen werden auf der Abschlussdiskussion gemeinsam mit dem Publikum über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in und durch Sprache diskutieren. Dabei geht es auch um die Frage, wie ein Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Praxis gelingen kann.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Forschungsstelle Geschlechterforschung, Universität Osnabrück
Schloßstraße 8, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4221/4379
zukunft@uni-osnabrueck.de