Pressemitteilungen der Universität Osnabrück https://www.uni-osnabrueck.de/kommunikation/kommunikation-und-marketing-angebot-und-aufgaben/pressestelle/pressemeldungen/?no_cache=1 2020-02-25T05:01:56+01:00 news-8770.atom Herausragende Leistungen und soziales Engagement: Universität vergibt 138 Stipendien aus Landesmitteln 2020-02-21T10:03:20+01:00 2020-02-21T10:01:01+01:00 Insgesamt 138 Stipendien in Höhe von jeweils einmalig 500 Euro hat die Universität Osnabrück zum Wintersemester 2019/20 im Rahmen des Programms „Landesstipendium Niedersachsen“ vergeben. Jetzt überreichte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, während einer Feierstunde im Osnabrücker Schloss die Urkunden an die Stipendiatinnen und Stipendiaten. Insgesamt hatten sich 476 Studierende beworben. Vergeben werden die Stipendien für besondere Leistungen und  herausgehobene Befähigungen sowie auch zur Stärkung des Austauschs zwischen deutschen und ausländischen Hochschulen. Von den 138 Stipendien entfallen 14 Stipendien auf Studierende im ersten Hochschulsemester, 103 auf Studierende ab dem zweiten Hochschulsemester und 21 Stipendien auf internationale Studierende. 

„Die besonderen Leistungen werden in erster Linie anhand der erbrachten Studienleistungen beurteilt“, erläutert Birgit Brüggemann, Dezernentin für Studentische Angelegenheiten, aber auch  ein Studienaufenthalt im Ausland wird hierbei berücksichtigt. Bei der Auswahl spielen zudem die familiäre Bildungssituation und auch fluchtbedingte Start- und Rahmenbedingungen sowie Tätigkeiten in der akademischen bzw. studentischen Selbstverwaltung sowie ehrenamtliches Engagement der Stipendiatinnen und Stipendiaten eine Rolle. 

„Es ist für uns als Jury jedes Jahr spannend, die vielfältigen und interessanten Biographien unserer Studierenden kennen zu lernen“, so die zuständige Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke. „Wir können nur an alle Studierende appellieren, sich für diese Förderung zu bewerben, stellt sie doch einen Motivationsschub für den erfolgreichen Studienverlauf dar.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universität Osnabrück, Dezernat für Studentische Angelegenheiten  
StudiOS
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 7777 
dezernat5@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8768.atom DAAD-Preis für Fadi Hasan aus Syrien 2020-02-21T09:54:13+01:00 2020-02-21T09:52:06+01:00 Er sei ein „besonders engagierter Studierender, dessen Wirken vielen Menschen zugute kommt“ – so beschrieb Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Osnabrück, Fadi Hasan, den frisch gekürten DAAD-Preisträger des Jahres 2019.  Am Donnerstag, 20. Februar kam es im Rahmen der Vergabe der Niedersachsenstipendien auch zur Verleihung des Preises des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes, welcher lediglich einmal pro Jahr und Hochschule an internationale Studierende oder Doktoranden aus dem Ausland vergeben wird, die sich in besonderem Maße durch ihre akademischen Leistungen und ihr ehrenamtliches oder interkulturelles Engagement ausgezeichnet haben. 

Fadi Hasan absolvierte mit sehr guten Abschlussnoten den Bachelor in Kulturwissenschaften an der Universität zu Damaskus, bevor er im Jahr 2016 nach Deutschland kam. Mittlerweile ist er im Masterstudiengang „Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen“ eingeschrieben und schafft es auch hier, exzellente akademische Ergebnisse zu erzielen. Diese Leistungen blieben nicht unbemerkt: Prof. Dr. Helen Schwenken, Professorin am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), hält Fadi Hasan „für einen derjenigen Studierenden […], die in mehrerlei Hinsicht etwas vom Studium wollen und an sich hohe Ansprüche stellen – und diesen auch gerecht werden“. 

Der Preisträger konnte die Auswahlkommission jedoch nicht nur mit seinen beeindruckenden akademischen Leistungen, sondern auch mit seinem außerordentlichen ehrenamtlichen Engagement überzeugen. Bereits in Syrien war er Mitglied im Komitee für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie in verschiedenen Positionen beim Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) und dem syrisch-arabischen roten Kreuz (SARC) tätig. Bei diesen Organisationen engagierte er sich in der Unterstützung von Kindern mit kriegsbedingten Traumata. Auch beim schwedischen Roten Kreuz in Västerås widmete sich Fadi Hasan weiterhin der Zusammenarbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung und half zusätzlich bei der Übersetzung vom Englischen ins Arabische und umgekehrt. 

In Deutschland fokussierte sich Fadi Hasan zunächst auf das Erlernen der deutschen Sprache und der Integration in die deutsche Gesellschaft durch verschiedene Workshops und Weiterbildungskurse, die er mit Bravour meisterte und so schon bald das Sprachniveau C1 erreichte. Daraufhin entschloss er sich, sein Wissen bei der SBB – Schulung, Bildung und Beratungals Integrationsbegleiter für Menschen mit Migrationshintergrund zu nutzen und unterstütze sie bei ihren ersten Schritten in Deutschland. Dieses außerordentliche Engagement setzt Fadi Hasan auch in Osnabrück fort und unterstützt hier aktiv den Deutsch-Syrischen Kulturverein. Zudem arbeitet er seit Anfang 2019 als studentischer Mitarbeiter bei der Koordinationsstelle für Geflüchtete.

Der DAAD-Preis konnte in diesem Jahr somit erneut an einen vielseitig talentierten Studenten vergeben werden, der durch sein ziviles Engagement die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht bereichert. Malte Paolo Benjamins vom International Office sieht in Herrn Hasan demnach einen würdigen Empfänger des DAAD-Preises: „Engagiert, interkulturell versiert und akademisch exzellent: Fadi Hasan steht nicht nur für die Universität Osnabrück selbst, sondern auch für den reichen Beitrag, den internationale Studierende tagtäglich an unserer Universität leisten. Wir freuen uns, dass wir mit ihm einen fantastischen Botschafter und Repräsentanten unserer Universität gefunden haben.“ 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Malte Paolo Benjamins, Universität Osnabrück
International Office
StudiOS
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4972 
malte.paolo.benjamins@uos.de 

]]>
news-8765.atom Haftung von Online-Plattformen - Wissenschaftler der Universität Osnabrück als Experten im Europäischen Parlament Utz Lederbogen 2020-02-20T18:37:07+01:00 2020-02-20T16:01:00+01:00 Im Europäischen Parlament fanden am Dienstag (18. Februar) die ersten Beratungen zum „Digital Services Act“ statt. Dieser Digital Services Act ist eines der Kernelemente der digitalen Agenda der Europäischen Kommission. Von der Osnabrücker Universität waren Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Dr. Aneta Wiewiorowska-Domagalska und Dr. José Carlos de Medeiros Nóbrega als Experten eingeladen, die Abgeordneten des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz zu beraten. Prof. Schulte-Nölke skizzierte aktuelle Marktentwicklungen und schlug neue Transparenzverpflichtungen für Online-Plattformen vor. Insbesondere forderte er, dass Online-Handelsplattformen sich nicht mehr hinter ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstecken können sollen. „Sie sollten dafür haften, wenn auf ihnen Händler gefährliche Waren anbieten. Denn die Händler sitzen meist in Asien und sind für die Geschädigten unerreichbar“, so Prof. Schulte-Nölke.

Die großen Handelsplattformen haben hingegen einen Sitz Europa. „Sie müssen dafür sorgen, dass gefährliche Produkte und Betrüger von ihren Plattformen verschwinden und dass Steuern abgeführt werden“, erklärte der Osnabrücker Rechtswissenschaftler. Diese Vorschläge gehen zurück auf Modell-Regeln für Online-Plattformen, die federführend von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück entworfen worden sind und nun von vielen europäischen Institutionen und nationalen Gesetzgeben beraten werden.
 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
E-Mail: schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8760.atom Professionalisierung muslimischer Gefängnisseelsorge - Staatssekretär von der Beck gab Startschuss für Forschungsprojekt an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2020-02-18T16:16:12+01:00 2020-02-18T14:34:54+01:00 OSNABRÜCK.- Während in Deutschland die beiden großen christlichen Kirchen über eine lange Tradition der Gefängnisseelsorge verfügen, ist die muslimische Seelsorge in Gefängnissen noch die Ausnahme. In einer Pilotstudie untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Islamische Theologie der Universität Osnabrück die Situation von Muslimen im niedersächsischen Justizvollzug. Startschuss für das Forschungsprojekt gab heute (18. Februar) in Osnabrück Dr. Stefan von der Beck, Staatssekretär im Niedersächsischen Justizministerium. „Damit leistet das Institut für Islamische Theologie nicht nur in Niedersachsen Pionierarbeit. Es gibt vermutlich keine oder wenige vergleichbare Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der muslimischen Gefängnisseelsorge“, lobte von der Beck das Vorhaben.

„Muslimische Seelsorge trifft im Justizvollzug ebenso wie die christliche Seelsorge auf Menschen in Krisen. Sie kann Wendepunkte im Leben von Inhaftierten einleiten und die Wiedereingliederung in unsere Gesellschaft fördern“, so der Staatssekretär. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Seelsorge nicht dafür gedacht ist, eine Radikalisierung zu verhindern und sie kann entsprechende Projekte auch nicht ersetzen. Wir nehmen vielmehr religiöse Bedürfnisse ernst und wollen eine mit unseren demokratischen Werten in Einklang stehende religiöse Betreuung ermöglichen.“

Religiöse Fragen zu Sünde, Schuld, Prüfung, Bestrafung, Vergebung oder Sühne nehmen häufig eine zentrale Bedeutung in diesen außerordentlichen Lebenssituationen der Betroffenen ein, erläuterte Prof. Dr. Bülent Ucar, Direktor des Instituts für Islamische Theologie. „Deshalb ist es für die Betroffenen sehr wichtig und stabilisierend, aus dem Glauben Antworten zu erhalten beziehungsweise ihre Fragen innerhalb ihres vertrauten Glaubenssystems deuten zu können und damit die eigene Lebensgewissheit nicht nur zu erklären, sondern auch zu stärken.“

Das einjährige, vom niedersächsischen Justizministerium mit 341.000 Euro finanzierte Forschungsprojekt, hat sowohl einen theoretischen wie auch praktischen Teil. Zunächst geht es darum, den Bedarf von Gefangenen muslimischer Religionszugehörigkeit in Niedersachsen zu erheben. Dann werden professionelle Standards der muslimischen Seelsorge entwickelt. Schließlich geht es auch um die Positionierung islamischer Seelsorge in Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und ärztlichen Diensten. Vier wissenschaftlichen Mitarbeitern wird die Möglichkeit einer Weiterqualifizierung geboten.

„Es wird von den Mitarbeitern erwartet, dass das von ihnen gewählte Forschungsthema verknüpft ist mit Erhebungen aus dem Gefängnisalltag, damit die  Erkenntnisse der Forschungsvorhaben für eine Qualifizierung der muslimischen Gefängnisseelsorge nutzbar gemacht werden können. Damit wird ein Beitrag zur Generierung von Qualitätsstandards für die muslimische seelsorgliche Arbeit geleistet“, ergänzte Prof. Ucar.

In einer Praxisphase werden die vier wissenschaftlichen Mitarbeiter zu qualifizierten Gefängnisseelsorgern ausgebildet. Die Ausbildung soll in erster Linie den Gefängnisinsassen zugutekommen und damit auf den Mangel an muslimischen Gefängnisseelsorgern in Niedersachsen reagieren. Die Gesamtlänge des Kurses beträgt 200 bis 250 Stunden und entspricht den Kurszeiten entsprechender christlicher Seelsorgekurse für Hauptamtliche.

Die wissenschaftliche Projektleitung liegt in den Händen von Prof. Dr. Bülent Ucar. Die Beratung erfolgt durch Dr. Esnaf Begic (IIT) und Dr. Christina Kayales aus dem christlichen Seelsorgebereich. Eingebunden sind auch die christlichen Seelsorgeausbilder Andreas Kunze Harper und Lothar Schaefer. Für die Studierenden ist regelmäßig alle sechs Wochen eine Supervision geplant.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
Direktor des Instituts für Islamische Theologie
Institut für Islamische Theologie (IIT)
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6032
E-Mail: bucar@uni-osnabrueck.de

 

 

]]>
news-8759.atom Informatik im praktischen Einsatz erleben – Universität Osnabrück veranstaltet Schnuppertag Informatik 2020-02-17T11:14:07+01:00 2020-02-17T11:11:38+01:00 Informatik hautnah erleben und die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen, besteht für Schülerinnen und Schüler am Donnerstag, 5. März, an der Universität Osnabrück beim Schnuppertag in der Informatik. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen sowie eine E-Mail zur erforderlichen Anmeldung unter: https://informatik.uos.de/schnuppertag. Eine Anmeldung ist bis zum 27. Februar möglich. Vormittags können Vorträge zu Themen wie „Smarte Fotomanipulation“, die „Rolle der Software beim Energiesparen“ (Microcontroller bei Fitness-Trackern sowie in der Raumfahrt) und „Satelliten in der Umweltanalyse“ besucht werden. Nach einem Mittagessen in der Mensa werden in Workshops Einblicke in die Arbeitsgruppen Didaktik, Eingebettete Softwaresysteme und Fernerkundung gegeben. Hier werden Experimente mit Einplatinencomputern, Sensoren am Handgelenk und (Um)Welt erkundenden Drohnen durchgeführt, bei denen die Schülerinnen und Schüler aktiv mitarbeiten dürfen. Ganz nebenbei lernen sie den Universitätsbetrieb kennen und können Kontakt mit den Lehrenden des Faches aufnehmen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Michael Brinkmeier, Universität Osnabrück
Institut für Informatik
Wachsbleiche 27, 49090 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 7128
michael.brinkmeier@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8757.atom Künstliche Intelligenz in Niedersachsen - Ministerpräsident Stephan Weil besucht DFKI-Labor in Osnabrück Utz Lederbogen 2020-02-13T12:53:44+01:00 2020-02-13T11:49:00+01:00 OSNABRÜCK.- Bereits jetzt steckt die Künstliche Intelligenz (KI) in vielen Produkten, Prozessen und Verfahren. Auf seiner Rundreise durch Niedersachsen besuchte Ministerpräsident Stephan Weil gestern (12. Februar) das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück, um sich einen Überblick über die „besonders spannenden KI-Entwicklungen im Lande“ zu verschaffen. Nach der Begrüßung durch die Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl und Patrick Rosen (ROSEN Gruppe) in den neu bezogenen Räumen bei ROSEN in der Berghoffstraße (ehemals Mölk), stellte der Leiter Prof. Dr. Joachim Hertzberg die Forschungsperspektiven des DFKI-Labors Niedersachsen vor.
Das DFKI-Labor Niedersachsen besteht seit 2019 und verfügt über Standorte in Osnabrück und Oldenburg, die mit den jeweiligen Universitäten stark kooperieren. Ziel ist es, die KI-Forschung in der Land- und Meereswirtschaft sowie in der Produktion voranzutreiben und hierbei auf regionale Strukturen aufzubauen. „Das übergreifende Forschungsthema ist die umfassende Umgebungswahrnehmung“, erläuterte Hertzberg den Gästen. „Das reicht von der digitalen Transformation und Datenhoheit in der Landwirtschaft über intelligenten Umweltschutz in Flüssen und Meeren bis zur nachhaltigen Industrie 4.0 und Wertschöpfung durch Daten.“ An beiden Standorten arbeiten derzeit rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der Osnabrücker Forschungsbereich Planbasierte Robotersteuerung (Prof. Dr. Joachim Hertzberg) entwickelt Algorithmen zur Steuerung autonomer mobiler Robotiksysteme. An diesem Nachmittag wurde dem Ministerpräsidenten, den Journalisten und Gästen das Projekt „Hybr‐iT“ vorgestellt. Es zeigt, wie Menschen und Roboter als hybrides Team Fertigungsaufgaben gemeinsam bewältigen. In dem Fertigungsszenario für den Flugzeugbau übernehmen die Roboter das, was für den Menschen unergonomisch oder physisch belastend ist, wie zum Beispiel das Setzen und Versiegeln der Niete am Flugzeugrumpf oder die Montage von Kabelkanälen in der Tragfläche, erläuterte der Osnabrücker Wissenschaftler Martin Günther. Wichtig sei dabei, dass sich alle Entwicklungen in „Hybr‐iT“ naht‐ und reibungslos in vorhandene industrielle Strukturen integrieren lassen.

Ein weiteres Experimentierfeld für Roboter und Algorithmen bietet die digitale Transformation der Land- und Ernährungswirtschaft im Nordwesten Deutschlands. Das „Agrotech Valley Forum“, ein Zusammenschluss von Universität und Hochschule Osnabrück, dem DFKI, dem Landkreis Osnabrück und derzeit elf weiteren Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Region zu einem global bedeutenden Inkubator für nachhaltige Lebensmittelproduktion auf Basis digitaler Technologien zu machen. Die DFKI-Wissenschaftler beschäftigen sich mit einer sensor- und datenbasierten Entscheidungsfindung im Pflanzenbau und der praktischen Erprobung mit Feldrobotern. „Ziel ist es, durch das realistische Betriebsumfeld bedarfsorientierte Lösungsansätze für die Produzenten im Agrotech Valley zu entwickeln“, so der stellvertretende Forschungsbereichsleiter Dr. Stefan Stiene.

Der zweite Osnabrücker Forschungsbereich Smart Enterprise Engineering (Leitung: Prof. Dr. Oliver Thomas) arbeitet an innovativen Methoden für den Einsatz von Smart Products, Smart Services und Smart Systems in digitalen Geschäftsmodellen. Wirtschaftsinformatiker Thomas: „Wir haben die Vision, durch die Verbindung der Perspektiven der Wirtschaftsinformatik und der Künstlichen Intelligenz die Potenziale einer umfassenden Informationsbereitstellung zu heben und Wettbewerbsvorteile für den Mittelstand durch die Unterstützung und (Teil-) Automatisierung komplexer Tätigkeiten wie zum Beispiel Qualitätskontrollen zu nutzen.“

Durch die angewandte und praxisnahe Forschung in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren der Wirtschaft sowie den Transfer des Wissens in die Praxis und die Entwicklung von branchenspezifischen Servicemodulen werde die Zusammenarbeit und Vernetzung des DFKI mit kleinen und mittelständigen Unternehmen aus der gesamten Region vorangetrieben, so Prof. Thomas.

Der dritte Forschungsbereich Marine Perception aus Oldenburg (Leitung: Prof. Dr. Oliver Zielinski) befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung intelligenter Sensoren, die im Meer und anderen aquatischen Umgebungen einsetzbar sind. In dem vorgestellten, von der Weltbank initiierten Projekt, geht es um den Einsatz multispektraler Kameras auf Drohnen sowie Algorithmen für die Bestimmung des Plastikmülls auf Flüssen und an Stränden in Kambodscha. Plastikmüll in den Weltmeeren stellt eine wachsende Gefahr für das marine Ökosystem und auch den Menschen dar. Seinen Ursprung hat dieser Müll zumeist an Land und gelangt dann über Flüsse ins Meer. Insbesondere der asiatische Raum stellt eine wesentliche Eintragsquelle dar.

Das DFKI-Labor Niedersachsen wird nach einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren evaluiert. Geschaut wird, ob die Kriterien für die Entstehung eines eigenständigen Standortes erfüllt sind. Hierzu zählen sowohl eingeworbene Mittel wie auch Personalzahlen, Publikationen, Promotionen und Auszeichnungen. „Nach aktuellem Stand befindet sich das Labor auf einem Wachstumspfad, der bereits zum frühestmöglichen Bewertungszeitpunkt Ende 2021 ein positives Ergebnis erwarten lässt“, konnte Prof. Hertzberg den Gästen erfreut mitteilen.

Kontakt DFKI-Labor Niedersachsen
Prof. Dr. Joachim Hertzberg
Berghoffstraße 11, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 386050 2251
E-Mail: joachim.hertzberg@dfki.de

Weitere Informationen für die Medien
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) Unternehmenskommunikation DFKI-Labor Niedersachsen
Swantje Schmidt
Marie-Curie-Straße 1, 26129 Oldenburg
Tel.:  +49 421 178 45-4121
E-Mail: uk-ni@dfki.d

]]>
news-8756.atom Insekten und In-vitro-Fleisch – Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie: Uni Osnabrück stellt eines der Gewinnerteams 2020-02-12T11:33:25+01:00 2020-02-12T11:22:14+01:00 Insekten und „Laborfleisch“ gelten als Nahrungsmittel der Zukunft, stoßen aber häufig auf gemischte Reaktionen in der deutschen Bevölkerung. Wie können Informationen und bioethische Fragestellungen zu diesem Thema in Schulen vermittelt werden? An der Universität Osnabrück wollen Biologiedidaktikerinnen und -didaktiker hierfür ein Konzept in Form von interaktiven Bildungsmaterialien entwickeln. Im Rahmen des Hochschulwettbewerbs zum Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie „Zeigt eure Forschung!“ wird ihre Projektidee nun ausgezeichnet und finanziell unterstützt. Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerufen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.15 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie junge Forschungsteams wurden von einer Jury für ihre Kommunikationskonzepte mit je 10.000 Euro ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld können sie ihre Ideen bis Dezember 2020 umsetzen. Die ausgezeichneten Teams kommen aus Aachen, Bayreuth, Braunschweig, Bremen, Düsseldorf, Freiburg, Hamburg, Hohenheim, Iserlohn, Kassel, Mittweida, Nürnberg und Osnabrück.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um den Osnabrücker Biologiedidaktiker Dr. Florian Fiebelkorn und der Doktorandin Jacqueline Dupont wollen zusammen mit Prof. Cordula Hesselbarth (FH Münster, MSD Münster School of Design) und BOK + Gärtner (Agentur für Kommunikationsdesign und Szenografie) Bildungsmaterialien entwerfen, die Lehrerinnen und Lehrern zur freien Verfügung stehen sollen, darunter Grafiken und Animationen, didaktische Hinweise und Skripte für die Erstellung von kurzen Filmsequenzen. „Ziel des Projekts ist die Erstellung eines didaktischen Onlinemediums für den Einsatz im Biologie- und Geographieunterricht in der Sekundarstufe I und II.“, erklärt Dupont. Und Fiebelkorn ergänzt: „Inhaltlich wird bei der Erstellung der Materialien auf Nachhaltigkeits- und Gesundheitsindikatoren, Produktionsprozesse sowie bioethische Fragestellungen in Bezug auf die beiden neuartigen Lebensmittel Insekten und In-vitro-Fleisch fokussiert.“ Da Insekten und In-vitro-Fleisch vor allem als alternative Proteinquellen zu herkömmlichem Fleisch diskutiert werden, wird auch ein Vergleich zu konventionellem Fleisch und anderen Ernährungsweisen (Vegetarisch, Vegan) erfolgen. Der didaktische Schwerpunkt liegt auf einer Förderung der Bewertungs- und Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Die Materialien werden unter Berücksichtigung der bundesweit geltenden Bildungsstandards für den Biologie- und Geographieunterricht erstellt, wodurch ein sinnvoller Einsatz in allen Bundesländern sichergestellt wird. Die erste „Sneak-Preview-Version“ wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Projektschulen in Osnabrück evaluieren und entsprechend des Feedbacks der Lehrkräfte überarbeiten. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, zeigt sie doch, dass neuartige Lebensmittel wie Insekten und In-vitro-Fleisch einen geeigneten Beispielkontext zur Förderung der Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) darstellen“, so Dupont.

Im Februar 2020 erhalten die Gewinnerteams eine Schulung von Wissenschaft im Dialog, in der Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit vermittelt und Kommunikationspläne gemeinsam optimiert werden. Im Dezember 2020 wird die Jury die in die Praxis umgesetzten 15 Kommunikationsprojekte noch einmal begutachten: Welche Formate erwiesen sich als besonders geeignet, um eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen? Bis dahin halten die Teams die Öffentlichkeit im Blog über ihre Fortschritte auf dem Laufenden: www.hochschulwettbewerb.net

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Florian Fiebelkorn, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Abteilung Biologiedidaktik
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3511
fiebelkorn@biologie.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8755.atom Celan in Europa: trinationale Perspektiven auf philologische Traditionen und Konflikte – Prof. Dr. Christoph König erfolgreich bei Einwerbung im Rahmen der Programmlinie „Trilaterale Forschungskonferenzen“ 2020-02-12T09:46:38+01:00 2020-02-12T09:43:53+01:00 Dr. Christoph König, Professor für Neue deutsche Literatur an der Universität Osnabrück, hat sich gemeinsam mit Elena Polledri (Università degli Studi di Udine) und Werner Wögerbauer (Université de Nantes) erfolgreich im Rahmen der Programmlinie „Trilaterale Forschungskonferenzen“ beworben. Das Programm wird gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Fondation Maison des Sciences de l’Homme (Paris) und der Villa Vigoni (Italien) getragen und ermöglicht, in der Villa Vigoni eine Serie von drei internationalen und interdisziplinären Symposien in den Jahren 2020, 2021 und 2022 zu veranstalten.

Die Tagungen sind dem Thema „Paul Celan in Europa. Trinationale Perspektiven auf philologische Traditionen und Konflikte“ gewidmet. Das Jubiläumsjahr bietet den Anlass, die Lektüre der Gedichte und Übersetzungen in einer trinationalen Perspektive zu erneuern.

Paul Celan, dessen 50. Todestag und 100. Geburtstag sich 2020 jähren, gilt als Dichter und Übersetzer zwischen Ländern, Sprachen und Kulturen. Wie kaum ein Dichter der Nachkriegszeit reflektiert er in seinem Werk die Weltliteratur, die Literaturtraditionen und die Geschichte Europas, die ihm aus der Perspektive des jüdischen Dichters deutscher Sprache nach 1945 zur problematischen wie notwendigen Voraussetzung werden. Von der kritisch-produktiven Auseinandersetzung zeugt neben den Gedichten das übersetzerische Werk unter anderem aus dem Englischen, Russischen, Französischen, Italienischen, Rumänischen und Hebräischen: Die Celan-Forschung ist nicht im Rahmen alter Paradigmen von „Nationalliteratur“ zu denken, sondern immer schon als internationales Forschungsfeld. Zugleich hat sie zuletzt eine Erweiterung ihrer Materialgrundlagen erfahren, durch die Publikation von Nachlassbeständen (Bonner Ausgabe), biographischen Dokumentationen (Badiou, Wiedemann) und Briefwechseln (Bachmann, Szondi, Celan-Lestrange). Die materialgestützte Interpretation in der Nachfolge Szondis hat sich inzwischen durchgesetzt.

Ins Zentrum der heutigen Celan-Forschung rückt damit die Frage, wie mit dem neuen Wissen umzugehen sei. Obwohl eine Autorenforschung der Ort sein kann, an dem die verschiedenen Interpretationsansätze zusammenkommen, dominieren in der Celan-Philologie zentrifugale Tendenzen. „Das Fehlen einer Bibliographie, eine kaum mehr zu überschauende Zahl von Forschungsbeiträgen sowie ein frappierender Mangel an regelmäßigen Diskussionsforen haben dazu geführt, dass eine diskursive, international und interdisziplinär ausgerichtete Arbeit am Sinn der Gedichte wenig entwickelt, ja zunehmend in Zweifel gezogen worden ist“, erklärt Prof. König.

Das Projekt will diese Schwierigkeit überwinden und in komparatistischer Perspektive nicht nur die Interpretation von Celans Werken voranbringen, sondern auch die Forschung in den Blick nehmen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten um eine „Re-Philologisierung“ sollen die Möglichkeiten der einzelnen Ansätze diskutiert werden, im Sinn einer trinationalen Komparatistik der Celan-Philologien, die einen Beitrag zu einer international orientierten Methodengeschichte leistet.

Die Analyse der Interpretationskonflikte bietet den Auftakt der Symposien: Die Tagung vom 14. bis 17. Oktober 2020 trägt den Titel „Celan-Interpretationen: Konstellationen und Konflikte“. 2021 wird die Übersetzung als Öffnungsfigur vorgestellt; die Tagung gilt dem Thema „Übersetzung im Transfer europäischer Philologien“. Und die Tagung im Jahr 2022 stellt das Werk Celans in einen (literatur-)geschichtlichen Rahmen; sie trägt den Titel „Die (Literatur-)Geschichte Europas in Celans Werk“. Ein neuer Diskursraum entsteht, in dem Traditionen der Celan-Forschung enggeführt und Grundfragen der literarisch-kritischen Hermeneutik vorangetrieben werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christoph König, Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4030
christoph.koenig@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8752.atom ".. deshalb habe ich es auch zu nichts gebracht!" – Anton Bruckner - ein Concerto recitativo mit dem Kammerchor der Universität Osnabrück 2020-02-10T11:42:02+01:00 2020-02-10T11:39:33+01:00 OSNABRÜCK/MELLE.- Am Samstag, 15. Februar, 20 Uhr, wird der dramatisch-epische Symphoniker Anton Bruckner in der Kleinen Kirche am Dom in Osnabrück einmal anders zu Gehör gebracht. Annette Kristina Banse und Prof. Dr. Hans Christian Schmidt-Banse zeichnen zusammen mit dem Kammerchor der Universität Osnabrück (Leitung: Joachim Siegel) ein Bild des berühmten Romantikers, bei dem Musik und literarische Zeugnisse in eine wechselseitige Beziehung gebracht werden. Der Eintritt ist frei, Spenden werden zu Gunsten des Frauenhauses erbeten. Eine zweite Aufführung gibt es am Sonntag, 16. Februar um 17 Uhr in der Kirche St. Matthäus in Melle.

Ausgewählte Chormotetten nehmen diesen so ambivalenten Komponisten, der irgendwo zwischen größter Sinfonik und spießbürgerlichem Lebenswandel zu verorten ist, unter die biographische und musikalische Lupe. Vorgestellt werden auch die seltener zu hörenden Werke, in denen der Chor durch Orgel (Arne Hatje) und drei Posaunen ergänzt wird. In gewohnter Weise verwebt das Konzertformat Lehrreiches und Unterhaltsames mit großartiger Musik.  

Das Concerto recitativo ist dramaturgisch mit dem Dramolett beziehungsweise dem Hörspiel oder Radio-Feature verwandt, strukturell gehorcht es dabei dem Bauprinzip einer Collage. Gegenstand sind Musik und Text innerhalb ihres zeitgeschichtlichen und biographischen Entstehungsrahmens.

Weitere Informationen gibt es unter: www.concerto-recitativo.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4684
unimusik@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8751.atom Zur Aushandlung von Migration nach dem Zweiten Weltkrieg – Drei neue Forschungsprojekte zu „Migrationsgesellschaften“ an der Universität Osnabrück 2020-02-10T10:46:50+01:00 2020-02-10T10:45:08+01:00 Zum Jahreswechsel haben am Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) bzw. am Historischen Seminar (Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung) der Universität Osnabrück drei Forschungsprojekte zur Aushandlung von Mobilität und Migration nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Die thematisch miteinander verschränkten Projekte behandeln zentrale Fragen der Profillinie „Migrationsgesellschaften“. Dies ist eine von sechs Profillinien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil schärfen will. Nach der Befreiung durch die Alliierten 1945 befanden sich in Deutschland und ganz Europa Millionen Menschen fernab ihrer Herkunftskontexte; darunter Verfolgte des Naziregimes und Überlebende der Shoah sowie Opfer von Deportation und Verschleppung. Die Alliierten sahen sich mit einer humanitären Katastrophe ungeahnter Ausmaße konfrontiert und übernahmen die Verantwortung für die Opfer dieser Gewaltmigration. Angesichts der damals sogenannten „europäischen Flüchtlingskrise“ wurden in den Nachkriegsjahren Definitionen und Politiken entwickelt, die noch heute die historische Grundlage für den Umgang mit Geflüchteten und den Folgen von Gewaltmigration bilden.

Zunächst wurde ausgehandelt, wer überhaupt „Flüchtling“ oder „Displaced Person“ (DP) sei; Definitionen, die sich normativ und in ihren praktischen Auslegungen immer wieder veränderten. Ebenso wurden Programme entwickelt, wie mit Flüchtlingen und DPs zu verfahren sei: Repatriierung, Neuansiedlungen (resettlement) oder „Integration“ vor Ort.

Unter der Regie der Alliierten wurde zunächst ein umfangreiches Repatriierungsprogramm durchgeführt, auch unter Zwang. Angesichts der Einsicht, dass man beispielsweise Osteuropäerinnen und -europäern, die Angst vor der Roten Armee äußerten, ebenso Unrecht tat, wie Spanierinnen und Spaniern, die nach einer Repatriierung Haft im Franco-Spanien fürchten mussten, gründeten die Vereinten Nationen 1946 die International Refugee Organisation (IRO), deren Aufgabe es sein sollte, zwischen 1946/47 und 1951 ein resettlement für rund eine Million Menschen zu organisieren. DPs und Flüchtlinge, die nach dem Ende dieses Programms in Deutschland verblieben, mussten unter dem neuen Label „Heimatlose Ausländer“ schließlich in die bundesdeutsche Gesellschaft „integriert“ werden.

Die konkreten Aushandlungsprozesse dieser Mobilitätsoptionen werden an der Universität Osnabrück nun in drei miteinander korrespondierenden Projekten erforscht. Dr. Sebastian Huhn untersucht in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt die Aushandlungsprozesse des resettlements europäischer DPs und Flüchtlinge in Venezuela. „Aushandlungen fanden hier auf einer politischen Ebene zunächst mit Venezuela statt. Vor allem mussten DPs und Flüchtlinge aber in den europäischen Büros der IRO über die Möglichkeit verhandeln, Europa Richtung Lateinamerika verlassen zu können. Die Agency der DPs aber auch aller anderer beteiligten Akteure spielte dabei eine zentrale Rolle. In Venezuela mussten sie schließlich mit der dortigen Gesellschaft über Teilhabe und Anerkennung verhandeln“, so Dr. Huhn.

Im zweiten Projekt nimmt Lukas Hennies – gefördert durch ein Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung – die Elegibility Officers der IRO im Aushandlungsprozess der Nachkriegsmigration genauer in den Blick. Diese Fallbearbeiterinnen – und bearbeiter trafen für die IRO Millionen Entscheidungen über die Anerkennung oder Ablehnung der Hilfsgesuche der sogenannten DPs bzw. Flüchtlinge und prägten so die konkrete Migrationspolitik. „Die konkreten Entscheidungen hingen nicht nur vom Mandat der Organisationen ab, sondern von den Handlungsspielräumen der Personen vor Ort mit ihren persönlichen Einstellungen, politischen und ethischen Haltungen, Ressentiments aber auch ihrer Lesart der institutionellen Rahmungen und ihrer Aufgabe oder wachsender Erfahrung und Routine“, berichtet Lukas Hennies.

Die „Integration“ der sogenannten „Heimatlosen Ausländer“ – derjenigen DPs, die schließlich in Deutschland verblieben - wird in einem dritten Projekt (Prof. Dr. Christoph Rass, Dr. Sebastian Huhn, Linda Ennen) untersucht, das im Rahmen des Programms Pro*Niedersachsen vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wird. „Im Zentrum dieses Vorhabens steht die Kategorisierung von Menschen als „Heimatlosen Ausländer“ in der Bundesrepublik ab 1951 und die Aushandlung ihrer Niederlassungsoptionen. Dabei wird vor allem die Rolle kommunaler Behörden bei der Aufnahme und „Integration“ der „Heimatlosen Ausländer“ beforscht, um aus diesem Blickwinkel die Bedingungen und Perspektive der Aushandlung von Teilhabe und Anerkennung zu beobachten“, erläutert Prof. Rass.

Die drei Projekte bilden eine Arbeitsgruppe, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln Fragen widmet, die nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso akut waren, wie sie es heute sind. Diskussionen und Programme zu resettlement, Repatriierung und „Integration“ spielen in der Gegenwart angesichts umfangreicher gewaltbedingter Migration und Flucht nach wie vor eine große Rolle; in Europa ebenso, wie beispielsweise in den USA und Lateinamerika. Wichtiger denn je ist daher die Analyse historischer Präzedenzfälle der Aushandlungen und der Folgeprozesse von Mobilität zwischen Geflüchteten, internationalen Organisationen, Staaten und lokalen Behörden, die wesentlich die Art und Weise geprägt haben, in der wir heute mit den Folgen von Massengewaltmigration umgehen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christoph A. Rass, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Tel.: +49 541 969 4912
chrass@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8738.atom Wie kommunizieren Zellen bei der Blutbildung? Wissenschaftler entdecken, wie fehlgeleitete Kommunikation zwischen Zellen zu Leukämie führt 2020-02-10T18:12:56+01:00 2020-02-07T08:45:00+01:00 Wie vermitteln Botenstoffe die Entwicklung neuer Blutzellen und wie geraten diese Prozesse bei Leukämie-Erkrankungen außer Kontrolle? In Kooperation mit Wissenschaftlern aus Großbritannien, Finnland und den USA konnte der Biophysiker Prof. Dr. Jacob Piehler vom Fachbereich Biologie/ Chemie der Universität Osnabrück den zugrundeliegenden molekularen Mechanismus jetzt aufklären. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts stellen sie in einem Artikel in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ (https://science.sciencemag.org/content/367/6478/643) vor, der am 7. Februar erschienen ist. Zum Hintergrund: Bei einem erwachsenen Menschen werden täglich Milliarden reifer Blutzellen gebildet. Die Entwicklung und Vermehrung der verschiedenen Zelltypen des Bluts aus blutbildenden Stammzellen im Knochenmark wird durch Botenstoffe der Familie der Zytokine kontrolliert. Diese binden an Rezeptoren auf der Oberfläche von Vorläufer-Zellen. Dadurch werden Signalkaskaden aktiviert, die sowohl Wachstum und Zellteilung als auch die Ausdifferenzierung in verschieden Zelltypen steigern. Verschiedene Leukämie-Erkrankungen werden mit genetischen Mutationen in Verbindung gebracht, bei denen diese Signalwege auch ohne Botenstoffe, also unkontrolliert, aktiviert sind. Bislang war es unklar, wie einzelne Mutationen diese Signalaktivierung auf molekularer Ebene auslösen und damit zu diesen schwerwiegenden Erkrankungen des blutbildenden Systems führen.

Erstautor Dr. Stephan Wilmes, der das Projekt als Postdoktorand an der Universität Osnabrück begonnen hatte, berichtet: „Es war wirklich inspirierend, diese spannende biomedizinische Fragestellung mit neuen biophysikalischen Methoden anzugehen, die ich hier während meiner Doktorarbeit entwickelt hatte.“ „Eine besondere Herausforderung dabei war es, die verschiedenen Forschungsansätze der beteiligten Arbeitsgruppen zu koordinieren“, so Maximillian Hafer, der inzwischen die Projektverantwortung übernommen hat.

Durch Einzelmolekülmikroskopie an lebenden Zellen konnten die Forscher jetzt erstmals eindeutig nachweisen, dass die Rezeptoren durch die Botenstoffe zur Paaren verbunden werden. Bislang wurde angenommen, dass die Rezeptoren auch ohne Botenstoff bereits als inaktive Paare vorliegen. Aus ihren neuen Beobachtungen an höchstauflösenden Fluoreszenzmikroskopen schlossen die Forscher hingegen, dass die Paarbildung selbst der grundlegende Schalter zur Aktivierung der Signalvermittlung in der Zelle ist.

„Durch die direkte mikroskopische Visualisierung einzelner Rezeptoren unter physiologischen Bedingungen konnten wir eine Kontroverse klären, die dieses Forschungsgebiet seit mehr als 20 Jahren beschäftigt“, erklärt Prof. Dr. Jacob Piehler.

Durch Kombination mit biomedizinischen Untersuchungen an den Universitäten York und Dundee fanden die Forscher heraus, dass viele krankheitsrelevante Mutationen bereits ohne Botenstoff zur Paarbildung bestimmter Rezeptoren führten. „Diese Beobachtungen brachten uns auf die Spur eines bislang unbekannten Mechanismus, wie einzelne Mutationen an diesem Rezeptor zu Leukämie-Erkrankungen führen“, erläutert Prof. Ian Hitchcock von der Universität York.

Kooperationspartner an der Universität Helsinki nutzten diese Ergebnisse, um über Simulationsrechnungen und molekulare Modellierung ein vollständiges Strukturmodell auf atomarer Skala zu entwickeln, das die unterschiedlichen Wirkungsweisen verschiedener Mutationen erklären konnte. „Unsere Strukturmodelle zeigten außerdem überraschende Effekte in Hinblick auf die Ausrichtung der aktiven Rezeptorpaare an der Zellmembran. Diese Vorhersagen konnten anschließend experimentell bestätigt werden“, erklärt Prof. Ilpo Vattulainen von der Universität Helsinki.

Diese grundlegenden Einsichten in die Funktionsweise von Rezeptoren ermöglichen nicht nur völlig neue und wesentlich gezieltere Strategien für die Bekämpfung von Leukämie-Erkrankungen. Darüber hinaus vermuten die Forscher, dass sich eine ganze Reihe von entzündlichen und allergischen Erkrankungen ebenfalls auf ähnliche Mechanismen zurückführen lassen.

Der Artikel in der Fachzeitschrift „Science“ ist abrufbar unter: https://science.sciencemag.org/content/367/6478/643

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Jacob Piehler, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/ Chemie & Center of Cellular Nanoanalytics (CellNanOs)
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2800
piehler@uos.de

]]>
news-8739.atom How do cells communicate in blood formation? Scientists discover how rogue communications between cells lead to Leukaemia 2020-02-10T18:18:08+01:00 2020-02-07T08:45:00+01:00 How do biochemical messengers mediate the development of new blood cells and how do these processes get out of control in leukaemias? An international research team involving partners from Germany, United Kingdom, Finland and the USA has achieved a fundamental breakthrough in understanding the mechanism of these processes. The results of this research project were published on February 7th 2020 in the new issue of the renowned journal "Science" (https://science.sciencemag.org/cgi/doi/10.1126/science.aaw3242). In adults, billions of mature blood cells are formed from haematopoietic stem cells in the bone marrow every day. This process is tightly regulated by a family of messenger proteins called cytokines that control the development and proliferation of the different blood cell types. Cytokines interact with specific receptors on the surface of cells, which allow the transmission of signals controlling whether the cell divides, or differentiates into a specific blood cell type. Various leukaemias are associated with genetic mutations that activate these signalling pathways in the absence of cytokines in an uncontrolled manner. Until now, the molecular mechanisms of how individual mutations trigger signal activation and lead to these blood cancers have remained unclear.

First author Dr. Stephan Wilmes, who started the project as a Postdoc at Osnabrück University: “It was truly inspiring to tackle this highly relevant biomedical question by applying cutting-edge biophysical techniques.” “A particular challenge was to coordinate the different research approaches of the participating working groups," says Maximillian Hafer, who has since assumed responsibility for the project.

Using single-molecule microscopy in living cells, the researchers have now been able to clearly show for the first time that the receptors are crosslinked by cytokines to form pairs. Until now, it has been assumed that the receptors are already present as inactive pairs even without cytokines. From their new observations using super-resolution fluorescence microscopes, the researchers concluded that pair formation itself is the basic switch for the activation of signal transduction in the cell. “By directly visualising individual receptors at physiological conditions under the microscope, we were able to resolve a controversy that has preoccupied the field for more than 20 years," explains Professor Jacob Piehler from Osnabrück University.

In combination with biomedical studies at the Universities of York and Dundee, the researchers found that several important disease-relevant mutations led to the pairing of certain receptors without cytokine. "These observations led us to a previously unknown mechanism how individual mutations at this receptor trigger cytokine-independent signalling and thus can promote leukaemia," reveals Professor Ian Hitchcock from the University of York. Cooperation partners at the University of Helsinki used these insights to develop a comprehensive structural model via atomic-scale simulations and molecular modelling, which could explain the different modes of action of different mutations. "Our biomolecular simulations unveiled surprising features concerning the orientation of active receptor pairs at the plasma membrane, explaining how mutations render activation possible without a ligand. These predictions were subsequently confirmed experimentally", explains Professor Ilpo Vattulainen from the University of Helsinki.

These fundamental insights into the mechanism of signal activation enable completely new and much more targeted strategies for combating leukaemias. Further, the researchers suspect that a wide range of inflammatory and allergic diseases can also be traced back to similar mechanisms.

Hyperlink to the Science article: https://science.sciencemag.org/cgi/doi/10.1126/science.aaw3242

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Jacob Piehler, Osnabrück University
School of Biology/ Chemistry and Center of Cellular Nanoanalytics (CellNanOs)
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Phone: +49 541 969-2800
piehler@uos.de

]]>
news-8746.atom Potenziale der Künstlichen Intelligenz - Osnabrücker Wissenschaftler zu Gast bei der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim Utz Lederbogen 2020-02-06T18:22:46+01:00 2020-02-06T17:40:00+01:00 Künstliche Intelligenz (KI) dringt vielfältig in unser privates und berufliches Leben vor. Mit diesem Prozess gehen tiefgreifende Veränderungen einher, die insbesondere für mittelständische Unternehmen neue Herausforderungen bedeuten. Unter dem Titel „Potenziale der Künstlichen Intelligenz - Forschung am KI-Campus der Universität Osnabrück“ waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück jetzt zu Gast bei der Wirtschaftsvereinigung der Grafschaft Bentheim e.V. im NINO-Hochbau in Nordhorn. Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers, Initiator der Veranstaltung, zeigte sich beeindruckt von der großen Forschungsbreite des KI-Campus und hob die Bedeutung der KI-Forschung der Universität Osnabrück für ganz Niedersachsen hervor.
Verschiedene Arbeitsgruppen gaben Einblick in Ihre Forschungsbereiche und beantworteten zentrale Fragen zur Nutzung von KI-Entwicklungen und den damit einhergehenden Veränderungen. Im Anschluss hatten die rund 100 Teilnehmenden Gelegenheit, sich einzelne Exponate an Messeständen anzusehen und mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern persönlich ins Gespräch zu kommen.
Thematisiert  wurden im Rahmen der Veranstaltung unter anderem die
 
Forschungsfelder Maschinelles Lernen, Cognitive Computing, Innovative Informationstechnologien, neue digitale Services, Energiemodellierung und -vorhersage in Ultra-Low-Power-Systemen, Softwarebasierte Zuverlässigkeit und Fehlerinjektion, Software für semantische Analysen von Flächen, Robuste Netze als Enabler für KI-Anwendungen sowie Gesichts- und Fahrzeugerkennung.

Zudem wurden zentrale Haftungs- und Rechtsfragen beleuchtet, die sich mit der Anwendung von KI, wie beispielsweise autonomer Roboter und Systeme stellen, ebenso wie der Schutz von Maschinendaten und Datenwirtschaft und Patent- und Knowhow-Schutz.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Janina Majerczyk, Universität Osnabrück
Persönliche Referentin der Präsidentin
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4010
E-Mail: janina.majerczyk@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8744.atom Ein Experimentalphysiker der Gründergeneration - Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Ortwin F. Schirmer Utz Lederbogen 2020-02-06T16:53:26+01:00 2020-02-06T16:50:31+01:00 Der Fachbereich Physik trauert um Prof. Dr. Ortwin F. Schirmer, der sich von 1983 bis zu seinem Ausscheiden 2002 als Hochschullehrer an der Universität Osnabrück engagierte. Er arbeitete auf dem Gebiet der Experimentalphysik und gehörte zu den Initiatoren des Sonderforschungsbereichs »Oxidische Kristalle für elektro- und magnetoptische Anwendungen« der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Am 22. Januar verstarb er im Alter von 83 Jahren. Geboren 1936 in Gießen, begann er 1956 sein Studium der Physik und Mathematik zunächst in Gießen und dann in München und Freiburg. 1967 erfolgte die Promotion, im April 1973 die Habilitation in Freiburg. Ab 1967 war Schirmer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Festkörperphysik in Freiburg und nahm 1983 den Ruf auf eine Professur für Experimentalphysik an der Universität Osnabrück an.

Prof. Schirmer war ein Experimentalphysiker mit sehr breit fundierten Kenntnissen, auch in der Theoretischen Physik. Ein Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit beinhaltete die Untersuchung von Punktdefekten in oxidischen Kristallen mittels Elektronenspinresonanz und optischer Methoden. Sein Interesse galt dem Verständnis und der gezielten Suche von Materialien mit Anwendungspotenzial, z.B. Hochtemperatursupraleitern.
Neben der wissenschaftlichen Arbeit hat sich Ortwin Schirmer in der Selbstverwaltung engagiert. Zweimal war er Dekan des Fachbereichs Physik.

Im Mittelpunkt stand bei dem leidenschaftlichen Physiker immer auch die Lehre. Die Studierenden schätzten seine Grund- und Spezialvorlesungen und sein großes Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ortwin Schirmer war auch nach seiner Pensionierung bis zuletzt in der Forschung aktiv und der Universität verbunden.

„Die Universität trauert um einen exzellenten Wissenschaftler, einen hoch geachteten, immer hilfsbereiten Kollegen und guten Freund. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, so der Dekan des Fachbereichs Physik, Prof. Dr. Wolfgang Harneit.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Wolfgang Harneit, Universität Osnabrück
Dekan Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 969 3597
E-Mail: dekan@physik.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8742.atom Bestimmen Ängste unser öffentliches Leben? Philosophisches Café Osnabrück diskutiert am Sonntag, 16. Februar 2020-02-06T14:15:05+01:00 2020-02-06T14:13:33+01:00 Wie können in einer Informationsgesellschaft bestimmte Meldungen angstmachende Wirkungen entwickeln? Lässt sich die moderne Gesellschaft durch Angst charakterisieren? Oder können wir zwischen berechtigten und unberechtigten Ängsten unterscheiden? Das Philosophische Café Osnabrück diskutiert am Sonntag, 16. Februar, ab 11.30 Uhr im Kinocafé BlueNote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16, Osnabrück) über den Umgang mit kollektiven Befürchtungen -  beispielsweise vor der Klimakatastrophe, vor Migrationswellen, vor Terrorismus, vor Bevölkerungswachstum, vor Artensterben, vor Altersarmut oder jetzt vor dem Coronavirus.  Die Professoren Elk Franke, Reinhold Mokrosch, Harald Kerber und Arnim Regenbogen stellen sich der Diskussion über den Umgang mit drohenden künftigen Entwicklungen, aber auch mit künstlich erzeugten Angstkampagnen aus politischen Absichten.

Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter „www.cinema-arthouse.de“ („Kinocafés“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Tel.: +49 541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8740.atom Ressourcenschutz durch Logistik: Bundesforschungsministerium fördert Forschungsvorhaben unter Leitung der Universität Osnabrück / Bundesbildungsministerin übergibt Förderbescheid 2020-02-06T13:21:24+01:00 2020-02-06T13:13:56+01:00 Ein neues Verbundprojekt unter Federführung der Universität Osnabrück befasst sich mit der Frage, wie eine tragfähige Entwicklung der Logistikbranche gewährleistet werden kann und dabei die verschiedenen Interessen Berücksichtigung finden. Die Logistik ist in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftsbereich. In vielen Städten und Regionen wehren sich Anwohnergruppen und Naturschutzverbände indes zunehmend gegen geplante Logistikansiedlungen und -erweiterungen. Verkehrslärm, Luftverschmutzung, Landschaftsverschandelung und -versiegelung zählen zu den Argumenten, die für die Logistikbranche schlechte Imagefaktoren darstellen. Ziel eines Verbundprojekts mit dem Namen „Ressourcenschutz durch Logistik – Logist.Plus“ ist es, durch innovative Governancestrukturen, die Stadt, städtisches Umland und ländlichen Raum zusammenfassen, kombiniert mit Ansätzen des kooperativen betrieblichen Umwelt- und Transportmanagements, eine tragfähige regionale Entwicklung der Logistbranche zu ermöglichen. Dabei sollen die Interessen aller Beteiligten sowie die Ziele einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung und des Bodenschutzes berücksichtigt werden. 

Entwickelt wurde der Antrag im Rahmen der Profillinie Mensch-Umwelt-Netzwerke, eine von sechs Linien, mit denen die Universität Osnabrück ihr wissenschaftliches Profil schärfen möchte. Am 6. Februar übergab Bundesbildungsministerin Anja Karliczek persönlich in Ladbergen, Kreis Steinfurt, den Förderbescheid.

Zum Hintergrund: In der Logikbranche haben laut Bundesvereinigung Logistik (BVL) rund drei Millionen Beschäftigte im Jahr 2019 rund 279 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Trotz dieser großen Bedeutung ist die Logistikbranche in den letzten Jahren zunehmend in Verruf geraten. Geeignete Standorte sind immer knapper geworden, außerdem bevorzugen viele Gemeinden auf ihren Gewerbeflächen Produktionsansiedlungen, da von diesen mehr Arbeitsplätze und höhere Gewerbesteuern erwartet werden und sich Politiker dann weniger Kritik ausgesetzt sehen.  

Generell ist es bisher nicht gelungen, den Flächenbedarf der Logistikbranche mit Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen: insbesondere dem Ziel, bis 2030 die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen und Verkehr auf unter 30 Hektar pro Tag zu verringern, sowie eine „neutrale Landnutzung“ also keine zusätzliche Versiegelung anzustreben. Was fehlt, ist die Governance des Bodens bzw. der Fläche und deren Erforschung. Nicht nur, um einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten, sondern auch, um der wichtigen Logistikbranche auch in Zukunft Möglichkeiten zur Entwicklung einzuräumen. 

„Da diese Notwendigkeit in unserer Region, in der die Logistik eine besondere Bedeutung hat, in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist, haben sich Akteure aus der Region und darüber hinaus zusammengetan und gemeinsam die Projektidee Logist.Plus entwickelt“, so der Geograph Prof. Dr. Martin Franz von der Universität Osnabrück. Partner sind neben der Uni Osnabrück als federführender Einrichtung die European Land and Soil Alliance e.V., die Hochschule Osnabrück, der Landkreis Osnabrück, das Kompetenznetz Individuallogistik e.V. , der Kreis Steinfurt, die Stadt Osnabrück, der Wissenschaftsladen Bonn e.V. Hinzu kommen eine Reihe Unterstützer wie die Nosta Logistics GmbH. Finanziert wird das Verbundprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro. 

Am Anfang der gemeinsamen Arbeit steht die Entwicklung von Indikatoren zur Identifikation und Bewertung von Zielkonflikten zwischen verschiedenen Akteuren in Städten, Stadt-Umland und ländlichen Räumen. Durch die Nutzung innovativer Ansätze der Digitalisierung sollen Logistikprozesse flächeneffizient gestaltet und Synergien in der gemeinsamen Flächennutzung durch verschiedene Unternehmen identifiziert und genutzt werden. Hinzu kommt eine ökologische Optimierung der Standortwahl und -gestaltung: Schonung von Böden, Verminderung der Flächenversiegelung, Reduzierung von Energiebedarf und Emissionen durch Etablierung energetischer Nachbarschaften sowie Senkung lokaler und globaler Klimaemissionen durch Transportsynergien.

Ebenfalls geplant ist die Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Instrumente zum Abbau von Landnutzungskonflikten und zur Stärkung der Kooperation zwischen Akteuren in Stadt, Umland und ländlichen Räumen. Auch die Konzeption von nachhaltigen Geschäftsmodellen als Grundlage für eine Kooperation im Arbeitsfeld Logistik zwischen Kommunen, Unternehmen und möglicherweise Non-Profit-Organisationen sowie die Entwicklung von Szenarien für regionale Flächennutzungsstrukturen und Handlungsempfehlungen stehen im Fokus des Projekts.

Mit der Logistik wurde eine Branche gewählt, die einen großen Flächenbedarf hat. Insbesondere in allen sogenannten Logistikregionen gibt es große Probleme aufgrund sich widersprechender Akteursinteressen und geringer Flächenverfügbarkeit. Gleichzeitig existieren entsprechende Konflikte und Bedarfe auch in anderen Regionen und in Bezug auf andere Branchen. „Die Ergebnisse werden damit nicht nur auf andere Regionen, sondern auch auf andere Branchen übertragbar sein“, so Prof. Franz abschließend.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Martin Franz, Universität Osnabrück
Institut für Geographie
Neuer Graben 11ab, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4277
martin.franz@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8736.atom Auf den Spuren von Iwan Knorr – Konzert des Universitätschors Osnabrück am Samstag, 8. Februar 2020-02-03T09:45:16+01:00 2020-02-03T09:43:58+01:00 Der Chor der Universität Osnabrück spürt am Samstag, 8. Februar, einer spannenden Begegnung nach: Iwan Knorr, deutscher Komponist mit bewegter Jugend in Lettland, Russland und Deutschland, wird dabei Mittelpunkt des Konzertabends in der Aula des Schlosshauptgebäudes (Neuer Graben 29) sein. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 7 Euro und ist für Schüler sowie Studierende frei. Iwan Knorr, geboren 1853 im ehemaligen Westpreußen, war lebenslang Bewunderer von Johannes Brahms und wagte es schließlich, eine seiner Kompositionen „mit der Bitte um ein aufrichtiges Urteil“ an den Meister zu senden. Dieser äußerte sich überaus wohlwollend dazu – bei Brahms schon fast ein Adelstitel. Neben Knorrs Ukrainischen Liebesliedern für gemischten Chor und Klavier stehen die Neuen Liebeslieder seines Idols auf dem Programm.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8733.atom Game-basierte Lernplattform prämiert - LEARNTEC: Innovationspreis für digitale Bildung geht an Projektteam der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2020-01-31T13:12:51+01:00 2020-01-31T13:08:14+01:00 Der Innovationspreis für digitale Bildung delina wurde auf der LEARNTEC, Europas größter Veranstaltung für digitale Bildung (28. bis 30. Januar) in der Kategorie „Frühkindliche Bildung und Schule“ dem Projektteam PearProgramming der Universität Osnabrück verliehen. Das eingereichte Projekt wurde von einer 21-köpfigen Expertenjury begutachtet. Das Osnabrücker Projektteam hat eine Lernplattform entwickelt, die Informatiklehrerinnen und -lehrer dazu befähigt, den Schülern der Sekundarstufe I qualitativ hochwertigen Informatikunterricht anzubieten. Die innovative Kombination aus Planspiel und Elementen der Gamification vermittelt Schülern spielerisch sowohl die theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten der Informatik als auch die Grundlagen des unternehmerischen Denkens. Das System wird um ein Intelligent Tutoring System (ITS) erweitert, das über Lernstandsanalysen und optimierte Lernwege hinaus in der Lage ist, individuelle Anweisungen und Rückmeldungen zu geben. 

Seit Januar 2020 wird das Projekt über die Universität Osnabrück durch das EXIST-Gründerstipendium gefördert. Mentor ist Prof. Dr. Michael Brinkmeier. Weitere Förderer sind die Aloys & Brigitte Coppenrath Stiftung sowie die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

Film zum Projekt

Weitere Informationen: www.pearprogramming.eu
 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Paul Ohm, PearProgramming
Marie-Curie-Str. 3, 49076 Osnabrück
Tel.: +49174 1013188
E-Mail: info@pearprogramming.eu
Internet: www.pearprogramming.eu

Utz Lederbogen
Pressesprecher Universität Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8731.atom „Überlebender des Krematoriums III“ - Studierende der Universität Osnabrück an Ausstellung im Deutschen Bundestag beteiligt Utz Lederbogen 2020-01-30T15:47:35+01:00 2020-01-30T14:42:00+01:00 Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau werden im Deutschen Bundestag Werke des Künstlers David Olère gezeigt, der als einer der wenigen Häftlinge des Sonderkommandos den Krieg überlebte. Studierende der Universität Osnabrück aus dem Master-Studiengang „Kunst & Kommunikation“ sind an der Ausstellung „David Olère. Überlebender des Krematoriums III“ beteiligt. Sie wurde am Mittwoch, 29. Januar, von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble eröffnet und ist bis zum 21. Februar zu sehen. In seinen Zeichnungen und Gemälden verarbeitet Olère seine Erlebnisse im Konzentrationslager. Seine Illustrationen stellen eine der wenigen Bildquellen der damaligen Ereignisse dar. Sie entstanden aus der Sicht eines Mannes, der durch die Hölle von Auschwitz-Birkenau gegangen war und zum unmittelbaren Zeugen eines der bestgehüteten Geheimnisse des nationalsozialistischen Deutschlands wurde: des konkreten Ablaufs des Massenmords.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Yad Vashem in Israel, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau sowie dem Zentrum für verfolgte Künste Solingen statt. Durch dessen Direktor Jürgen Kaumkötter als Ausstellungsorganisator und Lehrbeauftragter der Universität Osnabrück, bekommen die Masterstudierenden über ihre eigenen Projekte hinaus Einblicke in eines der vielen Berufsfelder, die Kunst und Kommunikation verbinden.

Die Ausstellung kann von Donnerstag, 30. Januar, bis Freitag, 21. Februar 2020, nach vorheriger Anmeldung montags bis freitags jeweils von 9 bis 17 Uhr besichtigt werden (Zugang über den Eingang West, Konrad-Adenauer-Straße 1 in Berlin-Mitte). Anmeldung unter Tel. +49 30 227-38883 oder per E-Mail ausstellungen@bundestag.de  oder direkt online: www.bundestag.de/parlamentarische_ausstellung. Zum Einlass muss ein Personaldokument mitgebracht werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw05-ausstellung-olere-675322

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Jürgen Kaumkötter, Universität Osnabrück
Kunsthistorisches Institut
Katharinenstr. 5, 49074 Osnabrück
Tel. +49 212 25814 12
E-Mail: juergen.kaumkoetter@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8730.atom KI statt klassischer Regler - Studierende von Universität und Hochschule Osnabrück entwickeln beim Hackathon kreative Lösungen zur Fahrwerkdämpfung 2020-01-30T11:52:19+01:00 2020-01-30T11:49:27+01:00 Das Fahrwerk eines Autos hat's nicht leicht: Einerseits soll das Fahrzeug ruhig dahingleiten und alle Bodenunebenheiten schlucken, andererseits ist in Kurven hohe Stabilität gefragt. Um das zu erreichen, sind sogenannte "aktive Fahrwerke" erforderlich, die sich der Situation anpassen und von selbst blitzschnell von "weich" auf "hart" umschalten können. Doch lassen sich neue Regelungsverfahren auch mittels Künstlicher Intelligenz (KI) umsetzen? Das war die Frage, mit dem sich der Hackathon „AI 4 Closed-Loop Control Systems“ auseinandersetzte. Gesponsert von der ZF Friedrichshafen AG und zusammen mit dem Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) der Universität sowie der Hochschule Osnabrück fand die kreative Problemlösung und Softwareentwicklung am Wochenende vom 10. bis 12. Januar statt. Jetzt wurden die Ergebnisse der acht Studierendengruppen vorgestellt. Der Begriff Hackathon setzt sich aus „Hacken“ und „Marathon“ zusammen. Diese Veranstaltungen in lockerer Atmosphäre dauern zwischen 24 und 72 Stunden und widmen sich einem genau definierten Problem. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten in Gruppen Lösungsansätze. Am Ende werden die Ergebnisse einer Jury präsentiert. Bewertet werden die Innovation, der Einfallsreichtum und die Kreativität sowie die Präsentation der Studierenden.

Die 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hackathons „AI 4 Closed-Loop Control Systems“ studieren Kognitionswissenschaft an der Universität oder kommen aus Studiengängen der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule. Gemeinsam sollten sie in ihren Gruppen binnen 60 Stunden einen Weg finden, um einen aktiven Dämpfer mithilfe von KI so zu regeln, dass sich der Aufbau des Fahrzeuges auf allen Fahrbahnen möglichst ruhig verhält. Dadurch erhöht sich der Fahrkomfort und der Kraftstoffverbrauch wird verringert.

„Die Schwierigkeit ist die Beschaffenheit der Straße, die im Vorhinein nicht bekannt ist. Außerdem lassen sich die Dämpfer einer Fahrwerksregelung nicht linear ansteuern“, beschreibt Prof. Dr. Julius Schöning von der Hochschule Osnabrück die Herausforderung für die Studierenden. Schöning, der am IKW der Uni promovierte und bei der ZF Friedrichshafen AG tätig war, bevor er auf eine Professur an der Hochschule berufen wurde, war es auch, der die Idee hatte, die drei Institutionen für diesen Hackathon zusammen zu bringen. „Mir ging es darum, Grundlagenforschung und angewandte Forschung zu vereinen, um neue, innovative Anwendungsgebiete für die KI zu erschließen.“

Dass ein solches Veranstaltungsformat die drei klassischen Aufgaben einer Universität, nämlich Forschung, Lehre und Transformation der Ergebnisse in die Anwendung auf geradezu ideale Weise verbindet, machten auch der Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger und der Direktor des IKW, Prof. Dr. Gunther Heidemann, bei der Ergebnispräsentation deutlich.

Den ersten Platz belegte das Team Dumb and Damper. Die Gruppe erarbeite das Konzept, durch einen mathematischen Trick das Problem für neuronale Netze berechenbar zu machen. „Das ist eine sehr innovative und zugleich kreative Lösung für die Aufgabenstellung, wobei alle Teams qualitativ hochwertige Ergebnisse präsentierten“, lobte Dr. Christoph Elbers, Vice President Car Chassis Technology Development bei ZF, die Arbeiten. Auf den ebenfalls mit Preisgeldern dotierten Plätzen kamen die Teams Random Baseline, The Control Freaks und Ultimate Loop Hackers. „Die Jury war von den hervorragenden Ergebnissen von allen Teams, die hier angetreten sind, und die in einer so kurzen Zeit entstanden sind, begeistert“, fasste Prof. Dr. Gordon Pipa, Professor für Neuroinformatik am IKW, das gelungene Wochenende zusammen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4516 oder 4370
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

Jeannine Rapp, ZF Friedrichshafen AG
Leiterin Corporate & Marketing Communications Division
Pkw-Fahrwerktechnik
Tel.: +49 5474 60 2190,
Jeannine.rapp@zf.com

]]>
news-8729.atom Medikamente im Wasser unerwünscht - Abschluss des MEDUWA-Projektes mit einem Partnertreffen in Zwolle 2020-01-30T08:51:44+01:00 2020-01-30T08:49:14+01:00 OSNABRÜCK/ZWOLLE.- Wie lassen sich Medikamente und multiresistente Mikroorganismen im Umweltkreislauf reduzieren? Dies ist die zentrale Frage des bis Herbst laufenden grenzüberschreitenden Projektes MEDUWA (MEDikamente Unerwünscht im WAsser). Am Mittwoch, 12. Februar, und Donnerstag, 13. Februar, treffen sich die Partner des deutsch-niederländischen Projekts in der Hansestadt Zwolle (Niederlande) zu einem abschließenden Meeting. Das Konsortium finanziert sich durch das europäische INTERREG-VA-Programm. Beteiligt sind 27 Unternehmen, Universitäten, Krankenhäusern sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Das Institut für Umweltsystemforschung (IUSF) der Universität Osnabrück ist Lead-Partner dieses Projekts. Als Pilotgebiet dient das deutsch-niederländische Einzugsgebiet der Vecht(e) mit ihren Nebenflüssen Steinfurter Aa, Dinkel und Regge. Das Projekt läuft noch bis Herbst 2020.

„Entwickelt wurden im Projekt zwölf Innovationen, um der gesundheitlichen Bedrohung durch multiresistente Mikroorganismen und Medikamente, die Wasser, Boden, Nahrung und Luft verunreinigen, entgegen zu treten“, erklärt Raissa Ulbrich, Projektmanagerin des MEDUWA -Projekts an der Universität Osnabrück.  

So wurde zum Beispiel das Modell WIS entwickelt: Es zeigt, wie sich Medikamente und antibiotikaresistente Bakterien in der Region ausbreiten, welche Risiken für die öffentliche Gesundheit bestehen und wie stark das Wasser durch den Einsatz von Medikamenten verschmutzt wird. Medikamente auf Basis von Körperproteinen herzustellen, die keinen Abfall produzieren oder gefährliche Medikamente gleich durch eine neue Technologie in der Toilette unschädlich machen, sind weitere Lösungsansätze.

In Vorträgen werden auch neue Einblicke in verwandte Themen wie „Klimawandel und Wasserqualität“, „Klimawandel und Infektionsgefahr“ in unkontrolliertem Oberflächenwasser sowie die starke Zunahme multiresistenter Pilze in unserer Umwelt gegeben.

Als Zeichen ihres andauernden Engagements in der Bekämpfung und Vorbeugung von chemischen und biologischen Verunreinigungen von Wasser, Luft und Boden unterzeichnen die Projektpartnerinnen und -partner sowie die Vertreterinnen und Vertreter weiterer Interessensgruppen die gemeinsame MEDUWA-Erklärung über die Emission von Human- und Tierarzneimitteln.

Die Interessengruppen vertreten lokale, regionale und nationale Regierungsbehörden, Unternehmen und NGOs, die sich mit der Gesundheit von Mensch und Umwelt in beiden Ländern befassen. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die grenzübergreifende Zusammenarbeit und Innovationsfähigkeit der regionalen Wirtschaft.

Weitere Informationen zum Projekt:
https://www.meduwa.uni-osnabrueck.de/, sowie unter meduwa.eu.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Louisa Kistemaker, Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemwissenschaften
Barbarastraße 12, 49076 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2843
louisa.kistemaker@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8726.atom Die Unverständlichkeit verstehen - Gastvortrag an der Universität Osnabrück zur Hermeneutik nach Nietzsche 2020-01-29T12:30:29+01:00 2020-01-29T12:14:40+01:00 Die Infragestellung des Verstehens durch Nietzsche diskutiert am Mittwoch, 5. Februar, ein Vortrag von Dr. Felix Christen, der am Deutschen Seminar der Universität Zürich tätig ist. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Germanistischen Kolloquiums der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph König statt. Beginn ist um 18 Uhr im Schlosshauptgebäude (Neuer Graben 29, Raum 11/212). Im 18. und im frühen 19. Jahrhundert bildet sich mit den Vorlesungen und Schriften von Chladenius, Georg Friedrich Meier, Friedrich Ast und Friedrich Schleiermacher eine allgemeine Hermeneutik aus, die an die Stelle des Überzeugens und Überredens der klassischen Rhetorik das Verstehen setzt. Das Ziel, vollkommen zu verstehen, wird dabei gerade vom Nichtverstehen her methodologisch begründet. Wenn durch ein regelgeleitetes Vorgehen verstanden ist, was zuvor unverständlich war, ist die Aufgabe der Hermeneutik erfüllt.

Demgegenüber greift der frühe Nietzsche noch einmal auf die Rhetorik zurück und entgrenzt ausgehend von der Metaphorik und Figuralität der Sprache das Problem des Nichtverstehens. Wenn es keine eigentlichen und damit eindeutigen Bedeutungen mehr gibt, so die Annahme des frühen Nietzsche, kann auch ein regelgeleitetes Verstehen die Aufgabe der Deutung nicht erfüllen. Diese Kritik des Verstehens eröffnet am Beginn der klassischen Moderne in fast kantischer Strenge die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit des Verstehens.

Im Vortrag werden zwei Antworten auf diese seit Nietzsche virulente Infragestellung des Verstehens näher diskutiert: zum einen Adornos ästhetische Theorie mit ihrem Anspruch, die Unverständlichkeit zu verstehen, indem die Hermeneutik in eine Ästhetik überführt wird; zum anderen Celans Poetik, die gerade die radikale Dunkelheit des Dichterischen zum Ausgangspunkt des Verstehens erklärt.

PD Dr. Felix Christen vertritt im Sommersemester 2020 die Professur von Davide Giuriato am Deutschen Seminar Zürich. 2019 habilitierte er sich zum Thema „Sprachen der Dunkelheit. Zur Theorie der Unverständlichkeit zwischen Philosophie und Literatur 1870-1970“. Felix Christen war von 2013 bis 2019 Seminaroberassistent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Zürich und ist Kollegiat des Peter Szondi-Kollegs.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christoph König, Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4030
christoph.koenig@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8724.atom Zukunftsdiskurse an Osnabrücker Hochschulen - Wissenschaftsministerium fördert zwei Projekte zur Gesundheitsversorgung und Energiewende Utz Lederbogen 2020-01-28T14:44:35+01:00 2020-01-28T14:11:00+01:00 Unter dem Titel „Zukunftsdiskurse“ fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) mit insgesamt 1,5 Millionen Euro 14 Projekte an Hochschulen im Land, die sich mit aktuellen Zukunftsfragen auseinandersetzen. Die Projekte der Universität und Hochschule Osnabrück widmen sich der künftigen Gesundheitsversorgung und der Energiewende. Die Fördergelder stammen aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung. „In Zeiten, in denen gesicherte Erkenntnisse aus der Forschung immer häufiger in Frage gestellt werden, ist der aktive Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft unerlässlich“, erklärt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, in der offiziellen Pressemitteilung vonseiten des MWK. Die Zukunftsdiskurse machten deutlich, „dass unsere Hochschulen wichtige Orte für zukunftsorientierte Debatten sind“.

Mit 120.000 Euro wird das „Zukunftsforum Gesundheit“ des GesundheitsCampus Osnabrück (GCO) gefördert, der von Hochschule und Universität getragen wird. „Begriffe wie Pflegenotstand, Landarztmangel oder Kliniksterben nehmen in der öffentlichen Debatte viel Raum ein“, erklärt Dr. Daniel Kalthoff, Koordinator des GCO. „Mit verschiedenen Dialogformaten wollen wir unseren Beitrag zur Versachlichung des Diskurses leisten und Wissenschaft, Praxis sowie
Bürgerinnen und Bürger zusammenbringen.“

Konkrete Formate sind ein „Rotes Sofa“, das etwa in Krankenhäusern, in Pflegeheimen oder auch auf Marktplätzen aufgestellt wird, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Auch Interviews mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Gesellschaft sollen geführt werden. Die Ergebnisse werden auf einer Online-Plattform abrufbar sein.

Mehr als 90.000 Euro gehen zudem an die Hochschule Osnabrück für das Projekt „Förderung von Zukunftsdiskursen in der Umweltkommunikation“. Antragstellerin ist Prof. Dr. Anne Schierenbeck vom Campus Lingen. „Wir freuen uns über die Förderung, denn für den Klimaschutz brauchen wir einen viel stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien und mehr Anstrengungen bei der Energieeinsparung. Dies möchten wir mit den entsprechenden Stakeholdern in unseren Zukunftsdiskursen gemeinsam erarbeiten.“

Im Zuge des Projektes soll es eine Reihe von Workshops zum Thema der Energieversorgung der Zukunft aus 100 Prozent erneuerbarer Energien geben. „Am Beispiel der Windenergie wird deutlich, wie wichtig dieser Diskurs ist. Der Ausbau ist im vergangenen Jahr fast zum Erliegen gekommen – auch weil viele Anlagen beklagt werden“, sagt die Professorin für Energiemanagement. Unter anderem soll in den Workshops eine Simulations-Software für Erneuerbare Energie-Szenarien zum Einsatz kommen. Bei dieser Methodik werden die Teil-nehmenden zu ihren Ansprüchen im Bereich des Konsumverhaltens, der Mobilität oder auch der Wohnbedingungen befragt.

Weitere Informationen für die Medien
Dr. Daniel Kalthoff, Koordinator GesundheitsCampus Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2060
E-Mail: kalthoff@gesundheitscampus-osnabrueck.de

Prof. Dr. Anne Schierenbeck, Hochschule Osnabrück
Energiemanagement
Tel.: +49 591 80098 210
E-Mail: a.schierenbeck@hs-osnabrueck.de

]]>
news-8723.atom Uni Jazz Night - Die Universität Osnabrück lädt am Samstag, 1. Februar, ins Blue Note 2020-01-28T12:20:09+01:00 2020-01-28T12:17:49+01:00 Die Jazzer des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück werden am Samstag, 1. Februar, den Besuchern der „Uni Jazz Night“ im Blue Note wieder ein äußerst abwechslungsreiches Programm bieten. Mit dabei sind die „Uni Big Band“, die Jazz Combos „There they step“ und „Mr. Finish Line“. Die Leitung haben Peter Witte, Joachim Raffel und Arnold Ogrodni. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen für die Redaktionen:
Unimusik, Universität Osnabrück
Neuer Graben / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8722.atom Hilfe bei der Wahl des Studiums - Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2020-01-28T11:45:45+01:00 2020-01-28T11:44:03+01:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet am Dienstag, 4. Februar, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969-4999
info@zsb-os.de

]]>
news-8721.atom Als Anwälte nach Bukarest - Jura-Studentinnen der Uni Osnabrück gelingt großer Zwischenerfolg im European Law Moot Court 2020-01-28T10:50:17+01:00 2020-01-28T10:45:48+01:00 Im European Law Moot Court (ELMC), einem internationalen Studentenwettbewerb, ist dem Team des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück ein großer Zwischenerfolg gelungen. Die Studentinnen Bahar Basar, Katharina Brennecke, Virginia Ruppert und Clara Schönhoff qualifizierten sich für das Regionalfinale. Als eines von 48 Teams aus ganz Europa dürfen die Studentinnen als Parteivertreter in den mündlichen Verhandlungen auftreten. Hierzu wird das Team Mitte Februar nach Bukarest reisen, um dort auf elf andere Teams zu treffen. Der ELMC ist ein internationaler Studentenwettbewerb, in welchem die teilnehmenden Teams in die Rolle von Anwälten schlüpfen und die Parteien eines fiktiven Rechtsstreits vor dem Europäischen Gerichtshof vertreten. Veranstalter dieser simulierten Gerichtsverhandlung zum Europarecht ist die 1988 gegründete European Law Moot Court Society. Gegenstand des Falls sind (meist aktuelle) Fragen zum Europarecht. In diesem Jahrgang ging es um die Vereinbarkeit eines Verbots des Schächtens von Tieren mit europäischen Grundrechten, Fragen rund um die Abschaffung der Zeitumstellung sowie Folgeprobleme, wenn ein Mitgliedstaat die Europäische Union verlässt. Die Bandbreite der Themen zeigt, dass sich das Team breit aufstellen und bisher unbekannte Rechtsfragen behandeln musste.

Das Studententeam nahm die Bearbeitung des Falls unter Anleitung des Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Oliver Dörr sowie der Coaches Patrick Hoffmann und Lena Hupe in Angriff. Die Studentinnen fertigten in der Qualifikationsphase von September bis Ende November letzten Jahres die Schriftsätze der Parteien an, welche sie nun in den mündlichen Verhandlungen des Regionalfinales als Vertreter der Parteien auf Englisch und Französisch präsentieren.  

Seit Abgabe der Schriftsätze Ende November bereitet sich das Team auf diese Aufgabe vor. Im Regionalfinale in Bukarest wird das Osnabrücker Team die Argumente der Parteien präsentieren und zugleich den „Richtern“ Rede und Antwort stehen. Im Falle des Erfolgs winkt die Teilnahme am sogenannten All European Final in Luxemburg. Dann hätten die Studentinnen die Möglichkeit, ihre Argumente dem „echten“ Europäischen Gerichtshof zu präsentieren.

Bevor es zum Regionalfinale nach Bukarest geht, steht für das Team noch je eine Reise zu einer Kanzlei nach Hamburg (GSK Stockmann) und nach Berlin (Posser, Spieth, Wolfers & Partners) auf dem Programm, um dort Feedback von erfahrenen Anwälten zu erhalten. Finanziell unterstützt durch die Übernahme der Reisekosten wird das Team außerdem durch die Kanzlei White & Case (Berlin).

Weitere Informationen zum Wettbewerb erteilt Patrick Hoffmann (patrick.hoffmann@uos.de); siehe auch www.doerr.jura.uni-osnabrueck.de bzw. http://www.europeanlawmootcourt.eu/.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Patrick Hoffmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institute
Süsterstraße 28, Raum 44/308
Tel: +49 541 969-6054
patrick.hoffmann@uos.de

]]>
news-8720.atom Praxisprojekt für den Insektenschutz – Bundesumweltministerium fördert angewandtes Forschungsvorhaben der Universität Osnabrück 2020-01-23T11:19:40+01:00 2020-01-23T11:17:41+01:00 Aufgrund des fortwährenden Insektenrückgangs hat das Bundesumweltministerium damit begonnen, Maßnahmen zum Insektenschutz durch die Förderung beispielhafter Projekte voranzutreiben. Im Rahmen der Grünen Woche wurde durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze nun der Förderbescheid für eines der ersten Praxisprojekte zum Insektenschutz überreicht. Gemeinsam mit der Stiftung KulturLandschaft Günztal und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird die Universität Osnabrück in diesem Forschungsvorhaben die Wirkung einer nachhaltigen Landwirtschaft für den Insektenschutz in einem der größten Grünlandgebiete Deutschlands evaluieren. Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt werden seit 2011 Vorhaben unterstützt, denen eine bundesweit repräsentative Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt zukommt. Die geförderten Projekte sollen langfristig durch die Etablierung nachhaltiger Nutzungsstrategien zu einer positiven Entwicklung der Artenvielfalt beitragen und das gesellschaftliche Bewusstsein für den Biodiversitätsschutz stärken. Der Erfolg dieser Maßnahmen soll dabei durch innovative Forschungsansätze überprüft werden.

„In enger Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern werden wir Maßnahmen erproben, die insektenfreundliche Bewirtschaftungsmethoden in eine breite Anwendung bringen und dazu beitragen, die Funktionsfähigkeit des regionalen Biotopverbunds zu verbessern“, betont der Ökologe apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann aus dem Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird dabei durch das Monitoring ausgewählter Insektenarten, ergänzt durch populationsgenetische Analysen, umfassend evaluiert. „Basierend auf den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Begleitforschung des Projektes werden wir bundesweit repräsentative Empfehlungen erarbeiten, wie der Insektenschutz in intensiv genutzten Agrarlandschaften zukünftig umgesetzt werden kann“, so Fartmann weiter. Dabei setzt das Projekt auf eine intensive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und eine ökonomische Tragfähigkeit der Maßnahmen.

Während der sechsjährigen Projektlaufzeit werden die zentralen Forderungen des Aktionsprogramms Insektenschutz konkretisiert und in die Praxis umgesetzt. Das Vorhaben wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und inhaltlich durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet.

Weitere Informationen zum Projekt unter:
„Insektenfreundliches Günztal – naturschonende Grünlandwirtschaft im Biotopverbund“: http://bit.ly/günz-insekt

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 3551
t.fartmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8719.atom Computerhardware, die sich neuen Anforderungen anpasst – Uni Osnabrück: Antrittsvorlesung von Prof. Dr.-Ing. Mario Porrmann 2020-01-23T09:24:34+01:00 2020-01-23T09:21:12+01:00 Anlässlich der Besetzung seiner Professur „Technische Informatik“ hält Prof. Dr.-Ing. Mario Porrmann am Freitag, 31. Januar, seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Adaptive heterogene Architekturen für eingebettete Systeme und Cognitive Edge Computing“. Veranstaltungsort ist der Helikoniensaal im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens (Albrechtstraße 29, Gebäude 64) der Universität Osnabrück. Beginn ist um 14 Uhr. Porrmann, geboren 1967, studierte Elektrotechnik an der Universität Dortmund und wurde 2001 an der Universität Paderborn über „Leistungsbewertung eingebetteter Neurocomputersysteme“ promoviert. Seine Post-Doc-Zeit verbrachte der Wissenschaftler als Akademischer Rat und später Oberrat am Fachgebiet Schaltungstechnik der Universität Paderborn. Hier hat er den neuen Forschungsbereich „Ressourceneffiziente und dynamisch rekonfigurierbare mikroelektronische Systeme“ aufgebaut.

Von 2010 bis 2012 leitete er als Vertretungsprofessor die Fachgruppe Schaltungstechnik im Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn. Ab Mai 2012 war er als Akademischer Direktor am Lehrstuhl Kognitronik und Sensorik im Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie der Universität Bielefeld tätig. Im Jahr 2011 erhielt Porrmann den Forschungspreis der Universität Paderborn für das Projekt „Fly Sense: Installation von drahtlosen Miniatursensoren mittels autonomer Flugroboter“ in Kooperation mit Prof. Dr. Hannes Frey und Dr. Eric Klemp.

Der renommierte Experte ist eng in die internationale Wissenschaftsgemeinschaft eingebunden und konnte bereits eine Vielzahl von national und europäisch geförderten Drittmittel- und Industrieprojekten mit einem Gesamtvolumen von mehreren Millionen Euro einwerben und erfolgreich durchführen.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich adaptiver heterogener Rechnerarchitekturen. Das bedeutet, die Hardware seiner Computer kann sich im Betrieb an neue Aufgaben oder Umgebungsbedingungen anpassen. Die von ihm entwickelten neuen Architekturkonzepte kommen beispielsweise im Bereich Industrie 4.0 oder in autonomen Robotern zum Einsatz. „Meine Forschungen an der Universität Osnabrück konzentrieren sich auf den Entwurf ressourceneffizienter Hardware-Plattformen für maschinelles Lernen in eingebetteten Systemen. Cognitive Edge Computing nennt sich dieser Ansatz, in dem die Rechenleistung aus den Rechenzentren in die mobilen Endgeräte verlagert wird. Die Einbindung in das Institut für Informatik bietet mir eine ausgezeichnete Infrastruktur für die geplanten Forschungs- und Industriekooperationen mit Unternehmen der Region“, so Porrmann.

In seiner Antrittsvorlesung gibt er einen Überblick über aktuelle und zukünftige wissenschaftliche Arbeiten. Die Bereitstellung hoher Rechenleistung in mobilen Geräten mit geringem Energiebudget ist für das Internet der Dinge sowohl im Bereich der Heimautomatisierung als auch im industriellen Umfeld von zentraler Bedeutung. Die vorgestellten Ansätze versprechen hier durch spezielle Anpassungen an die jeweiligen Anwendungsbereiche eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Energieeffizienz.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr.-Ing. Mario Porrmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Mathematik/ Informatik
Wachsbleiche 27,49090 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 2434
mario.porrmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8718.atom Auswirkungen der Digitalisierung auf die internationale Arbeitsteilung - Universität Osnabrück lädt am 28. Januar zu einem Gastvortrag ein 2020-01-22T09:57:07+01:00 2020-01-22T09:54:28+01:00 Das Fachgebiet Wirtschaftssoziologie des Instituts für Sozialwissenschaften lädt am Dienstag, 28. Januar, um 18 Uhr zu einem Gastvortrag des Soziologen Dr. Florian Butollo im Erweiterungsgebäude (Seminarstraße 20, Raum 15/E16) ein. Der Vortrag behandelt das Thema „De-Globalisierung? Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die internationale Arbeitsteilung“. Florian Butollo ist Sachverständiger in der Enquete Kommission „Künstliche Intelligenz“ des Deutschen Bundestages und Leiter der Forschungsgruppe „Arbeit in hochautomatisierten digital-hybriden Prozessen“ am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung).
Der Vortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung „Vertrauen und Akzeptanz in erweiterten und virtuellen Arbeitswelten“ des gleichnamigen Graduiertenkollegs der Universität Osnabrück statt.



Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hajo Holst, Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften
Seminarstr. 33, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4615
haholst@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8717.atom Geflüchtete und ihre Rolle für Frieden – Forschungsprojekt der Uni Osnabrück untersucht friedensfördernde Praktiken von Frauen in Flüchtlingslagern 2020-01-21T11:00:33+01:00 2020-01-21T10:59:04+01:00 Dass Konflikte und damit einhergehende Gewaltgefahren weltweit zu Flucht beitragen, belegen aktuelle Entwicklungen. Auch diverse Studien untersuchen diesen Zusammenhang. Doch der wissenschaftliche Fokus auf Konflikt und Gewalt droht, die Bedeutung von Frieden, insbesondere für Geflüchtete, zu vernachlässigen. Genau diesem Thema widmet sich das neue Forschungsvorhaben „Frauen, Flucht – und Frieden? Friedensfördernde Praktiken von Frauen in Flüchtlingslagern“ an der Universität Osnabrück. Das Projekt geht konkret der Frage nach, welche Bedeutungen Menschen und insbesondere Frauen, die vor gewaltsamen Konflikten geflohen sind, Frieden zumessen und wie sie sich für Frieden einsetzen. Das Vorhaben ergänzt also den Nexus von Konflikt und Flucht um die Komponente Frieden. Zur Untersuchung wird die Projektmitarbeiterin Nadine Segadlo im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma Forschung durchführen und mit Geflüchteten sprechen. Dadurch sollen gezielte Einblicke sowohl in die Friedensverständnisse als auch in die friedensfördernden Handlungen der geflüchteten Menschen und insbesondere der Frauen erhalten werden.

Mit der Wendung der Perspektive hin zu Frieden und den Ergebnissen möchte das Forschungsvorhaben wissenschaftliche Debatten zur Rolle von Frieden für und von Geflüchtete anregen. Neben der Schließung von Forschungslücken verfolgt das Projekt friedenspolitische Anliegen. Es zielt auf den Transfer von Erkenntnissen unter anderem mit humanitären Akteurinnen und Akteuren, um Aufschluss über geflüchtete Frauen als handelnde Akteurinnen und ihre friedensbezogenen Praktiken zu geben.

Das Projekt wird von Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) gefördert und unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Krause von Nadine Segadlo am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) und dem Institut für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück umgesetzt.
Weitere Informationen gibt es unter: https://www.imis.uni-osnabrueck.de/forschung/flucht_und_schutzsuchende/frauen_flucht_und_frieden.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ulrike Krause, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
und Institut für Sozialwissenschaften
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4785
ulrike.krause@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8716.atom Disney’s Dschungelbuch, Mozart und Haydn – A-Capella- und Schlosskonzert der Unimusik Osnabrück 2020-01-20T11:39:17+01:00 2020-01-20T11:36:49+01:00 Die Universitätsmusik lädt vom 25. bis 28. Januar gleich zu mehreren Konzerten ein: Zum einen wird mit drei Aufführungen ein Ausflug in „Disney’s Dschungelbuch a capella“ angeboten. Zum anderen präsentiert das Osnabrücker Sinfonieorchester in der Jubiläumsspielzeit das erste Schlosskonzert „Mozart – Haydn konzertant“. Der Popchor der Universität „UniPopOs“ unter der Leitung von Aaron Bredemeier erzählt die Geschichte vom Menschenskind Mogli wieder neu: der Panther Baghira, die Schlange Kaa, Elefantenoberst Colonel Hathi, Orang-Utan King Louie und natürlich Balu, der Bär. Schon beim Lesen der Namen sieht man nicht nur ihre Bilder vor dem inneren Auge, auch ihre Melodien klingen sofort im Kopf. Diese hat der Popchor in diesem Semester in neuen und altbewährten Chorarrangements einstudiert. Die Konzerte finden am 25. Januar um 17 Uhr und am 26. Januar um 19 Uhr in der Kneipe „Balou“ (Seminarstraße 32, 49074 Osnabrück) statt. Außerdem wird es ein Konzert am 28. Januar um 19 Uhr in der Schlossaula geben.

Für die Konzerte im Balou werden dort Verzehrgutscheine als Eintrittskarten verkauft. Tickets für das Konzert in der Aula können unter folgendem Link online erworben werden: https://tickets.uni-osnabrueck.de/unimusik/

Am 25. Januar um 18 Uhr lädt die Universitätsmusik zudem in die Aula des Schlosses ein. Das Osnabrücker Sinfonieorchester unter der Leitung von Daniel Inbal präsentiert in der Jubiläumsspielzeit das erste Schlosskonzert „Mozart - Haydn konzertant“. Mitglieder des Orchesters stehen als Solistinnen und Solisten im Fokus. Dabei spielen sie neben Solokonzerten auch Werke einer bestimmten Gattung: der Sinfonia concertante. Bei dieser wird das Prinzip des Konzertierens noch gesteigert, denn mindestens zwei Soloinstrumente sind dem Orchester gegenübergestellt. Mal ergibt sich daraus eine Art musikalische Konversation mit mehreren Beteiligten, mal entwickelt sich ein spannender musikalischer Wettstreit. All das ist nicht nur in den Werken selbst zu erleben, sondern wird auch in vorausgehenden Moderationen mit Klangbeispielen erläutert.

Der Eintritt für das Konzert liegt bei 20 Euro. Schüler und Studierende bezahlen 10 Euro, Studierende der Universität Osnabrück 7 Euro.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8712.atom Weiterbildung für Pflege- und Gesundheitsberufe - Universität Osnabrück richtet Fachtagung in Wolfsburg mit aus – Webinare ab März Utz Lederbogen 2020-01-17T13:32:50+01:00 2020-01-17T13:30:01+01:00 In einer Gesellschaft, in der Wissensbestände sich fortlaufend erneuern und erweitern, hat eine kontinuierliche Weiterbildung wachsende Bedeutung. Dies gilt auch für das Gesundheitswesen. Am Donnerstag, 20. Februar, treffen sich Expertinnen und Experten unter Beteiligung der Universität Osnabrück an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg, um sich über bisherige und neue Weiterbildungsangebote für Pflege- und Gesundheitsberufe auszutauschen. Nähere Informationen: https://www.ostfalia.de/cms/de/g/fakultaet/Fachtagungen/ Eine Anmeldung ist noch bis 30. Januar möglich. Veranstalter sind die Forschungsverbünde „Aufbau berufsbegleitender Studienangebote in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften“ (PuG) und „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des lebenslangen Lernens (KeGL), an denen die Universität Osnabrück beteiligt ist. In der Zielsetzung der Zertifikationsangebote sind die Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen, Aspekte der Qualitätsentwicklung, des Innovationstransfers, der Steigerung der Arbeitsplatzattraktivität, der Fachkräftebindung sowie der individuellen Karriereentwicklung.

Die Initiative geht zurück auf den Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“, der explizit Hochschulen als Akteure auf dem Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung anspricht. „Die Förderprojekte der beiden weitgehend im Bundesland Niedersachsen ansässigen Forschungsverbünde KeGL und PuG haben in diesem Kontext eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten entwickelt und erprobt, um Gesundheitsfachpersonal bestmöglich auf zukünftige Anforderungen der Gesundheitsversorgung vorzubereiten“, so die Veranstalter.

Vor Abschluss des Förderzeitraums werden auf der Fachtagung nun die Ergebnisse der Projekte vorgestellt und diskutiert. Auch über künftige Weiterbildungsangebote wird informiert. Prof. Dr. Birgit Babitsch vom Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) der Universität Osnabrück stellt Erkenntnisse aus den Projekten „Hochschulen als Partnerinnen für lebenslanges Lernen im Bereich der Gesundheitsberufe“ vor.
Nach der Fachtagung wird es ab März Online-Informationsveranstaltungen in Form von Webinaren geben.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Karin von Moeller, Universität Osnabrück
Abteilung New Public Health
Barbarastraße 22c, 49076 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 7016
E-Mail: karin.vonmoeller@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8709.atom Die Schriften Hannah Arendts: Vortrag über wegweisendes Editionsprojekt  2020-01-17T14:06:16+01:00 2020-01-17T12:16:27+01:00 „Hannah Arendt – zwischen Sprachen und Kulturen. Zu den ersten Bänden der „Kritischen Gesamtausgabe. Print und digital“", lautet der Titel eines Vortrages im Rahmen des Germanistischen Kolloquiums unter Leitung von Prof. Dr. Christoph König an der Universität Osnabrück. Am Montag, 20. Januar, spricht Prof. Dr. Barbara Hahn (Vanderbilt University, Nashville/Tennessee) um 18 Uhr im Osnabrücker Schlosshauptgebäude (Neuer Graben 29), Raum 11/212.  Barbara Hahn ist Professorin an der Vanderbilt Universitiy (Distinguished Professor of German / Max Kade Foundation Chair in German Studies). Sie promovierte an der FU Berlin und habilitierte sich an der Universität Hamburg. Zurzeit arbeitet sie am Editionsprojekt zu Hannah Arendt, an einem Editionsprojekt zu Rahel Varnhagens Briefen und Notizbüchern, an einer Monografie zu Hannah Arendt als Schriftstellerin zwischen den Sprachen und Kulturen sowie an einer Monografie über Liebe und Freundschaft. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der deutsch-jüdischen Literatur des 18.-20. Jahrhunderts. Zuletzt erschienen von ihr „Endlose Nacht. Träume im Jahrhundert der Gewalt“ (Suhrkamp 2016) und „Von den Dichtern erwarten wir die Wahrheit - Hannah Arendts Literaturen“ (Berlin 2007).

Arendt war eine der bedeutendsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts, Schülerin und Geliebte Heideggers, emigrierte sie 1933 aus Deutschland. Sie hat ein umfangreiches Werk zur politischen Philosophie, zur Ethik und Geschichte politischer Systeme verfasst. Bekannt ist sie unter anderem für ihren Bericht über den Eichmann-Prozess („Eichmann in Jerusalem“), in dem sie das Wort von der „Banalität des Bösen“ prägte. Brieflich war sie in Kontakt mit Gershom Sholem, sie sprachen über Israel, über die Geschichte jüdischer Intellektualität und Religion, über den gemeinsamen Freund Walter Benjamin, dessen Selbstmord und Werkvermächtnis und waren durchaus uneins. So wurde Hannah Arendt eine singuläre und wirkmächtige Stimme, die wichtige Ereignisse des 20. Jahrhunderts auf kontroverse Weise kommentierte und bis heute im Gespräch ist.

Die Kritische Gesamtausgabe präsentiert erstmalig alle veröffentlichten und unveröffentlichten Werke Hannah Arendts als wissenschaftlich gesicherte und kommentierte Textgrundlage. Hannah Arendt hat so gut wie alle ihre Schriften in mehr als einer Sprache, auf Englisch und auf Deutsch, verfasst. Diese grundlegend plurale Dimension ihres Werks wird mit dieser Ausgabe zum ersten Mal erschließbar. Die Kritische Gesamtausgabe ist dem Textkorpus angemessen und technisch innovativ als Hybrid-Edition (Print und Digital) konzipiert: Buch und Webportal optimieren dabei die Potentiale des jeweiligen Mediums in systematischer Verschränkung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. Dr. Christoph König, Universität Osnabrück

Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4030

christoph.koenig@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8708.atom Auf ins Studium – Universität und Hochschule Osnabrück informieren Studieninteressierte 2020-01-16T11:42:09+01:00 2020-01-16T11:37:48+01:00 Am Dienstag, 21. Januar, hält die Zentrale Studienberatung der Hochschule und Universität Osnabrück einen Informationsvortrag zum Studium in Osnabrück. Die Veranstaltung findet von 17 bis 18.30 Uhr am Campus Westerberg im Universitätsgebäude an der Barbarastraße 11, Raum 35/E23-E24, statt. Die Hochschule und die Universität Osnabrück bieten insgesamt rund 280 verschiedene Studiengänge an. In der Veranstaltung wird auf grundlegende Fragen rund um die Themen Fächerwahl und -kombination, Zugangsvoraussetzungen und Auswahlverfahren eingegangen. Außerdem werden Hinweise zum Bewerbungsverfahren gegeben und Recherchemöglichkeiten aufgezeigt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

]]>
news-8707.atom „Die Verwaltung der Armut“ – Neues Projekt an der Universität Osnabrück zur Erforschung der Armenfürsorge gestartet 2020-01-16T10:37:54+01:00 2020-01-16T10:36:30+01:00 Zum Auftakt des neuen Jahres hat am Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Siegrid Westphal das Projekt „Die Verwaltung der Armut – Armenfürsorge und Stiftungswesen in der Stadt Osnabrück von 1600–1810“ begonnen. Finanziell unterstützt wird es von den Evangelischen Stiftungen Osnabrück. Ziel dieses Projektes ist es, den Aufbau, die Verwaltung sowie die Finanzierung der frühneuzeitlichen Institutionen der Armenfürsorge zu untersuchen. „Armut“ und „Armenfürsorge“ waren und sind auch heute noch von großer Relevanz, ihrer Entwicklung wurde dennoch bisher wenig Beachtung von der historischen Forschung geschenkt. Dies zeigt auch das Beispiel der Stadt Osnabrück, deren Armenfürsorge bisher nur sporadisch erforscht wurde. So sind die Konzeption des Fürsorgewesens bis zum Ende des 16. Jahrhunderts sowie die sozialpolitischen Maßnahmen Osnabrücks ab dem 19. Jahrhundert bereits näher untersucht worden, während die Zeit von 1600 bis 1810 eine Lücke bildet.

Das nun gestartete Projekt will im Rahmen eines dreijährigen Dissertationsprojektes diese Lücke schließen und unter Einbeziehung der bisherigen Forschungserkenntnisse eine Gesamtdarstellung der Armenfürsorge seit dem Spätmittelalter bis in das 19. Jahrhundert vorlegen.

