Pressemitteilungen der Universität Osnabrück https://www.uni-osnabrueck.de/kommunikation/kommunikation-und-marketing-angebot-und-aufgaben/pressestelle/pressemeldungen/?no_cache=1 2019-09-20T09:38:34+02:00 news-8535.atom Sie geht, der Lehrstuhl bleibt – Symposium anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Renate Scheibe 2019-09-17T10:11:04+02:00 2019-09-17T10:10:55+02:00 Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Renate Scheibe in den Ruhestand lädt der Fachbereich Biologie/Chemie zu einem wissenschaftlichen Symposium zum Thema „Perspectives in Molecular and Cellular Physiology“am Mittwoch, 25. September, um 13 Uhr in den Helikoniensaal des Botanischen Gartens ein. Annähernd 30 Jahre lang leitete Prof. Scheibe erfolgreich den Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie der Universität Osnabrück, den sie 1990 von Prof. Dr. Elmar Weiler übernommen hatte. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Steuerung des Energiestoffwechsels der Pflanzen in der Reaktion auf die sich laufend ändernden äußeren Bedingungen. Zu einer Zeit, als die Redox-Regulation selbst in der Humanphysiologie noch keine Rolle spielte, schloss sich Renate Scheibe den Pionieren der pflanzlichen Licht-Dunkel-Regulation an, nachdem sie sich nach Abschluss ihres Pharmaziestudiums in ihrer Dissertation das pflanzen- und zellphysiologische Rüstzeug dazu an der LMU München und der Universität Bayreuth erworben hatte. Als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie der Universität Bayreuth ging sie mit einem NATO-Stipendium an die University of Illinois in Chicago, neben Berkeley einem der beiden Zentren der Redox-Forschung in den Vereinigten Staaten.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland und ihrer Habilitation für das Fach Botanik baute sie sich an der Universität Bayreuth eine eigene Arbeitsgruppe auf, mit der sie im Jahre 1990 dem Ruf an die Universität Osnabrück folgte. In dieser Zeit nahm das Forschungsgebiet der pflanzlichen Stoffwechselregulation durch Redox-Prozesse  auch in Deutschland Fahrt auf, nicht zuletzt durch Scheibes bahnbrechende Arbeiten, zum Beispiel über das sogenannte Malatventil. In der Folgezeit rückte die Redox-Regulation von zellphysiologischen Vorgängen weiter in den Fokus der pflanzenphysiologischen und biochemischen Forschung, wobei Osnabrück immer eines der Zentren blieb.      

Mit einem soliden Wissen über die Welt der Pflanzen vertrat Renate Scheibe in der akademischen Lehre das gesamte Gebiet der Pflanzenphysiologie von den molekularen Grundlagen bis zur Ökologie. Neben zahlreichen Osnabrücker Studentinnen und Studenten hatte sie stets Studierende und Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus anderen Ländern in ihrem Institut und pflegte dadurch rege internationale Kooperationen. Einige davon stellen in dem wissenschaftlichen Symposium die aus der Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Scheibe inzwischen erwachsenen Forschungsarbeiten vor.

In der akademischen Selbstverwaltung der Universität Osnabrück übernahm Prof. Scheibe immer wieder Aufgaben für den Fachbereich Biologie/Chemie, mehrfach als Dekanin, als Vertreterin des Fachbereichs in der Konferenz Biologischer Fachbereiche, und 1999 als Direktorin des Botanischen Gartens Osnabrück. Sie war Vorstandsmitglied verschiedener nationaler und internationaler Fachgesellschaften und arbeitete in den Herausgebergremien von Fachzeitschriften und Lehrbüchern, beispielsweise des für Studierende der Biologie unverzichtbaren Campbell. Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft war Prof. Scheibe acht Jahre lang als Fachgutachterin tätig und seit 2017 ist sie Mitglied des überregionalen Gremiums „Ombudsman für die Wissenschaft“ der deutschen Wissenschaftsorganisationen, das Verstöße gegen die Gute Wissenschaftliche Praxis (GWP) behandelt. Vor vier Jahren wurde sie mit dem Corresponding Member Award der American Society of Plant Biology (ASPB) ausgezeichnet und zwei Jahre später wurde sie zum Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft ernannt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Renate Scheibe, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2284
scheibe@biologie.uni-osnabrueck.de

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news-8534.atom Für internationale Studieninteressierte und Studierende - mit und ohne Fluchterfahrung – 3. Basar der Bildung 2019-09-16T10:38:50+02:00 2019-09-16T10:37:18+02:00 Ungenaue Pläne für die Zukunft und noch viele Fragen zum Studium in Deutschland? Am Montag, 23. September, findet von 16 bis 19.30 Uhr der 3. Basar der Bildung statt, der von den Koordinationsstellen für Geflüchtete beider Hochschulen und der Zentralen Studienberatung Osnabrück organisiert wird. Der Basar der Bildung findet im Schlosshauptgebäude der Universität Osnabrück statt (Neuer Graben 29). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an internationale Studieninteressierte und Studierende mit und ohne Fluchterfahrung und an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Geflüchtete in Deutschland auf dem Weg ins Studium bzw. in den Arbeitsmarkt unterstützen.

Den Auftakt zur Veranstaltung bilden vier verschiedene Kurzvorträge zu den Themen (Studium und Studienwahl, Studienbewerbung, Studienfinanzierung sowie Arbeit und Ausbildung) im Raum 11/211 (Schloss, 2. Etage). Die Fachvorträge sind ebenfalls im Schlossgebäude.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit individueller Fragen, aber auch der Besuch der zahlreichen Info-Stände im Schloss-Foyer ab 18.15 Uhr. Hier beantworten neben den beiden Hochschulen und der Zentralen Studienberatung verschiedene externe Einrichtungen wie die Arbeitsagentur, das Jobcenter, die Kammern (IHK, HWK, LWK), Stadt und Landkreis, das Studentenwerk, die Caritas, die Freiwilligenagentur der Stadt Osnabrück bis hin zu Exil, dem Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge e.V. konkrete Fragen. Die Veranstaltung endet um 19.30 Uhr. Interessierte sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4833
marco.bazalik@zsb-os.de
www.zsb-os.de

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news-8533.atom Zur Zukunft religiöser Bildung – Tagung an der Universität Osnabrück befasst sich mit der Weiterentwicklung des Religionsunterrichts 2019-09-16T08:20:31+02:00 2019-09-16T08:17:28+02:00 Vor 100 Jahren trat die Weimarer Reichsverfassung in Kraft. Sie begründete die – im Prinzip bis heute gültige – Fassung des Religionsunterrichts im demokratischen Deutschland. Mit der Frage, wie es um die Zukunft der religiösen Bildung bestellt ist, befasst sich eine Tagung, die vom 19. bis 21. September stattfindet und von den Instituten für Evangelische, Islamische und Katholische Theologie der Universität Osnabrück veranstaltet wird. „Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach der Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien (weltlichen) Schulen. […] Der Religionsunterricht wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der betreffenden Religionsgesellschaft unbeschadet des Aufsichtsrechts des Staates erteilt.“ (Artikel 149 Weimarer Reichsverfassung). Diese Fassung ist der Sache nach ins Bonner Grundgesetz übernommen worden (Artikel 7).

Pluralisierung und religiöser Wandel fordern heute ein intensives Nachdenken über religiöse Bildung an öffentlichen Schulen in Deutschland. Der Reformdiskurs konzentriert sich bislang auf Alternativen zum verfassungsmäßigen ‚konfessionellen‘ Religionsunterricht. Dazu wäre eine Änderung des Grundgesetzes nötig. Eine solche erscheint aber politisch als völlig unrealistisch. Daher sucht die Tagung nach Möglichkeiten der Weiterentwicklung innerhalb des bewährten demokratischen Modells. Dabei kommen auch die Anliegen von Minderheitenreligionen (Islam und Judentum) und von organisierten Konfessionslosen aus der Eigenperspektive zur Sprache.

„Unserem interreligiösen Vorbereitungsteam war es wichtig, dass man auf dem Boden der Rechtslage bleibt und von dort aus weiterdenkt“, so Prof. Dr. Andreas Kubik vom Institut für Evangelische Theologie. „Wir sind gespannt, welche kreativen Vorschläge die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen.“

Eine nachträgliche Anmeldung ist noch über das Institut für Evangelische Theologie möglich. Für Tagungsmaterial und Verpflegung wird eine Tagungsgebühr von 20 Euro erhoben. (Studierende sind von der Gebühr ausgenommen.) Veranstaltungsort ist im Schlosshauptgebäude, Neuer Graben 29 (2. Etage).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andreas Kubik, Universität Osnabrück
Institut für Evangelische Theologie
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4285
akubikboltre@uni-osnabrueck.de

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news-8531.atom Universität Osnabrück setzt systematisch auf Juniorprofessuren – und gewinnt. Förderzuschlag für Tenure-Track-Programm des Bundes und der Länder Utz Lederbogen 2019-09-12T13:45:26+02:00 2019-09-12T13:25:00+02:00 Karrierewege an Universitäten besser planbar und transparenter zu gestalten – darum geht es im Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Durch die Förderung von bundesweit 1.000 zusätzlichen Juniorprofessuren soll ein eigenständiger Karriereweg neben dem herkömmlichen Berufungsverfahren auf eine Professur, für das in der Regel bereits eine Habilitation oder vergleichbare Leistungen zur Erstberufung vorliegen müssen, dauerhaft etabliert werden. Die Universität Osnabrück hat in der zweiten Bewilligungsrunde heute (12.9.) den Förderzuschlag für neun solcher so genannten Tenure-Track Professuren erhalten. Die Tenure-Track-Professur richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der frühen Karrierephase und sieht nach erfolgreicher Bewährungsphase auf einer Juniorprofessur den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vor. „Mit dem Tenure-Track-Programm des Bundes eröffnet sich für die Universität Osnabrück die Möglichkeit, zwei strategische Kernziele zu erreichen: Zum einen die systematische Gewinnung von jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, zum anderen die Weiterentwicklung der universitätsinternen inhaltlichen Profilierung“, erläutert Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung.

Im Rahmen des neuen „Osnabrücker Modells der Berufungsplanung“ will die Universität bis in das Jahr 2032 bis zu 19 Tenure-Track-Professuren einrichten. Das Einmalige an dem Osnabrücker Modell: Zukünftig werden alle planmäßig freiwerdenden W2-Professuren der Universität als Tenure-Track-Professuren ausgeschrieben. Somit wird die Tenure-Track-Professur systematisch und konsequent in allen Fächern und Fachgebieten der Universität umgesetzt. Mindestens sechs Tenure-Track-Professuren werden in strategischen Profilbereichen der Universität zur Stärkung der Forschung zusätzlich etabliert.

„Die Berufungskultur der Universität Osnabrück wird sich grundlegend verändern. Juniorprofessuren werden durch die strukturelle Verankerung dauerhaft fester Bestandteil des Qualifizierungs- und Karrieresystems der Universität, das exzellenten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern früher Sicherheit im Wissenschaftssystem gibt“, erklärt Menzel-Riedl. „Die Position der Universität Osnabrück wird sich damit im Wettbewerb um hervorragendes wissenschaftliches Personal trotz ihrer ressourcenseitigen Unterausstattung dadurch signifikant und nachhaltig verbessern“, ist sich die künftige Präsidentin sicher.

Um die Personalstrukturen nicht nur punktuell weiterzuentwickeln, musste jede Universität in ihrem Antrag ein Konzept für die Entwicklung des gesamten wissenschaftlichen Personals vorlegen. Der Bund stellt für das Programm bis zu eine Milliarde Euro bereit, die Bundesländer der geförderten Universitäten kümmern sich um die Gesamtfinanzierung. Die Länder haben weiterhin zugesagt, dass der mit dem Programm erreichte Umfang an Tenure-Track-Professuren auch nach dem Ende der Laufzeit des Programms erhalten bleibt. Das Programm hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2032.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen,
Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

 

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news-8530.atom Digitalisierung aller Lebensbereiche? – „Philosophisches Café Osnabrück“ widmet sich Gefahren und Vorteilen Digitaler Welten 2019-09-12T11:54:46+02:00 2019-09-12T11:53:07+02:00 Künstliche Intelligenz und Roboter entlasten unseren Alltag. Doch wie lassen sich Vor- und Nachteile ermitteln? Am Sonntag, 22. September, wird sich das Philosophische Café ab 11.30 Uhr mit dem Thema „Digitale Welten – Gefahren oder Vorteile?“ im Kinocafé Bluenote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16) befassen. Der Eintritt ist frei. Dramatisch wurde die Dominanz digitaler Techniken, als man begann, in der Börse, im Verkehr und in Kriegen Algorithmen über Menschen entscheiden zu lassen – ohne ethische Bedenken. Wie gehen wir in Zukunft damit um? Zur Klärung dieser Frage tragen Hochschullehrende der Uni Osnabrück bei – darunter der Sozialwissenschaftler Harald Kerber, der Theologe und Religionswissenschaftler Reinhold Mokrosch sowie die Philosophen Uwe Meyer und Arnim Regenbogen. Sie beziehen sich vor allem auf Erfahrungen, welche von den Teilnehmenden über deren alltäglichen Umgang mit Smartphones und Computern eingebracht werden. Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter www.cinema-arthouse.de  („Kinocafés“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de

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news-8529.atom Fortbildung für Physiklehrkräfte – Universität Osnabrück veranstaltet Physics Teachers Day 2019 2019-09-10T10:07:22+02:00 2019-09-10T10:05:51+02:00 Die Arbeitsgruppe Didaktik der Physik der Universität Osnabrück veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Regionalen Lehrerfortbildung der Landesschulbehörde und dem Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung Osnabrück am Donnerstag, 19. September, ab 15 Uhr zum vierzehnten Mal die Fortbildung „Physics Teachers Day“ für Physiklehrkräfte aller Schularten. Veranstaltungsort ist der Große Physiksaal in der Barbarastraße 7 (Gebäude 32). In diesem Jahr steht das Thema „Mechanik mit System für die Mittel- und Oberstufe“ im Mittelpunkt zweier Vorträge. Zwischen den Vorträgen werden im Rahmen der „Materialbörse“ von und für Physiklehrkräfte Unterrichtsmaterialien präsentiert. Bereits ab 14 Uhr stellen Lehrmittelfirmen ihre Exponate aus. In zwanglosen Gesprächen können Ideen diskutiert und Kontakte geknüpft werden.
Weitere Einzelheiten gibt es auf der Seite www.physikdidaktik.uni-osnabrueck.de unter dem Button „Physics Teachers Day“.

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Roland Berger, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2696
roland.berger@uni-osnabrueck.de

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news-8528.atom Lass uns reden! – Osnabrücker Debattenreihe zur Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit lädt zur Abschlusskonferenz ein 2019-09-09T11:06:00+02:00 2019-09-09T11:03:42+02:00 Am Freitag, 27. September, steht an der Universität Osnabrück die „Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit“ im Fokus. Auf der Abschlusskonferenz der vom Land Niedersachsen geförderten Reihe diskutieren Expertinnen und Publikum darüber, auf welche Weise Sprache und Sprechen zu einer geschlechtergerechteren Zukunft beitragen kann. Zur Teilnahme lädt die Forschungsstelle Geschlechterforschung herzlich in das Bohnenkamp-Haus im Botanischen Garten der Universität Osnabrück, Albrechtstraße 29, ein. Anmeldungen bis zum 22. September unter zukunft@uni-osnabrueck.de. Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Informationen zur Veranstaltung und der Debattenreihe unter www.fgf.uos.de/zukunft.

„Sprache schafft soziale Wirklichkeit. Sie ist vielfältig und wirkmächtig. Sie begegnet uns etwa als Rechtssprache, Algorithmen oder Bildsprache und wirkt über Begriffe und Diskurse auch auf Geschlechtervorstellungen und -verhältnisse“, erklärt die Koordinatorin der Forschungsstelle Geschlechterforschung Judith Conrads die Entscheidung, Sprache selbst ins Zentrum der Abschlusskonferenz der Debattenreihe zu stellen.
Eröffnet wird die Konferenz mit einer Keynote der renommierten Baseler Soziologieprofessorin Dr.in Andrea Maihofer. Darin diskutiert sie, wie es gelingen kann, über Differenz(en) zu sprechen, ohne dass damit eine (Ab-)Wertung einhergeht.

Im Anschluss beleuchtet Prof.in Dr.in Ulrike Lembke (Humboldt­Universität zu Berlin) das aktuelle Thema Hatespeech aus juristischer Perspektive. Sie fragt in ihrem Vortrag, wie Rechtsprechung gegen sexistische Hassrede wirken kann.

Am Nachmittag referiert Prof.in Dr.in Gabriele Diewald (Leibniz Universität Hannover), Sprachwissenschaftlerin und Autorin des Duden-Ratgebers „Richtig gendern“, aus linguistischer Perspektive über Möglichkeiten und Hindernisse eines geschlechtergerechten Sprachgebrauchs.

Eine digitale Perspektive nimmt Lajla Fetic, Managerin im Projekt Ethik der Algorithmen (Bertelsmann Stiftung), ein und thematisiert die zunehmende Bedeutung von Algorithmen im Alltag gerade für Fragen der Geschlechtergerechtigkeit. Die kürzlich für ihre Forschung zu Rassismuserfahrungen an Schulen ausgezeichnete Bildungswissenschaftlerin Aylin Karabulut (Universität Duisburg-Essen) argumentiert in ihrem Vortrag für eine intersektionale Perspektive auf Geschlecht und andere Ungleichheitskategorien

Die Referentinnen werden auf der Abschlussdiskussion gemeinsam mit dem Publikum über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in und durch Sprache diskutieren. Dabei geht es auch um die Frage, wie ein Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Praxis gelingen kann.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Forschungsstelle Geschlechterforschung, Universität Osnabrück
Schloßstraße 8, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4221/4379
zukunft@uni-osnabrueck.de

 

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news-8527.atom Klimaschutz und Künstliche Intelligenz – Rechtswissenschaftler der Universität Osnabrück beraten das Europäische Parlament 2019-09-05T11:11:16+02:00 2019-09-05T11:09:15+02:00 Das im Juni neu gewählte Europäische Parlament hat seine Arbeit aufgenommen. Der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz hat am Montag, 2. September, in Brüssel zusammen mit dem zuständigen Minister der finnischen Ratspräsidentschaft über die politische Agenda für die nächsten fünf Jahre beraten. Mit dabei waren der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke und die Rechtswissenschaftlerin Dr. Aneta Wiewiórowska-Domagalska vom European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück. Die beiden waren vom Europäischen Parlament mit Studien zu den Prioritäten des digitalen Binnenmarkts und der europäischen Verbraucherpolitik beauftragt worden und stellten nun als Experten den Abgeordneten des Parlaments Vorschläge für konkrete Maßnahmen vor.

Als wichtigste Aufgaben für das Aufgabenfeld des Ausschusses identifizierten sie die Förderung eines klimafreundlicheren und nachhaltigeren Konsumverhaltens, die Verbesserung des Rechtsrahmens für Anwendungen künstlicher Intelligenz und autonomes Fahren sowie die Verpflichtung von Online-Plattformen zur verantwortlichen und fairen Ausgestaltung ihres auf Daten beruhenden Geschäftsmodells.

Die beiden erläuterten auch, wie durch konkrete Maßnahmen auf diesen Gebieten Wohlstand gesichert und den europäischen Bürgern die enorme Bedeutung der Europäischen Union für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen im Alltag sichtbar gemacht werden kann. Deutlich wurde auch, dass für globale Herausforderungen wie Klimaschutz und künstliche Intelligenz einzelne europäische Staaten allein wenig ausrichten, aber im Rahmen der Europäischen Union viel erreichen können. Es sei die Kernaufgabe der Union, gegen die globalen Interessen der amerikanischen und zunehmend auch der asiatischen Internetkonzerne gemeinsame europäische Werte wie Rechts- und Sozialstaatlichkeit durchzusetzen und europäischen Unternehmen gleiche Marktchancen zu schaffen.

„Die Bürger Europas müssen darauf vertrauen können, dass sie von den globalen Internetriesen fair behandelt werden, weil das europäische Recht sie schützt“, fasste Hans Schulte-Nölke die Politikempfehlungen der Osnabrücker Experten zusammen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

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news-8526.atom Die Rolle solidarischer Unterstützer – Projekt von Osnabrücker Psychologin wird weiter gefördert 2019-09-04T10:06:15+02:00 2019-09-04T10:04:35+02:00 Welche Chancen und Risiken hat die solidarische Unterstützung von Protest durch Verbündete, die selbst nicht direkt von Diskriminierung betroffen sind? Um dies weiterhin zu untersuchen, erhielt das Projekt von Dr. Julia Becker, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Osnabrück, eine weitere Förderung in Höhe von 177.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Im ersten Teil des Projektes untersuchte Becker, wie Verbündete auf Protesten wahrgenommen werden. Was halten Menschen von Männern auf Protesten für Frauenrechte oder von Weißen auf Protesten gegen Rassismus? Ihre Forschung zeigt, dass Verbündete generell erst einmal einen positiven Effekt auf Beobachter haben: Beobachter privilegierter Gruppen identifizieren sich stärker mit der Bewegung, wenn Verbündete anwesend sind. Im Gegensatz dazu hatten Verbündete keinen großen Effekt auf die Wahrnehmung der Benachteiligten – Verbündete wurden nur dann negativ bewertet, wenn sie dominant auftraten oder sich sehr stark ins Zentrum der Proteste rückten.

Des Weiteren zeigte sich, dass bloßer Kontakt mit Personen der benachteiligten Gruppe Personen der bevorteilten Gruppe nicht automatisch zu Verbündeten macht: Sie werden erst dann zu Verbündeten, wenn sie politisierten Intergruppenkontakt erlebt haben und ihre Kontaktpartnerin mochten.

Obwohl das Projekt bisher sehr gut verlaufen ist, ist nun weitere Forschung nötig, um unerwartete Ergebnisse zu klären. Dazu gehört unter anderem, die unterschiedlichen Motive von Betroffenen und Verbündeten für die Teilnahme an sozialen Bewegungen genauer zu untersuchen. Wenn es beispielsweise um Proteste für mehr Rechte von Geflüchteten geht, was sind dann die zentralen Motive der Deutschen im Vergleich zu den Geflüchteten? Welche unterschiedlichen Gruppen von Verbündeten gibt es und wie weit geht ihre Unterstützung? Wann und warum kündigen Verbündete ihre Solidarität? Unter welchen Bedingungen werden sie von Betroffenen als Teil der Bewegung eher abgelehnt? Weitere Ergebnisse sollen 2021 vorliegen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Julia Becker, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4870
julia.becker@uni-osnabrueck.de

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news-8525.atom Was soll bloß aus mir werden? Das Leben nach dem Abi – Die Zentrale Studienberatung Osnabrück informiert über Wege nach der Schule 2019-09-04T10:03:42+02:00 2019-09-04T10:01:32+02:00 Abitur geschafft? Was nun? Ob Praktikum, Freiwilligendienst, Auslandsaufenthalt, Ausbildung oder (duales) Studium, die Möglichkeiten sind vielfältig. Am Dienstag,10. September, stellt die Zentrale Studienberatung von 17 bis 18.30 Uhr im Schlosshauptgebäude (Gebäude 11, Raum 212) verschiedene Optionen vor und gibt Tipps zur Entscheidungsfindung und Recherche. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Informationen rund um das Studium an den Osnabrücker Hochschulen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

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news-8524.atom „Eine schöne Anerkennung“ – Jurabsolventinnen und -absolventen der Universität Osnabrück von Kanzleien bevorzugt 2019-09-03T10:36:43+02:00 2019-09-03T10:35:14+02:00 Gute Nachrichten für Jurastudierende von der Universität Osnabrück: Die unter Juristen verbreitete Online-Zeitung Legal Tribune Online (LTO) hat bei Kanzleien nachgefragt, ob sie Absolventinnen und Absolventen bestimmter Unis bevorzugen. Die Antworten stellen den Jurafakultäten insgesamt, aber auch den Juristen aus Osnabrück ein gutes Zeugnis aus. Einige Jurafakultäten werden ausdrücklich genannt, darunter Osnabrück. Eine Kanzlei, die sich auf Legal Tech, Blockchain und Bitcoins spezialisiert hat, nennt Osnabrück als eine der wenigen Jurafakultäten, die sich mit diesen Themen beschäftigen. "Wir freuen uns, wenn ein Bewerber an einer dieser Hochschulen studiert hat, denn das bedeutet für uns einen gewissen Stallgeruch", sagt Stefan Winheller von der gleichnamigen Kanzlei. Deutlich wird aber auch, dass den Kanzleien jeder Bewerber mit guten Noten und einem spannenden Lebenslauf willkommen ist. „Jede Universität spuckt gute Leute aus“ heißt es dazu.
„Diese schöne Anerkennung haben vor allem unsere Studierenden verdient“, kommentiert der Dekan des Osnabrücker Fachbereichs, Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke. „Im letzten Jahr hat sich aus eigenem Antrieb die studentische Initiative Legal Tech Forum Osnabrück gegründet, die ich sehr gern unterstützt habe. Inzwischen wird diese Initiative sogar von Clifford Chance, einer der größten deutschen Anwaltskanzleien, gefördert“ so Schulte-Nölke weiter.

Ab Oktober dieses Jahres startet das Projekt "Legal Tech Lab Osnabrück", ein von der Universität Osnabrück ausgezeichnetes Lehrprojekt. Es wurde von Prof. Dr. Christoph Busch zusammen mit der studentischen Initiative Legal Tech Forum entwickelt. Im Rahmen dieses Pilotprojekts wird ein Modell für die Integration von Legal Tech in die Juristenausbildung an der Universität Osnabrück konzipiert und im praktischen Einsatz erprobt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

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news-8522.atom Ball der Universität am 18. Januar 2020: Vorverkauf startet am 2. September 2019-08-30T10:30:09+02:00 2019-08-30T10:28:20+02:00 Gut ein halbes Jahr ist seit der letzten Ballnacht vergangen, nun steht der nächste Termin für den Ball der Universität Osnabrück fest: Am Samstag, 18. Januar 2020, sind alle, die eine rauschende Nacht erleben wollen, herzlich eingeladen. Im Ambiente der festlich geschmückten OsnabrückHalle wird ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Bands, DJs und Showacts für Unterhaltung sorgen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 2. September, an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Ebenso sind die Tickets im Unishop, in der OsnabrückHalle, bei den Geschäftsstellen der NOZ, deinticket.de und bei der Sparkasse Osnabrück für GiroLive-Kunden erhältlich. Eintritt: im Vorverkauf 26 Euro (22 Euro ermäßigt) und 31 Euro (27 Euro ermäßigt) an der Abendkasse. 

In der Aktionswochevom 2. bis 9. September gibt es exklusiv beim Ticket-Service der OsnabrückHalle zu den ersten 100 Tickets einen 5-Euro-Getränkegutschein dazu, der beim Abend des Balls eingelöst werden kann. 

Erneut wird der mehrfache Tanz-Weltmeister Michael Hull durch die Ballnacht führen. Verschiedene Live-Bands wie LIVE AND FAMOUS und FiveOnTheFloor sowie die DJs Marc Stone und weitere sorgen mit Sicherheit dafür, dass niemand der Tanzfläche fernbleibt. Für all diejenigen, die auch mal eine Pause einlegen möchten, steht eine separate Food-Lounge mit exklusiven Speiseangeboten bereit.

Aktuelle Infos zum Uniball gibt es hier: www.uni-osnabrueck.de/uniball

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Daniela Räuwer, Universität Osnabrück

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Projekt- und Veranstaltungsmanagement

Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 6141

daniela.raeuwer@uni-osnabrueck.de
 

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news-8521.atom Zur Verbesserung der Agrarpolitik – Universität Osnabrück richtet Jahrestreffen von REECAP aus 2019-08-27T10:00:42+02:00 2019-08-27T09:58:58+02:00 Entsprechend den immer lauter werdenden Forderungen nach einer veränderten Ausrichtung der Landwirtschaft, richtet Dr. Stefanie Engel, Inhaberin der Alexander von Humboldt-Professur für Umweltökonomie des Instituts für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück, am 9. und 10. September das Jahrestreffen des REECAP-Netzwerkes im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens aus. Ziel ist dabei die Evaluation der gemeinsamen Agrarpolitik der EU. REECAP steht für „Research Network on Economic Experiments for the Common Agricultural Policy“ und ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die mit Hilfe experimentalökonomischer Methoden versuchen, die Gemeinsame Agrarpolitik der EU zu evaluieren. Das Netzwerk verspricht sich von der Nutzung experimenteller Methoden eine bessere Abschätzung der Wirksamkeit einzelner Politikmaßnahmen, auch vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie.

Prof. Dr. Stefanie Engel erklärt dazu: „Oft wird das Verhalten auf ein neues Gesetz oder ein neues Anreizprogramm nicht nur durch die monetären Auswirkungen, sondern auch durch eine Vielzahl anderer, oft psychologischer Faktoren beeinflusst. Um gezielt die Auswirkungen einer Politikmaßnahme analysieren zu können, braucht es daher innovative Methoden, die in unserem Falle stark von der psychologischen Forschung geprägt sind.“ Ein wichtiger Fokus des Netzwerkes liege dabei auf der Evaluierung von Agrarumweltpolitik, da den negativen Umweltauswirkungen der Landwirtschaft dringend begegnet werden müsse. Prof. Engel führt dazu weiter aus: „Ich freue mich, dass wir mit diesem Forschungsthema auch auf die Bedürfnisse der stark landwirtschaftlich geprägten Region hier vor Ort eingehen können. Unser Bestreben ist es, Politikinstrumente zu entwickeln, die nicht nur ihr agrar-umweltpolitisches Ziel erreichen, sondern auch von den Landwirtinnen und Landwirten akzeptiert werden.“

Die Organisatoren konnten für das diesjährige Treffen einige hochkarätige Gäste aus Wissenschaft und Praxis gewinnen, darunter die Professoren Paul Ferraro und Alan Matthews aus den USA bzw. Irland und Dr. Rainer Gießübel aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Fabian Thomas, Mitarbeiter der Humboldt-Professur und Hauptverantwortlicher für die Organisation des Jahrestreffens merkt dazu an: „Es ist für unser Netzwerk sehr wichtig, einen regen Austausch mit Praktikern aus Politik und Verwaltung zu pflegen, um sicherzustellen, dass wir uns mit relevanten Themen beschäftigen und unsere Ergebnisse auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Daher bin ich sehr froh, dass wir es geschafft haben, mit Herrn Dr. Gießübel einen Gastredner aus dem Bundesministerium gewinnen zu können.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: www.reecap.org

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Stefanie Engel, Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemforschung
Barbarastraße 12, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3339
stefanie.engel@uni-osnabrueck.de

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news-8519.atom Wie „real“ ist Virtual Reality wirklich? – Studie der Universität Osnabrück untersucht erzeugte Emotionen durch virtuelle Realität 2019-08-26T11:58:01+02:00 2019-08-26T11:54:46+02:00 Inwiefern ist Virtual Reality (VR) in der Lage unser Erleben und Verhalten zu beeinflussen und hat sie dabei die gleiche Wirkung wie die tatsächliche Realität? Dies untersucht ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Benjamin Schöne am Institut für Psychologie der Universität Osnabrück. Ausgangslage ist dabei die Wahrnehmung von Höhe in der Realität, in VR und in einem herkömmlichen Video. VR ist eine neue Technologie, bei der eine komplexe und interaktive virtuelle Umgebung generiert wird. Die virtuelle Umgebung zeigt eine Wirklichkeit mit ihren physikalischen Eigenschaften, in welcher man sich umsehen, bewegen und handeln kann. Zentrales Merkmal von VR ist das Gefühl des Nutzers, sich tatsächlich in der erzeugten Umgebung zu befinden. Wahrgenommen wird sie beispielsweise durch eine speziell dafür konstruierte Brille.

In der Studie soll ein und dasselbe Ereignis auf drei verschiedene Weisen erlebt werden: in der Realität, in VR und in einem herkömmlichen Video. Verwirklicht wird dieses Ereignis als eine Höhenexposition unter Zuhilfenahme eines Leiterwagens der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt. Mithilfe der Drehleiter werden die Versuchspersonen ca. 33 Metern Höhe ausgesetzt. Dabei werden sie durch zwei Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr gesichert.

„Die Höhenexposition erfüllt alle erfolgsrelevanten Kriterien, die wir an ein für uns verwendbares Ereignis stellen. Es handelt sich um eine alltägliche Situation, die jedem bekannt ist, die jedoch selten vorkommt, und dadurch eine deutliche Reaktion bei den meisten Menschen verursacht. Wir wollen bewusst vermeiden, dass das Ereignis nur in Laborsituationen vorkommt.“, erklärt Joanna Kisker.

Während ein Drittel der Probanden am Westerberg mit der Drehleiter in die Höhe fahren, erleben Probanden der VR-Bedingung die Höhenexposition durch eine VR-Brille. Durch die Brille ist es den Teilnehmenden möglich, den Kopf zu drehen und die Umgebung so zu sehen, als wären sie tatsächlich am Ort des Geschehens. Das Video wurde vorher mit einer speziellen 3D/360-Grad-Kamera aufgenommen. Zusätzlich wird für die VR-Bedingung ein Korb mit den gleichen Maßen wie die des Drehleiterkorbs gebaut. Auf einem wackeligen Untergrund befestigt, gepaart mit der visuellen Erfahrung zunehmender Höhe und einem Ventilator, der den Wind ersetzt, entsteht das Gefühl tatsächlicher Höhe. In der dritten Versuchsbedingung sehen die Probanden ein normales Video (2D) auf einem Standardbildschirm – ein klassischer Laboraufbau in der psychologischen Forschung.

Die Fragestellung der Studie, wie "real" Virtual Reality wirklich ist und wie sie unser Erleben und Verhalten beeinflussen kann, soll anhand verschiedener Parameter beantwortet werden: Hirnströme, Herzraten und das Gefühlserleben erlauben Einblicke in die Reaktion der Versuchspersonen.  

Die Ergebnisse der Studie sollen etwa Ende des Jahres vorliegen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Benjamin Schöne, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6211
benjamin.schoene@uos.de

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news-8517.atom Spielplatz am Schlossgarten wird verlegt - Spatenstich des neuen Studierendenzentrums am 26. September Utz Lederbogen 2019-08-23T11:02:31+02:00 2019-08-23T10:59:32+02:00 Der Spielplatz am Schlossgarten wird am kommenden Montag, 26. August, abgebaut. Auf dem Platz zwischen Erweiterungsgebäude und Mensa entsteht das neue Studierendenzentrum der Universität Osnabrück als Ort der studentischen Begegnung. Toben können die Kinder aber weiterhin im Schlossgarten. Neben der Boulebahn entsteht im nächsten Jahr nach dem Open-Air-Konzert ein neuer Spielplatz, teilt die Stadtverwaltung Osnabrück mit. Heute steht dort die Skulptur „Echo“, diese bekommt einen neuen Standort. Am Montag, 26. August werden die alten Spielgeräte abgebaut. Um die  Fundamente aus dem Boden zu ziehen, kommt ein Bagger zum Einsatz und auch die Mülleimer und Bänke werden entfernt. Die meisten Spielgeräte haben ihren Dienst getan, nur das Karussell, die Wasserpumpe und der Wirbelstier werden auf anderen Spielplätzen eingesetzt. Dienstag sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Auch fünf der Linden weichen dem Studierendenzentrum. Für sie wird es auf dem Mensavorplatz eine Ersatzpflanzung geben. Zudem werden mit der Schlossgartenumgestaltung 30 neue Bäume den Gästen zusätzlichen Schatten spenden.

