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Pressemeldung

Nr. 171 / 2019

30. September 2019 : „Wissen gesellschaftlich verfügbar machen“ - Prof. Menzel-Riedl rückt an die Spitze der Universität Osnabrück – Jüngste Universitätspräsidentin in Deutschland

Mit Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl steht ab 1. Oktober erstmals eine Frau an der Spitze der Universität Osnabrück. Nach sechsjähriger Amtszeit übergab Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke heute (30.9.) den Staffelstab an seine bisherige Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung. An dem Festakt im Osnabrücker Schloss nahmen der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur teil.

Auf dem Weg zur Amtsübergabe: Die neue Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel, Wissenschaftsminister Björn Thümler und Altpräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. Großansicht öffnen

© Universität Osnabrück/Uwe Lewandowski

Auf dem Weg zur Amtsübergabe: Die neue Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel, Wissenschaftsminister Björn Thümler und Altpräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke.

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Von links:  Dr. Dr. h.c. Wolfgang-Uwe Friedrich, Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen, Altpräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Wissenschaftsminister Björn Thümler und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert Großansicht öffnen

© Universität Osnabrück/Uwe Lewandowski

Mit Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl (Mitte) steht ab 1. Oktober erstmals eine Frau an der Spitze der Universität Osnabrück. Es gratulieren (v.l.) Dr. Dr. h.c. Wolfgang-Uwe Friedrich, Vorsitzender der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen, Altpräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Wissenschaftsminister Björn Thümler und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

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"Die Universität hat sich während der Präsidentschaft von Herrn Professor Lücke auf einen erfolgversprechenden Weg der Profilbildung begeben. Mit der frühzeitigen und einstimmigen Wahl von Frau Professorin Menzel, die diesen Prozess als Vizepräsidentin maßgeblich mit geprägt hat, macht die Universität deutlich, dass sie den eingeschlagenen Weg fortsetzen will“, so der Niedersächsische Wissenschaftsminister in seiner Rede.

Die künftige Präsidentin dankte ihrem Vorgänger für sein großes Engagement bei der Weiterentwicklung der 45 Jahre jungen Universität. Lücke lag das Wohl der Studierenden besonders am Herzen. Als letzte Amtshandlung konnte er in der vergangenen Woche den Spatenstich für das neue Studierendenzentrum am Schlossgarten vollziehen. In seine Amtszeit fiel auch das Zukunftskonzept UOS 2020, das von den Mitgliedern und Angehörigen der Universität getragen wird
und in einem dynamischen Prozess die Grundlage für die Weiterentwicklung der Universität bietet.

Seinem Verhandlungsgeschick ist es auch mit zuzuschreiben, dass die bisherige Außenstelle des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück zum DFKI-Labor Niedersachsen mit den Niederlassungen Osnabrück und Oldenburg weiter entwickelt wird. Auch gab es in seiner Amtszeit den Startschuss für den KI-Campus der Universität Osnabrück. Er ist das Ergebnis der langjährigen Profilbildung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

Der neuen Präsidentin Prof. Menzel-Riedl ist besonders eine stärkere internationale Ausrichtung und Sichtbarkeit der Universität Osnabrück wichtig. Internationalisierung dürfe sich aber nicht nur auf den Austausch von Studierenden und Lehrenden und der Beteiligung an internationalen Forschungsprojekten beschränken. „Es kommt darauf an, auf der Grundlage des erarbeiteten Zukunftskonzepts eine umfassende Internationalisierungsstrategie zu entwickeln, die unsere Vielfalt erfolgreich nach innen und außen sichtbar sowie nutzbar macht“, beschreibt sie ihr Ziel.

„Das forschende Lernen, attraktive Studiengänge und Promotionsmöglichkeiten sowie eine Kultur des kritischen Denkens und Diskutierens eröffnen Studierenden und Promovierenden gute Zukunftschancen an der Universität Osnabrück“, ist sich die bisherige Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung sicher. „Wichtig ist mir eine noch stärkere dialogorientierte, kommunikative Kultur, die vor allem auch den Studierenden und Beschäftigten gute Chancen zur persönlichen Entwicklung bietet.“

„Universitäten sind die intellektuellen Zentren der Gesellschaft“, so Menzel-Riedl in ihrer Antrittsrede im Schloss. Die Universität Osnabrück biete mit ihrer breitgefächerten Expertise ein geeignetes Forum für wissenschaftsgeleitete Debatten, aus denen Lösungen für die Zukunft entstehen können. „In Zukunft wird es vermehrt darauf ankommen, dieses Wissen gesellschaftlich verfügbar zu machen.“

Als eine der größten Arbeitgeberinnen trage die Universität zusammen mit der Hochschule ganz entscheidend zur Attraktivität von Stadt und Region bei. „Die Universität Osnabrück ist ein Garant für die nachhaltige positive Entwicklung in Stadt und Land“, so die mit 43 Jahren jüngste Universitätspräsidentin in Deutschland.

Der aus dem Amt scheidende Präsident Prof. Lücke schätzt seine Nachfolgerin als gute Kennerin der Wissenschaftslandschaft ein, die viel Erfahrung aus der Zeit als Vizepräsidentin mitbringe. „Ich freue mich sehr, dass Frau Menzel-Riedl dieses Amt übernimmt und einen nahtlosen Übergang gewährleistet. Ich bin überzeugt, dass sie die Entwicklung der Universität Osnabrück sehr erfolgreich fortführen wird.“ Die Universität Osnabrück sei für die Zukunft gut gerüstet. „Dafür gilt mein besonderer Dank nicht nur meinen Präsidiumsmitgliedern sondern allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Wissenschaft und Verwaltung“, so der scheidende Präsident Lücke.

Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl studierte von 1996 bis 2002 die Fächer Biologie, Pädagogik und Englisch an den Universitäten Münster, Dakar (Senegal) und dem College of William and Mary (Virginia, U.S.A.) im höheren Lehramt und  Magisterstudiengang. Von 2004 bis 2007 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Biologiedidaktik der Georg-August-Universität Göttingen (Promotion 2007), danach postgraduierte Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg »Passungsverhältnisse schulischen Lernens«.

2008 kam sie als Juniorprofessorin nach Osnabrück und erhielt nach Rufablehnungen in Gießen und Köln die Professur für Biologiedidaktik. Seit dem 1. Oktober 2016 war sie als nebenberufliche Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Osnabrück tätig und hat maßgeblich am Zukunftskonzept UOS 2020 mitgearbeitet. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
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Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de