Eine breite Quellenbasis dafür bieten unter anderem die im Niedersächsischen Landesarchiv - Abteilung Osnabrück überlieferten Stiftungsurkunden und -satzungen, die Akten der Hospitäler, des Waisenhofes und der verschiedenen Fonds sowie die städtischen Verordnungen zur Armenfürsorge.

„Das Ziel ist es, die Entwicklung der bis 1810 dezentralen Armenfürsorge in der Stadt Osnabrück zu erforschen und Kontinuitätslinien sowie Wandlungsprozesse aufzuzeigen. Im Speziellen wird danach gefragt, welche Wirkung die besondere (bi)konfessionelle Situation des 17. und18. Jahrhunderts in Osnabrück auf die Armenfürsorge hatte“, so Prof. Dr. Siegrid Westphal, Leiterin des Projekts. Darüber hinaus befasst sich die Untersuchung damit, welche Akteure das Geschehen beeinflussten und ob politische Ereignisse wie der Westfälische Frieden oder die Aufklärung als geistiger Strömung zu Umbrüchen führten

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit &
Forschungszentrum IKFN
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4418
siegrid.westphal@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8706.atom Bewerten in Echtzeit – Forschungsprojekt an der Universität Osnabrück entwickelt Bewertungs-Tool weiter 2020-01-15T11:00:16+01:00 2020-01-15T10:59:03+01:00 Musik, Videos oder Live-Ereignisse in Echtzeit bewerten und das auf jedem Endgerät: Dies soll möglich werden mit der Anwendung „emoTouch Web“, die im Rahmen eines Forschungsprojektes des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück seit Anfang Januar entwickelt wird. Gefördert wird das Projekt von der VolkswagenStiftung. Schon 2013 entwickelte die Professur für Systematische Musikwissenschaft der Universität Osnabrück die Vorgänger-App „emoTouch“. Die Anwendung macht es möglich, auf bestimmten Endgeräten auf wiedergegebene Musik, Filme sowie Live-Performances in ein oder zwei Dimensionen direkt zu reagieren. emoTouch Web entwickelt das Konzept der Vorgänger-App nun inhaltlich, methodisch und technologisch umfassend weiter.

„emoTouch Web macht aus jedem modernen Smartphone oder Tablet mit den Betriebssystemen iOS oder Android ein vielfältig einsetzbares wissenschaftliches Forschungswerkzeug, mit dem Musik, Videos oder Live-Ereignisse in 'Echtzeit' bewertet werden können“, so Prof. Dr. Christoph Louven, Leiter des Forschungsprojekts. „emoTouch Web wurde zwar angeregt durch die Bedürfnisse der Forschung im Bereich der musikalischen Emotionspsychologie und Publikumsforschung, bietet aber eine vollständige Flexibilität und freie Konfigurierbarkeit des Probandeninterface, der Instruktionen, Programmabläufe und Datenprotokollierung. Dies erweitert die Anwendungsfelder über musikbezogene Fragen hinaus auch auf die Forschung in anderen zeitgebunden Künsten wie Theater, Tanz oder Film, aber auch beispielsweise die Verwendung in anderen prozesshaften, zeitgebunden sich entwickelnden Situationen, etwa als Bewertungs- und Feedback-System in Lehrveranstaltungen, bei Vorträgen oder zur Erforschung politischer Kommunikation“, so Louven weiter.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. phil. Christoph Louven, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4592
christoph.louven@uos.de

]]>
news-8704.atom Künstliche Intelligenz und die Zukunft des Menschen - Universitätsrede am 30. Januar mit Prof. Dr. Ipke Wachsmuth Utz Lederbogen 2020-01-14T12:50:49+01:00 2020-01-14T12:47:14+01:00 Wie die Zukunft des Menschen aussieht, wenn Maschinen uns bei vielen Aufgaben überflügeln oder sie die Produktion unserer Güter übernehmen, diskutiert Prof Dr. Ipke Wachsmuth von der Universität Bielefeld am Donnerstag, 30. Januar, bei der diesjährigen Universitätsrede der Universität Osnabrück. Beginn ist um 18 Uhr. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Egal ob mit Sprachassistenten, Smart Homes oder Robotern: Künstliche Intelligenz dringt in unser Leben vor. Sie bietet Chancen, menschliche Fähigkeiten zu ergänzen, die Informationsflut zu bewältigen und die Arbeitseffizienz zu steigern. Gleichzeitig erzeugt sie aber auch Ängste. Thema des Vortrags von Prof. Wachsmuth wird unter anderem sein, ob sich Gefahren abwenden lassen, zum Beispiel durch Programmierungen von Regeln, wie sie auch für das autonome Fahren diskutiert werden. Auch ethische Aspekte werden aufgegriffen und er geht auch darauf ein, ob künstliche Intelligenz uns in der Zukunft überlegen sein wird.

Prof. Wachsmuth hat mehr als 25 Jahre Informatik und Künstliche Intelligenz an der Universität Bielefeld gelehrt. Er war dort 1990 Gründungsmitglied der Technischen Fakultät und von 2002 bis 2009 auch Direktor des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF). Nach dem Mathematik-Studium und seiner Promotion an der Universität Hannover hat er an der Universität Osnabrück, der Northern Illinois University, USA und bei IBM Deutschland gearbeitet.
Am Bielefelder Center for Cognitive Interaction Technology (CITEC) befasst er sich jetzt mit philosophischen und ethischen Fragen der Künstlichen Intelligenz und Robotik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Hinweis: Medientreter/innen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Bitte melden Sie sich per Mail beim Pressesprecher Utz Lederbogen, E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de, an.

]]>
news-8703.atom Von Queen bis Barbie-Girl – Konzerte der Klassen-Unimusik 2020-01-14T09:47:17+01:00 2020-01-14T09:45:33+01:00 Am 21. und 22. Januar lädt die Universitätsmusik Osnabrück um jeweils 19 Uhr zur „Klassen-Unimusik“ ein. Unter dem Titel „Celebration“ präsentieren die Bläserklassen und weitere musikalische Ensembles der Gesamtschule Schinkel ihre persönlichen Hits. Veranstaltungsort ist die Aula im Schlosshauptgebäude. Der Eintritt ist frei. Studierende des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück arrangierten unter der Leitung von Peter Witte die Songwünsche der Lehrer und Schüler – eigens zugeschnitten für die jeweiligen Ensembles – und studierten diese mit ihnen in den Orchesterstunden in der Schule ein. An beiden Abenden wird es eine abwechslungsreiche Songzusammenstellung von Rap bis Musical und von Queen bis Barbie-Girl geben.




Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8702.atom Nachhaltig in die Zukunft denken – Weitere Ausgabe des Philosophischen Cafés Osnabrück 2020-01-13T11:02:19+01:00 2020-01-13T11:00:03+01:00 Im Philosophischen Café Osnabrück geht es am Sonntag,19. Januar, um ökologische Maßstäbe für ein nachhaltiges Leben in Hinsicht auf zukünftige Entwicklungen: Wie kann ein Raubbau an der Natur vermieden werden, so dass die lebendigen Kräfte und deren Umwelten sich ständig regenerieren können? Die Diskussion findet im Kinocafé BlueNote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16, Osnabrück) ab 11.30 Uhr statt. Im Zentrum stehen fachbezogene Beiträge von Prof. Dr. Markus Große Ophoff (Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt). Thesen zur langfristigen Planung in Gesellschaften und zur Zukunftsethik stellen die Professoren Elk Franke, Arnim Regenbogen, Harald Kerber und Reinhold Mokrosch vor.

Bei den Gesprächen mit den Teilnehmenden geht es um die Erhaltung natürlicher Ressourcen im Interesse nicht nur der Menschheit, sondern auch der gesamten Biosphäre.

 

Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2021 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter www.cinema-arthouse.de („Kinocafés“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Tel.: +49 0541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8700.atom Sinne im Kulturkontakt: Vortrag an der Uni Osnabrück über Sinnesirritation, Geschlecht und Kommunikation 2020-01-10T09:24:39+01:00 2020-01-10T09:22:59+01:00 Am Freitag, 17. Januar, lädt das Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) in seiner Vortragsreihe „Gefühle in Bewegung. Affekte – Geschlecht – Raum in der Frühen Neuzeit“ zum zweiten Vortrag im Wintersemester 2019/20 ein. Prof. Dr. Daniela Hacke von der Freien Universität Berlin wird zum Thema „Sinne im Kulturkontakt. Sinnesirritation, Geschlecht und Kommunikation in englischen Nordamerikaberichten des 16. und 17. Jahrhunderts“ referieren. Der Vortrag findet um 13 Uhr im Schlosshauptgebäude in Raum 11/211 statt. Die Sensory History verfügt über eine dynamische Historiographie zur Kulturgeschichte der Sinne. Auffällig ist die in den letzten Jahren vollzogene Neujustierung einiger methodischer und forschungsrelevanter Schwerpunkte; so hat sich die Sensory History von einer Ideengeschichte zur Geschichte der Praktiken der sinnlichen Wahrnehmung, von der Erforschung der leitenden Sinne (Auge und Ohr) zu einer vermehrten Berücksichtigung auch der sogenannten niederen Sinne (Geruch, Geschmack, Tastsinn) entwickelt. Diesen methodischen Potentialen zum Trotz wird die Sensory History überwiegend innerhalb nationaler Narrative und begrenzter Untersuchungsräume (Städte, Länder) betrieben; zudem ist sie überwiegend als eine europäische Errungenschaft der westlichen Zivilisation geschrieben worden.

Diese thematische und methodische Engführung soll in dem Vortrag überwunden werden. Sensory History wird neu als eine Geschichte der Begegnung verschiedener Sinnessysteme und – soweit möglich – als Geschichte des transkulturellen Austausches konzipiert. Im Fokus steht die Erforschung von Funktion und Bedeutung der Sinne in frühneuzeitlichen Kontaktzonen und Begegnungsräumen. Auf der Grundlage englischer Berichte von First (and Second) Cultural Encounter in Nordamerika werden die geschlechtsspezifischen Sinnesirritationen europäischer Reisender im Kontext von Wahrnehmungs- und Kommunikationsstrukturen analysiert. 

Die Historikerin Prof. Dr. Daniela Hacke hat seit März 2015 die Professur für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Freien Universität Berlin inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der historischen Sinnesforschung, der Wissensgeschichte sowie der Religions- und Konfessionsgeschichte.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4859
ikfn@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8698.atom Vernetzung der Flucht- und Flüchtlingsforschung - Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert umfangreiches Projekt Utz Lederbogen 2020-01-09T14:45:38+01:00 2020-01-09T13:42:00+01:00 Seit 2014/15 erlebt die Forschung zu Flucht und Schutzsuchenden in Deutschland und Europa, parallel zum zwischenzeitlichen Anstieg der Zahl der Asylanträge, eine Konjunktur. Viele Projekte und Publikationen wurden initiiert, zahlreiche Vorträge und Tagungen fanden statt. Um die Flucht- und Flüchtlingsforschung stärker zu vernetzen und im akademischen Betrieb zu verankern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun für fünf Jahre mit rund 3,7 Millionen Euro das Verbundprojekt „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“. Beteiligt an dem Projekt sind das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück, das Bonn International Center for Conversion (BICC), das Centre for Human Rights der Universität Erlangen-Nürnberg (CHREN) und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn.

„Die bisherigen wissenschaftlichen Aktivitäten haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, zu verstehen und zu erklären, aus welchen Gründen Menschen weltweit vertrieben werden oder fliehen“, so IMIS-Direktor und Verbundleiter Prof. Dr. Andreas Pott. Auch ließen sie deutlich werden, warum in einigen europäischen Gesellschaften die Bereitschaft, Schutzsuchende aufzunehmen, in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wesentlich höher war als in anderen.

Trotz des erheblichen Anstiegs der wissenschaftlichen Aktivitäten und trotz des Interesses an den Ergebnissen ist die Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland allerdings bislang kaum institutionell verankert. „Es gibt keine wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich vorrangig mit diesem Themenkomplex beschäftigen, eine äußerst geringe Zahl von Professuren, keine Studiengänge, viele Forscherinnen und Forscher und Projekte, die vereinzelt arbeiten, aber nur in geringem Umfang miteinander vernetzt sind“, resümiert Prof. Pott.

„Unser Ziel ist es, die Vernetzung der Flucht- und Flüchtlingsforschung nicht nur national voranzubringen, sondern die deutsche Forschung auch international stärker sichtbar zu machen“, so Pott. „Immerhin befinden sich die weltweit wichtigsten Zentren der Fluchtforschung in Großbritannien, Kanada und den USA.“ Im Rahmen eines umfangreichen Fellow-Programms sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an die vier beteiligten Institute geholt werden, um den Austausch zu fördern.

Konkrete Aktivitäten des Verbundprojektes bestehen nicht nur darin, durch Workshops und Tagungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fächer zusammenzuführen und ins Gespräch zu bringen. Mitprojektleiterin Prof. Dr. Ulrike Krause, die am IMIS die bundesweit einzige Juniorprofessur für Flucht- und Flüchtlingsforschung inne hat, sagt: „Wir haben uns außerdem vorgenommen, einen universitätsübergreifenden Studiengang zur Flucht- und Flüchtlingsforschung zu entwickeln. Darüber hinaus besteht ein wesentliches Ziel darin, die Ergebnisse der Forschung verstärkt in die Öffentlichkeit zu bringen.“ Hierzu gehören Veranstaltungen für die Medien, eine eigene Internet-Plattform, aber auch die Herausgabe eines neuartigen „Fluchtberichts“, der über die Hintergründe, Bedingungen und Folgen aktueller Ereignisse im weltweiten Fluchtgeschehen informieren soll.

Dass das Verbundprojekt mit einem Hauptanteil in Osnabrück angesiedelt wird, ist auch das Ergebnis jahrzehntelanger dortiger wissenschaftlicher Aktivitäten zum Thema: „Wir betreiben am IMIS seit seiner Gründung im Jahr 1990 Forschung zum Thema Flucht und deren Folgen, sind also alles andere als ein neuer Mitspieler im Feld der Flucht- und Flüchtlingsforschung“, sagt Co-Projektleiter Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer.

Weitere Informationen für die Medien:
Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4384
E-Mail: imis@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8697.atom Maschinen lernen das Lernen – Universität Osnabrück erhält Stiftungsprofessur „Maschinelles Lernen“ 2020-01-09T12:32:17+01:00 2020-01-09T12:29:54+01:00 Künstliche Intelligenz (KI) wirkt in die Arbeitswelt, das private Umfeld und die gesamtgesellschaftliche Entwicklung hinein. Der KI-Campus der Universität Osnabrück ist ein bundesweit beachteter Hotspot zu dieser Thematik und den damit zusammenhängenden sozialen, ethischen und rechtlichen Implikationen. Dank eines weitreichenden großzügigen finanziellen und ideellen Engagements vier mittelständischer Unternehmen, der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim sowie der Stadt und des Landkreises Osnabrück erfährt der Campus nun durch die Einrichtung einer Stiftungsprofessur „Maschinelles Lernen“ eine weitere Aufwertung. „Mit dieser Professur können wir unsere bereits bestehende eindrucksvolle Expertise im Bereich Digitalisierung und KI weiter ausbauen“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl. „Dies ist nur möglich durch das Engagement unserer regionalen Partner aus Wirtschaft, Stadt und Land, denen ich an dieser Stelle noch einmal im Namen der gesamten Universität danken möchte.“

Für die Finanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro haben sich die Kampmann GmbH, die Felix Schoeller Holding GmbH & Co. KG, die Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH & Co. KG, die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die IHK sowie Stadt und Landkreis zusammengeschlossen. Jedes der beteiligten Unternehmen und die IHK über die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim gGmbHbeteiligen sich jeweils mit 100.000 Euro, Stadt und Landkreis mit jeweils 500.000 Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren; die Verstetigung der Professur übernimmt die Universität.

„Die Stadt beteiligt sich an diesem Projekt, nicht nur, weil KI ein Zukunftsthema für die Forschung und den Standort ist, sondern auch, weil es das alltägliche Leben in unserer Gesellschaft stark verändern wird“, betont der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, während die Erste Kreisrätin des Landkreises, Bärbel Rosensträter, hinzufügt: „An dieser konzertierten Aktion, zu der sich so viele Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammengefunden haben, zeigt sich für mich wieder einmal, was alles möglich ist, wenn man Ideen gemeinsam umzusetzen auch gewillt ist.“
Angesiedelt wird die Stiftungsprofessur im renommierten Institut für Kognitionswissenschaft, wie Prof. Dr. Gunther Heidemann erklärt: „Die Kognitionswissenschaft und die KI im Allgemeinen haben in den letzten Jahren einen immensen Aufschwung erlebt, in dem die neuen Verfahren des Maschinellen Lernens, insbesondere tiefe neuronale Netze, eine zentrale Rolle spielen.“ So müssen neuronale Netze nicht mit explizit modelliertem Wissen versorgt werden, sondern lernen aus Beispielen. Erst dadurch wird die Verarbeitung komplexer Muster, etwa in der Bild- und Videoanalyse, überhaupt möglich. Solche neuronale Verfahren existieren schon lange, doch haben sie durch rapide gestiegene Rechenleistung und algorithmische Verbesserungen in den letzten zehn Jahren immens an Bedeutung gewonnen. „Daher kommt die Stiftungsprofessur gerade zum richtigen Zeitpunkt.“

Begrüßenswert sei, dass die Denomination nicht allein auf das Haupt- und Modethema "Tiefe Neuronale Netze" fokussiert, sondern den wesentlich breiteren Blickwinkel des Maschinellen Lernens umfasst, wie der Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie, Prof. Dr. Thomas Bals hinzufügt. „Damit wird die Professur hervorragend an die im Institut für Kognitionswissenschaft angesiedelten Professuren anknüpfen, insbesondere an die Arbeitsgruppen Künstliche Intelligenz, Biologisch orientierte Computer-Vision, Neuroinformatik und die neu einzurichtenden Professuren aus der Digitalisierungsinitiative.“

Aus Sicht der beteiligten Unternehmen ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte, die zugunsten eines Engagements für die neue Professur sprechen. Einer der wesentlichen ist der Bedarf nach qualifizierten wissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von der Universität in die jeweiligen Firmen kommen. „Die zunehmende Digitalisierung bringt es mit sich, dass die von uns gesuchten Fachkräfte in diesem Bereich gut ausgebildet sein müssen“, erklärt Hendrik Kampmann von der Kampmann GmbH. „Dafür wollen wir durch unsere Beteiligung an der Stiftungsprofessur einen Beitrag leisten“, ergänzt Jan Horstmann von der Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH & Co. KG.Und Gerhard Hochstein von der Felix Schoeller Holding GmbH & Co. KG fügt hinzu: „In den letzten Jahren hat es sich gezeigt, dass Unternehmen leicht ins Hintertreffen geraten können, wenn sie es verpassen, innovative technische Ideen umsetzen, dafür sind qualifizierte Fachkräfte unverzichtbar.“ Ein Aspekt, den ebenfalls Ansgar Pohlmann von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte hervorhebt: „Auch für Traditionsunternehmen ist technische Innovation unabdingbar, und hier Schritt zu halten geht nur mit Fachkräften, die hervorragend ausgebildet worden sind.“

Zusammengefasst wird die große Bedeutung dieser Professur für die Unternehmenslandschaft der Region auch vom IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf: "Die Unternehmen suchen nach universitär ausgebildeten Fachkräften, um sich in ihren Märkten zu behaupten. Damit sie den durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz angetriebenen Veränderungen gerecht werden können, ist eine solche Professur ein wichtiges Hilfsmittel. Sie fügt sich im übrigen nahtlos in das bereits bestehende Ensemble von bereits drei anderen Stiftungsprofessuren der Universität zu diesem Themenbereich ein.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8696.atom Fahrplan zum globalen Insektenschutz – Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Osnabrück stellt Maßnahmen vor 2020-01-09T10:45:49+01:00 2020-01-09T10:41:31+01:00 Der weltweite Insektenrückgang hat ein bisher unbekanntes Ausmaß erreicht. Ein internationales Team von mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Beteiligung des Ökologen apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück hat nun ein Konzept erstellt, wie man dieser Entwicklung entgegenwirken kann. Der Fahrplan zum globalen Insektenschutz ist in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution erschienen. Er umfasst Maßnahmen, die sowohl aus ökologischer als auch gesellschaftlicher Sicht sinnvoll sind und betont zudem die Notwendigkeit eines standardisierten Monitorings zur Erfassung der weltweiten Insektenbestände.

„Der Fahrplan zielt darauf ab, schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, die dem weltweiten Insektenrückgang entgegenwirken“, betont der Initiator der Studie Professor Jeff Harvey vom Niederländischen Institut für Ökologie (NIOO-KNAW) und der Universität Amsterdam (VU Amsterdam). Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Insektenarten weltweit unter anthropogen bedingten Umweltveränderungen, wie zum Beispiel Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Nährstoffeinträgen, Pestizideinsatz, dem Einfluss invasiver Arten und der Übernutzung von Ökosystemen leiden. „Mit dem Fahrplan zum globalen Insektenschutz möchten wir den aktuellen Wissensstand zum Insektenrückgang zusammentragen und im Austausch mit verschiedenen Interessensgruppen wie Politik, Landwirtschaft und Naturschutz möglichst in die Praxis umsetzen,“ so Harvey weiterhin.

Fartmann ist Autor zahlreicher Studien zum Insektenschutz und derzeit an der Entwicklung des Insektenmonitorings in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen beteiligt. Aufgrund der breiten öffentlichen Debatte zum Insektensterben in Deutschland haben die Regierungen des Bundes und der Länder hierzulande reagiert und damit begonnen, Maßnahmen zu ergreifen, die zum Erhalt und zur Wiederherstellung der mitteleuropäischen Insektenfauna beitragen sollen. „Da es sich beim Insektensterben jedoch nicht um ein regionales, sondern um ein weltweites Phänomen handelt, sollten auch auf globaler Ebene die Aktivitäten zum Insektenschutz intensiviert werden,“ erläutert Fartmann. Es gibt vermehrt wissenschaftliche Belege, dass die Anzahl der Insekten und deren Artenvielfalt artengruppenübergreifend weltweit abnehmen. Da Insekten bedeutende Ökosystemdienstleistungen, wie beispielsweise die Bestäubung von Nutzpflanzen und die Regulierung von Schädlingsbeständen erfüllen, muss davon ausgegangen werden, dass der weltweite Insektenrückgang ohne zeitnahes Handeln nicht nur ökologische sondern auch gesellschaftliche Konsequenzen haben wird.

In seiner Studie führt das Forscherteam Handlungsschritte auf, die unmittelbar, mittelfristig und langfristig zum Erhalt und zur Wiederherstellung der Insektenfauna beitragen sollen. „Basierend auf dem aktuellen Kenntnisstand können bereits jetzt Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die dazu beitragen, Lebensräume für Insekten und strukturreiche Landschaften zu fördern und wiederherzustellen“, so Fartmann. Es werden jedoch mittelfristig neue Forschungsaktivitäten erforderlich sein, die die komplexen Wechselwirkungen zwischen den Ursachen des Insektensterbens mit innovativen Ansätzen untersuchen. Durch den Aufbau öffentlich-privater Partnerschaften und nachhaltigen Finanzierungskonzepten, können Maßnahmen zum Insektenschutz langfristig gesichert werden. Die Entwicklung der weltweiten Insektenbestände und der Erfolg dieser Maßnahmen sollte global durch ein standardisiertes Monitoring überprüft werden. Die Wissenschaftler hoffen, dass ihr Konzept eine möglichst breite Resonanz in der Naturschutzpraxis findet und auch im deutschen Aktionsprogramm Insektenschutz berücksichtigt wird. Nur durch großflächige Veränderungen hin zu einer naturverträglichen Landbewirtschaftung, einer Verbesserung des Managements von Lebensräumen und einer nachhaltigen Stadtentwicklung kann der Zustand der globalen Insektenbestände langfristig verbessert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 3551
t.fartmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8695.atom Wie sieht die Zukunft der Schule aus? – Podiumsdiskussion an der Universität Osnabrück 2020-01-08T09:54:05+01:00 2020-01-08T09:51:38+01:00 Am Montag, 13. Januar, findet im Rahmen der Ringvorlesung „Lernen in der Zukunft – Schule im Jahr 2040“ eine Podiumsdiskussion statt. Sprechen werden Akteurinnen und Akteure aus dem Bildungsbereich der Stadt Osnabrück, um unter anderem einen Einblick in die Vorstellungen zur Gestaltung von Schule und Bildungsbereich in der Zukunft zu geben. Beginn ist um 18.15 Uhr in der Kolpingstraße 7 (Gebäude 01/B01). Die Diskussion ist öffentlich. Die Ringvorlesung und die Podiumsdiskussion wenden sich an Lehramtsstudierende der Universität Osnabrück und zugleich an interessierte Lehrkräfte aus der Region. Die Vorlesung wird von apl. Prof. Dr. Monika Fiegert und Prof. Dr. Ingrid Kunze (beide Lehrende der Abteilung Schulpädagogik des Instituts für Erziehungswissenschaft) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung der Universität Osnabrück durchgeführt und durch die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung gefördert.

Bezug nimmt sie auf Zukunftswerkstätten, die im Kontext des Bildungskongresses „Lernen für die Zukunft“ der Region Osnabrück und in Vorbereitung der Ringvorlesung stattfanden. Darin haben sich Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 19 Jahren, Lehr- und Fachkräfte sowie Studierende mit der aktuellen Situation im Bildungswesen auseinandergesetzt und Ideen für die Schule (bzw. Kita) der Zukunft entwickelt. Besonders häufig waren Wünsche und Forderungen nach mehr Mitsprache, Partizipation und gegenseitigem Respekt, einer Schularchitektur und Lernumgebung, die das Lernen unterstützt und in der man sich wohlfühlen kann, geäußert worden. Gefordert wurde außerdem eine Schule, die auf die Herausforderungen des (alltäglichen) Lebens vorbereitet. Punkte wie Digitalisierung, Klimawandel, Arbeitswelt, selbstbestimmtes Leben als Bürger und Konsument wurden in diesem Zuge genannt. Weiterhin wünschen sich die Jugendlichen eine Öffnung von Schule und Unterricht in die Stadt und Region und eine stärkere Ausrichtung auf die Themen Wirtschaft, Kultur und Sport.

„Wir erhoffen uns von der Diskussion und mit dem Podium Einblicke, welche Vorstellungen es zur Gestaltung von Schule und Bildungsbereich in der Zukunft gibt, wie Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse ablaufen und wie sich Lehrende und Lernende hier einbringen können. Für unsere Studierenden, die dies in den nächsten Jahrzehnten umsetzen werden, ist es wichtig, Gehör zu finden und zu verstehen, wie sich Veränderungen im Bildungswesen bewerkstelligen lassen“, so apl. Prof. Dr. Monika Fiegert.

An der Diskussion teilnehmen werden der Erste Stadtrat Wolfgang Beckermann (Fachbereiche „Bildung, Schule und Sport“, „Kultur“ und „Kinder, Jugend und Familien“), Heidrun Achler (Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses des Rats der Stadt Osnabrück), Marc Veeningen (Vorsitzender des Stadtelternrates), Michael Prior (Geschäftsführer der Bohnenkamp Stiftung), Anja Pawelzig (Netzwerk Gesamtschulen Region Osnabrück-Emsland), Julius Walkenhorst (ehemaliges Mitglied des Jugendparlaments der Stadt Osnabrück) und apl. Prof. Dr. Monika Fiegert. Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Ingrid Kunze.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Monika Fiegert, Universität Osnabrück
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Tel.: +49 0541 969 4868
mfiegert@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8693.atom Physik erleben! Universität Osnabrück lädt Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zum Probestudium ein Utz Lederbogen 2020-01-07T13:52:38+01:00 2020-01-07T13:47:53+01:00 In den Osterferien, vom 6. bis 8. April, findet an der Universität Osnabrück erneut ein dreitägiges Physik-Probestudium statt. Angesprochen sind Schülerinnen und Schüler der letzten beiden Oberstufenjahrgänge, die ein Physikstudium einmal ausprobieren möchten. Anmeldungen für das diesjährige Probestudium sind unter http:// www.physik-probestudium.de bis zum 22. März möglich. Weitere Auskünfte erteilt Dr. Monika Wesner, Tel. (0541) 969-2648, E-Mail: mwesner@uni-osnabrueck.de In den drei Tagen kann der Studienbetrieb im Fach Physik aktiv erlebt werden. Vormittags stehen Vorlesungen, Übungen und Informationsveranstaltungen auf dem Programm, nachmittags werden Original-Versuche des Studierendenpraktikums angeboten. Für die dabei absolvierten Experimente gibt es eine Bescheinigung. Informationen aus erster Hand gibt es in Gesprächen mit Studierenden und Professoren, beim Mittagessen in der Mensa und bei Führungen durch die Forschungslabors.

 


Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Monika Wesner, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2648
E-Mail: mwesner@universitaet-osnabrueck.de

]]>
news-8692.atom Die Sprache des Romans – Universität Osnabrück an Forschungsprojekt zu sprachlichen Merkmalen von Romangattungen beteiligt 2020-01-07T10:27:15+01:00 2020-01-07T10:22:37+01:00 Mit einer Abschlusskonferenz an der Universität Grenoble-Alpes am 19. Dezember 2019 ging das deutsch-französische Forschungsprojekt PHRASEOROM („Die Phraseologie des Romans“) zu Ende. Ziel war es, in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Literaturwissenschaftlern und Linguisten wiederkehrende Merkmale der Sprache des Romans (Englisch und Französisch) zu untersuchen. Auf deutscher Seite leitete das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Französischen Forschungsagentur (ANR) mit insgesamt über 600.000 Euro geförderte Projekt Prof. Dr. Dirk Siepmann vom Institut für Anglistik / Amerikanistik. Weitere Projektpartner waren die Universitäten Grenoble-Alpes, Erlangen-Nürnberg und Bonn. Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist der Nachweis, dass die Sprache des Romans sich durch eine Überrepräsentation bestimmter sprachlicher Phänomene auszeichnet, und das sowohl mit Bezug auf die Gattung Roman als Gesamtheit als auch in Hinblick auf ihre Untergattungen und die Individualstile bestimmter Autoren. Dies schließt natürlich keineswegs aus, dass mit bestimmten Mustern auch bewusst gebrochen wird.

Neben der Erstellung einer Art Mini-Wörterbuchs der Literatursprache hat das Projekt auch wertvolle theoretische Impulse für die Sprach- und Literaturwissenschaft geliefert. Konnte man bisher nur Eigenschaften von sprachlichen Sequenzen erfassen, die entweder den Satzbau (wie Subjekt-Verb-Abfolgen) oder den Wortschatz (Wortverbindungen: beispielsweise „betretenes Schweigen“) betrafen, so richteten die Projektteilnehmer erstmals systematisch den Blick auf längere Einheiten, die aus Kombinationen von unveränderlichen Wortformen, veränderlichen Wortformen und grammatischen Einheiten bestehen.

Die Verteilung solcher Einheiten, motifs genannt, die sich gewöhnlich selbst der Intuition des geschult forschenden Linguisten oder Literaturwissenschaftlers entzieht, bietet neue Einblicke in Individual- und Gattungsstile. Gattungen lassen sich sprachlich über die Gesamtheit ihrer typischen motifs definieren. Im Fantasy-Genre finden sich beispielsweise motifs, die eine mittelalterliche Welt heraufbeschwören; der Intuition eher verschlossen ist dagegen zum Beispiel die stereotype Verwendung von frz. passer la langue sur les lèvres (lick one’s lip with one’s tongue) in Kriminalromanen. Dann wiederum existieren gattungsübergreifend bestimmte Reihungen von motifs, die eine Art Skript bilden, wie z.B. das Zigarettenskript, das nicht nur Krimiautoren typischerweise einsetzen, um introspektiv-nachdenkliche oder nervöse Zustände von Romanfiguren zu kennzeichnen.

„Literaturwissenschaftlich betrachtet zeigt sich an solchen Beispielen besonders gut, dass das Verstehen literarischer Texte in erheblichem Maße durch das Erkennen sprachlicher Wiederholungen erfolgt, die im kollektiven Gedächtnis verankert sind“, erklärt Prof. Siepmann.

Weitere Informationen zu dem Projekt unter: https://phraseorom.univ-grenoble-alpes.fr

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dirk Siepmann, Universität Osnabrück
Institut für Anglistik/ Amerikanistik
Neuer Graben 40, 49069 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4160
dirk.siepmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8689.atom Der negativen Ökobilanz von Events entgegenwirken – Neues Forschungsprojekt an der Universität Osnabrück startet zu Beginn des neuen Jahres 2020-01-02T10:09:15+01:00 2020-01-02T10:00:09+01:00 Tagungen bringen häufig eine negative Ökobilanz durch Materialverbräuche für Flyer, Essen und Unterbringungen mit sich. Somit spielt auch im Eventmanagement das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Ein Forschungsprojekt unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Thomas aus dem Fachgebiet Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück versucht nun, dieser Umweltbelastung entgegenzuwirken. Projektstart war am 1. Januar 2020. Die Teilnehmerzahlen an Events, wie zum Beispiel Tagungen, sind in den letzten Jahren erheblich angestiegen, generieren aber eine hohe Umweltbelastung. Green Meetings zur Vermeidung, Reduktion und Kompensation von negativen Umwelteinflüssen sind bereits seit längerem Gegenstand der Wissenschaft und Praxis. Die Digitalisierung ermöglicht dabei mit der Durchführung von nachhaltigen, digitalen Veranstaltungen neue Chancen, um die Umwelt zu entlasten. Ein Beispiel ist das digitale Tagungskonzept „pAPPyrOS“, welches durch eine vollständig papierlose Tagung große Mengen an CO2 einsparen konnte.

Der Umweltentlastungseffekt kann sich durch sogenannte virtuelle Events erhöhen, die ausschließlich online stattfinden und mit klassischen Web-Anwendungen, Webinar-Tools, virtuellen Messeportalen und Virtual-Reality-Umgebungen umgesetzt werden. Das Meeting- & EventBarometer fand heraus, dass sich insbesondere kleinere Veranstaltungen bis zu 50 Teilnehmern digitalisieren lassen, aber lediglich zwölf Prozent aller Veranstalter bisher eine rein virtuelle Veranstaltung durchführten.

„Ziel des Projekts ‚Green Meeting Know-how Box‘ ist die Konzeption, Umsetzung und Evaluierung einer digitalen Plattform zur dauerhaften Entwicklung, Pflege und Verwendung von Schulungsmaterialien für die Planung, Durchführung und Nachbereitung von nachhaltigen und digitalen Veranstaltungen. Die Green Meeting Know-how Box dient der Vermittlung von nachhaltigen, digitalen Eventformaten insbesondere für Studenten und Auszubildende des Eventmanagements. Weiterhin dient sie dazu, Akteure, Verbände, Organisationen und Betriebe des Veranstaltungsmanagements und deren Nachhaltigkeitsaktivitäten zu vereinen. Schließlich zielt das Projekt außerdem darauf ab, Impulse für Event-Technologie-Dienstleister zu liefern, um eine nachhaltigere Ausrichtung und Kommunikation der IT-Lösungen zu fokussieren“, so Prof. Thomas vom Fachgebiet für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück und Leiter der DFKI-Forschungsgruppe Smart Enterprise Engineering.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Oliver Thomas, Universität Osnabrück
Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik
Parkstraße 40, 49080 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6232
oliver.thomas@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8685.atom „Hochschulperle“: Der Stifterverband zeichnet Interkulturelles Mentoring der Universität Osnabrück (imos) aus  2019-12-20T10:17:47+01:00 2019-12-20T10:16:18+01:00 Als „Hochschulperle“ hat der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft im Jahr 2019 deutschlandweit monatlich ein innovatives, beispielhaftes Projekt an Hochschulen ausgezeichnet, welches „Future Skills“ fördert, also Kompetenzen für die Teilhabe an der Gesellschaft und Arbeitswelt der kommenden Jahre. Im Dezember 2019 geht diese Auszeichnung an das Interkulturelle Mentoring der Universität Osnabrück (imos). Vor dem Hintergrund einer zunehmend vernetzten Welt, eines globalisierten Arbeitsmarktes und internationaler digitaler Zusammenarbeit sind interkulturelle Kompetenzen hoch relevante „Future Skills“. Das imos setzt genau hier an: Es fördert interkulturelle Kompetenzen von deutschen und internationalen Studierenden. Dabei werden internationale Studierende, die ihr gesamtes Bachelor- oder Masterstudium in Deutschland absolvieren, bei der Integration in die Universität und die deutsche Kultur unterstützt. Sie werden durch Studierende und Lehrende aller Fachbereiche als Mentorinnen und Mentoren individuell unterstützt. Diese erhalten in einer einsemestrigen Ausbildung Beratungs- und interkulturelle Kompetenzen, die sie im Umgang mit den internationalen Studierenden direkt anwenden können. So trägt das imos einen Teil dazu bei, soziale Kompetenzen für die digitale, global vernetzte Zukunft zu stärken. 

„Auch wenn das imos in diesem Jahr bereits sein zehnjähriges Jubiläum feiert, ist das Thema der Internationalisierung der Gesellschaft und auch der Universität so aktuell wie nie“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Karsten Müller. Das imos ist angebunden an das Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie mit Schwerpunkt Interkultureller Wirtschaftspsychologie und befindet sich damit direkt an der Schnittstelle von Praxis und Forschung. Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung zu Interkulturellen Kompetenzen und zur Zusammenarbeit in interkulturellen Teams fließen in die stetige Optimierung des Programms ein.

Seit der Gründung hat das imos 497 internationale Studierende mit 245 studentischen und 63 wissenschaftlichen MentorInnen unterstützen können. „Der große Erfolg des imos basiert auf dem großen ehrenamtlichen Engagement von Studierenden, Nachwuchslehrenden und Professorinnen und Professoren, die sich jedes Jahr als Mentorinnen und Mentoren zur Verfügung stellen“, sagt Projektkoordinatorin Thea Nieland. Ein Dank geht auch an diejenigen, die das imos vor zehn Jahren ins Leben gerufen und es stetig weiterentwickelt haben.

Nach der Auszeichnung als Hochschulperle Future Skills des Monats Dezember kann das imos im Januar noch zur Hochschulperle des Jahres gekürt werden. Informationen zur Hochschulperle und zur öffentlichen Abstimmung unter: www.stifterverband.org/hochschulperle 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Karsten Müller, Universität Osnabrück 
Institut für Psychologie
Fachgebiet Arbeits- und Organisationspsychologie 
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4701
karsten.mueller@uni-osnabrueck.de            

]]>
news-8684.atom Ein unvergesslicher Abend – Jetzt noch letzte Tickets für den Ball der Universität sichern 2019-12-19T11:26:48+01:00 2019-12-19T11:21:42+01:00 Der Ball der Universität Osnabrück rückt immer näher: Am Samstag, 18. Januar 2020, sind alle passionierten Tänzer und Tänzerinnen und die, die es werden wollen, aufgerufen, ihr Können zu zeigen und mitzufeiern. Im Ambiente der festlich geschmückten OsnabrückHalle wird ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Bands, DJs und Showacts für stimmige Unterhaltung sorgen. Letzte Karten sind dafür noch im Vorverkauf erhältlich. Die Tickets werden unter anderem im Unishop, online bei der OsnabrückHalle, bei den Geschäftsstellen der NOZ, deinticket.de, bei der Sparkasse Osnabrück für GiroLive-Kunden und im Shop der Tourist Information verkauft. Eintritt: im Vorverkauf 26 Euro (22 Euro ermäßigt) und 31 Euro (27 Euro ermäßigt) an der Abendkasse.

Auch im kommenden Jahr wird der mehrfache Tanz-Weltmeister Michael Hull wieder durch das Programm der Ballnacht führen und bei einem Auffrischungskurs "direkt vor Ort" um 19.30 Uhr noch einmal die wichtigsten Tanzschritte für eine gute Figur auf dem Parkett zeigen. Kurz vor dem Empfang wird das Percussion-Ensembles des Theaters Osnabrück den Besucherinnen und Besuchern ordentlich einheizen. Für Musik und Stimmung sorgen die Bands LIVE AND FAMOUS und FiveOnTheFloor sowie DJ Marc Stone und DJ Dirk. Auf zwei Bühnen bieten sie ein abwechslungsreiches musikalisches Programm, bei dem für alle Tanzbegeisterten das Passende dabei ist. Showacts des Hochschulsports bieten Möglichkeiten, um zwischendurch wieder zu Atem zu kommen. Zum krönenden Abschluss ihrer Shows wird die Red Revolution Dance Crew den Saal mit ihren Choreos und Hip-Hop-Beats aufmischen. Für all diejenigen, die auch mal außerhalb der Säle eine Pause einlegen möchten, steht eine separate Food-Lounge mit exklusiven Speiseangeboten bereit.

Daniela Räuwer von der Stabsstelle Kommunikation und Marketing der Universität Osnabrück und Veranstalterin des Uniballs betont: „Der Ball der Universität wird jedes Jahr aufs Neue zu einem unvergesslichen Abend. Das umfangreiche Rahmenprogramm wäre aber nicht möglich, ohne die Hilfe großzügiger Partner“, weshalb sie sich herzlich bedankt: „Bei der Sparkasse Osnabrück, der Neuen Osnabrücker Zeitung, deinticket.de, dem Grünen Jäger, der Techniker Krankenkasse, der Tanzschule Hull Dance & Events, dem Modehaus L&T und der OsnabrückHalle.“ Und für alle die, die noch nach der Suche nach dem passenden Outfit sind, bietet das Modehaus L&T einen Rabatt von zehn Prozent auf die Abendgarderobe gegen Vorlage eines Uniball-Tickets.

Aktuelle Infos zum Uniball gibt es hier: https://www.uos.de/uniball

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Daniela Räuwer, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Projekt- und Veranstaltungsmanagement
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 6141
daniela.raeuwer@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8683.atom Befall von Pflanzenwirten – Universität Osnabrück an Studie zu EHEC-Infektionen bei Pflanzen beteiligt 2019-12-18T09:37:02+01:00 2019-12-18T09:33:08+01:00 Infektionen mit Salmonella enterica und pathogenen Escherichia coli-Stämmen wie beispielsweise enterohämorrhagischen E. coli (EHEC) stellen ein ernstes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Beide Erreger sind für eine zunehmende Anzahl von durch Lebensmittel übertragenen Infektionen verantwortlich, unter anderem nach Verzehr von kontaminiertem rohem Gemüse oder Obst. Aktuelle Berichte zeigen, dass Salmonellen und EHEC auch Pflanzen als Wirte aktiv besiedeln können. Die Abteilung Mikrobiologie der Universität Osnabrück ist ab dem 1. Januar 2020 an einem Verbundprojekt beteiligt, welches die Rolle von Nutzpflanzen bei der Übertragung von Salmonellen- und EHEC-Infektionen untersucht. Weltweit sind schätzungsweise eine Million Todesopfer und etwa 150 Millionen Infektionen beim Menschen auf verschiedene S. enterica-Serovare zurückzuführen. Obwohl EHEC-Infektionen zahlenmäßig hinter S. enterica-Infektionen zurückbleiben, sind sie durch die schweren Krankheitsbilder von großer medizinischer Bedeutung. Das primäre Reservoir dieser Krankheitserreger sind landwirtschaftliche Nutztiere, jedoch ist es inzwischen allgemein anerkannt, dass auch Kulturpflanzen als alternative Wirte dienen können. Während 2007 in der EU 0,3 Prozent der Frischeprodukte mit S. enterica-Serovaren kontaminiert waren, betrug der Anteil der mit rohen Lebensmitteln verbundenen Ausbrüche in den USA in den letzten Jahren ca. 25 Prozent. Auch die Anzahl der Infektionen mit EHEC, die durch die Aufnahme von kontaminiertem Rohgemüse verursacht wurden, steigt.

Kürzlich veröffentlichte Berichte zeigen, dass Salmonellen und EHEC Pflanzen als Wirte aktiv besiedeln können. Diese Tatsache erhöht die Bedrohung durch Salmonellose und EHEC-Infektionen im Zusammenhang mit der Aufnahme von Rohkost. Unter Berücksichtigung des One-Health-Konzepts erfordert das Aufkommen an Pflanzen als Reservoir für Humanpathogene ein besseres Verständnis der Pflanzenbesiedlungsmechanismen, um Interventionsstrategien entwickeln zu können, die eine erhöhte Lebensmittelsicherheit gewährleisten und somit die Kontamination von Menschen verringern. „Während die für eine Infektion von Menschen und Tieren zugrundeliegenden Faktoren bereits gut charakterisiert sind, fehlen sowohl Kenntnisse zu den Mechanismen, die zur Besiedlung von Pflanzen durch über organische Düngung in den Boden eingebrachte humanpathogene Bakterien (HPB) führen als auch Kenntnisse zu den Bekämpfungsstrategien des pflanzlichen Immunsystems, insbesondere in Kulturpflanzen. Dies soll in unserer Studie näher untersucht werden“, so Prof. Dr. Michael Hensel, Projektleiter an der Universität Osnabrück.

In dem Verbundprojekt arbeiten die Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Hensel, die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Universität Hohenheim und das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau Großbeeren zusammen. Es wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Michael Hensel, Universität Osnabrück
Abteilung für Mikrobiologie
CellNanOs – Center for Cellular Nanoanalytics Osnabrück
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3940
michael.hensel@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8682.atom Herausragend in der deutschen KI-Forschung – Doktorand der Universität Osnabrück als Newcomer gekürt 2019-12-17T10:40:03+01:00 2019-12-17T10:29:05+01:00 Am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück erforscht er, wie Künstliche Intelligenz (KI) genutzt werden kann, um fiktionale Geschichten zu erzeugen: Nun wurde Leonid Berov von der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) als einer von zehn herausragenden jungen KI-Forscherinnen und -Forschern ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 5. Dezember auf dem KI-Camp in Berlin statt. Aus Anlass des vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) ausgerufenen Wissenschaftsjahr 2019 zum Thema Künstliche Intelligenz zeichnete die Gesellschaft für Informatik im Rahmen des Projektes „#KI50: Künstliche Intelligenz in Deutschland – gestern, heute, morgen“ zehn herausragende junge KI-Forscherinnen und Forscher aus. Die KI-Newcomerinnen und -Newcomer wurden in einem offenen Online-Abstimmungsprozess ausgewählt, bei dem mehr als 11.000 Stimmen abgegeben wurden. Zuvor wurden die 30 Jungforscherinnen und -forscher bereits von einem Fachkomitee aus über 100 Bewerberinnen und Bewerbern in die engere Vorauswahl ausgewählt. Anschließend konnten die breite Öffentlichkeit sowie Mitglieder unterschiedlicher Forschungsgemeinschaften ihre Favoriten online wählen.

Leonid Berov erforscht als Mitarbeiter am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück, wie KI genutzt werden kann, um fiktionale Geschichten zu erzeugen, und was dies für das Verständnis von menschlicher Kreativität bedeutet. Er verbindet auf interdisziplinäre Weise Techniken der KI mit geisteswissenschaftlichen Ansätzen zur Narratologie. Auf der Suche nach guten Geschichten variiert sein Modell gezielt Parameter und zeigt so gleichzeitig auf, was Autoren und Geschichten ausmacht. Leonid Berov nutzt KI als Hilfsmittel, um das Menschsein zu erforschen und als Plattform, um zwischen Disziplinen zu vermitteln.

„Ich freue mich sehr, dass das Thema Kreativität immer weiter in den Fokus der KI-Forschung rückt. Der entstehende Austausch zwischen Kunst und Wissenschaft ist für mich unglaublich faszinierend! So wie die Erfindung des Fotoapparats die Malerei nicht abschaffte, sondern transformierte, so wird auch KI die Kunst nicht wegrationalisieren sondern durch neue Formen der Mensch-Maschine Kollaboration bereichern“, so Berov.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist mit rund 20.000 persönlichen und 250 korporativen Mitgliedern die größte und wichtigste Fachgesellschaft für Informatik im deutschsprachigen Raum. 2019 feiert die GI ihr 50-jähriges Gründungsjubiläum. Seit 1969 vertritt sie die Interessen der Informatikerinnen und Informatiker in Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlicher Verwaltung, Gesellschaft und Politik. Mit 14 Fachbereichen, über 30 aktiven Regionalgruppen und unzähligen Fachgruppen ist die GI Plattform und Sprachrohr für alle Disziplinen in der Informatik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Leonid Berov, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaften
Wachsbleiche 27, 49090 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4446
lberov@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8681.atom Für eine nachhaltige Entwicklung – Universität Osnabrück legt neuen Umweltbericht vor 2019-12-17T09:51:58+01:00 2019-12-17T09:48:53+01:00 Das Thema Nachhaltigkeit ist wichtiger als je zuvor und zur Querschnittsaufgabe geworden. Dies gilt auch für die Universität Osnabrück, die bereits vor vielen Jahren als eine der ersten Hochschulen bundesweit mit der Diplom-Umweltwissenschaftlerin Jutta Essl eine Umweltkoordinatorin eingestellt hat. Der von ihr nun verfasste achte Umweltbericht zeigt, wie sehr die Universität das Thema Nachhaltigkeit auf allen Ebenen umsetzt. Als wissenschaftliche Institution sieht die Universität sich dem Thema Nachhaltigkeit nicht nur in Lehre und Forschung verpflichtet, sondern richtet ihr Augenmerk auch auf die eigene Betriebsökologie. „Das Engagement unserer Universität rund um das Thema nachhaltige Entwicklung ist angesichts der aktuellen globalen Situation von großer Bedeutung. Insbesondere Klima- und Ressourcenschutz erfahren derzeit zudem die große öffentliche Aufmerksamkeit, die ihnen zusteht. Auch der Senat unserer Universität hat reagiert und in seiner 184. Sitzung am 13. März 2019 beschlossen, den Klimaschutz im Rahmen von Aktivitäten der Gruppierung „Scientists for Future“ zu unterstützen“, so Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Präsidentin der Universität Osnabrück, in ihrem Vorwort.

Die Broschüre stellt zahlreiche Umweltschutzmaßnahmen vor, die in den vergangenen zwei Jahren an der Universität Osnabrück umgesetzt wurden. „Ziel des Umweltberichtes ist es, die Aktivitäten im Bereich des betrieblichen Umweltschutzes der Universität transparent zu machen“, erläutert die Umweltkoordinatorin Jutta Essl. Beispielsweise wird seit 2019 auf dem Dach der Bibliothek Westerberg mit Hilfe einer Photovoltaikanlage eigener Strom produziert, der der Eigenversorgung des Gebäudes 96 dient und die Betriebskosten sowie die CO2-Belastung reduziert.