Der Spatenstich für das neue Studierendenzentrum wird am Donnerstag, 26. September, erfolgen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Utz Lederbogen
Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Silke Brickwedde, Stadt Osnabrück
Referat Medien und Öffentlichkeitsarbeit
Bierstr. 28, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 323 2328
brickwedde@osnabrueck.de

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news-8515.atom Die Funktionsweise und Struktur der Sprache verstehen: Universität veranstaltet 24. Tagung „Sinn und Bedeutung“ 2019-08-22T11:41:24+02:00 2019-08-22T11:39:46+02:00 Wie unsere Sprache aus (psycho-)linguistischer und philosophischer Sicht funktioniert, stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt vom 4. bis 7.September auf der 24. „Sinn und Bedeutung“ vor. Die international renommierte Tagung im Bereich der Sprachwissenschaften wird in diesem Jahr vom Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) und dem Institut für Philosophie der Universität Osnabrück veranstaltet.   Für die 24. „Sinn und Bedeutung“ konnte eine Reihe an angesehenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Vortragende gewonnen werden, die die neueste Forschung aus der formalen Semantik, den psycholinguistischen Grundlagen des Sprachverstehens und philosophischen Theorien sprachlicher Bedeutung vorstellen. 

„Zudem wird es eine Sektion zur neuropsychologischen Herangehensweise an Phänomene der Schnittstelle von Semantik und Pragmatik geben. Sie betont insgesamt die zunehmende Interdisziplinarität sprachwissenschaftlicher Forschung, verweist aber auch auf die abstrake interdisziplinäre Forschung an der Universität Osnabrück“, so Prof. Dr. Nikola Kompa vom Institut für Philosophie, die die Tagung zusammen mit Prof. Dr. Jutta Müller und Prof. Dr. Michael Franke vom IKW veranstaltet sowie Dr. Mingya Liu, die ehemals am IKW tätig war und nun eine Professur an der Humboldt-Universität zu Berlin innehat.

In der genannten Sektion werden Fragen zu den kognitiven Grundlagen des Sprachverstehens ebenso wie methodologische Fragen nach der Leistungsfähigkeit psychologischer Methoden bei der Lösung von Problemen innerhalb der theoretischen Linguistik diskutiert. Gefördert wird die Tagung wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Universitätsgesellschaft Osnabrück e.V. und das IKW.  

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Nikola Kompa, Universität Osnabrück
Institut für Philosophie
Albrechtstraße 28a, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 7109
nikola.kompa@uni-osnabrueck.de



 

 

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news-8513.atom Forschung zu Insekten- und Vogelbeständen – Universität Osnabrück erarbeitet Grundlage für den nachhaltigen Schutz der Vogelwelt in Graslandhabitaten 2019-08-15T09:29:57+02:00 2019-08-15T09:27:42+02:00 Ein Forscherteam der Universität Osnabrück untersucht, in welchem Zusammenhang Insekten- und Vogelbestände in extensiv genutzten Graslandhabitaten stehen. Das zweijährige Projekt zielt darauf ab, Maßnahmen zur Förderung der Insektenfauna als Grundlage für arten- und individuenreiche Vogelgemeinschaften zu erarbeiten. Insekten bilden weltweit die artenreichste Gruppe aller Lebewesen und sind demzufolge ein wesentlicher Bestandteil der biologischen Vielfalt. In den vergangenen Jahrzehnten haben sowohl die Artenvielfalt der Insekten als auch deren Biomasse in Mitteleuropa stark abgenommen. Der Rückgang der Insekten zieht weitreichende ökologische Konsequenzen nach sich, da er sich kaskadenartig auf Organismen höherer trophischer Ebenen auswirkt. Für einige insektenfressende Vogelarten sind diese Zusammenhänge bereits gut belegt: Das Rebhuhn war bis vor einigen Jahrzehnten ein weit verbreiteter Brutvogel der mitteleuropäischen Kulturlandschaft. Jedoch sind die Bestände seit 1980 um über 90 Prozent eingebrochen. „Da bei dieser Vogelart ein direkter Zusammenhang zwischen der vorhandenen Insektenbiomasse nach dem Schlupf der Küken und der Populationsgröße im Folgejahr besteht, lässt sich die negative Bestandsentwicklung des Rebhuhns unter anderem auf den Nahrungsmangel infolge der landwirtschaftlichen Intensivierung zurückführen,“ erläutert apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Leiter der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie an der Universität Osnabrück.
Um den Einfluss der Insektenbiomasse auf die gesamte Brutvogelgemeinschaft wissenschaftlich quantifizieren und evaluieren zu können, sind umfassende Studien erforderlich, die neben dem Nahrungsangebot weitere entscheidende Umweltfaktoren auf Habitat- und Landschaftsebene betrachten.

Zu diesem Zweck unterstützt die Stöckmann-Stiftung zur Förderung von Umwelt- und Naturschutz das neue Forschungsvorhaben an der Universität Osnabrück, mit welchem der wissenschaftliche Kenntnisstand über Zusammenhänge zwischen Insekten- und Vogelbeständen in extensiv genutzten Graslandhabitaten verbessert werden soll. Das Untersuchungsprogramm basiert auf einem komparativen Ansatz, in dem Kalkmagerrasen und mesophiles Magergrasland als Relikte einer extensiven Landnutzung in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft vergleichend analysiert werden. Hierzu möchte ein Forscherteam aus der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie während der zweijährigen Projektlaufzeit bis Mai 2021 zunächst eine statistisch belastbare Datenbasis schaffen, die es anschließend ermöglicht, Kausalitäten zwischen Insektenfauna und Vogelwelt herzustellen und entscheidende Umweltparameter für den Artenreichtum der untersuchten Lebensräume zu ermitteln. Dabei werden auf mehr als 50 Untersuchungsflächen im Diemeltal im westfälisch-hessischen Grenzgebiet Heuschrecken und Brutvögel standardisiert erfasst. „Heuschrecken gelten als Schlüsselorganismen, da sie bei hoher Abundanz eine wichtige Nahrungsgrundlage für insektenfressende Vogelarten im Grasland darstellen. Zudem reagieren sie sehr sensibel auf Veränderungen der Landnutzung und weisen dabei sehr ähnliche Reaktionsmuster auf wie andere indikatorisch bedeutsame Taxa im Grasland. Da sie zudem mit vergleichsweise geringem Aufwand erfasst werden können, eignen sie sich besonders als Modellorganismen für unsere Untersuchungen,“ so Fartmann.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zum biodiversitätsfördernden, nachhaltigen Management von Graslandhabitaten. Der Schwerpunkt soll hierbei auf Maßnahmen zur Förderung der Insektenfauna als Grundlage für arten- und individuenreiche Vogelgemeinschaften sein. „Da extensiv genutzte Graslandhabitate in Mitteleuropa meist nur noch reliktartig vorkommen, ist der Fortbestand lebensraumtypischer Insekten- und Vogelarten zunehmend gefährdet. Wissenschaftlich fundierte Studien, die dazu beitragen Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität zu etablieren, sind daher von großer Bedeutung für die Naturschutzpraxis,“ betont Dr. Georg Verbücheln, Zweiter Vorsitzender der Stöckmann-Stiftung. Das Forschungsvorhaben besitzt Modellcharakter für viele Regionen Mitteleuropas. Durch die Publikation der Ergebnisse sollen praxisorientierte Wissenschaftler und Landschaftsplaner von der regionalen bis zur internationalen Ebene erreicht werden, die die Erkenntnisse des Projekts nutzen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3551
t.fartmann@uos.de

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news-8510.atom Bedrohte Redefreiheit? Türkische Rechtswissenschaftlerin forscht dazu an der Universität Osnabrück 2019-08-09T11:41:50+02:00 2019-08-09T09:54:52+02:00 Die Beschränkung der Redefreiheit durch das Strafrecht ist auch vor dem Hintergrund neuer medialer Möglichkeiten ein hoch umstrittenes Problemfeld. Gefördert durch ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung (AfH), wird sich die Rechtswissenschaftlerin Dr. Zekiye Özen Inci nun an der Universität Osnabrück ab Anfang September für ein Jahr mit diesem Thema befassen. Zum Hintergrund: Das Strafrecht sieht hinsichtlich der Freiheit des Einzelnen zur Wahrung des öffentlichen Friedens und der Rechte anderer verschiedene Einschränkungen vor. Eine dieser Einschränkungen ist die Einführung des Straftatbestandes der Propaganda für Terrororganisationen. „Trotz zahlreicher internationaler Bemühungenfehlt es immer noch an einer umfassenden verbindlichen Definition des Terrorismusbegriffs“, erklärt Dr. Inci. Bestimmte Merkmale des Terrorismus werden heute jedoch sowohl von den Vereinten Nationen als auch von der Europäischen Union weithin als prägend anerkannt. „Kennzeichnend für Terrorismus ist aber demnach eine auf Tötung, schwere Körperverletzung oder Entführung zielende Handlung, die darauf abzielt, die Bevölkerung einzuschüchtern oder eine Regierung oder eine internationale Organisation zu einem Tun oder Unterlassen zu nötigen.“

In ihrem Forschungsprojekt möchte die Juristin insbesondere den Strafstandbestand Propaganda zugunsten von Terrororganisationen im türkischen Recht analysieren und ihre Ergebnisse in den Kontext der europäischen und deutschen Rechtsprechung setzen. „Ich glaube, dass dieses Thema für die türkische Rechtswissenschaft von großer Bedeutung ist. Der Vergleich mit der deutschen Rechtslage und der Rechtsprechung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verspricht, die Grenzen einer strafbaren Terrorpropaganda festzulegen.“

„Frau Dr. Inci hat das Stipendium der AvH für erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten. Das ist ein großer Erfolg, und zeigt nicht zuletzt die hohe Qualifikation von Frau Dr. Inci“, so der Osnabrücker Rechtswissenschaftler und Direktor des Zentrums für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) Prof. Dr. Prof. h.c. Arndt Sinn, der die Studie hier betreuen wird.

Dr. Inci, 1982 geboren, studierte Rechtswissenschaften an der Dokuz Eylül Universität in Izmir, wo sie 2013 promoviert wurde. Sie ist Assistenzprofessorin für Strafrecht und  Strafprozessrecht an der Ondokuz Mayıs Üniversität in Samsun/Türkei. 

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Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing 
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news-8508.atom Große Ehre: Professor Dr. Schulte-Nölke zum Mitglied des American Law Institute gewählt 2019-08-05T09:21:15+02:00 2019-08-05T09:19:25+02:00 Hans Schulte-Nölke, Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück, ist zum Mitglied des American Law Institute gewählt worden. Das American Law Institute ist die führende juristische Organisation in den USA, die wissenschaftliche Beiträge zur Verbesserung des Rechts leistet.  Die Mitgliedschaft im Institut ist streng begrenzt und eine besondere berufliche Ehre, die Europäern nur sehr selten zuteil wird. Unter den nun gewählten 60 neuen Mitgliedern ist Prof. Schulte-Nölke der einzige Nichtamerikaner; außer ihm sind überhaupt nur 10 weitere Juristen aus Deutschland Mitglied.

Kandidaten für die Mitgliedschaft werden vertraulich vorgeschlagen. Zwei Mitglieder des Instituts müssen die Kandidatur in einem Empfehlungsschreiben begründen. Die Kandidaten müssen sich in einem Mitgliederkomitee gegen die große Konkurrenz durchsetzen und werden schließlich vom Rat des Instituts gewählt. Kriterien sind besondere berufliche Leistungen und erfolgreiche Arbeit an der Verbesserung des Rechts.

"Ich freue mich sehr, diese bemerkenswerte Gruppe von Anwälten, Professoren und Richtern im Institut begrüßen zu dürfen", kommentiert der Präsident des Instituts David F. Levi die Wahl. „Das American Law Institute ist eine Institution, deren fortgesetzte Arbeit und herausragende Leistungen von

den besonderen Begabungen, der Klugheit und der Vielfalt der Perspektiven seiner Mitglieder abhängen. Ich freue mich auf die gedankenreichen Beiträge der neuen Mitglieder“ so Levi weiter.

Prof. Schulte-Nölke wurde insbesondere wegen seiner Mitarbeit an einem Projekt zur Verbesserung des US-amerikanischen Verbraucherrechts gewählt. „Ich freue mich sehr über das Interesse der amerikanischen Kollegen an europäischen Entwicklungen und denke, dass der Austausch zwischen den beiden großen Rechtsordnungen wechselseitig sehr fruchtbar sein kann“, sagte Schulte-Nölke zu seiner Wahl.

Das American Law Institute mit Sitz in Philadelphia wurde 1923 von einer Gruppe prominenter US-amerikanischer Richter, Anwälte und Professoren  als ständige Organisation zur Verbesserung des Rechts gegründet. Seitdem hat es durch zahlreiche Arbeiten zu einer Vereinfachung  des Rechts beigetragen und Rechtsunsicherheit abgebaut. Das Institut erarbeitet insbesondere allgemeine Rechtsgrundsätze, Neuformulierungen wichtiger Rechtsgebiete und Modellgesetze, die einen sehr großen Einfluss auf Gesetzgeber, Rechtsprechung sowie auf die Rechtswissenschaft und die Juristenausbildung in den USA und weltweit haben.

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news-8507.atom Engagiert in Forschung und Lehre – Die Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Rüdiger Schröpfer 2019-07-29T10:51:15+02:00 2019-07-29T10:46:55+02:00 Die Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Rüdiger Schröpfer, der am 16. Juli im Alter von 79 Jahren verstarb. Er war von 1976 bis 2007 Professor für Ethologie und Didaktik am Fachbereich Biologie/Chemie. Schröpfer (Jahrgang 1940) studierte die Lehramtsfächer Biologie, Chemie, Mathematik und Geographie an den Universitäten Münster und Kiel. Nach dem zweiten Staatsexamen 1966 war er bis 1969 als Realschullehrer tätig. 1971 promovierte er an der Universität Münster. Er wurde dann Akademischer Oberrat an den Universitäten Bielefeld und Bonn. Nach einer kurzzeitigen Professur an der Universität Gießen war Schröpfer seit 1976 zunächst Lehrstuhlverwalter. Er wurde zwei Jahre später auf die Professur für Didaktik der Biologie an die Universität Osnabrück berufen. 2007 ging er in den Ruhestand.

Prof. Schröpfers wissenschaftliches Interesse war zahlreichen  Renaturierungsprojekten sowie der Wiederansiedlung vom Aussterben bedrohter Tierarten gewidmet. Er initiierte maßgeblich die Wiederansiedlung des europäischen Nerzes und des Wisents. „Prof. Schröpfer hat sich in seinem engeren Fachgebiet und insbesondere beim Umweltschutz sehr engagiert“, so der Dekan des Fachbereichs Biologie/Chemie, Prof. Dr. Christian Ungermann. „Darüber hinaus war er ein geschätzter Kollege auch über seine Emeritierung hinaus.“

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news-8502.atom Management von Saatgutbanken - Pflanzenwissenschaftler der Universität Osnabrück entwickeln einen effizienten Keimfähigkeitstest Utz Lederbogen 2019-07-26T14:31:08+02:00 2019-07-26T11:54:00+02:00 Die Vielfalt von Wild- und Nutzpflanzen schwindet rasant. Eine der Möglichkeiten, pflanzliche Biodiversität zu bewahren, sind Saatgutbanken. Das Management solcher Sammlungen ist aufwendig: Die eingelagerten Samen müssen regelmäßig auf ihre Keimfähigkeit untersucht werden. Bisherige Tests sind unzuverlässig. Die Osnabrücker Biologen Dr. Said Mohammed, Dr. Samik Bhattacharya und apl. Prof. Dr. Klaus Mummenhoff haben nun einen Keimfähigkeitstest etabliert, der diese Nachteile nicht aufweist und berichten darüber in der renommierten Fachzeitschrift "Trends in Plant Science" (https://doi.org/10.1016/j.tplants.2019.05.014). Bislang verwendete Tests sind teils unzuverlässig, kosten viel Zeit und sind personalaufwendig, oder beschädigen die getesteten Samen. „Für den jetzt in Osnabrück entwickelten einfach durchzuführenden und zuverlässigen Test wird zu einzelnen Samen eine Testflüssigkeit gegeben und ein Farbumschlag zeigt die Keimfähigkeit an“, so der Pflanzenwissenschaftler Mummenhoff.  

Eine blaue Testflüssigkeit zeigt voll vitale und keimfähige Samen an, eine pinkfarbene bereits gealterte Samen, während eine farblose Lösung beschädigte und nur bedingt keimfähige bis abgestorbene Samen anzeigt. „Der Farbumschlag beruht auf einer natürlichen Freisetzung von organischen Substanzen aus alternden Samen. Keimfähige Samen werden durch den Test nicht geschädigt und können später erneut getestet werden“, berichtet der Osnabrücker Biologe weiter.

Neben einer Untersuchung von einzelnen Proben kann der Test auch mit üblichen Laborgeräten automatisiert werden. Pro Tag können so tausende von Samenproben analysiert werden. "Bei Kosten von weniger als einem Euro pro 1000 Samenproben ist unser Test besonders interessant für Institutionen in unterentwickelten Ländern" meint Klaus Mummenhoff, einer der Autoren des Artikels.

Im Fachbereich Biologie der Universität Osnabrück werden im Botanischen Garten und der Arbeitsgruppe Botanik umfangreiche Saatgutbanken für Artenschutz- und Forschungsprogramme betreut. Auch Proben aus der Loki-Schmidt-Genbank für Wildpflanzen des Botanischen Gartens wurden für die Entwicklung des neuen Testverfahrens verwendet.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Klaus Mummenhoff, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie, Arbeitsgruppe Botanik
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2856
E-Mail: mummenhoff@biologie.uni-osnabrueck.de

 

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news-8500.atom Wissen schafft Gesundheit - Weiterbildung für Gesundheitsberufe an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-07-26T11:53:31+02:00 2019-07-26T11:45:09+02:00 Ab September bietet die Universität Osnabrück den Angehörigen eines Gesundheitsberufes die Möglichkeit, verschiedene wissenschaftliche Zertifikatsangebote zu besuchen, die im Verbundprojekt „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des Lebenslangen Lernens“ (KeGL) entwickelt wurden. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.komm-weiter-gesundheitsberufe.de Im Rahmen der Erprobung werden die Zertifikatsangebote „Gesundes Verhalten in Gesundheitsberufen“, „Interprofessionelle Teamarbeit und Teamkultur in Gesundheitseinrichtungen“ sowie „Ethische Konflikte in Gesundheitsberufen“  angeboten. Hierzu können Sie sich als Teilnehmende ab sofort anmelden.  In der Erprobungsphase sind die Module kostenfrei.

Die Angebote richten sich unter anderem an Angehörige der Assistenzberufe, der Heilerziehungspflege, der Medizin, der Pflege- und Therapieberufe. „Ziel ist es, Kompetenzen der Teilnehmenden in diesen berufsrelevanten Bereichen zu fördern, damit sie den Anforderungen der Berufspraxis gut begegnen können“, erläutert Prof. Dr. Birgit Babitsch.

Die Zertifikatsangebote berücksichtigen wissenschaftliche Erkenntnisse und verknüpfen diese mit den beruflichen Erfahrungen der Teilnehmenden für einen erfolgreichen Theorie-Praxis-Transfer.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. phil. Maike Sieverding
Universität Osnabrück
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung
Barbarastraße 22c, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2945
E-Mail: maike.sieverding@uni-osnabrueck.de

 

 

 

 

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news-8498.atom „Ihr ganz persönlicher Einsatz für die Umwelt“ - Citizen-Science-Projekt zum Gewässerschutz startet an den Universitäten Osnabrück und Oldenburg Utz Lederbogen 2019-07-26T14:38:12+02:00 2019-07-25T15:23:02+02:00 Zum ersten Mal haben Bürgerinnen und Bürger aus dem Weser-Ems-Gebiet die Möglichkeit, aktiv an einem Forschungsprojekt zum Gewässerschutz der Universitäten Osnabrück und Oldenburg teilzunehmen. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt inhaltlich und finanziell geförderte Projekt „Schüler und Bürger forschen zusammen mit Wissenschaftlern zum Thema Stickstoffbelastung von Gewässern“ bietet dabei die Möglichkeit, sich für die nachhaltige Wassernutzung einzusetzen. Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger unter www.nitrat.uos.de für das Nitrat-Monitoring anmelden. An dem Monitoring teilnehmen können alle Bürgerinnen und Bürger aus den Landkreisen Osnabrück (Nord), Cloppenburg, Vechta und Emsland sowie aus der Stadt Osnabrück. Nach der Anmeldung erhalten sie kostenlos von den Universitäten in Osnabrück und Oldenburg alle Materialien zur Messung der Nitrat-Konzentration in einem beliebigen Gewässer in ihrer Region.Die Federführung für das Projekt hat an der Universität Osnabrück die AG Chemiedidaktik (Prof. Dr. Marco Beeken) und an der Universität Oldenburg die AG Chemiedidaktik (Prof. Dr. Verena Pietzner).

Das Nitrat-Monitoring läuft über einen Zeitraum von anderthalb Jahren (September 2019 – Februar 2021), wobei die einzelnen Messungen etwa zweiwöchentlich stattfinden. Die Messung ist ganz einfach: Sie erfolgt in den meisten Fällen über Nitrat-Teststäbchen, welche für einige Sekunden in eine Gewässerprobe gehalten werden. Anschließend wird die Farbe eines Testfeldes mit einer Farbskala verglichen und die entsprechende Nitratkonzentration einfach abgelesen und in einer App hochgeladen. Begleitet werden die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger über den gesamten Zeitraum von sogenannten Forschungspaten, also von Schülerinnen und Schülern aus ihrer Region, welche ein Seminarfach rund um das Thema Nitrat belegen und sie bei Fragen zum Nitrat-Monitoring unterstützen können. Fragen zur Anmeldung oder zum allgemeinen Ablauf des Nitrat-Monitorings beantwortet die wissenschaftliche Mitarbeiterin Frauke Brockhage unter frauke.brockhage@uos.de

Zwischenergebnisse und Ergebnisse des Nitrat-Monitorings werden regelmäßig als Wanderausstellung an den Regionalen Umweltzentren in der Region ausgestellt – hier wird vor Beginn des Nitrat-Monitorings auch eine offizielle Eröffnungsveranstaltung stattfinden.

„Das Projekt an den Universitäten Osnabrück und Oldenburg ist entstanden, weil insbesondere im Weser-Ems-Land und im nördlichen Osnabrücker Land das Thema Nitratbelastung in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion einen immer größer werdenden Stellenwert einnimmt“, so der Chemiedidaktiker an der Universität Osnabrück,  Prof. Dr. Marco Beeken. Seit Jahren werde von einer steigenden Nitratbelastung berichtet, wobei die Schuldzuweisungen oftmals einseitig seien und es trotz des hohen Interesses seitens der Bürgerinnen und Bürger es an fachlichen Informationen mangele. „Gleichzeitig ist in der modernen Gesellschaft ein zunehmender Bedarf am Verständnis fachwissenschaftlicher Errungenschaften erkennbar. In diesem Kontext ist der Citizen-Science-Ansatz entstanden, bei denen interessierte Bürgerinnen und Bürger unmittelbar an der Forschung zu hochaktuellen Fragestellungen teilnehmen“, erläutert Beeken.

Im Weser-Ems-Gebiet werden folgende Schulen an dem Projekt teilnehmen: Albertus-Magnus Gymnasium Friesoythe (LK Cloppenburg), Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg (LK Cloppenburg), Gymnasium Liebfrauenschule Cloppenburg (LK Cloppenburg), Copernicus Gymnasium Löningen (LK Cloppenburg), Gymnasium Damme (LK Vechta), Gymnasium Bersenbrück (LK Osnabrück), Gymnasium Angelaschule Osnabrück (Stadt Osnabrück), Windthorst-Gymnasium Meppen (LK Emsland), BBS am Museumsdorf, Cloppenburg (LK Cloppenburg).

Weiter Informationen unter: www.chemie.uni-osnabrueck.de/forschung/didaktik_der_chemie/forschung/citizen_science/nitrat_und_gewaesserschutz.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Marco Beeken und Frauke Brockhage, Universität Osnabrück
Chemiedidaktik
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2351
E-Mail: frauke.brockhage@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Verena Pietzner und Mientje  Lüsse, Universität Oldenburg
Chemiedidaktik
Carl-von-Ossietzky-Str. 9-11, 26129 Oldenburg
Tel: +49 441 798 3691
Email: mientje.luesse@uni-oldenburg.de

 

 

 

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news-8497.atom Hilfe bei der Wahl des Studiums – Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2019-07-24T09:30:58+02:00 2019-07-24T09:29:04+02:00 Um hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung zu geben, bietet die Zentrale Studienberatung Osnabrück am Freitag, 9. August, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

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news-8494.atom Nachhaltige Landwirtschaft als Vision - Team der Hochschule und der Universität Osnabrück erzielt Erfolge beim 17. internationalen Feldroboter-Wettbewerb Utz Lederbogen 2019-07-22T16:15:00+02:00 2019-07-22T12:16:00+02:00 Gold und Bronze beim internationalen Feldroboter-Wettbewerb: Gleich zweimal gab es für das gemeinsame Team Hochschule und der Universität Osnabrück einen Grund zu feiern. In der Kategorie „Feldkartierung“ hat der selbstfahrende Feldroboter „The Great Cornholio“ die gesamte Konkurrenz auf die Plätze verwiesen. Bei der „Unkrautregulierung“ erzielten die Osnabrücker den dritten Platz. Auf der diesjährigen Bundesgartenschau in Heilbronn zeigten 15 studentische Teams aus sieben Ländern, wie autonome Roboter die Landwirtschaft von morgen verändern könnten.  „Kleine selbstfahrende Roboter können mit ihren Sensoren jede einzelne Pflanze erkennen“, sagt Andreas Linz. „Sie sind deshalb hervorragend geeignet, um gezielt jedes Unkraut zu bekämpfen und jeder Nutzpflanze genau die Menge an Wasser und Dünger zu geben, die sie braucht.“ Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück ist überzeugt: Autonome Feldroboter haben ein riesiges Potential, um die Landwirtschaft umwelt- und ressourcenschonender zu betreiben – bei gleich hohen Erträgen.

Feldrobotik begeistert erfahrene Forscher und technischen Nachwuchs

Der Ingenieur kennt sich aus: Seit über 20 Jahren ist er in diversen Forschungsprojekten sowie im Hochschullabor für Mikro- und Optoelektronik tätig. Dort entwickelt ein Team rund um Prof. Dr. Arno Ruckelshausen innovative, visionäre Lösungen für die Landtechnik von morgen. Zu den Kooperationspartnern des Labors zählen viele namhafte Partner – aus der Agrarindustrie wie aus der Wissenschaft. Um auch den Nachwuchs für die Feldrobotik zu begeistern, haben Linz und Ruckelshausen den internationalen Feldroboter-Wettbewerb der niederländischen Universität Wageningen in Osnabrück bekanntgemacht. Vom ersten Wettbewerb an betreuen sie die jährlich wechselnden Hochschulteams – seit nunmehr 16 Jahren.

15 Teams aus sieben Ländern messen sich in verschiedenen Disziplinen

In diesem Jahr fand der Feldroboter-Wettbewerb auf der Bundesgartenschau in Heilbronn statt. 15 studentische Teams aus sieben Ländern demonstrierten mit ihren selbstfahrenden Feldrobotern, was bald zum Alltag auf Europas Feldern werden könnte. „Auf einem Testfeld ging es zunächst darum, voll autonom durch Maisreihen zu navigieren, ohne Pflanzen zu beschädigen – und dies möglichst schnell“, erzählt der Osnabrücker Kapitän Matthias Igelbrink. Bei den Navigationsaufgaben gehörte sein Team zum guten Mittelfeld. Doch in der nächsten Disziplin hat das gemeinsame Team der Osnabrücker Hochschulen die Konkurrenz auf die Plätze verwiesen.

Platz 1 in der Kategorie „Feldkartierung“

In der nächsten Wettbewerbsdisziplin mussten die Feldroboter autonom navigieren und eine Karte des Testfeldes erstellen. Pinkfarbene Golfbälle sollten dabei als Unkraut erkannt werden. Gelbe Tennisbälle simulierten ein Hindernis und durften nicht überfahren werden – ansonsten gab es Punktabzug. „Unser Roboter „The Great Cornholio“ war der einzige, der diese Aufgabe fehlerfrei bewerkstelligt hat“, berichtet Igelbrink. Bei der Erkennung der Bälle kam dem Team eine Lösung zugute, die Benedict Hadi und Lars Schilling entwickelt haben. Die beiden Studenten des Masterstudiengangs Mechatronic Systems Engineering haben eine Künstliche Intelligenz (KI) programmiert, der mehrere hundert Bilder angelernt wurden. „Das brachte uns den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Teams“, so der Kapitän: „Wir hatten keine Probleme mit stark schwankenden Lichtverhältnissen – denn mal schien die Sonne, mal war es bewölkt. Zudem war der Mais aufgrund der diesjährigen Dürre schon etwas gelb und hob sich nicht deutlich von den Tennisbällen ab.“ Die KI-Lösung funktionierte einwandfrei, alle Objekte wurden ausnahmslos erkannt. – Zur Belohnung gab es den verdienten ersten Platz.

3. Platz in der Disziplin „Unkrautregulierung“

Beim vierten Teil des Wettbewerbs mussten die Golfbälle als „Unkraut“ gezielt behandelt werden. „Dazu konnte die bereits generierte Karte mit den eingetragenen Positionen genutzt werden, um dann punktuell zu spritzen“, erläutert Andreas Linz. Das Osnabrücker Team verwendete dafür „Schiedsrichterspray“, wie man es aus dem Fußball kennt, um die Markierung für die Jury deutlich zu machen. Auch diese Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert und mit dem dritten Platz belohnt.

Freestyle mit dem Roboter „Acorn 19“

Unterstützung bekam das Osnabrücker Team von zwei Nachwuchswissenschaftlern der Universität Osnabrück aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Joachim Hertzberg vom Institut für Informatik. Masterstudent Alexander Mock und Doktorand Sebastian Pütz haben die im letzten Jahr gebaute Roboterplattform „Acorn 19“ soweit modifiziert, dass sie bei dem Freestyle-Wettbewerb teilnehmen konnte.  

„Beim Freestyle soll eine Anwendung mit landwirtschaftlichem Bezug demonstriert werden“, erklärt Teambetreuer Andreas Linz. „Acorn 19“ hat während der Durchfahrt durch die Maisreihen das komplette Feld mit einem 3D-Laserscanner kartiert und gleichzeitig sich selbst in dieser Karte lokalisiert. „Als praktische Anwendung können in der erstellten Karte Hindernisse in anderen Reihen vorzeitig erkannt werden, um diese dann frühzeitig und dynamisch in der Planung aufzunehmen und zu umfahren“, ergänzt Teamkapitän Igelbrink.

Fachübergreifende Teamarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Bereits zum dritten Mal hat der Masterstudent der Elektrotechnik am internationalen Feldroboter-Wettbewerb teilgenommen – nun erstmalig als Kapitän. Was war die größte Herausforderung? „Der Wettbewerbsstress: Wir mussten – wie andere Teams auch – viele Anpassungen direkt vor Ort vornehmen und auf den Punkt fertig werden“, so der 28-Jährige. Eine weitere Herausforderung bezeichnet er zugleich als einen Schlüssel zum Erfolg – die Interdisziplinarität des Teams: „In unserer Mannschaft sind zwei Hochschulen und fünf technische Disziplinen vertreten.“ Matthias Igelbrink freut sich, dass alle Mitglieder seines Teams – Benedict Hadi, Alexander Mock, Michael Pleuser, Sebastian Pütz, Lars Schilling und Tom Ströer – ihre Stärken zeigen und so zum gemeinsamen Erfolg beitragen konnten: „Die Kompetenz der Unikollegen ist es, aus 3D-Daten Umgebungskarten zu rekonstruieren und den Roboter zu lokalisieren; wir haben auf unsere Erfahrungen in der Sensorik und der Systemintegration gesetzt.“ Zudem habe sich – wie schon im letzten Jahr – der Studienbereich „Industrial Design“ um den Hochschulprofessor Thomas Hofmann am Design des Roboters „Acorn 19“ beteiligt. Die konstruierten Bleche wurden bei dem Landtechnikunternehmen Amazone aus Hasbergen mit Lasern zugeschnitten und dann pulverbeschichtet. Das Design, welches die Integration des 3D-Laserscanners beinhaltet, kam bei den anderen Teams und der Jury äußerst gut an.

Unterstützt wurde das Osnabrücker Team von seinen langjährigen Sponsoren. Es sind die Unternehmen Amazonen-Werke, Sick, iotec und Xsens Technologies.

Der Gesamtsieger 2019 ist Helios evo der TU Braunschweig, Platz zwei ging an das Team Carbonite des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg, den dritten Platz belegte das Team TAFR Robotiks aus Slowenien.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dipl.-Ing. (FH) / B.Eng. Andreas Linz
Telefon: +49 541 969 2978
E-Mail: a.linz@hs-osnabrueck.de

 

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news-8492.atom Alles andere als Bandsalat - Neue Ausstellung in der Galerie „Stichpunkt“ der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-07-19T13:53:33+02:00 2019-07-19T11:50:00+02:00 Alte Kassetten- und Videobänder kann man nicht mehr verwenden? Nicht, wenn es nach den Studierenden des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück geht. In ihrer neuen Ausstellung „Tape Art goes Textil“ zeigen sie, wie die Bänder der alten Datenträger künstlerisch verarbeitet werden können. Die Exponate gingen aus einem Seminar der Osnabrücker Künstlerin Katrin Lazaruk hervor und werden bis Sonntag, 20. Oktober, im Fenster der Galerie „Stichpunkt“, Seminarstraße 33, gezeigt. In dem im Sommersemester 2019 von der Künstlerin Katrin Lazaruk durchgeführten Seminar lag der Fokus auf der textilen Verarbeitung von Kassetten- und Videobändern. Das heißt, die Studierenden strickten, häkelten, nähten, webten und stickten mit den Datenträgern. Am Anfang erstellten die Studierenden Arbeitsproben, um so die Verarbeitung des Recyclingmaterials besser analysieren zu können.
„Das Kassettenband ist tatsächlich ein wenig störrisch, wenn man es verarbeiten möchte. Zum einen klebt das Band an den Fingern und zum anderen reißt es sehr leicht. Ich habe beispielsweise versucht, das Band mit einer Strickliesel bzw. Strickmühle zu bearbeiten. Das war nicht möglich. Mit etwas Übung gingen die Techniken wie Stricken, Häkeln oder Weben dann aber doch gut von der Hand.“, so der Student Kevin-Alexander Büsing, der an dem Seminar teilnahm. An der Veranstaltung gefiel ihm die gute Anleitung durch die Künstlerin, die die Studierenden in ihren Schaffungsprozessen tatkräftig unterstützte, aber nur so weit, dass eigene Produkte entstehen konnten.

Die Hauptaufgabe im Seminar bestand darin, eine Maske herzustellen. Als Grundkonstrukt diente ein Nylonstrumpf, auf dem das Kassettenband verarbeitet wurde. „Die individuelle Maske sollte die besonderen inneren Eigenschaften des/der Einzelnen nach Außen tragen und zudem mindestens drei textile Techniken beinhalten. Deshalb beschäftigten sich die Studierenden im ersten Schritt zunächst mit sich selbst, mit ihren Eigenschaften, Charakterzügen und ihrer Außenwahrnehmung, bevor sie im zweiten Schritt Skizzen erarbeiteten, in denen sie ihre besonderen inneren Merkmale künstlerisch darstellten und schließlich textil umsetzten.“, so Katrin Lazaruk. Für die Ausstellung wurden die fertigen Masken am Ende des Seminars fotografisch inszeniert.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt
Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4217
E-Mail: baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

 

 

 

 

 

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news-8487.atom Interkultureller Dialog - Costa Rica Zentrum der Universität Osnabrück veranstaltet Summer School Utz Lederbogen 2019-07-19T13:03:19+02:00 2019-07-18T12:57:01+02:00 Bis zum Dienstag, 30. Juli, sind Studierende aus Costa Rica, Nicaragua, Guatemala und Bielefeld in Osnabrück zu Gast und nehmen gemeinsam mit Studierenden der Universität Osnabrück an der Summer School „Facing the Future – Migration and Intercultural Dialogue in a Sustainable Society“ des Costa Rica Zentrums teil. Das Programm der Sommerschule umfasst die beiden großen Themenbereiche Migration und interkultureller Dialog in nachhaltigen Gesellschaften. Beide Themen werden jeweils aus costa-ricanischer/zentralamerikanischer und deutscher/europäischer Perspektive international und interkulturell vergleichend behandelt. Seminare und Vorträge werden von fünf Professorinnen und Professoren der Universidad de Costa Rica und Universidad Nacional de Costa Rica sowie von acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück gestaltet und durchgeführt. „Unsere Sommerschule ‚Facing the Future’ ist ein weiteres Beispiel für die gute wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Costa Rica und Deutschland und die enge Zusammenarbeit zwischen der Universität Osnabrück und ihren Partneruniversitäten in Costa Rica“, so Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Osnabrück.  

„Wir sind begeistert über den regen Austausch, der zwischen den Studierenden und Dozierenden bereits in den ersten Tagen entstanden ist. Im Rahmen dieser Summer School werden interkulturelle Kompetenzen und Kommunikation nicht nur theoretisch gelehrt, sondern auch praktisch erfahren und angewendet“, so Dr. Alexandra Nitz, die Leiterin der Serviceeinrichtung Costa Rica Zentrum. Das Programm beinhaltet außerdem Workshops zu Forschungsmethoden. Weiterhin finden akademische Exkursionen statt, u.a. mit Führungen durch das Technologiezentrum der Sievert AG und das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen.

Die Summer School wird gefördert vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts und vom Costa Rica Zentrum organisiert und durchgeführt. Das Costa Rica Zentrum wird finanziell und ideell von der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur gefördert. Sie beteiligt sich auch namhaft an der Finanzierung der Summer School durch Übernahme von Reisekosten.

Die Service- und Forschungsstelle Costa Rica Zentrum der Universität Osnabrück ist eine transdisziplinäre, international und interkulturell ausgerichtete Einrichtung des Wissenschaftsaustauschs zwischen Deutschland und Costa Rica, die sich als Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Osnabrück und Universitäten in Costa Rica und in Zentralamerika auszeichnet.
Bildunterschrift: Auf dem Programm der Summerschool des Costa Rica Zentrums stand neben zahlreichen Workshops auch ein Empfang im Rathaus der Friedensstadt Osnabrück.
Foto: Universität Osnabrück/Rouven Brinkmann

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Nikola Götzl, M.A., Universität Osnabrück
Costa Rica Zentrum
Kolpingstraße 7, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4879
E-Mail: ngoetzl@uni-osnabrueck.de

 

 

 

 

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news-8485.atom Digitalisierungsoffensive in Geistes- und Kulturwissenschaften - Drei Projekte der Universität Osnabrück werden gefördert Utz Lederbogen 2019-07-19T11:41:21+02:00 2019-07-18T09:01:00+02:00 Wie wichtig die digitale Weiterentwicklung in den Geistes- und Kulturwissenschaften ist, unterstreicht die Ausschreibung "Geistes- und Kulturwissenschaften – digital" des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK). Jetzt wurden sechs Millionen Euro an Fördermitteln verteilt. Die Universität Osnabrück erhält gleich für drei Projekte eine finanzielle Unterstützung. Eines der geförderten Projekte mit dem Titel "Ausländerkarteien als Kulturgut reflexiver Migrationsforschung" stammt von Prof. Dr. Christoph A. Rass aus dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien. Zum ersten Mal wird eine „Ausländermeldekartei“ aus dem 20. Jahrhundert digitalisiert und mithilfe komplexe Auswertungen erschlossen. „Inhaltlich wird es – unter strenger Wahrung datenschutz- und archivrechtlicher Maßgaben – darum gehen, migrationsbedingt wachsende Diversität einer Stadtgesellschaft am Beispiel Osnabrücks über nahezu 80 Jahre zu modellieren“, so Rass. Zugleich dient das Projekt der Weiterentwicklung von Methoden, relevantes Kulturgut analytisch zugänglich zu machen.

In ihrem Projekt "Digital Humanities und kulturwissenschaftlich orientierte Begriffsgeschichte" beschäftigt sich Prof. Dr. Susanne Schlünder aus dem Institut für Romanistik mit dem Naturbegriff in spanischsprachigen Ländern, welcher von zentraler Bedeutung für gesellschaftliche Handlungs- und Kommunikationszusammenhänge ist. „Dass der Naturbegriff eine wichtige Rolle für hispanoamerikanische Identitätsdiskurse spielt, liegt auf der Hand“, erläutert Schlünder. „Leider gibt es in diesem Bereich kaum systematische Studien, obwohl ein umfangreiches Textkorpus vorliegt. Unser interdiszplinäres Projekt kann hier dank der Kooperation mit Prof. Dr. Gordon Pipa aus den Cognitive Sciences gewissermaßen Licht ins Dunkel bringen.“ Ziel des Projektes ist es, neue Methoden der digitalen Textanalyse zu entwickeln und zu erproben, um Aufschlüsse über Bedeutungswandel und affektive Färbungen des Naturbegriffs in spanischsprachigen Texten der späten Kolonialzeit zu gewinnen.

Das Projekt "emoTouch Web" von Prof Dr. Christoph Louven aus dem Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik dient der Erforschung musikbezogener Entwicklungsprozesse. Es umfasst ein Interface zur Echtzeit-Bewertung von Medien (Musik, Videos) oder Livesituationen auf dem Touchscreen gängiger Smartphones und Tablets, abgestimmte Analysewerkzeuge für Desktop Computer sowie ein Echtzeit-Feedback-System. Erstmals wird dabei in einem musikpsychologischen Forschungswerkzeug das BYOD-Konzept (‚Bring Your Own Device‘) umgesetzt. Mögliche Anwendungsfelder sind neben musikbezogenen Fragen auch andere zeitgebundene Domänen, z.B. in Theater, Tanz oder Film, aber auch bei Vorträgen oder Reden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. A. Rass, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4912
E-Mail: chrass@uos.de

Prof. Dr. Susanne Schlünder, Universität Osnabrück
Institut für Romanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4443
E-Mail: sschluen@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Christoph Louven, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4592
E-Mail: christoph.louven@uni-osnabrueck.de

 

 

 

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news-8483.atom Heuschrecken als Indikatoren für den Klimawandel - Promotionsvorhaben an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-07-17T12:22:36+02:00 2019-07-17T12:19:28+02:00 Die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die Biodiversität im Grasland Mitteleuropas untersucht Franz Löffler von der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück in seinem Promotionsvorhaben. Die dabei durch ein Promotionsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Studie nimmt vor allem die Ausbreitung von Heuschreckenarten in den Blick, um Empfehlungen für ein nachhaltiges Management zum Schutz der Biodiversität zu geben. Durch den voranschreitenden globalen Temperaturanstieg steht der Einfluss des Klimawandels auf die Biodiversität zunehmend im wissenschaftlichen und naturschutzpolitischen Interesse. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der Klimawandel zukünftig die Hauptursache für den weiteren Verlust der weltweiten Artenvielfalt sein wird. Durch die komplexe Wirkungsweise des Klimawandels im Zusammenspiel mit weiteren Gefährdungsfaktoren, werden weitreichende Anpassungsmaßnahmen seitens des Naturschutzes notwendig. Bisher fehlen jedoch für viele Artengruppen wissenschaftliche Grundlagen, wie sich klimatische Veränderungen auf Arten und deren Lebensräume auswirken. Es ist deshalb häufig unklar, welche Schutzmaßnahmen eingesetzt werden können, um die biologische Vielfalt in mitteleuropäischen Ökosystemen langfristig zu erhalten.

Während an kältere und feuchte Umweltbedingungen angepasste Tier- und Pflanzenarten durch den Klimawandel zunehmend gefährdet sind, hat der rezente Temperaturanstieg zur Ausbreitung wärmeliebender Arten in Mitteleuropa geführt. Die Ergebnisse einer neu publizierten Studie in der Fachzeitschrift Biological Conservation belegen, dass die Arealerweiterung einiger Heuschreckenarten in höhere Lagen zu Verschiebungen in Artgemeinschaften verschiedener Grasland-Ökosysteme geführt hat. Ein Forscherteam aus der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück hat hierzu aktuelle Daten zum Vorkommen aller Heuschreckenarten auf fast 70 Grünlandflächen in der Eifel erhoben und mit historischen Daten aus dem Jahr 1994 verglichen. Die Autoren der Studie konnten dabei zeigen, dass die Ausbreitung wärmeliebender Heuschreckenarten in Lebensräumen mit einem guten Erhaltungszustand zu einer Zunahme der Heuschreckenartenvielfalt geführt hat, wohingegen im brachliegenden Feuchtgrasland keine Veränderung der mittleren Artenzahl festgestellt werden konnte.

Um zu quantifizieren in welchem Maße diese Veränderungen klimainduziert sind, haben die Autoren einen Temperatur-Index angewandt, der das Wärmebedürfnis der vorkommenden Arten abbildet. „Heuschrecken sind generell wärmeliebende Organismen. Die Verbreitung vieler Arten ist dementsprechend auf wärmebegünstigte Regionen Europas beschränkt. Der Anstieg im Community Temperature Index in unserer Studie ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass sich die Artgemeinschaften zu Gunsten wärmeliebender Arten verschoben haben“, erläutert Arbeitsgruppenleiter apl. Prof. Thomas Fartmann.

Für weniger mobile Heuschreckenarten mit spezifischen Habitatansprüchen konnten in der Studie jedoch nur geringfügige Veränderungen festgestellt werden. Eine Ausbreitung dieser Arten ist in vielen Landschaften Mitteleuropas durch die starke Isolation ihrer Lebensräume nur eingeschränkt möglich. „Unsere Ergebnisse weisen nicht nur darauf hin, dass die globale Erwärmung aktuell zu einer Ausbreitung wärmeliebender Heuschreckenarten führt. Sie zeigen auch, dass die Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität maßgeblich von der Habitatqualität und der Vernetzung der Lebensräume abhängen. Damit Arten ihre Verbreitungsareale den klimatischen Veränderungen anpassen können, ist ein funktionierender Biotopverbund von essenzieller Bedeutung“, betont Doktorand Franz Löffler. Da für einige Heuschreckenarten langfristig auch negative Bestandstrends prognostiziert werden, gilt es frühzeitig Maßnahmen zu etablieren, die die Anpassungskapazität der Grasland-Ökosysteme gegenüber dem Klimawandel erhöhen und dazu beitragen die Artenvielfalt im Grasland langfristig zu erhalten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Franz Löffler, M. Sc., Universität Osnabrück
Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel: +49 251 53470068
E-Mail: franz.loeffler@uos.de

 

 

 

 

 

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news-8479.atom Mädchen- und Frauenarbeit im Kontext von Demokratieförderung - Universität Osnabrück an Forschungsprojekt beteiligt Utz Lederbogen 2019-07-12T11:35:51+02:00 2019-07-12T11:32:07+02:00 Die Universitäten Osnabrück und die Goethe-Universität Frankfurt untersuchen bundesweite Selbstorganisationsstrukturen und Angebote von Musliminnen und Muslimen. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Rahmen des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus der Bundesregierung. Die Projektleitung an der Universität Osnabrück haben Prof. Dr. Bülent Ucar und Dr. Michael Kiefer inne. In Frankfurt wird das Projekt von Dr. Meltem Kulaçatan und Prof. Dr. Harry Harun Behr geleitet. In den vergangenen 15 Jahren sind in Deutschland eine Reihe von Studien entstanden, die sich auf muslimische Lebenswelten beziehen. Fokussiert wurden unter anderem verbandliche Strukturen, Handlungsfelder der Gemeinden und religiöse Orientierungen bei Jugendlichen. Auch wenn diese Studien detaillierte Einblicke in heterogene Teilaspekte ermöglichen, fehlt es bislang an Studien, die sich mit der muslimischen Zivilgesellschaft außerhalb der verbandlichen Strukturen befassen.

Das Forschungsvorhaben will einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke leisten. Fokussiert wird insbesondere die Mädchen-, Frauen- und Familienarbeit, die in zumeist informellen Zusammenhängen vielerorts geleistet wird. Das bis zum 31.12.2019 angelegte Projekt ist ein mehrphasiges und auf Partizipation angelegtes Forschungsprojekt, das explorative Elemente und Praxis in einem innovativen Setting miteinander verbindet. Es möchte Selbsthilfestrukturen identifizieren, Praxisideen entwickeln und selbige umsetzen.

Ziel ist es, mit den Projektpartnerinnen und – partnern in Kooperation zu gehen und sie bei ihren eigenen Vorhaben zu unterstützen. Diese Unterstützungsmaßnahmen werden in finanzieller Form und in wissenschaftlicher Begleitung umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen hier Maßnahmen, die sie bereits anvisieren, jedoch aufgrund fehlender Kapazitäten nicht umsetzen können.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
Institut für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 6032
E-Mail: bucar@uni-osnabrueck.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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news-8477.atom Erste zentrale Promotionsfeier in Schloss und Rathaus - Universität Osnabrück ehrt den wissenschaftlichen Nachwuchs Utz Lederbogen 2019-07-05T10:51:15+02:00 2019-07-05T10:46:29+02:00 Ein erhebender Moment: 46 Doktorinnen und Doktoren zogen am Freitagvormittag (5. Juli) mit ihren Verwandten, Freunden und Bekannten aus der festlich geschmückten Schlossaula zum Rathaus, um den Abschluss ihrer erfolgreich beendeten Promotion an beiden Orten zu feiern. Es war die erste zentrale Promotionsfeier, die die Universität zusammen mit der Stadt Osnabrück ausrichtete. „Eine erfolgreich absolvierte Promotion zeugt von einer herausragenden wissenschaftlichen Forschungsarbeit. Zugleich ist sie besonderer Ausdruck für Disziplin, Durchhaltevermögen und letztlich auch für gelungenes Projekt- und Zeitmanagement. Sie haben vor kurzem diese besondere akademische Leistung vollbracht, wozu wir von Herzen gratulieren“, hob Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke in seinem Grußwort hervor.

Im anschließenden Festvortrag streifte Alumnus Dr. Dirk Niemöller (Business Manager bei Salt and Pepper Software) humorvoll die Höhen und Tiefen seiner Forschungsarbeit, den Teamgeist und schließlich den Weg ins Management eines Produkt- und Dienstleistungsteams. Sein Appell: „Setzt eure Fähigkeiten für die Gesellschaft ein, geht raus, traut euch, nehmt die Zukunft in die Hand und gestaltet die Welt mit euren Ideen.“  

Dann wurden die Doktorinnen und Doktoren, die seit Januar 2018 ihre Promotion abgeschlossen haben, auf die Bühne gebeten. Als Zeichen besonderer Verbundenheit übereichte ihnen der Universitätspräsident gemeinsam mit Vizepräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel einen für diesen Anlass entworfenen akademischen Schal der Universität in roter Seide auf schwarzer Baumwolle.

Die Studierenden des Fachgebietes Textiles Gestalten hatten ihn nach intensiver Recherche akademischer Traditionen mit den Symbolen der Universität und Stadt Osnabrück entworfen und zur Produktion gebracht (http://tinyurl.com/uos-schal). „Wie ihre wissenschaftliche Arbeit ist dieser Schal ein echtes Meisterwerk. Tragen Sie diesen  – Ihren – feierlichen Moment lange in Erinnerung und bleiben Sie der Universität Osnabrück gewogen“, sagte Vizepräsidentin Prof. Menzel im Namen des gesamten Präsidiums.

Zwei der besten Promotionsarbeiten wurden sodann mit dem Inpijn-Bakker-Grunwald Preis ausgezeichnet (Preisgeld jeweils 1.500 Euro). Dr. Benedikt Ehinger forschte in der Kognitionswissenschaft zum Thema „Entscheidungen, Vorhersagen und Lernen im visuellen Sinn“ und Dr. Robert Notbohm promovierte in den Rechtswissenschaften zum Thema „Wirkungen und Grenzen von Institutionen exekutiver Folgenabschätzungskontrolle – Nationaler Normenkontrollrat und Ausschuss für Regulierungskontrolle im Vergleich“.

Den Preis der Universitätsgesellschaft Osnabrück für exzellente Nachwuchsforschung (Preisgeld 3.000 Euro) erhielt Dr. Frank Wolff für seine Habilitationsschrift „Die Mauergesellschaft: Kalter Krieg, Menschenrechte und die deutsch-deutsche Migration 1961-1989“.

Anschließend zogen die Nachwuchswissenschaftler mit ihren rot-schwarzen Schals durch die Innenstadt zum Empfang des Oberbürgermeisters Wolfgang Griesert in den  Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses. Mit diesem Festzug wurde die Verbundenheit der Universität mit der Stadt Osnabrück zum Ausdruck gebracht. "Die Universität sieht sich als fester Bestandteil eines lebendigen Osnabrücks“, so Promovierendenvertreter Dr. Alexander Büssing. „Dies gilt insbesondere auch für die jungen Forschenden.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen
Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de
Internet: http://www.uni-osnabrueck.de

 

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news-8475.atom Künstliche Intelligenz und geistiges Eigentum - Universität Osnabrück veranstaltete Carl Heymanns Patenttage Utz Lederbogen 2019-07-05T09:33:52+02:00 2019-07-05T09:27:13+02:00 Reichen aktuelle Regelungen aus, um Antworten auf die Rechtsfragen zu geben, die Künstliche Intelligenz (KI) mit sich bringt? Diese Frage stellten sich am vergangen Freitag, 28. Juni, die rund 150 Teilnehmer der Carl Heymanns Patenttage, die das Centrum für Unternehmensrecht der Universität Osnabrück (CUR e.V.) in Kooperation mit dem Carl Heymanns Verlag zum dritten Mal im Schloss veranstaltete. „Das Patentrecht dient der Förderung von Innovation auf dem Gebiet der Technik. Die Möglichkeit, ein Patent zu erlangen, soll für Erfinder ein Anreiz sein Zeit, Fachwissen und Kreativität in die Entwicklung neuer Technik zu investieren. Deswegen steht im Zentrum des geltenden Patentrechts der Erfinder als Schöpfer der technischen Leistung. Dieses Modell stößt aktuell an seine Grenzen. Denn das Wesensmerkmal Künstlicher Intelligenz ist, dass die eingesetzte Software offen für spätere Lernprozesse ist. Die Leistung des Informatikers, die KI zu entwickeln und programmieren, wird vom Patentrecht nicht geschützt, weil noch kein technisches Ergebnis vorliegt; das Ergebnis möglicherweise nicht, weil es nicht vom Erfinder erdacht, sondern auch Folge des Einsatzes der KI ist. Das bietet Anlass das Schutzsystem zu reformieren.“, so Prof. Dr. Mary-Rose McGuire, Inhaberin der Professur für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums sowie deutsches und europäisches Zivilprozessrecht.
Während Unternehmen eine Öffnung des Patentrechts  für diese Entwicklung fordern, gehen vor allem das Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA) und das Europäische Patentamt (EPA) davon aus, dass das geltende Recht auch für KI ausreichend gerüstet ist.

Der Begriff KI, der bereits in den 1940ern geprägt wurde, ist bis heute üblich, obwohl auch ein sogenanntes neuronales Netz das menschliche nicht simulieren kann. Der eingängige Begriff KI ist aber nicht nur als Beschreibung missverständlich, sondern vernachlässigt auch, dass der ganz überwiegende Teil der aktuellen KI-Forschung an sogenannter schwacher KI arbeitet, also an Software, die dank großer Rechenkapazität einzelne repetitive Aufgaben übernehmen kann. Aus dem Alltag bekannte Beispiele sind Navigationssysteme und die Spracherkennung sowie Recommendersysteme, die insbesondere im Onlinehandel eingesetzt werden. „Die aktuelle Forschung der starken KI ist von einer menschähnlichen Autonomie so weit entfernt, dass man von Science Fiction sprechen kann.“, so Prof. Dr. Joachim Hertzberg bei seinem Einführungsvortrag.

Nichtsdestotrotz steckt auch in schwacher KI eine erhebliche Forschungs- und Innovationsleistung, an dessen Schutzfähigkeit Unternehmen interessiert sind. Ob das geltende Patentrecht sich auch für KI eignet, wird aus mehreren Gründen kontrovers diskutiert. Problematisch erscheint insbesondere der generelle Ausschluss von Algorithmen von der Patentfähigkeit. Hinzu kommt das schon angesprochene Problem, ob es sachgerecht ist, die Erfindung demjenigen zuzuweisen, der die KI für die Produktentwicklung einsetzt oder ob nicht der Entwickler der KI berücksichtigt werden müsste. Schließlich ergeben sich ganz konkrete Probleme im Anmeldeverfahren, weil dieses die Offenbarung der Erfindung fordert, die von der KI vorgenommenen „Denkschritte“ derzeit aber noch nicht vollständig nachvollzogen werden können.

Andere plädieren dafür, erst einmal die Funktionsfähigkeit des geltenden Patentrechts auch auf die heute allein relevante schwache KI auszuloten und allenfalls über punktuellen Reformbedarf nachzudenken. Für diesen Ansatz sprach sich am Freitag Lea Tochtermann, Juniorprofessorin an der Universität Mannheim, aus und mahnte zunächst eine präzise Differenzierung ein, nämlich zwischen der KI „als solcher“, also der Software, und den KI-Anwendungen, die sich in mit diesem Tool erzeugten Produkten niederschlagen. Für beide Gruppen ist Patentschutz nach aktuell geltendem Recht nur denkbar, wenn sie die allgemeinen Patentierungsvoraussetzungen erfüllen und nicht unter einen Ausschlusstatbestand fallen. Tochtermann zeigte dabei auf, dass KI als solche vom Patentschutz ausgeschlossen ist, wies aber auch darauf hin, dass dies durchaus sachgerecht ist, weil anderenfalls durch das drohende Haftungsrisiko für Doppelerfindungen ein Innovationshemmnis entstehen könne. Führe der Einsatz dagegen zu einer konkreten technischen Anwendung, käme ein Patent durchaus in Betracht, dass demjenigen zuzuordnen sei, der das Problem erkannt und zu seiner Lösung die KI eingesetzt habe.

„Die nüchterne Analyse zeigt, dass das Patentrecht dem Problem künstliche Intelligenz formal durchaus gewachsen ist. Offen bleibt allerdings, ob das geltende Recht damit die von Forschung und Unternehmen erbrachte Leistung ausreichend belohnt. Denn Patentschutz steht nach geltendem Recht erst zur Verfügung, wenn der Einsatz von KI zu einer konkreten Anwendung geführt hat. Dazwischen klafft eine große, zeit- und kostenintensive Lücke, in der aus der KI-Software eine Industrieanwendung oder ein Produkt wird: Training, Modellierung und Testphase“, so die Osnabrücker Rechtswissenschaftlerin Prof. McGuire abschließend.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Mary-Rose McGuire
Centrum für Unternehmensrecht e.V.
Katharinenstraße 15, 49078 Osnabrück
Tel: +49 0541 969 4837
E-Mail: cur@uni-osnabrueck.de

 

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news-8472.atom Engagiert in der Begabungsförderung - Universität Osnabrück verabschiedete Schulpädagogin Prof. Solzbacher in den Ruhestand Utz Lederbogen 2019-07-05T08:17:37+02:00 2019-07-04T17:01:00+02:00 Am Mittwoch, 3. Juli, wurde die renommierte Wissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Solzbacher von der Universität Osnabrück feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Solzbacher war als Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schulische Sozialisation und Erziehung seit dem Wintersemester 1997 in Osnabrück tätig und beeindruckte durch zahllose Forschungsprojekte und Publikationen, wobei im Fokus unter anderem die Begabungsförderung steht. Die feierliche Verabschiedung mit vielen Wegbegleitern fand in der Aula des Osnabrücker Schlosses statt. „Die Themen Begabungsforschung, individuelle Förderung und Frühkindliche Bildung sind in Theorie und Praxis ohne die Forschungsleistungen von Claudia Solzbacher nicht vorstellbar“, sagte Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke rückblickend in ihrem Grußwort. Von 2008 bis 2016 war die Schulpädagogin im Gründungsvorstand des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Das Institut erwarb sich in dieser Zeit große Reputation. Solzbacher leitete im nifbe die interdisziplinäre Forschungsstelle „Begabungsförderung“ zusammen mit dem Osnabrücker Psychologen Prof. Dr. Julius Kuhl. Er betonte bei der Verabschiedung besonders Solzbachers Kompetenz als „Brückenbauerin“ sowohl zwischen den unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen als auch zwischen Theorie und Schule.

Begabungsförderung, individuelle Förderung in der Schule sowie Fragen professioneller pädagogischer Haltung  gehören zu Prof. Solzbachers vornehmlichen Arbeitsschwerpunkten seit dieser Zeit. Seit 2010  gehört sie dem Vorstand des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF) der Universität Münster an. Außerdem ist sie Mitglied des International Panels of Experts for Gifted Education (IPEGE), einem hochrangigen internationalen Expertenzirkels zur Begabungsförderung.

Neben zahlreichen universitären Aufgaben engagierte sich die Schulpädagogin von 2007 bis 2011 als Mitglied im Hochschulrat der Universität Osnabrück sowie im Senat. In den vergangenen zwei Jahren vor ihrem Ruhestand übernahm sie die geschäftsführende Leitung des Instituts für Erziehungswissenschaft.

Claudia Solzbacher ist eine gefragte Beraterin zahlreicher Stiftungen sowie Ministerien und Landesinstitute bundesweit. Von 2012 bis 2016 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Hochschulverbandes.
Beim Festakt dankte ihr der geschäftsführende Leiter des Instituts für Erziehungswissenschaft, Prof. Dr. Christian Reintjes, für ihr jahrzehntelanges Engagement und überreichte ihr als Zeichen der Wertschätzung aller Beteiligter eine Festschrift  mit dem Titel: „Begabungsförderung und Professionalisierung. Befunde, Perspektiven und Herausforderungen“. Reintjes betonte: „In diesem Herausgeberband haben Autorinnen und Autoren mit sehr unterschiedlichen pädagogischen Perspektiven dazu beigetragen, den Diskurs über Begabungsförderung zu systematisieren und zu vertiefen. Einen Diskurs, den Du mit deinen Arbeiten und deinem interdisziplinären Netzwerk fortwährend mitgeprägt und grundlegend bereichert hast.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christian Reintjes, Universität Osnabrück,
Geschäftsführender Leiter des Instituts für Erziehungswissenschaft
Heger Tor Wall 9, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4551
E-Mail: christian.reintjes@uni-osnabrueck.de

 

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news-8469.atom Hollenberg als Osnabrücker Stadtbaumeister - 42. Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft an der Universität Osnabrück 2019-07-04T09:25:54+02:00 2019-07-04T09:24:02+02:00 OSNABRÜCK.- Die 42. Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft e.V. findet auf Einladung der Justus-Möser Gesellschaft vom 5. bis 7. Juli im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück (Alte Münze 16) statt. Kooperationspartner ist das Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück. Gäste sind willkommen. Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Professor an der Göttinger Georg-August-Universität, hatte sich im Auftrag des englisch-hannöverschen Königs Georg III. 1772/1773 mehrere Monate zur Bestimmung der „geographischen Lage der Stadt Osnabrück“ in Osnabrück aufgehalten und hier unter anderem Justus Möser kennengelernt, der von dieser Vermessung im „Osnabrücker Intelligenzblatt“ berichtete.

Die Beziehungen Lichtenbergs zu Osnabrück sind noch vielfältiger. Georg Heinrich Hollenberg (1752-1831) arbeitete nach seinem Studium in Göttingen bei Lichtenberg für die Osnabrücker Regierung als Landbauverwalter und Oberlandbaumeister. Hollenberg hat mit der klassizistischen Fassade der ,,Hirschapotheke“ am Nicolaiort in der Innenstadt ein bis heute bekanntes Zeugnis seiner Arbeit hinterlassen.

Über sein Wirken als Osnabrücker Stadtbaumeister hält der Historiker und Schriftsteller Dr. Winfried Siebers (Potsdam) im Rahmen der Jahrestagung am Sonntag, 7. Juli, um 10 Uhr einen Vortrag mit dem Titel: „Wenn euch der Himmel nicht aus diesen Steinen (Hollenberg und seines gleichen) Mathematiker erweckt, so bekommen wir keine.“ – Der Landbauverwalter Hollenberg zu Osnabrück.“. Alle Interessierten sind zu diesem und allen anderen Vorträgen der Tagung herzlich willkommen.

Das Programm der Jahrestagung ist auf der Internetseite der Lichtenberg-Gesellschaft abrufbar: https://www.lichtenberg-gesellschaft.de/pdf/Programm%202019.pdf

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Lichtenberg-Gesellschaft e.V.
Sekretariat: Klaus Hübner
Gartenstr. 1, 37073 Göttingen
Tel: 0551 4886542
info@lichtenberg-gesellschaft.de
www.lichtenberg-gesellschaft.de

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news-8467.atom Deutsch-japanischer Wissenschaftsdiskurs - apl. Prof. Carmen Schmidt übernimmt Präsidentenamt der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Sozialwissenschaften Utz Lederbogen 2019-07-03T16:55:01+02:00 2019-07-03T15:52:00+02:00 Auf der 15. Jahrestagung der German-Japanese Society for Social Sciences (GJSSS) in Hamburg wurde die Sprecherin der Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück, apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, zur Präsidentin der GJSSS gewählt. Die Geschäftsstelle wird nunmehr an die Universität Osnabrück verlegt. Schmidt übernimmt das Amt von der langjährigen Präsidentin Prof. Dr. Gisela Trommsdorrf (Universität Konstanz). Die GJSSS wurde im Jahre 1989 in Tokyo gegründet und umfasst distinguierte Wissenschaftler aus Deutschland und Japan und ist damit die einzige ihrer Art in Deutschland.

Die Amtsübergabe erfolgte im Zuge der Feierlichkeiten zum 30jährigen Bestehen der Gesellschaft, die mit einem Symposium zum Thema „Die digitale Herausforderung in Deutschland und Japan im Vergleich: Möglichkeiten, Risiken und digitale Kooperation“ begangen wurde.

Zum Abschluss des Symposiums lud die japanische Generalkonsulin zu Hamburg, Kikuchi Katô, zu einer Feier in ihre Residenz.

Weitere Informationen für die Medien:
apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, Universität Osnabrück
Forschungsstelle Japan
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4623
E-Mail: carmen.schmidt@uni-osnabrueck.de

 

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news-8465.atom Zum dritten Mal in Folge - Osnabrücker Jurastudierende wieder im Landesvergleich vorn Utz Lederbogen 2019-07-02T12:32:41+02:00 2019-07-02T12:29:49+02:00 OSNABRÜCK.- Die Jurastudentinnen und Jurastudenten der Universität Osnabrück schneiden bei den landesweit geschriebenen Klausuren des Juraexamens zum dritten Mal in Folge am besten ab. Dies zeigt die jetzt veröffentlichte Statistik für das Jahr 2018. Die Daten des niedersächsischen Justizprüfungsamts Celle erlauben einen objektiven Leistungsvergleich zwischen den drei niedersächsischen Jurafakultäten in Osnabrück, Hannover und Göttingen. Alle Examenskandidaten schreiben an denselben Tagen dieselben Klausuren. Diese in 2018 insgesamt über 5000 Klausuren wurden anonymisiert unter einer Kennziffer von zahlreichen Prüfern im ganzen Land durchgesehen.

„Die Prüfer wissen nicht, an welchem Standort die Klausuren geschrieben wurden“, erklärt der Osnabrücker Dekan Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke. „Daher können wir sicher sein, dass unsere Studierenden am besten auf das Examen vorbereitet sind.“

Nicht nur der Durchschnitt der Klausurergebnisse, sondern auch die Zahl der Spitzennoten der Osnabrücker liegt signifikant höher. Besonders auffällig ist auch die bessere Erfolgsquote im Examen. Fast 78 Prozent der Examenskandidatinnen und -kandidaten aus Osnabrück haben 2018 das erste juristische Staatsexamen bestanden, in Göttingen waren es 74Prozent, in Hannover knapp 70 Prozent.

„Als kleinste der drei Fakultäten können wir die besten Studien- und Lernbedingungen schaffen, stellen aber auch hohe Ansprüche an unsere Studierenden“ sagt der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Schulte-Nölke dazu. „Einen Beitrag leistet sicher auch unser besonders Angebot in den Bereichen Wirtschaft, Europa und Sprachen, das wir gerade auf den Feldern Digitalisierung und Legal Tech enorm ausbauen“, so der Dekan.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institue (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4902
E-Mail: schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

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news-8464.atom Hochdimensionales Sampling und reelle Mathematik – Uni Osnabrück: Antrittsvorlesungen von Prof. Dr. Michael Gnewuch und Prof. Dr. Markus Spitzweck 2019-07-02T09:57:11+02:00 2019-07-02T09:50:35+02:00 Am Mittwoch, 3. Juli, halten Dr. Michael Gnewuch, Professor für Angewandte Analysis und Dr. Markus Spitzweck, Professor für Topologie und Geometrie, ihre Antrittsvorlesungen an der Universität Osnabrück. Gnewuch spricht zum Thema „Hochdimensionales Sampling: Struktur vs. Zufall“. Der Beitrag von Spitzweck steht unter dem Titel „Real Mathematics“. Die Vorträge beginnen ab 16 Uhr in der Albrechtstraße 28a im Raum 69/125. Prof. Dr. Michael Gnewuch hat Mathematik und Physik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) studiert, dort 2002 im Fachgebiet Harmonische Analysis promoviert und 2009 in Angewandter Mathematik habilitiert. Bis September 2018 war er am Institut für Informatik und am Mathematischen Seminar der CAU tätig, unterbrochen von mehreren längeren Forschungs- und Lehrtätigkeiten an der Universität Genua, der Chalmers Universität Göteborg, dem Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig, der Columbia University in New York, der University of New South Wales in Sydney und der TU Kaiserslautern. Seit Oktober 2018 lehrt und forscht er am Institut für Mathematik der Universität Osnabrück und wurde im Dezember vergangenen Jahres zum Professor für Angewandte Analysis ernannt.

In seinem Vortrag wird es um hochdimensionales Sampling gehen. Viele hochdimensionale Integrale lassen sich meist nicht analytisch berechnen, sondern nur numerisch approximieren. Die Frage ist: An welchen Punkten sollten die Wissenschaftler den Integranden auswerten („samplen"), um eine möglichst gute Annäherung zu erhalten?

Prof. Dr. Markus Spitzweck studierte Mathematik an der Universität Bonn und hat dort 2003 in Mathematik promoviert. Nach längeren Forschungs- und Lehrtätigkeiten an den Universitäten Göttingen, Regensburg und Oslo erhielt er 2012 eine Juniorprofessor an der Universität Osnabrück. Seit Oktober 2018 ist er Professor für Topologie und Geometrie am Institut für Mathematik.

Sein Vortrag behandelt das Thema „reelle Mathematik“. Das Ziel ist es, die sogenannte hermitesche K-Theorie in einem homotopischen Kontext einzuführen und zu studieren.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Michael Gnewuch
Institut für Mathematik
Albrechtstr. 28a, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 3516
michael.gnewuch@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Markus Spitzweck
Institut für Mathematik
Albrechtstr. 28a, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2555
markus.spitzweck@uni-osnabrueck.de

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news-8460.atom Spannend und lebendig lehren - Universität Osnabrück verleiht Hans Mühlenhoff-Preise für gute akademische Lehre Oliver Schmidt 2019-06-28T11:34:13+02:00 2019-06-28T09:55:57+02:00 Ihre Lehrveranstaltungen an der Uni Osnabrück sind lebendig, abwechselungsreich und sehr spannend: Für ihr großes Engagement in der akademischen Lehre wurde Prof. Dr. Martina Juhnke-Kubitzke aus dem Institut für Mathematik am Donnerstag, 27. Juni, mit dem Hans Mühlenhoff-Preis für gute akademische Lehre ausgezeichnet. Der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobte Hans Mühlenhoff-Nachwuchspreis ging an Dr. Frank Wolff aus dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS). Ihre Lehrveranstaltungen an der Uni Osnabrück sind lebendig, abwechselungsreich und ja: auch sehr spannend: Für ihr großes Engagement in der akademischen Lehre wurde Prof. Dr. Martina Juhnke-Kubitzke aus dem Institut für Mathematik am Donnerstagabend (27. Juni) mit dem Hans Mühlenhoff-Preis für gute akademische Lehre ausgezeichnet. Der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobte Hans Mühlenhoff-Nachwuchspreis ging an Dr. Frank Wolff aus dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS).