Ebenfalls enthalten ist ein umfassendes Umweltprogramm, dessen Vorgaben bis 2021 umgesetzt werden sollen. Dabei ist unter anderem geplant, das Angebot an Mehrwegprodukten des Unishops und die Produktpalette des „Grünen Büros“ zu erweitern.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Jutta Essl, Universität Osnabrück
Dezernat für Gebäudemanagement
Albrechtstraße 28, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2242
jutta.essl@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8678.atom „Eingebettete Softwaresysteme“ - Ein Studiengang auf der Überholspur. Universität Osnabrück startet neues Studienangebot zum Wintersemester 2020/21 Utz Lederbogen 2019-12-16T10:06:48+01:00 2019-12-16T09:34:16+01:00 Ob Fitnessarmbänder, elektrische Zahnbürsten oder selbstfahrende Autos – Computer werden heutzutage in fast alle technischen Produkte integriert. Eingebettete Softwaresysteme spielen dabei eine immer größere Rolle. Einen entsprechenden neuen Studiengang, der von der Industrie besonders nachgefragt wird, bietet das Institut für Informatik der Universität Osnabrück ab Wintersemester 2020/21 an. Weitere Informationen zum Bachelorstudiengang "Eingebettete Softwaresysteme" unter: www.studiere-ess.de Das Spektrum der eingebetteten Computersysteme reicht von Microcontrollern in Alltagsgegenständen über vernetzte intelligente Maschinen in der Industrie-Automatisierung bis hin zu Spezialsystemen in der Luft- und Raumfahrt. „Überall erfassen Computer Daten, verarbeiten sie und greifen meist auch steuernd in ihre Umwelt ein. Die Softwarekonstruktion spielt dabei eine immer wichtigere Rolle“, erklärt der Osnabrücker Informatikprofessor Prof. Dr. Olaf Spinczyk, der am Konzept des neuen Studiengangs mitgewirkt hat.

Der neue Bachelorstudiengang kombiniert Grundlagen aus den verwandten Gebieten Informatik, Mathematik und Physik mit komplett neu konzipierten Lehrveranstaltungen, die sich gezielt mit den Grundlagen der Entwicklung von Software für Eingebettete Systeme befassen. „Dabei werden aktuelle Methoden zum Umgang mit den speziellen Herausforderungen, die in diesem Bereich auftreten, behandelt“, so Prof. Spinczyk. Wichtig sind eine sehr hohe Verlässlichkeit, die strikte Einhaltung zeitlicher Bedingungen, die durch Prozesse in der Umwelt gestellt werden, das Sparen von Energie und der Einsatz künstlicher Intelligenz trotz beschränkter Hardware-Ressourcen. „Natürlich kommt auch der praktische Umgang mit eingebetteten Systemen in Praktikums- und Projektform nicht zu kurz“, erläutert begeistert der Professor.

Auch die Wirtschaft hat ein großes Interesse am Thema und unterstützt die Einführung des Studiengangs. "Eingebettete Softwaresysteme ist ein Studium auf der Überholspur“, sagt Philip Harting (HARTING Stiftung & Co. KG). Hier erlangen die Studierenden Schlüsselqualifikationen, die in praktisch allen Industriebereichen begehrt sind." Damit spielt der Chief Executive Officer darauf an, dass der Studiengang von Beginn an thematisch fokussiert ist und Absolventinnen und Absolventen nach nur sechs Semestern Regelstudienzeit (inkl. Auslandssemester) mit begehrten Fähigkeiten auf den Arbeitsmarkt kommen.

Wer sich weitergehend mit aktuellen Forschungsthemen beschäftigen möchte, könne natürlich an der Universität bleiben und zum Beispiel mit einem Masterstudium in Informatik eine zusätzliche wissenschaftliche Qualifikation erlangen, ergänzt Studienkoordinator Dr. Christoph Borchert.
„Der Standort Deutschland ist im Bereich der eingebetteten Systeme sehr stark und der Markt wächst stetig. Der Bedarf an einem speziellen Studiengang ist groß“, erläutert Institutsdirektor Prof. Dr. Nils Aschenbruck.

Auch Schülerinnen und Schüler kommen immer häufiger mit Computerplattformen wie dem Raspberry Pi und dem Arduino in Kontakt. Diese aus didaktischen Gründen entwickelten Rechner regen zum Experimentieren mit eingebetteten Softwaresystemen an und viele haben dabei großen Spaß. In zahlreichen Städten hat sich daraus eine eigene „Maker-Szene“ entwickelt. „Wir würden gerne die begeisterten Schülerinnen und Schüler zu herausragenden Absolventinnen und Absolventen ausbilden und mit der nach Nachwuchs suchenden Wirtschaft zusammenbringen“, so der Direktor des Instituts für Informatik der Universität Osnabrück.  

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Olaf Spinczyk, Universität Osnabrück
Institut für Informatik
Wachsbleiche 27, 49090 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2598
olaf.spinczyk@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8677.atom Perspektiven des Synodalen Weges – Gastvortrag an der Universität Osnabrück 2019-12-09T09:00:07+01:00 2019-12-09T08:58:59+01:00 Im Rahmen der Vorlesung „Genderperspektiven. Grundfragen der Anthropologie und Ekklesiologie“ des Instituts für Katholische Theologie der Universität Osnabrück findet am Dienstag, 17. Dezember, ein Gastvortrag von Dr. Martina Kreidler-Kos statt. Sie ist Leiterin der Abteilung für übergemeindliche Pastoral der Diözese Osnabrück und wird aus Perspektive des Bistums Osnabrück auf den „Synodalen Weg“ der deutschen Ortskirche eingehen. Der Vortrag beginnt um 16 Uhr in der Seminarstraße 20 (Raum 15/114). Die deutschen Bischöfe haben mit Mehrheit in diesem Jahr für einen „Synodalen Weg“ gestimmt, der zusammen mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken beschritten wird und auf dem sich Experten und Expertinnen aus Kirche und Wissenschaft mit „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“, mit „Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, mit der „priesterlichen Existenz heute“ und mit „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ auseinandersetzen werden. „Wir freuen uns sehr, dass mit Frau Dr. Kreidler-Kos ein Mitglied dieser Foren über diese Aufbrüche aus Perspektive ihrer Erfahrungen in der Diözese Osnabrück berichten wird“, so Prof Dr. Margit Eckholt vom Institut für Katholische Theologie und Veranstalterin der Vorlesung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Margit Eckholt,Universität Osnabrück
Institut für Katholische Theologie
Schloßstraße 4, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4286
margit.eckholt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8675.atom Entscheidend für ganz Europa - Uni Osnabrück veranstaltet „UK Election Night“ anlässlich der britischen Parlamentswahlen Utz Lederbogen 2019-12-06T11:09:00+01:00 2019-12-06T11:06:12+01:00 Im Vereinigten Königreich finden am 12. Dezember Parlamentswahlen statt. Das Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Osnabrück lädt daher am Donnerstag, 12. Dezember, ab 20 Uhr zu einer „UK Election Night“ ein, die in den Räumen des Instituts (Neuer Graben 40) stattfindet. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. „Der Ausgang der britischen Parlamentswahlen wird für die Zukunft Großbritanniens und Nordirlands, aber auch ganz Europas, von entscheidender Bedeutung sein“, so Prof. Dr. Thomas Kullmann, Direktor des Instituts für Anglistik und Amerikanistik der Universität Osnabrück.

Während der Veranstaltung wird es neben Informationen zum britischen Wahlsystem auch eine Podiumsdiskussion über die Bedeutung der Wahlen und die Zukunft des Vereinigten Königreichs geben. Die Standpunkte der einzelnen Parteien während der Wahlen können in einem interaktiven Workshop erarbeitet werden. Live Chats mit Briten und Studierenden, die sich gerade in Großbritannien aufhalten, geben einen zusätzlichen Einblick in die momentanen Vorgänge im Vereinigten Königreich. Zudem werden eine Game Show und ein Pub Quiz organisiert. Ab 23 Uhr können die Wahlergebnisse über einen Live Stream verfolgt und diskutiert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Thomas Kullmann, Universität Osnabrück
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Neuer Graben 40, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4985
E-Mail: tkullman@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8674.atom Konsum, Weihnachten und Fairo Moda – Neue Ausstellung in der Galerie „Stichpunkt“ 2019-12-05T11:26:02+01:00 2019-12-05T11:23:35+01:00 Viele unserer Kleidungsstücke landen ungetragen in Altkleider-Containern. Um dem entgegenzuwirken, hat die Studentin Lesley-Ann Baldwin aus dem Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück ein Konzept für eine nachhaltige Kleider-Tauschbörse entwickelt. Vorgestellt wird diese bis zum Frühjahr 2020 in der Ausstellung „Konsum, Weihnachten und Fairo Moda“ in der Galerie „Stichpunkt“ (Seminarstr. 33-34). Rund 60 neue Kleidungsstücke kaufen deutsche Kunden und Kundinnen durchschnittlich pro Jahr. Viele Teile werden nie getragen. Vor diesem Hintergrund hat die Studentin Lesley-Ann Baldwin in ihrer Bachelorarbeit ein Konzept für eine nachhaltige Kleider-Tauschbörse entwickelt. Studierende sollen zukünftig Kleidungsstücke ausleihen und tauschen können, anstatt sie wegzuwerfen. Unter dem Namen "Fairo Moda" soll das Projekt in Kürze in den Räumlichkeiten des Textilen Gestaltens in Osnabrück starten. Die Verleihstelle "Fairo Moda" ist Teil des geplanten Moduls "Nachhaltigkeitsmanagement", das in Lehre und Forschung über die umweltschädlichen und sozial unverträglichen Zustände in der Modeindustrie aufklärt und an individuellen und gesellschaftlichen Strategien dem entgegen zu wirken arbeitet.

„Das Prinzip ähnelt dem einer Bibliothek – nur mit Kleidung statt mit Büchern", so Lesley-Ann Baldwin. Baldwin will zudem mit lokalen und überregionalen, nachhaltig produzierenden Jungdesignerinnen und -designern kooperieren. Das Projekt wird in der Lehre zum Thema nachhaltiger Konsum von Prof. Dr. Bärbel Schmidt begleitet.

Erstmals zum Ball der Universität Osnabrück am 18. Januar 2020 soll es Studierenden möglich sein, ihr Ball-Outfit ressourcenschonend zu tauschen. Nähere Informationen dazufolgen in Kürze.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8673.atom Gute Lehre im Mittelpunkt – Uni Osnabrück eröffnet „LehrKolleg“ und präsentiert innovative Lehrformate 2019-12-05T10:21:03+01:00 2019-12-05T10:17:27+01:00 Didaktisch hochwertige und zugleich spannend gestaltete Lehre bildet neben der Forschung die tragende Säule für erfolgreich arbeitende Hochschulen. Diesem Anliegen fühlt sich die Universität Osnabrück besonders verpflichtet. Bereits zum zweiten Mal hat sie im Rahmen des Strategieprozesses UOS 2020 sowohl Studierende als auch Lehrende dazu aufgerufen, innovative Lehrformate für den universitätsinternen Wettbewerb „Lehr-Zeit“ einzureichen. Ebenfalls erfolgreich war die Universität erneut mit Anträgen bei der Ausschreibung „Qualität plus. Programm für gute Lehre in Niedersachsen“ sowie „Innovation plus“. Über die insgesamt zwölf Projekte konnte sich die Hochschulöffentlichkeit bereits informieren. Nun folgte die Eröffnung der Räumlichkeiten des neuen „LehrKollegs“. Das Projekt „Lehr-Zeit“ schafft durch befristete Reduktion des Lehrdeputats und für die Studierenden durch Hilfskraftverträge Zeit für die Entwicklung von Lehrinnovationen. Dabei reicht die Bandbreite von der Neugestaltung von Modulen, Lehrveranstaltungen und Prüfungen über E-Learning-Formate oder neuartige Lehr-Lernformen bis zur Entwicklung von Materialien. „Wir wollen Ideen fördern, die die Lehre nachhaltig verbessern, für die allerdings im Lehr- und Forschungsalltag kaum Zeit vorhanden ist“, so die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke. „Wichtig war uns dabei, dass diese Konzeptentwürfe Modellcharakter haben und möglichst auf andere Fächer übertragbar sein sollen.“

Die Kompensation des Lehrausfalls erfolgt durch vergütete Lehraufträge. Insgesamt 300.000 Euro stehen dafür pro Jahr zur Verfügung, um bis zu fünf Projektgruppen zu fördern.

Die Einrichtung des LehrKollegs an der Alten Münze 10 erfüllt durch die Bereitstellung von Räumen praktische Bedarfe, steht aber vor allem auch symbolisch für die strategischen Bemühungen der Universität Osnabrück um die Qualitätssicherung der Lehre. „Damit schaffen wir einen Begegnungsraum für Universitätsangehörige, die sich in besonderer Weise für gute Lehre engagieren“, erklärt der Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie, Prof. Dr. Thomas Bals. Hierzu zählen Personen, die sich im Zusammenhang mit Projekten, wie aktuell beispielsweise aus den Ausschreibungen „LehrZeit“ „Innovation Plus“ und „Qualität Plus“, mit Fragen guter Lehre beschäftigen. Das Kolleg wird aber auch Lehrenden offenstehen, die sich außerhalb von geförderten Projekten für gute Lehre engagieren. Es fungiert zudem als Austauschforum für hochschuldidaktische Fragen, denen in der Universität Osnabrück, auch durch die Beteiligung an absehbaren einschlägigen Ausschreibungen, zukünftig ein noch höherer Stellenwert zukommen soll.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Kai-Christoph Hamborg, Universität Osnabrück
Zentrum für digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik
Heger-Tor-Wall 12, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6529
kai-christoph.hamborg@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8672.atom Von meditativer Gelassenheit bis zu schweißtreibendem Trommelfeuer – Percussion Ensemble der Uni Osnabrück veranstaltet Konzert 2019-12-04T11:14:13+01:00 2019-12-04T11:13:16+01:00 Von Marimba über Donnerblech bis zu Maracas ist alles vertreten: Am Dienstag, 10. Dezember, stellt das Percussion Ensemble Drum-Experience des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück ab 19.30 Uhr die Welt der Schlaginstrumente im Musiksaal des Schlosshauptgebäudes (Gebäude 11, Neuer Graben 29) vor. Der Eintritt für das Konzert ist frei. Meditative Gelassenheit kann dabei schnell in ein schweißtreibendes Trommelfeuer übergehen. In Nils Rohwers Atmosphere beschäftigen sich die Studierenden nur mit Metallklängen. Bei Trio Per Uno des deutsch-serbischen Komponisten Nebosja Zivkovic wird mit Rufen und virtuoser Trommelkunst der Puls bis zum Limit geführt und Zvichapera ist das Arrangement eines alten Volksliedes aus Simbabwe. Man darf gespannt sein… Groove it!

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8671.atom "Früher war mehr Lametta" - nachhaltige Weihnachten – Uni Osnabrück veranstaltet Weihnachtsvorlesung mit spektakulären naturwissenschaftlichen Experimenten 2019-12-03T10:08:39+01:00 2019-12-03T10:06:30+01:00 Geht Weihnachten "nachhaltig"? Prof. Dr. Marco Beeken vom Institut für Chemie neuer Materialien der Universität Osnabrück und sein Team werden sich in der diesjährigen Weihnachtsvorlesung am Donnerstag, 12. Dezember, dieser Frage im spektakulären Stil widmen und die Zuhörerinnen und Zuhörer auf „chemische Art und Weise“ durch die stressige Zeit der Weihnachtsvorbereitungen begleiten. Beginn ist in diesem Jahr um 19 Uhr im großen Hörsaal (E33/34) im Gebäude 66 (alte Reithalle) in der Barbarastraße 12. Musikalisch begleitet wird die diesjährige Vorlesung von der "Brock House Christmas Combo", einem Ableger der Brock House Bigband. Wie in jedem Jahr steht ganz plötzlich das Weihnachtsfest vor der Tür. Die Wohnung muss festlich geschmückt werden, die Lichterkette für die Beleuchtung ist verknotet oder defekt, Plätzchen wollen gebacken werden und das Geschenkpapier ist irgendwie spurlos verschwunden. In der Weihnachtsvorlesung werden - nicht zu ernst gemeinte - Empfehlungen gegeben, wie man das Weihnachtsfest in vielerlei Facetten „nachhaltiger“ gestalten kann. So dürfen sich die Zuschauer auf viele spannende und spektakuläre Experimente freuen, wie beispielsweise dem Stickstoffangetriebenen Schlitten, einem hoch innovativen Biogas-Kamin oder gar komplett essbaren Weihnachtskerzen.

Kostenlose Tickets können unter  https://tickets.uni-osnabrueck.de/events/weihnachtsvorlesung5/ gebucht werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Marco Beeken,Universität Osnabrück
Institut für Chemie neuer Materialien
Barbarastr. 7, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 3378
marco.beeken@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8670.atom Zum Verhältnis von Judentum und Buddhismus – Universität Osnabrück an internationalem Forschungsprojekt beteiligt 2019-12-03T09:35:54+01:00 2019-12-03T09:34:26+01:00 Dr. Sebastian Musch, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Historischen Seminar der Universität Osnabrück, übernimmt die Co-Leitung eines internationalen Forschungsprojektes an der Universität Oxford, welches das Verhältnis von jüdischer und buddhistischer Geschichte untersucht. Gemeinsam mit Prof. Boaz Huss von der Ben-Gurion University of the Negev (Israel) und Prof. Lionel Obadia von der Agence nationale de la recherche (Frankreich) leitet Dr. Musch ein Oxford Seminar for Advanced Jewish Studies.  „Gerade stellen wir ein 16-köpfiges Forschungsteam zusammen, das sich 2021 in Oxford treffen wird und dort ein halbes Jahr intensiv zu dem Thema forscht. Dies ist das erste Mal, dass sich eine Forschungsgruppe systematisch mit der historischen Interaktion zwischen Judentum und Buddhismus beschäftigt. Obwohl beide Weltreligionen eine lange Geschichte verbindet, hat die Forschung bisher nur punktuell das Verhältnis von Judentum und Buddhismus untersucht“, berichtet Musch.

Das Projekt knüpft an die Arbeit der Forschungsgruppe Translationen von Migration im Rahmen der Profillinie Migrationsgesellschaften der Universität Osnabrück an. Musch sieht das Projekt als Beitrag zur Internationalisierung der Universität: „Dies ist ein schöner Erfolg, und ich freue mich als Vertreter der Osnabrücker Geschichtswissenschaften mit Europas führendem Forschungszentrum für jüdische Studien, dem Oxford Centre for Hebrew and Jewish Studies, an diesem spannenden Projekt zusammen arbeiten zu können.“

Musch, der gerade das Buch „Jewish Encounters with Buddhism in German Culture – Between Moses and Buddha 1890-1940“ zu jüdischen Reaktionen auf den Buddhismus in Deutschland veröffentlicht hat, betont den weitreichenden Charakter des Forschungsvorhabens: „Das Projekt konzentriert sich nicht auf eine Epoche, sondern beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Judentum und Buddhismus von der Antike bis heute und ist dabei global ausgelegt. In den letzten Jahren sind innovative Studien erschienen, die sich einzelnen Facetten des jüdischen-buddhistischen Verhältnisses widmen. Und doch gibt es bisher keine Übersicht oder Definition des Feldes. Es geht uns also darum das Feld jüdisch-buddhistische Studien zu vermessen und einen Leitfaden für die zukünftige Forschung zu entwickeln.“

Das internationale Forscherteam hat noch weitere Pläne: Neben einer internationalen Konferenz in Oxford im Sommer 2021 und der Veröffentlichung eines Sammelbandes, wollen sie auch die institutionellen Rahmenbedingungen schaffen, die für eine Etablierung des Feldes jüdisch-buddhistischer Studien notwendig sind. „Die jüdisch-buddhistischen Studien bieten hohes Innovationspotenzial und können wichtige Impulse für die jüdischen Studien, die buddhistischen Studien und die Religionswissenschaften geben. Unser Ziel ist es daher auch, aus dem Forschungsprojekt eine längerfristige Forschungsinfrastruktur entstehen zu lassen. Gerade dieser Aspekt unseres Vorhabens war ausschlaggebend für die großzügige finanzielle Unterstützung durch das Oxford Centre for Hebrew and Jewish Studies,“ so Musch.
Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich noch bis zum 10. Januar 2020 bewerben. Die Ausschreibung kann hier eingesehen werden:
https://www.ochjs.ac.uk/oxford-seminar-in-advanced-jewish-studies-towards-the-study-of-jewish-buddhist-relations/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Sebastian Musch, Universität Osnabrück
Historisches Seminar
Kolpingstraße 7, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6358
sebastian.musch@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8669.atom Europaabgeordneten Digitalisierung verständlich erklären – European Legal Studies Institute berät das Europäische Parlament 2019-12-02T09:46:36+01:00 2019-12-02T09:45:26+01:00 Das neu gewählte Europaparlament stützt sich wieder auf die wissenschaftliche Expertise des European Legal Studies Institute (ELSI) der Universität Osnabrück. Aus einer Vielzahl von Bewerbungen wurde nun zum wiederholten Mal das renommierte Institut ausgewählt, in den nächsten Jahren Abgeordnete und Ausschüsse zu beraten und wissenschaftliche Expertisen zum Recht des europäischen Binnenmarkts und zum Verbraucherschutz zu erstellen. Die meisten Fragen stellen die Abgeordneten zur Digitalisierung. Begründet wurde dieses Tätigkeitsfeld von Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, der nun zum vierten Mal in Folge eine erfolgreiche Bewerbung beim Europäischen Parlament für diese Beratungstätigkeit federführend betreut hat. Expertisen für das Parlament werden auch die Professoren Christoph Busch und Fryderyk Zoll, die Akademische Rätin Aneta Wiewiórowska und weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts erstellen. „Es ist eine große Ehre und Herausforderung, die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf höchstem Niveau wissenschaftlich zu beraten und gleichzeitig verständlich zu erklären, was möglich ist und was nicht“, kommentiert Hans Schulte-Nölke. „Meist geht es um Fragen, die alle europäischen Bürger betreffen wie beispielsweise digitale Dienste und Rechtsschutz im Internet“, so Schulte-Nölke weiter.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8667.atom Für sein Lebenswerk: Prof. em. Dr. Jürgen Kriz erhält Egnér-Preis 2019 2019-11-29T10:51:20+01:00 2019-11-29T10:49:44+01:00 Bereits im September 2017 wurde er für die Auszeichnung ausgewählt, nun fand die feierliche Verleihung an der Universität Zürich statt: Der Psychologe Prof. em. Dr. Jürgen Kriz von der Universität Osnabrück erhielt den Egnér-Preis 2019.Bei der Auszeichnung handelt es sich um einen der höchst dotierten Wissenschaftspreise in der Schweiz; vergeben wird er vom Stiftungsrat der „Dr. Margrit Egnér-Stiftung“.  Der Preis wird verliehen an Personen, die sich durch ihr Lebenswerk „auf dem Gebiet der anthropologischen und humanistischen Psychologie unter Einschluss der entsprechenden Richtungen der Philosophie und Medizin“ besondere Verdienste im Sinne des Stiftungsgedankens erworben haben. Zusammen mit Prof. Kriz wurde der Egnér-Preis 2019 an die beiden Mediziner Prof. Dr. med. et phil. Gerhard Danzer (Charité Berlin) und Prof. Dr. med. Horst Haltenhof (MHH Hannover/Klinikum Plauen) verliehen. Während der Veranstaltung hielt Kriz einen Festvortrag unter dem Titel „Wo bleibt die Verantwortung des Menschen in einer von Messdaten beherrschten Lebenswelt?“.

Mit vielfältigen wissenschaftlichen Forschungsgebieten konnte Kriz sich international einen Namen machen. So hat der Wissenschaftler Bücher über die verschiedenen Psychotherapierichtungen veröffentlicht, aber auch über Statistik, Forschungsmethoden, Datenverarbeitung oder Wissenschaftstheorie. Mit seinem Ansatz, der „Personzentrierten Systemtheorie“, hat er als wissenschaftlicher Autor, Herausgeber, Referent und Organisator von Konferenzen einen großen Beitrag geleistet. Damit trug er vor allem in den Anwendungsbereichen der Klinischen Psychologie und der Psychotherapie zum Antrieb wissenschaftlicher Prozesse bei. 

Kriz, 1944 in Ehrhorn/Soltau geboren, studierte Psychologie, Pädagogik und Philosophie sowie Astronomie und Astrophysik in Hamburg und Wien. In seiner 1969 erschienenen Dissertation befasste er sich mit der Entscheidungstheorie. In den folgenden Jahren war Kriz unter anderem in Wien, Hamburg und Bielefeld tätig, wo er 1972 mit nur 27 Jahren eine Professur für Statistik an der Fakultät für Soziologie erhielt. Bereits 1974 folgte er dem Ruf auf einen Lehrstuhl für »Empirische Sozialforschung, Statistik und Wissenschaftstheorie« an die Universität Osnabrück. 1980 wechselte er in den seinerzeit neugegründeten Fachbereich Psychologie, und lehrte seit diesem Zeitpunkt Psychotherapie und Klinische Psychologie bis zu seiner Emeritierung 2010. Darüber hinaus war der international renommierte Wissenschaftler auch als Psychologischer Psychotherapeut tätig. In dieser Eigenschaft war er von 2000 bis 2010 zudem Delegierter in der Niedersächsischen Psychotherapeutenkammer. Zwischen 2005 bis 2009 gehörte er dem »Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie« an – einem Gremium aus sechs psychologischen und sechs ärztlichen Professoren, das in Berlin die Weichen für die Psychotherapie in der Bundesrepublik stellt. Gastprofessuren hatte Kriz in Berlin, Wien, Zürich, Riga, Moskau und den USA. 

Neben zahlreichen Ehrenmitgliedschaften psychotherapeutischer Fachverbände erhielt Kriz bereits einige weitere Auszeichnungen, u.a.  2004 den Viktor-Frankl-Preis der Stadt Wien für das Lebenswerk in Humanistischer Psychotherapie, 2014 den AGHPT-Award der „Arbeitsgemeinschaft humanistische Psychotherapie“, die 11 Verbände mit rund 10.000 Mitgliedern vertritt, sowie den 2016 Ehrenpreis der „Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung“.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. em. Dr. Jürgen Kriz, Universität Osnabrück

Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück

kriz@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8666.atom Das Körperbild bei Männern – Uni Osnabrück sucht Probanden für wissenschaftliche Studien 2019-11-29T10:20:39+01:00 2019-11-29T10:17:08+01:00 Körperunzufriedenheit stellt einen großen Risikofaktor für die Entwicklung von Essstörungen und anderen psychischen Erkrankungen dar. Welche Faktoren die Unzufriedenheit beeinflussen und Geschlechtsunterschiede begünstigen, möchten zwei Studiendes Instituts für Psychologie der Universität Osnabrück weiter erforschen. Dazu werden männliche Probanden im jungen Erwachsenenalter sowie Vater-Sohn-Paare gesucht. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich Körperunzufriedenheit bei Frauen eher in gewichts- bzw. schlankheitsbezogenen Sorgen äußert, während bei Männern häufiger der Wunsch nach einem muskulösen und trainierten Körper besteht. Außerdem legen die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung nahe, dass Frauen im Vergleich zu Männern generell körperunzufriedener sind und dem eigenen Aussehen mehr Bedeutung beimessen. Darüber hinaus wird für Männer das eigene Aussehen mit zunehmendem Alter weniger wichtig, während es bei Frauen gleich wichtig bleibt.

Das Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie der Uni Osnabrück sucht für zwei Forschungsprojekte zum Körperbild bei Männern aktuell nach männlichen Probanden verschiedener Altersklassen. Die Projekte stehen unter der Leitung von Prof. Dr. Silja Vocks sowie ihrer Doktorandinnen M. Sc. Psych. Mona Voges und M. Sc. Psych. Rike Arkenau.

Zum einen werden gesunde Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren gesucht, die einen Body-Mass-Index (BMI) von 18,5-30 haben (kg/m2). Eine Teilnahme beinhaltet das Bewerten von Körperfotos und wird mit 15 Euro vergütet. Interessierte können sich telefonisch (0541 969 4771) oder per Mail (mona.voges@uni-osnabrueck.de) an Mona Voges wenden.

Zum anderen werden gesunde männliche Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren sowie deren Väter gesucht. Wesentlicher Bestandteil dieser Studie ist die Betrachtung und Bewertung von Fotos des eigenen Körpers sowie die Beantwortung von Fragebögen (von zu Hause aus), beispielsweise zu körperbezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen. Die Studienteilnahme wird mit insgesamt 60 Euro vergütet. Interessierte Vater-Sohn-Paare können sich telefonisch (0541 969 6280) oder per Mail (rike.arkenau@uni-osnabrueck.de) an Rike Arkenau wenden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Mona Voges M. Sc. Psych., Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4771
mona.voges@uni-osnabrueck.de

Rike Arkenau M. Sc. Psych., Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 6280
rike.arkenau@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Silja Vocks, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4743
silja.vocks@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8664.atom Einweihung des neuen Rechenzentrums der Universität Osnabrück - Wissenschaftsminister Thümler: „Wichtiger Beitrag zur Standortentwicklung Campus Westerberg“ Utz Lederbogen 2019-11-28T12:03:34+01:00 2019-11-28T11:59:26+01:00 Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde am (heutigen) Donnerstag, 28. November, in Anwesenheit des Niedersächsischen Wissenschaftsministers Björn Thümler und weiteren Gästen das neue Rechenzentrum der Universität Osnabrück eingeweiht. Das Gebäude auf dem Westerberg ist mit Gesamtkosten in Höhe von 24,53 Mio. Euro eines der größten Landesbauvorhaben in der Region Osnabrück. „Damit haben wir zusammen mit den angrenzenden Neubauten – also Mensa, Hörsaalgebäude und Bibliothek – rund 100 Millionen Euro in den Standort investiert“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Das Engagement des Landes zeigt, wie wichtig uns Forschung und Lehre in Osnabrück sind. Ein Rechenzentrum ist im Zeitalter der Digitalisierung das Herzstück jedes Unternehmens, jeder Behörde und jeder Universität. Ohne ein Rechenzentrum ist universitäres Leben, Lehren, Forschen, Arbeiten und Lernen heute nicht mehr denkbar. Damit leistet das neue Gebäude einen wichtigen Beitrag zur Standortentwicklung des Campus Westerberg.“

Es entstand ein helles Gebäude mit rund 3.000 Quadratmeter Nutzfläche auf drei Etagen. Auftraggeber war das Land Niedersachsen, der Entwurf stammt vom Architekturbüro ttsp hwp seidel Planungsgesellschaft mbH in Frankfurt am Main. Das Staatliche Baumanagement Osnabrück Emsland ist als Bauherr für die Projektsteuerung und -leitung der Baumaßnahme verantwortlich.

„Der Neubau ist ein weiterer wichtiger Baustein im Entwicklungskonzept Campus Westerberg“, erklärte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl in ihrem Grußwort. "Dieses neue Gebäude bietet den dringend benötigten Raum für das Rechenzentrum als auch für das Gebäudemanagement. Es fügt sich harmonisch in das bereits bestehende Gebäudeensemble ein, das hier von Universität und Hochschule am Campus Westerberg in den letzten Jahren entstanden ist.“ Der Neubau wurde nötig, da das Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) am Westerberg aufgrund des mangelhaften Brandschutzes nicht mehr genutzt werden darf.

"Ich beglückwünsche die Universität zu diesem wirklich beeindruckenden Rechenzentrum. Es unterstreicht eindrücklich, dass Osnabrück als Universitätsstadt bundesweit in der obersten Liga mitspielt. Eine in dieser  Art und Weise ausgestattete Universität hebt den Standortfaktor 'Studieren' nochmals deutlich hervor", so Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

In der südlichen neuen Gebäudehälfte ist das Rechenzentrum untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich öffentlich zugängliche Lehr- und PC-Räume, die zukünftig für E-Prüfungen genutzt werden. Der Verwaltungsbereich des Rechenzentrums ist im Obergeschoss angeordnet. Im Untergeschoss finden Technik- und Lagerräume ihren Platz. In der dreigeschossigen, nördlichen Gebäudehälfte befindet sich künftig das Dezernat Gebäudemanagement. Im ebenerdig zugänglichen Untergeschoss ziehen die Elektro- und Metallwerkstatt ein, im Erdgeschoss und Obergeschoss sind die Verwaltungsbereiche untergebracht.

„Besonderes Highlight ist ein offener Lichthof, der das Erd- und Obergeschoss umgibt“, erläuterte Cristina von Pozniak-Bierschenk, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, während der festlichen Einweihung den Gästen. „Zusammen mit der Bibliothek und dem gemeinsam mit der Hochschule genutzten Hörsaalgebäude bilden die Gebäude das quadratische Forum-Carré, eine von Nord nach Süd ansteigende Rasenfläche mit Sitzstufen als Aufenthaltsfläche.“

"Es freut mich, mit diesem Bauwerk zum Gelingen des Forum-Carrés beigetragen zu haben“, sagte Architekt Klaus Günther-Trautner von der ttsp hwp Planungsgesellschaft. „So wie es zu den Pflichten des planenden Architekten gehört, die funktionalen Anforderungen des Raumprogramms zu lösen und mit den bautechnischen Herausforderungen zu vereinen, ist es für uns die Kür, daraus auch ein Stück Architektur machen zu dürfen.“

Weitere Informationen für die Medien:
Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8663.atom Mitgefühl, Mitleid und Solidarität – Nächste Ausgabe des Philosophischen Cafés Osnabrück 2020-01-03T09:55:18+01:00 2019-11-28T11:45:07+01:00 Kann Mitgefühl Verständigung stiften? Kann Mitleid unser Zusammenleben vertiefen? Kann Solidarität ein Rechtsbewusstsein stärken? Das Philosophische Café Osnabrück stellt am Sonntag, 8. Dezember (ab 11.30 Uhr im Kinocafé BlueNote, E.-M. Remarque-Ring 16, Osnabrück), gefühlte und rationale Gründe für unser Sozialverhalten gegenüber Mitmenschen zur Diskussion. Darüber hinaus soll geprüft werden, welche Gefühle und Einstellungen wir auch gegenüber künftigen Generationen und nichtmenschlichen Lebewesen kultivieren und fördern können. Thesen dazu werden von den Professoren Elk Franke, Harald Kerber, Reinhold Mokrosch und Arnim Regenbogen vorgestellt. Im Zentrum der Diskussion stehen Lebenserfahrungen und Bewertungen der Teilnehmenden.
Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter „www.cinema-arthouse.de“ („Kinocafés“).

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Albrechtstraße 28a, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8661.atom Engagiert für die Islamische Theologie - Prof. Ebert von der Universität Leipzig erhielt Auszeichnung Utz Lederbogen 2019-11-27T16:36:39+01:00 2019-11-27T16:33:56+01:00 Prof. Dr. Hans-Georg Ebert vom Orientalischen Institut der Universität Leipzig wurde heute (27.11.) für seine engagierten Beiträge zur Implementierung der islamischen Theologie in Deutschland ausgezeichnet. Der von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Islamische Theologie e.V. (WGIT) und dem Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück zum zweiten Mal ausgelobte Preis wurde während einer Festveranstaltung im Alten Kreishaus übergeben. Der Preisträger Prof. Dr. Hans-Georg Ebert habe sich um die Wechselwirkungen zwischen dem islamischen Recht einerseits und der Gesellschaft andererseits verdient gemacht, so Dr. Assem Hefny vom Centrum für Nah- und Mittelost-Studien der Philipps-Universität Marburg in seiner Laudatio. „Mit dieser Preisverleihung setzt die Wissenschaftliche Gesellschaft für Islamische Theologie ein deutliches Zeichen, dass die islamische Theologie auch Nicht-Muslimen viel zu verdanken hat. Muslimische Theologen und Theologinnen können also von den Leistungen von Islamwissenschaftlern profitieren und dadurch die islamische Theologie in einer guten Art und Weise unterstützen“, so der Laudator.

In der an Prof. Ebert überreichten Urkunde heißt es: „In einer Zeit, in der islamophobe Grundhaltungen zu einer bedrohlichen gesellschaftlichen Kraft zu werden drohen, sind Ihre Bemühungen nicht nur als Engagement für die Förderung der Wissenschaft, sondern auch als Einsatz für den gesamtgesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt in unserem Land zu sehen.“  

Der Preisträger studierte von 1973 bis 1978 Arabistik und Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig. 1982 wurde Prof. Hans-Georg Ebert mit einer Arbeit zum schiitischen Recht in der Islamischen Republik Iran zum Dr. jur. promoviert. Während der sich anschließenden unbefristeten Assistenz weilte er zu mehrjährigen Studien- und Praxisaufenthalten in arabischen Ländern (Ägypten, Libyen, Tunesien u. a.). Nach der Habilitation im Jahre 1990 zum Verhältnis von Staat, Verfassung und Islam im Nahen und Mittleren Osten war er als wissenschaftlicher Oberassistent am neu gegründeten Orientalischen Institut der Universität Leipzig tätig. Bis 1998 vertrat er zeitweise die Professur für Islamwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle (Saale) und die Professur für Orientalische Philologie (Islamwissenschaft) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Vom 1. Oktober 1998 bis Juli 2019 war er Professor für Islamisches Recht am Orientalischen Institut der Universität Leipzig.

Den Festvortrag hielt der Islamwissenschaftler und Nahostexperte Prof. Dr. Udo Steinbach (MENA Study Centre, Berlin) über den Dialog der Kulturen und Konfessionen und dem Spannungsverhältnis von Tradition und Moderne.

Ansprechpartner für die Medien:
Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
Direktor des Instituts für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6002,
E-Mail: bucar@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8660.atom Die Situation in der Pflege verbessern – Forschungsprojekt ReKo geht an den Start 2019-11-26T12:50:33+01:00 2019-11-26T12:32:36+01:00 OSNABRÜCK.- Anfang Oktober hat Gesundheitsminister Spahn das Forschungsprojekt ReKo (Regionales Pflegekompetenzzentrum) mit einer Laufzeit von vier Jahren gestartet. Das gemeinsame Projekt von Universität Osnabrück, DAK-Gesundheit und Gesundheitsregion EUREGIO e.V. wird mit knapp 10 Millionen Euro vom Innovationsfond gefördert. Ziel des Projektes ist es, die Situation von Pflegebedürftigen und deren Familien sowie der Pflegekräfte zu verbessern. Als Pilot entsteht das erste Zentrum in der niedersächsischen Modellregion Landkreis Grafschaft Bentheim/Landkreis Bentheim. „Das regionale Kompetenzzentrum vernetzt alle Akteure der Pflege und setzt dabei auf moderne Technologien“, so Bundesgesundheitsminister Spahn bei der Eröffnung.

Auf Seiten der Universität Osnabrück sind das Fachgebiet Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Teuteberg sowie das Fachgebiet Pflegewissenschaft vom Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler an dem Forschungsprojekt beteiligt.

„Das Ziel besteht darin“ so Prof. Hülsken-Giesler, „die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der pflegerischen Versorgung in der Region durch neue Ansätze der gezielten und digital unterstützten Fallsteuerung zu verbessern.“

„Im regionalen Pflegekompetenzzentrum wollen wir mit sozio-technischen Innovationen vorangehen, diese in die Praxis umsetzen und wissenschaftlich evaluieren. Digitale Anwendungen können helfen, den Austausch von Gesundheitsdaten zwischen Ärzten und Patienten zu erleichtern, alle an der Pflege beteiligten Akteure zu koordinieren sowie Pflegebedürftige auf ihre individuelle Situation zugeschnitten zu versorgen“, so Prof. Teuteberg.
„Die Herausforderung unserer Arbeit wird darin bestehen“ ergänzt Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler, „trotz äußerst komplexer Interventionen in den Modellregionen belastbare Nachweise für eine Verbesserungen der pflegerischen Versorgung zu erbringen. Erst vor diesem Hintergrund können die im Projektverlauf erprobten Ansätze regelhaft in das Versorgungssystem übernommen werden.“

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der Digitalisierung im Gesundheitswesen wurde zudem am 7. November gemacht: der Deutsche Bundestag verabschiedete das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG). „Für unsere aktuellen Projekte ReKo, Apotheke 2.0 sowie Dorfgemeinschaft 2.0 ist das DVG eine große Erleichterung. Für zukünftige Projekte insbesondere im Bereich Künstlicher Intelligenz, Big Data und Präzisionsmedizin sowie der Entwicklung digitaler Ökosysteme zur sektorenübergreifenden Vernetzung der Akteure in der Gesundheitsversorgung ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten“, erläutert Prof. Teuteberg.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Frank Teuteberg, Universität Osnabrück
Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik
Katharinenstr. 1, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4961
frank.teuteberg@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB)
Barbarastraße 22c, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2467
manfred.huelsken-giesler@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8657.atom Gegen sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt - Flash Mob an der Universität Osnabrück am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Utz Lederbogen 2019-11-25T17:17:41+01:00 2019-11-25T15:16:38+01:00 Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) stand an der Universität Osnabrück unter dem Titel: „Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt [k]ein Thema an Hochschulen?!“ Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Flash Mob in der Mittagszeit in der Mensa am Schlossgarten, den Studierende des Faches Kunst/ Kunstpädagogik unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Kaesbohrer in Zusammenarbeit mit Annkatrin Kalas vom Gleichstellungsbüro organisiert hatten. Die aktuelle Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigt: 13 Prozent der Frauen und fünf Prozent der Männer waren in den vergangenen drei Jahren von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen. In 81 Prozent der Fälle wurde die Belästigung, Diskriminierung oder Gewalt von Männern verübt. Nichtsdestotrotz waren und sind auch Frauen Täterinnen. In der Studie aus dem Jahr 2015 gaben sechs Prozent der befragten Frauen und 30 Prozent der befragten Männer an, dass sie am Arbeitsplatz von Frauen belästigt wurden. Im Hochschulkontext sind die Zahlen wesentlich höher: Jede zweite Studentin erlebt sexuelle Belästigung während der Studienzeit. 30 Prozent der Vorfälle ereignen sich innerhalb der Hochschule.

„Als Beraterin in Fällen von sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine Auseinandersetzung oft erst dann erfolgt, wenn es zu persönlicher Betroffenheit kommt“, berichtet Annkatrin Kalas, Erstberaterin an der Universität Osnabrück. „Wir haben in diesem Jahr eine Form der Auseinandersetzung gewählt, bei der es schwer wird, wegzuschauen. Sie ist unmittelbar und erregt zwangsläufig die Aufmerksamkeit der Hochschulöffentlichkeit“, erklärt Kalas weiter.

Circa 60 schwarz gekleidete Studierende aus dem Fach Kunst/Kunstpädagogik stellten sich während des Flash Mobs in der Mensa auf und versperrten den Studierenden teilweise den Weg an den Kassen und zu den Sitzplätzen. Ihre Kleidung war mit Zetteln beklebt, auf denen die Studienergebnisse der Antidiskriminierungsstelle des Bundes standen. „Den Flash Mob fand ich ein geeignetes Instrument, um auf elegante Weise zahlreiche Studierende und Lehrende auf dieses sensible Thema aufmerksam zu machen“, so Prof. Kaesbohrer. Im Seminar erarbeitete eine kleine Gruppe von Studierenden Form und Ablauf der Aktion, während die Studierenden von zwei weiteren Seminaren eingeladen wurden, bei dieser Aktion mitzumachen.

Stefan Kobilke, Geschäftsführer des Studentenwerks Osnabrück, begründet seine Bereitschaft, die Räume des Studentenwerks zur Verfügung zu stellen, so: „Das Gleichstellungsbüro der Universität und das Studentenwerk haben bei Fällen sexueller Belästigung im Umfeld der Mensa und der Universität schon in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet. Gemeinsam setzen wir uns für den Schutz der Studierenden ein.“

Dass die Universität ihre Verantwortung gegenüber allen Angehörigen und Gästen sehr ernst nimmt, macht sie nicht nur durch ihre Richtlinie gegen sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt deutlich. „Uns als Hochschulleitung ist es außerdem ein dringendes Anliegen, Betroffenen eine umfassende Beratung innerhalb und außerhalb der Universität zu bieten, um ihnen Handlungssicherheit zu geben. Werden uns Vorfälle bekannt, gehen wir mit aller Entschiedenheit gegen Übergriffe aller Art vor“, expliziert Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Universität Osnabrück.

Das Gleichstellungsbüro bietet Fortbildungen zu der Thematik an.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Annkatrin Kalas, Universität Osnabrück
Gleichstellungsbüro
Neuer Graben 7/9, 49074 Osnabrück
Tel.: 49 541 969 4520
E-Mail: akalas@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8655.atom Rechte Ideologien in der deutschen Popmusik - Vorführung eines Dokumentarfilms an der Universität Osnabrück 2019-11-25T11:49:00+01:00 2019-11-25T11:47:08+01:00 OSNABRÜCK.- Die rechte Szene in Deutschland nutzt seit Jahren populäre Musik, um Jugendliche und junge Erwachsene für ihre Veranstaltungen und ihre Ideologie anzuwerben. Gleichzeitig hat sich auch der Mainstream der populären Musik rechten Themen und Schlagworten geöffnet. Diese „Deutschen Pop Zustände“ untersucht ein Dokumentarfilm von Lucía Palacios und Dietmar Post, den das Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik am Donnerstag, 28. November, um 13.30 Uhr im Musiksaal des Osnabrücker Schlosses zeigt. Nach der Vorführung des Films besteht Gelegenheit zur Diskussion mit dem Filmemacher Dietmar Post. „Deutsche Pop Zustände“ untersucht den Weg der Popkultur, die einmal als modern und emanzipatorisch galt, in die gesellschaftliche Mitte und an den rechten Rand: Die Übergänge zwischen Mainstream und neonazistischen Ideologien sind inzwischen fließend. Die rechte Szene baut zunehmend auf die mobilisierende Wirkung der Musik. Ab 2004 versuchte sie "die Herzen von Jugendlichen durch Musik zu erobern", indem sogenannte Schulhof-CDs an deutschen Schulen verteilt wurden.

Musik spielte im Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) um Uwe Bönhard, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe eine zentrale Rolle; es ist bekannt, dass sie in der subkulturell geprägten neonazistischen Szene politisiert wurden und häufig auf Konzerte gingen. Die rechtsextreme Musikszene, speziell das Netzwerk um “Blood & Honour”, unterstützte die untergetauchten mutmaßlichen NSU-Terroristen.

Der Dokumentarfilm von Dietmar Post und Lucía Palacios zeichnet diese Entwicklungen nach und stellt Verbindungen zu sozialen und politischen Entwicklungen in Deutschland seit den späten 1970er Jahren bis in die Gegenwart her. Ähnlich wie in ihrem von ZDF/3sat koproduzierten pop-historischen Dokumentarfilm „Monks – The Transatlantic Feedback“, der 2009 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, arbeiten die Autoren auch in diesem Film kommentarlos mit Gesprächen und akribisch recherchiertem Archivmaterial.

Für ihren Film haben sie Poptheoretiker und Soziologen, Musikerinnen und Musiker, Label-Vertreterinnen und -Vertreter, einen Aussteiger aus der rechten Szene sowie einen Ausstiegsberater mit einer umfangreichen Sammlung musikalischer Beispiele besucht und diese von ihnen analysieren, kommentieren und einordnen lassen. „Deutsche Pop Zustände“ wurde für den Adolf-Grimme Preis nominiert.
Informationen zu den Filmemachern unter : www.playloud.org

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dietrich Helms, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4510
dhelms@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8654.atom Für den guten Zweck – Konzert „Lichterzeit“ der Universitätsmusik am ersten Advent 2019-11-25T11:14:53+01:00 2019-11-25T11:06:59+01:00 Seit mehr als zehn Jahren singt der Kammerchor im Rahmen der Universitätsmusik am ersten Advent für den guten Zweck - so auch in diesem Jahr. Weihnachtslieder, Motetten und Carols läuten die „Lichterzeit“ am Sonntag, 1. Dezember, ab 16.30 Uhr in der kleinen Kirche am Dom mit stimmungsvoller Musik ein. Der Eintritt beträgt 25 Euro, für Schüler und Studierende 10 Euro. Dieses Mal flankiert das Blechbläserquintett „Magenta-Brass“ aus Hannover das vokale Ensemble unter der Leitung von Joachim Siegel und sorgt für festliche und vorweihnachtliche Atmosphäre.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541 969-4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8653.atom Dem Knöterich Einhalt gebieten - Botanischer Garten der Universität Osnabrück an Pilotprojekt beteiligt – Pressegespräch am Montag, 25. November, 10.30 Uhr 2019-11-22T12:29:49+01:00 2019-11-22T12:27:36+01:00 OSNABRÜCK.- Insgesamt sechs Bestände des Japanischen Knöterichs, die sich invasiv vermehren, finden sich im naturnahen Steinbruch im Botanischen Garten der Universität Osnabrück. Einer davon wird am Montag, 25. November, einer besonderen Behandlung unterzogen: In einem durch die Haarmann Stiftung geförderten Pilotprojekt soll in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen KING RootBarrier der Knöterich anstatt durch Rückschnitt durch eine neuartige Methode zum Absterben gebracht werden. Um sich einen Eindruck von den anstehenden Arbeiten verschaffen zu können, lädt der Botanische Garten am 25. November um 10.30 Uhr zum Pressegespräch (Eingang Botanischer Garten, Albrechtsstraße 29). Nach Aufgabe des Steinbruchbetriebs in den 1960er Jahren fiel das Gelände am Westerberg zunächst brach. Es wurde zur Müllhalde und war durch Vandalismus belastet. Der Steinbruch wurde aber auch als besonderer Spielort von Kindern und Jugendlichen entdeckt. Trotz dieser mannigfaltigen Nutzungen konnte sich dort im Laufe der Jahre eine vielfältige und schützenswerte Fauna und Flora ansiedeln. Weite Teile des Steinbruchs sind heute als besonders geschützte Biotope ausgewiesen.