Mit der Auslobung der Preise wollen Universität und Mühlenhoff-Stiftung die Bedeutung guter akademischer Lehre für zügige Studienverläufe und qualitativ hochwertige Abschlüsse unterstreichen. In diesem Jahr wurde neben dem Preis für gute akademische Lehre ein Nachwuchspreis für gute akademische Lehre ausgeschrieben, um Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu fördern. Vorgeschlagen wurden die Nominierten von Studierenden. Im Mittelpunkt standen dabei unterschiedliche Kriterien, wie die Strukturierung der Lehrveranstaltungen, die Darstellung der Lerninhalte oder die Betreuungskompetenz.

Prof. Juhnke-Kubitzke studierte bis 2006 an der Philipps-Universität Marburg/Lahn. Danach forschte und lehrte sie an den Universitäten in Reykjavik, Wien und Frankfurt am Main. Nachdem sie von April 2015 bis  September 2018 als Juniorprofessorin an der Universität Osnabrück tätig war, ist sie seit Oktober 2018 Professorin für Algebra und Diskrete Mathematik am Institut für Mathematik. Die Studierenden schätzen an ihr vor allem ihre freundliche und offene Art. „Sie motiviert in Vorlesungen die Studierenden zur aktiven Teilnahme bei der Erarbeitung der Themen und weckt auch das Interesse für diese Themen. Sie gestaltet ihre Vorlesungen inklusive Tafelbilder und Skripte prägnant und ist dazu in der Lage, in kurzer Zeit viele Inhalte verständlich zu erklären. Dabei ragt besonders die Struktur ihrer Erläuterungen komplizierter Beweise heraus“, berichten die Studierenden aus der Arbeitsgruppe Algebra und Diskrete Mathematik, die sie für den Preis nominiert haben.

Dr. Frank Wolff studierte osteuropäische Geschichte, Anglistik, Germanistik und mittleren und neueren Geschichte an der Universität zu Köln und wurde 2011 als Promotionsstipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung an der Bielefeld Graduate School of History and Sociology der Universität Bielefeld mit summa cum laude promoviert. Zum Wintersemester 2011 kam Frank Wolff an das IMIS der Universität Osnabrück. Seine Studierenden aus dem Fach Geschichte haben ihn aus mehreren Gründen für den Preis nominiert: „Die gelungene Vermittlung von Theorien und ideengeschichtlichen Ansätzen ist eine Stärke seiner Lehrveranstaltungen. Trotz abstrakter und komplexer Themen sind seine Seminare durch eine aktive Beteiligung der Studierenden geprägt, wobei es ihm durchgängig gelingt, anregende Diskussionen zu initiieren und zu moderieren. Dabei geht er flexibel auf Fragen und Wünsche der Teilnehmenden ein und berücksichtigt diese im Veranstaltungsaufbau.“

Für den Preis für gute akademische Lehre vorgeschlagen und mit einer Urkunde geehrt wurden: Prof. Dr. Alexander De Juan (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Ahmet Derecik (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Prof. Dr. Hedwig Gasteiger (Fachbereich Mathematik/Informatik), Prof. Dr. Robert Gillenkirch (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften), Prof. Dr. Bernd Hartmann (Fachbereich Rechtswissenschaften), Porf. Dr. Martin Jung (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Prof. Dr. Georg Steins (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften) und Prof. Dr. Joachim Wollschläger (Fachbereich Physik).

Vorgeschlagen und mit einer Urkunde geehrt für den Hans Mühlenhoff-Nachwuchspreis wurden: Devrim Celik (Fachbereich Humanwissenschaften), Alena Droit (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften), Dr. Birgit Hegewald (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Silke Lange (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Lorena Menze (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Juniorprof. Dr. Alexander Salle (Fachbereich Mathematik/Informatik), Dr. Flora Sonsmann (Fachbereich Humanwissenschaften), Dr. Meike Strunk (Fachbereich Humanwissenschaften), Kathi Vanessa Thönes (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften, Dr. Marcel Veber (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Friederike von Behren (Fachbereich Kultur- Sozialwissenschaften, Dr. Monika Wesner (Fachbereich Physik), Alexandra Wilker (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften), Dr. Jessica Wißmann (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stellvertr. Pressesprecher
Stabsstelle für Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4516 oder 4370
E-Mail: pressestelle@uni-osnabrueck.de

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news-8457.atom „Die digitale Herausforderung in Deutschland und Japan im Vergleich“: Uni Osnabrück beteiligte sich an Symposium 2019-06-27T13:18:33+02:00 2019-06-27T13:16:23+02:00 Wie geht Deutschland und wie Japan mit der digitalen Herausforderung um? Die Frage stand am 18. und 19. Juni im Mittelpunkt eines Symposiums an der Universität Hamburg. Veranstaltet wurde es von der Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück und der German-Japanese Society for Social Sciences (GJSSS) in Kooperation mit dem Japanischen Generalkonsulat Hamburg, der Universität Hamburg und dem German Institute for Global Area Studies (GIGA) Hamburg. Die Digitalisierung stellt die internationale Gemeinschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor neue Herausforderungen mit großen Chancen und grenzübergreifenden Risiken. Um die damit verbundenen Probleme wie Sicherheit, Wirtschaft, Umwelt, Terrorismus, Organisierte Kriminalität und Migration zu lösen, ist ein enges Zusammenwirken aller beteiligten Länder erforderlich. Eine besondere Rolle kommt hierbei der deutsch-japanischen Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung zu. 

Während Deutschland auf „Industrie 4.0“ setzt, will Japan die Entwicklung der super-smarten Gesellschaft „Society 5.0“ vorantreiben, um Probleme wie etwa die Überalterung der Gesellschaft zu lösen. Eine weitere Herausforderung ist die Verankerung von moralischen, ethischen und wirtschaftlichen Aspekten der Digitalisierung in der Gesellschaft. Im Rahmen des Symposiums „Die digitale Herausforderung in Deutschland und Japan im Vergleich: Möglichkeiten, Risiken und digitale Kooperation“ wurden diese Fragen von Referenten verschiedener Fachbereiche aus Deutschland und Japan thematisiert. „Das Symposium hat gezeigt“, so die Sprecherin der Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück, apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, „wie wichtig es ist, das Thema Digitalisierung nicht nur aus einer interdisziplinären, sondern auch einer vergleichenden Perspektive zu betrachten.“ Während Japan mit seinem Konzept der Society 5.0 die Digitalisierung der Gesellschaft in einem sehr raschen Tempo vorantreibe, werden in Deutschland überwiegend die Risiken und Möglichkeiten der Regulierung thematisiert. „Die vergleichende Betrachtung der beiden Länder nimmt somit die Chancen und Risiken gleichermaßen in den Blick und ergänzt sich daher ideal. Die finanzielle Unterstützung des Symposiums durch das Japanische Generalkonsulat in Hamburg unterstreicht die hohe Bedeutung, die Japan der deutsch-japanischen Kooperation beim Thema Digitalisierung beimisst.“

Weitere Informationen für die Medien:
apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, Universität Osnabrück
Forschungsstelle Japan
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4623
carmen.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8453.atom Ausgezeichnete Kunsttalente: Piepenbrock Kunstförderpreis verliehen 2019-06-28T09:50:06+02:00 2019-06-26T15:06:55+02:00 Seit vielen Jahren ist der Piepenbrock Kunstförderpreis eine renommierte und begehrte Auszeichnung für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Der mit insgesamt 6.000 Euro (jeweils 2.000 Euro pro Auszeichnung) dotierte Förderpreis wurde am Mittwochabend (26. Juni) im Osnabrücker Schloss zum 25. Mal an Studierende des Faches Kunst der Universität Osnabrück vergeben.  Die Auszeichnung der Piepenbrock Unternehmensgruppe ging an Saskia Averdiek für ihre Arbeit „Polarität 1-16“ im Bereich Malerei. Dabei stellt die Künstlerin den Entstehungsprozess ihrer linearen Malereien in den Mittelpunkt und möchte die Betrachterinnen und Betrachter in diesen Prozess miteinbeziehen. Eine weitere Auszeichnung erhielt Azim F. Becker, ebenfalls im Bereich Malerei, für seine Arbeit „o. T.“, In seinem Werk schlägt Becker eine Brücke zwischen Ausstellungsraum und Straßenkunst. Dabei werden Themen wie Überwachung aber auch Perversität aufgearbeitet. Prämiert wurden weiterhin die Arbeiten von Nicole Widner im Bereich Bildhauerei. Sie hat unter dem Titel „Liaison“ durch das Aufkochen von Zucker und der Zugabe weiterer organischer Materialen eindrucksvolle Skulpturen in einer einzigartigen Form geschaffen. Durch das Erstarren erscheint der Prozess der Gestaltwerdung aufgehoben und die Zeit gleichsam eingefangen. Insgesamt 36 Arbeiten wurden für den Kunstförderpreis nominiert.

Maria-Theresia Piepenbrock übergab die Preise persönlich. Anschließend eröffnete sie in den Räumen des Faches Kunst (Seminarstrasse 33) eine Ausstellung, die alle nominierten Arbeiten aus den Bereichen Druckgrafik, Malerei, Mediendesign und Zeitbasierte Kunst präsentiert. 

„Der Piepenbrock Kunstförderpreis stellt eine nachhaltige Investition in die Zukunft der Studierenden dar“, erklärte Stifterin Maria-Theresia Piepenbrock während der Preisverleihungszeremonie. „Mit ihren Werken gestalten die jungen Künstlerinnen und Künstler unsere Gesellschaft aktiv mit und bereichern die Kunst- und Kulturlandschaft in der Region Osnabrück. Die Ausstellung der nominierten Arbeiten liefert einen beeindruckenden Einblick sowohl in die unterschiedlichen Positionen und Arbeitsweisen der Studierenden als auch in die umfangreiche künstlerische Ausbildung an der Universität Osnabrück.“

Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke dankte Maria-Theresia Piepenbrock für ihr Engagement und ihren langjährigen „persönlichen Einsatz“. „Der Preis hat über viele Jahre hinweg junge Studierende beflügelt und die besonderen Leistungen im Fach Kunst für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht“, so Prof. Lücke.

Eine fachkundige Jury hatte die Arbeiten der Studierenden am Freitagvormittag begutachtet. Dem Gremium gehörten neben Maria-Theresia Piepenbrock Prof. Dr. Klaus Dierßen (Fachgebiet Fotografie, Universität Hildesheim), Prof. Thomas Rentmeister (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Freier Künstler, Berlin) und Prof. Dr. Wolfgang Lücke (Präsident der Universität Osnabrück) an.

Die Ausstellung ist von Mittwoch, 26. Juni bis Sonntag, 30. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr im Uni-Gebäude an der Seminarstraße 33 zu sehen. Führungen sind nach telefonischer Anmeldung (Tel. 0541 969-4225) möglich. Nähere Informationen zum Rahmenprogramm unter www.pkfp.uos.de

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Bettina Bruder, Universität Osnabrück
Fachgebiet Kunst
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4225
kunst@uni-osnabrueck.de

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news-8448.atom International vernetzt – International Office repräsentiert Universität Osnabrück auf weltgrößter Bildungsmesse 2019-06-25T11:20:17+02:00 2019-06-25T11:04:46+02:00 Vom 26. Mai bis zum 31. Mai 2019 fand in Washington, D.C. (USA) die jährlich veranstaltete Konferenz der NAFSA: Association of International Educators statt, bei der die Universität Osnabrück durch das International Office vertreten wurde. Die Veranstaltung, welche jedes Jahr in einer anderen Stadt der USA organisiert wird, stand diesmal unter dem Motto "Global Leadership, Learning, and Change." Als weltweit wichtigste und mit Abstand größte Fachmesse im Bereich „International Education“ bietet die Netzwerkveranstaltung ein einmaliges Forum, um internationale Hochschulpartnerschaften im persönlichen Gespräch mit Partnern aus aller Welt zu initialisieren und weiterzuentwickeln. Der Stellenwert der NAFSA äußert sich regelmäßig auch in der hochkarätigen Besetzung ihrer Eröffnungsveranstaltung. So konnten in diesem Jahr unter anderem Dr. Madeleine K. Albright und General Colin L. Powell als Auftaktredner gewonnen werden. Im Gespräch mit den beiden ehemaligen Secretaries of State wurde die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Forschungs- und Bildungsbereich betont.

Wichtige Bekenntnisse in politisch turbulenten Zeiten, wie Dr. Stephanie Schröder, Leiterin des International Office der Universität Osnabrück, betont: „Gerade in Zeiten des Brexit und der Entfremdung zwischen USA und Europa/Deutschland ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben und neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Auch in diesem Jahr ist es uns gelungen, unsere Hochschulpartnerschaften zu vertiefen, neue Netzwerke zu schaffen und die internationale Sichtbarkeit der UOS weiter auf internationalem Parkett zu verankern.“

So war die Universität Osnabrück auch Teil der großangelegten „Wunderbar together: Germany and the U.S.“-Initiative, die das Auswärtige Amt gemeinsam mit dem Goethe-Institut und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) im Rahmen des Deutschlandjahrs von Oktober 2018 bis Ende 2019 ausrichtet. Auch an zahlreichen Aktivitäten des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) wie dem German Participants‘ Morning, auf dem der Direktor des DAAD-Büros in New York, Benedikt Brisch, aktuelle Trends im amerikanischen Bildungssystem darstellte, oder auch dem Empfang der deutschen Universitäten war die UOS aktiv beteiligt und konnte so Werbung für den Studien- und Forschungsstandort Deutschland bzw. Osnabrück machen.

Vertreterinnen und Vertreter aus über 140 Ländern nahmen dieses Jahr an der NAFSA-Konferenz teil. Zu den knapp 11.000 Teilnehmern gehörte auch Malte Paolo Benjamins, Manager International Student Services im International Office. Auf den Erfolg der Veranstaltung für die Universität Osnabrück angesprochen resümiert Benjamins: „Die NAFSA stellt schon seit vielen Jahren eine große Chance für die Universität Osnabrück dar, sich innerhalb kürzester Zeit international zu positionieren, global zu vernetzen und der Universität ein weltoffenes Gesicht zu geben. Auch im nächsten Jahr, wenn die Konferenz in St. Louis, Missouri, stattfinden wird, werden wir die Gelegenheit nutzen um die UOS weiter international zu positionieren und aktuelle Trends der Hochschulinternationalisierung aufspüren.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Malte Paolo Benjamins M.Sc., Universität Osnabrück
International Office
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4972
malte.paolo.benjamins@uni-osnabrueck.de

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news-8446.atom Niederdeutsch als geförderte Regionalsprache – Letzter Vortrag des Linguistischen Kolloquiums am 27. Juni 2019-06-25T09:51:59+02:00 2019-06-25T09:50:33+02:00 Am Donnerstag, 27. Juni, findet der letzte Vortrag der Reihe „Die Mehrheit der Sprachen – Minderheitensprachen im Fokus“ des Linguistischen Kolloquiums statt, welches vom Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück veranstaltet wird. Robert Langhanke von der Universität Flensburg wird dabei über die Entwicklung der niederdeutschen (plattdeutschen) Mundarten berichten. Der Vortrag findet im Schlosshauptgebäude, Neuer Graben 29 (Raum 11/213), ab 18:15 Uhr statt. Für das Niederdeutsche gelten in der Gegenwart mehrere Wirklichkeiten. Der Gebrauch der niederdeutschen (plattdeutschen) Mundarten geht seit vier bis fünf Jahrzehnten rapide zurück, nachdem ein langfristiger Sprachwechselprozess in der Mündlichkeit spätestens im 19. Jahrhundert ansetzte. Die verbliebenen Mundarten des Niederdeutschen sind durch umfassenden Sprachwandel, ausgelöst durch hochdeutschen Sprachkontakt, und Domänenverlust geprägt. Parallel existieren ein traditionsreicher niederdeutscher Kulturbetrieb und eine sprachpolitisch gestützte Sprachförderkulisse, die das Niederdeutsche als ausbaufähige Kultur-, Bildungs- und Alltagssprache rekonstruieren. Die verbliebene Wahrheit des Niederdeutschen liegt in der Mitte jener Entwicklungen, die in Teilbereichen in einer antiproportionalen Beziehung zueinander stehen. „In der Gegenwart ist die historische Erstsprache Norddeutschlands zur institutionell vermittelten Fremdsprache geworden. Eine Erklärung finden diese Prozesse in der wechselhaften niederdeutschen Sprachgeschichte. Darum wird es in dem Vortrag am Donnerstag gehen“, sagt Karsten Schmidt vom Institut für Germanistik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Ina Lehmkuhle M.A., Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4119
ina.lehmkuhle@uos.de

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news-8444.atom „Frieden braucht ein Update“ - Projekt „Osnabrücker Friedenssong“ geht am Samstag, 29. Juni, in die nächste Runde Utz Lederbogen 2019-06-21T12:06:11+02:00 2019-06-21T11:30:00+02:00 OSNABRÜCK.- Nach der erfolgreichen Uraufführung des Osnabrücker Friedenssongs im Dezember 2018 wird er im Rahmen eines gemeinsamen Friedenskonzertes mit dem Universitätschor am Samstag, 29. Juni, um 20 Uhr in der Aula des Osnabrücker Schlosses erneut aufgeführt. Tickets können unter https://tickets.uni-osnabrueck.de/events/frieden/ reserviert werden; der Eintritt ist frei. Rund 160 junge und ältere Mitwirkende haben ihre verschiedenen Gedanken und Gefühle zum Thema „Frieden“ zu Liedstrophen und Raps verarbeitet. Zu diesen Texten komponierten Studierende des Lehramts Musikpädagogik unter Leitung von Prof. Dorothee Barth die Musik und studierten den Song im Anschluss gemeinsam ein. „Die Frage, was eigentlich Frieden ist, ist eine alte, die immer neu gestellt werden muss“, so Joachim Siegel, der Leiter des Universitätschores . „Das zeigen auch die Stücke der Opernchorliteratur, die der Universitätschor auf einer Spurensuche zusammengetragen hat und auf diesem Friedenskonzert präsentieren wird: Die Spanne reicht von Mozart über Verdi bis zur Gegenwart.“

Um auch in Zukunft immer ein „Friedens-Update“ des Songs zu ermöglichen, wird der Friedenssong nach der Aufführung allen Menschen in der Stadt zur Verfügung gestellt. Die vollständige Aufnahme, aber auch Playbackversionen der einzelnen Teile stehen in Kürze zum Download auf der Homepage der Universität Osnabrück bereit. So können weitere Chöre, Schulklassen und alle Menschen, die daran interessiert sind, den Song mit eigenen Strophen ergänzen, singen, musizieren und aufführen.

„Auf Traditionen alleine darf man sich nicht ausruhen. Es ist wichtig, immer wieder neu darüber nachzudenken, was Frieden für jeden einzelnen von uns bedeutet - im privaten wie auch im politischen", meint die Studentin, Komponistin und Sängerin Feelia Küster.

Beteiligt sind an diesem Projekt eine Kindergruppe aus dem Hort am Rosenplatz, eine siebte Klasse des Graf Stauffenberg-Gymnasiums Osnabrück, eine sechste Klasse der Möser-Realschule Osnabrück, eine Sprachlernklasse mit geflüchteten Jugendlichen an der Hauptschule Innenstadt, der Chor der evangelischen Studierendengemeinde Osnabrück (KEHS Gospel), die Bajazzos (ein Männerchor in der Stiftung Bahnsozialwerk), Yellow (ein Frauenchor), der Universitätschor sowie ein Instrumentalensemble von Lehramtsstudierenden der Universität Osnabrück.

Das Projekt wird von der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung finanziell unterstützt.

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Dorothee Barth, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4249
E-Mail: dorothee.barth@uni-osnabrueck.de

 

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news-8441.atom Studierende der Universität erarbeiten ein Kurzfilmprogramm für das 34. Unabhängige FilmFest Osnabrück 2019-06-20T13:42:52+02:00 2019-06-20T13:41:22+02:00 Der Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück setzt die im Vorjahr begonnene Kooperation mit dem Unabhängigen FilmFest Osnabrück im aktuellen Sommersemester fort. Betreut durch den Lehrbeauftragten Dr. Harald Keller, erarbeiten Studierende im Rahmen des Moduls „Professionalisierung“ für die diesjährige Ausgabe des Festivals ein abendfüllendes Programm mit studentischen Kurzfilmen.  Ein gesondertes, ebenfalls mit Studierenden besetztes Gremium wird an einen Beitrag dieser Auslese den vom Studentenwerk Osnabrück gestifteten, mit 1.500 Euro dotierten Kurzfilmpreis des Unabhängigen FilmFest Osnabrück vergeben.

Mexiko, Litauen, Georgien, Peru, Südkorea, Iran – wenn sich die Studierenden des Seminars „Filmprogramme in Theorie und Praxis“ zu ihren Sichtungsterminen treffen, wird Interkulturalität zur Selbstverständlichkeit. Das Unabhängige FilmFest Osnabrück erhält Einreichungen aus aller Welt. Die Filme legen Zeugnis ab darüber, was Studierende in den Herkunftsländern beschäftigt, welche Themen ihnen wichtig sind. Viele Filme erweisen sich als zeitkritische Interventionen. Die Formen und Stilmittel sind vielfältig. Der Nachwuchs erprobt sich an bekannten Genres und wagt Neues. Auch experimentelle Arbeiten sind vertreten.

Im Seminar werden weit über hundert Filme gesichtet. Am Ende wartet die Aufgabe, auf demokratischem Wege ein Programm von zirka neunzig Minuten Länge zu entwerfen. Die Studierenden bringen ihre eigenen medialen und kulturellen Erfahrungen ein, erarbeiten gemeinsam Kriterien für die Auswahl und werden am Ende selbst zu Mittlern, wenn es gilt, die Qualitäten der nominierten Filme in kurzen Katalogtexten zu erfassen.

Julia Scheck, Leiterin des Unabhängigen FilmFests Osnabrück, begleitet das Seminar in beratender Funktion. Sie zeigt sich mit dem Ergebnis des Vorjahres sehr zufrieden: „Alle ausgewählten Filme erfüllten das Kriterium der Festivalqualität. Das Programm insgesamt gab einen repräsentativen Einblick in das studentische Filmschaffen des Auswertungsjahres. Auch die Filmemacherinnen und Filmemacher, die zur Aufführung des Programms gekommen waren, äußerten sich durchweg sehr positiv.“

In diesem Jahr gehört die Anglistikstudentin Nathalie Henze zur Seminargruppe: „Ich dachte mir, mehr über Film und Filmproduktion zu lernen, könne nicht schaden. Mit einem geschärften Blick für die Ästhetik eines Filmes sowie die darin verborgene Metaebene ist plötzlich ein Film nicht nur einfach eine Story, sondern viel mehr. Toll finde ich den Einblick in die Vielseitigkeit der verschiedenen Kurzfilme, egal ob experimentell oder animiert und aus unterschiedlichen Herkunftsländern, alles Mögliche ist dabei.“

Angelino Wagner, Student der Fächer Germanistik und Soziologie, hebt die Möglichkeit hervor, im Kreis der Kommilitoninnen und Kommilitonen „Meinungen auszutauschen und dabei in eine Sphäre einzutauchen, die spannend, fordernd und zugleich lehrreich ist. Die Erfahrungen werden gepaart mit der Verantwortung, einen Filmblock eines renommierten Film-Festivals zu gestalten. Eine Aufgabe, die Spaß macht. Es wird ein tolles Erlebnis sein, den Festivalbesuchenden die Quintessenz beim Unabhängigen FilmFest Osnabrück zu zeigen.“

In diesem Jahr wird das Unabhängige FilmFest Osnabrück vom 16. bis 20. Oktober stattfinden. Spielstätten sind das Cinema Arthouse, die Filmpassage, das Filmtheater Hasetor, das Haus der Jugend und als zentrales Festivalkino die Lagerhalle. Weitere Informationen unter filmfest-osnabrueck.de.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
 

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news-8439.atom Anpassen an die Klimaveränderungen: Uni Osnabrück untersucht Logistikbranche mit Kooperationspartnern 2019-06-20T14:57:28+02:00 2019-06-20T09:09:45+02:00 Der Klimawandel stellt auch die Logistikbranche vor Herausforderungen. So können beispielsweise Autobahnen, die durch Starkregen unbefahrbar werden, für die Unternehmen zu einem finanziellen Risiko werden, weil Terminpläne nicht mehr eingehalten werden können. Diese und weitere Folgen untersucht nun ein Projekt, bei dem die Universität Osnabrück mit der Hochschule Osnabrück und dem Landkreis zusammenarbeitet.   In der Universität Osnabrück ist das Projekt integriert in die Profilline Mensch-Umwelt-Netzwerke, eine von sechs Linien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil weiter schärfen möchte. Start von KlimaLogis war zu Beginn des Jahres. Nun wurden auf einer Kick-Off-Veranstaltung das Forschungsthema näher umrissen und die weiteren Planungen skizziert. Dabei hoben mehrere Redner die hohe wirtschaftliche Bedeutung der Logistikbranche für die Region hervor. Umso wichtiger sei es deshalb, sich hier bereits frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen, erklärt Projektmitarbeiter Felix Bücken. „Meistens stehen Maßnahmen zum Klimaschutz im Fokus der Untersuchung, weniger indes die Frage, wie wir mit den Folgen des Klimawandels umgehen können. Deshalb wollen wir untersuchen, inwieweit Anpassungen der Logistikbetriebe an die  Klimaveränderungen nötig werden und wie diese genau aussehen könnten.“

Auf dem ersten Treffen vereinbarten die Projektpartner einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen. So sollen zunächst Workshops mit den jeweiligen Beteiligten durchgeführt werden. “Dabei ist es unser Ziel, sowohl die Perspektive der Privatwirtschaft als auch die Positionen der kommunalen Akteure in den Prozess mit einzubeziehen“, so Maria Khammo von der Hochschule Osnabrück. Aus diesen Treffen heraus sollen dann gemeinsam einzelne Anpassungsmaßnahmen entwickelt werden. Eine herausragende Rolle spielen dabei Best Practice-Lösungen. Untergeordnet werden sie der grundsätzlichen Frage, wie sich durch ein integriertes Landmanagement die Resilienz in der Logistik regional und auch auf unternehmerischer Ebene erhöhen lässt. 

Timo Kluttig vom Landkreis Osnabrück sieht das Projekt auch in einem größeren Zusammenhang: „KlimaLogis fügt sich nahtlos in das Konzept zur Anpassung an die Klimafolgen ein, das wir derzeit im Referat für Strategische Planung erarbeiten. Dabei werden neben der Logistikbranche auch viele andere Handlungsfelder im Hinblick auf ihre Verwundbarkeit durch Klimafolgen untersucht“. Und Felix Bücken betont den einzigartigen Ansatz des Projekts: „Bislang gab es noch keine so umfangreich angelegte Untersuchung, die  sich auf die Klimaanpassung einer speziellen, besonders klimasensiblen Branche, wie der Logistik konzentriert." 

Finanziert wird KlimaLogis über drei Jahre vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
E-Mail: oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
 

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news-8437.atom Vortrag: Mehr materiell als virtuell? Die Miniaturwelt der Auguste Dorothea von Schwarzburg (1666–1751) 2019-06-18T10:32:42+02:00 2019-06-18T10:30:57+02:00 Am Mittwoch, 26. Juni, lädt das Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Uni Osnabrück in seiner Vortragsreihe „Virtuelle Räume in der Frühen Neuzeit“ zum dritten Vortrag im Sommersemester 2019 ein. Dr. Annette C. Cremer wird zum Thema „Mehr materiell als virtuell? Die Miniaturwelt der Auguste Dorothea von Schwarzburg (1666–1751)“ referieren. Der Vortrag findet um 18.15 Uhr im Raum 11/212 im Schlosshauptgebäude der Universität statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Als Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg wurde Auguste mit dem Schwarzburger Grafen Anton Günther II., einem begeisterten Numismatiker, vermählt. Die Ehe blieb kinderlos und das zu regierende Territorium klein und politisch ohne Macht. Dies gab Auguste die Möglichkeit, über sechzig Jahre ihres Lebens gemeinsam mit ihrem Hofstaat die Puppenstadt ‚Mon Plaisir‘ mit über 80 Szenen, mehreren Tausend Objekten und heute noch erhaltenen 400 Figurinen zu konstruieren. Auguste schuf damit ein dreidimensionales Portrait einer mitteldeutschen Residenzstadt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Vor allem jedoch schuf sie einen idealen gedanklichen Ort in ihrer Miniaturwelt, denn ihre eigene Lebensrealität war mitunter völlig verschieden von dem Bild, das sie uns davon hinterlassen hat.

Die Kunsthistorikerin Dr. Annette C. Cremer ist Akademische Rätin am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie forscht unter anderem zur Materiellen Kultur sowie zur Adels- und Geschlechtergeschichte. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4859
ikfn@uni-osnabrueck.de
 

 

 

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news-8435.atom Interkulturelle Soziale Arbeit: Fachtagung des Instituts für Islamische Theologie 2019-06-18T10:15:47+02:00 2019-06-18T10:14:21+02:00 Unter dem Titel „»Interkulturelle« Soziale Arbeit – Eine kritische Auseinandersetzung mit Differenz“ veranstaltet das Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück am Freitag, 28. Juni, im Felix-Nussbaum-Haus eine Fachtagung, die sich vor allem mit den Hindernissen einer erfolgreichen Sozialen Arbeit beschäftigt.  Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung bis zum 26. Juni wird unter fachtagung-sozialearbeit@uos.dewird gebeten.

Die Tagung wird sich kritisch mit dem Ansatz der „interkulturellen Öffnung“ auseinandersetzen und reflektieren, welche Hindernisse einer erfolgreichen, Zugangsbarrieren abbauenden Sozialen Arbeit im Wege stehen. Dazu erläutert Prof. Dr. Anil Bhatti (Professor Emeritus der Jawaharlal Nehru University in New Delhi) seine These des Zeitalters der „Indifferenz gegenüber der Differenz“ und verschiebt den Fokus von „Differenz(en)“ auf das Konzept der „Ähnlichkeit(en)“. Mit praxisnahen Thesen soll dabei darüber diskutiert werden, was diese Annäherung für die Praxis der Sozialen Arbeit bedeuten könnte.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dorothee Bartlakowski, Universität Osnabrück
Institut für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 6368
dorothee.bartlakowski@uni-osnabrueck.de

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news-8433.atom Biologische Spitzenforschung: Uni kooperiert mit israelischen Forschungseinrichtungen 2019-06-18T09:26:06+02:00 2019-06-18T09:24:19+02:00 Im Rahmen des Förderprogramms „Forschungskooperationen Niedersachsen – Israel“ fördern das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung zwei Forschungskooperationen zwischen der Universität Osnabrück und Wissenschaftseinrichtungen in Israel mit insgesamt rund 600.000 Euro. Die Zusammenarbeit stärkt nicht zuletzt die universitäre Profillinie „Integrated Science: Vom Einzelmolekül zum komplexen System“. Mit sechs solcher Linien will die Universität Osnabrück ihr wissenschaftliches Profil schärfen. Bereits seit 1977 unterstützt das Land den wissenschaftlichen Austausch zwischen niedersächsischen und israelischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ziel dabei ist es, die Zusammenarbeit insbesondere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus beiden Ländern anzuregen. Das Programm ist in die drei Fachgruppen „Geistes- und Sozialwissenschaften“, „Bio- und Lebenswissenschaften, Medizin“ sowie „Naturwissenschaften, Mathematik, Ingenieurwissenschaften“ aufgeteilt, die im jährlichen Wechsel gefördert werden. Die geförderten Projekte haben eine Laufzeit von bis zu drei Jahren.

Im ersten Projekt kooperiert der Osnabrücker Biophysiker Prof. Dr. Jacob Piehler mit dem Proteinbiochemiker Prof. Dr. Gideon Schreiber vom israelischen Weizmann Institute of Science. Dabei geht es um sogenannte Typ I Interferone, die Schlüsselfunktionen bei der Aktivierung der angeborenen und adaptiven Immunität gegen Viren, Bakterien und Krebs besitzen. Diese Botenstoffe wurden zwar erfolgreich zur Bekämpfung von komplexen Krankheiten eingesetzt, werden aber durch schwere Nebenwirkungen in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt.

Die Forscher haben bereits zeigen können, dass sie die zellulären Funktionen von Interferonen durch molekularbiologische Veränderungen gezielt anpassen und dadurch auch ihre Nebenwirkungen reduzieren können. Ziel des Kooperationsprojekts ist es, die Wirkung von Interferonen in einem multizellulären, gewebeartigen Kontext zu verstehen. „Wir wollen die Aktivierung der zellulären Abwehr in einem Modellsystem visualisieren, das die biologischen Eigenschaften eines Darmepithels nachbildet“, so Prof. Piehler. Von Osnabrücker Seite kommt hierfür die Lattice Light Sheet Mikroskopie zum Einsatz, um dreidimensionale Bilder mit höchster räumlicher und zeitlicher Auflösung zu generieren. Ein solches Mikroskop wird durch das DFG-Gerätezentrum iBiOs im universitären Forschungsbau CellNanOs, dem Center of Cellular Nanoanalytics Osnabrück, zur Verfügung gestellt. Ein grundlegendes Verständnis dieser Prozessein einem Gewebe wird es ermöglichen, Interferone noch effektiver als Arzneimittel gegen Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose oder Hepatitis C einzusetzen. 

Die zweite Kooperation besteht zwischen dem Osnabrücker Biologen Prof. Dr. Michael Hensel mit Prof. Dr. Guntram Grassl an der Medizinischen Hochschule Hannover und Prof. Dr. Ohad Gal-Mor an der Tel Aviv University. Das Projekt soll neue Wirkstoffe identifizieren, die spezifisch die Virulenzfaktoren pathogenen Bakterien wie Salmonella entericablockieren. 

Die Motivation zu diesem Projekt liegt in der zunehmenden Häufigkeit von Antibiotikaresistenzen bei bakteriellen Infektionserregern gegründet. Die Resistenzentwicklung kann Therapieversagen bedingen und eine Behandlung von lebensbedrohlichen Infektionserkrankungen gefährden. Die Entwicklung neuer Antibiotika ist aufwendig und teuer. Eine Alternative ist die Suche nach Wirkstoffen, die spezifisch in die Funktion von bakteriellen Virulenzfaktoren eingreifen, sogenannte ‚Virulenzblocker‘. Das Risiko der Resistenzentwicklung gegen diese Wirkstoffe sollte wesentlich geringer sein. 

In dem geförderten Projekt sollen Wirkstoffe identifiziert werden, die auf die Zellinvasion und intrazelluläre Vermehrung des darmpathogenen Bakterium Salmonella enterica wirken. Prof. Gal-Mor wird dazu mit einem Hochdurchsatzverfahren eine Sammlung von 90.000 bioaktiven Substanzen nach Virulenzblockern durchsuchen. Die funktionelle Charakterisierung der identifizierten Stoffe erfolgt dann durch die deutschen Gruppen. Dabei wird Prof. Grassl im Labor kultiviertes Darmgewebe (Darm-Organoide) einsetzen, und Prof. Hensel die Effekte der Wirkstoffe auf die Wechselwirkung von Salmonellen und Wirtszellen mittels höchstauflösender Mikroskopietechniken untersuchen. Dabei kommen Mikroskope des DFG-Gerätezentrum iBiOs im universitären Forschungsbau CellNanOs zum Einsatz, die Arbeiten mit lebenden Infektionserregern in entsprechenden Sicherheitslaboren zulassen.  

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
 

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news-8431.atom Uni Osnabrück und Hochschule Osnabrück beteiligen sich an IdeenExpo 2019-06-17T15:41:58+02:00 2019-06-17T15:37:50+02:00 Mit gleich mehreren Exponaten beteiligen sich Universität Osnabrück und Hochschule Osnabrück an der diesjährigen IdeenExpo in Hannover, die noch bis zum 23. Juni zu sehen ist. „Mitmachen, Ausprobieren, Erleben“ ist das Credo der IdeenExpo auf dem Hannoveraner Messegelände. Mit Spaß, Abwechslung, Mitmach-Exponaten, Interaktionen, Live-Experimenten, Bühnenshows und Workshops möchten die Veranstalter Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Dabei beteiligen sich Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Schulen aus dem MINT-Bereich.

Bei dem zentralen, interaktiven Mitmachexponat "UOS Science Ralley" durchlaufen die Schülerinnen und Schüler sechs Mitmach-Stationen zu Themen aus den Fachbereichen Physik, Informatik und Chemie der Universität Osnabrück. Entlang des Parcours sind wissenschaftliche Begleitfragen in einem Quiz zu beantworten. Thematisch beschäftigen sich die Stationen mit dem Thema "Licht und Laser". Für jede korrekt beantworte Quizfrage gibt es einen Lego-Baustein. Richtig zusammengefügt, ergeben diese Bausteine am Ende eine funktionsfähige Miniatur-Laserschutzbrille. Beteiligt sind der Chemiedidaktiker Prof. Dr. Marco Beeken, der Informatikdidaktiker Prof. Dr. Michael Brinkmeier und der Physiker Prof. Dr. Mirco Imlau. Durch diese fächerübergreifende Science-Rallye möchten die drei Wissenschaftler zum einen für die Naturwissenschaften und die Informatik werben, aber zum anderen auch aufzeigen, wie eng die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen miteinander vernetzt sind. "In ihrer Schulzeit erleben die Schülerinnen und Schüler oftmals noch einen Unterricht in relativ eng definierten "Schubladen", in denen die fächerübergreifenden Elemente zu kurz kommen. Wir wollen mit der Ausrichtung dieser Rallye an einem kleinen Beispiel zeigen, wie eine mögliche interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Wissenschaft aussehen kann", erläuterte Beeken.

Die Hochschule Osnabrück ist auf der diesjährigen IdeenExpo mit zwei Exponaten des Fachbereichs Industrial Design vertreten. Eines davon zeigt Sicherheitsdrohnen, die Studierende zwei Semester lang entwickelt haben. Dabei haben sie über neuartige Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Gefahren- und Notsituationen nachgedacht. Anschließend entwickelten Studierende flugfähige Prototype und kosmetische Modelle – dabei verknüpften sie Methoden des technischen und des rechnergestützten Designs miteinander. Entstanden sind Drohnen für die unterschiedlichsten Szenarien: Sie können in Seenot geratene Personen mit Rettungswesten versorgen oder Menschen, die sich beim Bergwandern verletzt haben, Schutz vor Kälte und schlechtem Wetter bieten. Es gibt aber auch Konzepte für Drohnen, die Malariamücken bekämpfen oder Festivalgäste beschützen. Andere Drohnen sorgen dafür, dass sich Einsatz- und Rettungskräfte bei Industrieunfällen weniger in Gefahr begeben müssen. Betreut wurden die studentischen Projekte von Prof. Marian Dziubiel und Diplom-Designer Fabian Stärk.

Das zweite Exponat der Hochschule Osnabrück zeigt eine analog-digitale Prozesskette. Der Ausstattung in den Bereichen Darstellungstechnik, klassischer Modellbau, elektronische Datenverarbeitung und Rapid Prototyping (Verfahren zur schnellen Herstellung von Musterbauteilen) liegt die Idee eines vernetzten Entwurfsprozesses zu Grunde. Diese Prozesskette besteht aus mehreren Entwurfs-, Analyse- und Produktionseinheiten, welche einen Entwicklungsprozess mit extrem vielen Wiederholungen erlauben. Das didaktische Ziel beim Einsatz in der Lehre ist es, die Möglichkeiten zukünftiger Designentwicklungsprozesse zu illustrieren und diese gleichzeitig praktisch anzuwenden. So nutzen die Studierenden in der analog-digitalen Prozesskette klassische Modelle und Prototypen – beispielsweise Pappe, Clay, Schaum –, wie sie Modelle des rechnerunterstützten Konstruierens (CAD) und gedruckte 3D-Modelle verwenden. Taktile und optische 3D-Scanner sowie die Methode des Digital-Sketchings dienen dabei als Brücke zwischen der analogen und der digitalen Welt.

Ebenfalls beteiligt an der IdeenExpo ist das Niedersachsen-Technikum von Universität und Hochschule. Gemeinsam mit dem nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ bietet das Projekt gleich vier spannende MINT-Exponate für Schülerinnen und Schüler an. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ein Coding-Workshop gibt einen Einstieg in die Programmierung; am Wochenende kommt das Thema „MINT“ mit der Impro-Theatergruppe BühnenHelden auf die Bühne.

Das Niedersachsen-Technikum ist ein erfolgreiches Kooperationsprogramm niedersächsischer Hochschulen, Universitäten und Unternehmen. Sein Ziel ist es, Abiturientinnen sowie Fachabiturientinnen für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufe zu gewinnen. Es bietet den Teilnehmerinnen eine intensive Erprobung und Orientierung in MINT-Berufen und -Studiengängen, in denen bisher nur ein geringer Anteil an Frauen studiert. 

Für das Niedersachsen-Technikum 2019/2020, das im September 2019 startet, haben sich bereits frühzeitig zahlreiche junge Frauen in Osnabrück angemeldet. Weitere Interessentinnen für das Programm sind herzlich willkommen. Kontakt: Elke Turner, Niedersachsen-Technikum, Tel. 0541 969-2183, E-Mail: e.turner@hs-osnabrueck.de

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

Lidia Wübbelmann, Hochschule Osnabrück

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik

Albrechtstr. 30, 49076 Osnabrück

Tel: +49 541 969 2237

l.wuebbelmann@hs-osnabrueck.de
 

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news-8428.atom „Die Kinder vom Zirkus Palope“ - Erste deutsche Open-Access-Schulbuchreihe fördert flüssiges Lesen von Anfang an Utz Lederbogen 2019-06-14T19:51:53+02:00 2019-06-14T10:43:00+02:00 Mit einem innovativen Konzept zum Lesen- und Schreibenlernen geht die Schulbuchreihe „Die Kinder vom Zirkus Palope“ zum neuen Schuljahr an den Start. An der Universität Osnabrück sind wichtige Teile des Konzepts entstanden und das E-Learning-Zentrum begleitet nun die digitale Veröffentlichung als „Open Educational Ressource“ (OER), die eine freie Nutzung, Weitergabe und Veränderung der Materialien erlaubt. „Im Kern steht die Idee, dass Kinder von Anfang an flüssig lesen lernen sollen. Sie setzen nicht Wörter aus einzelnen Buchstaben-Lauten zusammen, sondern entdecken Strukturen wie Silben und Betonungsmuster und lernen von Anfang an, dass unsere Schrift klaren Regeln folgt,“ erläutert Dr. Tobias Thelen, stellvertretender Geschäftsführer des Zentrums für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik (virtUOS).

Er selbst arbeitet an dem Konzept mit, seit er 1995 an einem kognitionswissenschaftlichen Studienprojekt mit dem Osnabrücker Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Utz Maas und der Sprachdidaktikerin Prof. Dr. Christa Röber teilgenommen hat: „Wir haben daran mitgewirkt, sprachwissenschaftliche und computerlinguistische Erkenntnisse in ein für Kinder leicht verständliches System zu übertragen. Das hat funktioniert und viele Schulbücher haben seitdem Teile des Ansatzes übernommen, z.B. indem sie Silben einbeziehen. Das geschieht aber nicht konsequent genug, wir wählen einen strukturell ganz anderen Zugang zur Schrift.“

Anfang August erscheinen die ersten Teile einer vollständigen Schulbuchreihe für den Deutschunterricht in der Grundschule, die von Christa Röber und zwei Lehrerinnen nach langer Praxiserprobung verfasst wurde. Auch Karin Winkler, langjährige Lehrbeauftragte im Fach Germanistik und ehemalige Lehrerin, verwendet das Konzept von Anfang und vermittelt es Lehramtsstudierenden der Universität Osnabrück. „Die Besonderheit besteht darin, dass Kinder einen kognitiven Zugang zur Schrift bekommen. Vor allem diejenigen, die Hilfe benötigen, z.B. Kinder nichtdeutscher Familiensprache, profitieren davon“, erläutert die Pädagogin.

Die zweite Besonderheit der Schulbuchreihe ist die digitale Veröffentlichung unter einer freien und offenen OER-Lizenz, die eine kostenlose Nutzung, aber auch die Weitergabe und Veränderung erlaubt. „Auf diese Weise wollen wir dafür sorgen, dass das Konzept bekannt wird und wir die Skepsis der Schulbuchverlage widerlegen können, die das Marktrisiko eines solchen innovativen Konzeptes für zu hoch halten,“ erklärt Thelen.

Eine Einschränkung gibt es allerdings bei der Nutzung: Darauf aufbauendes Material muss wiederum selbst unter der gleichen freien Lizenz stehen. Thelen begründet diese Regelung: „So stellen wir sicher, dass das einmal geteilte Wissen frei nutzbar bleibt – ein Prinzip, das wir seit langem bei der Open-Source-Softwareentwicklung erfolgreich anwenden.“ Die Wirkung dieser neuen Distributionsform für Schulbücher werde virtUOS auch im Rahmen der Profillinie „Digitale Gesellschaft – Innovation – Regulierung“ untersuchen, so Thelen weiter.

„Ein Schulbuch für die Grundschule kann es aber nicht nur digital geben,“ ergänzt Annelene Sudau, OER-Expertin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des virtUOS und berichtet: „Wir haben einen gemeinnützigen Verein gegründet, der gerade per Crowdfunding die Vorfinanzierung gedruckter Exemplare und die weitere professionelle Gestaltung der Materialien sicherstellen will.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Tobias Thelen, Universität Osnabrück
Zentrum für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik
Heger-Tor-Wall 12, 49069 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 6502
E-Mail: tobias.thelen@uni-osnabrueck.de
Projekthomepage: http://zirkus-palope.de

 

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news-8425.atom Digitale Medien im Textilunterricht – Gastvortrag im Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück 2019-06-12T11:22:35+02:00 2019-06-12T11:19:54+02:00 Wie können digitale Medien sinnbringend im Textilunterricht eingebracht werden? Um die Beantwortung dieser Frage wird es am Mittwoch, 19. Juni, im Gastvortrag von Yvonne Röhrich unter dem Titel „Textiles und Digitales – Der Einsatz digitaler Medien im Textilunterricht“ gehen, zu dem das Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück herzlich einlädt. Beginn ist um 18 Uhr in der Seminarstraße 33-34 im Raum 05/217. Kinder und Jugendliche müssen für die digitale Welt fit gemacht werden. Getreu diesem Motto und im Zuge der „Digitaloffensive Schule NRW“ hat die Lehrerin Yvonne Röhrich von der Schillerschule Bottrop mit ihren Schülerinnen und Schülern ein digitales Bilderbuch entwickelt. Als Vorlage diente das Buch „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ von Werner Holzwarth. Die Kinder haben überlegt, welche Tiere der Maulwurf auch noch befragen könnte, haben erforscht, wie der Kot des jeweiligen Tieres aussieht. Dann haben sie sich daran gemacht, das Bild zu ihrem Tier zu malen und einen Text dazu zu schreiben. Die gemalten Bilder wurden fotografiert und mit einer speziellen App hochgeladen, ihre Texte haben die Kindern abgetippt und vertont – fertig war das multimediale Bilderbuch.

In ihrem Vortrag wird Röhrich auf die Erfahrungen innerhalb dieses Projektes eingehen und Vorlagen liefern, wie digitale Medien auch in den Textilunterricht eingebracht werden können.  
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8423.atom Weltflüchtlingstag 2019: Uni lädt zur Information und Diskussion zu globalen und lokalen Trends ein 2019-06-12T11:29:15+02:00 2019-06-12T10:42:56+02:00 Am Donnerstag, 20. Juni, lädt die Universität Osnabrück zu Vorträgen zu globalen, europäischen und lokalen Trends im Kontext Flucht, Asyl und Flüchtlingsschutz ein. Die Veranstaltung findet von 10 bis 14 Uhr in der Seminarstraße 20, Raum 424 und E16, statt. 2001 führten die Vereinten Nationen den Weltflüchtlingstag ein, um jenen Menschen, die ihre Herkunftsorte verlassen müssen, zu gedenken und ihnen Solidarität zu zeigen. Anlässlich des diesjährigen Weltflüchtlingstags am 20. Juni findet eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Flucht, Asyl und Flüchtlingsschutz: Globale und lokale Trends“ statt. Die Veranstaltung möchte globale und lokale Entwicklungen von Flucht und Zwangsmigration reflektieren. Dabei spielen selbstverständlich aktuelle Gegebenheiten in Europa, Deutschland und Osnabrück eine Rolle. Darüber hinaus finden auch historische Entwicklungen sowie derzeitige Lagen von Geflüchteten in Ländern im Globalen Süden Berücksichtigung.

Die Veranstaltung beginnt um 10.15 Uhr mit einem englischsprachigen Gastvortrag von Prof. Dr. Oliver Christ von der FernUniversität Hagen zum Thema „(Social) Psychology in a world of migration“ (Raum 15/424). Der Vortrag ist von der Osnabrücker Sozialpsychologin Prof. Dr. Julia Becker organisiert und moderiert. Prof. Dr. Oliver Christ leitet das Lehrgebiet Psychologische 

Methodenlehre und Evaluation an der FernUniversität Hagen und war zuvor unter anderem an den Universitäten Oxford und Marburg tätig. 

Im Anschluss werden ab 12 Uhr sieben Osnabrücker Forschende Impulsvorträge über Entwicklungen im Fluchtgeschehen halten (Raum 15/E16). Die kurzen Beiträge kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie der Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft bis zur Soziologie primär von Mitgliedern des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien. Die Themen sind vielfältig und umfassen unter anderem Konflikt und Flucht, die Europawahl 2019, Repatriierung und Resettlement im 20. Jahrhundert, der geschlechtsspezifische Schutz und das Empowerment Geflüchteter, die Internationale Flüchtlingsorganisation, lokale Handlungsmacht von Geflüchteten sowie Aktivitäten für Studierende mit Fluchthintergrund der Universität Osnabrück. Die Vorträge sind von Prof. Dr. Ulrike Krause und Inga Zimmermann des Fachgebiets Flucht- und Flüchtlingsforschung organisiert und moderiert.

Die Veranstaltung zum Weltflüchtlingstag ist eingebettet in die Profillinie Migrationsgesellschaften der Universität Osnabrück. An dieser Profillinie sind über 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Fachbereichen (Kultur- und Sozialwissenschaften, Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaft, Humanwissenschaften, Rechtswissenschaften) beteiligt. 

Weitere Informationen für die Redaktionen: 

Prof. Dr. Ulrike Krause und Inga Zimmermann, Universität Osnabrück

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien sowie

Institut für Sozialwissenschaften

Neuer Graben 19/21, 48074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4785

ulrike.krause@uni-osnabrueck.de, inga.zimmermann@uni-osnabrueck.de

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news-8421.atom „Per Solo“: Universitätsmusik Osnabrück lädt zu Konzert 2019-06-12T10:24:56+02:00 2019-06-12T10:22:43+02:00 Am Dienstag, 18. Juni, lädt das Ensemble für Zeitgenössische Musik um 20 Uhr unter der Leitung von Christoph Louven im Rahmen der Universitätsmusik Osnabrück zu dem Konzert „Per Solo“ in den Musiksaal des Schlosshauptgebäudes ein. Der Eintritt ist frei. Wohl kaum eine musikalische Gattung lotet die Möglichkeiten und Grenzen eines Instruments so aus wie das reine, unbegleitete Solostück. Dies galt zu allen Zeiten, gilt aber insbesondere auch in der zeitgenössischen Musik. Komponisten wie etwa Luciano Berio, Karlheinz Stockhausen oder Krzysztof Penderecki haben dabei die Ausdrucksmöglichkeiten eines einzelnen Soloinstruments auf eine neue Stufe gehoben. Studierende und Lehrende präsentieren auf vielfältigen Instrumenten unbegleitete Solowerke des 20./21. Jahrhunderts, unter anderem für Stimme, Flöte, Klarinette und Klavier. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Unimusik, Universität Osnabrück
Neuer Graben / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uni-osnabrueck.de

 

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news-8418.atom „Kunstproduktion und Translation“ – eine künstlerische Auseinandersetzung mit Mobilität – Vernissage von Kunststudierenden der Universität Osnabrück 2019-06-11T10:28:38+02:00 2019-06-11T10:18:19+02:00 Am kommenden Donnerstag, 13. Juni, präsentieren ab 11 Uhr Studierende des Fachgebiets Kunst/Kunstpädagogik der Universität Osnabrück und Bewohnerinnen und Bewohner der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen – Standort Bramsche Ergebnisse eines gemeinsamen Seminars in der Kunsthalle Osnabrück. Die Gruppe setzte sich im Rahmen des Seminars mit dem Thema „Herkunft“ auseinander. Die Zusammenarbeit der Landesaufnahmebehörde und der Universität Osnabrück ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem eine transkulturelle Begegnung. Gemeinsam wurden unterschiedliche künstlerische Verfahren wie Malerei, Collage oder die Erstellung von Skulpturen erprobt. In diesem Zusammenhang ging es zum einen um die Ästhetisierung der eigenen Herkunft, zum anderen um die kommunikative Translation, also Übersetzung, der subjektiven Perspektiven in einen kommunikativ offenen Handlungsraum. Die Teilnehmenden des Projektes entwickelte nicht nur individuelle bildnerische Lösungen, sondern versuchte dies in einen transkulturellen Kontext zu übersetzen. Dabei wurde das Thema Herkunft nicht nur retrospektiv sondern vor allem im Hinblick auf zukünftige Perspektiven, Wünsche und Hoffnungen diskutiert.

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet in Kooperation mit der Kunsthalle Osnabrück, der Kuratorin und Kunstvermittlerin Christel Schulte und der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen – Standort Bramsche statt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andreas Brenne, Universität Osnabrück
Fachgebiet Kunst
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4169
andreas.brenne@uni-osnabrueck.de

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news-8416.atom Scientists for Future: „Klimawandel & Klimaschutz“ - Vortragsreihe mit wissenschaftlicher Expertise der Osnabrücker Hochschulen Utz Lederbogen 2019-06-07T12:29:44+02:00 2019-06-07T12:24:01+02:00 Am Mittwoch,12. Juni, findet ab 19 Uhr im Hörsaal- und Verfügungszentrum (Kolpingstraße 7, Raum 01/E01-02) ein Vortrag von Prof. Dr. Alexander De Juan von der Universität Osnabrück zum Thema „Klimawandel und Gewaltkonflikte“ statt. Es ist der Auftakt der Vortragsreihe „Klimawandel & Klimaschutz“ der Gruppe „Scientists for Future Osnabrück“, an der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Osnabrücker Hochschulen beteiligt sind. Zur Veranstaltung sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Seit Monaten demonstrieren junge Leute, um für den Klimaschutz zu kämpfen. Unter dem Begriff „Scientists for Future“ (S4F) haben sich deutschlandweit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammengeschlossen, um die Forderungen mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu unterstützen und aufzuzeigen, dass deren Anliegen berechtigt ist. Die Gruppe „Scientists for Future Osnabrück“ hat sich vor einem Monat gegründet.

An der Vortragsreihe sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Fächern der Universität und der Hochschule Osnabrück beteiligt, von den Agrar- bis zu den Wirtschaftswissenschaften. Auch werden Mitglieder von Greenpeace Osnabrück und des Umweltforums Osnabrücker Land e.V. Gastvorträge halten. Infos zu den Vortragsveranstaltungen: https://www.uni-osnabrueck.de/scientists-for-future-osnabrueck/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Melanie Velarde, Universität Osnabrück
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, Fachgebiet Ökonometrie und Statistik
Rolandstr. 8, 49069 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 2756
E-Mail: melanie.velarde@uni-osnabrueck.de

 

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news-8413.atom Ideen und Wissen in die Region transferieren - Osnabrücker Hochschulen bei der Ausschreibung „Transfer in Niedersachsen" erfolgreich - Minister Björn Thümler übergibt Förderbescheid Utz Lederbogen 2019-06-07T09:59:52+02:00 2019-06-06T16:39:55+02:00 Mit dem neuen Verbundprojekt PROACTOS wollen Hochschule und Universität Osnabrück ihre Ideen und ihr Wissen proaktiv in die Region transferieren. Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler überreichte am 6. Juni in Osnabrück den Förderbescheid. Forschungsergebnisse aus der Wissenschaft in Wirtschaft und Gesellschaft bringen: Das ist das Ziel der Ausschreibung „Transfer in Niedersachsen: Starke Strukturen für innovative Projekte“. Im vergangenen Jahr hatte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) die Hochschulen im Land aufgefordert, sich mit individuellen Konzepten zu bewerben, die den Wissenstransfer in den verschiedenen Regionen Niedersachsens stärken sollen. Fünf Projekte konnten die unabhängige Gutachterkommission überzeugen, darunter das Projekt PROACTOS der Osnabrü-cker Hochschulen. Die Projekte haben alle eine Laufzeit von fünf Jahren.

Darüber hinaus wird die Fördermaßnahme von einem Begleitforschungsprojekt flan-kiert, das die Beziehungen zwischen Hochschulen und Gesellschaft in Niedersach-sen untersucht und mit dem Stand auf Bundesebene vergleicht. Das beantragte För-dervolumen beläuft sich insgesamt auf knapp 12,4 Millionen Euro. Unter dem Pro-jekttitel PROACTOS – Proaktive Optimierung des regionalen Innovationssystems durch Stärkung der gemeinsamen Transferstrukturen der Hochschule Osnabrück und Universität Osnabrück – gelang es den Partnerinnen, die Zusage für rund 1,5 Millionen Euro an Fördergeldern zu erhalten. Die Mittel für das Förderprogramm werden aus dem Niedersächsischen Vorab der Volkswagenstiftung zur Verfügung gestellt.

„Als Landesregierung haben wir uns vorgenommen, den Transfer zwischen Wissen-schaft, Wirtschaft und Gesellschaft strukturell und institutionell zu verbessern. Damit aus wissenschaftlichen Entdeckungen erfolgreiche Innovationen werden, die die Le-bensqualität verbessern, die Wirtschaft fördern und Arbeitsplätze schaffen, müssen die Forschungsergebnisse in Wirtschaft und Gesellschaft ankommen“, sagte Nieder-sachsens Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, in Osnabrück. „Wir wollen helfen, regionale Innovationsräume im Zusammenspiel von Hochschulen, Kommunen und regionalen Wirtschaftsförderungen zu schaffen, um so das Innovati-onspotenzial der Hochschulen intensiver zu nutzen. Die Idee dabei ist, insbesondere hochschulübergreifende Aktivitäten zu fördern, die Synergien schaffen und dem Standort als Ganzes zu Gute kommen.“

„Das hohe Potential von Innovationen unserer Region und des Wirtschaftsraums Os-nabrück ist bekannt. Wir freuen uns, dass wir dies nun gemeinsam mit der Universi-tät Osnabrück im Rahmen einer strukturierten und innovativen Transferstrategie nachhaltig erschließen werden. Mit dem Verbundvorhaben PROACTOS werden wir die strukturellen Voraussetzungen für innovative Austauschformate zwischen Wis-senschaft, Wirtschaft und Gesellschaft schaffen können“, freute sich Hochschulprä-sident Prof. Dr. Andreas Bertram bei der Entgegennahme des Bescheides.

"Ziel des Verbundvorhabens PROACTOS ist es, die Ideen und das generierte Wis-sen der beiden Hochschulen nachhaltig für die Region Osnabrück nutzbar zu ma-chen", so Prof. Dr. Susanne Menzel, Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchs-förderung der Universität Osnabrück. „Dabei ergänzen sich die Profile der Universität und Hochschule hervorragend und stärken die Innovationsfähigkeit der viertstärksten Mittelstandsregion Deutschlands."

Das Projekt hat eine geplante Laufzeit bis zum Jahr 2024 und umfasst vier Vollzeit-stellen für das Transfer- und Innovationsmanagement der Osnabrücker Hochschu-len.
Hochschule Osnabrück und Universität Osnabrück sind im Themenfeld Wissens- und Technologietransfer eng verbunden. Mit der neu geschaffenen Organisationseinheit Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) soll das Projekt PROACTOS orga-nisiert und vorangetrieben werden.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Christoph Gringmuth
Leiter Transfer- und Innovationsmanagement (TIM)
der Universität und der Hochschule Osnabrück
Albert-Einstein-Str. 1, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3073
Mobil: +49 173 961 9334
Email: c.gringmuth@hs-osnabrueck.de  
Internet: https://www.tim-osnabrueck.de

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news-8411.atom Schulterschluss der Agrar- und Ernährungsbranche notweniger denn je - Fachleute diskutierten an der Universität Osnabrück den Weg der Agrarregion Weser-Ems in die Zukunft Utz Lederbogen 2019-06-06T13:56:29+02:00 2019-06-06T13:48:22+02:00 Klimawandel, Tierwohl, Gülleüberschuss, Clean Meat oder die digitale Transformation: Derzeit steht die Agrar- und Ernährungswirtschaft unter großem Druck, Antworten auf drängende Herausforderungen zu finden. Rund 130 Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Naturschutz diskutierten heute (6. Juni) an der Universität Osnabrück, wie die Branche in der Modellregion Nord-West Niedersachsens ihre Zukunftsfähigkeit erhalten kann. Im Rahmen der 2. Jahrestagung des Verbunds „Transformationsforschung agrar Niedersachsen“ wurde dabei auch die Frage aufgeworfen, wie der für den Wandel notwendige Schulterschluss aller Beteiligten noch enger gestaltet werden kann. Einigkeit herrschte, dass altes Denken nicht zu neuen Lösungsansätzen führen wird und neue Allianzen geschmiedet werden müssen.

In seiner Einführungsrede im Osnabrücker Schloss betonte der niedersächsische Wissenschaftsminister und Schirmherr der Veranstaltung, Björn Thümler, dass das Agrarland Niedersachsen gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen den Anspruch haben müsse, nicht nur in der landwirtschaftlichen Produktion spitze zu sein, sondern auch in der Forschung auf diesem Gebiet. Nur wenn wissenschaftliche Arbeit disziplinübergreifend und praxisorientiert sei, könne sie gesellschaftlich relevant wirken, zur Lösung aktueller Probleme beitragen und dabei helfen, die Lebensumstände für möglichst viele Menschen zu verbessern. Thümler sagte: „Es ist daher richtig und auch in Zukunft weiterhin wichtig, dass der Verbund nicht nur durch die beteiligten Hochschulen, sondern auch durch die regionale Wirtschaft getragen wird. Dieses Engagement ist eine sinnvolle Investition in die Zukunft der agrarischen Intensivregion im Nordwesten Niedersachsens.“

Voraussetzungen für die „Zukunftskunst“ in der Region hervorragend

Der Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Prof. Dr. Uwe Schneidewind, stellte in seinem Impulsvortrag dar, wie wichtig das Zusammenspiel verschiedener Bereiche ist, gerade in einer Zeit, in der der Wandel, d. h. die Transformation zu einer Nachhaltigen Entwicklung so von Bedeutung sei. Schneidewind, der selbst einige Jahre in der Region tätig war, erläuterte, dass diese Transformation aus dem klugen Zusammenspiel von innovativen Technologien, neuen ökonomischen Randbedingungen, kluger Politikgestaltung und der Mitgestaltung eines kulturellen Wandels entstehe. Er sagte: „Die Agrar- und Ernährungswirtschaft im Nord-Westen besitzt hervorragende Voraussetzungen für eine solche ‚Zukunftskunst’.“

Auf dem anschließenden Podium standen die aktuellen Herausforderungen der Agrarforschung im Mittelpunkt. Dabei wurde die Frage erörtert, welche Rolle die Wissenschaft künftig bei der Transformation spielen kann. Der Präsident der Oldenburgischen IHK, Gert Stuke, betonte, dass die Lösungsansätze Akzeptanz in der Praxis finden müssten. Er formulierte dazu: „Das Agrar- und Ernährungsgewerbe im Nordwesten Niedersachsens braucht die Unterstützung der Wissenschaft. Denn nur Lösungen, die wissenschaftlich belegt und in der Praxis erprobt sind, werden sich am Ende durchsetzen.“

Mit Projekten Schritt für Schritt nach vorne gehen

Dass nicht nur geredet, sondern auch schon gehandelt wird, davon konnten sich die Teilnehmenden nach der Mittagspause überzeugen. Anhand zahlreicher Beispiele wurde deutlich, wie erfolgreich Wissenschaft und Praxis bereits zusammenarbeiten. In Zweierteams mit jeweils einer Person aus einer Hochschule und einem Unternehmen wurden zukunftsweisende Gemeinschaftsprojekte vorgestellt. Dabei stand die Zukunft der Tierhaltung im Mittelpunkt.

Ein besonderes Augenmerk wurde auf die Möglichkeiten und Grenzen der künstlichen Intelligenz in der Agrar- und Ernährungswirtschaft geworfen. Prof. Dr. Joachim Hertzberg von der Universität Osnabrück und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz stellte gemeinsam mit dem Landwirt und Gründer der Plattform FARMTUNE, Dr. Hans-Peter Grothaus, Grenzen und Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz (KI) vor. Digitalisierung und KI seien zwei unterschiedliche Seiten derselben Medaille, erläuterten sie. Die Digitalisierung generiere Daten, welche die KI brauche, um zu arbeiten; und die KI liefere die Interpretation der Daten, welche die Digitalisierung brauche, um statt Datenfriedhöfen kompaktes Wissen über die Vorgänge im Wertschöpfungsnetz zu generieren.

Durch den Schulterschluss aller Beteiligten die Chancen des Wandels ergreifen
Das Schlusspodium beleuchtete verschiedene Entwicklungspfade und unterstrich, dass heute bereits die Weichen für morgen gestellt würden. Die Geschäftsführerin des Verbunds, Dr. Barbara Grabkowsky, sagte: „Die große Transformation der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist ein Generationenprojekt. Sie birgt große Risiken, bietet aber auf der anderen Seite auch große Chancen für neue Geschäftsfelder, Produkte und Prozesse.“ Damit die Veränderung auch langfristig erfolgreich sei, brauche die Landwirtschaft Mut, Willen, Innovationsgeist, und den Schulterschluss mit der Wissenschaft, aber auch günstige Rahmenbedingungen und Rückhalt in Politik und Gesellschaft, so Grabkowsky weiter.

Der Fachbeiratsvorsitzende des Forschungsverbunds, Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke (Universität Osnabrück), zog ein positives Fazit der Veranstaltung. Er sagte: „Alle Beteiligten konnten sich davon überzeugen, wie vielfältig das Thema Transformation in der Agrar- und Ernährungswirtschaft bereits behandelt wird. Durch die Arbeit des Verbunds bieten wir dabei Orientierung und Richtung.“

Die nächste Veranstaltung des Forschungsverbundes findet bereits am 18. Juni in Melle statt. Dann geht es um die möglichen Auswirkungen eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland.

Ansprechpartner/innen für die Medien:
Dr. Barbara Grabkowsky
Geschäftsführerin Transformationsstelle agrar Niedersachsen
c/o Universität Vechta
Tel.: +49 4441 15 287 | Mobil: 0171/184 19 90
E-Mail: barbara.grabkowsky@uni-vechta.de

Dr. Utz Lederbogen
Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de
Internet: http://www.uni-osnabrueck.de

 

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news-8409.atom „Blaudruck macht Schule“ – Wissenschaftlerin der Universität Osnabrück hält Gastvortrag bei UNESCO-Urkundenverleihung 2019-06-06T11:09:15+02:00 2019-06-06T11:06:35+02:00 Im Rahmen der feierlichen Verleihung der UNESCO-Urkunde zur Aufnahme des Blaudrucks in das Weltkulturerbeverzeichnis und Anerkennung als immaterielles Kulturerbe der Menschheit, hielt Dr. Bärbel Schmidt, Professorin für Textil- und Bekleidungswissenschaften an der Universität Osnabrück, einen Gastvortrag unter dem Titel „Blaudruck macht Schule“. Die Verleihung fand am Dienstag, 4. Juni, im Museum Europäischer Kulturen in Berlin statt. „Der Blaudruck ist eine jahrhundertealte Technik der Stoffveredelung und zeichnet sich durch das typische weiße Muster auf blauem Grund aus, welches im Handdruck auf einen Stoff aufgedruckt, mit Indigoblau ausgefärbt und direkt nach dem Auswaschen sichtbar wird. Die Aufnahme in das Weltkulturerbeverzeichnis zeigt die Wichtigkeit der Erhaltung dieses alten Handwerks.“, so Prof. Dr. Bärbel Schmidt.

In ihrem Vortrag wies Schmidt darauf hin, dass der Eintrag ins Verzeichnis ein erster bedeutungsvoller Schritt in die richtige Richtung sei, dem aber weitere Maßnahmen folgen müssten. Sie regte an, über Maßnahmen nachzudenken, um das Handwerk wie in den Statuten der UNESCO gefordert, in unserer Kultur und unseren Alltag lebendig zu erhalten.

Zentraler Aspekt seien die Wandlungen der handwerklichen Kulturäußerung in ihrer Weitergabe. Da Geisteskraft und Muskelkraft untrennbar für die geistige Entwicklung der Menschheit seien, sieht die Wissenschaftlerin einen gangbaren, dringend notwendigen Weg darin, Schulfächern wieder mehr Gewicht einräumen, die eine Verknüpfung von Hand- und Kopfhandarbeit genuin ermöglichen. Auf diese Weise könnte die bereits 2002 festgestellte inhaltliche Ferne zum handwerklichen Arbeiten entgegengewirkt werden.  

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osanbrueck.de

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news-8407.atom Unserdeutsch in Papua-Neuguinea – Ein Vortrag über den Sprachtod einer deutschbasierten Kreolsprache nach nur drei Generationen 2019-06-06T10:56:20+02:00 2019-06-06T10:53:42+02:00 Am Donnerstag, 13. Juni, lädt der Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück im Zuge des Linguistischen Kolloquiums zu einem weiteren Vortrag ein. Dieser wird von Siegwalt Lindenfelser gehalten, der sich mit der Entstehung und dem Niedergang von Unserdeutsch, einer Kreolsprache, die im heutigen Papua-Neuguinea gesprochen wird, beschäftigt. Der Vortrag findet im Schlosshauptgebäude, Neuer Graben 29 (Raum 11/212), ab 18:15 Uhr statt. Unserdeutsch (Rabaul Creole German) ist eine deutsch-lexifizierte Kreolsprache, die sich um die Wende des 20. Jahrhunderts entwickelte. Kreolsprachen zeichnen sich ihrerseits dadurch aus, dass sie durch den Kontakt mehrerer Sprachen entstehen. Im heutigen Papua-Neuguinea entstand Unserdeutsch unter Kindern einer katholischen Missionsstation als Folge intensiven Sprachkontakts. Nach nur drei Sprechergenerationen geht es aufgrund veränderter sozialer Umstände – insbesondere im Zusammenhang mit der Migration der Sprechergemeinschaft – bereits wieder dem Sprachtod entgegen. „Im Vortrag werden die Entstehung und der Niedergang von Unserdeutsch nachgezeichnet. Dabei wird auch ein Einblick in das Sprachsystem und die derzeit laufende Dokumentation dieser kolonialen Reliktsprache gegeben“, so Ina Lehmkuhle aus dem Institut für Germanistik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Ina Lehmkuhle M.A., Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4119
ina.lehmkuhle@uos.de

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news-8404.atom Nur schlau gucken war gestern – 3.000 Schülerinnen und Schüler kamen zum Hochschulinformationstag (HIT) der Universität und Hochschule Osnabrück 2019-06-05T11:17:39+02:00 2019-06-05T11:14:56+02:00 Sie kamen zu Tausenden und zeigten sich begeistert: Rund 3.000 Schülerinnen und Schüler verschafften sich beim Hochschulinformationstag (HIT) am Dienstag (4. Juni) einen Überblick über das Studienangebot. Mehr als 280 Studiengänge bieten die Hochschule und die Universität Osnabrück künftigen Studierenden. Wie geht es für mich weiter nach dem Abi? Lehramt, Elektrotechnik oder doch besser Soziale Arbeit studieren? Und generell: lieber an die Uni oder an die Hochschule gehen? Welche Zulassungsvoraussetzungen muss ich erfüllen? Und sollte ich während meines Studiums mal ins Ausland gehen? Das sind nur einige der Fragen, die die Schülerinnen und Schüler umtrieben, und auf die sie beim HIT kompetente Antworten erhielten.