Die Haarmann Stiftung Umwelt und Natur unterstützt seit 2015 den Schutz und die Pflege des naturnahen Steinbruchs finanziell mit insgesamt 42.000 Euro. Denn besonders die geschützten Pionierarten der offenen, vegetationsarmen Bereiche sind in Gefahr: Unerwünschte Gehölzsämlinge und invasive Neophyten drohen vor allem die licht- und wärmeliebenden Arten zu überwachsen. Während weidende Ziegen zweimal im Jahr die Gehölze durch Verbiss zurückhalten, wird der Aufwuchs des invasiven Japanischen Knöterichs und des Riesen-Bärenklaus jedes Jahr in der Vegetationsperiode regelmäßig und manuell mit der Sense dezimiert. Das ist arbeitsintensiv und schwächt zwar erfolgreich den Austrieb, dezimiert aber den Knöterich nicht auf Dauer.

Insgesamt sechs unterschiedlich große Bestände des Japanischen Knöterichs finden sich im naturnahen Steinbruch. Anstatt die enorme Wuchskraft durch wiederholten Rückschnitt zu schwächen, sollen nun durch Abdeckung mit einem speziellen Unkrautvlies – Plantex Platinium – die Rhizome des Knöterichs durch mehrjährige Dunkelheit zum Absterben gebracht werden.

Diese mit dem Fachdienst Naturschutz und Landschaftsplanung des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück (UNB) abgesprochene Maßnahme wird in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen KING RootBarrier aus den Niederlanden als Pilotprojekt umgesetzt. Über einen mehrjährigen Zeitraum soll die abgedeckte Fläche beobachtet und die Entwicklung der Rhizome unter dem Vlies dokumentiert werden. Erfahrungen des holländischen Unternehmens aus vergleichbaren Projekten zeigen bereits erste Erfolge bei der Bekämpfung des Japanischen Knöterichs, allerdings unter völlig anderen standörtlichen Bedingungen.
Der Freundeskreis des Botanischen Gartens hat den naturnahen Steinbruch 2007 von der Stadt Osnabrück für 30 Jahre gepachtet. In Kooperation mit dem Botanischen Garten und der Stadt Osnabrück verpflichtet er sich, das Gelände in seiner Einzigartigkeit und Vielfalt zu erhalten und damit einen Beitrag zum Schutz der heimischen Biodiversität zu leisten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Yvonne Bouillon, Universität Osnabrück
Technische Leitung des Botanischen Gartens
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2704
yvonne.bouillon@biologie.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8652.atom Osnabrücker Hochschulwelt erkunden – Hochschulinformationstag an Universität und Hochschule punktet mit Einblicken in Vorlesungen und Labore 2019-11-22T11:16:37+01:00 2019-11-22T11:13:28+01:00 Maschinenbau und Mechatronik, diese beiden Studiengänge stehen bei Tanja Wendt ganz oben auf der Liste. Die Osnabrücker Abiturientin ist eine von mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern des Hochschulinformationstages (HIT) von Hochschule und Universität Osnabrück. Gemeinsam mit ihrer Freundin Franziska Stuckenberg nutzt sie die Veranstaltung, um mit Studierenden, Mitarbeitenden und Lehrenden in Kontakt zu kommen und sich über die Studienmöglichkeiten zu informieren. Die Schülerinnen und Schüler haben die Wahl zwischen rund 200 Veranstaltungen am Campus Westerberg, am Caprivi-Campus und rund um das Osnabrücker Schloss in der Innenstadt. „Der HIT ist eine super Gelegenheit, um sich zu informieren und überhaupt mal zu schauen, welche Möglichkeiten man nach dem Abitur hat. Wir haben uns auch schon einen Vortrag zu Medieninformatik angehört, der sehr interessant war“, so Stuckenberg. Auch Jan Skaczylas, Schüler am beruflichen Gymnasium Technik in Cloppenburg, zieht ein positives Zwischenfazit: „Ich bin heute hergekommen um mir den Studiengang Landschaftsarchitektur genauer anzuschauen. Bis jetzt hat mir das hier alles sehr gut gefallen.“

Neben der Vorstellung einzelner Studiengänge gibt es Laborführungen und allgemeine Informationsveranstaltungen zu Themen wie der richtigen Studienwahl oder der Studienfinanzierung. Dazu können sich die Gäste auf zwei Info-Märkten über die einzelnen Studiengänge, internationale Hochschulkooperationen und Hochschulgruppen, wie dem Allgemeinen Studierendenausschuss, informieren. Ein kostenloser Shuttleservice fährt die Besucherinnen und Besucher vom Campus Westerberg und dem Caprivi-Campus zu den Angeboten am Schloss.

Organisator Alex Markgraf von der Zentralen Studienberatung (ZSB) ist sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Ob am Campus Westerberg, am Caprivi-Campus oder am Schloss: Die Angebote und Info-Märkte sind sehr gut besucht - und das trotz des fehlenden Abitur-Jahrgangs 2020 in Niedersachsen.“ Die Zentrale Studienberatung der Hochschule und der Universität Osnabrück veranstaltet den Informationstag jährlich, um Studieninteressierten aus der Region einen Überblick über das Studienangebot in Osnabrück zu verschaffen.

Weitere Informationen:
Zentrale Studienberatung der Hochschule und der Universität Osnabrück (ZSB)
Alex Markgraf
Telefon: 0541 969-4137
info@zsb-os.de

]]>
news-8648.atom Flucht im Mittelmeerraum - Aufführung des Dokumentarfilms „We Exist“ und Diskussion mit dem Regisseur Lucian Segura Utz Lederbogen 2019-11-20T16:04:36+01:00 2019-11-20T16:01:02+01:00 Flucht und Migration stellten in den vergangenen Jahren ein politisch weitreichend diskutiertes Thema dar. Doch selten reicht die Vorstellungskraft, um zu erkennen, was Flucht für Menschen bedeutet. Diesem Thema widmet sich der Dokumentarfilm „We Exist“, der am Freitag, 22. November, ab 15.30 Uhr im Gebäude 15 (EW), Raum E10 der Universität Osnabrück aufgeführt wird. Gäste sind willkommen. Der Dokumentarfilm „We Exist“ beschäftigt sich mit Flucht und Geflüchteten im Mittelmeerraum. Er kombiniert die bildlichen Eindrücke mit Musik von Künstlern und Künstlerinnen aus Ländern Afrikas und des mittleren Ostens, die ihre Musik für den Film zur Verfügung gestellt und komponiert haben. Der Film hat eine Erzählstruktur, die sich von der klassischen, journalistischen Erzählweise unterscheidet. Getragen von der Musik führt er Zuschauerinnen und Zuschauer an Orte und zu Menschen, die von Flucht geprägt sind.

Zur Filmaufführung wird der Regisseur Lucian Segura anreisen und einen Vortrag halten. Im Anschluss findet eine Diskussion über aktuelle Entwicklungen gemeinsam mit Lucian Segura, Christiane Cannizzo-Marcus (Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) sowie Dr. Hamza Safouane (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück) statt. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Ulrike Krause vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist Engagement Global.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ulrike Krause, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
und Institut für Sozialwissenschaften
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4785
E-Mail: ulrike.krause@uni-osnabureck.de

]]>
news-8647.atom Mit neuem Elan an die Arbeit – Prof. Dr. Ulrich Schneckener erneut zum Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Friedensforschung gewählt 2019-11-19T11:34:28+01:00 2019-11-19T10:59:35+01:00 Der Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) bestätigte am 6. November in Berlin die Mitglieder des Vorstands für weitere drei Jahre in ihrem Amt. Prof. Dr. Ulrich Schneckener vom Zentrum für Demokratie und Friedenforschung (ZeDF) der Universität Osnabrück ist nach seiner ersten Amtszeit erneut zum Vorstandsvorsitzenden gewählt worden. Das Vorstandsorgan ist seit der Satzungsreform 2016 für die operativen Geschäfte der DSF zuständig. Nach Ablauf der ersten Amtszeit erklärten sich alle fünf Vorstandsmitglieder dazu bereit, die ehrenamtliche Tätigkeit fortzuführen. Als Einrichtung der Forschungsförderung unterstützt die im Oktober 2000 durch den Bund gegründete Deutsche Stiftung Friedensforschung mit Sitz in Osnabrück Projekte im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Sie fördert wissenschaftliche Untersuchungen und Veranstaltungen sowie Vorhaben, die der strukturellen Stärkung dieses Forschungsfeldes dienen. Außerdem unterstützt die Stiftung mit eigenen Initiativen die Vermittlung von Forschungsbefunden in die politische Praxis und Öffentlichkeit. 2019 wurde die DSF durch den Wissenschaftsrat evaluiert.

Der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Ulrich Schneckener, zog eine positive Bilanz der ersten drei Jahre: „Die Vorstandsmitglieder sind zu einem guten Team zusammengewachsen. Dies hat sich insbesondere bei der Evaluation der DSF durch den Wissenschaftsrat, der den Bund und die Länder in Fragen der Wissenschaftspolitik berät, bemerkbar gemacht. Der Evaluationsbericht vom Juli 2019 hat der Stiftung ein gutes Zeugnis ausgestellt und der Vorstand wird nun mit neuem Elan an seine bisherige Arbeit anknüpfen. Dabei geht es insbesondere um die Weiterentwicklung des Förderkonzeptes. Außerdem muss die DSF auf eine nachhaltige finanzielle Grundlage gestellt werden, wie es der Wissenschaftsrat empfohlen hat.“

Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel, Direktorin des Zentrums für Konfliktforschung der Universität Marburg, wurde erneut zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt. Dem Gremium gehören ferner der Völkerrechtler Prof. Dr. Andreas von Arnauld, Direktor des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht an der Universität zu Kiel, die Kulturwissenschaftlerin Dr. Sabine Mannitz, Vorstandsmitglied im Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt a. M., sowie der Experte für Rüstungskontrolle und Abrüstung Botschafter a.D. Peter Gottwald an.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Universität Osnabrück
Zentrum für Demokratie und Friedensforschung (ZeDF)
Seminarstr. 33, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4697
ulrich.schneckener@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8645.atom 2. Osnabrücker Schiedsgerichtstag - Uni Osnabrück und IHK luden Expertinnen und Experten ein Utz Lederbogen 2019-11-19T10:37:32+01:00 2019-11-19T10:22:00+01:00 Zum 2. Osnabrücker Schiedsgerichtstag kamen am Freitag, 15. November, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Unternehmensjuristen zusammen, um sich auf dem Gebiet der Schiedsgerichtsbarkeit fortzubilden und Neues aus der Rechtsprechung zu erfahren. Eingeladen hatte das Centrum für Unternehmensrecht (CUR e.V.) in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Neben Prof. Dr. Hans-Jürgen Ahrens, Prof. Dr. Mary-Rose McGuire und Hon.-Prof. Dr. Antje Baumann, die seitens des Instituts für Handels- und Wirtschaftsrecht der Universität Osnabrück für die Tagung verantwortlich zeichneten, referierten mit Dr. Dominik Ziegenhahn, Oliver Korte und Prof. Dr. Siegfried Elsing erfahrene Praktiker aus der deutschen Anwaltschaft.

Am Vormittag standen neben einem Update zur Rechtsprechung der staatlichen Gerichte aus prozessualer Sicht Spezialfragen des Schiedsverfahrensrechts im Vordergrund. So ging es um die Grenzen der Kostenerstattung, die Überprüfung der Schiedsrichterbestellung sowie Besonderheiten bei Mehrparteien- und beschleunigten Verfahren. Der zweite Teil der Tagung war der Geheimhaltung im Schiedsverfahren, der Preiskontrolle in langfristigen Verträgen sowie der Preisfindung im Rahmen von FRAND (Lizenzbedingungen für Patente) gewidmet.

Das diskussionsfreudige Forum setzte sich aus Angehörigen der Universitäten aus Münster und Göttingen, Vertretern der Anwaltschaft insbesondere aus Düsseldorf, Hannover und Hamburg sowie Doktoranden und Examenskandidaten der Universität Osnabrück zusammen. Aufgrund der positiven Resonanz soll die Veranstaltungsreihe im November 2020 fortgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.cur.uos.de.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Mary-Rose McGuire, M.Jur. (Göttingen), Universität Osnabrück
Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums, deutsches und europäisches Zivilprozessrecht
Katharinenstrasse 15, 49078 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4837
mmcguire@uni-osnabrueck.de
https://www.jura.uni-osnabrueck.de/mcguire

]]>
news-8644.atom Universität Osnabrück übergibt Piepenbrock-StudierendenProjekt-Preis 2019-11-15T11:13:28+01:00 2019-11-15T11:11:59+01:00 Studierende, die sich mit dem Dreißigjährigen Krieg befassen und eine Ausstellung konzipieren, die in der Universitätsbibliothek Osnabrück gezeigt wird: Dieses erfolgreiche Projekt wird nun mit dem erstmalig vergebenenPiepenbrock-StudierendenProjekt-Preisder Stiftung Hartwig und Maria-Theresia Piepenbrock ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 14. November im Rahmen der Vergabe der Deutschlandstipendien an der Universität Osnabrück statt. Ziel des Preises ist es, ein Studierendenprojekt auszuzeichnen, in dem Praxisbezug, Projektmanagement und Teamarbeit eine große Rolle spielen. Zugleich soll es auf die Umsetzung eines der vier Qualitäts- und Qualifikationsziele Studium und Lehre (Q-Ziele) an der Universität Osnabrück, nämlich Wissenschaftlichkeit, Interdisziplinarität, Profilbildung und Persönlichkeitsbildung, abzielen. „Über den Tellerrand denken, Praxisluft schnuppern und im Team etwas erschaffen: Bei ihrem Projekt haben die Studierenden viel für ihre Zukunft mitgenommen. Wir freuen uns, dieses Engagement und die wirklich gelungene Ausstellung mit dem Preis auszuzeichnen“, so Maria-Theresia Piepenbrock. 

Ausgewählt wurde ein Gruppenprojekt von Studierenden, das unter fachlicher

Anleitung einer bzw. eines Lehrenden im letzten Jahr oder im laufenden Jahr abgeschlossen wurde. Neben dem Erwerb von Fachkenntnissen und praktischen Erfahrungen soll dieses Projekt dazu dienen, den Studierenden Kenntnisse über Projektmanagement und Teamarbeit zu vermitteln. 

Das Projekt entstand im Rahmen des Seminars „Der Dreißigjährige Krieg im Spiegel der frühneuzeitlichen Publizistik. Konzeption einer Kabinettsausstellung“, das im Sommersemester 2018 vonProf. Dr. Siegrid Westphal im Fach Geschichte angeboten wurde. „Ziel des Seminars und unseres Projektes war es, anhand von Originaldrucken aus dem Bestand der Gemeinsamen Forschungsbibliothek IKFN/IMIS eine Ausstellung zu konzipieren und umzusetzen, die Einblicke in die zeitgenössische mediale Deutung des Dreißigjährigen Krieges und Westfälischen Friedens ermöglicht“, erklären die beteiligten Studierenden. Ausgezeichnet für das Projekt wurden: Sarah-Christin Dietrich, Julia Fesca, Nadeshda Domke, Katja Jensch, Anna Lingnau und Sabine Pfau-Baumgarten.

Die Arbeitsergebnisse präsentierten sie im Wintersemester 2018/19 in Form einer Ausstellung, die bis zum 4. Februar 2019 im Foyer der Universitätsbibliothek, Standort Alte Münze, zu sehen war. „Die Konzeption und Umsetzung unserer Ausstellung war entscheidend durch Teamarbeit geprägt. So entwickelten wir gemeinsam ein Konzept, suchten einen ansprechenden Titel für die Ausstellung und entwarfen eine an eine Festungsanlage angelehnte Ausstellungsarchitektur, welche die Besucher der Alten Münze zum Besuch der Ausstellung „verführen“ sollte“, so die Studierenden. „Jedes Teammitglied leistete einen zentralen Beitrag zu unserer Ausstellung, indem es eigenständig einen spezifischen Ausstellungsbereich zu einem thematischen Schwerpunkt erarbeitete. In dieser Konzeptionsphase haben wir uns gegenseitig beraten und unterstützt, indem wir beispielsweise über unsere Ideen und  unsere Texte für die Ausstellung gemeinsam diskutierten.“ 

Über die Ausstellung hinaus konnte die Antragstellerin Sarah-Christin Dietrich die Projektergebnisse für eine Abschlussarbeit nutzen, indem sie ihren Ausstellungsbereich „Krieg als Strafe Gottes – Wunderzeichenim Dreißigjährigen Krieg“ weiterentwickelt und zu einer Masterarbeit mit dem Thema Prodigienglaube im Theatrum Europaeum ausgebaut hat. Eine weitere Masterarbeit zur Thematik ist in Planung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8642.atom 70 Jahre Genfer Rotkreuz-Konventionen - Festveranstaltung an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-11-14T13:46:53+01:00 2019-11-14T13:44:52+01:00 Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Genfer Rotkreuz-Konventionen findet am Donnerstag, 21. November, ab 17 Uhr eine akademische Festveranstaltung an der Universität Osnabrück im European Legal Studies Institute (Süsterstraße 28) statt. Die Konventionen wurden 1949 von der Staatengemeinschaft verabschiedet, um die Brutalität des Krieges und das Leiden im Krieg einzudämmen und den Schutz der Schwachen und der Besiegten zu gewährleisten. Sie bilden heute das Rückgrat des universell anerkannten humanitären Völkerrechts. Aus Anlass des Jubiläums werden Dr. Heike Spieker (Deutsches Rotes Kreuz) über die Arbeit des Roten Kreuzes im Rahmen der Genfer Konventionen und Prof. Dr. Christian Walter (Ludwig-Maximilians-Universität München) über die Entstehungsbedingungen und gegenwärtigen Herausforderungen der Konventionen sprechen. Gastgeber ist Prof. Dr. Oliver Dörr vom European Legal Studies Institute (ELSI) der Universität Osnabrück und Konventionsbeauftragter des Deutschen Roten Kreuzes, Landesverband Niedersachsen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Oliver Dörr, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6050
E-Mail: oliver.doerr@uni-osnabureck.de

]]>
news-8641.atom Studieren in „Down Under“ – International Office der Universität Osnabrück informiert über Studium an Partneruniversität in Sydney 2019-11-14T10:56:04+01:00 2019-11-14T10:54:42+01:00 Das International Office der Universität Osnabrück lädt zu einer Informationsveranstaltung zum Studium in Australien ein. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 21. November, um 15 Uhr im Raum 15/E28 (Erweiterungsgebäude des Schlosses, Seminarstr. 20). Isis Kowaliauskas von der Western Sydney University wird über Studienbedingungen sowie Zulassungsvoraussetzungen für deutsche Studierende in Australien und insbesondere über die Studienmöglichkeiten an der Western Sydney University referieren.
Beate Teutloff vom International Office der Universität Osnabrück gibt Hinweise zu Fördermöglichkeiten für einen Studienaufenthalt in Australien.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Beate Teutloff, Universität Osnabrück
International Office
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4126
beate.teutloff@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8638.atom Die Bauten der Universität geprägt - Universität Osnabrück trauert um ehemaligen Dezernenten Manfred Blome Utz Lederbogen 2019-11-13T11:08:06+01:00 2019-11-13T10:34:44+01:00 Die Universität Osnabrück trauert um den ehemaligen Dezernenten des Gebäudemanagements, Manfred Blome. Er ist am Montag, 11. November, unerwartet im Alter von 69 Jahren gestorben. 34 Jahre lang – von Oktober 1981 bis November 2015 – leitete er mit starkem Engagement sowie großer Kompetenz und Überzeugungskraft das Dezernat und hat viele Bauten der Universität maßgeblich mitgeprägt. „Manfred Blome war ein herausragender Mensch, dem die Universität viel zu verdanken hat“, sagt Dr. Wilfried Hötker, Vizepräsident für Personal und Finanzen der Universität Osnabrück. Blome habe auch in aufgeregten Zeiten stets ein offenes Ohr für Wünsche gehabt, er sei bei Kolleginnen und Kollegen beliebt gewesen und von Partnern in Stadt und Land geschätzt worden. „In unzähligen Debatten und wegweisenden Entscheidungsprozessen hat er als angesehener Fachmann maßgeblich zur baulichen Entwicklung der Universität beigetragen“, so der Vizepräsident.

Als er am 1. April 1980 vom damaligen Kanzler Dr. Klaus Volle eingestellt wurde, hatte die Universität Osnabrück nur ein Gebäude, das Schloss. Heute verfügt die Universität über mehr als 50 Gebäude in der Stadt. „Bei der Gestaltung jedes dieser Gebäude hat Manfred Blome sein umfangreiches Fachwissen und seine Erfahrung mit eingebracht“, erinnert sich Hötker an die Zusammenarbeit. Für Blome gab es keine Probleme sondern Aufgaben. „Geht nicht, gibt’s nicht“, war ein geflügeltes Wort von ihm. Auch im Ruhestand bis zu seinem plötzlichen Tod war er für die Universität an dem Bau des neuen Studierendenzentrums und dem Neubau und der Sanierung des Sportzentrums Jahnstraße beteiligt.

Manfred Blome wurde am 18. Juli 1950 in Brochterbeck (Kreis Tecklenburg) geboren. Er studierte von 1973 bis 1978 Maschinenbau in Bochum, war anschließend als Betriebsingenieur in Wuppertal bei der Wicküler-Küpper-Brauerei tätig. 1979 wechselte er als Projektleiter zum Gaswärme-Institut in Essen, bevor er 1980 an die Universität Osnabrück kam. Er war verheiratet und hinterlässt zwei Kinder.

„In Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen und wünschen ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden“, so Vizepräsident Hötker.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8635.atom „Nur schlau gucken war gestern“ – Universität und Hochschule Osnabrück laden zum zweiten Hochschulinformationstag 2019 ein 2019-11-13T10:24:18+01:00 2019-11-13T10:15:07+01:00 Wer alles rund um das Thema Studium erfahren möchte, hat am Donnerstag, 21. November, ab 8.30 Uhr auf dem zweiten Hochschulinformationstag (HIT) 2019 die Gelegenheit dazu. Im Rahmen von mehr als 200 Angeboten geben Lehrende sowie Studierende von Universität Osnabrück und Hochschule Osnabrück Auskunft über studiumsrelevante Fragen. Der HIT findet an den drei Campusstandorten Westerberg, Caprivi und Innenstadt statt. Dort werden Besucherinnen und Besucher unter anderem auch durch Labore und Bibliotheken geführt, um Wissenschaft aus erster Hand zu erfahren. Zudem gibt es nicht nur Infos zu Studienmöglichkeiten in Osnabrück und zu den Bachelorstudiengängen, sondern auch zu Themen wie Studienwahl, Studienfinanzierung und Hochschulzulassung. Auf zwei Infomärkten (Schloss/Foyer und Campus Westerberg, Gebäude AB im Foyer) stellen sich Studiengänge, Fakultäten und Service- beziehungsweise Beratungseinrichtungen vor.

Darüber hinaus wird es ein Multiplikatoren-Café in der Caprivi-Lounge (CK Gebäude, Caprivistraße 30a) geben, bei dem Lehrerinnen und Lehrer, Beraterinnen und Berater für akademische Berufe sowieMitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen durch Kurzvorträge zur Studienorientierung und Bewerbung informiert werden. Ein kostenloser Shuttle-Bus-Service zwischen den Veranstaltungsorten ist eingerichtet.
Weitere Informationen über das Programm und die entsprechenden Standorte gibt es unter: https://www.zsb-os.de/veranstaltungen/hit/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Alex Markgraf
Zentrale Studienberatung Osnabrück (ZSB)
Neuer Graben 27, D-49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4137
alex.markgraf@zsb-os.de

]]>
news-8633.atom „I Will Talk And Hollywood Will Listen“ – Studierende der Universität Osnabrück geben Konzert 2019-11-13T09:13:12+01:00 2019-11-13T09:12:58+01:00 Ein vielseitiges Programm aus Klassik, Musical und Filmmusik wird es am Dienstag, 19. November, ab 19.30 Uhr bei der Veranstaltung „I Will Talk And Hollywodd Will Listen“ der Universitätsmusik in der Aula des Schlosses (Neuer Graben 29) geben. Der Eintritt ist frei. Das Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik wird Arrangements für gemischte Instrumentalensembles präsentieren, die im Rahmen der Seminare „Orchesterleitung II“ und „Schulpraktisches Arrangieren“ entstanden und bis zu ihrer Aufführung ausschließlich in studentischer Hand lagen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8631.atom „Ausgezeichneter Ruf unseres KI-Campus gefestigt“: Uni Osnabrück erhält Förderung für Digitalisierungsprofessuren vom Land 2019-11-11T16:53:34+01:00 2019-11-11T16:51:34+01:00 Die Universität Osnabrück ist niedersächsischer Hotspot in Forschung und Lehre zur Künstlichen Intelligenz (KI). Auf eindrucksvolle Weise unterstrichen wird dieses herausragende Alleinstellungsmerkmal jetzt durch die Bereitstellung von ab 2021 dauerhaft über eine Million Euro jährlich und temporär mehr als fünf MillionenEuro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung zur Einrichtung einschlägiger Digitalisierungsprofessuren. „Das ist wiederum ein großer Erfolg für unsere Universität und festigt den nationalen und internationalen Ruf unseres KI-Campus“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl hoch erfreut über die Bewilligung. 

„Die Digitalisierung als gesamtgesellschaftlicher Wandlungsprozess entfaltet eine immense Entwicklungsdynamik in nahezu allen Gesellschaftsbereichen“, heißt es auf der Seite des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK), welches die Mittel bereitstellt. Um diesem Prozess Rechnung zu tragen, stellt das Land acht niedersächsischen Hochschulen Mittel für insgesamt bis zu 40 Digitalisierungsprofessuren zur Verfügung.

Die Universität Osnabrück hat in den Mittelpunkt ihres erfolgreichen Antrages den KI-Campus gestellt, eine Dachkonstruktion, in der die umfangreiche, vielfältige und bereits seit Jahren bestehende KI- und Digitalisierungsforschungsexpertise gebündelt wird. 

Das Fundament hierfür bilden insbesondere die Fächer und die grundständigen Studiengänge Informatik und Kognitionswissenschaft. Im Zentrum des KI-Campus stehen zwei der insgesamt sechs Forschungs-Profillinien, die im Rahmen des Strategieprozesses in einer ersten Ausbaustufe von der Universität mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro Eigenmitteln finanziert werden. Mit der nun erfolgten Zusage für die Digitalisierungsprofessuren wird die zweite Ausbaustufe des KI-Campus eingeläutet. 

Nicht nur die Forschung, sondern auch die Lehre profitiert von dem Ausbau des KI-Campus der Universität Osnabrück: „Die Aufnahmekapazitäten in den informatiknahen und zukunftsorientierten Studiengängen können so maßgeblich gesteigert werden“, so Prof. Menzel-Riedl.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8629.atom Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2019-11-11T14:27:19+01:00 2019-11-11T14:24:51+01:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet am Samstag, 16. November, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung.
 

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück

Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)

Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999

info@zsb-os.de

]]>
news-8627.atom „Mein Weg, mein Studium“ - Fachtagung der Hochschule und Universität Osnabrück zur Bildungsgerechtigkeit 2019-11-11T12:10:37+01:00 2019-11-11T12:02:38+01:00 Wie ist mehr Chancengerechtigkeit für Studierende aus nichttraditionellen Milieus zu erreichen? – Mit dieser Frage befasste sich jetzt die Fachtagung des Verbundprojekts „Mein Weg, mein Studium“ der Hochschule und der Universität Osnabrück. Über 70 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft informierten sich am 4. November über Ergebnisse des Projekts, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gefördert wird. Erfolgreiche Wege in und durch das Studium: Unter dieser Leitidee steht seit 2018 das gemeinsame Projekt von Hochschule und Universität Osnabrück "Mein Weg, mein Studium". Das Team um Prof. Barbara Schwarze (Hochschule) und Prof. Dr. Thomas Bals (Universität) hat sich zum Ziel gesetzt, die Chancengerechtigkeit für solche Studierenden zu erhöhen, die aus sogenannten nichttraditionellen Milieus kommen. Auf der diesjährigen Fachtagung in der Hochschulaula berichteten die Projektverantwortlichen über Ergebnisse ihrer Arbeit und diskutierten mit über 70 Gästen, darunter Kooperationspartner und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Ob jemand als Erste oder Erster in seiner Familie studiert, aus einer einkommensschwachen Familie kommt beziehungsweise einen Migrationshintergrund hat: Es gibt viele Gründe, warum der Weg in und durch das Studium alles andere als einfach ist. Deshalb sei es „gesellschaftspolitische Verantwortung von Hochschulen, allen talentierten jungen Menschen die bestmögliche Bildung zu ermöglichen – unabhängig von deren Herkunft oder Portemonnaie“, sagt die Projektleiterin Barbara Schwarze, Professorin für Gender und Diversity Studies. Ihr Kollege Thomas Bals, Professor für Berufs- und Wirtschaftspädagogik und zugleich Uni-Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie, ergänzt: „Über die Hälfte eines Jahrgangs ist heute studienberechtigt – das ist ein deutlicher Unterschied zu früher. In Folge wird die Studierendenschaft immer bunter. – Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen und im Sinne der Bildungsgerechtigkeit gute Rahmenbedingungen für unterschiedliche Wege ins Studium schaffen.“

Seit 2012 fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Hochschulprojekte für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Die MWK-Referentin Dr. Katja Kohrs ist von Anfang an dabei und weiß, dass es viele Hindernisse für Studierende aus nichttraditionellen Milieus gibt. Ein Beispiel: „Familien, in denen noch niemand studiert hat, tendieren dazu, Kosten für ein Studium zu überschätzen und zugleich dessen langfristige ökonomische und soziale Vorteile zu unterschätzen.“ Hier seien nachhaltige Konzepte, maßgeschneiderte Beratung sowie zielgerechte Kommunikation Schlüssel zum Erfolg.

Dass Erfolg auch Zeit braucht, betonte der Hochschul-Vizepräsident für Studium und Lehre Prof. Dr. Alexander Schmehmann. Er dankte dem Ministerium dafür, dass es „mit Substanz und langem Atem“ mehrere themenbezogene Projekte der Hochschule fördert. Dank der Förderlinie konnte bereits vieles nachhaltig verbessert werden – ob in der Fach- und Studienberatung oder in der Zusammenarbeit mit Schulen. „60 Prozent unserer Studierenden kommen aus Nichtakademiker-Familien. Gerade für diese jungen Menschen sind eine gute Beratung und Austausch mit anderen Studierenden – beispielsweise in unseren Mentoring-Programmen – das A und O für ein erfolgreiches Studium.“

Wie bunt ist die Studierendenschaft an der Hochschule und der Universität Osnabrück? Wo sehen Studierende Hindernisse und welche Unterstützung wünschen sie sich? – Mit diesen Fragen befasste sich die QUEST-Studie, die die beiden Hochschulen gemeinsam mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung durchgeführt haben. Prof. Schwarze und die Uni-Projektmitarbeiterin Katharina Wehking stellten die wichtigsten Ergebnisse vor.

Um Bildungsgerechtigkeit sowie Hindernisse und Erfolgsrezepte vor, während und nach dem Studium ging es im Fachvortrag des Hauptredners Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, der seit Sommer dieses Jahres eine Professur für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück innehat. Der renommierte Soziologe und Bestsellerautor referierte über Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger aus benachteiligten Milieus. In seiner Rede zeigte er zudem – gestützt auf zahlreiche Studien – den Zusammenhang zwischen der derzeitigen Bildungsexpansion und den „Magnetfeldern“ wie Macht, Geld oder auch „Vitamin B“ auf, die unsichtbar sind und jedoch eine mächtige Wirkung entfalten. Gespannte Zuhörerschaft und eine lebhafte Diskussion nach einem Vortrag voller Elan, Fakten und Humor waren dem Redner sicher.

Gearbeitet wurde auch in der Mittagspause: Fünf MWK-geförderte Projekte aus der Förderlinie „Wege ins Studium öffnen“ wurden in einer moderierten Postersession vorgestellt. Anschließend standen Workshops zu vier Themenfeldern der Förderlinie auf dem Programm – geleitet von den jeweiligen Projektteams der Hochschule Emden/Leer, Hochschule Osnabrück, Ostfalia Hochschule, Universität Hildesheim und Universität Osnabrück.

„Bei der Abschlussdiskussion lobten unsere Gäste die gelungene Mischung aus Impulsvorträgen, dem Hauptvortrag und den Workshops“, freute sich die Organisatorin der Tagung Marika Gervens. Laut der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Hochschule Osnabrück seien dank dem Austausch bereits neue Ideen entstanden, wie zuweilen holperige Wege in und durch das Studium geebnet werden können.


Hintergrundinformationen:

Projektkonzeption
Die Projektkonzeption sieht eine intensive Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in der individuellen Bildungsentscheidung an der Schwelle ins Hochschulsystem vor sowie Unterstützungsformate im Studium und am Übergang in den Beruf. Auf diese Weise werden die Studierenden mit den geplanten Maßnahmen im gesamten „studentischen Lebenszyklus“ unterstützt. Zur Qualitätssicherung wird eine wissenschaftliche Begleitforschung durchgeführt. An der Universität Osnabrück wird der Fokus auf die Unterstützung von Studierenden im Studiengang „Lehramt an berufsbildenden Schulen“ gelegt. Die Hochschule Osnabrück setzt den Schwerpunkt auf die Stärkung der MINT-Studierenden beim Übergang in den Beruf. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Kooperationspartner
Das Projekt wird von zahlreichen universitäts- und hochschulinternen sowie externen Kooperationspartnern unterstützt. Zu den internen Kooperationspartnern zählen die Zentrale Studienberatung, das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) und das Institut für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück sowie das Projekt „Vielfalt integrieren“ des LearningCenters der Hochschule Osnabrück. Als externe Kooperationspartner konnten das Studentenwerk Osnabrück, die ehrenamtliche Initiative ArbeiterKind.de, das Studienförderwerk AVICENNA, die Agentur für Arbeit Osnabrück, die Koordinationsstelle Migration und Teilhabe und der Migrationsbeirat der Stadt Osnabrück sowie das Migrationszentrum und der Integrationsbeauftragte des Landkreises Osnabrück gewonnen werden.

Ansprechpartner/in für die Medien:
Lidia Wübbelmann, Hochschule Osnabrück
Telefon: 0541 969-2237
E-Mail: l.wuebbelmann@hs-osnabrueck.de

Utz Lederbogen, Universität Osnabrück
Telefon: 0541 969-4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8626.atom Ein arabischer Arzt, der Juden rettete - Lesung am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück 2019-11-11T11:56:41+01:00 2019-11-11T11:06:42+01:00 Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Der Autor Igal Avidan hat die Geschichte des Arztes in seinem Buch „Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ zum Thema gemacht und wird am Dienstag, 19. November, von 18 bis 20 Uhr, am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück daraus vorlesen. Die meisten Menschen im nationalsozialistischen Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem, der internationalen Holocaust Gedenkstätte, als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber, der Arzt Mod Helmy. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Verbündetem, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. „Rechtsradikale bemühen sich immer mehr Muslime und Juden gegeneinander auszuspielen. Das Beispiel von Mod Helmy zeigt, dass Menschen unabhängig von ihrer religiösen Herkunft entlang der Kriterien von Humanität und Empathie auch unter widrigsten Bedingungen füreinander einstehen können“, so Professor Bülent Ucar, Leiter des Institutes für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.

Der Autor Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender. Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnete seine einzigartige Geschichte nach.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung unter lesung-iit@uni-osnabrueck.de bis zum 14. November wird gebeten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dorothee Fenner, Universität Osnabrück
Institut für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 6368
dorothee.fenner@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8624.atom Engagement für die Gleichberechtigung von Frauen - Osnabrücker Professorin Eckholt erhielt zusammen mit Bischof Bode die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern Utz Lederbogen 2019-11-07T17:10:52+01:00 2019-11-07T17:00:00+01:00 Für ihre Verdienste um die Gleichberechtigung von Frauen erhielt heute (7. November) Dr. Margit Eckholt (59), katholische Professorin für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Universität Osnabrück die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern (Schweiz). Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Osnabrücker Bischof Dr. Dr. h.c. Franz-Josef Bode (68) für seinen Einsatz für Frauen in der Katholischen Kirche. Beide erhielten die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Luzern im Rahmen des Dies Academicus. Prof. Dr. Margit Eckholt ist seit 2009 am Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück tätig und engagiert sich seit vielen Jahren auch ehrenamtlich in der Frauenförderung. Sie habe entscheidend zur Diskussion von Fragen der Gleichstellung der Frau in der Kirche beigetragen, heißt es zur Verleihung der Ehrendoktorwürde.

Eckholt war u.a. Vorsitzende der Theologischen Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes und von „AGENDA - Forum katholischer Theologinnen“ und arbeitet auf internationaler Ebene vor allem mit lateinamerikanischen Theologinnen zusammen. Sie wirkte mit an der Erstellung der so genannten „Osnabrücker Thesen“, die vor zwei Jahren als Ergebnis eines ökumenischen wissenschaftlichen Kongresses verabschiedet wurden. Die Thesen stellen fest, dass sichtbare Fortschritte in der Ökumene nur zu erreichen sind, wenn Frauen in den einzelnen Kirchen Zugang zu allen Diensten und Ämtern erhalten.

Bode, promovierter Theologe und seit 1995 Bischof des Bistums Osnabrück, wurde 2013 bereits von der Universität Osnabrück mit einem Ehrendoktor der Philosophie geehrt, u.a. „für die Förderung des ökumenischen und interreligiösen Dialogs und des Gesprächs zwischen Kirche und Gesellschaft“. Bode leitet seit 2010 die Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und dort zugleich die Unterkommission „Frauen in Kirche und Gesellschaft“. Seinen Einsatz für die Frauen in der katholischen Kirche zeige er „mutig, beharrlich und mit großem Engagement“, betont die Universität Luzern in ihrer Begründung zur Verleihung der Ehrenpromotion. Bode setze sich mit Nachdruck für mehr Beteiligung von Frauen in der katholischen Kirche und insbesondere für einen höheren Frauenanteil in Leitungspositionen ein.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49076 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

 

 

]]>
news-8621.atom Über junge Geflüchtete und ihre Familien - Deutsch-kanadische Konferenz zu Migration und Integration an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-11-07T15:07:06+01:00 2019-11-07T15:00:23+01:00 Migration ist ein globales Phänomen. Um ihre Motive, Bedingungen, Folgen und die sie begleitenden Politiken zu verstehen, bedarf es entsprechend globaler Perspektiven. Diesen weitläufigen Blick nimmt die zweitägige deutsch-kanadische Konferenz ein, die ab Montag, 11. November, an der Universität Osnabrück im Helikoniensaal des Botanischen Gartens (Gebäude 64, Albrechtstraße 29) stattfindet. Im Mittelpunkt der Tagung, die von Forschenden des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück und des GESIS – Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften organisiert wird, stehen junge Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete mit ihren Familien. Die Panels konzentrieren sich unter anderem auf Fragen zur Forschung und zum Forschungsstand über diese Gruppe. Betrachtet werden zudem ihre Integration in das jeweilige Schulsystem, ihre Herausforderungen und Bewältigungsstrategien auf der Flucht und in den Aufnahmeländern sowie wirtschaftliche Aspekte und Arbeitsmarktintegration. Im Rahmen der Konferenz halten Forschende primär aus Deutschland und Kanada Vorträge, die sich aber über die Grenzen der beiden Länder hinaus auf Fallbeispiele weltweit beziehen.

Abgerundet wird die Konferenz am Dienstag, 12. November, ab 15 Uhr mit einer öffentlichen Nachmittagsdiskussion über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen junger Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteter und ihren Familien. Es diskutieren Daniela Boltres, Leiterin der Arbeitsgruppe Öffentlichkeits- und Kulturarbeit von Exil e.V., Osnabrück, Prof. Dr. Ulrike Krause, Juniorprofessorin für Flucht- und Flüchtlingsforschung der Universität Osnabrück sowie Prof. Dr. Howard Ramos, Professor für Soziologie und Sozialanthropologie der Dalhousie Universität in Kanada. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Dr. Steffen Pötzschke, GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim.

Kooperationspartner der Konferenz ist Engagement Global und die Jacobs Stiftung.

Link zur Konferenz: www.gesis.org/en/services/events/gesis-conferences/german-canadian-conference-on-migration-integration

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ulrike Krause, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
und Institut für Sozialwissenschaften
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4785
E-Mail: ulrike.krause@uni-osnabureck.de

Dr. Debora Maehler und Dr. Steffen Pötzschke
GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften
M1 10, 68159 Mannheim
Tel.: +49 621 1246 516
E-Mail: Debora.Maehler@gesis.org
E-Mail: Steffen.Poetzschke@gesis.org

 

]]>
news-8620.atom Zum Gedenken an die ermordeten Juden Europas – Wanderausstellung macht Station in der Universitätsbibliothek Osnabrück 2019-11-07T11:04:00+01:00 2019-11-07T11:02:02+01:00 Malyj Trostenez nahe Minsk war der größte Vernichtungsort in Weißrusslandwährend der deutschen Besatzungszeit von 1941 bis 1944. Der dort ermordeten Juden gedenkt die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund, der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte "Johannes Rau" Minsk und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die ab dem Abend des 14. November Station im gemeinsamen Bibliotheksgebäude der Universität und der Hochschule Osnabrück auf dem Westerberg macht. 1941 und 1942 wurden mehr als 22.000 deutsche Bürgerinnen und Bürger mit jüdischen Wurzeln nach Minsk und Trostenez deportiert. Sie hatten die Illusion, dass die nationalsozialistische Führung ihnen dort die Möglichkeit geben würde, eine neue Existenz aufzubauen. In Minsk angekommen, wurde die Mehrzahl der Deportierten jedoch sofort getötet und in Gruben verscharrt. Bis zum 18. Januar 2020 erzählt die Ausstellung in Osnabrück die Geschichte der Opfer und des Verbrechens. Sie hat zum Ziel, Malyj Trostenez als europäischen Tat- und Erinnerungsort in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.

Als Veranstalter vor Ort haben sich die Universitätsbibliothek, das Historische Seminar der Universität Osnabrück (Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung) und die Volkshochschule der Stadt Osnabrück zusammengefunden, die gemeinschaftlich auch das Begleitprogramm mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion in Kooperation mit den Osnabrücker Friedensgesprächen organisieren. Diese Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen und sind eng verzahnt mit den kommunalen Gedenkveranstaltungen um den 9. November, um die historische Erinnerung wachzuhalten und öffentlich nicht zuletzt an die junge Generation zu vermitteln.

In Zeiten eines erstarkenden populistischen Revisionismus und wachsender antisemitischer Bedrohung, die sich nun konkret und grauenhaft auch in Deutschland wieder Bahn bricht, gilt es, gemeinschaftlich und gemeinsinnig Haltung und Solidarität zu zeigen.

Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 14. November, 18 Uhr, sprechen Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin, und Dr. Aliaksandr Dalhouski von der Geschichtswerkstatt Minsk. Die Veranstaltung findet im Vortragsraum im Erdgeschoss des Gemeinsamen Bibliotheksgebäudes statt (Campus Westerberg, Nelson-Mandela-Platz 1).

Weitere Informationen und das Begleitprogramm gibt es unter www.ub.uni-osnabrueck.de/die_bibliothek/ausstellungen/aktuelle_ausstellungen.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Anneke Thiel, Universität Osnabrück
Universitätsbibliothek
Alte Münze 16/Kamp, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4314
anneke.thiel@ub.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8617.atom Studieren auf der anderen Seite des Ozeans – International Office der Universität Osnabrück informiert über Studium an Partneruniversität in North Carolina/USA 2019-11-06T10:25:08+01:00 2019-11-06T10:23:28+01:00 Über die Möglichkeiten an der University of North Carolina Wilmington (UNCW), der Partneruniversität der Uni Osnabrück, zu studieren, informieren am Donnerstag, 14. November, ab 15 Uhr das International Office der Uni und das International Student Office der UNCW aus Darmstadt. Die Veranstaltung findet im sogenannten Erweiterungsgebäude (Seminarstraße 20, Raum 15/105) statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Jennifer Fernandez-Villa von der University of North Carolina in Wilmington sowie Bianca Mollenhauer vom International Student Office der UNCW werden über die Studienmöglichkeiten und Studienbedingungen an der UNCW im Rahmen des vereinbarten Austauschprogramms sowie als „Free Mover“ referieren. Beate Teutloff vom International Office der Universität Osnabrück gibt Hinweise zu Fördermöglichkeiten für Studienaufenthalte in den USA.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Beate Teutloff, Universität Osnabrück
International Office
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4126
beate.teutloff@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8616.atom Multiresistente Erreger in der normalgesunden Bevölkerung - Universität Osnabrück sucht freiwillige Probanden und Probandinnen in Niedersachsen 2019-11-05T10:59:51+01:00 2019-11-05T10:57:47+01:00 OSNABRÜCK.- Die Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie des Instituts für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) der Universität Osnabrück führt in ihrer Betriebsstätte Georgsmarienhütte in der Laborarztpraxis Osnabrück eine Studie durch, in der erstmals die Verbreitung von multiresistenten gramnegativen Stäbchenbakterien (MRGN) in der normalgesunden Bevölkerung des Landes Niedersachsen erhoben wird. Aus diesem Grund ist die Universität Osnabrück auf der Suche nach freiwilligen Probanden und Probandinnen, die in Niedersachsen leben. Eine Anmeldung ist unter mrgn-praevalenz@gmx.de möglich. In den vergangenen Jahren sind bakterielle Krankheitserreger, die resistent gegenüber den gängigen Antibiotikaklasse reagieren, immer häufiger nachgewiesen worden. Diese sogenannten multiresistenten Erreger (MRE) erschweren zunehmend eine erfolgreiche Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Für gesunde Menschen ist der Kontakt mit MRE ungefährlich, da ihr Immunsystem intakt ist. Als MRE-Träger können sie jedoch diese an andere und somit auch potenziell gefährdete Menschen weitergeben. Daher ist die Verbreitung dieser Erreger und deren Quellen von großer Bedeutung für eine zukünftige erfolgreiche Behandlung erkrankter Personen.

Da es sich bei gramnegativen Stäbchenbakterien in erster Linie um Darmbewohner handelt, beinhaltet die Teilnahme an der Studie die Abgabe einer Stuhlprobe. Zudem fragt ein kurzer Fragebogen mögliche Risikofaktoren einer MRGN-Besiedlung ab.

Eine komplett anonyme Durchführung der Probenuntersuchung sowie der Auswertung des Fragebogens ist gewährleistet. Ein Abschlussbericht mit den Ergebnissen kann auf Wunsch angefordert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Jacqueline Hillenbrand, Universität Osnabrück
IGB Dermatologie
Betriebsstätte Georgsmarienhütte Universität Osnabrück/Laborarztpraxis Osnabrück
Rostocker Straße 5-7, 49124 Georgsmarienhütte
Tel.: +49 5401 3391 311
mrgn-praevalenz@gmx.de

]]>
news-8615.atom Fit für die zweite Runde - Universität Osnabrück bereitet Schülerinnen und Schüler auf Chemieolympiade vor 2019-11-05T10:46:05+01:00 2019-11-05T10:42:43+01:00 OSNABRÜCK.- Die internationale Chemieolympiade ist ein wahres Großereignis. Tausende von Schülerinnen und Schülern aus der ganzen Welt nehmen an der jährlich stattfindenden Veranstaltung teil. Um sich auf die bevorstehende zweite Runde der im nächsten Jahr in der Türkei geplanten Olympiade vorzubereiten, waren am 29. und 30. Oktober knapp 20 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Weser-Ems-Raum zu Gast im Institut für Chemie neuer Materialien der Universität Osnabrück. Hier wurden sie in einem Vorbereitungscamp fit gemacht für die anstehende dreistündige Klausur. Die komplette Veranstaltung wurde von der Universitätsgesellschaft mit 3000 Euro gefördert. An den beiden Tagen besichtigten die Schülerinnen und Schüler zum einen das Institut für Chemie neuer Materialien, lernten einige Großgeräte kennen, wie das Rasterelektronenmikroskop (REM) und das Infrarotspektrometer, führten im Labor komplexere organische Synthesen durch und bereiteten sich in von Studierenden und Doktoranden betreuten Workshops auf die Klausur vor.

„Ich finde es gut, dass theoretische und praktische Arbeit ausgewogen sind und natürlich ist es auch interessant, einen Einblick in das Universitätsleben zu erhalten. Spannend finde ich auch die Geräte, insbesondere das REM“, so Hannah Methe, 17 Jahre, vom Alten Gymnasium Oldenburg.

Lars Schwengels vom Gymnasium Bad Zwischenahn/Edewecht empfand den Workshop als eine gute Vorbereitung auf die nächste Runde der Chemieolympiade. „Hier haben wir Themen behandelt, die in der Schule noch nicht thematisiert wurden. So können wir mit mehr Wissen in die zweite Runde gehen.“ Auch ein Chemiestudium könnte er sich an der Universität Osnabrück vorstellen.