Ganze Jahrgangstufen steuerten im Bus Osnabrück mit dem Ziel an, erste Einblicke in die unbekannte Welt der Hochschulen zu bieten. Unter dem Motto „Nur schlau gucken war gestern!“ wurden der persönliche Austausch und das Erlebnis Hochschule großgeschrieben. Zahlreiche Fragen zum Fächerspektrum, Zulassungschancen, Studienfinanzierung und Serviceangebot wurde von ca. 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der beiden Hochschulen und des Studentenwerks beantwortet. Studierende boten mit Erfahrungsberichten Einblicke in den Studienalltag und 33 „HIT-Lotsinnen“ unterstützten bei der Orientierung zwischen den Gebäuden und Räumen. Ein kostenloser Shuttleservice fuhr die Besucherinnen und Besucher in wenigen Minuten vom Schloss zu den Angeboten am Westerberg.

 Zur Auswahl standen mehr als 200 Veranstaltungen am Campus Westerberg, am Caprivi-Campus und rund um das Osnabrücker Schloss in der Innenstadt. Neben Probevorlesungen und Führungen durch verschiedene Labore konnten sich die Schülerinnen und Schüler auf zwei Info-Märkten über die Studiengänge und Hochschulgruppen, aber auch über internationale Kooperationen und Möglichkeiten der Studienfinanzierung erkundigen.

Der 20-Jährige Edward Weber aus Georgsmarienhütte ist begeistert: „Ich finde alles ganz super hier. Der HIT ist gut geplant. Die Betreuung durch die Lotsen und die Shuttle ist auch wirklich gut.“ Er ist mit einem klaren Ziel zum Westerberg gekommen: „Ich weiß schon genau, was ich machen will: Berufliche Bildung für Elektrotechnik. Dazu habe ich mir Veranstaltungen angeschaut.“ Und Lily Castrup aus Bielefeld möchte eigentlich Medizin studieren, fand aber hier insbesondere die verschiedenen Angebote zur Pflegewissenschaft „sehr interessant“.

Nicht nur in der Theorie, auch ganz praktisch konnten die Schülerinnen und Schüler Studienluft schnuppern, sei es bei der Arbeit an einem Kiefermodell im Labor für Dentaltechnologie oder bei einem Aufgaben-Parcours für Schülerinnen am Stand von „MINT for Girls“.

Im Multiplikatorencafé in der Caprivi-Lounge waren Lehrkräfte, Bildungs- und Berufsberaterinnen und -berater willkommen zu Austausch und Vernetzung. Hier stellte Anja Thiebach von der Zentralen Studienberatung die vielfältigen Orientierungs- und Informationsangebote vor, die über den HIT hinaus den Studienorientierungsprozess unterstützen. „Die Zentrale Studienberatung war in unserer Schule zu Gast. Anschließend haben wir entschieden, den HIT zu besuchen“, berichtet René Nienhuis, Beauftragter für berufliche Orientierung am Graf-Stauffenberg-Gymnasium in Osnabrück. Er ergänzt: „Die Angebote zur Studienorientierung sind für unsere Schülerinnen und Schüler eine sehr gute Hilfe bei den Überlegungen, was sie nach dem Abitur tun wollen.“

„Der HIT 2019 war ein voller Erfolg!“, kommentiert Alex Markgraf, Mitarbeiter der Zentralen Studienberatung Osnabrück, der seit Monaten die Organisation der Großveranstaltung koordiniert hatte. „Wir freuen uns über die positive Resonanz bei den Studieninteressierten und freuen uns schon auf den zweiten HIT im Herbst!“

Studieninteressierte müssen aber nicht bis zum zweiten HIT am 21. November warten. Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet das ganze Jahr über ein breites Angebot von individueller Einzelberatung, Orientierungsworkshops zur Studienwahl, Schnupperangeboten und Vorträgen an. Informationen dazu gibt es auf der Websitewww.zsb-os.de.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

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news-8402.atom Studierende coachen Geflüchtete – Uni Osnabrück lädt zu Veranstaltung am Marktplatz 2019-06-05T10:41:02+02:00 2019-06-05T10:38:31+02:00 Studierende der Universität Osnabrück haben Geflüchtete für die Vorbereitung und Durchführung einer Sprachperformance zum Thema „Vielfalt“ gecoacht. Gedichte, Dialoge und andere Vortragsformate werden auf dem Osnabrücker Rathausplatz am Freitag, 7. Juni, zwischen 12.15 und 13 Uhr öffentlich vorgetragen. Im Anschluss an die Veranstaltung und auch während der Pausen gibt es die Möglichkeit, mit den Projektbeteiligten ins Gespräch zu kommen.Veranstaltet wird das Projekt vom Sprachenzentrum der Universität Osnabrück in Kooperation mit der VHS Osnabrück, der Bildungsvereinigung "Arbeit und Leben" und der Katholischen Landvolkhochschule Oesede.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8400.atom Osnabrücker Bürgermeister und vieles mehr – Uni Osnabrück: Renommierter Jurist befasst sich mit Stüve 2019-06-05T09:38:11+02:00 2019-06-05T09:36:13+02:00 Er war ohne zu übertreiben ein Mann mit vielen Talenten: Johann Carl Bertram Stüve (1798–1872) war Bürgermeister und Deputierter der Stadt Osnabrück und in den Jahren 1848 bis 1850 Innenminister des Königreichs Hannover. In einer neuen wissenschaftlichen Studie hat sich nun der renommierte Rechtswissenschaftler der Universität Osnabrück, Prof. em. Dr. Jörn Ipsen, mit dem Reformwerk Stüves befasst. Als Deputierter in der Ständeversammlung hat Stüve die Ablösungsgesetzgebung der bäuerlichen Lasten (Bauernbefreiung) initiiert und vorangetrieben. Darüber hinaus setzte er als Innenminister des Königreichs in den Revolutionsjahren 1848/49 zahlreiche Reformen durch. „Neben seinen Ämtern in Staat und Kommunalverwaltung verfasste er zahlreiche historische und staatstheoretische Schriften, die ihm einen ehrenvollen Platz an der Seite des anderen großen Sohnes der Stadt Osnabrück – Justus Möser – sichern“, so Prof. Ipsen. „Anliegen dieses Bandes ist es, das Reformwerk und wissenschaftliche Œeuvre dem Vergessen zu entreißen und Stüves Bedeutung für die Geschichte des Königreichs aufzuzeigen.“

Dr. iur. Jörn Ipsen ist emeritierter Professor für Öffentliches Recht an der Universität Osnabrück. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten des Staatsrechts, des Verwaltungsrechts und der Verfassungsgeschichte. Neben zahlreichen Lehrbüchern und Kommentaren hat er Monographien (»Der Staat der Mitte« [2009]; »Macht versus Recht« [2017]) publiziert. Von 2007 bis 2013 war er Präsident des Niedersächsischen Staatsgerichtshofs.

Jörn Ipsen: Das Reformwerk Johann Carl Bertram Stüve. Bürgermeister der Stadt Osnabrück. Innenminister des Königreichs Hannover, VR unipress Universitätsverlag Osnabrück 2019.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8398.atom Die europäische Bibeltragödie – Uni Osnabrück: Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Kai Bremer 2019-06-05T09:33:22+02:00 2019-06-05T09:30:49+02:00 Am Mittwoch, 12. Juni, hält Dr. Kai Bremer, Professor für Deutsche Literatur der Frühen Neuzeit im europäischen Kontext an der Universität Osnabrück, seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Wy schricken voor het endt des treurspels.“ Aus dem Niederländischen übersetzt bedeutet das: „Wir fürchten das Ende des Trauerspiels“. Im Mittelpunkt werden die Samson-Dramen von Joost van den Vondel und John Milton stehen. Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der Seminarstraße 20 im Hörsaal 15/E07. Bremer studierte von 1992 bis 1998 an der Universität Göttingen Deutsche Philologie, Mittlere und Neuere Geschichte und Evangelische Theologie. Nach seiner Promotion in Göttingen 2002 forschte und lehrte Bremer für gut zwei Jahre am Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) in Osnabrück. Von dort ging es zunächst nach Berlin und anschließend nach Gießen, wo er als Akademischer Rat nicht zuletzt in der akademischen Selbstverwaltung tätig war. 2015 folgten die Habilitation an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Fachgebiet „Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte“ und der Ruf auf eine Professur für Literaturgeschichte am Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Oktober 2018 übernahm Bremer die Professur für Literatur der Frühen Neuzeit im europäischen Kontext in Osnabrück.

In seiner Antrittsvorlesung wird er die These vertreten, dass in der europäischen Literatur von der Mitte des 16. bis ins 18. Jahrhundert hinein mit großem Aufwand an einer Harmonisierung von antiker Tragödie und Bibel gearbeitet wird. Veranschaulicht werden soll das mittels der beiden Samson-Dramen von Joost van den Vondel (1660) und John Milton (1671). Aufbauend auf poetologiehistorischen Vorüberlegungen zum Verhältnis von Tragödie und Bibel in der Frühen Neuzeit sollen beide Tragödien interpretiert und abschließend perspektiviert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Kai Bremer
Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben 19, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4457
kai.bremer@uni-osnabrueck.de

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news-8396.atom Lebensrechte für Tiere und Pflanzen: „Philosophisches Café Osnabrück“ lädt ein  2019-06-05T09:07:40+02:00 2019-06-05T09:05:56+02:00 Am Sonntag, 16. Juni, geht es im Philosophischen Café ab 11.30 Uhr im Osnabrücker Kinocafé BlueNote  (Erich-Maria-Remarque-Ring 16) nicht nur um Tierethik und Naturschutzparks, sondern auch um die Erhaltung einer genetischen Vielfalt innerhalb der Gattungen und Arten auf der Erde: Wie begründen wir die Ansprüche aller Lebewesen auf Artenschutz im Allgemeinen und auf Bestandschutz in besonderen Regionen? Auf dem Podium sind sowohl Philosophen als auch Natur-, Sozial- und Kulturwissenschaftler vertreten – von der Universität Osnabrück die Professoren Dr. Elk Franke, Dr. Harald Kerber, Dr. Reinhold Mokrosch und Dr. Arnim Regenbogen und als Gast der Biologe Prof. Dr. Roland Brandt. Zu Fragen nach einem sinnvollen Umgang mit der belebten Natur werden auch Erfahrene zu Fragen des Naturschutzes gehört.  Aktuelle Ankündigungen  zum bisherigen und künftigen Programm des Cafés über www.cinema-arthouse.de(Spalten „Kinocafes“ bzw. „BlueNote“:). Diese Informationen sind auch erreichbar über „www.philosophie.uni-osnabrueck.de“ (Rubrik „Aktuelles“)

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück

Fachbereich Humanwissenschaften, Institut für Philosophie

Tel. (privat): +49 541 84281

aregenbo@uni-osnabrueck.de

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news-8392.atom Diversity-Slam der Universität und Hochschule Osnabrück war voller Erfolg 2019-06-05T15:30:33+02:00 2019-06-04T11:14:11+02:00 Elf Studierende unterschiedlicher Herkunft präsentierten am 28. Mai beim Diversity Slam vor 150 Zuschauenden ihre Gedanken zur Vielfalt und Diskriminierung. Der Poetry Slam zum Thema Vielfalt wurde organisiert von der Universität Osnabrück und der Hochschule Osnabrück. Durch den Abend begleitete die Poetry-Slammerin Laura Sherin Rebecca aus Bremen. Reimend, singend und mit einem Augenzwinkern erzählten die deutschen und internationalen Studierenden von den Schwierigkeiten sich integrieren zu müssen, von Klischees und Geschlechterstereotypen und dem Umgang damit. Das Besondere: Alle nahmen zum ersten Mal an einem Slam teil. Das sichtlich begeisterte Publikum belohnte die sehr persönlichen, nachdenklichen und lustigen Texte mit frenetischem Applaus. „Die Vortragenden haben heute ein starkes Zeichen für eine vielfältige Hochschule gesetzt und gezeigt, dass ihre Stimmen und Erfahrungen gehört werden müssen“, lobt Melora Felsch, Diversity-Koordinatorin im Gleichstellungsbüro der Universität Osnabrück, die Vortragenden. „Es gab zahlreiche Einblicke in unterschiedliche Lebenswelten und Hintergründe der Studierenden, die auch mit Blick auf die Gestaltung von Lehre von Relevanz sein können, um Potentiale zu fördern und Diskriminierungen zu vermeiden“, betont Patricia Gozalbez Cantó aus dem LearningCenter der Hochschule Osnabrück.

Am Ende gingen alle Teilnehmenden mit einem Gewinn nach Hause: das Publikum würdigte ihre Texte durch handgeschriebene Kommentare, die die Moderatorin Laura Sherin Rebecca sammelte und anschließend vortrug. Außerdem bekamen alle ein gemeinschaftliches Präsent von Hochschule und Universität.

Fünf der elf Teilnehmenden besuchten vor dem Diversity Slam das Sprachcoaching des Sprachenzentrums der Universität Osnabrück. Dort wurden die internationalen Studierenden aus der Türkei, aus Syrien und China darin unterstützt, eine Sprachperformance in der Fremdsprache Deutsch zu gestalten. Musikalisch untermalt wurde der Abend von dem Trio Malaika. Der Bandname bedeutet auf Swahili „Guter Geist“ und als solcher trugen Malaika mit einer Mischung aus Pop, Jazz und Folklore-Liedern durch den Abend. 

Mit der Veranstaltung unterstützten Universität und Hochschule den 7. Deutschen Diversity-Tag, einen bundesweiten Aktionstag auf Initiative des Vereins Charta der Vielfalt e.V. Hintergrund des Slams ist, dass die Universität Osnabrück im November 2018 die Charta der Vielfalt unterzeichnet hat und für ein wertschätzendes und vorurteilsfreies Arbeits-, Lehr- und Lernumfeld eintritt. Im LearningCenter der Hochschule Osnabrück wurde ein Arbeitsbereich zum Thema „Diversität und Lehre“ eingerichtet, der individualisierte Unterstützungsangebote für eine heterogene Studierendenschaft weiterentwickelt. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Melora Felsch
Gleichstellungsbüro der Universität Osnabrück
Neuer Graben 7/9, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4521
melora.felsch@uni-osnabrueck.de

 

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news-8394.atom Philosophische Schriften Georg Simmels - Öffentlicher Workshop am 14. Juni an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-06-04T11:20:37+02:00 2019-06-04T11:10:16+02:00 Am Freitag, 14. Juni, findet im Rahmen des Germanistischen Kolloquiums von 14 bis 18 Uhr im Gästehaus der Universität Osnabrück, Lürmannstraße 33, ein öffentlicher Workshop zu dem Philosophen und Soziologen Georg Simmel statt. Der Workshop bietet zwei Gastvorträge und eine Diskussion mit gemeinsamer Textarbeit. Zu Gast sind Prof. Dr. Denis Thouard (Berlin) und Prof. Dr. Georgios Sagriotis (Patras). Die beiden Vorträge widmen sich jeweils Georg Simmels Auffassungen der „Zeitlichkeit“ und der „individuellen Form“. Im Spannungsfeld von Soziologie, Philosophie und Ästhetik spitzt Simmel auf seine Weise die philosophische Problematik zu einer Theorie der Geschichte sowie der Kultur der Moderne zu. Diese Auffassungen nehmen in seinen kunstphilosophischen Schriften eine gewichtige und produktive Gestalt an, sei es gegenüber der Literatur oder den bildenden Künsten. In einer anschließenden Lektüresitzung der werden die aufgezeigten Konstellationen nochmal Themen der Diskussion sein.

Denis Thouard arbeitete nach seinem Studium der Philosophie in Paris und West-Berlin als Wissenschaftler am Centre de recherche philologique in Lille, später an der Unité Mixte de Recherche „Savoirs et textes“. Sein Interesse gilt der heutigen Debatte zur Hermeneutik und einer kritischen Lektüre der soziologischen und philosophischen Schriften Georg Simmels.

Georgios Sagriotis hat Soziologie an der Panteion Universität Athen studiert, wo er auch mit einer Arbeit über Thomas Hobbes promoviert wurde. Er hat an der Nationalen Universität Athen, an der Goethe Universität Frankfurt am Main und an der Universität Osnabrück Soziologie, Philosophie, Ästhetik und Literaturtheorie gelehrt. Seit 2019 ist er Professor für Philosophie der Neuzeit an der Universität Patras.

Eine Teilnahme ist nach verbindlicher Voranmeldung per E-Mail bei Irene Brink (irene.brink@uni-osnabrueck.de) bis zum 12.6. möglich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christoph König, Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4030
E-Mail: christoph.koenig@uni-osnabrueck.de

 

 

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news-8390.atom Uni Osnabrück beteiligt sich an interdisziplinärem EU-Doktorandenprogramm zur Rolle von Mikrotubuli bei Krankheiten  2019-06-04T10:21:28+02:00 2019-06-04T10:19:29+02:00 Mikrotubuli sind dynamische Proteinkomplexe,die am Cytoskelett eukaryotischer Zellen beteiligt sind. Sie sind notwendig für viele lebenswichtigeProzesse innerhalb der Zelle.Neurodegenerative Krankheiten und Nebenwirkungen der Krebs-Chemotherapie wirken sich gemeinsam auf diese Mikrotubuli aus. Im Rahmen eines sogenannten Innovative Training Networks (ITNs), an dem die Abteilung Neurobiologie der Universität Osnabrück beteiligt ist, werden diese Auswirkungen nun näher erforscht um die Grundlagen für neue Therapien zu entwickeln. ITNs sind europäische Netzwerke von Einrichtungen zur strukturierten Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Ziel ist die Erweiterung ihrer wissenschaftlichen und allgemeinen Kompetenzen innerhalb eines internationalen, interdisziplinären und intersektoralen Forschungs- und Ausbildungsprogramms. Besonders wichtig ist die Beteiligung von Einrichtungen sowohl aus dem akademischen als auch aus dem nicht-akademischen Sektor. Die Osnabrücker Beteiligung fügt sich auch ein in die Profillinie „Integrated Science: Vom Einzelmolekül zum System“, eine von sechs Profillinien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil schärfen will. 

An dem nun von der Europäischen Union mit insgesamt 3,4 Millionen Euro geförderten ITN sind neben der Universität Osnabrück Hochschulen in Italien, Frankreich, Spanien und der Schweiz sowie Partnerorganisationen aus weiteren Ländern beteiligt. Ein wichtiger Partner speziell für die Osnabrücker Forscher ist die Alzheimer Forschung Initiative e. V. (AFI). Die 1995 gegründete Vereinigung ist der größte unabhängige und private Förderer der Alzheimerforschung in Deutschland. Ziele sind die Förderung der Ursachen-, Diagnose- und der klinischen Forschung im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit und die Information über diese Krankheit der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

An jeder der Einrichtungen des ITNs werden die Doktorandinnen und Doktoranden eine Zeitlang forschen und an ihren speziellen Studien arbeiten. Die Universität Osnabrück ist mit zwei Doktoranden in diesem Verbund vertreten. Die wissenschaftliche Betreuung liegt bei Prof. Dr. Roland Brandt. „Es ist ein großer Erfolg für uns, dass der Antrag erfolgreich war und wir freuen uns auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Chemikern, Pharmazeuten und Biologen an europäischen Universitäten und Partnerorganisationen.“ Es zeigt darüber hinaus das internationale Renommée der Osnabrücker Arbeitsgruppe was sich auch in der  Formulierung aus der Begutachtung widerspiegelt: „Der originelle Antrag“, heißt es dort, „zielt auf die Verbindung zwischen neurodegenerativen Erkrankungen und Nebenwirkungen der Krebs-Chemotherapie ab. Obwohl die Bedingungen anscheinend unterschiedlich sind, werden sie überzeugend durch ihre gemeinsame Wirkung auf Mikrotubuli verbunden“. Das übergeordnete Ziel der Forscherinnen und Forscher ist es, neue Moleküle zu entwickeln, die in der Lage sind, die Dynamik der Mikrotubuli zu verändern, um auf diese Weise Nebenwirkungen der Chemotherapie zu reduzieren und Nervenzellen zu stabilisieren.

Seit vielen Jahren erforscht die Osnabrücker Arbeitsgruppe die molekularen und zellulären Vorgänge, die dem Verlauf neurodegenerativer Erkrankungen zugrunde liegen. Die beiden in das Programm aufgenommenen Doktoranden werden sich mit der Frage befassen, wie neuartige Mikrotubuli-modulierende Substanzen auf Nervenzellen wirken und ob sie neurodegenerativen Veränderungen, wie sie zum Beispiel bei der Alzheimer Krankheit auftreten, gezielt  entgegenwirken können.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Roland Brandt, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2338
roland.brandt@uni-osnabrueck.de
 

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news-8388.atom Erfolgreich – Uni Osnabrück: Kooperation mit Schule in Mettingen 2019-06-04T09:45:33+02:00 2019-06-04T09:39:19+02:00 Rund 1.000 Kinder beteiligten sich mit beinahe 800 Arbeiten am Wettbewerb ‚Jugend gestaltet’ 2019. Dieser wird alljährlich vom Kreis Steinfurt ausgeschrieben. Von den eingereichten Arbeiten sind 140 Bilder und 53 Objekte nach der kritischen Beurteilung einer Fachjury in eine Ausstellung aufgenommen worden. Zu den Preisträgern und Ausstellungsteilnehmern gehören auch vier Klassen der Ernst-Klee-Schule in Mettingen (LWL-Förderschule), die im Wintersemester 2018/2019 mit Lehramts-Studierenden des Fachs Textiles Gestalten der Universität Osnabrück kooperiert haben. Im Rahmen eines Seminars zur ‚Inklusiven Didaktik’ wurde an zwei Projekttagen mit den Schülerinnen und Schülern verschiedene textile Techniken in Zusammenführung mit dem Thema Heterogenität bzw. kulturelle Vielfalt in den Schulen erarbeitet. In einer anderen Klasse lag der Schwerpunkt in der kritischen Betrachtung des Plastikmülls in den Weltmeeren und der textil-künstlerischen Umsetzung des Themas. Ziel des Seminars war es, den Studierenden einen Einblick in Unterrichtssituationen mit Kindern zu geben, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf aufweisen.

Gefördert und unterstützt wurde das Seminar durch das EKBI-Projekt (Projekt "Expertise und Kooperation für eine Basisqualifikation Inklusion") der Universität Osnabrück. Im Rahmen der Tandem-Lehre fand die Lehrveranstaltung in Kooperation zwischen Fachdidaktikerinnen und externen (sonderpädagogischen) Expertinnen und Experten statt.

Die Ausstellung ist bis zum 23. Juni 2019 im Kunsthaus Kloster Gravenhorst zu sehen und wird danach ein Jahr lang als Wanderausstellung im Kreisgebiet Steinfurt unterwegs sein.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8386.atom „German History and Culture“ – 25 amerikanische Studierende der University of South Florida besuchten die Universität Osnabrück 2019-06-03T09:56:01+02:00 2019-06-03T09:52:58+02:00 Zum neunten Mal richtete das International Office der Universität Osnabrück vom 6. bis zum 27. Mai die Spring School unter dem Titel „German History and Culture“ aus. Das Projekt basiert auf einer langjährigen Kooperation mit dem Honors College der University of South Florida (USF) in Tampa, das jedes Jahr im Mai ausgewählte Studierende verschiedener Fachrichtungen nach Osnabrück entsendet. Dieses Jahr empfing die Universität Osnabrück 25 amerikanische Studierende, die im Rahmen des dreiwöchigen Programms einen umfassenden Einblick in die deutsche Sprache, Kultur und Geschichte erhielten. Bereits im Vorfeld wurden die Studierenden an ihrer Heimatuniversität ausführlich auf das Programm vorbereitet. Begleitet wurden sie von dem Academic Advisor Reginald Lucien, der schon in der Vergangenheit seitens der USF mit der Organisation und Durchführung des Programms beauftragt war, sowie von Megan Braunstein (ebenfalls Academic Advisor) und Lauren Bartshe-Hanlen, die den Vorbereitungskurs leitete.

Das Programm der Spring School umfasste neben begleitenden Deutschkursen, die vom Sprachenzentrum der Universität Osnabrück ausgerichtet wurden, auch ein umfangreiches Kulturprogramm. Dieses Jahr reiste die Gruppe für eine einwöchige Exkursion nach Weimar, Dresden und Berlin, wo sie unter anderem die Gedenkstätte Buchenwald, Festung Königstein und die Berliner Museumsinsel besuchten. In Osnabrück selbst wurden die Studierenden am 8. Mai von der stellvertretenden Bürgermeisterin, Birgit Strangmann, im feierlichen Rahmen im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses willkommen geheißen. Außerdem besuchten sie das Felix-Nussbaum-Haus und nahmen teil an einer Nachtwächterführung durch die Osnabrücker Altstadt.

Fester Bestandteil der Spring School ist das „International Face Time“-Programm, im Rahmen dessen die Gäste Einblicke in das Osnabrücker Studierendenleben erhalten. 25 Osnabrücker Tandempartner standen seit Dezember 2018 mit ihren amerikanischen Partnern über soziale Netzwerke in Kontakt. Das erste persönliche Zusammentreffen fand beim Willkommensfrühstück zum Auftakt der Spring School statt. Juliana Peña, eine der Teilnehmerinnen, bestätigt den Nutzen des Partnerprogramms: „Es war großartig einen Buddy zu haben, weil es mir half etwas über deutsche Kultur durch jemanden in meinem Alter zu erfahren.“

Koordiniert wurde das Programm von Rouven Brinkmann (Office for Short-Term Programs des International Office) unter Leitung von Dr. Stephanie Schröder (Leitung International Office). Der Nutzen des Programms liegt für die Organisatoren und Organisatorinnen auf der Hand: „Die Kurzzeitprogramme tragen maßgeblich zur internationalen Sichtbarkeit und zur Internationalisierung der Universität Osnabrück bei und sie komplementieren die regulären Austauschprogramme“, so Rouven Brinkmann. „Es bietet zudem internationalen Studierenden, die nicht die Möglichkeit haben für ein ganzes Semester nach Osnabrück zu kommen, die Chance dennoch Erfahrungen an einer deutschen Universität zu sammeln.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Rouven Brinkmann, Universität Osnabrück
International Office
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 24625
rbrinkmann@uos.de

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news-8381.atom Uni Osnabrück in Qualitätsoffensive Lehrerbildung erfolgreich: 1,7 Millionen Euro an Förderung 2019-05-31T14:23:45+02:00 2019-05-31T09:33:07+02:00 Die Universität Osnabrück ist erneut erfolgreich in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“: Gleich zwei Anträge mit einer Laufzeit von 2020 bis 2024 wurden in der aktuellen, dritten Ausschreibungsrunde bewilligt. Insgesamt erhält die Universität rund 1,7 Millionen Euro. Mit der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ wollen der Bund und die Länder angehende Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam auf die Herausforderungen vorbereiten, die sie heutzutage in der Schule erwarten. Vor dem Hintergrund des bundesweiten Lehrkräftebedarfs an berufsbildenden Schulen geht es in dem jetzt der Universität Osnabrück bewilligten Einzelvorhaben „DEIN LBS Campus – Übergänge vom Beruf zur Berufspädagogik gestalten“ um die Standardisierung und Qualitätssicherung der vielfältigen Quer- und Seiteneinstiegsaktivitäten in das berufliche Lehramt sowie um die Öffnung universitärer Studienphasen für das berufsbegleitende Studium. Dafür erhält die Universität rund 1,5 Millionen Euro.

Das Arbeitsprogramm setzt auf die gezielte Ansprache und Integration beruflich qualifizierter Personengruppen. So erfolgt ein Ausbau der Rekrutierung berufserfahrener Personen mit einem fachaffinen Studienabschluss, wie beispielsweise Ingenieurinnen. Zweitens werden beruflich qualifizierte Personengruppen mit Fortbildungsabschlüssen wie Meisterinnen, Meister, Fachwirtinnen, Fachwirte, Technikerinnen, Techniker und Aus- und Weiterbildungspädagoginnen und -pädagogen durch Anerkennungs- und Anrechnungsmechanismen in die grundständige Studienstruktur integriert. 

Die Studienbedingungen für das berufliche Lehramtsstudium werden unter Berücksichtigung von Familie und Beruf verbessert. Zentrales Gestaltungsprinzip ist die Flexibilisierung von Studienangeboten, um den Studierenden ein weitgehend selbstbestimmtes Studium zu ermöglichen. Kern sind Blended-Learning-Angebote und onlinegestützte Mentoringkonzepte.

Begleitend wird die professionsbezogene Entwicklung der Studierenden im beruflichen Lehramt in den Blick genommen. Die Erhebung der Daten erfolgt an mehreren Standorten der beruflichen Lehrerinnen- und Lehrerbildung in Deutschland. Angestrebt wird zudem die Einrichtung einerGraduiertenschule „Berufliche Lehrer*innenbildungsforschung“.

Geleitet wird das Vorhaben, wie bereits das in diesem Jahr nach vier Förderjahren auslaufende Verbundprojekt „Plan C“ der Qualitätsoffensive Lehrerbildung, durch die Abteilung Berufs- und Wirtschaftspädagogik im Institut für Erziehungswissenschaften der Universität. Der Osnabrücker Berufs- und Wirtschaftspädagoge Prof. Dr. Dietmar Frommberger fasst zusammen: „Mit dieser Förderung zur Weiterentwicklung der universitären Ausbildung von Studierenden für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in Niedersachsen wird ein wichtiger Beitrag für die Attraktivität der Berufsbildung geleistet. Die Qualität der Berufsbildung hängt ganz wesentlich zusammen mit der Ausbildung des beruflichen Bildungspersonals.“

Das Verbundprojekt SeReKo von den Universitäten Osnabrück und Oldenburg erhält insgesamt rund 600.000 Euro Förderung, wovon rund 230.000 Euro auf die Universität Osnabrück entfallen. Ziel dieses, ebenfalls von der Abteilung Berufs- und Wirtschaftspädagogik verantworteten Vorhabens ist es, das Studium des Lehramts für berufsbildende Schulen zu verbessern, indem die theoretischen und praktischen Teile der Lehramtsausbildung stärker miteinander verknüpft werden. Die Antragsteller hoffen, damit unter anderem Studienabbrüche zu reduzieren. Die Forscher setzen in dem Projekt vor allem auf digitale Medien: Videobasierte Lernsequenzen und Fallbeispiele sowie digitale Tagebücher dienen dazu, in den Praktikumsvorbereitungen die theoretischen Inhalte an komplexen und authentischen Handlungssituationen der Praxis zu orientieren.

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dietmar Frommberger, Universität Osnabrück
Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Katharinenstraße 24, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6390

dietmar.frommberger@uni-osnabrueck.de

 

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news-8378.atom Grenzen des Wachstums erfordern neues Denken in der Agrar- und Ernährungsbranche - Einladung zum Pressegespräch am Donnerstag, 6. Juni, 12.15 Uhr Utz Lederbogen 2019-05-29T18:20:55+02:00 2019-05-29T17:01:00+02:00 Klimawandel, Gülleüberschüsse, Tierwohl, Plastikverpackungen, Clean Meat und digitale Transformation: Die Agrar- und Ernährungswirtschaft steht unter dem Druck, Antworten auf drängende Herausforderungen zu finden. Am Donnerstag, 6. Juni, diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft , Politik und Naturschutz gemeinsam mit Wissenschaftsminister Björn Thümler im Osnabrücker Schloss, wie die Agrar- und Ernährungsbranche in der Modellregion Nord-West Niedersachsen zukunftsfähig aufgestellt werden kann. Über die Ergebnisse der 2. Jahrestagung des Verbunds Transformationsforschung agrar Niedersachsen möchten wir Sie gerne in einem Pressegespräch informieren.

Donnerstag, 6. Juni 2019, 12.15 Uhr,
Universität Osnabrück, Schloss-Hauptgebäude, Senatssitzungssaal
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück

(Parkmöglichkeit: Tiefgarage Ledenhof)

An dem Pressegespräch nehmen teil:
Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie
Prof. Dr. Joachim Hertzberg, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, Sprecher Labor Niedersachsen
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Fachbeiratsvorsitzender des Forschungsverbunds
Vertreter der Hochschule Osnabrück (N.N.)
Dr. Barbara Grabkowsky, Geschäftsführung des Verbunds Transformationsforschung agrar

Herr Minister Thümler wird am Vormittag für O-Töne zur Verfügung stehen.

Das Tagungsprogramm ist unter folgendem Link zu finden:
www.uni-vechta.de/koordinierungsstelle/home/

Bitte teilen Sie uns kurz mit, ob wir mit Ihrem Besuch rechnen dürfen.

Ansprechpartner/innen für die Medien:
Dr. Barbara Grabkowsky
Geschäftsführerin Transformationsstelle agrar Niedersachsen
c/o Universität Vechta
Tel.: +49 4441 15 287 | Mobil: 0171/184 19 90
E-Mail: barbara.grabkowsky@uni-vechta.de

Dr. Utz Lederbogen
Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de
Internet: http://www.uni-osnabrueck.de

 

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news-8375.atom „Tra i laberinti vivaci“. Selbstbewusste Bewegungen Barbara Strozzis im Venedig des 17. Jahrhunderts 2019-05-29T14:01:47+02:00 2019-05-29T08:58:50+02:00 Am Mittwoch, 5. Juni, lädt das Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Uni Osnabrück in seiner Vortragsreihe „Virtuelle Räume in der Frühen Neuzeit“ zum zweiten Vortrag im Sommersemester 2019 ein. Prof. Dr. Sabine Meine wird zum Thema „»Tra i laberinti vivaci«. Selbstbewusste Bewegungen Barbara Strozzis im Venedig des 17. Jahrhunderts“ referieren. Der Vortrag findet um 18.15 Uhr im Zimeliensaal, Raum 09/114 der Universitätsbibliothek, Alte Münze, statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Das 400. Geburtsjahr von Barbara Strozzi (geboren 1619) ist Anlass, über die selbstbewussten Bewegungen der Sängerin und Komponistin im Venedig des 17. Jahrhunderts nachzudenken. Ausgehend von der Kritik eines Zeitgenossen, der seiner Begeisterung über die „vitalen Labyrinthe“ von Barbaras Stimme Ausdruck verlieh, zielt der Vortrag auf die labyrinthischen Innenräume Venedigs, die dank der außerordentlichen Topographie der Inselstadt und einer hohen kulturellen Dichte in der Frühen Neuzeit ein besonders kreatives Potential besaßen. Das Leben und Wirken Barbara Strozzis als (Adoptiv-)Tochter des renommierten Akademikers Giulio Strozzi wie auch ihre Kompositionen, die sie sich als Sängerin offenbar selbst auf den Leib schrieb, sind als selbstbewusste Bewegungen in venezianischen Innenräumen zu betrachten.

Prof. Dr. Sabine Meine ist seit 2017 Professorin für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln. Sie forscht unter anderem zur Musikkultur der Frühen Neuzeit, wobei die Region Norditalien einen Schwerpunkt bildet. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4859
ikfn@uni-osnabrueck.de
 

 

 

 

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news-8373.atom Das Körperbild bei Männern: Uni sucht Probanden 2019-05-28T13:43:46+02:00 2019-05-28T13:40:13+02:00 Die Universität Osnabrück sucht nach gesunden, männlichen Jugendlichen sowie deren Väter für eine wissenschaftliche Studie zum Körperbild. Interessenten können sich per E-Mail an Rike Arkenau (rike.arkenau@uni-osnabrueck.de) wenden oder alternativ telefonisch unter: (0541) 969 6280. Studien zur Folge ist Körperunzufriedenheit bei Männern insbesondere durch muskulösitätsbezogene Sorgen, beispielsweise durch den Wunsch nach einem muskulöseren Körper, charakterisiert. Eine ausgeprägte Körperunzufriedenheit kann dabei Ausdruck einer Körperbildstörung sein, welche zudem durch das Auftreten von körperbezogenen Vermeidungs- und Kontrollverhaltensweisen, beispielsweise häufiges Überprüfen des eigenen Aussehens im Spiegel, sowie eine Über- bzw. Unterschätzung von eigenen Körperdimensionen und weitere verzerrte kognitive Verarbeitungsprozesse, gekennzeichnet ist. Oftmals kann dies mit hohem Leidensdruck sowie Beeinträchtigungen in wichtigen Funktionsbereichen, etwa hinsichtlich der Ausübung des Jobs oder dem Nachkommen sozialer Aktivitäten, verbunden sein. 

Auf der anderen Seite legen Studien nahe, dass Körperzufriedenheit bzw. ein positives Körperbild mit einer höheren subjektiven Lebensqualität assoziiert ist, beispielsweise hinsichtlich der Zufriedenheit mit der eigenen Person und den sozialen Beziehungen. Um zu einem besseren Verständnis hinsichtlich der auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren von Körper(un)zufriedenheit bei Männern beizutragen, sucht das Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Osnabrück seit Beginn dieses Jahres nach gesunden, männlichen Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren sowie deren Väter für eine wissenschaftliche Studie zum Körperbild bei Männern. Ziel der Studie ist, die Wahrnehmung und Verarbeitung des eigenen Körpers im Vergleich zu einem fremden Körper sowie Parallelen zwischen Vätern und ihren Söhnen zu erforschen. 

Die Studie steht unter der Leitung von Prof. Dr. Silja Vocks sowie ihrer Doktorandin Rike Arkenau (M. Sc. Psych.) und beinhaltet neben der Vorab-Beantwortung einiger Fragebögen zu körperbezogenen Einstellungen und Verhaltensweise (von zu Hause aus) einen einmaligen Erhebungstermin im Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie der Universität Osnabrück (Knollstraße 15, 49088 Osnabrück). Neben interessanten Einblicken in klinisch-psychologische Forschung erhalten Vater-Sohn-Paare für ihre Teilnahme eine Vergütung in Höhe von insgesamt 60 Euro. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Rike Arkenau M. Sc. und Prof. Dr. Silja Vocks 
Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 6280 oder +49 541 969 4743
rike.arkenau@uni-osnabrueck.de oder silja.vocks@uni-osnanbrueck.de

 

 

 

 

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news-8371.atom Modern und außergewöhnlich – Universität Osnabrück: Unimusik beteiligt sich am Deutschen Musikfest 2019-05-28T10:36:44+02:00 2019-05-28T10:34:41+02:00 Das Deutsche Musikfest bringt Osnabrücker Ensembles und Gäste zusammen! Daher lädt die Universitätsmusik Osnabrück herzlich zum Kooperationskonzert am Himmelfahrtstag, 30. Mai, um 14 Uhr in der OsnabrückHalle ein. Die Junge Philharmonie Osnabrück und die Big Band der Universität Osnabrück eröffnen gemeinsam das Deutsche Musikfest. Beide Ensembles werden in einer einzigartigen Symbiose aus Klassik und Jazz Werke von Leonard Bernstein, Ralph Vaughan Williams und Peter Witte präsentieren. Karten können zum Preis von 8,00 Euro (Kinder 6-13 J. 3,00 Euro) unter  www.deutsches-musikfest.de oder direkt vor Ort erworben werden.

 


Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel: +541 969 4684  
unimusik@uos.de

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news-8369.atom Experimentelle Übungen zum Bauhaus: Studierende zeigen faszinierende Ausstellung 2019-05-24T10:15:13+02:00 2019-05-24T10:11:31+02:00 Wie kann ich meine Wahrnehmungsgewohnheiten ändern, meine Sinne schärfen und meinen Blick schulen, um künftig gewöhnliche Gebrauchsgegenstände mit hoher Achtung und Wertschätzung zu betrachten?  Wie ist es, etwas selbst zu bauen? Etwas zu erschaffen, was einen Nutzen hat und uns an jedem Tag begegnet? Mit diesen Fragen haben sich die Studierenden des Fachgebietes Textiles Gestalten  der Universität Osnabrück im vergangenen Wintersemester 2018/2019, unter der Leitung von Prof. Dr. Bärbel Schmidt und dem Tischlermeister Jürgen Menkhaus, beschäftigt. Gezeigt werden die Ergebnisse dieses Denk- und Herstellungsprozesses im Fenster der Galerie Stichpunkt, Seminarstraße 33, bis zum 15. Juli.  Die Studierenden haben sich ausprobiert und ausgelebt. Sie waren frei in ihrem Entwicklungs- und Gestaltungsprozess. Die einzige Vorgabe, die gegeben war: Erschafft, baut oder entwickelt eine Sitzgelegenheit. Mit dem Leitmotiv des Bauhauses im Hinterkopf, dass die Funktionalität vor dem Design steht, entwickelten die Studierenden ihre Ideen. In den Resultaten der Studierenden finden sich die verschiedensten Ansätze wieder. Recycling und Upcycling spielten für einige eine tragende Rolle. Auch die Zweckentfremdung und die Umsetzung von mehreren Funktionen innerhalb eines Möbelstückes sind in der Ausstellung zu finden. Jedes Ausstellungsstück ist ein Unikat. In ihnen stecken viel Arbeit, Ideenreichtum und Herzblut. „Hier finden Sie nicht nur Bänke, Stühle und Hocker. Hier sehen Sie einen neuen Blickwinkel, um auf Gebrauchsgegenstände zu schauen und diese zu schätzen“, erklärt Prof. Schmidt.  

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Textiles Gestalten
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uos.de
 

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news-8367.atom Reflexive Migrationsforschung: Renommierte Wissenschaftlerin zu Gast am IMIS 2019-05-24T10:08:48+02:00 2019-05-24T09:56:38+02:00 Es sind interessante Fragen: Wie entsteht Wissen in der Migrationsforschung? Und welche leitenden Interessen stehen dahinter? Mit solchen und weiteren Fragen einer „reflexiven Migrationsforschung“ befasst sich die renommierte Schweizer Wissenschaftlerin Prof. Dr. Janine Dahinden, die zurzeit am Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück tätig ist.   Es sind interessante Fragen: Wie entsteht Wissen in der Migrationsforschung? Und welche leitenden Interessen stehen dahinter? Mit solchen und weiteren Fragen einer „reflexiven Migrationsforschung“ befasst sich die renommierte Schweizer Wissenschaftlerin Prof. Dr. Janine Dahinden, die zurzeit am Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück tätig ist.  

Möglich wird der Forschungsaufenthalt Dahindens als Fellow im Rahmen der Profillinie Migrationsgesellschaften, eine von sechs Linien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil schärfen will. „Wir haben uns dafür entschieden, mit den Einladungen für mehrwöchige Gastaufenthalte an äußerst angesehene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die bereits bestehende internationale Vernetzung der Migrationsforschung in Osnabrück weiter voranzutreiben“, erklärt der Migrationsforscher und Profilliniensprecher Prof. Dr. Andreas Pott.

Prof. Dahinden, die an der Universität Neuchâtel forscht und lehrt, entspricht diesen Erwartungen; bereits seit vielen Jahren arbeitet sie eng mit dem IMIS zusammen. Erste Kontakte entstanden über das Netzwerk IMISCOE, in dem europäische Migrationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler kooperieren. „Prof. Pott und seine Kolleginnen und Kollegen sind mir seit langem bekannt“, erklärt die Wissenschaftlerin. 

Bei zwei mehrwöchigen Aufenthalten haben Prof. Dahinden und Kolleginnen und Kollegen der Profillinie verschiedene Projekte ins Leben gerufen, wobei im Fokus unter anderem das Hinterfragen der Entstehung wissenschaftlicher Aussagen über Migration, stehen. Dabei geht es Dahinden um eine durchaus kritische Sichtweise: „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Migrationsforschung als Wissenschaft ja auch durch die Politik mitinitiiert wurde, was wiederum bedeutet, dass Nationalstaaten eine bestimmte Perspektive auf ‚die’ Migrantinnen und Migranten mit in die Wissenschaft hinein gebracht haben.“ So gebe es teilspolitische, religiöse oder emotionale Interessen, die in die Ausrichtung der Migrationsforschung hineinspielen würden und die es im Sinne einer selbstkritischen Wissenschaft zu hinterfragen gelte.

Bezogen auf das IMIS sieht Prof. Dahinden zahlreiche gemeinsame Forschungsinteressen, die in den vergangenen Wochen während ihres Aufenthaltes in Osnabrück vertieft diskutiert werden konnten: „Es ist schon viel fruchtbarer, im direkten Austausch miteinander bestimmte Themen zu bearbeiten als nur über E-Mail oder Skype zu kommunizieren; allein deshalb war die Zeit als Fellow hier sehr wichtig – und zwar sowohl für die Osnabrücker Kolleginnen und Kollegen als auch für mich.“   

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andreas Pott, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
Neuer Graben 19ab, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4384
andreas.pott@uni-osnabrueck.de
 

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news-8366.atom Schildkröten auf dem Speiseplan - Uni Osnabrück federführend beteiligt an Studie über freilebende Schimpansen 2019-05-24T09:43:27+02:00 2019-05-24T09:39:32+02:00 Ein internationales Forscherteam von der Universität Osnabrück und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig hat im Loango Nationalpark, Gabun, erstmalig freilebende Schimpansen beim Verzehr von Schildkröten beobachtet. Die Forscher dokumentieren Beobachtungen dieses möglicherweise kulturellen Verhaltens, bei dem Schimpansen Schildkröten gegen Baumstämme schlagen, um so ihre Panzer aufbrechen und sich dann von ihrem Fleisch zu ernähren. "Wir wissen bereits seit Jahrzehnten, dass der Speiseplan von Schimpansen viele verschiedene Tierarten beinhaltet, doch bisher wurden sie noch nicht beim Verzehr von Reptilien beobachtet", sagt Prof. Dr. Simone Pika, Leiterin der neuen Arbeitsgruppe Vergleichende Kognitionsbiologie am Institut für Kognitionswissenschaft. "Besonders interessant ist, dass die Schimpansen – um an das Fleisch einer Tierart zu kommen, das für andere Raubtiere kaum zugänglich ist – eine Schlagtechnik anwenden, die sie normalerweise zum Öffnen äußerst hartschaliger Früchte verwenden.“

Die Forscher untersuchten das Verhalten von Schimpansen der neu habituierten Rekambo-Gruppe. Dabei beobachteten sie, dass zehn verschiedene Schimpansen, vorwiegend erwachsene Männchen, insgesamt 38 Schildkröten erbeuteten. Dieses Verhalten wurde nur in der Trockenzeit beobachtet, in der andere Lieblingsspeisen, wie zum Beispiel Früchte, ebenfalls vorhanden sind. "Manchmal konnten jüngere Tiere oder Weibchen die Schildkröte nicht selber aufbrechen. Sie gaben sie dann für gewöhnlich an ein stärkeres Männchen weiter, welches den Schildkrötenpanzer aufschlug und das Fleisch mit allen anderen anwesenden Schimpansen teilte", sagt Dr. Tobias Deschner, Primatologe am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie.

Eine besondere Beobachtung machten die Forscher, als ein einzelnes erwachsenes Männchen den Panzer einer Schildkröte aufbrach, eine Hälfte des Fleisches in einem Baum sitzend verzehrte und anschließend die andere Hälfte in eine Astgabel klemmte. Er kletterte den Baum herunter, baute sein Schlafnest in einem nahegelegenen Baum und kehrte am nächsten Morgen zurück, um die Reste seines Abendessens zum Frühstück zu verspeisen. "Das deutet darauf hin, dass Schimpansen für die Zukunft planen können", sagt Pika. "Die Fähigkeit, für einen in der Zukunft liegenden Zustand oder ein Bedürfnis – wie zum Beispiel Hunger – vorzuplanen, konnte bisher vorwiegend nur bei Tieren nachgewiesen werden, die in menschlicher Obhut leben. Viele Wissenschaftler glauben immer noch, dass zukunftsorientiertes Denken eine Fähigkeit ist, über die nur der Mensch verfügt. Unsere Ergebnisse deuten also darauf hin, dass wir auch nach jahrzehntelanger Forschung noch nicht die volle Komplexität der Intelligenz und Verhaltensflexibilität von Schimpansen erfasst haben".

Deschner fügt hinzu: "Das Verhalten freilebender Schimpansen wird nun seit über 50 Jahren in mehr als zehn Langzeit-Feldforschungsstätten über das gesamte tropische Afrika untersucht. Es ist faszinierend, dass wir trotzdem immer wieder ganz neue Verhaltensweisen und -facetten dieser Art entdecken, sobald wir eine neue Population zu erforschen beginnen.“

Die Autoren betonen außerdem, wie wichtig Beobachtungen des natürlichen Verhaltens nicht-menschlicher Primaten auch im Rahmen von Theorien zur Evolution der Homininen sind. "Das Verhalten der Schimpansen, neben Bonobos unsere nächsten lebenden Verwandten, können wir als Fenster verwenden, um zurück auf die Geschichte und Evolution unserer eigenen Art zu blicken und diese besser verstehen zu können“, sagt Pika. „Damit sich dieses Fenster nicht ein für alle Mal schließt, müssen wir alles in unserer Macht Stehende tun, um das Überleben dieser faszinierenden Tiere in ihren natürlichen Lebensräumen in ganz Afrika zu sichern", schließt Deschner.

Zum Artikel: DOI : 10.1038/s41598-019-43301-8

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Simone Pika, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Artilleriestraße 34, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2721
E-Mail: spika@uni-osnabrueck.de

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news-8364.atom Vortrag: Frühneuzeitliche Sammlungen als Zentren des Wissens 2019-05-17T12:36:19+02:00 2019-05-17T12:33:52+02:00 Am Mittwoch, 22. Mai, lädt das Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Uni Osnabrück in seiner Vortragsreihe „Virtuelle Räume in der Frühen Neuzeit“ zum ersten Vortrag im Sommersemester 2019 ein. Dr. Marika Keblusek wird zum Thema „Aus allen Teilen der Welt. Frühneuzeitliche Sammlungen als Zentren des Wissens, 1550-1650“ referieren. Der Vortrag findet um 18.15 Uhr im Zimeliensaal, Raum 09/114 der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16 statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Der Vortrag stellt frühneuzeitliche Sammlungen von exotica, naturalia und mirabilia (also von exotischen, naturkundlichen und anderen bestaunenswerten Gegenständen) etwa in Kunstkammern vor. Diese Sammlungen fungierten als Zentren des Wissens im frühneuzeitlichen Europa. Im Fokus des Vortrags steht die Sammlung des niederländischen Gelehrten und Mediziners Bernardus Paludanus (1500-1633). Sein internationales Netzwerk aus Kaufleuten und Handelsvertretern erlaubte ihm, seine Wunderkammer in der Hafenstadt Enkhuizen aufzubauen. Sie wurde für Gelehrte wie Fürsten (nicht zuletzt aus Deutschland) zu einem regelrechten Knotenpunkt im komplexen Netz des Austausches von bemerkenswerten Objekten wie gelehrtem Wissen.

Die Kunsthistorikerin Dr. Marika Keblusek ist seit 2006 Dozentin für Kunstgeschichte an der Universität Leiden in den Niederlanden. Neben ihren Forschungen zu den Kunstkammern ist sie eine international ausgewiesene Kennerin des frühneuzeitlichen Buchhandels sowie der europäischen Hofkultur.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4859
ikfn@uni-osnabrueck.de

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news-8362.atom KI hautnah erleben: Universität Osnabrück präsentiert Forschung auf der MS-Wissenschaft 2019-05-16T14:55:23+02:00 2019-05-16T14:51:26+02:00 Auf dem Forschungsschiff MS-Wissenschaft, das im Rahmen des von der Bundesregierung ausgeschriebenen Jahres der Künstlichen Intelligenz (KI) durch Deutschland fährt, präsentiert das Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Peter König und Prof. Dr. Gordon Pipa ein Exponat mit dem Titel „Westdrive“ zur Akzeptanz von künstlicher Intelligenz in autonomen selbstfahrenden Fahrzeugen. Das Projekt ist eines der zahlreichen Forschungsaktivitäten des KI-Campus der Universität Osnabrück, dem herausragenden Profilelement, in dem die forschungsstarken und anwendungsnahen Fächer der Universität zum Thema KI und Digitalisierung verknüpft sind.

Künstliche Intelligenz, selbst fahrende Autos und Assistenzsysteme in der Medizin werden für uns immer mehr zur Normalität im Alltag. Gleichzeitig bleibt bei der Mehrheit der Bevölkerung ein beunruhigendes Gefühl, weil wir Nutzer die Funktion und die Entscheidungen dieser künstlichen Intelligenz-Systeme nicht verstehen oder hinterfragen können. Prof. Pipa erklärt: “Nur dann, wenn eine künstliche Intelligenz in der Lage ist, genauso wie es ein Mensch tut, zu erklären warum Entscheidungen getroffen werden, sind wir als Nutzer und Nutzerinnen oder wir als Teil der Gesellschaft in der Lage, Entscheidungen zu bewerten und gewinnen so Vertrauen in die Systeme.“

Und genau um dieses Vertrauen geht es in dem Exponat auf dem Forschungsschiff. Besucher können in einer virtuellen Realität selbst erfahren was es bedeuten würde, wenn selbstfahrende Autos ihre Entscheidungen erklären. Prof. König erklärt dazu den wissenschaftlichen Ansatz: “Unser Exponat informiert spielerisch über unsere Wissenschaft und ermöglicht Jugendlichen und Erwachsenen, die Zusammenhänge zu erfahren. Da wir ca. 100.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Schiff erwarten, werten wir die Nutzung des Exponates anonymisiert aus, und leisten so einen für die Gesellschaft wichtigen Beitrag mit den gewonnen Daten bezüglich den Erwartungen bei der Nutzung von KI. Wir ermöglichen damit eine durch die Erwartungen und Wünsche der Gesellschaft getriebene Entwicklung von künstlicher Intelligenz und die mit den 100.000 Besuchern von einen erheblichen Teil unser Gesellschaft geprägt sind.“

Die MS Wissenschaft ist ein Binnenschiff, das seit Anfang der 2000er-Jahre regelmäßig als Ausstellungs- und Wissenschaftsschiff im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBF) genutzt wird. Die diesjährige Ausstellung ist zentraler Bestandteil des vom BMBF und Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerufenen Wissenschaftsjahres 2019 – Künstliche Intelligenz. Sie richtet sich insbesondere an Schulen, Jugendliche und Familien und wird ab 12 Jahren empfohlen. Der Eintritt ist frei. Die MS Wissenschaft startete ihre Tour am 16. Mai in Berlin und besucht bis Anfang Oktober 27 Städte in Deutschland. Anschließend reist sie weiter nach Österreich. An den jeweiligen Anlegestellen haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, das Forschungsschiff zu besuchen und an der Studie teilzunehmen (Fahrplan und Hintergründe der MS Wissenschaft unter: www.ms-wissenschaft.de).

Neben der Uni Osnabrück, dessen Exponat durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) aus vielen Bewerbern ausgewählt wurde, können die Besucher Exponate der Frauenhofer- und Max-Planck-Gesellschaft und Universitäten, wie zum Beispiel der TU Berlin oder der Uni Heidelberg, erleben. Schulen und Gruppen können sich für Führungen anmelden und so als Gruppe Künstliche Intelligenz live erfahren.

Was genau die Besucherinnen und Besucher des Exponates erwarten, erklärt Maximilian A. Wächter vom IKW: „Sie fahren in einem virtuellen Auto, welches sie mittels natürlicher Sprache einer künstlichen Intelligenz über seinen eigenen Zustand sowie wichtige Verkehrsereignisse informiert. Dazu steigen sie in ein Auto ein und nutzen eine Brille für virtuelle Realität um die Fahrt in einer großen Stadt und typische Verkehrssituationen zu erleben.“ Besucher können das Exponat aber nicht nur nutzen und ausprobieren, sondern sich auch die neusten Trends und Erfolge in der künstlichen Intelligenz und den Kognitionswissenschaften informieren.

“Uns war es wichtig, die aktuelle Technologie den Benutzern zu erklären“, so Gabriela Pipa vom IKW. „Dafür haben wir kurze Filme und Interaktive Grafiken erstellt, die den Besuchern Künstliche Intelligenz und die Nutzung und Analyse von Daten erklärt. Es kam uns darauf an, jede Besucherin und jeden Besucher erreichen zu können, so dass wir gezielt das Format von einfachen, intuitiven und interaktiven Demos, wie wir sie alle von der Sendung mit der Maus kennen, gewählt haben. Wissenschaft soll bei uns Spaß machen. Dann haben wir unsere Aufgabe als Universität gut gemacht.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8360.atom Botschafterin Costa Ricas besucht die Universität Osnabrück - Lydia Peralta Cordero informiert sich über das Costa Rica Zentrum Utz Lederbogen 2019-05-16T14:43:38+02:00 2019-05-16T13:38:00+02:00 Lydia Peralta Cordero, seit dem 5. November 2018 Botschafterin der Republik Costa Rica in Berlin, besucht am Freitag, 17. Mai, Osnabrück und wird sich unter anderem über die laufenden Projekte des Costa Rica Zentrums an der Universität Osnabrück informieren lassen. Die Botschafterin kommt auf Einladung von Hon.-Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert nach Osnabrück, dem Honorarkonsul der Republik Costa Rica in Niedersachsen und Bremen. Das Costa Rica Zentrum wird von der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur finanziell und ideell gefördert. Die Stiftung ist der Universität Osnabrück und dem Land Costa Rica seit Jahren eng verbunden. „Ich freue mich sehr, dass die neue Botschafterin Costa Ricas in Berlin schon nach einem halben Jahr nach Osnabrück kommt. Das zeigt mir, wie wichtig I.E. Peralta Cordero die Zusammenarbeit mit Osnabrück und der Universität Osnabrück ist. Die Stiftung ist daran interessiert, auch weiterhin vielversprechende Projekte zu fördern und den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen beiden Ländern anzuregen“, so Hon.-Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert, Vorsitzender der Stiftung. Die Botschafterin wird von ihrem Vorgänger im Amt, José Joaquín Chaverri Sievert, begleitet.

Im Costa Rica Zentrum informiert sich die Botschafterin über die derzeit laufenden Projekte der Zusammenarbeit. Ihr besonderes Interesse gilt dabei möglichen Stipendien im Bereich von „Industrie 4.0“ und der Künstlichen Intelligenz. So wird es auch Gespräche mit Wirtschaftswissenschaftlern und dem Direktor des Instituts für Kognitionswissenschaft der Universität, Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger, geben.

Die Botschafterin Lydia Peralta Cordero besucht auch die Gesamtschule Schinkel und wird sich im Beisein von Oberbürgermeister Wolfgang Griesert in das Goldene Buch der Stadt Osnabrück eintragen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Hon.-Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert
Vorsitzender der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur
Mühleneschweg 6, 49090 Osnabrück
Tel.: +49 541 601 334

Nikola Götzl, Universität Osnabrück
Kommissarische Leiterin der Servicestelle Costa Rica Zentrum
Kolpingstr. 7, Raum 01/307, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4553
E-Mail: nikola.goetzl@uos.de
Internet: www.costaricazentrum.uos.de

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news-8358.atom Nördliches Italo-Romanisch – Uni Osnabrück: Vortrag des Linguistischen Kolloquiums am 23. Mai 2019-05-16T13:16:00+02:00 2019-05-16T13:14:29+02:00 Das Kolloquium des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück lädt am Donnerstag, 23. Mai, zu seinem dritten Beitrag aus der Vortragsreihe „Die Mehrheit der Sprachen – Minderheitensprachen im Fokus“ ein. Alberto Frasson von der Universität Utrecht wird dabei über die verschiedenen Ausprägungen von Subjekt-Verb-Übereinstimmungen in Italo-Romanischen Varietäten sprechen. Der Vortrag findet im Schlosshauptgebäude, Neuer Graben 29 (Raum 11/212), ab 18.15 Uhr statt. „Es wird vor allem um die Ergebnisse einer Studie gehen, die sich mit der Nutzung von schwachen Pronomen auseinandersetzt, die jedoch nur in bestimmten Kontexten auftreten“, so Valentin Rose aus dem Institut für Romanistik und Latinistik. Mit den Beiträgen der Vortragsreihe möchte das Kolloquium deutlich machen, wie vielfältig der Schatz an Sprachen in unserer Welt ist und welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Ina Lehmkuhle, M.A., Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4119
ina.lehmkuhle@uos.de

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news-8356.atom Hautschädigende Arbeitsbedingungen – Universität Osnabrück koordiniert globale Erfassung von beruflich bedingtem Hautkrebs 2019-05-16T08:58:40+02:00 2019-05-16T08:55:54+02:00 Die Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie der Universität Osnabrück ist an einem wegweisenden Projekt der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) beteiligt, das erstmals weltweit die Krankheitslast von beruflichem Hautkrebs durch Sonne am Arbeitsplatz ermitteln soll. Aus diesem Anlass veranstaltete die European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) am 26. April eine Tagung beim 15. European Association of Dermato-Oncology (EADO) Kongress zu diesem Thema. Unter der Leitung von Prof. Dr. Swen Malte John diskutierten Vertreter der WHO, der EU Kommission, der Europäischen Arbeitsschutzagentur sowie von europäischen Gewerkschaften und Patientenverbänden die Möglichkeiten eines verbesserten Arbeitsschutzes, eines regelmäßigen arbeitsmedizinischen Screenings sowie einer frühzeitigen medizinischen Versorgung von im Freien Beschäftigten.  

Weißer Hautkrebs ist die weltweit am häufigsten diagnostizierte Krebsart und gleichzeitig auch die weitverbreitetste beruflich bedingte Krebserkrankung. In Deutschland ist sie bereits die Zweithäufigste aller anerkannten Berufskrankheiten. „Angesichts der gegenwärtigen ‚Epidemie‘ des weißen Hautkrebses ist es von äußerster Wichtigkeit, dass sowohl Regierung als auch Arbeitgeber und Gesundheitsexperten zusammenarbeiten, sodass Beschäftigte, die unter freiem Himmel tätig sind, nicht länger ungeschützt den Gefahren andauernder UV-Strahlung ausgesetzt werden“, sagt John, der die internationale Expertengruppe von ILO und WHO koordiniert.

Ergebnisse der Tagung wird John am Donnerstag, 13. Juni, bei einer Podiumsdiskussion, die im Europäischen Parlament stattfindet, präsentieren; dazu gehört zum Beispiel eine gemeinsam verabschiedete Aufforderung zum globalen Handeln sowie eine Zusammenfassung der erdrückenden wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem Weißbuch. Organisiert wird die Diskussion vom Parlamentsmitglied Lieve Wiernick und der European Cancer Patient Coalition (ECPC).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. med. Swen Malte John, Universität Osnabrück
Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie und
Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation
Am Finkenhügel 7a, 49076 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 2357
johnderm@uni-osnabrueck.de

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news-8354.atom Hilfe bei der Wahl des Studiums – Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2019-05-16T08:54:08+02:00 2019-05-16T08:53:14+02:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet am Samstag, 18. Mai, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

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news-8352.atom Hochschulrat der Universität Osnabrück konstituiert sich neu - Dank an bisherige Hochschulratsmitglieder für die großartige Unterstützung Utz Lederbogen 2019-05-10T12:48:37+02:00 2019-05-10T11:44:00+02:00 In den kommenden vier Jahren werden sieben namhafte Persönlichkeiten die Universität Osnabrück bei ihrer weiteren Entwicklung beraten. Die Mitglieder des neuen Hochschulrates trafen sich jetzt zur konstituierenden Sitzung. Den Vorsitz übernimmt Prof. i. R. Dr. Elmar Weiler, ehemaliger Rektor der Ruhr Universität Bochum. Als Stellvertreter wurde Arnulf Piepenbrock (Geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co.KG, Osnabrück) benannt. Der Hochschulrat berät das Präsidium und den Senat zu den Entwicklungs- und Wirtschaftsplänen. Darüber hinaus nimmt das Gremium unter anderem zur Gründung von oder der Beteiligung an Unternehmen Stellung sowie zu den Entwürfen von Zielvereinbarungen. Auch in die Besetzung des Präsidiums ist der Hochschulrat eingebunden.

Dem neuen Hochschulrat gehören insgesamt an: Prof. Dr. Nina Dethloff, Professorin für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht an der Universität Bonn; Prof. Dr. Christian Freksa, Professor für Informatik an der Universität Bremen; Arnulf Piepenbrock, Geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Unternehmensgruppe GmbH + Co.KG, Osnabrück; Prof. em. Dr. Luise   Schorn-Schütte, Professorin für Neuere Allgemeine Geschichte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main und Prof. i. R. Dr. Elmar W. Weiler, ehemaliger Rektor und Professor für Pflanzenphysiologie der Ruhr-Universität Bochum.

Weiterhin sind im Hochschulrat Prof. Dr. Andrea Lenschow, Professorin für Europäische Integration als vom Senat gewähltes Mitglied sowie Dr. Stephan Venzke als Vertreter des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur vertreten.

Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke dankte den bisherigen Hochschulratsmitgliedern für ihr großes Engagement zugunsten der Universität. Ein besonderer Dank ging an den bisherigen Vorsitzenden Prof. Dr. Axel Zeeck und Honorarprofessor Dr. Hans-Wolf Sievert, die auf eigenen Wunsch nach mehreren Amtsperioden ausgeschieden sind. „Der Hochschulrat ist für die Universität Osnabrück ein unentbehrliches Gremium“, so der Universitätspräsident. „Er fordert uns in regelmäßigen Abständen auf, Rechenschaft über unsere Arbeit abzulegen. Zum anderen erhalten wir großartige Unterstützung und Anregungen. Ich danke den Mitgliedern dafür, dass sie uns so sachkundig zur Seite gestanden haben und freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Hochschulrat.“

Der neue Vorsitzende Prof. i. R. Dr. Elmar W. Weiler verdeutlichte, wie wichtig dieses Gremium auch als Mittler zwischen Hochschule und der gesellschaftlichen Öffentlichkeit der Stadt, der Region und des Landes ist.

„Die Mitglieder des Hochschulrates kommen überwiegend von außen und bringen daher andere Perspektiven ein. Sie begleiten mit ihrem Sachverstand und ihrer Bereitschaft zum persönlichen Engagement mit Sympathie und Anteilnahme als ‚kritische Freunde‘ den Weg der Universität, deren Wohl sie sich verpflichtet fühlen. Alle Hochschulratsmitglieder freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit, wie sie auch bisher stets gegeben war.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

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news-8350.atom Wissens- und Glaubenszweifel: „Philosophisches Café Osnabrück“ lädt ein 2019-05-10T11:15:46+02:00 2019-05-10T11:13:56+02:00 Das „Philosophische Café“ beschäftigt sich am Sonntag, 19. Mai, von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr im Kinocafé BlueNote, Erich-Maria-Remarque-Ring 16, Osnabrück, mit Aspekten des Zweifels und des Widerspruchs. Der Eintritt ist frei. Modelle des Zweifels an Glaubenstraditionen, an wissenschaftlichen Überlieferungen und des Selbstzweifels stellen die Professoren Reinhold Mokrosch (Evangelische Theologie und Religionswissenschaft), Elk Franke (Kulturwissenschaften), Harald Kerber (Sozialwissenschaften) und Arnim Regenbogen (Philosophie) vor. In der Diskussion wird besprochen, wie wir festgelegte Positionen und Fake News immer wieder in Frage stellen können und müssen.

Weitere Themen und Termine des »Philosophischen Cafés« bis Anfang 2020 unter www.cinema-arthouse.de (Link „Kinocafes“; Spalte „BlueNote“) und unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de (Spalte „Aktuelles“)

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften, Institut für Philosophie
Tel. (privat): +49 541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de

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news-8348.atom Lehramtsstudiengänge in Osnabrück – Zentrale Studienberatung lädt zur Infoveranstaltung ein 2019-05-08T09:51:40+02:00 2019-05-08T09:49:39+02:00 Die Zentrale Studienberatung der Universität Osnabrück und Hochschule Osnabrück, bietet am Montag, 13. Mai, von 17 bis 18.30 Uhr im StudiOS-Gebäude, Raum 19/107, Neuer Graben 27, eine Informationsveranstaltung zum Lehramtsstudium in Osnabrück an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In Osnabrück können die Lehrämter für Grund-, Haupt- und Realschulen, für Gymnasien und für berufsbildende Schulen studiert werden. Im Rahmen der Veranstaltung wird über den Studienaufbau, die Fächerkombinationen sowie über Zugangsvoraussetzungen, Berufsperspektiven und Zulassungschancen der unterschiedlichen Lehramtsstudiengänge informiert.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

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news-8346.atom Fünf Jahre verlässliche Kinderbetreuung – Kinderbungalow der Universität Osnabrück feiert Jubiläum am 10. Mai 2019-05-07T10:04:32+02:00 2019-05-07T10:02:05+02:00 Am Freitag, 10. Mai, feiert der Kinderbungalow der Universität Osnabrück sein fünfjähriges Bestehen und lädt hierzu um 14 Uhr alle Akteurinnen und Akteure, die an der Entstehung beteiligt waren sowie die Kinderbungalow-Eltern mit Kindern herzlich ein. Nach der Begrüßung durch die Hochschulleitung, vertreten durch Dr. Wilfried Hötker und den Leiter des Sonderforschungsbereichs der Biologie (SFB 944) Prof. Dr. Christian Ungermann, können sich die Gäste die Räumlichkeiten jenseits des alltäglichen Betriebs anschauen. Die Universität Osnabrück hat sich bereits 2008 mit dem „audit familiengerechte hochschule“ verpflichtet, gezielt die Vereinbarkeit von ihren Beschäftigten und Studierenden zu verbessern. Dazu wurden zahlreiche Maßnahmen in den Handlungsfeldern Arbeitszeit, Arbeitsorganisation, Führungskompetenz und Service für Familien für alle Statusgruppen entwickelt, um den unterschiedlichen Herausforderungen zur Vereinbarkeit gerecht zu werden und einen tatsächlichen Kulturwandel hin zu einem familienfreundlicheren Umfeld zu initiieren.

Bereits 2011 hat die Universität nach Möglichkeiten einer Betreuung in exklusiver Nähe zum Arbeits- und Studienort für Beschäftigte und Studierende gesucht. „In der Beratung zur Vereinbarkeit ist die Kinderbetreuung immer Thema“, berichtet Christine Kammler, Leiterin im Familien-Service der Universität Osnabrück und ehemalige Audit-Projektkoordinatorin. „Mit der Schaffung des Kinderbungalows ist es der Universität Osnabrück in enger Kooperation mit der Stadt Osnabrück gelungen, ein in der Landschaft der Großtagespflegestellen einmaliges Projekt umzusetzen. Darauf sind wir stolz.“

Der „Kinderbungalow“ am Westerberg wurde im Juni 2013 eröffnet. Dazu wurde die ehemalige Hausmeisterwohnung der Biologie direkt am Campus kindgerecht umgestaltet. Besonders hervorzuheben ist hier das Engagement der Hochschulleitung und des Sonderforschungsbereichs der Biologie, welches es trotz einiger Herausforderungen Beschäftigten und Studierenden möglich gemacht hat, ihre Kinder im nahen Umfeld von Arbeit und Studium gut unterzubringen. Alle interessierten Eltern können sich zunächst an Christine Kammler vom Familien-Service der Universität Osnabrück wenden, um sich über die Betreuungsmöglichkeiten zu informieren.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Christine Kammler M.A., Universität Osnabrück
Familien-Service Neuer Graben 7/9, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4686
christine.kammler@uni-osnabrueck.de

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news-8344.atom Debatte #3: Gleichstellung vs. Diversity? Perspektiven für mehr Chancengleichheit – Uni Osnabrück: Forschungsstelle Geschlechterforschung lädt zu Debattenreihe ein 2019-05-06T10:12:57+02:00 2019-05-06T09:46:37+02:00 In der dritten Debattenrunde der vom Land Niedersachsen geförderten „Zukunftsdiskurse“, die am Mittwoch, 15. Mai, zwischen 15 und 18 Uhr an der Universität Osnabrück stattfindet, diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis Fragen rund um Gleichstellung und Diversity. So wie sich in der Geschlechterforschung der Blick auf weitere Differenzen und Ungleichheiten neben Geschlecht geweitet hat, wird auch in der Gleichstellungspolitik zunehmend Mehrfachdiskriminierung berücksichtigt. Sowohl in der Forschung als auch in der Praxis wird somit ein besonderes Augenmerk auf das Zusammenspiel von Faktoren wie Migration, Religion, Bildung und Geschlecht geworfen. In diesem Sinn hat sich die anfängliche Frauenpolitik der 1970er immer mehr zu einer Diversitätspolitik entwickelt.