Für Lars Otte, Doktorand in der Chemiedidaktik war die Vorbereitung ein voller Erfolg: „Es ist schon fantastisch zu erleben, mit welchem Elan die Schülerinnen und Schüler sich für die Olympiade einsetzen und auf diese Weise das Fach Chemie einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernen.“

Auch der Leiter der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik, Prof. Dr. Marco Beeken bewertet das neue Veranstaltungsformat sehr positiv: "Es handelt sich um eine klassische Win-win-Situation. Die Schülerinnen und Schüler haben zum einen die Möglichkeit gehabt, über den klassischen Schulstundenintervall hinaus komplexe chemische Aufgabenstellungen zu bearbeiten und dabei auch  mit Studierenden und Promovierenden ins Gespräch zu kommen. Zum anderen hoffen wir natürlich, dass sich der ein oder andere der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Abitur für ein Chemiestudium entscheiden wird, im Idealfall natürlich in Osnabrück", erläuterte Beeken abschließend.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Lars Otte, Universität Osnabrück
Institut für Chemie neuer Materialien
Barbarastraße 7, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 2447
lotte@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8613.atom Konzert an zwei Flügeln - Unimusik lädt am 5. November ins Osnabrücker Schloss Utz Lederbogen 2019-11-01T15:59:37+01:00 2019-11-01T14:56:00+01:00 Am kommenden Dienstag, 5. November, findet im Rahmen der Universitätsmusik die Veranstaltung „Zwei Flügel“ um 19.30 Uhr im Musiksaal des Schlosses statt. Der Eintritt ist frei. Dorothee Schieferecke, Lehrbeauftragte für Klavier an der Universität Osnabrück und Christian Schauerte, Kirchenmusikdirektor an der Christuskirche in Ibbenbüren, präsentieren in ihrem Konzert »Zwei Flügel« ein abwechslungsreiches und breit gefächertes Repertoire. Von Barock über die Romantik bis hin zur Moderne stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Darius Milhaud und anderen auf dem Programm.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel: +541 969 4684  
E-Mail: unimusik@uos.de

 

 

]]>
news-8611.atom Der lange Schatten, der nicht weichen will - Universität Osnabrück lädt ein zu Ringvorlesung über antisemitische Gewalt in der Geschichte Utz Lederbogen 2019-11-01T13:42:25+01:00 2019-11-01T13:39:05+01:00 Es geht darum, ein Zeichen zu setzen: Vor wenigen Tagen rüttelte das Attentat auf die Synagoge in Halle an der Saale die Bevölkerung auf. Inwieweit rund 75 Jahre nach der Shoa immer noch antisemitisches Gedankengut in der deutschen Bevölkerung virulent ist, darüber möchte eine Ringvorlesung des Historischen Seminars der Universität Osnabrück ab Dienstag, 5. November, diskutieren. Das Besondere dabei: die hochaktuelle Thematik wird aus transdisziplinärer Perspektive behandelt. „Antisemitisches Denken und daraus entstehende antisemitisch begründete Gewalt sind keinesfalls nur Phänomene der Gegenwart“, so der Osnabrücker Mediävist und Initiator der Ringvorlesung, Prof. Dr. Thomas Vogtherr. „Vielmehr gilt es den Blick in zwei Richtungen zu weiten: einmal thematisch in die Historie hinein und zweitens interpretatorisch auch über die Geschichtswissenschaft hinaus.“

Den Anfangspunkt macht am 5. November eine Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Michael Grünberg, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Judith Vogel, die sich wissenschaftlich mit der Arbeit jüdischer Gemeinden beschäftigt hat, Georg Hörnschemeyer, dem Vorsitzenden des Vereins Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht, und Dr. Sebastian Weitkamp, Mitarbeiter der Gedenkstätte Esterwegen. Hauptthema wird aus aktuellem Anlass eine Bestandsaufnahme antisemitischer Gewalt sein.

Im weiteren Verlauf der Vorlesung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück und auswärtige Vortragende Antisemitismus und Rechtsextremismus im Laufe der Geschichte zum Thema machen, Judenfeindlichkeit aber auch aus sozialpsychologischer und theologischer Sicht betrachten.  

Die Vorlesungen finden jeweils dienstags von 18 bis 20 Uhr im Hörsaalgebäude in der Kolpingstraße (Raum 01/EZ04) statt, am 4. Februar 2020 ist die Veranstaltung abweichend in der Universitätsaula.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Thomas Vogtherr, Universität Osnabrück
Historisches Seminar
Schloßstraße 8, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4396
E-Mail: thomas.vogtherr@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8609.atom Fachgebiet Textiles Gestalten der Uni Osnabrück veranstaltete Modenschau im Look der 20er Jahre 2019-10-30T14:53:58+01:00 2019-10-30T14:52:10+01:00 Eine Zeitreise der besonderen Art konnten am Samstagabend, 26. Oktober, Besucherinnen und Besucher der Charterfeier des Zonta Club Osnabrück Westfälischer Friede e.V. im Alando Palais in Osnabrück miterleben. Lehramtsstudierende des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück ließen in einer Modenschau das Zeitalter der 20er Jahre auferstehen. Über mehrere Monate gestalteten die Studierenden in einem Seminar typische Modelle dieses Jahrzehntes und präsentierten die Mode einem Publikum, welches anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Zonta-Vereins im Stil der 20er Jahre erschienen war.

Besonderer Wert wurde im Textilseminar auf die Verbindung von Zeitgeist und Mode der 20er Jahre gelegt. In dieser Zeit nahm die Emanzipation der Frauen, insbesondere die Veränderung der Stellung der Frau in der Gesellschaft, spürbar Fahrt auf. Das neue Selbstbild der Frauen spiegelte sich in der veränderten Mode wider: selbstbewusster Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, angemessene und praktische Kleindung für neu eroberte Berufsfelder und lustvolles Genießen der hinzugewonnenen Freiheiten. Dies alles ließen die Studierenden in ihre Entwürfe einfließen. Der historische Kontext wurde in der Moderation der Modelle erläutert. Das Projekt wurde unter der Leitung der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Textilen Gestaltens, Alexandra Wilker und Christine Löbbers, realisiert. Das musikalische Gefühl der „roaring twenties“ wurde durch ein Jazz-Trio transportiert, welches die Show live begleitete.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Christine Löbbers, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4006
christine.loebbers@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8608.atom Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität im Einklang – Forschungsprojekt der Universität Osnabrück untersucht Einfluss von Moorrenaturierung auf die Umwelt 2019-10-30T09:46:23+01:00 2019-10-30T09:43:54+01:00 Ein Forscherteam aus der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück ermittelte in einer aktuellen Studie im Fachmagazin Biological Conservation, wie sich Klima- und Biodiversitätsschutz durch die Renaturierung von Mooren in Einklang bringen lassen. Der Renaturierungserfolg hing maßgeblich von der Landnutzungsgeschichte der wiedervernässten Hochmoorstandorte ab. Renaturierungsflächen auf nährstoffarmen Standorten wiesen ähnlich viele Hochmoorspezialisten wie die Kontrollgewässer auf, während die nährstoffreicheren Gewässer stärker durch das Vorkommen von Zwischenmoorarten geprägt waren. Hochmoore sind Lebensraum für viele gefährdete Arten und erfüllen gleichzeitig wichtige Ökosystemfunktionen. Da Moore zu den bedeutendsten globalen Kohlenstoffspeichern gehören, muss dem Erhalt dieser Ökosysteme weltweit eine besondere Bedeutung beigemessen werden. Jedoch ist der Fortbestand von Moorökosystemen durch den Landnutzungswandel vielerorts stark bedroht. Aufgrund großflächiger Kultivierungsmaßnahmen ist die Fläche intakter Moore in Mitteleuropa bis heute auf 1 Prozent ihrer ursprünglichen Ausdehnung geschrumpft.


Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität degradierter Moorökosysteme in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Naturschutzpraxis gerückt sind. Jedoch gibt es bisher nur wenige wissenschaftlich fundierte Studien, die die Auswirkungen der Renaturierung in Hochmooren systematisch untersucht haben. Da Libellen als Surrogat-Arten aquatischer Ökosysteme gelten, wurden sie in einer aktuellen Publikation als Modellorganismen zur Evaluation von Wiedervernässungs-Maßnahmen in ehemaligen Abtorfungsflächen herangezogen. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass der Renaturierungserfolg maßgeblich von der Landnutzungsgeschichte der wiedervernässten Hochmoorstandorte abhängt.

„Während Standorte auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Abtorfungsflächen durch einen hohen Nährstoffreichtum gekennzeichnet waren, wiesen industriell abgetorfte Moore ohne landwirtschaftliche Vornutzung nährstoffarme Umweltbedingungen auf“, erklärt apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Leiter der Abteilung Biodiversität und Landschaftsökologie an der Universität Osnabrück. Demzufolge konnten für die Probeflächen Unterschiede in der Artzusammensetzung der Libellen festgestellt werden.

So wiesen Renaturierungsflächen auf nährstoffarmen Standorten ähnlich viele Hochmoorspezialisten wie die Kontrollgewässer auf, während die nährstoffreicheren Gewässer stärker durch das Vorkommen von Zwischenmoorarten geprägt waren. „Diese Zusammenhänge verdeutlichen, dass der Erfolg der Hochmoorrenaturierung vor allem durch das Nährstoffniveau limitiert wird. Jedoch deuten die Ergebnisse der Studie zugleich daraufhin, dass auch die Wiedervernässung mit Nährstoffen angereicherten Hochmoorstandorten zum Erhalt artenreicher Libellengemeinschaften beitragen kann“, betont Fartmann. Folglich sollten Wiedervernässungsmaßnahmen in ehemaligen Torfabbaugebieten sowohl aus Sicht des Klima- als auch des Biodiversitätsschutzes verstärkt gefördert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 3551
t.fartmann@uos.de

]]>
news-8606.atom Ringvorlesung an der Universität Osnabrück beschäftigt sich mit aktueller Familienforschung 2019-10-29T11:03:21+01:00 2019-10-29T11:01:40+01:00 Wie ist angesichts der vielfältigen Lebensformen das Konstrukt ‘Familie‘ heute eigentlich noch zu begreifen? Mit dieser Thematik beschäftigt sich dieRingvorlesung „FamilienLeben: Familiale Lebensführung in der Gegenwartsgesellschaft“, die die Institute für Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaft der Universität Osnabrück veranstalten. Ab Mittwoch, 6. November, finden die Vorlesungen wöchentlich ab 16 Uhr im EW-Gebäude (Seminarstraße 20, Raum 01/E01) statt.  Die gegenwärtige sozialwissenschaftliche Familienforschung ist durch zwei Krisendiskurse geprägt. Der erste hat eine vergleichsweise lange Tradition; er reicht bis in das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. In ihm wird „Familie“ als potentiell gefährdetes Gebilde betrachtet, das verschiedene Auflösungstendenzen aufweise und womöglich nicht mehr in der Lage sei, die erforderlichen Beiträge für die Gesellschaft zu erbringen. Der zweite Diskurs ist neueren Datums. Er kreist um die Frage, wie denn angesichts einer „Pluralisierung der Lebensformen“ Familie überhaupt noch sozialwissenschaftlich zu begreifen sei. Wenn man nicht mehr wie selbstverständlich auf eine Vorstellung von ‚Vater-Mutter-Kind‘ unter dem Dach der Ehe zurückgreifen kann, wenn unverheiratet Zusammenlebende, „Fortsetzungsfamilien“, homosexuelle Paare mit Kindern, gar nicht ‚wirklich‘ Zusammenlebende und vielleicht sogar schon Paarbeziehungen als „Familie“ gelten sollen – wie lässt sich dann gehaltvoll bestimmen, was Familienbeziehungen als besondere Formen von Sozialbeziehungen ausmachen?

„In dieser Ringvorlesung werden aktuelle Forschungen vorgestellt, die mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen Gegenwartsdiagnosen zum Verhältnis von Familie und Gesellschaft unternehmen. Allerdings wird dabei nicht von vornherein eine Defizitperspektive angelegt, was Familien ‚noch‘ oder ‚nicht mehr‘ sind bzw. leisten. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass es ‚Familie‘ (in den unterschiedlichsten Konstellationen) gibt und es darum geht, zum Verständnis des Familienlebens unter den Bedingungen der Gegenwartsgesellschaft beizutragen“, so Prof. Dr. Kai-Olaf Maiwald vom Institut für Sozialwissenschaften, der die Vorlesung mitveranstaltet.

Gleichzeitig soll es aber in den Vorträgen und in der Diskussion immer auch darum gehen, die besonderen Eigenschaften und Probleme dieser Beziehungsform herauszuarbeiten. Die Ringvorlesung gibt einen Einblick in aktuelle Forschungen, sie ist keine Einführung in die soziologische und erziehungswissenschaftliche Familienforschung. Es wird vorausgesetzt, dass die Teilnehmenden schon über entsprechende Grundkenntnisse verfügen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Katrin Golsch, Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4207
katrin.golsch@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8602.atom „Mauerst Du noch oder lebst Du schon?“ - Ökumenischer Hochschulgottesdienst zur Semestereröffnung erinnert an den Mauerfall Utz Lederbogen 2019-10-29T10:39:15+01:00 2019-10-29T10:36:09+01:00 Auch in diesem Semester tragen die Universität und Hochschule Osnabrück gemeinsam die Ökumenischen Hochschulgottesdienste. Im Eröffnungsgottesdienst des Semesters am Mittwoch, 30. Oktober, wird unter anderem an den Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren erinnert. Beginn ist um 19 Uhr in der Katharinenkirche. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Hochschulen sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die weiteren Hochschulgottesdienste im aktuellen Semester werden sich am Jahreskreis orientieren. Im Mittelpunkt steht jeweils eine Predigt, die von unterschiedlichen Dozenten der Universität und Hochschule gehalten wird. Am Sonntag, 10. November, spricht Prof. Dr. Anselm Hagedorn vom Institut für Evangelische Theologie der Universität Osnabrück.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Nathalie Giesen, Leitung Kath. Hochschulgemeinde
Lohstraße 16-18, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 350 7115
E-Mail: giesen@khg-os.de

 

]]>
news-8599.atom Feld- und Stallarbeit in digitalen Zeiten: Uni koordiniert Zukunftslabor Digitalisierung Agrar 2019-10-28T15:23:46+01:00 2019-10-28T14:46:36+01:00 Es ist einer der thematischen Schwerpunkte des KI-Campus der Universität Osnabrück: die Digitalisierung der Landwirtschaft, also die Vernetzung und datentechnische Integration von Maschinen, Prozessen und Akteuren der landwirtschaftlichen Produktion. Unter Federführung von Prof. Dr. Joachim Hertzberg wird die Universität mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und landwirtschaftlichen Betrieben die Koordination des Zukunftslabors Digitalisierung Agrar (ZLA) übernehmen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) stellt für das Labor insgesamt rund 3,7 Millionen Euro bereit.  Zum Hintergrund: Das ZLA ist eines von sechs "Zukunftslaboren Digitalisierung", die das MWK zu unterschiedlichen Anwendungsthemen einrichtet. Koordiniert werden die Labore durch das Zentrum Digitale Innovation (ZDIN) in Oldenburg, dessen Direktorium am 28. Oktober in Hannover im Rahmen einer Feierstunde konstituiert wurde. Das ZDIN soll den Prozess der digitalen Transformation in Niedersachsen wissenschaftlich begleiten, mitgestalten und Innovationen erleichtern. Generelles Ziel ist die Stärkung der niedersächsischen Forschungskompetenzen in der Digitalisierung und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. Darüber hinaus ist es Aufgabe, den Dialog mit der Gesellschaft zu begleiten. Die Zukunftslabore werden dabei definiert als Themenplattformen, in denen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit Praxispartnern vernetzen. 

Im Mittelpunkt der Forschung im ZLA wird unter anderem gefragt wie es möglich ist, die Datendurchlässigkeit und Datenhoheit bei der Digitalisierung der Landwirtschaft zu gewährleisten und wie man die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Erzeugung durch Digitalisierung unterstützen kann. Denn grundsätzlich gilt, dass bei der Digitalisierung der Landwirtschaft im Erfolgsfall große Datenmengen entstehen. KI-Methoden spielen bei der Analyse dieser Daten auf allen Ebenen der Untersuchung eine zentrale Rolle.

In diesem Sinne gehören zu den maßgeblichen Aufgaben des ZLA das Datenmanagement und die Dateninterpretation sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Arbeitsumfeld, die Ausbildungsinhalte und die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. „ Digitalisierung nützt zum Beispiel bei der Dokumentation“, so Prof. Hertzberg. „Bauern müssen und wollen dokumentieren, dass sie bei der Arbeit im Stall und auf dem Feld alle Gesetze und Regeln einhalten. Wenn diese Dokumentation, die zum Teil in Inhalt und Form gesetzlich vorgeschrieben ist, in digitalisierten Prozessen gleichsam nebenher, aber zuverlässig abfällt und in dieser Form auch rechtlich akzeptiert wird, spart das einen Riesenaufwand.“ 

Koordiniert von der Universität Osnabrück, nehmen neben einer Vielzahl von Praxispartnern, wie landwirtschaftlichen Betrieben und Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, folgende Wissenschaftseinrichtungen am ZLA teil:Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Hochschule Osnabrück, Julius Kühn-Institut, Thünen-Institut, Technische Universität Braunschweig, Universität Göttingen sowie die Universität Vechta.

Die Universität Osnabrück kann auf eine langjährige Expertise in diesem Bereich zurückblicken, wie der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, beim Startschuss für die Zukunftslaborehervorhob. Und die Präsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, ergänzt: „Unsere Universität mit dem KI-Campus bietet sich geradezu idealtyptisch an, um die Forschungsarbeit eines solches Zukunftslabors zu koordinieren, da wir neben der wissenschaftlichen Expertise zugleich ein umfassendes Netzwerk an Institutionen mitbringen, welches den Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis und auch deren Rückkoppelung in die Wissenschaft gewährleistet. Es macht mich sehr glücklich, dass diese Erfahrungen auch von Seiten des Ministeriums so wertgeschätzt werden.“ 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4516
E-Mail: oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8604.atom Besondere Ehre für Professorin der Uni Osnabrück - Prof. Dr. Pascale Cancik in den Vorstand der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer gewählt Utz Lederbogen 2019-10-29T10:42:46+01:00 2019-10-28T10:39:00+01:00 Prof. Dr. Pascale Cancik, Professorin im Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück, ist in Marburg in den dreiköpfigen Vorstand der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer gewählt worden. Die Vereinigung, 1922 gegründet, ist die zentrale Wissenschaftsorganisation für das öffentliche Recht. Auf ihren Jahrestagungen werden grundlegende Fragen von Recht und Gesellschaft verhandelt. Der Vorstand wird jeweils für zwei Jahre gewählt. Pascale Cancik ist die vierte Frau im Vorstand seit Bestehen der Vereinigung. „Es ist eine große Ehre für mich, mit meinen beiden Kollegen die Vereinigung die nächsten zwei Jahre zu vertreten. Neben den Jahrestagungen gehört die Vorbereitung des hundertjährigen Gründungsjubiläums zu den Aufgaben dieses Vorstandes. Das wird also eine spannende Zeit werden“, so Cancik.

Die Vereinigung hat mittlerweile um die 800 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie einige Mitglieder aus weiteren Staaten wie Frankreich oder Japan. Unter den Mitgliedern sind wichtige Amtsträger, etwa Richter und Richterinnen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, des Bundesverfassungsgerichts und der Landesverfassungsgerichte.

„Angesichts der starken Ausdifferenzierung des öffentlichen Rechts in viele Subdisziplinen besteht die besondere Aufgabe der Vereinigung darin, den Vertretern und Vertreterinnen des öffentlichen Rechts einen gemeinsamen Raum für Debatten zu bieten“, erklärt Cancik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Pascale Cancik, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
Martinistraße 12, 49078 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6099
E-Mail: LS-Cancik@uos.de

 

]]>
news-8597.atom Vorträge: Biophysik und Theologie im Widerspruch? 2019-10-25T10:53:37+02:00 2019-10-25T10:51:45+02:00 Es ist ein Thema, das die Menschheit schon seit Jahrtausenden beschäftigt – am Donnerstag, 7. November, werden zwei renommierte Wissenschaftler aus der Biophysik und der Evangelischen Theologie der Universität Osnabrück über das Thema „Schöpfung“ sprechen. Veranstaltet werden die Vorträge im Gebäude an der Süsterstraße 28. Beginn ist um 18 Uhr. Anmeldungen werden bis zum 29. Oktober unter stefanie.kaemmerer@uos.de erbeten.  198/2019         25.10.2019

Zum einen wird der Biophysiker und Berater des Nobelpreiskomitees Prof. Dr. Wolfgang Junge aus der Perspektive seines Faches vortragen. Er schreibt, dass die inzwischen entwickelten experimentellen und theoretischen Methoden der Naturwissenschaften keinen Hinweis auf „Eingriffe eines ‚Schöpfers‘ in den laufenden Betrieb“ zutage gefördert hätten. Alle Entwicklungen hätten sich im Rahmen der quantenmechanischen und thermodynamischen Unschärfe nach den Gesetzen der Physik und den Prinzipien der biologischen Evolution zugetragen.  

Aus der Sicht der Theologie wird der Alttestamentler Prof. Dr. Anselm Hagedorn berichten, der wie Junge an der Universität Osnabrück lehrt. Er hebt hervor, dass die Schöpfungsgeschichte ein menschlicher Versuch sei, die Welt theologisch zu deuten. Diese Deutung stehe aber nicht im Gegensatz zu naturwissenschaftlichen Erklärungen, sondern reflektierte lediglich das Wissen der damaligen Zeit. Entgegen weit verbreiteter Ansicht spiele das Thema Schöpfung im Alten Testament nur eine untergeordnete Rolle.

Im Anschluss an die jeweils halbstündigen Vorträge bleibt ausreichend Zeit für eine Diskussion. Die Veranstaltung knüpft an den Abend mit Pastor Dr. Frank Ulhorn im Januar dieses Jahres über das „Ewige Leben“ an.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institute (ELSI)

Süsterstraße 28, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4462
christian.v.bar@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8596.atom Abschiedsvorlesung eines renommierten Politologen – Universität Osnabrück verabschiedet Prof. Dr. Roland Czada in den Ruhestand 2019-10-24T11:22:51+02:00 2019-10-24T11:14:26+02:00 Anlässlich der Pensionierung von Prof. Dr. Roland Czada lädt das Institut für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück zu einer öffentlichen Abschiedsvorlesung mit dem Thema „Woran Demokratien scheitern. Über die institutionellen Determinanten guter Regierungspraxis“ am Mittwoch, 30. Oktober, ein. Beginn ist um 16.15 Uhr im Universitätsgebäude an der Seminarstraße 20, Hörsaal 15/E16. Geboren 1952 in Stuttgart, studierte Czada nach einem Redaktionsvolontariat Politikwissenschaft, empirische Kulturwissenschaft und Psychologie an der Universität Tübingen. Auf sein Magisterexamen 1979 folgten Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin und an der Universität Konstanz. Dort promovierte er 1986 und erhielt 1992 mit einer Habilitationsschrift zur kerntechnischen Sicherheitsregulierung die Lehrbefugnis für Politik und Verwaltungswissenschaft. Auf einen zweijährigen Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln folgten Professuren an der FernUniversität Hagen und der Universität Kapstadt. 2002 wurde er auf die Professur für Staat und Innenpolitik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück berufen. Zudem war er von 2006 bis 2017 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates der Osnabrücker Friedensgespräche. Seine besonderen Forschungsschwerpunkte waren die Politik der deutschen Vereinigung, Beziehungsnetzwerke zwischen Staat und Interessenverbänden und zuletzt die Themen langfristige Planung, Energie- und Klimawende sowie die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Roland Czada, Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4134
roland.czada@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8595.atom Psychotherapeutische Versorgung in der Region sicherstellen – In den Startlöchern für das neue Psychotherapeutengesetz: Universität Osnabrück verabschiedete Psychologieabsolventinnen und –absolventen 2019-10-24T10:44:39+02:00 2019-10-24T10:42:21+02:00 Rund 100 Absolventinnen und Absolventen der Bachelor- und Masterstudienprogramme der Psychologie an der Universität Osnabrück wurden vor kurzem im Rahmen einer Feierstunde in der OsnabrückHalle für ihre Abschlüsse geehrt. Auf der Veranstaltung wurde von den Rednerinnen und Rednern darauf eingegangen, dass das Studium der Psychologie eines der beliebtesten Studienfächer darstellt, was sich auch in dem hohen Numerus Clausus von derzeit der Note 1,3 an der Universität Osnabrück widerspiegelt. Auch wurde dargestellt, wie sehr sich das Studium ab dem Wintersemester 2020 grundlegend ändern wird. Zum Hintergrund: Im September 2020 tritt das neue Psychotherapeutengesetz in Kraft. Demzufolge wird das Masterstudium an deutschen Universitäten komplett neu strukturiert. Ziel ist es, dass die Absolventinnen und Absolventen künftig ihre staatliche Approbationsprüfung als Psychotherapeuten bereits nach dem Masterabschluss ablegen können und nicht, wie bislang üblich, nach einer kostenpflichtigen mehrjährigen Weiterbildung, die sich an den Masterabschluss anschließt. „Das ist eine Entwicklung, die wir durchaus begrüßen“, so die Psychologin Prof. Dr. Silja Vocks, Leiterin des Fachgebiets Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Osnabrück. „Diese Veränderung führt zu einer deutlichen Aufwertung der Psychotherapeutenausbildung, die wir seit vielen Jahren fordern.“

Trotz dieser Vorteile ist die Umstellung für die rund 50 Universitäten, die Psychologie als Hauptstudium anbieten, mit hohen Kosten verbunden. Aufgrund der Vorverlegung der Approbationsprüfung werden vermehrt betreuungsintensive Lehrveranstaltungen bereits in das Studium integriert. Beispiele sind psychotherapeutische Übungen sowohl an Schauspielpatienten als auch unter Aufsicht und qualifizierter Anleitung an „echten“ Patienten.

„Das Institut für Psychologie an der Universität Osnabrück ist zwar für diese anstehenden Veränderungen sehr gut aufgestellt; es ist jedoch eine deutliche Aufstockung des Lehrpersonals notwendig. Die gemäß des neuen Qualifikationsweges ausgebildeten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten - mit sich anschließender Weiterbildung zum Fachtherapeuten - werden notwendig sein, um die psychotherapeutische Versorgung in der Region Osnabrück auch in Zukunft sicherstellen zu können“, erklärt der Psychologe apl. Prof. Dr. Henning Schöttke. In Osnabrück werden rund 1.400 Patientinnen und Patienten jährlich psychotherapeutisch im Rahmen der bisherigen Ausbildung versorgt, darunter viele Kinder – ein Umfang, der auch in Zukunft im Rahmen der Ausbildung an der Universität sichergestellt werden soll. „Bisher ist jedoch die Finanzierung komplett ungeklärt, denn der Bund und die Länder haben sich bislang nicht geeinigt, wer die Kosten letztendlich tragen soll. Es besteht die große Gefahr, dass die Universitäten die Ausbildung nur auf Kosten anderer Studienplätze realisieren können“, so die Präsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl. „Dabei muss die Finanzierung umgehend geklärt werden, um den Universitäten Handlungssicherheit zu geben und die Gesundheitsversorgung in der Region langfristig sicherzustellen.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8593.atom Erneute Auszeichnung für nachhaltiges Handeln: Universität Osnabrück ist „Mehrfachsieger“ 2019-10-23T12:23:24+02:00 2019-10-23T12:21:54+02:00 Im Jahr 2017 wurde die Universität Osnabrück als „Recyclingpapierfreundlichste Hochschule“ ausgezeichnet. Da sie diese herausragende Leistung jedes Jahr bestätigen konnte, gehört sie nun im Papieratlas 2019 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) zu den “ Mehrfachsiegern“.   

Mit dem Papieratlas 2019 erfasst die IPR in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt und dem Deutschen Hochschulverband zum vierten Mal in Folge den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten deutscher Hochschulen. Erstmals messen sich 45 Hochschulen im positiven Wettbewerb untereinander. Durchschnittlich setzen sie bereits über 70 Prozent Papier mit dem Blauen Engel ein und erreichen damit einen neuen Rekord.  

Papier mit dem Blauen Engel steht für nachhaltiges Handeln. Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. So konnte die Universität Osnabrück in den vergangenen drei Jahren durch die Verwendung von Recyclingpapier mehr als vier Millionen Liter Wasser und über 843.000 Kilowattstunden Energie einsparen.

Neben dem Hochschulwettbewerb wird der Papieratlas seit 2008 für Städte und seit 2018 auch für Landkreise durchgeführt. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an die Städte Bonn, Oldenburg und Karlsruhe sowie die Kreise Höxter und Ahrweiler.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Lea Eggers, Projektmanagerin
Initiative Pro Recyclingpapier
Nissen Consulting GmbH & Co. KG
Schumannstraße 17, 10117 Berlin
Tel.: 030 315 1818-73
lea.eggers@papiernetz.de

]]>
news-8592.atom Anpassung der Pflanzen an das Landleben – Gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Osnabrück und Bielefeld von DFG gefördert 2019-10-22T09:46:08+02:00 2019-10-22T09:38:46+02:00 Wie sich die ersten Pflanzen vor 500 Millionen Jahren an das Leben an Land anpassten, untersucht ein Forschungsprojekt, welches gemeinsam von den Universitäten Osnabrück und Bielefeld durchgeführt wird. Dr. Sabine Zachgo, Professorin für Botanik im Fachbereich Biologie/Chemie und Direktorin des Botanischen Gartens an der Universität Osnabrück, erhielt zusammen mit Prof. Dr. Andrea Bräutigam, Professorin für Computational Biology in Bielefeld, Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Höhe von über 400.000 Euro für ein Moos-Sequenzierungsprojekt plus weitere Mittel für die umfangreichen Sequenzierungskosten. Vor ca. 500 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Landpflanzen aus einem algenartigen Vorläufer, der noch im Wasser lebte, das diese aquatischen Organismen vor hoher UV- und Lichteinstrahlung und Dürreperioden schützt. Die Sequenzierungsdaten werden zeigen, wie die ersten Landpflanzen sich vor Stressfaktoren schützten und damit auch dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels und die damit einhergehenden, heutigen Anpassungen an veränderte Umweltbedingungen besser zu verstehen.

Als Modellorganismus verwenden die Forscher das Lebermoos Marchantia polymorpha, welches sie aus dem Botanischen Garten im Labor in Kultur genommen haben. Prof. Zachgo freut sich, dass durch den Botanischen Garten und seine Expertise organismische und molekulare Forschungsfragen am Modellorganismus Marchantia miteinander verknüpft werden und über 600 Proben zum Sequenzieren generiert werden. Die Proben stammen aus unterschiedlichen Entwicklungsstadien, Stressbehandlungen (z. B. Trockenheit, erhöhte Licht- und UV-Lichteinstrahlung) und verschiedenen Standorten im Botanischen Garten und zeigen, wie einzelne Gene auf unterschiedliche Bedingungen reagieren, welches mittels eines sogenannten ‚Transkriptom-Atlases‘ der internationalen Gemeinschaft von Marchantia-Forschern zugänglich gemacht wird.

Durch die Zusammenarbeit mit Prof. Bräutigams Team werden moderne bioinformatische Methoden, wie die des überwachten maschinellen Lernens (‚supervised machine learning‘) genutzt, um Schlüsselgene zu identifizieren, die komplexe regulatorische Netzwerke kontrollieren. ‘‘Die bioinformatisch generierten Daten und daraus erstellten Hypothesen werden dann von unserem Team durch molekulargenetische Untersuchungen im Kontext der SFB 944 und EvoCell Graduiertenkollegs experimentell validiert“, so Prof. Dr. Sabine Zachgo zur Vorgehensweise innerhalb des Forschungsprojekts.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. rer. nat. Sabine Zachgo, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2840
sabine.zachgo@biologie.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8591.atom Erlebnisse, die als Spuren haften bleiben – Galerie „Stichpunkt“ der Universität Osnabrück präsentiert neue Ausstellung 2019-10-21T11:22:32+02:00 2019-10-21T11:20:04+02:00 Kleidung umgibt uns unmittelbar. Das darin Erlebte bleibt als Erfahrung,aber auch als sichtbare Spur haften und die Kleidungsstücke werden so zum „Erfahrungsort“. Die neue Ausstellung „Kleidung als Erfahrungsort“ des Fachgebiets Textiles Gestalten der Universität Osnabrück präsentiert ab Montag, 21. Oktober, für sechs Wochen in der Galerie „Stichpunkt“ (Seminarstraße 33-34) Exponate, die zu dieser Thematik von Studierenden angefertigt wurden. Im Rahmen der Erstsemesterwoche wird die Ausstellung durch Führungen von Studierenden für Studierende ergänzt. „Das Hemd in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen - ob Unterhemd, Nachthemd, Erstlingshemd, Taufhemd oder Sonntagshemd - ist unserem Körper am nächsten und begleitet uns durch das gesamte Leben. Es ist prädestiniert als „Erfahrungsort“ und gleichzeitig Sammelstelle und Konzentrat von existenziellen oder beiläufigen Erlebnissen“, so Annette E. Schneider, Lehrbeauftragte im Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück.

Unter ihrer Anleitung haben Studierende, ausgehend von individuell Erlebtem, Grundformen von Hemden ausgewählt und hergestellt. Danach wurden die selbstgefertigten Stücke getragen und die darin gemachten oder erinnerten Erlebnisse dokumentiert. Die so entstandenen Spuren auf der Kleidung wurden durch Nachbearbeitung intensiviert und bewusst gemacht. In einer letzten Phase wurden alle Hemd-Objekte in Teamarbeit zu einer Installation zusammengesetzt.

Führungen mit Studierenden finden an diesen Terminen statt:
Montag, 21.10.2019, 17.30 - 18.00 Uhr
Dienstag, 22.10.2019, 12.00 - 12.30 Uhr
Donnerstag, 24.10.2019, 13.30 - 14.00 Uhr

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Lucia Schwalenberg, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4219
lucia.schwalenberg@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8590.atom Beeinflusst die Messung das Ergebnis? – Studie der Uni Osnabrück vergleicht Methoden für das Erforschen von moralischen Dilemmata im Straßenverkehr 2019-10-18T12:32:32+02:00 2019-10-18T12:29:48+02:00 Inwiefern die Ergebnisse aus komplexen Virtual Reality (VR)- und Fragebogenstudien vergleichbar sind, wenn sie das Verhalten von Menschen in extremen Situationen erfassen, beschäftigt Forscher der Kognitionswissenschaft an der Universität Osnabrück. Das Team um Doktorand Leon Sütfeld untersucht hierfür das Verhalten von Versuchsteilnehmern in Dilemmasituationen im Straßenverkehr. Die Frage, wie wir uns in moralischen Dilemmasituationen verhalten, hat durch die Entwicklung selbstfahrender Autos neuen Aufwind bekommen. Schließlich müssen die Fahrzeuge darauf programmiert sein, in kritischen Situationen angemessen zu reagieren. Studien, in denen Versuchsteilnehmer wählen müssen, wen bzw. welche Gruppe von Personen sie am ehesten retten würden, sollen helfen, unseren moralischen Kompass auszuloten, um Richtwerte für das Verhalten von automatisierten Fahrzeugen aufzuzeigen. Eine Vielzahl solcher Studien weltweit hat sich bereits dieses Themas angenommen, allerdings oft mit komplett verschiedenen methodischen Herangehensweisen.

Die Studien unterscheiden sich in einer Vielzahl von Eigenschaften, wie etwa der visuellen Darstellung — bildlich oder in Text —, dem Zeitdruck, oder der Perspektive aus der die Situation dargestellt wird. “Ob ich mich virtuell in ein fahrendes Auto begebe, und mich in Sekundenbruchteilen zwischen Menschen entscheiden muss, die ich vor mir auf der Straße sehe, oder ob ich lediglich ein Kreuz auf einem Blatt Papier mache, kann die emotionale Ausgangslage komplett umkrempeln”, so Prof. Dr. Gordon Pipa, einer der beiden Seniorautoren der Veröffentlichung. Zuvor hatten vergleichende Studien für andere Arten von Dilemmata teils starke Abhängigkeiten zwischen Methode und Teilnehmerverhalten zutage gefördert.

Die Kognitionswissenschaftler der Universität Osnabrück führten daher zwei Studien durch, in denen systematisch verschiedene Aspekte der Darstellung variiert wurden, um zu erfassen, welche methodischen Aspekte für mögliche Unterschiede im Verhalten der Teilnehmer entscheidend sind. So wurden text- und bildbasierte Darstellungen, Bildschirm- und VR-basierte Darstellungen, und Zeitdruck in mehreren Abstufungen einander gegenübergestellt. Zur Auswertung der Ergebnisse verwendeten die Forscher moderne statistische Verfahren, mit denen sich die einzelnen Einflussfaktoren sehr genau nachvollziehen lassen.

“Interessant zu beobachten ist, dass die Entscheidungen der Teilnehmer in diesem Kontext nicht stark von der verwendeten Methodik abhängen. Die Daten sprechen dafür, dass in allen Versuchsbedingungen sehr ähnliche Konstrukte gemessen werden”, fasst Leon Sütfeld die Ergebnisse zusammen. Das Team versteht dies als Indiz, dass die Erkenntnisse bzgl. unseres Verhaltens aus dieser und vorangegangenen Studien auf einer belastbaren Basis stehen. Damit einher geht die Forderung, dass das intuitive Moralverständnis, das in solchen Studien offengelegt wird, in der Entwicklung und Regulierung selbstfahrender Autos berücksichtigt werden muss, um die Akzeptanz dieser Technologie nicht zu gefährden.

Die Studie erscheint im Open Access Journal PLOS ONE, und steht unter folgendem Link zur Verfügung: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0223108

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Leon René Sütfeld, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Wachsbleiche 27, 49088Osnabrück
lsuetfel@uos.de

]]>
news-8589.atom Ein herzliches Willkommen! – Feierliche Begrüßung von rund 3.900 Studierenden an der Universität Osnabrück 2019-10-18T11:37:26+02:00 2019-10-18T11:36:01+02:00 Für rund 3.900 Erstsemester beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt: Am Mittwoch, 23. Oktober, begrüßt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl die neuen Studierenden an der Universität Osnabrück in der OsnabrückHalle. Ein Vortrag von Jan Eisenblätter, ehemaliger Psychologie-Student der Uni, wird dabei ein Höhepunkt sein. Nach seinem Studium hat Eisenblätter sich erfolgreich selbstständig gemacht und betreibt nun eine Agentur in Osnabrück, die deutschlandweit tätig ist. In diesem Jahr findet die Erstsemesterbegrüßung wieder in der Einführungswoche „Start ins Studium statt“. Einlass in der OsnabrückHalle ist um 9.30 Uhr. Dort haben die Studierenden die Möglichkeit, sich an rund 80 Infoständen einen bunten Überblick über die Universität und das Leben in Osnabrück und der Region zu verschaffen. Die Stände geben dabei nicht nur Tipps zur Studienfinanzierung, sondern unter anderem auch einen Einblick in das Angebot des Zentrums für Hochschulsport, die Beratungsangebote der Universität sowie die studentischen Initiativen an der Universität und das kulturelle Leben in und um Osnabrück.


Weiterhin können am Stand der Universität Osnabrück bereits Karten für den Ball der Universität am Samstag, 18. Januar 2020, erworben werden. Die Stände sind bis 13 Uhr durchgehend geöffnet.

Um 11 Uhr werden die neuen Studierenden durch die Präsidentin, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, begrüßt. Anschließend stellt sich der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) vor.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Daniela Räuwer Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6141
daniela.raeuwer@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8587.atom Ist das Gewissen die Leitlinie des Lebens? „Philosophisches Café Osnabrück“ geht in die nächste Runde 2019-10-17T14:39:53+02:00 2019-10-17T14:38:23+02:00 In der nächsten Ausgabe des Philosophischen Cafés am Sonntag, 27. Oktober, sollen die Bedingungen, nach denen wir bei Gewissenskonflikten entscheiden, auf religiöser, ethischer, sozialer und kultureller Ebene geprüft werden. Veranstaltungsort ist das Kinocafé BlueNote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16). Beginn ist um 11.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Neben allgemeinen politischen Vorgaben wird auch dem individuellen Gewissen in modernen Demokratien eine große Bedeutung zuerkannt. Im Zentrum der Diskussion mit den Teilnehmenden steht die Frage: Wie weit können und müssen wir die Freiheit von Gewissensentscheidungen respektieren? Zur Klärung der Frage tragen der Theologe und Religionswissenschaftler Reinhold Mokrosch, der Philosoph Arnim Regenbogen, der Sozialwissenschaftler Harald Kerber und der Kulturwissenschaftler Elk Franke bei.

Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter „www.cinema-arthouse.de“ („BlueNote“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Albrechtstraße 28a, 49076Osnabrück
aregenbo@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8585.atom „Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses“: Geschichtswissenschaftlicher Workshop an der Uni Osnabrück  2019-10-17T14:20:25+02:00 2019-10-17T14:17:39+02:00 Ein geschichtswissenschaftlicher Workshop an der Universität Osnabrück untersucht am Freitag, 25. Oktober, die Gruppe von Gesandten, die die Friedensverhandlungen im Jahr 1648 zum Erfolg führte – die sogenannte Dritte Partei der Reichsstände. Gemeinhin gilt der Westfälische Frieden von 1648 als ein Vertrag, der zwischen den großen Mächten Frankreich und Schweden sowie dem römisch-deutschen Kaiser geschlossen wurde. „Kaum bekannt hingegen ist allerdings, dass nicht die großen Mächte den Westfälischen Frieden herbeiführten, sondern eine Gruppe von weniger mächtigen Fürsten des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und ihren Gesandten“, sagt die Expertin Prof. Dr. Siegrid Westphal von der Uni Osnabrück, Direktorin des dortigen Forschungszentrums Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN). Die reichsständische Gruppe, die maßgeblich zum Erfolg des Westfälischen Friedenskongresses beitrug, wird auch als Dritte Partei der Reichsstände bezeichnet. Trotz ihres durchschlagenden Erfolges beim Zustandekommen des „größte[n] Friedenswerk[s] der Neuzeit“ (Johannes Burkhardt) ist die Gruppe bislang allerdings kaum erforscht. Um diesem Forschungsdesiderat zu begegnen, findet am 25. Oktober ein geschichtswissenschaftlicher Workshop mit dem Titel: „Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses. Mediation, Umfeld und Kontinuität“ in Osnabrück statt.

„In dem Workshop und in einem laufenden Forschungsprojekt geht es uns darum, herauszufinden, wie es der überkonfessionellen Dritten Partei der Reichsstände im letzten Jahr der Friedensverhandlungen gelang, die letzten Hindernisse des Kongresses zu überwinden. Wir konnten bereits feststellen, dass die Gruppe dafür zum Teil sogar in Kauf nahm, den Kaiser zu umgehen“, ergänzt der Wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Volker Arnke. Denn die Dritte Partei verhandelte im Namen des Reiches direkt mit den auswärtigen Kronen Frankreich und Schweden, um den seit Sommer 1647 festgefahrenen Aushandlungsprozess wiederzubeleben.

Der Workshop konzentriert sich nun auf die Handlungspraktiken und -spielräume der Dritten Partei. So trat die Gruppe in den letzten großen Fragen der Friedensverhandlungen zum einen als Vermittler (Mediator) auf, verfolgte zum anderen aber auch klare Eigeninteressen. Darüber hinaus betrachten die Forscherinnen und Forscher das Umfeld der Dritten Partei auf dem Kongress und beleuchten dabei die Interaktion der Gruppe mit den politisch mächtigsten Gesandtschaften sowie mit einigen kompromisslosen Reichsständen. Schließlich wird ein Blick auf Kontinuitätslinien der Dritten Partei geworfen, um der Frage nachzugehen, ob sie als politisch-diplomatisches Mittel weiterhin genutzt wurde. Ausgerichtet wird der Workshop vom DFG-geförderten Forschungsprojekt „Frieden als Kommunikationsprozess. Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses“, das am Forschungszentrum IKFN angesiedelt ist. Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Siegrid Westphal und bearbeitet von Dr. Volker Arnke.

Weitere Informationen unter: www.ikfn.uni-osnabrueck.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Dr. Volker Arnke, Universität Osnabrück

Forschungszentrum Institut für 

Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)

Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 (0) 541 969-6021

volker.arnke@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück

Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit & 

Forschungszentrum IKFN

Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück

Tel.: + 49 (0) 541/969 4418
siegrid.westphal@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8582.atom Ein komplexes Verhältnis zu Deutschland – Universität Osnabrück Mitveranstalterin des „Passagen Gesprächs“ mit Hélène Cixous 2019-10-17T11:21:42+02:00 2019-10-17T10:31:06+02:00 Sie zählt zu den großen Vordenkerinnen des Feminismus: die französische Schriftstellerin und Philosophin Hélène Cixous, die in Algerien aufwuchs. Ihre Familie mütterlicherseits allerdings stammt aus Osnabrück. Zusammen mit der Stadt Osnabrück, dem Literaturbüro Westniedersachsen, dem Theater Osnabrück und dem Wiener Passagen Verlag veranstaltet das Institut für Romanistik/Latinistik der Universität Osnabrück am Donnerstag, 24. Oktober, ab 17 Uhr im Theater Osnabrück ein „Passagen Gespräch“ zwischen der renommierten Autorin und ihrem Verleger Peter Engelmann. Seit ihrer Kindheit, die sie als Tochter jüdischer Eltern im kolonialen Algerien verbrachte, ist Hélène Cixous mit den Mechanismen sozialer und politischer Gewalt und Ausgrenzung vertraut. In ihren jüngsten Texten, Gare d’Osnabrück à Jérusalem (2016; Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem, 2018), Correspondance avec le mur (2017; Korrespondenz mit der Mauer) und 1938, nuits (2019; 1938, Nächte), kehrt sie immer wieder nach Osnabrück zurück, um ‚zu verstehen‘. In Une autobiographie allemande (2016; Eine deutsche Autobiographie, 2019) reflektiert sie ihr komplexes Verhältnis zu Deutschland, der deutschen Sprache und Literatur und beschreibt ihre ‚doppelte Herkunft‘ aus Oran und Osnabrück.

„An der Schnittstelle vielfältiger sprachlicher, kultureller und sexueller Identitäten unterwandert Hélène Cixous’ Schreiben patriarchale Strukturen und überschreitet die Grenzen festgefügter Ordnungen in spielerischer und poetischer Weise“, so Prof. Dr. Andrea Grewe vom Institut für Romanistik der Universität Osnabrück. Der Verleger und Philosoph Dr. Peter Engelmann spricht mit Cixous über ihr politisches Engagement, den zeitgenössischen Feminismus und das emanzipative Potenzial des Schreibens.

Im Anschluss findet eine Vorführung des Dokumentarfilms Ever, Rêve, Hélène Cixous (118 Min., France, USA, 2018; Omu mit dt. Untertiteln) von Olivier Morel statt. Der französische Regisseur und Medienwissenschaftler, der die Autorin ein Jahr lang in Paris und auf Reisen begleitete, hat ein poetisches Roadmovie geschaffen, in dem das Publikum Einblick in Hélène Cixous’ Denken, ihr literarisches Schaffen und politisches Engagement erhält. Im Dialog mit Jacques Derrida und Michel de Montaigne, dem Künstler Adel Abdessemed und der Theaterregisseurin Ariane Mnouchkine entfaltet der Film Hélène Cixous’ künstlerischen Kosmos und macht den ‚Schrei der Literatur‘ hörbar.

Der Eintritt zu Gespräch und Film im Foyer des Theaters Osnabrück beträgt 8 Euro und ist für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende frei. Karten sind an der Theaterkasse und unter www.theater-osnabrueck.de/spielplan/spielplandetail.html?stid=791 erhältlich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. phil. Andrea Grewe, Universität Osnabrück
Institut für Romanistik/ Latinistik
Neuer Graben 40, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4477
andrea.grewe@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8581.atom Visionen für den schulischen Alltag – Ringvorlesung an der Universität Osnabrück beschäftigt sich mit Zukunft der Schule 2019-10-17T10:20:17+02:00 2019-10-17T10:18:38+02:00 Wie wird die „Schule im Jahr 2040“ aussehen und welche Zielsetzungen sind bis dahin realistisch? Im Wintersemester 2019/20 beschäftigt sich das Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Osnabrück in der Ringvorlesung „Lernen in der Zukunft – Schule im Jahr 2040“ mit diesen und ähnlichen Fragen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung durchgeführt und durch die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung gefördert. Die Vorträge finden ab dem 4. November jeweils montags ab 18.15 Uhr in der Kolpingstraße 7 (Raum 01/B01) statt.

In insgesamt elf Vorträgen und anschließenden Gesprächsrunden werden sich die Referentinnen und Referenten mit der Zukunft der Schule aus der Schülerperspektive, der erziehungswissenschaftlichen Perspektive sowie der Perspektive der pädagogischen Praxis beschäftigen.

„Anknüpfend an Visionen von Schülerinnen und Schülern, deren Vorstellungen zu Verbesserungen der Schule in so genannten Zukunftswerkstätten eingefangen worden sind, wird aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive eine theoretische Fundierung der Visionen vorgenommen und anhand einiger regionaler Beispiele aus der pädagogischen Praxis aufgezeigt, inwieweit die Visionen bereits Eingang in den schulischen Alltag gefunden haben“, so apl. Prof. Dr. Monika Fiegert vom Institut für Erziehungswissenschaft, die die Ringvorlesung zusammen mit Prof. Dr. Ingrid Kunze organisiert.

Besonderes Merkmal dieser Veranstaltung ist, dass sie sich gleichermaßen an Lehramtsstudierende wie an interessierte Lehrerinnen und Lehrer sowie Referendarinnen und Referendare aller Schulformen in Osnabrück Stadt und Land wendet. Sie ist als Lehrerfortbildung in der Veranstaltungsdatenbank des Niedersächsischen Bildungsservers (VeDaB) ausgeschrieben. Weitere Veranstaltungsinformationen können unter vedab.nibis.de abgerufen werden.

Für interessierte Lehrkräfte ist die Teilnahme an Einzelterminen möglich; hierfür wird um Online-Meldung über die VeDaB gebeten (siehe VeDaB-Veranstaltungsnummer KOS.1946.160 bis KOS.2006.007).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Monika Fiegert, Universität Osnabrück
Institut für Erziehungswissenschaft
Fachgebiet Schulpädagogik
Heger-Tor-Wall 9, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541 969-4868
mfiegert@uos.de

]]>
news-8579.atom Leichter Lernen mit OER: Universität Osnabrück beteiligt sich an großangelegtem Projekt 2019-10-16T10:40:21+02:00 2019-10-16T10:38:49+02:00 Ob einzelne Visualisierungen, Videos, Podcasts, Skripte, Kursmaterialien oder komplette Vorlesungen – sogenannte Open Educational Resources (OER) können unterschiedlicher Natur sein. OER sind Bildungsmaterialien, die geteilt, verändert, nachgenutzt, an spezifische Lehr- und Lernkontexte angepasst und gemeinschaftlich weiterentwickelt werden, sodass sie den Zugang zu hochwertigen Bildungsmaterialien und offenem Lernen erleichtern. Für den landesweiten Austausch dieser Lehrmaterialien im Hochschulbereich soll das „OER-Portal Niedersachsen“ sorgen. Maßgeblich an dessen Entwicklung beteiligt: die Uni Osnabrück. Der Startschuss für das Projekt, das aus dem „Sondervermögen zur Finanzierung des Ausbaus von Gigabitnetzen und der Beschleunigung von Digitalisierungsmaßnahmen“ mit 5,5 Millionen Euro finanziert wird, ist jetzt gefallen. Ziel ist es, eine nachhaltige Infrastruktur für freie Bildungsmaterialien zur Unterstützung von Hochschullehrenden aufzubauen. 

Die Projektleitung liegt bei der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover. Weitere Projektpartner sind neben der Uni Osnabrück: ELAN e. V. (E-Learning Academic Network Niedersachsen), das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V., die Hochschule Emden-Leer und der Verein Stud.IP. Die Aufgaben der Uni Osnabrück sind zum einen der Aufbau einer Community inklusive des Marketings sowie die Unterstützung der OER-Qualitätssicherung und didaktischen Konzeption. Der zweite Schwerpunkt liegt auf technischer Ebene in der Software- und Schnittstellen-Entwicklung. 
Während beim „OER-Portal Niedersachsen“-Projekt Aufbau und Betrieb der Infrastruktur sowie Maßnahmen der Unterstützung für Autorinnen und Autoren im Mittelpunkt stehen, soll es in einer zweiten Säule darum gehen, die Erstellung von neuen, hochwertigen Inhalten zu fördern. Diese sollen anschließend im Portal bereitgestellt werden. Hierfür wird das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) ab 2020 mehr als zwei Millionen Euro aus dem „Sondervermögen zur Finanzierung des Ausbaus von Gigabitnetzen und der Beschleunigung von Digitalisierungsmaßnahmen“ zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sollen Lernmaterialien, die im Rahmen der MWK-Förderlinien „Innovation plus“ und „Qualität Plus“ entstehen, ebenfalls in das neuen OER-Portal einfließen. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Rüdiger Rolf, Universität Osnabrück
Zentrum für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik (virtUOS)
Heger-Tor-Wall 12, 49074 Osnabrück
rrolf@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8578.atom #was_forschst_du? – Starke Forschung spannend präsentiert – Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Osnabrück geben Einblick in die eigene Forschung 2019-10-16T09:44:30+02:00 2019-10-16T09:39:14+02:00 Die interessierte Öffentlichkeit hat am Dienstag, 22. Oktober, ab 15.45 Uhr die Möglichkeit, in der Schlossaula einen Einblick in die Forschungstätigkeiten der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Osnabrück zu bekommen. Die öffentliche Veranstaltung #was_forschst_du? im Rahmen der Tage des wissenschaftlichen Nachwuchses wird vom Sprachenzentrum, dem Zentrum für Promovierende und Postdocs (ZePrOs) und VirtUOS der Uni Osnabrück organisiert. Von der Nanobiotechnologie über die digitale Hochschullehre bis zur beruflichen Anerkennung und Integration von zugewanderten Fachkräften — die Themen der Forschungsprojekte sind vielfältig. Im Anschluss an die Beiträge gibt es zudem die Möglichkeit, sich mit den Forscherinnen und Forschern informell auszutauschen.

Der Eintritt ist frei. Da die Plätze begrenzt sind, sind Anmeldungen unter https://www.km.uni-osnabrueck.de/form/nachwuchstage2019/ erwünscht.

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Irene Vogt, Universität Osnabrück
Sprachenzentrum
Neuer Graben 7/9, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6246
irene.vogt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8576.atom Rauf Ceylan bleibt! Islamforschungs-Experte entscheidet sich gegen Humboldt-Universität  2019-10-15T12:38:48+02:00 2019-10-15T12:34:08+02:00 Es ist ein großer Erfolg für die Universität Osnabrück und zugleich eine weitere Stärkung für das Renommee des hiesigen Instituts für Islamische Theologie (IIT): Prof. Dr. Dr. Rauf Ceylan erhielt von Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl die Ernennungsurkunde auf die Professur für Gegenwartsbezogene Islamforschung. Dem vorausgegangen war ein Ruf Ceylans an die Humboldt-Universität Berlin, den er indes vor kurzem abgelehnt hatte, um weiter in Osnabrück lehren und forschen zu können. 

Ceylan, geboren 1976 in Duisburg, studierte an der Hochschule für Sozial- und Kulturwissenschaften in Düsseldorf. Im Anschluss schloss er ein promotionsvorbereitendes Studium in den Fächern Sozialpolitik, Soziologie und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum (Fakultät für Sozialwissenschaften) ab.An der Ruhr-Universität-Bochum promovierte Ceylan in Soziologie (Dr. rer. soc.) und an der Universität Vechta in Religionspädagogik (Dr. phil.). Seit September 2009 lehrt er an der Universität Osnabrück Religionssoziologie. Im Wintersemester 2018/19 hatte er eine Gastprofessur an der Universität Zürich inne. Bereits seit 11 Jahren schult Ceylan im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung türkische Imame in der Türkei in Landeskunde und Integrationsfragen. 

Zu Ceylans wissenschaftlichen Schwerpunkten zählt die gegenwartsbezogene Islam- und Migrationsforschung zur türkischstämmigen Gemeinschaft in der Diaspora. Darüber hinaus befasst er sich mit der Frage der Imamausbildung in Deutschland.

„Der Ruf nach Berlin war natürlich eine Auszeichnung für mich, das kann ich nicht leugnen“, so Ceylan. „Aber für die Universität Osnabrück spricht einfach, dass ich hier über bessere Rahmenbedingungen für Migrations- und Religionsforschung verfüge.“ In Zukunft möchte der Wissenschaftler vor allem eine stärkere Kooperation des Instituts für Islamische Theologie und des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studienforcieren. 

Erfreut über den weiteren Verbleib des renommierten und international anerkannten Forschers zeigte sich auch die Universitätspräsidentin: „Herr Prof. Ceylan ist nicht nur für unser Institut, sondern darüber hinaus für die ganze Universität durch seine wissenschaftliche Expertise von enormer Bedeutung“, so Prof. Menzel-Riedl. „Umso dankbarer bin ich, dass er sich trotz des hervorragenden Angebots aus Berlin für unsere Universität entschieden hat. Mit ihm können wir das Institut für Islamische Theologie in der Forschung hervorragend aufstellen und vernetzen.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8573.atom Internationale Prominenz der Computernetzwerke vernetzt sich weiter – an der Uni Osnabrück 2019-10-15T09:05:52+02:00 2019-10-14T15:48:42+02:00 Es ist die älteste Tagung im Bereich Computernetzwerke und sie ist hoch angesehen bei den Expertinnen und Experten: Vom 14. bis 17. Oktober findet die 44te "IEEE Conference on Local Computer Networks (LCN)“ in Osnabrück statt. Organisator ist Prof. Dr. Nils Aschenbruck von der Universität Osnabrück. „Dass diese international beachtete Tagung hier veranstaltet wird, ist nicht zuletzt eine Aufwertung für unseren KI-Campus, mit dem es der Universität gelungen ist, sich in den Themenfeldern Künstliche Intelligenz und Digitalisierung eine weithin beachtete Expertise zu erarbeiten“, erklärt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.

Die jährlich stattfindende Tagung war zuletzt in Dubai, Singapur und Chicago zu Gast. Inhaltlich stehen unter anderem drahtlose Sensornetzwerke, das Internet der Dinge, sowie Cyber Physical Systems im Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Auf dem Programm finden sich zahlreiche Vorträge und Diskussionsveranstaltungen. Einer der vielen Höhepunkt ist am Dienstag, 15. Oktober, der Keynote-Vortrag von Prof. Dr-Ing. Dr. h.c. Frank H. P. Fitzek von der Technischen Universität Dresden. Der Vortrag befasst sich mit der Technologie, die zum Aufbau eines taktilen Internets erforderlich ist. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer zuverlässigen Kommunikation sowie darauf, wie diese in softwarebasierten Netzwerken realisiert werden kann. Im 

Mittelpunkt stehen aktuelle Technologien wie beispielsweise 5G. Darüber hinaus wird der Vortrag die interdisziplinäre Forschung zum taktilen Internet mit Schwerpunkt auf der Medizin hervorheben, um die erforderlichen Mensch-Maschine-Schnittstellen für das wechselseitige Lernen zu schaffen.

Weitere Keynote-Vorträge werden gehalten von Prof. Dr. Olivier Bonaventure (Louvaine/Belgien) zum Themenbereich „Future Internet“ sowie von Dr. Javier Manuel Gozalvez Sempere (Universidad Miguel Hernández de Elche/Spanien) zum Thema Fahrzeug-Infrastruktur-Vernetzung für das Autonome Fahren.

Im Rahmen der Konferenz werden auch Systeme und Projekte demonstriert. So präsentieren beispielsweiseJulian Zobel, Patrick Lieser und Ralf Steinmetz von der Technischen Universität Darmstadt ein Projekt, in dem es um Kommunikationsunterstützungssysteme nach Naturkatastrophen geht. Entsprechend ihrem natürlichen Verhalten bilden Menschen in Extremsituationen Gruppen, zwischen denen die Kommunikation zeitweilig aussetzen und sogar unmöglich werden kann. Mobile Geräte wie Smartphones können dann genutzt werden, um zivile Ad-hoc-Netzwerke zu schaffen. Die Wissenschaftler zeigen auf der Tagung verschiedene unterstützende Strategien, die nach einer Katastrophe angewendet werden können, um die Kommunikation zu verbessern.

René Helmke, Till Zimmermann, Jan Bauer, Alexander Bothe und Prof. Dr. Nils Aschenbruck von der Universität Osnabrück sowie Michel Löpmeier vom Competence Center ISOBUS werden ihr Projekt präsentieren, in dem es um die Vertraulichkeit und Privatsphäre innerhalb von Netzwerken der Präzisionslandwirtschaft geht. In modernen landwirtschaftlichen Maschinen ist eine Vielzahl von Sensoren eingebaut, die eine umfangreiche Menge an Daten produzieren – darunter auch solche, die dem Datenschutz unterliegen. Den aufkommenden Sicherheitsbedenken wollen die Wissenschaftler mit ihrem Projekt entgegenwirken. Sie werden auf der Konferenz ein System präsentieren, mit dem ausgewählte Daten selektiv verschlüsselt werden können.

„Die Bandbreite der Themen, die in diesem Jahr auf der Tagung präsentiert wird, zeigt auch, wie weit Computernetzwerke und die damit verbundenen Implikationen heute oder demnächst unser Leben und unseren Alltag prägen werden“, fasst Prof. Aschenbruck zusammen. „Insofern freue ich mich über das breite und internationale Interesse an unserem Kongress.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Nils Aschenbruck, Universität Osnabrück
Institut für Informatik
Wachsbleiche 27, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2396 
aschenbruck@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8572.atom Auf steinigem Weg zu einer Integrationsgemeinschaft? – Vortrag an der Universität Osnabrück beschäftigt sich mit Zustand der Integrationsgesellschaft 2019-10-14T10:05:13+02:00 2019-10-14T10:03:05+02:00 Die Offenheit der deutschen Grenzen für Einwandernde hat in den letzten sechs Jahren einen gesellschaftlichen Wandel erzeugt, der zum einen die Integrationsfähigkeit gestärkt aber auch populistische und extremistische Gruppen so stark gemacht hat, dass an vielen Orten im Land die Gesellschaft gespalten ist. Mit dieser Problematik beschäftigt sich am Montag, 21. Oktober, ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld), der im Rahmen der Profillinie Migrationsgesellschaften der Universität Osnabrück eingeladen wurde. Der Vortrag findet ab 18.15 Uhr im Geographiegebäude (Seminarstraße 19 a/b, Raum 02/E04) statt. Der Vortrag möchte auf der Grundlage von empirischen Studien eine Perspektive zum Zustand der Integrationsgesellschaft entwickeln und damit zugleich eine Brücke zwischen Konflikt- und Migrationsforschung aufzeichnen. „Berichtet werden Ergebnisse zum Verhältnis und zu den Konflikten zwischen Etablierten und Neuankömmlingen auf der Grundlage der Langzeitstudie zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (2002 bis 2019) sowie der Studie Zugehörigkeit und Ungleichwertigkeit, die seit 2014 die Meinungen der Bevölkerung zur Integration erfasst“, so Prof. Dr. Julia Becker vom Institut für Psychologie und dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), die den Vortrag zusammen mit Prof. Dr. Andreas Pott organisiert.

Es wird sich zeigen, dass Integration und Migration nicht gelingen können, solange Vorurteile und rassistische Überzeugungen, die zunehmend in politischen Ideologien münden und neue Kollektive von Etablierten schaffen, bearbeitet werden. Die Studien zeigen ebenso, dass in der globalen Gesellschaft der Konfliktdynamik in sozialen Räumen eine immer stärkere Bedeutung zukommt. Integrationsgemeinschaften brauchen demokratische Räume. Wovon diese wiederum abhängen, wird der Vortrag fragen.

Der Sozialpsychologe und Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick leitet seit April 2013 das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. Er hat 2016 den Communicatorpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft bekommen und ist häufig als Experte für die Themen Rechtspopulismus, Vorurteile und Gewalt in der Tagesschau zu sehen.
 
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Julia Becker, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541 969-4870
julia.becker@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8570.atom Workshop der Universität Osnabrück befasst sich mit der gegenseitigen Beeinflussung von Kognition und Sprache 2019-10-11T09:24:26+02:00 2019-10-11T09:22:52+02:00 Inwiefern begünstigen sich Sprache und Kognition gegenseitig? Mit dieser und ähnlichen Fragen befasst sich die Forschungsinitiative „The cognitive benefits of language“ in ihrem Workshop an der Uni Osnabrück am 21. und 22. Oktober. Die Veranstaltung ist eingebettet in die Profillinie „Kognition: Mensch – Technik – Interaktion“ der Universität Osnabrück, an der rund 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt sind.   Die Forschungsinitiative um Prof. Dr. Nikola Kompa beschäftigt sich in ihrem Workshop mit dem Zusammenhang zwischen Sprache und Kognition – welche kognitiven Vorteile hat der Mensch durch Sprache gewonnen? Zahlreiche internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen – unter anderem Linguistik, Kognitionswissenschaft, Philosophie, Psychologie oder auch Primatologie - konnten hierfür gewonnen werden und tragen so zu einer breitgefächerten, interdisziplinären Betrachtung der Thematik bei. Die Vorträge nehmen insbesondere Bezug auf folgende Fragen: Inwiefern verstärkt Sprache zentrale kognitive Funktionen wie Lernen, Gedächtnis und kognitive Kontrolle? Wie begünstigen sich Sprache und Kognition gegenseitig („mutual scaffolding“)? Welche Aspekte von Sprache verbessern Kognition?

Eine Anmeldung ist bis zum 18.Oktober bei der Organisatorin des Workshops, Marie-Christine Benen (mabenen@uni-osnabrück.de), möglich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Marie-Christine Benen, Universität Osnabrück
Institut für Anglistik/ Amerikanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
mabenen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8568.atom Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2019-10-10T11:53:27+02:00 2019-10-10T11:52:02+02:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet am  Dienstag,15. Oktober, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung.
 

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück

Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)

Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999

info@zsb-os.de

]]>
news-8566.atom Unterstützung für alleinerziehende Studierende - Förderprogramm Madame Courage Osnabrück besteht zehn Jahre Utz Lederbogen 2019-10-08T13:06:38+02:00 2019-10-08T13:03:40+02:00 Das Förderprogramm Madame Courage Osnabrück besteht seit zehn Jahren. Das Kooperationsprojekt von Universität und Hochschule Osnabrück sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hilft alleinerziehenden Studierenden bei der finanziellen Bewältigung ihres Studiums. Anlässlich des Jubiläums findet am Donnerstag, 10. Oktober, in den Räumlichkeiten des Sozialdienstes katholischer Frauen ein Pressegespräch mit Studentinnen statt, die von dem Projekt gefördert wurden. Wer während des Studiums alleinerziehend ist, steht vor besonderen Herausforderungen und auch Belastungen, die sich auf Studiendauer und -abschluss auswirken können. „Meist reicht die Dauer des BAföG-Bezuges nicht aus, um das Studium beenden zu können. Um finanziell über die Runden zu kommen, ist ein Nebenjob oftmals notwendig, was dann wiederum dazu führt, dass das Studium sich in die Länge zieht oder gar abgebrochen wird. Das ist ein Teufelskreis“,  berichtet Christine Kammler vom Familien-Service der Universität Osnabrück

Madame Courage Osnabrück entstand 2009. Das Förderprogramm unterstützt alleinerziehende Studierende, denen keine anderen finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen, durch eine zeitlich befristete Förderung (max. 2 Semester) in Höhe des BAföG-Satzes und ermöglicht ihnen so den Studienabschluss. „Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag, dass Elternschaft nicht zu Benachteiligung oder geringeren Bildungschancen führt“, so Kammler. Insgesamt wurden in zehn Jahren rund 83.000 Euro an Unterstützung für Studierende ausgeschüttet.

Vor zehn Jahren fand die Auftaktveranstaltung von Madame Courage in der Universität statt. Eine Osnabrücker Unternehmerin übernahm aus diesem Anlass die komplette Förderung des ersten Antrags einer Studentin. Bischof Franz-Josef Bode und die ehemaligen Präsidenten von Universität und Hochschule würdigten an diesem Abend die Idee, Alleinerziehende in der Studienabschlussphase finanziell zu unterstützen.

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl lobt die Unterstützung der Studierenden, die ausschließlich durch Spenden finanziert wird: „Durch das Förderprogramm Madame Courage Osnabrück wurde schon 21 alleinerziehenden Studierenden ein aussichtsreicher Weg ins Berufsleben ermöglicht. Es erfüllt mich mit Freude, dass alle ihr Studium erfolgreich absolvieren konnten. Es ist ein Programm, das einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leistet.“ Von den 21 Förderungen in den zehn Jahren haben auch 27 Kinder der alleinerziehenden Mütter profitiert.

Bislang haben nur Studentinnen einen Förderantrag gestellt. Das Programm richtet sich aber auch an alleinerziehende Studenten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Christine Kammler, Universität Osnabrück
Familien-Service
Neuer Graben 7-9, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4686
E-Mail: christine.kammler@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8565.atom Berufliche Allergien und Hautkrebserkrankungen auf dem Vormarsch – Wissenschaftler der Universität Osnabrück erhält bedeutendes Amt in Deutscher Dermatologischer Gesellschaft 2019-10-07T09:48:57+02:00 2019-10-07T09:45:30+02:00 Im Rahmen der 15. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) in Osnabrück wurde apl. Prof. Dr. med. Christoph Skudlik, Leitender Arzt des Instituts für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, zum Vorsitzenden gewählt. In der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) ist die ABD zuständig für die beruflichen und umweltbedingten Hautkrankheiten. Mit mehr als 900 aktiven Mitgliedern ist sie die größte wissenschaftliche Fachgesellschaft unter dem Dach der DDG.

„2018 machten berufsbedingte Hauterkrankungen rund 60 Prozent aller bestätigten Verdachtsmeldungen beruflich verursachter Erkrankungen bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung aus. Berufsbedingte Hauterkrankungen sind somit von hoher medizinischer und gesellschaftlicher Bedeutung“, so Skudlik.

Die Tagung fand vom 26. bis 28. September zum zweiten Mal nach 2009 in Osnabrück statt und stellt mit einer Rekord-Teilnehmerzahl von rund 300 nationalen und internationalen Experten aus Wissenschaft, Medizin und gesetzlicher Unfallversicherung die bedeutsamste wissenschaftliche Konferenz auf diesem Gebiet dar.

Unter dem Motto „Perspektiven im Blick – Den Patienten im Fokus“ standen dabei unter anderem Themen wie Einflüsse der Genetik, des Mikrobioms und der Umwelt auf Hauterkrankungen, neueste innovative diagnostische und therapeutische Verfahren sowie aktuellste wissenschaftliche Daten zum Einfluss von Sonnenstrahlung auf die Verursachung von Hautkrebs im Mittelpunkt.

„Sowohl aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse als auch künftiger Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen erwarten wir für die kommenden Jahre eine deutliche Zunahme der Anerkennungen von Ekzemen, Allergien und Hautkrebs als Berufskrankheit. Ich freue mich, den erforderlichen Prozess der Weiterentwicklung der Behandlungs- und Versorgungsstrukturen für die betroffenen Patienten aus der Position des Vorsitzenden der hierfür zuständigen wissenschaftlichen Fachgesellschaft, die der Ansprechpartner für Politik und gesetzlicher Unfallversicherung ist, begleiten zu können“ so Skudlik weiter.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. med. Christoph Skudlik,
Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm)
Am Finkenhügel 7a, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 7404
cskudlik@uos.de

 

]]>
news-8563.atom Kompetenznetzwerk Umweltrecht: Universität Osnabrück erhält Förderung vom Bund 2019-10-04T09:07:37+02:00 2019-10-04T09:06:34+02:00 Unter Federführung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig soll die nationale und internationale Vernetzung der umweltrechtlichen Forschung vorangetrieben werden. Dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschunggeförderten Netzwerk gehören neben dem UFZ sechs weitere Universitäten an. Zu den Kompetenzpartnern gehört auch Dr. Pascale Cancik, Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Osnabrück. Der Vernetzung dient insbesondere ein Förderprogramm für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Zwei der Promotionsstellen werden in Osnabrück angesiedelt sein. Gefördert werden zudem weitere wissenschaftliche Vernetzungsaktivitäten sowie eine international sichtbarere Publikationstätigkeit.

„Ein leistungsfähiges Umweltrecht ist eine zentrale Voraussetzung nachhaltiger Entwicklung“, heißt es in der Projektbeschreibung. „Die großen Herausforderungen der ökologischen Nachhaltigkeit – wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Bodendegradation, Rohstoffmangel oder Wasserverfügbarkeit – sind globaler Natur. Es kommt also darauf an, die Entwicklung eines entsprechenden Rechtsrahmens und effektiver Implementationsbedingungen europa- und weltweit voranzutreiben.“ 

Die deutsche Umweltrechtswissenschaft beschäftigt sich auf hohem Niveau mit Fragen der umweltrechtlichen Steuerung wie mit Problemen bei der Umsetzung des Umweltrechts. Diese Expertise international besser einzubringen und vom internationalen Dialog zu profitieren, ist Ziel des Vorhabens.

Prof. Cancik erläutert: „Angesichts der gegenwärtigen und zukünftigen Problemlagen brauchen wir mehr umweltrechtliche Expertise. Die Teilnahme an dem Netzwerk ist daher eine tolle Chance. Die geförderten Doktorandinnen und Doktoranden können bei internationalen Tagungen Erfahrungen sammeln, werden bei englischsprachigen Publikationen unterstützt und lernen die Umweltrechtswissenschaft und -praxis anderer Staaten kennen. Wenn es gelänge, das Kompetenznetzwerk dauerhaft aufzubauen, wäre das ein enorm wichtiger Schritt.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Pascale Cancik, Universität Osnabrück

Fachbereich Rechtswissenschaften
Heger-Tor-Wall 14

Tel. +49 541 969 6044

E-Mail: ls-cancik@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8561.atom Wechsel im Präsidium der Uni Osnabrück perfekt - Zwei Vizepräsidenten und eine Vizepräsidentin erhielten ihre Bestellungsurkunden Utz Lederbogen 2019-10-02T12:42:17+02:00 2019-10-02T12:37:25+02:00 Mit großer Mehrheit hat der Senat der Universität Osnabrück für drei nebenberufliche Vizepräsidenten für die Amtszeit von drei Jahren votiert. Der Berufspädagoge Prof. Dr. Thomas Bals, die Theologin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke und der Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger werden zusammen mit der Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl und dem hauptberuflichen Vizepräsidenten für Personal und Finanzen Dr. Wilfried Hötker das neue Präsidium stellen. Die entsprechenden Bestellungsurkunden wurden heute (2. Oktober) überreicht. „Die Konstellation im Präsidium ist ideal, um die Geschicke der Universität in den kommenden Jahren erfolgreich voran zu bringen“, freut sich Präsidentin Menzel-Riedl, die am 1. Oktober die Amtsgeschäfte von Prof. Dr. Wolfgang Lücke übernommen hatte. Sie danke dem Wissenschaftsministerium, welches die Ernennung der Vizepräsidenten so schnell ermöglicht hat. „Damit ist das Präsidium der Universität Osnabrück komplett und wir können mit der Arbeit beginnen.“

Neu im Präsidium ist Prof. Kühnberger, der als Vizepräsident den Bereich Forschung und Nachwuchsförderung künftig vertreten wird. Prof. Bals wird wie bisher als Vizepräsident für das Ressort Hochschulentwicklung und Strategie zuständig sein. Prof. Blasberg-Kuhnke übernimmt erneut das Amt der Vizepräsidentin für Studium und Lehre.

Prof. Kühnberger studierte von 1990 bis 1996 Philosophie, Mathematik, Linguistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an den Universitäten Stuttgart und Tübingen. Von 1996 bis 1997 war er Stipendiat der Graduiertenförderung des Landes Baden-Württemberg an der Universität Tübingen. Es folgte ein Forschungsaufenthalt an der Indiana University, Bloomington von 1997 bis 1999 und eine Beschäftigung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Jahren 1999 bis 2003, zuerst am Seminar für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen und ab 2001 am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück. Kühnberger promovierte 2002 in Allgemeiner Sprachwissenschaft / Computerlinguistik an der Universität Tübingen. Von 2003 bis 2009 war er Juniorprofessor für Künstliche Intelligenz am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück und ist seit 2009 Professor für Künstliche Intelligenz am gleichen Institut. Seit 2016 ist er geschäftsführender Leiter des Instituts für Kognitionswissenschaft. Zudem war er mehrfach Dekan des Fachbereichs Humanwissenschaften.

Prof. Bals studierte von 1977 bis 1983 Wirtschaftspädagogik (Abschuss: Erstes Staatsexamen) und Psychologie (Abschluss: Dipl.-Psych.) an der Universität zu Köln. Er war dann zunächst in Köln und ab 1985 in Osnabrück wissenschaftlicher Angestellter bzw. Akademischer (Ober-)Rat. Nach seiner Promotion (1989) und Habilitation (1995) wurde Bals zum außerplanmäßigen Professor (1998) im Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Osnabrück ernannt. Im Jahr 2002 erfolgte die Berufung zum Hochschuldozenten (C2) für "Medizin- und Pflegepädagogik" in der Fakultät Erziehungswissenschaften an der Technischen Universität Dresden. Zum Sommersemester 2009 wurde er auf die Professur für Berufspädagogik im Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften an der Universität Osnabrück berufen. Im Sommersemester 2012 war Bals Visiting Scholar an der Columbia University/ New York City. Seit Oktober 2016 ist er nebenberuflicher Vizepräsident für Hochschulentwicklung und -strategie an der Universität Osnabrück.

Prof. Blasberg-Kuhnke studierte Katholische Theologie und Pädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin schloss sie 1985 ihre Promotion im Fach Pastoraltheologie mit einer Studie zur Altenpastoral in Münster ab. Von 1987 bis 1990 war sie Stipendiatin im Post-Doc-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft und anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin für Religionspädagogik an der Universität/Gesamthochschule Essen. 1992 erfolgte die Habilitation im Fach Religionspädagogik am Fachbereich Katholische Theologie der Universität Mainz. Es folgten Lehrstuhlvertretungen und Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und der Schweiz. 1996 nahm sie den Ruf auf die Professur für Praktische Theologie: Pastoraltheologie und Religionspädagogik am Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück an. 2009 übernahm sie für drei Jahre das Amt der nebenberuflichen Vizepräsidentin für Studium und Lehre. Im Oktober 2017 wurde sie erneut in dieses Amt gewählt.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49076 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8560.atom Digitale Umbrüche in der Arbeitswelt – Projekt „SoDigital“ erforscht sozio-digitale Innovation durch partizipative Prozessgestaltung im virtuellen Raum 2019-10-02T10:01:21+02:00 2019-10-02T09:58:50+02:00 Die Universität Osnabrück hat mit der Universität Paderborn und Praxispartnern aus dem regionalen Mittelstand ein Projekt zum Thema Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit einer Fördersumme von 1,5 Millionen Euro erfolgreich eingeworben. Das interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Sozio-digitale Innovation durch partizipative Prozessgestaltung im virtuellen Raum (SoDigital)“ wird in den nächsten drei Jahren im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. „Wir freuen uns, zusammen mit der Universität Osnabrück die Digitalisierung von Geschäftsprozessen bei unseren Anwendungspartnern begleiten und fördern zu können“, erklärt Prof. Dr. Niclas Schaper (Universität Paderborn). Als Praxispartner sind in diesem Projekt die Glas Deppen GmbH, die Stahlotec GmbH, die Waffelfabrik Meyer zu Venne GmbH & Co. KG sowie die SALT AND PEPPER Software GmbH & Co.KG beteiligt. „Das SoDigital-Projekt ist für uns als KMU eine sehr gute Chance, die Digitalisierung in unseren Unternehmen voranzubringen und dabei die Mitarbeitenden gezielt einzubinden und mitzunehmen“, bekräftigt Katrin Deppen (Glas Deppen).

„Wir wollen die Mitarbeitenden als Experten ihres Arbeitsplatzes durch ein Virtual Reality Tool (die SoDigital - VR-Box), welches in dem Projekt entwickelt wird, konkret an der digitalen Neugestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen beteiligen“, erläutert Prof. Dr. Karsten Müller, Projektkoordinator von der Universität Osnabrück. Dr. Dirk Niemöller von SALT AND PEPPER hebt dabei den Nutzen der Virtuellen Realität (VR) hervor: „Durch die virtuelle Realität wird ein intuitives und anschauliches Arbeiten an den oft schwer greifbaren Geschäftsprozesse möglich. Zudem bietet sich der Vorteil, dass auch umfassende Prozesse ohne räumliche Einschränkungen dargestellt und unabhängig von Ort und Zeit erfahrbar gemacht werden können.“

„Mit dem SoDigital-Projekt knüpfen wir an die tiefgreifenden Umbrüche der Arbeitswelt an, wie die Digitalisierung, die Globalisierung und der demografische Wandel“, macht apl. Prof. Dr. Kai-Christoph Hamborg (Universität Osnabrück) deutlich. "Das Ineinandergreifen von Abteilungen, Arbeitsabläufen und Beschäftigtengruppen in KMU ist häufig nicht einheitlich abgebildet. Die digitale Neugestaltung von Geschäftsprozessen unter Berücksichtigung der Mitarbeitendenperspektive bietet ein enormes Potenzial, Aufwand und Fehleranfälligkeit zu reduzieren.“

Die Bereitschaft und Einstellungen der Beschäftigten gegenüber Digitalisierungsprojekten in KMUs spielen in dem Projekt auch eine zentrale Rolle. „Wie stehen die Mitarbeitenden zu den geplanten, digitalen Prozessveränderungen? Wie können sie unterstützt werden? sind nur einige der begleitenden Fragestellungen des SoDigital-Projekts“, so Dr. Tammo Straatmann (Universität Osnabrück). „Eng damit verbunden geht es auch um zukünftige Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen sowie Auswirkungen auf die Motivation und Bindung der Mitarbeitenden“, erklärt Dr. Elena Bender von der Universität Paderborn.

„Mit dem SoDigital-Projekt verbinden wir Forschung und Entwicklung in direkter Zusammenarbeit mit den mittelständischen Unternehmen und können über die pilothaften Umsetzungen wichtige Ergebnisse für eine breitere Anwendung in der betrieblichen Praxis in Deutschland erzielen“, legt Prof. Dr. Frank Teuteberg (Universität Osnabrück) dar. Der Transfer und der breite Austausch mit der Praxis wird im Rahmen des Projekts zudem durch weitere Partnerorganisationen aus dem regionalen Umfeld (iuk unter-nehmensnetzwerk osnabrück e.V., ebm GmbH & Co. KG, Klaus Ventker Heizung-Sanitär GmbH & Co.KG, Windmöller GmbH), sowie das übergreifende Projekt „WissProKMU“ des BMBF-Forschungsschwerpunkts unterstützt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Karsten Müller, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Arbeits- und Organisationspsychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4701
karsten.mueller@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8559.atom Lehramtsstudiengänge in Osnabrück – Zentrale Studienberatung lädt zur Infoveranstaltung ein 2019-10-01T11:49:49+02:00 2019-10-01T11:48:29+02:00 Die Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück bietet am Montag, 7. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr im Schlosshauptgebäude (Raum 11/214, Neuer Graben 27)eine Informationsveranstaltung zum Lehramtsstudium in Osnabrück an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In Osnabrück können die Lehrämter für Grund-, Haupt- und Realschulen, für Gymnasien und für berufsbildende Schulen studiert werden. Im Rahmen der Veranstaltung wird über den Studienaufbau, die Fächerkombinationen sowie über Zugangsvoraussetzungen, Berufsperspektiven und Zulassungschancen der unterschiedlichen Lehramtsstudiengänge informiert.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

]]>
news-8558.atom Zur Digitalisierung von Forschung und Lehre – Universitätsbibliothek Osnabrück veranstaltet 20. DINI-Jahrestagung 2019-10-01T09:54:15+02:00 2019-10-01T09:52:37+02:00 Wie hat sich die Digitalisierung in Forschung und Lehre entwickelt, auf welchem Stand ist sie heute und wie soll sie sich in Zukunft weiterentwickeln? Diesen Fragen geht die Jahrestagung der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) vom 8. bis 9. Oktober auf den Grund. Unter dem Motto „1999-2019-2039: Innovative Projekte in Forschung, Lehre und Infrastruktur“ feiert die Initiative damit in Osnabrück ihr 20-jähriges Bestehen. Veranstalterin vor Ort ist die Universitätsbibliothek Osnabrück. Seit 1999 vernetzt die DINI wissenschaftliche Bibliotheken, Medienzentren und Rechenzentren in Deutschland und fördert die Entwicklung digitaler Dienstleistungen und Informationsinfrastrukturen für die digital arbeitende Wissenschaft. Bei der Jubiläumstagung werden Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und ihren Informationsinfrastrukturen, aber auch Unternehmensvertreterinnen und -vertreter an der Universität Osnabrück über Strategien, Entwicklungen und Projekte im Horizont folgender Fragen sprechen: Wie weit ist die Digitalisierung in Forschung und Lehre fortgeschritten? Welches Potenzial haben Methoden der Künstlichen Intelligenz? Was sind die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für Forschung und Lehre sowie ihre Einrichtungen der Informationsinfrastruktur?

Veranstaltungsort ist die Schlossaula im Hauptgebäude der Universität Osnabrück.

Tagungsprogramm: https://dini.de/veranstaltungen/jahrestagungen/20-dini-jahrestagung-2019/programm/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Anneke Thiel, Universität Osnabrück
Universitätsbibliothek
Alte Münze 16/ Kamp, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4314
anneke.thiel@ub.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8556.atom Wie sehr begeistert das Kicken? – Wissenschaftler der Uni Osnabrück evaluiert „Kicking Girls“-Projekt 2019-10-01T09:34:47+02:00 2019-10-01T09:32:02+02:00 Inwiefern hat es das Fußballprojekt „Kicking Girls“ geschafft, sozial benachteiligte Mädchen mit niedrigschwelligen Angeboten für Sport zu motivieren? Dies ist Forschungsfrage des Projektes von Prof. Dr. Ahmet Derecik vom Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück. Die Fördersumme in Höhe von 15.000 Euro stammt vom Verein Integration durch Sport und Bildung e.V., der das Projekt operativ umsetzt und maßgeblich von der Laureus Foundation Germany/Austria gefördert wird. Die „Kicking Girls“ Initiative ist ein bundesweites Mädchenfußballprojekt, welches sich sozial benachteiligten Mädchen (nicht nur) mit Migrationshintergrund widmet. Inzwischen werden die Projekte in über 270 Schulen in nahezu 100 Städten mit aktuell 4800 wöchentlich teilnehmenden Mädchen und seit Projektbeginn 1100 engagierten Jugendlichen durchgeführt. Ziel ist es, die Mädchen mit niedrigschwelligen Angeboten zum Sport zu bewegen und sie im besten Fall in die Sportvereine (Integration zum und im Sport) und in die Gesellschaft (Integration durch Sport) zu integrieren. Hierzu werden vier Bausteine umgesetzt: Implementierung von Mädchenfußball-Arbeitsgemeinschaften an Grundschulen, Grundschulturniere als Anreiz für die AGs, COACH-Ausbildungen als Qualifizierungskurse für Jugendliche sowie Fußballevents und –camps.

Im Forschungsprojekt von Derecik werden ausgewählte Facetten zu den vier Bausteinen evaluiert. „Ziel ist es zu erfahren, welche Potenziale das Projekt für die Integration der teilnehmenden Mädchen im Sportkontext bietet. Mit diesen Erkenntnissen kann auch wiederum die Praxis im Projekt positiv beeinflusst werden“, so Derecik über das Vorhaben.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ahmet Derecik, Universität Osnabrück
Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften
Jahnstraße 75, 49080 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4242
ahmet-derecik@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8554.atom „Wissen gesellschaftlich verfügbar machen“ - Prof. Menzel-Riedl rückt an die Spitze der Universität Osnabrück – Jüngste Universitätspräsidentin in Deutschland Utz Lederbogen 2019-09-30T16:05:38+02:00 2019-09-30T16:00:10+02:00 Mit Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl steht ab 1. Oktober erstmals eine Frau an der Spitze der Universität Osnabrück. Nach sechsjähriger Amtszeit übergab Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke heute (30.9.) den Staffelstab an seine bisherige Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung. An dem Festakt im Osnabrücker Schloss nahmen der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur teil. "Die Universität hat sich während der Präsidentschaft von Herrn Professor Lücke auf einen erfolgversprechenden Weg der Profilbildung begeben. Mit der frühzeitigen und einstimmigen Wahl von Frau Professorin Menzel, die diesen Prozess als Vizepräsidentin maßgeblich mit geprägt hat, macht die Universität deutlich, dass sie den eingeschlagenen Weg fortsetzen will“, so der Niedersächsische Wissenschaftsminister in seiner Rede.

Die künftige Präsidentin dankte ihrem Vorgänger für sein großes Engagement bei der Weiterentwicklung der 45 Jahre jungen Universität. Lücke lag das Wohl der Studierenden besonders am Herzen. Als letzte Amtshandlung konnte er in der vergangenen Woche den Spatenstich für das neue Studierendenzentrum am Schlossgarten vollziehen. In seine Amtszeit fiel auch das Zukunftskonzept UOS 2020, das von den Mitgliedern und Angehörigen der Universität getragen wird
und in einem dynamischen Prozess die Grundlage für die Weiterentwicklung der Universität bietet.

Seinem Verhandlungsgeschick ist es auch mit zuzuschreiben, dass die bisherige Außenstelle des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück zum DFKI-Labor Niedersachsen mit den Niederlassungen Osnabrück und Oldenburg weiter entwickelt wird. Auch gab es in seiner Amtszeit den Startschuss für den KI-Campus der Universität Osnabrück. Er ist das Ergebnis der langjährigen Profilbildung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

Der neuen Präsidentin Prof. Menzel-Riedl ist besonders eine stärkere internationale Ausrichtung und Sichtbarkeit der Universität Osnabrück wichtig. Internationalisierung dürfe sich aber nicht nur auf den Austausch von Studierenden und Lehrenden und der Beteiligung an internationalen Forschungsprojekten beschränken. „Es kommt darauf an, auf der Grundlage des erarbeiteten Zukunftskonzepts eine umfassende Internationalisierungsstrategie zu entwickeln, die unsere Vielfalt erfolgreich nach innen und außen sichtbar sowie nutzbar macht“, beschreibt sie ihr Ziel.

„Das forschende Lernen, attraktive Studiengänge und Promotionsmöglichkeiten sowie eine Kultur des kritischen Denkens und Diskutierens eröffnen Studierenden und Promovierenden gute Zukunftschancen an der Universität Osnabrück“, ist sich die bisherige Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung sicher. „Wichtig ist mir eine noch stärkere dialogorientierte, kommunikative Kultur, die vor allem auch den Studierenden und Beschäftigten gute Chancen zur persönlichen Entwicklung bietet.“

„Universitäten sind die intellektuellen Zentren der Gesellschaft“, so Menzel-Riedl in ihrer Antrittsrede im Schloss. Die Universität Osnabrück biete mit ihrer breitgefächerten Expertise ein geeignetes Forum für wissenschaftsgeleitete Debatten, aus denen Lösungen für die Zukunft entstehen können. „In Zukunft wird es vermehrt darauf ankommen, dieses Wissen gesellschaftlich verfügbar zu machen.“

Als eine der größten Arbeitgeberinnen trage die Universität zusammen mit der Hochschule ganz entscheidend zur Attraktivität von Stadt und Region bei. „Die Universität Osnabrück ist ein Garant für die nachhaltige positive Entwicklung in Stadt und Land“, so die mit 43 Jahren jüngste Universitätspräsidentin in Deutschland.

Der aus dem Amt scheidende Präsident Prof. Lücke schätzt seine Nachfolgerin als gute Kennerin der Wissenschaftslandschaft ein, die viel Erfahrung aus der Zeit als Vizepräsidentin mitbringe. „Ich freue mich sehr, dass Frau Menzel-Riedl dieses Amt übernimmt und einen nahtlosen Übergang gewährleistet. Ich bin überzeugt, dass sie die Entwicklung der Universität Osnabrück sehr erfolgreich fortführen wird.“ Die Universität Osnabrück sei für die Zukunft gut gerüstet. „Dafür gilt mein besonderer Dank nicht nur meinen Präsidiumsmitgliedern sondern allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Wissenschaft und Verwaltung“, so der scheidende Präsident Lücke.

Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl studierte von 1996 bis 2002 die Fächer Biologie, Pädagogik und Englisch an den Universitäten Münster, Dakar (Senegal) und dem College of William and Mary (Virginia, U.S.A.) im höheren Lehramt und  Magisterstudiengang. Von 2004 bis 2007 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Biologiedidaktik der Georg-August-Universität Göttingen (Promotion 2007), danach postgraduierte Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg »Passungsverhältnisse schulischen Lernens«.

2008 kam sie als Juniorprofessorin nach Osnabrück und erhielt nach Rufablehnungen in Gießen und Köln die Professur für Biologiedidaktik. Seit dem 1. Oktober 2016 war sie als nebenberufliche Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Osnabrück tätig und hat maßgeblich am Zukunftskonzept UOS 2020 mitgearbeitet. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Zur Bildergalerie vom Festakt

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8553.atom Die Gesellschaft im geteilten Deutschland – Historiker der Universität Osnabrück veröffentlicht Studie zur Wirkung der Teilung 2019-09-30T08:42:04+02:00 2019-09-30T08:39:38+02:00 In einem jüngst veröffentlichten Buch fragt der Historiker PD Dr. Frank Wolff vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück nach der Wirkung des Mauerbaus für die geteilte deutsche Gesellschaft. Die Studie gewann im Jahr 2019 den Preis für exzellente Nachwuchsforschung der Universitätsgesellschaft und knüpft an die Profillinie „Migrationsgesellschaften“ der Universität Osnabrück an. Sie ist eine von insgesamt sechs Profillinien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil stärker akzentuieren möchte. Anstatt die „Mauer“ allein als die Grenze der DDR zu sehen, untersucht das Buch „Die Mauergesellschaft“, was die Existenz der „Mauer“ für das geteilte Land beiderseits der Grenze bedeutete und wie die Gesellschaft damit umging. Um dies zu verstehen, hat Wolff umfangreiche ost- und westdeutsche sowie internationale Archivbestände ausgewertet. Er entwirft dabei ein Bild menschlicher Schicksale, aber auch menschlichen Engagements und harter Kämpfe um menschenrechtliche Fragen. „Die militärisch gesicherte Grenze“, sagt Wolff, „sollte teilen und das tat sie auch. Aber sie zwang auch zusammen. Man konnte versuchen, sie zu ignorieren, jedoch war sie tief in die Gesellschaft eingeschrieben.“

Ein besonderes Augenmerk legt Wolff dabei auf den scheinbaren Widerspruch, dass trotz der Existenz der Mauer und der weitgehenden Illegalisierung jedweder grenzüberschreitender Migration Hundertausende Menschen übersiedelten – und zwar legal und obwohl selbst der Antrag auf Ausreise als illegal erklärt galt. „Um eine Grenze zu verstehen, muss man sich vom Ort entfernen“, sagt der Historiker, „und danach fragen, wie sie jene Gesellschaft verändert, die sie errichtet.“ Dies untersucht er in einer ausführlichen Analyse der Migrationsverwaltung in Ost und West und der Mobilisierung der Menschenrechte. So zeichnet er auch nach, dass die in der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelte Forderung nach Reisefreiheit, der sich darum in der Bevölkerung entwickelnde Menschenrechtsdiskurs sowie die Ausreisebewegung selbst entscheidend für den Fall der Mauer waren.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
PD Dr. Frank Wolff, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4914
wolff.fra@gmail.com

https://www.suhrkamp.de/buecher/die_mauergesellschaft-frank_wolff_29897.html

]]>
news-8549.atom Ein toller Lernort für künftige Studierende - Spatenstich für das neue Studierendenzentrum der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-09-26T14:19:10+02:00 2019-09-26T14:14:44+02:00 Für die Studierenden der Universität Osnabrück ist es ein besonderer Tag. Mit einem symbolischen Spatenstich wurde heute (26. September) der Baubeginn „ihres“ neuen Studierendenzentrums am Schlossgarten vollzogen. Die Kosten für den 6,22 Millionen Euro teuren Neubau trägt die Universität aus Eigenmitteln, wobei ein großer Teil davon aus früheren Studienbeiträgen stammt. Die Einweihung ist 2021 vorgesehen. Die Vorfreude auf das langersehnte Studierendenzentrum in der Innenstadt zwischen Erweiterungsgebäude und Mensa ist bei den Studierenden, Universitätsangehörigen und Gästen förmlich zu spüren. „Wir freuen uns sehr, dass die Planung abgeschlossen ist und der besonders nachhaltige Neubau nun in die spannende Bauphase geht. Mit diesem modernen Gebäude entsteht ein toller Lernort für künftige Studierendengenerationen“, so Wissenschaftsminister Björn Thümler.

Auf dem 2.500 Quadratmeter großen Grundstück entsteht nach den Entwürfen des Architekturbüros Prof. Klaus Sill und Assoziierte GmbH (Hamburg) ein vierstöckiges Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von ca. 1.000 Quadratmetern. „Das Gebäude soll ein einladender Ort für Kreativität und Engagement werden, egal ob für Kurse, Projekte oder Aktionen, die den studentischen Alltag widerspiegeln“, erläutert Studentin Laura Boese, die zusammen mit Leon Schmid und Özlem Susan intensiv in dem Planungsprozess mitgewirkt hat.

Über einen Eingangsbereich mit Ausstellungsflächen, der sich zu dem Seminargebäude und zur Mensa öffnet, werden zahlreiche Lernflächen, Einzel- und Gruppenarbeitsräume erreicht. Ein Vortragsraum, ein Eltern-Kind-Bereich, Räume für die studentischen Initiativen, Pausen- und Ruheräume sowie offene Arbeitsplätze in den verschiedenen Ebenen des Gebäudes ergänzen das Angebot. Auch eine Fahrradwerkstatt und eine Automatencafeteria sind vorgesehen.

Die Idee für ein solches Gebäude brachte Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke aus seiner Heimatstadt Göttingen mit, wo er als Vizepräsident den Bau eines Lern- und Studiengebäudes mitinitiiert und begleitet hatte. „Das Lernverhalten der Studierenden hat sich heute stark verändert. Projekt- und Gruppenarbeit nehmen einen ungleich größeren Stellenwert ein. Die Erfahrungen auch an anderen Universitäten zeigen, dass die Studierenden ein solches Gebäude sehr positiv annehmen und nutzen. Mit diesem Zentrum erhöhen wir die Attraktivität unserer Universität für Studierende deutlich“, ist sich Lücke sicher. „Ich freue mich sehr, dass ich mit dem Spatenstich noch den Startschuss für den Bau des Studierendenzentrums geben kann. Damit geht ein großer Wunsch meiner Amtszeit in Erfüllung.“ Am 30. September übergibt er sein Amt an seine Nachfolgerin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.

Auch der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert griff beherzt zum Spaten: „Das Studierendenzentrum der Universität Osnabrück bündelt studentisches Leben in all seinen Facetten an einem zentralen Platz und wertet damit den Campus Innenstadt deutlich auf. Das macht die Universität Osnabrück im Wettbewerb um die klügsten Köpfe ein gutes Stück attraktiver.“

Für das Staatliche Baumanagement Osnabrück-Emsland als Bauherr ist es eine spannende Aufgabe. „Hier wird seitens des Landes erstmalig im Osnabrücker Raum ein öffentliches Gebäude entsprechend dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen mit einer Zertifizierung in ‚Silber’ errichtet“, so die Leiterin Cristina v. Pozniak-Bierschenk. „Das bedeutet, dass die zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen bestmöglich unter den Gesichtspunkten von schonender Entnahme, effizientem Einsatz und Vermeidung von Umweltbelastungen zu verwenden sind.“ Ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

Bevor die Ausschachtung nun beginnt, müssen noch fünf Linden weichen. Für sie wird es auf dem Mensavorplatz eine Ersatzpflanzung geben. Zudem werden mit der Schlossgartenumgestaltung 30 neue Bäume den Gästen zusätzlichen Schatten spenden.
Weitere Informationen zum Bau des Studierendenzentrums: www.uos.de/sz

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29 / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lderbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8548.atom Gut und glücklich im Arbeitsleben – Vortrag renommierter Autorin und Neuropsychologin im Bohnenkamphaus 2019-09-26T11:37:47+02:00 2019-09-26T11:34:22+02:00 Gibt es Unterschiede, wie Männer und Frauen Lösungen suchen, Konflikte angehen, und was können wir lernen, um beiden zu helfen, besser zu reagieren? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der Vortrag von der mit Preisen ausgezeichneten Sprecherin, Autorin und Neuropsychologin Friederike Fabritius am Montag, 30. September, ab 16.30 Uhr im Bohnenkamphaus des Botanischen Gartens, Albrechtstraße 29. Der Vortrag wird organisiert vom Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) der Universität Osnabrück und gefördert von der Deutschen Forschungsgesellschaft. “Frau Fabritius hat ein beeindruckendes Talent, komplexe Dinge anschaulich und treffend zu erklären. Damit begeistert sie die Leser ihrer Bücher und umso mehr die Zuhörer ihrer Vorträge“, hebt Prof. Dr. Gordon Pipa vom IKW begeistert hervor. Um höchste Leistungen zu erreichen, benötigen wir eine bestimmte Mischung aus Neurochemikalien. Dopamin wird freigesetzt, wenn wir Spaß haben, Noradrenalin, bei Angst und Acetylcholin, wenn wir komplett fokussiert sind. Um volle Leistung zu erreichen, benötigen wir somit den perfekten Mix aus Spaß, Angst und Fokussierung.

Doch gibt es dabei einen Haken: Der optimale neurochemische Cocktail wird von unseren Genen und Faktoren wie Geschlecht und Alter beeinflusst. Somit erreichen manche Personen ihre höchste Leistung bei viel Stress, wobei andere bei voller Entspannung ihre Arbeit optimieren können.

„Friederike Fabritius wird in ihrem Vortrag deutlich machen, dass es keine optimale, allgemeingültige Mischung aus Spaß, Angst und Fokussierung gibt, die die besten Leistungen hervorruft“, so Pipa. Wie man für sich selbst die optimalen Bedingungen dafür schaffen kann, wird sie dabei deutlich machen.
Fabritius studierte am Max Planck Institut für Gehirnforschung, ist eine Pionierin im Feld des Neuroleaderships und Autorin des preisgekröntes Buches „The Leading Brain: Neuroscience Hacks to Work Smarter, Better, Happier“.

Ihr Vortrag wird auf Englisch stattfinden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Gordon Pipa, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Wachsbleiche 27,49090 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 2390
gpipa@uos.de

]]>
news-8546.atom Osnabrücker Forscherteam gewinnt KI-Innovationswettbewerb - Konzept für den Einsatz von KI-Technologien im Bereich Smart Living Utz Lederbogen 2019-09-25T13:27:29+02:00 2019-09-25T13:25:07+02:00 Das vom Osnabrücker Forscherteam des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Innovationsberatung Strategion GmbH aus Osnabrück entwickelte Konzept für den Einsatz von KI-Technologien im Bereich Smart Living wurde jetzt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Sieger des KI-Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ prämiert. „Für den KI-Campus der Universität Osnabrück ist der Gewinn des Wettbewerbs bereits jetzt ein Aushängeschild,“ freut sich Prof. Dr. Oliver Thomas, Leiter der Osnabrücker DFKI-Forschungsgruppe „Smart Enterprise Engineering“.

Das mit dem KI-Preis verbundene Umsetzungsprojekt „ForeSight“ (Plattform für kontextsensitive, intelligente und vorausschauende Smart-Living-Services) unter Federführung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) startet zum 1. Januar kommenden Jahres und wird vom BMWi insgesamt mit 18 Millionen Euro gefördert. Es sind bereits über 40 Unternehmen und Verbände daran beteiligt.

Zielsetzung des Projektes ist eine neuartige Verbindung von innovativen Anwendungen der Haustechnik mit künstlich intelligenten Assistenzsystemen. Intelligente Anwendungen im Wohngebäude unterstützen nicht nur die Bewohner in ihrem Alltag. Sie können auch dazu beitragen, Mehrfamilienhäuser wirtschaftlich zu betreiben. „Smart Living – die Zukunft des Wohnens – stellt ein einzigartiges Mega-Ökosystem dar, in welchem mit hohen Wachstumsraten zu rechnen ist“, so Prof. Thomas. Aber: Heute treffen sowohl Verbraucher als auch Wohnungsunternehmen auf eine Vielzahl von Insellösungen. „Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) sollen diese Systeme künftig nicht nur miteinander sprechen, sondern auch voneinander lernen können.“

Thomas Feld, Managing Director der Strategion GmbH verdeutlicht: „Im Unterschied zu heutigen Smart-Home-Lösungen werden „Thinking Objects“ auch den sicheren Betrieb der Lösung und den Schutz der Privatsphäre sicherstellen. Sie bilden die verlässliche Grundlage für nachhaltige Smart-Living-Lösungen.“  
Auf Basis einer offenen Plattform werden bestehende und neue Smart-Living-Lösungen zusammengebracht. Dank KI-Methoden sollen sie nicht nur reagieren, sondern vorausschauend agieren – dadurch kann ein deutlicher Mehrwert für die Bewohner, aber auch für die Betreiber der Gebäude geschaffen werden, so die Projektidee.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist der Know-how-Transfer. „Smart Living wird ein wesentlicher Treiber technologieorientierter Innovationen sein. Das Potenzial für den deutschen Markt sowie insbesondere für seine mittelständischen Unternehmen und Hidden Champions liegt in der Gestaltung von Smart Services, KI-basierten Assistenzsystemen und den damit verbundenen neuen digitalen Geschäftsmodellen“, erläutert Prof. Thomas, der die Professur für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik an der Universität Osnabrück inne hat.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Oliver Thomas, Universität Osnabrück
Fachgebiet Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik
Katharinenstraße 3, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-6232
E-Mail: oliver.thomas@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8544.atom Schule muss den Mega-Themen der Gesellschaft gewachsen sein - Tagung des niedersächsische Verbundes zur Lehrerbildung und der Hochschulrektorenkonferenz Utz Lederbogen 2019-09-25T10:05:33+02:00 2019-09-25T09:53:41+02:00 Digitalisierung, Inklusion, Klima-Wandel, die Welt verändert sich rasant. Kommt die Schule noch mit? Und wie sollten Lehrerinnen und Lehrer auf diese neuen Herausforderungen vorbereitet werden? Die Tagung „Lehrer*innen als Alleskönner? Querschnittsthemen zwischen Professionsanspruch und De-Professionalisierung“ in der vergangenen Woche in Osnabrück versuchte Antworten darauf zu finden. Veranstalter waren der niedersächsische Verbund zur Lehrerbildung und die Hochschulrektorenkonferenz. Ausgerichtet wurde die Tagung vom Zentrum für Lehrerbildung der Universität Osnabrück. Die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, eine Vielzahl von solchen Großthemen zusätzlich in den Studienprogrammen unterzubringen, erläuterte Dr. Yoshiro Nakamura in einem Impulsvortrag. Im Hauptvortrag beschrieb Prof. Dr. Silvio Herzog, Bildungsforscher und Rektor der Pädagogischen Hochschule Schwyz, die Figur der „Profilierten Lehrperson“ als wichtige Perspektive zur Lösung der Problematik aus schulischer Sicht. Lehrerinnen und Lehrer können sich berufsbiografisch weiterentwickeln, indem sie sich solche Querschnittsthemen aneignen und dadurch spezielle Funktionen im Kollegium erfüllen, so der Bildungsforscher. Das sei anspruchsvoll und stelle auch an die Teamarbeit in einem Kollegium neue Anforderungen, biete aber gleichzeitig positive Berufsperspektiven für die motivierten Lehrerinnen und Lehrer, die sich nach den ersten Berufsjahren mehr zutrauen, und erhöhe damit die Chance auf ihren Verbleib in der Schule.

In zahlreichen Workshops und Kurzvorträgen wurden strukturelle und inhaltliche Lösungen für die Einführung von Querschnittsthemen in die Lehrerbildung intensiv diskutiert. Im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion waren dann Vertreterinnen und Vertreter der Praxis mit auf der Bühne. Sie machten deutlich, dass ein engerer Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Studium und Berufsausübung wichtig sei, um die Entwicklungen in gleicher Weise zu sehen und kooperativ zu bearbeiten.

Allerdings wurde auch die Forderung laut, die Studiengänge der Lehrerbildung ganz anders zu denken, eine Vision zu entwickeln, in der man sich nicht nur in alten Strukturen und gewohnten Denkweisen bewegt, um den neuen Herausforderungen mit bekannten Lösungsstrategien zu begegnen. In der Einschätzung, dass solche tiefgreifenden Reformen neue Möglichkeiten jenseits heutiger Fächerstrukturen und Unterrichtsformate eröffnen, waren sich die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis einig.

Nach einer anfangs unterschiedlichen Einschätzung, ob dies nur durch einen gleichzeitigen Wandel des gesamten Systems Lehrerbildung plus Schule möglich wäre, verdichtete sich die Einschätzung, dass jede Einrichtung sich ihre Spielräume erarbeiten könne, um eigenständig Schritte in Richtung einer solchen Vision zu gehen. Mit diesem hoffnungsvollen und motivierenden Appell endete die Tagung in Osnabrück.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Yoshiro Nakamura, Universität Osnabrück
Zentrum für Lehrerbildung (ZLB)
Neuer Graben 7 – 9, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4117
E-Mail: yoshiro.nakamura@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8542.atom Wechsel an der Spitze der Universität Osnabrück - Feierliche Amtsübergabe am 30. September im Osnabrücker Schloss Utz Lederbogen 2019-09-25T09:08:10+02:00 2019-09-25T09:03:16+02:00 Mit Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl steht ab 1. Oktober erstmals eine Frau an der Spitze der 1974 gegründeten Universität Osnabrück. Die bisherige Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung folgt auf Prof. Dr. Wolfgang Lücke, der das Amt seit 2013 innehatte. Zur offiziellen Amtsübergabe am Montag, 30. September, erwartet die Universität rund 300 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Osnabrücker Schloss. Der Senat der Universität hatte die Osnabrücker Biodidaktikerin am 14. November vergangenen Jahres einstimmig gewählt. Anschließend bestätigte der Hochschulrat die Wahl. Prof. Menzel-Riedl ist mit 43 Jahren die derzeit jüngste Hochschulpräsidentin in Deutschland.

Zur Amtsübergabe wird der Hochschulratsvorsitzende der Universität Osnabrück, Prof. i.R. Dr. Elmar Weiler, die Gäste begrüßen. Ansprachen halten der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, der Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, Wolfgang Griesert und der Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen,  Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang-Uwe Friedrich sowie der bisherige Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. Danach hält die neue Präsidentin Prof. Menzel-Riedl ihre Antrittsrede.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt die Universität im Foyer des Schlosses zum Empfang.

Hinweis an die Redaktionen:
Medienvertreter sind zur Amtsübergabe am Montag, 30. September, um 16 Uhr im Osnabrücker Schloss herzlich eingeladen. Vorab werden Fotoaufnahmen um 15.50 Uhr möglich sein. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, bitten wir um Anmeldung möglichst bis Freitag, 27. September, entweder per Telefon unter 0541-969-4370 oder per E-Mail an utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Fotos von Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl und Altpräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke stehen im Internet unter
medien.uni-osnabrueck.de/collection/52b5cc8c-1a85-4bb0-9093-a57610f093e5
zum Download bereit.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen
Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8539.atom Neues Studierendenzentrum der Universität entsteht am Schlossgarten - Einladung zum Spatenstich am 26. September Utz Lederbogen 2019-09-20T12:28:09+02:00 2019-09-20T12:25:11+02:00 Mit einem symbolischen Spatenstich wird am Donnerstag, 26. September, der Baubeginn des neuen Studierendenzentrums der Universität Osnabrück am Schlossgarten vollzogen. Die Kosten von 6,22 Millionen Euro trägt die Universität aus Eigenmitteln, wobei ein großer Teil davon aus früheren Studienbeiträgen stammt. Die Einweihung ist für 2021 vorgesehen. Die Entwürfe des vierstöckigen Gebäudes zwischen Erweiterungsgebäude und Mensa stammen vom Architekturbüro Prof. Klaus Sill und Assoziierte GmbH (Hamburg). Der Spatenstich ist die letzte offizielle Amtshandlung des am 30. September aus dem Amt scheidenden Präsidenten Prof. Dr. Wolfgang Lücke. Er hatte die Idee für ein solches Lern- und Studienzentrum aus seiner Heimatstadt Göttingen mitgebracht.

Zum Spatenstich werden unter anderem der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, die Leiterin des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, Cristina von Pozniak-Bierschenk, sowie der Projektleiter Falko Fock vom Architekturbüro erwartet.

Hinweis an die Redaktionen:
Medienvertreter sind zum Spatenstich am Donnerstag, 26. September, um 12.30 Uhr vor der Mensa am Schlossgarten herzlich eingeladen. Wir bitten um vorherige Anmeldung per Telefon unter 0541-969-4370 oder per E-Mail an utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Pressesprecher Dr. Utz Lederbogen, Universität Osnabrück
Neuer Graben 29 / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8537.atom Großangelegte Grabungen in Kalkriese - Finanzminister Hilbers und die designierte Unipräsidentin Menzel-Riedl informieren sich über erste Funde der Grabungssaison Utz Lederbogen 2019-09-20T12:37:48+02:00 2019-09-20T12:06:37+02:00 Seit Anfang September wird im Museumspark Kalkriese auf dem so genannten Oberesch im Museumspark gegraben. Grund genug für den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers zusammen mit Geschäftsführer und Sammlungsleiter des Museums, Dr. Joseph Rottmann und Dr. Stefan Burmeister sowie der designierten Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl sich vor Ort ein Bild zu machen. Erste Funde der diesjährigen Grabungssaison konnten sich die Gäste anschauen. „Die Geschichte zu erforschen und durch Ausgrabungen wortwörtlich greifbar zu machen ist spannend und zugleich aufschlussreich. Ich freue mich, als Grabungspate in die aktuellen Grabungen im Park Kalkriese Einblick nehmen zu dürfen, die sicher auch helfen die Landschaftsgeschichte besser zu verstehen“, so Reinhold Hilbers, der auch Grabungspate ist.
Ziel der Grabungskampagne ist es, weitere Erkenntnisse zu den bisher entdeckten Wall-Graben-Anlagen zu gewinnen und die Befunde in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. Dazu hat das Kalkrieser Archäologie-Team in Kooperation mit der Universität Osnabrück und in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München auf dem Oberesch einen rund 60 Quadratmeter großen Schnitt und eine 30 Meter lange „Sondage“ angelegt. Die  diesjährigen Ausgrabungen sind eine Fortführung der Grabungen der letzten Jahre.

Auf der nördlichen Seite des Museumsparks ist vor drei Jahren eine weitere Wall-Graben-Anlage entdeckt worden. Es soll überprüft werden, ob die beiden Wälle zu einer gemeinsamen Anlage gehören. Perspektivisch wollen die Forscher ein durchgehendes Profil des Obereschs erstellen und so ein zusammenhängendes Bild von diesem Ort erhalten. „Wir arbeiten mit neuen Methoden und Verfahren. Die Ausgrabungen in den letzten Jahren haben uns viele neue Erkenntnisse gebracht, aber zugleich neue Fragen aufgeworfen. Mit der jetzigen Kampagne versuchen wir den Schlachtverlauf besser zu verstehen, um so das Bild über die Geschehnisse vor 2000 Jahren besser fassen zu können“ so Dr. Stefan Burmeister, Leiter der Sammlung, der in  Museum und Park Kalkriese für das Kooperationsprojekt zuständig ist.

Ein weiteres Ziel der Grabung ist es, gemeinsam mit dem Institut für Geographie der Universität Osnabrück durch geoarchäologische Untersuchungen die Landschaftsgeschichte des Ortes zu rekonstruieren, erläuterte Prof. Dr. Joachim Härtling.

„Kalkriese bleibt ein spannendes wissenschaftliches Projekt. Die langjährige Kooperation des Museums mit der Universität Osnabrück im Bereich der Forschung hat sich bewährt und bietet unseren Studierenden spannende Ansatzpunkte in der Lehre. Dazu arbeiten unterschiedliche Fachdisziplinen unserer Universität eng zusammen und tragen dazu bei, diesen Teil der Geschichte zu erschließen, für Lehre und Forschung, aber auch für ein interessiertes Publikum weit über die Region hinaus“, freut sich die designierte Präsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.

„Seit mehr als 30 Jahren wird in Kalkriese geforscht; seit über 20 Jahren im Rahmen von staatlichen Grabungen. Hier ist noch lange nicht alles eindeutig geklärt – genau das macht das Projekt so spannend und ich bin zuversichtlich, dass hier noch Arbeit für viele Generationen von Archäologen ist“, bilanziert Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer Varusschlacht im Osnabrücker Land.

Eine Reihe von römischen Funden haben die Archäologen bei den diesjährigen Ausgrabungen entdeckt. Darunter ein Schloss, das möglicherweise von einer kleinen Truhe stammt. Besonders schön anzusehen ist eine aufwendig verzierte und sehr gut erhaltene Gürtelschnalle. Wie auch bei anderen Grabungen in Kalkriese üblich sind viele Fragmente von römischen Ausrüstungsgegenständen aus dem militärischen und zivilen Bereich wie Münzen, Fibeln und Nägel aller Art ans Tageslicht gekommen.

Die Funde und Befunde passen in das bisherige Fundspektrum und somit auch in die Datierung des Kampfplatzes. Nach wie vor geht das Kalkrieser Wissenschaftlerteam davon aus, dass es sich hier um ein Ereignis der Varusschlacht handelt. Die Grabungen laufen noch bis Mitte Oktober unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Salvatore Ortis (Ludwig-Maximilians-Universität München) weiter.

Die derzeitige Grabungskampagne wird im Rahmen der Grundförderung durch den Kooperationsvertrag mit dem Land Niedersachsen und der Universität Osnabrück und einem Grabungsvertrag mit dem Landkreis Osnabrück ermöglicht. Projektbezogen haben die Stiftung der Sparkasse Osnabrück, die Varus-Gesellschaft, MBN Bau AG und Boels/Rental die diesjährige Grabung unterstützt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Caroline Flöring
Varusschlacht im Osnabrücker Land – Museum und Park Kalkriese –
Venner Straße 69, 49565 Bramsche-Kalkriese,
Tel. +49 (0)5468/ 9204-40,
caroline.floering@kalkriese-varusschlacht.de

]]>
news-8535.atom Sie geht, der Lehrstuhl bleibt – Symposium anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Renate Scheibe 2019-09-17T10:11:04+02:00 2019-09-17T10:10:55+02:00 Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Renate Scheibe in den Ruhestand lädt der Fachbereich Biologie/Chemie zu einem wissenschaftlichen Symposium zum Thema „Perspectives in Molecular and Cellular Physiology“am Mittwoch, 25. September, um 13 Uhr in den Helikoniensaal des Botanischen Gartens ein. Annähernd 30 Jahre lang leitete Prof. Scheibe erfolgreich den Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie der Universität Osnabrück, den sie 1990 von Prof. Dr. Elmar Weiler übernommen hatte. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Steuerung des Energiestoffwechsels der Pflanzen in der Reaktion auf die sich laufend ändernden äußeren Bedingungen. Zu einer Zeit, als die Redox-Regulation selbst in der Humanphysiologie noch keine Rolle spielte, schloss sich Renate Scheibe den Pionieren der pflanzlichen Licht-Dunkel-Regulation an, nachdem sie sich nach Abschluss ihres Pharmaziestudiums in ihrer Dissertation das pflanzen- und zellphysiologische Rüstzeug dazu an der LMU München und der Universität Bayreuth erworben hatte. Als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie der Universität Bayreuth ging sie mit einem NATO-Stipendium an die University of Illinois in Chicago, neben Berkeley einem der beiden Zentren der Redox-Forschung in den Vereinigten Staaten.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland und ihrer Habilitation für das Fach Botanik baute sie sich an der Universität Bayreuth eine eigene Arbeitsgruppe auf, mit der sie im Jahre 1990 dem Ruf an die Universität Osnabrück folgte. In dieser Zeit nahm das Forschungsgebiet der pflanzlichen Stoffwechselregulation durch Redox-Prozesse  auch in Deutschland Fahrt auf, nicht zuletzt durch Scheibes bahnbrechende Arbeiten, zum Beispiel über das sogenannte Malatventil. In der Folgezeit rückte die Redox-Regulation von zellphysiologischen Vorgängen weiter in den Fokus der pflanzenphysiologischen und biochemischen Forschung, wobei Osnabrück immer eines der Zentren blieb.      

Mit einem soliden Wissen über die Welt der Pflanzen vertrat Renate Scheibe in der akademischen Lehre das gesamte Gebiet der Pflanzenphysiologie von den molekularen Grundlagen bis zur Ökologie. Neben zahlreichen Osnabrücker Studentinnen und Studenten hatte sie stets Studierende und Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus anderen Ländern in ihrem Institut und pflegte dadurch rege internationale Kooperationen. Einige davon stellen in dem wissenschaftlichen Symposium die aus der Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Scheibe inzwischen erwachsenen Forschungsarbeiten vor.

In der akademischen Selbstverwaltung der Universität Osnabrück übernahm Prof. Scheibe immer wieder Aufgaben für den Fachbereich Biologie/Chemie, mehrfach als Dekanin, als Vertreterin des Fachbereichs in der Konferenz Biologischer Fachbereiche, und 1999 als Direktorin des Botanischen Gartens Osnabrück. Sie war Vorstandsmitglied verschiedener nationaler und internationaler Fachgesellschaften und arbeitete in den Herausgebergremien von Fachzeitschriften und Lehrbüchern, beispielsweise des für Studierende der Biologie unverzichtbaren Campbell. Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft war Prof. Scheibe acht Jahre lang als Fachgutachterin tätig und seit 2017 ist sie Mitglied des überregionalen Gremiums „Ombudsman für die Wissenschaft“ der deutschen Wissenschaftsorganisationen, das Verstöße gegen die Gute Wissenschaftliche Praxis (GWP) behandelt. Vor vier Jahren wurde sie mit dem Corresponding Member Award der American Society of Plant Biology (ASPB) ausgezeichnet und zwei Jahre später wurde sie zum Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft ernannt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Renate Scheibe, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2284
scheibe@biologie.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8534.atom Für internationale Studieninteressierte und Studierende - mit und ohne Fluchterfahrung – 3. Basar der Bildung 2019-09-16T10:38:50+02:00 2019-09-16T10:37:18+02:00 Ungenaue Pläne für die Zukunft und noch viele Fragen zum Studium in Deutschland? Am Montag, 23. September, findet von 16 bis 19.30 Uhr der 3. Basar der Bildung statt, der von den Koordinationsstellen für Geflüchtete beider Hochschulen und der Zentralen Studienberatung Osnabrück organisiert wird. Der Basar der Bildung findet im Schlosshauptgebäude der Universität Osnabrück statt (Neuer Graben 29). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an internationale Studieninteressierte und Studierende mit und ohne Fluchterfahrung und an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Geflüchtete in Deutschland auf dem Weg ins Studium bzw. in den Arbeitsmarkt unterstützen.

Den Auftakt zur Veranstaltung bilden vier verschiedene Kurzvorträge zu den Themen (Studium und Studienwahl, Studienbewerbung, Studienfinanzierung sowie Arbeit und Ausbildung) im Raum 11/211 (Schloss, 2. Etage). Die Fachvorträge sind ebenfalls im Schlossgebäude.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit individueller Fragen, aber auch der Besuch der zahlreichen Info-Stände im Schloss-Foyer ab 18.15 Uhr. Hier beantworten neben den beiden Hochschulen und der Zentralen Studienberatung verschiedene externe Einrichtungen wie die Arbeitsagentur, das Jobcenter, die Kammern (IHK, HWK, LWK), Stadt und Landkreis, das Studentenwerk, die Caritas, die Freiwilligenagentur der Stadt Osnabrück bis hin zu Exil, dem Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge e.V. konkrete Fragen. Die Veranstaltung endet um 19.30 Uhr. Interessierte sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4833
marco.bazalik@zsb-os.de
www.zsb-os.de

]]>
news-8533.atom Zur Zukunft religiöser Bildung – Tagung an der Universität Osnabrück befasst sich mit der Weiterentwicklung des Religionsunterrichts 2019-09-16T08:20:31+02:00 2019-09-16T08:17:28+02:00 Vor 100 Jahren trat die Weimarer Reichsverfassung in Kraft. Sie begründete die – im Prinzip bis heute gültige – Fassung des Religionsunterrichts im demokratischen Deutschland. Mit der Frage, wie es um die Zukunft der religiösen Bildung bestellt ist, befasst sich eine Tagung, die vom 19. bis 21. September stattfindet und von den Instituten für Evangelische, Islamische und Katholische Theologie der Universität Osnabrück veranstaltet wird. „Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach der Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien (weltlichen) Schulen. […] Der Religionsunterricht wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der betreffenden Religionsgesellschaft unbeschadet des Aufsichtsrechts des Staates erteilt.“ (Artikel 149 Weimarer Reichsverfassung). Diese Fassung ist der Sache nach ins Bonner Grundgesetz übernommen worden (Artikel 7).

Pluralisierung und religiöser Wandel fordern heute ein intensives Nachdenken über religiöse Bildung an öffentlichen Schulen in Deutschland. Der Reformdiskurs konzentriert sich bislang auf Alternativen zum verfassungsmäßigen ‚konfessionellen‘ Religionsunterricht. Dazu wäre eine Änderung des Grundgesetzes nötig. Eine solche erscheint aber politisch als völlig unrealistisch. Daher sucht die Tagung nach Möglichkeiten der Weiterentwicklung innerhalb des bewährten demokratischen Modells. Dabei kommen auch die Anliegen von Minderheitenreligionen (Islam und Judentum) und von organisierten Konfessionslosen aus der Eigenperspektive zur Sprache.

„Unserem interreligiösen Vorbereitungsteam war es wichtig, dass man auf dem Boden der Rechtslage bleibt und von dort aus weiterdenkt“, so Prof. Dr. Andreas Kubik vom Institut für Evangelische Theologie. „Wir sind gespannt, welche kreativen Vorschläge die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen.“

Eine nachträgliche Anmeldung ist noch über das Institut für Evangelische Theologie möglich. Für Tagungsmaterial und Verpflegung wird eine Tagungsgebühr von 20 Euro erhoben. (Studierende sind von der Gebühr ausgenommen.) Veranstaltungsort ist im Schlosshauptgebäude, Neuer Graben 29 (2. Etage).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andreas Kubik, Universität Osnabrück
Institut für Evangelische Theologie
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4285
akubikboltre@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8531.atom Universität Osnabrück setzt systematisch auf Juniorprofessuren – und gewinnt. Förderzuschlag für Tenure-Track-Programm des Bundes und der Länder Utz Lederbogen 2019-09-12T13:45:26+02:00 2019-09-12T13:25:00+02:00 Karrierewege an Universitäten besser planbar und transparenter zu gestalten – darum geht es im Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Durch die Förderung von bundesweit 1.000 zusätzlichen Juniorprofessuren soll ein eigenständiger Karriereweg neben dem herkömmlichen Berufungsverfahren auf eine Professur, für das in der Regel bereits eine Habilitation oder vergleichbare Leistungen zur Erstberufung vorliegen müssen, dauerhaft etabliert werden. Die Universität Osnabrück hat in der zweiten Bewilligungsrunde heute (12.9.) den Förderzuschlag für neun solcher so genannten Tenure-Track Professuren erhalten. Die Tenure-Track-Professur richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der frühen Karrierephase und sieht nach erfolgreicher Bewährungsphase auf einer Juniorprofessur den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vor. „Mit dem Tenure-Track-Programm des Bundes eröffnet sich für die Universität Osnabrück die Möglichkeit, zwei strategische Kernziele zu erreichen: Zum einen die systematische Gewinnung von jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, zum anderen die Weiterentwicklung der universitätsinternen inhaltlichen Profilierung“, erläutert Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung.

Im Rahmen des neuen „Osnabrücker Modells der Berufungsplanung“ will die Universität bis in das Jahr 2032 bis zu 19 Tenure-Track-Professuren einrichten. Das Einmalige an dem Osnabrücker Modell: Zukünftig werden alle planmäßig freiwerdenden W2-Professuren der Universität als Tenure-Track-Professuren ausgeschrieben. Somit wird die Tenure-Track-Professur systematisch und konsequent in allen Fächern und Fachgebieten der Universität umgesetzt. Mindestens sechs Tenure-Track-Professuren werden in strategischen Profilbereichen der Universität zur Stärkung der Forschung zusätzlich etabliert.

„Die Berufungskultur der Universität Osnabrück wird sich grundlegend verändern. Juniorprofessuren werden durch die strukturelle Verankerung dauerhaft fester Bestandteil des Qualifizierungs- und Karrieresystems der Universität, das exzellenten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern früher Sicherheit im Wissenschaftssystem gibt“, erklärt Menzel-Riedl. „Die Position der Universität Osnabrück wird sich damit im Wettbewerb um hervorragendes wissenschaftliches Personal trotz ihrer ressourcenseitigen Unterausstattung dadurch signifikant und nachhaltig verbessern“, ist sich die künftige Präsidentin sicher.

Um die Personalstrukturen nicht nur punktuell weiterzuentwickeln, musste jede Universität in ihrem Antrag ein Konzept für die Entwicklung des gesamten wissenschaftlichen Personals vorlegen. Der Bund stellt für das Programm bis zu eine Milliarde Euro bereit, die Bundesländer der geförderten Universitäten kümmern sich um die Gesamtfinanzierung. Die Länder haben weiterhin zugesagt, dass der mit dem Programm erreichte Umfang an Tenure-Track-Professuren auch nach dem Ende der Laufzeit des Programms erhalten bleibt. Das Programm hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2032.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen,
Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8530.atom Digitalisierung aller Lebensbereiche? – „Philosophisches Café Osnabrück“ widmet sich Gefahren und Vorteilen Digitaler Welten 2019-09-12T11:54:46+02:00 2019-09-12T11:53:07+02:00 Künstliche Intelligenz und Roboter entlasten unseren Alltag. Doch wie lassen sich Vor- und Nachteile ermitteln? Am Sonntag, 22. September, wird sich das Philosophische Café ab 11.30 Uhr mit dem Thema „Digitale Welten – Gefahren oder Vorteile?“ im Kinocafé Bluenote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16) befassen. Der Eintritt ist frei. Dramatisch wurde die Dominanz digitaler Techniken, als man begann, in der Börse, im Verkehr und in Kriegen Algorithmen über Menschen entscheiden zu lassen – ohne ethische Bedenken. Wie gehen wir in Zukunft damit um? Zur Klärung dieser Frage tragen Hochschullehrende der Uni Osnabrück bei – darunter der Sozialwissenschaftler Harald Kerber, der Theologe und Religionswissenschaftler Reinhold Mokrosch sowie die Philosophen Uwe Meyer und Arnim Regenbogen. Sie beziehen sich vor allem auf Erfahrungen, welche von den Teilnehmenden über deren alltäglichen Umgang mit Smartphones und Computern eingebracht werden. Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter www.cinema-arthouse.de  („Kinocafés“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8529.atom Fortbildung für Physiklehrkräfte – Universität Osnabrück veranstaltet Physics Teachers Day 2019 2019-09-10T10:07:22+02:00 2019-09-10T10:05:51+02:00 Die Arbeitsgruppe Didaktik der Physik der Universität Osnabrück veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Regionalen Lehrerfortbildung der Landesschulbehörde und dem Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung Osnabrück am Donnerstag, 19. September, ab 15 Uhr zum vierzehnten Mal die Fortbildung „Physics Teachers Day“ für Physiklehrkräfte aller Schularten. Veranstaltungsort ist der Große Physiksaal in der Barbarastraße 7 (Gebäude 32). In diesem Jahr steht das Thema „Mechanik mit System für die Mittel- und Oberstufe“ im Mittelpunkt zweier Vorträge. Zwischen den Vorträgen werden im Rahmen der „Materialbörse“ von und für Physiklehrkräfte Unterrichtsmaterialien präsentiert. Bereits ab 14 Uhr stellen Lehrmittelfirmen ihre Exponate aus. In zwanglosen Gesprächen können Ideen diskutiert und Kontakte geknüpft werden.
Weitere Einzelheiten gibt es auf der Seite www.physikdidaktik.uni-osnabrueck.de unter dem Button „Physics Teachers Day“.

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Roland Berger, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2696
roland.berger@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8528.atom Lass uns reden! – Osnabrücker Debattenreihe zur Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit lädt zur Abschlusskonferenz ein 2019-09-09T11:06:00+02:00 2019-09-09T11:03:42+02:00 Am Freitag, 27. September, steht an der Universität Osnabrück die „Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit“ im Fokus. Auf der Abschlusskonferenz der vom Land Niedersachsen geförderten Reihe diskutieren Expertinnen und Publikum darüber, auf welche Weise Sprache und Sprechen zu einer geschlechtergerechteren Zukunft beitragen kann. Zur Teilnahme lädt die Forschungsstelle Geschlechterforschung herzlich in das Bohnenkamp-Haus im Botanischen Garten der Universität Osnabrück, Albrechtstraße 29, ein. Anmeldungen bis zum 22. September unter zukunft@uni-osnabrueck.de. Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Informationen zur Veranstaltung und der Debattenreihe unter www.fgf.uos.de/zukunft.

„Sprache schafft soziale Wirklichkeit. Sie ist vielfältig und wirkmächtig. Sie begegnet uns etwa als Rechtssprache, Algorithmen oder Bildsprache und wirkt über Begriffe und Diskurse auch auf Geschlechtervorstellungen und -verhältnisse“, erklärt die Koordinatorin der Forschungsstelle Geschlechterforschung Judith Conrads die Entscheidung, Sprache selbst ins Zentrum der Abschlusskonferenz der Debattenreihe zu stellen.
Eröffnet wird die Konferenz mit einer Keynote der renommierten Baseler Soziologieprofessorin Dr.in Andrea Maihofer. Darin diskutiert sie, wie es gelingen kann, über Differenz(en) zu sprechen, ohne dass damit eine (Ab-)Wertung einhergeht.

Im Anschluss beleuchtet Prof.in Dr.in Ulrike Lembke (Humboldt­Universität zu Berlin) das aktuelle Thema Hatespeech aus juristischer Perspektive. Sie fragt in ihrem Vortrag, wie Rechtsprechung gegen sexistische Hassrede wirken kann.

Am Nachmittag referiert Prof.in Dr.in Gabriele Diewald (Leibniz Universität Hannover), Sprachwissenschaftlerin und Autorin des Duden-Ratgebers „Richtig gendern“, aus linguistischer Perspektive über Möglichkeiten und Hindernisse eines geschlechtergerechten Sprachgebrauchs.

Eine digitale Perspektive nimmt Lajla Fetic, Managerin im Projekt Ethik der Algorithmen (Bertelsmann Stiftung), ein und thematisiert die zunehmende Bedeutung von Algorithmen im Alltag gerade für Fragen der Geschlechtergerechtigkeit. Die kürzlich für ihre Forschung zu Rassismuserfahrungen an Schulen ausgezeichnete Bildungswissenschaftlerin Aylin Karabulut (Universität Duisburg-Essen) argumentiert in ihrem Vortrag für eine intersektionale Perspektive auf Geschlecht und andere Ungleichheitskategorien

Die Referentinnen werden auf der Abschlussdiskussion gemeinsam mit dem Publikum über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in und durch Sprache diskutieren. Dabei geht es auch um die Frage, wie ein Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Praxis gelingen kann.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Forschungsstelle Geschlechterforschung, Universität Osnabrück
Schloßstraße 8, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4221/4379
zukunft@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8527.atom Klimaschutz und Künstliche Intelligenz – Rechtswissenschaftler der Universität Osnabrück beraten das Europäische Parlament 2019-09-05T11:11:16+02:00 2019-09-05T11:09:15+02:00 Das im Juni neu gewählte Europäische Parlament hat seine Arbeit aufgenommen. Der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz hat am Montag, 2. September, in Brüssel zusammen mit dem zuständigen Minister der finnischen Ratspräsidentschaft über die politische Agenda für die nächsten fünf Jahre beraten. Mit dabei waren der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke und die Rechtswissenschaftlerin Dr. Aneta Wiewiórowska-Domagalska vom European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück. Die beiden waren vom Europäischen Parlament mit Studien zu den Prioritäten des digitalen Binnenmarkts und der europäischen Verbraucherpolitik beauftragt worden und stellten nun als Experten den Abgeordneten des Parlaments Vorschläge für konkrete Maßnahmen vor.

Als wichtigste Aufgaben für das Aufgabenfeld des Ausschusses identifizierten sie die Förderung eines klimafreundlicheren und nachhaltigeren Konsumverhaltens, die Verbesserung des Rechtsrahmens für Anwendungen künstlicher Intelligenz und autonomes Fahren sowie die Verpflichtung von Online-Plattformen zur verantwortlichen und fairen Ausgestaltung ihres auf Daten beruhenden Geschäftsmodells.

Die beiden erläuterten auch, wie durch konkrete Maßnahmen auf diesen Gebieten Wohlstand gesichert und den europäischen Bürgern die enorme Bedeutung der Europäischen Union für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen im Alltag sichtbar gemacht werden kann. Deutlich wurde auch, dass für globale Herausforderungen wie Klimaschutz und künstliche Intelligenz einzelne europäische Staaten allein wenig ausrichten, aber im Rahmen der Europäischen Union viel erreichen können. Es sei die Kernaufgabe der Union, gegen die globalen Interessen der amerikanischen und zunehmend auch der asiatischen Internetkonzerne gemeinsame europäische Werte wie Rechts- und Sozialstaatlichkeit durchzusetzen und europäischen Unternehmen gleiche Marktchancen zu schaffen.

„Die Bürger Europas müssen darauf vertrauen können, dass sie von den globalen Internetriesen fair behandelt werden, weil das europäische Recht sie schützt“, fasste Hans Schulte-Nölke die Politikempfehlungen der Osnabrücker Experten zusammen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8526.atom Die Rolle solidarischer Unterstützer – Projekt von Osnabrücker Psychologin wird weiter gefördert 2019-09-04T10:06:15+02:00 2019-09-04T10:04:35+02:00 Welche Chancen und Risiken hat die solidarische Unterstützung von Protest durch Verbündete, die selbst nicht direkt von Diskriminierung betroffen sind? Um dies weiterhin zu untersuchen, erhielt das Projekt von Dr. Julia Becker, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Osnabrück, eine weitere Förderung in Höhe von 177.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Im ersten Teil des Projektes untersuchte Becker, wie Verbündete auf Protesten wahrgenommen werden. Was halten Menschen von Männern auf Protesten für Frauenrechte oder von Weißen auf Protesten gegen Rassismus? Ihre Forschung zeigt, dass Verbündete generell erst einmal einen positiven Effekt auf Beobachter haben: Beobachter privilegierter Gruppen identifizieren sich stärker mit der Bewegung, wenn Verbündete anwesend sind. Im Gegensatz dazu hatten Verbündete keinen großen Effekt auf die Wahrnehmung der Benachteiligten – Verbündete wurden nur dann negativ bewertet, wenn sie dominant auftraten oder sich sehr stark ins Zentrum der Proteste rückten.

Des Weiteren zeigte sich, dass bloßer Kontakt mit Personen der benachteiligten Gruppe Personen der bevorteilten Gruppe nicht automatisch zu Verbündeten macht: Sie werden erst dann zu Verbündeten, wenn sie politisierten Intergruppenkontakt erlebt haben und ihre Kontaktpartnerin mochten.

Obwohl das Projekt bisher sehr gut verlaufen ist, ist nun weitere Forschung nötig, um unerwartete Ergebnisse zu klären. Dazu gehört unter anderem, die unterschiedlichen Motive von Betroffenen und Verbündeten für die Teilnahme an sozialen Bewegungen genauer zu untersuchen. Wenn es beispielsweise um Proteste für mehr Rechte von Geflüchteten geht, was sind dann die zentralen Motive der Deutschen im Vergleich zu den Geflüchteten? Welche unterschiedlichen Gruppen von Verbündeten gibt es und wie weit geht ihre Unterstützung? Wann und warum kündigen Verbündete ihre Solidarität? Unter welchen Bedingungen werden sie von Betroffenen als Teil der Bewegung eher abgelehnt? Weitere Ergebnisse sollen 2021 vorliegen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Julia Becker, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4870
julia.becker@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8525.atom Was soll bloß aus mir werden? Das Leben nach dem Abi – Die Zentrale Studienberatung Osnabrück informiert über Wege nach der Schule 2019-09-04T10:03:42+02:00 2019-09-04T10:01:32+02:00 Abitur geschafft? Was nun? Ob Praktikum, Freiwilligendienst, Auslandsaufenthalt, Ausbildung oder (duales) Studium, die Möglichkeiten sind vielfältig. Am Dienstag,10. September, stellt die Zentrale Studienberatung von 17 bis 18.30 Uhr im Schlosshauptgebäude (Gebäude 11, Raum 212) verschiedene Optionen vor und gibt Tipps zur Entscheidungsfindung und Recherche. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Informationen rund um das Studium an den Osnabrücker Hochschulen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

]]>
news-8524.atom „Eine schöne Anerkennung“ – Jurabsolventinnen und -absolventen der Universität Osnabrück von Kanzleien bevorzugt 2019-09-03T10:36:43+02:00 2019-09-03T10:35:14+02:00 Gute Nachrichten für Jurastudierende von der Universität Osnabrück: Die unter Juristen verbreitete Online-Zeitung Legal Tribune Online (LTO) hat bei Kanzleien nachgefragt, ob sie Absolventinnen und Absolventen bestimmter Unis bevorzugen. Die Antworten stellen den Jurafakultäten insgesamt, aber auch den Juristen aus Osnabrück ein gutes Zeugnis aus. Einige Jurafakultäten werden ausdrücklich genannt, darunter Osnabrück. Eine Kanzlei, die sich auf Legal Tech, Blockchain und Bitcoins spezialisiert hat, nennt Osnabrück als eine der wenigen Jurafakultäten, die sich mit diesen Themen beschäftigen. "Wir freuen uns, wenn ein Bewerber an einer dieser Hochschulen studiert hat, denn das bedeutet für uns einen gewissen Stallgeruch", sagt Stefan Winheller von der gleichnamigen Kanzlei. Deutlich wird aber auch, dass den Kanzleien jeder Bewerber mit guten Noten und einem spannenden Lebenslauf willkommen ist. „Jede Universität spuckt gute Leute aus“ heißt es dazu.
„Diese schöne Anerkennung haben vor allem unsere Studierenden verdient“, kommentiert der Dekan des Osnabrücker Fachbereichs, Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke. „Im letzten Jahr hat sich aus eigenem Antrieb die studentische Initiative Legal Tech Forum Osnabrück gegründet, die ich sehr gern unterstützt habe. Inzwischen wird diese Initiative sogar von Clifford Chance, einer der größten deutschen Anwaltskanzleien, gefördert“ so Schulte-Nölke weiter.

Ab Oktober dieses Jahres startet das Projekt "Legal Tech Lab Osnabrück", ein von der Universität Osnabrück ausgezeichnetes Lehrprojekt. Es wurde von Prof. Dr. Christoph Busch zusammen mit der studentischen Initiative Legal Tech Forum entwickelt. Im Rahmen dieses Pilotprojekts wird ein Modell für die Integration von Legal Tech in die Juristenausbildung an der Universität Osnabrück konzipiert und im praktischen Einsatz erprobt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8522.atom Ball der Universität am 18. Januar 2020: Vorverkauf startet am 2. September 2019-08-30T10:30:09+02:00 2019-08-30T10:28:20+02:00 Gut ein halbes Jahr ist seit der letzten Ballnacht vergangen, nun steht der nächste Termin für den Ball der Universität Osnabrück fest: Am Samstag, 18. Januar 2020, sind alle, die eine rauschende Nacht erleben wollen, herzlich eingeladen. Im Ambiente der festlich geschmückten OsnabrückHalle wird ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Bands, DJs und Showacts für Unterhaltung sorgen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 2. September, an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Ebenso sind die Tickets im Unishop, in der OsnabrückHalle, bei den Geschäftsstellen der NOZ, deinticket.de und bei der Sparkasse Osnabrück für GiroLive-Kunden erhältlich. Eintritt: im Vorverkauf 26 Euro (22 Euro ermäßigt) und 31 Euro (27 Euro ermäßigt) an der Abendkasse. 

In der Aktionswochevom 2. bis 9. September gibt es exklusiv beim Ticket-Service der OsnabrückHalle zu den ersten 100 Tickets einen 5-Euro-Getränkegutschein dazu, der beim Abend des Balls eingelöst werden kann. 

Erneut wird der mehrfache Tanz-Weltmeister Michael Hull durch die Ballnacht führen. Verschiedene Live-Bands wie LIVE AND FAMOUS und FiveOnTheFloor sowie die DJs Marc Stone und weitere sorgen mit Sicherheit dafür, dass niemand der Tanzfläche fernbleibt. Für all diejenigen, die auch mal eine Pause einlegen möchten, steht eine separate Food-Lounge mit exklusiven Speiseangeboten bereit.

Aktuelle Infos zum Uniball gibt es hier: www.uni-osnabrueck.de/uniball

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Daniela Räuwer, Universität Osnabrück

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Projekt- und Veranstaltungsmanagement

Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 6141

daniela.raeuwer@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8521.atom Zur Verbesserung der Agrarpolitik – Universität Osnabrück richtet Jahrestreffen von REECAP aus 2019-08-27T10:00:42+02:00 2019-08-27T09:58:58+02:00 Entsprechend den immer lauter werdenden Forderungen nach einer veränderten Ausrichtung der Landwirtschaft, richtet Dr. Stefanie Engel, Inhaberin der Alexander von Humboldt-Professur für Umweltökonomie des Instituts für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück, am 9. und 10. September das Jahrestreffen des REECAP-Netzwerkes im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens aus. Ziel ist dabei die Evaluation der gemeinsamen Agrarpolitik der EU. REECAP steht für „Research Network on Economic Experiments for the Common Agricultural Policy“ und ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die mit Hilfe experimentalökonomischer Methoden versuchen, die Gemeinsame Agrarpolitik der EU zu evaluieren. Das Netzwerk verspricht sich von der Nutzung experimenteller Methoden eine bessere Abschätzung der Wirksamkeit einzelner Politikmaßnahmen, auch vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie.

Prof. Dr. Stefanie Engel erklärt dazu: „Oft wird das Verhalten auf ein neues Gesetz oder ein neues Anreizprogramm nicht nur durch die monetären Auswirkungen, sondern auch durch eine Vielzahl anderer, oft psychologischer Faktoren beeinflusst. Um gezielt die Auswirkungen einer Politikmaßnahme analysieren zu können, braucht es daher innovative Methoden, die in unserem Falle stark von der psychologischen Forschung geprägt sind.“ Ein wichtiger Fokus des Netzwerkes liege dabei auf der Evaluierung von Agrarumweltpolitik, da den negativen Umweltauswirkungen der Landwirtschaft dringend begegnet werden müsse. Prof. Engel führt dazu weiter aus: „Ich freue mich, dass wir mit diesem Forschungsthema auch auf die Bedürfnisse der stark landwirtschaftlich geprägten Region hier vor Ort eingehen können. Unser Bestreben ist es, Politikinstrumente zu entwickeln, die nicht nur ihr agrar-umweltpolitisches Ziel erreichen, sondern auch von den Landwirtinnen und Landwirten akzeptiert werden.“

Die Organisatoren konnten für das diesjährige Treffen einige hochkarätige Gäste aus Wissenschaft und Praxis gewinnen, darunter die Professoren Paul Ferraro und Alan Matthews aus den USA bzw. Irland und Dr. Rainer Gießübel aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Fabian Thomas, Mitarbeiter der Humboldt-Professur und Hauptverantwortlicher für die Organisation des Jahrestreffens merkt dazu an: „Es ist für unser Netzwerk sehr wichtig, einen regen Austausch mit Praktikern aus Politik und Verwaltung zu pflegen, um sicherzustellen, dass wir uns mit relevanten Themen beschäftigen und unsere Ergebnisse auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Daher bin ich sehr froh, dass wir es geschafft haben, mit Herrn Dr. Gießübel einen Gastredner aus dem Bundesministerium gewinnen zu können.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: www.reecap.org

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Stefanie Engel, Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemforschung
Barbarastraße 12, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3339
stefanie.engel@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8519.atom Wie „real“ ist Virtual Reality wirklich? – Studie der Universität Osnabrück untersucht erzeugte Emotionen durch virtuelle Realität 2019-08-26T11:58:01+02:00 2019-08-26T11:54:46+02:00 Inwiefern ist Virtual Reality (VR) in der Lage unser Erleben und Verhalten zu beeinflussen und hat sie dabei die gleiche Wirkung wie die tatsächliche Realität? Dies untersucht ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Benjamin Schöne am Institut für Psychologie der Universität Osnabrück. Ausgangslage ist dabei die Wahrnehmung von Höhe in der Realität, in VR und in einem herkömmlichen Video. VR ist eine neue Technologie, bei der eine komplexe und interaktive virtuelle Umgebung generiert wird. Die virtuelle Umgebung zeigt eine Wirklichkeit mit ihren physikalischen Eigenschaften, in welcher man sich umsehen, bewegen und handeln kann. Zentrales Merkmal von VR ist das Gefühl des Nutzers, sich tatsächlich in der erzeugten Umgebung zu befinden. Wahrgenommen wird sie beispielsweise durch eine speziell dafür konstruierte Brille.

In der Studie soll ein und dasselbe Ereignis auf drei verschiedene Weisen erlebt werden: in der Realität, in VR und in einem herkömmlichen Video. Verwirklicht wird dieses Ereignis als eine Höhenexposition unter Zuhilfenahme eines Leiterwagens der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt. Mithilfe der Drehleiter werden die Versuchspersonen ca. 33 Metern Höhe ausgesetzt. Dabei werden sie durch zwei Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr gesichert.

„Die Höhenexposition erfüllt alle erfolgsrelevanten Kriterien, die wir an ein für uns verwendbares Ereignis stellen. Es handelt sich um eine alltägliche Situation, die jedem bekannt ist, die jedoch selten vorkommt, und dadurch eine deutliche Reaktion bei den meisten Menschen verursacht. Wir wollen bewusst vermeiden, dass das Ereignis nur in Laborsituationen vorkommt.“, erklärt Joanna Kisker.

Während ein Drittel der Probanden am Westerberg mit der Drehleiter in die Höhe fahren, erleben Probanden der VR-Bedingung die Höhenexposition durch eine VR-Brille. Durch die Brille ist es den Teilnehmenden möglich, den Kopf zu drehen und die Umgebung so zu sehen, als wären sie tatsächlich am Ort des Geschehens. Das Video wurde vorher mit einer speziellen 3D/360-Grad-Kamera aufgenommen. Zusätzlich wird für die VR-Bedingung ein Korb mit den gleichen Maßen wie die des Drehleiterkorbs gebaut. Auf einem wackeligen Untergrund befestigt, gepaart mit der visuellen Erfahrung zunehmender Höhe und einem Ventilator, der den Wind ersetzt, entsteht das Gefühl tatsächlicher Höhe. In der dritten Versuchsbedingung sehen die Probanden ein normales Video (2D) auf einem Standardbildschirm – ein klassischer Laboraufbau in der psychologischen Forschung.

Die Fragestellung der Studie, wie "real" Virtual Reality wirklich ist und wie sie unser Erleben und Verhalten beeinflussen kann, soll anhand verschiedener Parameter beantwortet werden: Hirnströme, Herzraten und das Gefühlserleben erlauben Einblicke in die Reaktion der Versuchspersonen.  

Die Ergebnisse der Studie sollen etwa Ende des Jahres vorliegen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Benjamin Schöne, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6211
benjamin.schoene@uos.de

]]>