Das Anliegen der Veranstaltung sei es, so die Koordinatorin der Forschungsstelle Geschlechterforschung Judith Conrads, „zu diskutieren, wie es institutioneller Gleichstellungspraxis und Diversityarbeit gelingen kann, Heterogenität anzuerkennen, einem komplexen Gleichstellungsverständnis gerecht zu werden und zugleich strukturelle Machtfragen nicht aus dem Blick zu verlieren“.

Eröffnet wird die Debatte mit einem Impuls von Prof.in Dr.in Mechthild Bereswill (Universität Kassel) Professorin für Soziologie sozialer Differenzierung und Soziokultur. Ihre These lautet dabei: „Die Verwirklichung von mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Gesellschaft steht und fällt mit der Überwindung struktureller Ungleichheiten. Das beinhaltet die Austragung von Interessenkonflikten, eine Umverteilung von Ressourcen und die radikale Veränderung der gesellschaftlichen Arbeitsteilung.“

Im Anschluss diskutieren Né Fink (Stabsstelle Chancengleichheit und Diversität, Universität Göttingen), Dr.in Sabine Jösting (Gleichstellungsbeauftragte Universität Osnabrück), Lucienne Wagner (Vielfalt entscheidet – Diversity in Leadership). Die Debatte wird moderiert von Dr.in Johanna Neuhauser (Universität Osnabrück, IMIS). Im Anschluss bietet sich im Foyer Gelegenheit zur Fortsetzung der Diskussionen.

Die Forschungsstelle Geschlechterforschung lädt alle Interessierten herzlich zur Teilnahme an der Veranstaltung in den Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück, Alte Münze 16 ein. Anmeldungen zur Veranstaltung werden bis zum 13. Mai 2019 erbeten unter zukunft@uos.de.
Mehr Informationen zur Veranstaltung und der Debattenreihe „Zukunft der Geschlechterforschung“ der Forschungsstelle Geschlechterforschung finden sich unter www.fgf.uos.de/zukunft.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Forschungsstelle Geschlechterforschung, Universität Osnabrück
Schloßstraße 8, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4221/4379
zukunft@uni-osnabrueck.de

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news-8342.atom „Psychotherapeutische Kompetenzen erfassen und fördern“ – Universität Osnabrück lädt Fachöffentlichkeit zu Gastvortrag ein 2019-05-06T09:43:16+02:00 2019-05-06T09:40:07+02:00 Am Freitag, 17. Mai, wird Prof. Dr. Florian Weck von der Universität Potsdam im Rahmen des Gastvortrags „Psychotherapeutische Kompetenzen erfassen und fördern“ Einblick in aktuelle empirische Befunde aus der Kompetenzforschung geben und Implikationen für die Weiterentwicklung von Psychotherapieansätzen sowie der Ausbildung von Psychotherapeutinnen und -therapeuten vorstellen. Beginn ist um 18.15 Uhr im Universitätsgebäude an der Kolpingstraße 7, Raum B01. Die Veranstaltung ist als Fortbildungsveranstaltung bei der niedersächsischen Psychotherapeutenkammer (PKN) mit 3 Fortbildungspunkten akkreditiert. Die Weiterbildungsstudiengänge Psychotherapie der Universität Osnabrück und der Osnabrücker Verein zur Förderung der klinischen Psychologie und Psychotherapie (OKP e.V.) laden die interessierte Fachöffentlichkeit herzlich zu diesem Gastvortrag ein. Dr. Florian Weck ist Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Potsdam und leitet dort die Psychologisch-Psychotherapeutische Ambulanz sowie das Psychologisch-Psychotherapeutische Institut zur Ausbildung von Psychologischen Psychotherapeuten.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die im psychotherapeutischen, medizinischen oder psychosozialen Bereich tätig sind. Sie findet im Rahmen der regelmäßigen Gastvorträge der Weiterbildungsstudiengänge Psychotherapie und des OKP e.V. statt und wird von Prof. Dr. Henning Schöttke und Prof. Dr. Silja Vocks ausgerichtet. Diese Vorträge dienen dem Ziel, den Transfer aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen in die Praxis zu fördern.

Die nächsten Ausbildungskurse zum Psychologischen Psychotherapeuten mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten beginnen im Oktober 2019. Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Silja Vocks, Prof. Dr. Henning Schöttke, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4743 (Vocks) oder Tel. +49 541 969 4757 (Schöttke)
silja.vocks@uni-osnanbrueck.de henning.schoettke@uni-osnabrueck.de

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news-8340.atom Prof. Dr. Oliver Thomas seit 1. Mai Sprecher der deutschen Wirtschaftsinformatik 2019-05-03T09:50:29+02:00 2019-05-03T09:48:08+02:00 Im Rahmen der 14. Internationalen Tagung Wirtschaftsinformatik in Siegen Ende Februar ist Prof. Dr. Oliver Thomas von der Universität Osnabrück zum neuen Sprecher des Fachbereichs Wirtschaftsinformatik (FB WI) in der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) gewählt worden. Nach einstimmiger Wahl stellte Prof. Thomas seine Ziele für die am 1. Mai begonnene Amtszeit vor, in der er unter anderem die Marke „Wirtschaftsinformatik“, kurz: WI, stärken und somit für die Öffentlichkeit präsenter machen wird. „Ich freue mich über das entgegengebrachte Vertrauen und auf die bevorstehenden Aufgaben, um die Marke ‚WI‘ zukunftsweisend zu positionieren“, sagte Prof. Thomas.

Der Fachbereich Wirtschaftsinformatik der Gesellschaft für Informatik ist mit rund 1.100 Mitwirkenden der mitgliederstärkste Fachverband der Wirtschaftsinformatik und hat das Ziel, die Themen der Wirtschaftsinformatik innerhalb der GI und darüber hinaus weiterzuentwickeln und zu vertreten, beispielsweise durch die Organisation von Konferenzen, die Herausgabe von wissenschaftlichen Zeitschriften und einem engen Austausch mit Politik und Wirtschaft. Als Schnittstellendisziplin zwischen Betriebswirtschaft und Informatik steht die Anwendungsorientierung und somit die praktische Einsetzbarkeit im Fokus. „Ein Ziel muss es sein, die Kooperationen auf unterschiedlichen Ebenen voranzutreiben – insbesondere mit Unternehmen, aber auch in der Ausbildung von Nachwuchskräften in Schule und Universität“, so Prof. Thomas.

Die Osnabrücker Wirtschaftsinformatik gestaltet diesen Trend aktiv für die Community mit. An der Universität Osnabrück fand, unter anderem organisiert von Prof. Thomas, die 12. Internationale Tagung Wirtschaftsinformatik (WI 2015) unter dem Leitthema „Smart Enterprise Engineering“ statt. Dieses Thema rückt die Gestaltung des digitalen „Unternehmens der Zukunft“ in den Vordergrund.

Die Forschungsarbeiten von Prof. Thomas fügen sich ein in das neu gegründetete DFKI-Labor Niedersachsen, welches aus der seit 2011 existierenden Osnabrücker Außenstelle „Planbasierte Robotersteuerung“ des Bremer Robotics Innovation Center (RIC) des DFKI hervorgegangen ist und nun seine Arbeit aufgenommen hat. In dem DFKI-Labor arbeiten in Osnabrück und Oldenburg jeweils zwei Arbeitsgruppen. Neben der bereits bestehenden Gruppe „Planbasierte Robotersteuerung“ kommt die Osnabrücker Gruppe „Smart Enterprise Engineering” von Prof. Thomas hinzu. In dieser Gruppe werden Lösungen gemeinsam mit der Industrie entwickelt, wie in dem Innovationsverbund SmartHybrid oder den Projekten SmartTCS und Glasshouse.

Die Entwicklung innovativer Methoden und Systeme wird in diesem Kontext zunehmend bedeutender. „Allerdings“, betont Thomas, „ist neben dem Technologieverständnis das Wissen um die zielgerichtete Entwicklung und die Wirkung von Technologien im Unternehmenskontext ein zentraler Aspekt, der weiter fokussiert werden muss.“ Der Schulterschluss mit der Informatik ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor für die zukünftige Ausrichtung der WI, um intelligente Systeme und datengetriebene Konzepte umzusetzen. Die Gründung der neuen DFKI-Forschungsgruppe in Osnabrück ist insofern ein weiterer wegweisender Schritt, mit dem diesen veränderten Anforderungen Rechnung getragen wird.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8338.atom Die Zukunft unserer Seen – Universität Osnabrück an umfangreichem Projekt beteiligt 2019-05-03T08:04:21+02:00 2019-05-03T07:59:41+02:00 Wie werden sich in Zukunft die Ökosysteme und dadurch die Biodiversität von Seen verändern? Wie können wir einen schonenden Umgang mit unseren Seen erreichen? Mit diesen Fragen befasst sich das Forschungsprojekt LimnoScenES, an dem das Institut für Umweltsystemforschung (IUSF) der Universität Osnabrück beteiligt ist. Im Mittelpunkt stehen menschengemachte Einflüsse auf Seen und deren Biodiversität und dabei besonders die Interaktionen zwischen Mensch und Binnengewässern. Ein Fallbeispiel der Untersuchungen ist der Dümmer im Nordosten Osnabrücks. Das im Februar gestartete Forschungsprojekt fragt nach den langfristigen Konsequenzen des menschlichen Einflusses auf die Ökosysteme von Seen, wie beispielsweise dem Klimawandel und der Landwirtschaft. Es reiht sich damit thematisch in die Ausrichtung der Profillinie „Mensch-Umwelt-Netzwerke“ der Universität Osnabrück ein. Sie ist eine von insgesamt sechs Profillinien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil stärker akzentuieren möchte.

Das Projekt untersucht sowohl die Ursachen menschlicher Einflüsse auf Seen als auch die Maßnahmen, die eine Verbesserung des Zustands von Seen bewirken können. „Das Thema des Projekts ist vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten um landwirtschaftliche Einflüsse auf Böden und Gewässer gerade in Deutschland von äußerster Relevanz“, erklärt die Osnabrücker Wissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl. Eine revidierte Düngeverordnung soll dafür sorgen, dass weniger Dünger auf Böden ausgetragen werden und dadurch weniger belastende Nährstoffe ihren Weg in den Wasserkreislauf und somit in Seen und Grundwasser finden. Die Überarbeitung der Verordnung stößt jedoch auf Kritik von verschiedenen Seiten. Während sie Wasser- und Naturschutzverbänden nicht weit genug geht, befürchtet die Landwirtschaft wirtschaftliche Einbußen.

Auf Landkreisebene ist der Einfluss des Menschen auf die Qualität von Gewässern besonders aktuell nachdem der Kreistag Osnabrück am 11. März 2019 beschlossen hat, die Gewässerschutzstreifen im FFH-Schutzgebiet in Melle von zuvor anberaumten und per EU-Richtlinie vorgeschriebenen fünf Metern auf lediglich einen Meter zu reduzieren. Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft und Naturschutzverbände haben diese Entscheidung heftig kritisiert. Der Eintrag von Nährstoffen und Pestiziden in den Wasserkreislauf bleibt damit ein brisantes Thema für Niedersachsen.

Das Forschungsprojekt, welches das IUSF der Universität Osnabrück gemeinsam mit dem Leibniz Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, dem Department of Biology der Lund University, dem Département des Sciences Biologiques der Université du Québec à Montréal und dem Stockholm Resilience Centre in den nächsten drei Jahren durchführt, setzt sich mit genau diesen Problematiken auseinander. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Forschungsbereichen fokussieren sich auf die Veränderung der Biodiversität von Seen und damit auf die potentielle Beeinträchtigung von deren Ökosystemdienstleistungen. „Eine ganzheitliche Betrachtung von Ökosystemleistungen, wie beispielsweise Trinkwassergewinnung, die Produktion von Nahrung, Erhaltung der Artenvielfalt oder Naherholung an Seen, soll komplexe Zusammenhänge aufzeigen und Akteure bei der Suche nach ganzheitlichen Lösungsansätzen unterstützen“, erläutert Pahl-Wostl. In Workshops mit verschiedenen Akteuren, die in ihrer täglichen Arbeit mit der Biodiversität der Seen zu tun haben oder direkt von dieser abhängig sind, werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Visionen und Managementstrategien der Akteure herausarbeiten. „Das Ergebnis der Workshops sollen Szenarien der zukünftigen Interaktionen von Menschen und Frischwasserquellen sein. Dabei soll die Biodiversität von Seen und deren Ökosystemdienstleistungen erhalten bleiben, auch wenn die Seen weiterhin den Einflüssen des Klimawandels und der anhaltenden Nutzung von Land und Wasser durch uns Menschen ausgesetzt sein werden“, erklärt Dr. Laura Herzog vom IUSF.

Neben dem nordwestlich von Osnabrück gelegenen Dümmer, der einer hohen Belastung durch Nitrate und Phosphor ausgesetzt ist, untersucht das Projekt die Interaktionen von Mensch und See am Lac St. Charles in der Nähe von Québec City in Kanada und am Ringsjön-See in Südschweden. Gefördert wird das internationale Forschungsprojekt durch das Belmont Forum und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8336.atom Bulgarisches Judenspanisch – Weit verstreut und doch einheitlich: Ein Vortrag des Linguistischen Kolloquiums am 9. Mai 2019-05-02T10:46:33+02:00 2019-05-02T10:28:50+02:00 Das Kolloquium des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück lädt am Donnerstag, 9. Mai, zu einem Vortrag von Jonas Grünke über bulgarisches Judenspanisch ein. Als zweiter Beitrag der Vortragsreihe „Die Mehrheit der Sprachen – Minderheitensprachen im Fokus“ möchte das Kolloquium um 18.15 Uhr im Schlosshauptgebäude, Raum 11/212, deutlich machen, wie vielfältig der Schatz an Sprachen in unserer Welt ist und welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind. Obwohl Judenspanisch heute in weit verstreuten Gebieten gesprochen wird und mit unterschiedlichen Sprachen im Kontakt steht, ist diese bedrohte Sprache noch immer erstaunlich einheitlich, ohne dabei über eine eigene normierte Standardvarietät zu verfügen. Dennoch lässt sich in nahezu allen sprachlichen Bereichen zeigen, dass die entsprechenden Kontaktvarietäten das Judenspanische nicht nur stark beeinflussen, sondern sogar, dass in manchen Fällen Normen der Kontaktsprache auf das Judenspanische übertragen werden, wodurch verschiedene „(Normierungs-)Zentren“ entstehen.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der in Sofia gesprochenen Varietät und diskutiert anhand (semi-)spontansprachlicher narrativer Interviews mit vier judenspanisch-bulgarisch bilingualen Sprecherinnen und entsprechenden Kontrolldaten von einer monolingualen bulgarischen Kontrollgruppe den Einfluss des Bulgarischen auf Prosodie (Intonation und Rhythmus), segmentale Phonetik und Phonologie (Vokalanhebung) und Syntax (Fronting und Possessivstrukturen).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Ina Lehmkuhle M.A., Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4119
ina.lehmkuhle@uos.de

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news-8334.atom „Deal im Strafrecht“ – Uni Osnabrück: Symposium über den Vergleich zweier Rechtssysteme 2019-04-29T10:36:54+02:00 2019-04-29T10:34:05+02:00 Die Professur für chinesisches Recht, das Center for International Research on Chinese Law and Economics (CIRCLE) und das Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) der Universität Osnabrück organisieren vom 3. bis 4. Mai im Schlosshauptgebäude, Raum 11/E06, ein Symposium zum Deal im Strafrecht mit führenden internationalen Wissenschaftlern. Ziel des Symposiums ist auf der einen Seite zu verstehen, wie und warum das deutsche Strafrecht mit seiner traditionellen Orientierung auf die sogenannte „materielle Wahrheitsfindung“ dieses System zulässt. Auf der anderen Seite wird deutlich, warum sich das chinesische Strafrecht in den vergangenen Jahren aktiv darum bemüht, dieses System in seine Strafprozessordnung einzufügen.

Auf dieser Grundlage werden sich beide Seiten über Vor- und Nachteile bzw. über Chancen und Unzulänglichkeiten der jeweiligen Systeme auseinandersetzen. Dabei wird insbesondere auch auf Fragen eingegangen, die sich auf den Ablauf der Verständigung außerhalb des Gerichtssaals beziehen, wo also nur Staatsanwaltschaft und Verteidigung/Angeklagter involviert sind, jedoch zum Teil auch im Nachhinein kein Richter zugegen ist.

Nähere Informationen unter: https://www.circle-cms.uni-osnabrueck.de/index.php?id=1937 oder ls-gesk@uos.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. (NTU) Dr. Georg Gesk
Fachbereich Rechtswissenschaften
Chinesisches Recht
Katharinenstraße 13-15, 49078 Osnabrück
Tel: +49 541 969 6017
ggesk@uni-osnabrueck.de

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news-8331.atom Osnabrücker Hochschulen gewinnen Förderantrag „Transfer in Niedersachsen" Utz Lederbogen 2019-04-26T18:13:37+02:00 2019-04-26T17:16:52+02:00 Bei der Ausschreibung „Transfer in Niedersachsen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK) haben die bei-den Osnabrücker Hochschulen erfolgreich einen Förderantrag platzieren können. Unter dem Projekttitel PROACTOS – Proaktive Optimierung des regionalen Innovationssystems durch Stärkung der gemeinsamen Transferstrukturen der Hochschule Osnabrück und der Universität Osnabrück – gelang es den Partnerinnen, die Zusage für rund 1,5 Millionen Euro an Fördergeldern zu erhalten. „Das hohe Potential von Innovationen unserer Region und des Wirtschaftsraums Osnabrück ist bekannt. Nun gilt es, dieses im Rahmen einer strukturierten und innovativen Transferstrategie nachhaltig zu erschließen. Mit dem Verbundvorhaben PROACTOS werden wir die strukturellen Voraussetzungen für innovative Austauschformate zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft schaffen können“, freut sich Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Bertram über die Zusage aus Hannover.

Das Projekt hat eine geplante Laufzeit bis zum Jahr 2024 und umfasst vier Vollzeitstellen für das Transfer- und Innovationsmanagement der Osnabrücker Hochschu-len.

"Primäres Ziel des Verbundvorhabens PROACTOS ist es, die Ideen und das Wissen der beiden Hochschulen nachhaltig in die Region Osnabrück zu transferieren, die Innovationsfähigkeit der viertstärksten Mittelstandsregion Deutschlands zu stärken, gesellschaftlichen Herausforderungen zu begegnen und zu einem größeren Wohl-stand in der Region beizutragen", erläutert Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. Das Projekt befördert dabei auch Grenzüberschreitungen im positiven Sinne: zwischen Forschung und Anwendung sowie klassischen und neuen Unternehmens-branchen und Technologien. „Wir sind auch offen für andere Kooperationsformen, für Querdenker und für kreatives Denken", ergänzt Präsident Lücke.

Hochschule Osnabrück und Universität Osnabrück sind im Themenfeld Wissens- und Technologietransfer eng verbunden. Mit der neu geschaffenen Organisationseinheit Technologie- und Innovationsmanagement (TIM) soll das Projekt PROACTOS organisiert und vorangetrieben werden.

Mit dem Projekt PROACTOS verfolgen die Hochschulen die Ziele Erschließung der Region, Ideenmanagement, Digitalisierung des Transfer-Angebots sowie Qualifizierung von Transfer- und Innovationsmanagern.

"Zunächst soll die Region über sogenannte Transferagenten besser erschlossen werden. Sie nehmen mit Akteuren wie z.B. Unternehmen und thematischen Netzwerken gezielt Kontakt auf. Im Fokus stehen die Themenfelder Agrar/Ernährung und Ge-sundheit mit dem Querschnittsthema Digitalisierung“, erläutert Dr. Christoph Gringmuth, Leiter des TIM.

Als zweiter Strang ist der Aufbau eines strukturierten Ideenmanagements geplant. Unternehmen der Region sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Hochschulen sollen bei der Generierung und Ausdifferenzierung von Ideen proaktiv unterstützt werden. Dabei werden etablierte Ideenfindungsformate wie zum Beispiel Hackathons angewandt sowie neue Formate entwickelt.

Auch wird das Transfer-Angebot für in- und externe Partner stärker digitalisiert.

Nicht zuletzt ist die Qualifizierung ein wichtiges Ziel des Projektes. „Wir wollen ein Qualifizierungsprogramm erstellen, welches zertifizierte Transfer- und Innovationsmanagerinnen und -manager hervorbringt“, ergänzt Gringmuth. „Wir beabsichtigen, mit diesen Maßnahmen die Innovationskraft der Region spürbar zu steigern.“

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Christoph Gringmuth
Leiter Transfer- und Innovationsmanagement (TIM) der Universität und der Hochschule Osnabrück
Albert-Einstein-Str. 1, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3073 Mobil: +49 173 961 9334
Email: c.gringmuth@hs-osnabrueck.de
Internet: https://www.tim-osnabrueck.de

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news-8329.atom Was soll bloß aus mir werden? Das Leben nach dem Abi - Die Zentrale Studienberatung Osnabrück informiert Utz Lederbogen 2019-04-26T12:19:59+02:00 2019-04-26T12:16:15+02:00 Abitur geschafft? Was nun? Ob Praktikum, Freiwilligendienst, Auslandsaufenthalt, Ausbildung oder (duales) Studium, die Möglichkeiten sind vielfältig. Am 6. Mai von 17 bis 18:30 Uhr stellt die Zentrale Studienberatung im Schloss (Gebäude 11, Raum 212) verschiedene Optionen vor und gibt Tipps zur Entscheidungsfindung und Recherche. Der Vortrag bietet eine allgemeine Orientierung rund um das Studium an Osnabrücker Hochschulen. Auf einzelne Studien- und Berufsfelder kann nicht näher eingegangen werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück S
tudierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
E-Mail: info@zsb-os.de

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news-8327.atom Neue Stiftungsprofessur für den KI-Campus der Universität Osnabrück - ROSEN Gruppe stiftet Professur für Semantische Informationssysteme Utz Lederbogen 2019-04-25T14:53:21+02:00 2019-04-25T14:46:52+02:00 Die weltweit agierende ROSEN Gruppe (Stans, Schweiz) verstärkt ihre Kooperation mit der Universität Osnabrück und fördert über den Stifterverband in den kommenden fünf Jahren mit 1,25 Millionen Euro eine Professur für „Semantische Informationssysteme“. Die Professur wurde gerade ausgeschrieben. „Wir arbeiten sehr gerne mit mittelständischen Unternehmen der Region zusammen. Das Engagement der ROSEN Gruppe ist dabei äußerst bemerkenswert. Es hilft uns, die Stärkung der Informatik und den Ausbau des KI-Campus voran zu treiben. So können wir wichtige Beiträge für die Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft im Bereich Künstliche Intelligenz leisten und bilden zugleich den Nachwuchs für die digitale Zukunft aus“, freut sich der Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke.

Patrik Rosen, Vertreter der Eigentümerfamilie der ROSEN Gruppe, erklärt zu dem Engagement: „Künstliche Intelligenz ist bereits seit Jahren eine wichtige Technologie für die ROSEN Gruppe und wird uns in den kommenden Jahren einen enormen Innovationsschub ermöglichen. Es freut uns sehr, dass wir die Universität Osnabrück beim Ausbau des heute schon so wichtigen KI-Campus unterstützen können. Unsere bisher schon über 25-jährige Erfolgsgeschichte mit der Universität werden wir damit weiter ausbauen.“

Das Institut für Informatik ist eine der tragenden Säulen des KI-Campus der Universität Osnabrück. Dabei spielen die semantischen Informationssysteme eine wichtige Rolle, da sie sich mit der Datenaufbereitung und Weiterverarbeitung befassen. Schwerpunkte der neuen Arbeitsgruppe werden in den Bereichen „Interpretation multi-modaler Sensordatenströme“, „Explainable Machine Learning“, „Raumbezogene Semantik“, „Prädiktive Systemmodelle“ und „Interaktive Entscheidungsunterstützung“ liegen.

„Die Stiftungsprofessur bildet eine Brücke zwischen den bisher vorhanden Forschungsgebieten im Institut für Informatik und im gesamten KI-Campus. Sie wird dabei helfen, die durch Digitalisierung und das Internet der Dinge (IoT) gewonnenen großen Datenmengen semantisch zu interpretieren und dadurch für den Menschen besser nutzbar zu machen“, so der Direktor des Instituts für Informatik, Prof. Dr. Nils Aschenbruck.

Hintergrundinformation

Die ROSEN Gruppe ist ein Familienunternehmen, gegründet 1981 in Lingen, das auf die Forschung, Entwicklung, Herstellung sowie den Einsatz von Inspektionsgeräten für Pipelines und weiteren komplexen technischen Anlagen spezialisiert ist. Es bietet seine Dienstleistungen und Produkte weltweit für die Öl- und Gasindustrie sowie weitere Branchen an. Über 500 Experten arbeiten allein in Lingen im Bereich Forschung und Entwicklung, um aus Messdaten Informationen für entscheidungsunterstützende Softwarelösungen zu erzeugen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Nils Aschenbruck, Universität Osnabrück,
Direktor des Instituts für Informatik,
Wachsbleiche 27, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2396
E-mail: aschenbruck@uni-osnabrueck.de

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news-8325.atom Bedeutende romantische Werke der Klavierkammermusik – Konzert der Universitätsmusik am Dienstag, 30. April 2019-04-25T12:57:19+02:00 2019-04-25T12:53:04+02:00 Am Dienstag, 30. April, findet im Rahmen der Universitätsmusik um 20 Uhr im Musiksaal des Schlosses ein Konzert des Ensembles Quintett op.34 statt. Zu dem Ensemble gehören Karin und Christoph Struck (Violine), Mara Schmidt (Viola), Lutz Wagner (Violoncello) und Thomas Reckmann (Klavier). Es kommen zwei der bedeutendsten Werke der romantischen Klavierkammermusik des 19. Jahrhunderts zur Aufführung, zum einen Schumanns Klavierquintett, op. 44 und das Brahmsquintett, op. 34.

Der Eintritt beträgt 7,50 Euro. Für Schüler und Studierende ist der Eintritt frei.




Weitere Informationen für die Redaktionen:

Universitätsmusik, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4755

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news-8322.atom Rock, Blues und Soul zwischen Himmel und Hölle - Universitätsmusik lädt am 29. April zum Konzert ein Utz Lederbogen 2019-04-24T15:12:32+02:00 2019-04-24T15:08:54+02:00 Am Montag, 29. April, lädt der Kurs Bandleitung 2 im Rahmen der Universitätsmusik um 20 Uhr zum Konzert „Heaven and Hell“ in der Schlossaula ein, um auf eine musikalische Reise vom Himmel bis in die Unterwelt zu gehen. Der Eintritt beträgt 7,50 Euro und ist für Schüler und Studierende frei. In ausgefeilten Big-Band-Arrangements präsentieren Studierende des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik Rock, Blues und Soul aus den 60er und 70er Jahren sowie moderne E-Gitarrensounds und Musicalsongs. Neben Songs von Aretha Franklin, den Blues Brothers und Led Zeppelin gehören auch Stücke aus eigener Feder zum Repertoire.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4755
E-Mail: unimusik@uni-osnabrueck.de

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news-8320.atom Universitäten und gesellschaftlicher Wandel - Bundespräsident a.D. Christian Wulff spricht auf Einladung der Universitätsgesellschaft Utz Lederbogen 2019-04-24T15:16:05+02:00 2019-04-24T13:09:10+02:00 Bundespräsident a.D. Christian Wulff spricht am Dienstag, 14. Mai, auf Einladung der Universitätsgesellschaft Osnabrück über die großen Herausforderungen unserer Gesellschaft und die entscheidende Rolle der Universitäten. Die öffentliche Vortragsveranstaltung beginnt um 19 Uhr im Hörsaal 01/E01, Kolpingstraße 7. Interessierte können sich über folgenden Link anmelden: https://tickets.uos.de/christian-wulff/ Der wachsende Populismus, antieuropäische Ressentiments, Fremdenfeindlichkeit und der erstarkende Nationalismus rütteln an den Grundfesten unserer Demokratie und des europäischen Wertesystems. Gleichzeitig erleben wir durch die Digitalisierung und die zunehmende Globalisierung Erosionen sowohl in der Gesellschaft, als auch zugleich im privaten Umfeld. Herausforderungen, denen es sich zu stellen gilt.

Nicht nur bezogen auf die Ursachenforschung kommt der Wissenschaft in diesem Zusammenhang eine zentrale Bedeutung zu, sondern auch aufgrund ihres Bildungsauftrags. Für Weltoffenheit einzutreten und junge Menschen zu einer verantwortungsbewussten Haltung zu ermuntern wird künftig eine wesentliche Aufgabe der Universitäten darstellen.

Der Einlass zu der Vortragsveranstaltung beginnt um 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Eine Teilnahme ist nur mit Voranmeldung über das Ticketsystem möglich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Unigesellschaft Osnabrück e.V.
Janina Majerczyk
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4010
E-Mail: unigesos@uni-osnabrueck.de
www.uni-osnabrueck.de/unigesellschaft

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news-8318.atom Auf ins Studium - Universität und Hochschule Osnabrück informieren Studieninteressierte Utz Lederbogen 2019-04-24T13:08:24+02:00 2019-04-23T11:04:00+02:00 Am Dienstag, 30.April, lädt die Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück zu einem Informationsvortrag über das Studium in Osnabrück ein. Die Veranstaltung findet von 17 bis 18:30 Uhr im Schloss (Gebäude 11) in Raum 212 in 49074 Osnabrück statt. Die Hochschule und die Universität Osnabrück bieten insgesamt rund 280 verschiedene Studiengänge an. In der Veranstaltung wird auf grundlegende Fragen rund um die Themen Fächerwahl und -kombination, Zugangsvoraussetzungen und Auswahlverfahren eingegangen. Außerdem werden Hinweise zum Bewerbungsverfahren gegeben und Recherchemöglichkeiten aufgezeigt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
E-Mail: info@zsb-os.de

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news-8316.atom Syrisches Arabisch – Eine Minderheitenprache? – Ein Vortrag zur Aufrechterhaltung einer „neuen“ Sprache in Europa 2019-04-18T09:44:39+02:00 2019-04-18T09:42:39+02:00 Am Donnerstag, 25. April, lädt der Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück zu einem Vortrag von Rana Alambark von der University of York ein. Sie wird über syrisches Arabisch berichten, welches zwar keine von Minderheiten gesprochene Sprache ist, aber dessen Zahl der Sprechenden in den EU+-Ländern begrenzt ist. Die einzelnen Feinheiten und das steigende Interesse an der Erhaltung dieser Mundart wird Thema des Beitrags sein. Auf der Welt gibt es geschätzt 7000 Sprachen, aber nur etwa 20 davon werden von der Hälfte der Menschheit gesprochen. Die restlichen sind sogenannte Minderheitensprachen, die sich von den häufig mit Amtsstatus ausgestatteten Sprachen der Mehrheit unterscheiden. Sie werden in - meist staatlich - abgegrenzten Gebieten gesprochen, zeugen vom kulturellen Reichtum der Gesellschaft und sind ein immaterielles Erbe der Menschheit, welches es zu schützen gilt.

Die Veranstaltung findet im Schloss, Neuer Graben 29 (Raum 11/212), ab 18:15 statt und stellt den Auftakt der Vortragsreihe „Die Mehrheit der Sprachen – Minderheitensprachen im Fokus“ des Linguistischen Kolloquiums des Fachbereichs Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück dar. „Die Reihe möchte deutlich machen, wie vielfältig der Schatz an Sprachen in unserer Welt ist und welchen Bedrohungen sie ausgesetzt sind“, sagt Ina Lehmkuhle aus dem Institut für Germanistik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Ina Lehmkuhle M.A., Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4119
ina.lehmkuhle@uos.de

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news-8314.atom Deutschland und Frankreich in einer Welt im Umbruch – Vortrag zur Europawahl 2019 vom Hochschulattaché der französischen Botschaft an der Uni Osnabrück 2019-04-17T11:09:42+02:00 2019-04-17T11:06:46+02:00 Brexit, amerikanische Schutzzölle, Klimapolitik – kurz vor den Wahlen zum Europäischen Parlament sieht sich die EU mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Welche Rolle Deutschland und Frankreich in diesem Kontext spielen können, wird der Hochschulattaché der französischen Botschaft, Dr. habil. Landry Charrier, auf Einladung des Instituts für Romanistik der Universität Osnabrück am Mittwoch, 24. April, kritisch beleuchten. Beginn des Vortrags ist um 18.15 Uhr im Universitätsgebäude am Neuen Graben 40, Raum 112. Der Hochschulattaché und Leiter des Institut français Bonn hat an den Universitäten von Nantes und Düsseldorf studiert. Von 2007 bis 2017 lehrte er am Germanistischen Institut der Universität Clermont Auvergne als Maître de conférences. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen (19. und 20. Jahrhundert), die Idee eines Vereinigten Europas und der Friedensgedanke. Seit dem September 2017 ist er Hochschulattaché der französischen Botschaft für NRW, Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland und Leiter des Institut français Bonn.


Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. Dr. Andrea Grewe, Universität Osnabrück
Institut für Romanistik / Latinistik – Fach Romanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4477
andrea.grewe@uni-osnabrueck.de

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news-8312.atom Schulische Literaturvermittlungsprozesse – Uni Osnabrück lädt zu literaturdidaktischer Tagung ein 2019-04-16T13:30:48+02:00 2019-04-16T13:28:03+02:00 „Schulische Literaturvermittlungsprozesse im Fokus empirischer Forschung. Projekte und Ergebnisse“ lautet der Titel einer literaturdidaktischen Tagung an der Universität Osnabrück am 26. und 27. April. Die Veranstaltung findet statt im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Alte Münze. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Nähere Informationen unter https://lidios.wordpress.com/aktuelles/ Die Literaturdidaktik versteht sich von Beginn an als handlungsleitende Wissenschaft. Dabei wurde lange Zeit vernachlässigt, gängige Methoden sowie die Praxis auch empirisch zu erforschen. Dieses Defizit besteht bis in die Gegenwart hinein. So ist über schulische Literaturvermittlungsprozesse weiterhin wenig bekannt. Zwar haben die empirischen Forschungsprojekte seit der ‚empirischen Wende‘ deutlich zugenommen, doch besteht mit Blick auf Literaturvermittlungsprozesse auch gegenwärtig noch dringender Forschungsbedarf. Durchgesetzt haben sich mittlerweile vor allem Studien, die sich dem Unterrichtsgeschehen mit Hilfe der dokumentarischen Methode nähern.

Ziel der Tagung ist es, mit anderen Forscherinnen und Forschern über ihre Forschungsansätze, -methoden, -daten und -ergebnisse ins Gespräch zu kommen. Dabei wird in Hinblick auf die Literaturvermittlung sowohl die Erforschung der Unterrichtsprozesse wie Unterrichtsgespräche oder Methodenvergleiche als auch die zu Literaturvermittlungszwecken eingesetzten Medien und Hilfsmittel wie neuere Medien, Schulbuch etc. fokussiert.

Zentrale Fragen der Tagung werden unter anderem sein: Wie lassen sich Literaturvermittlungsprozesse erforschen? Welche Vermittlungs- und Aushandlungsprozesse von Literatur (im Unterricht) lassen sich feststellen? Wie laufen sie ab? Was unterscheidet sie? Und welchen Einfluss haben sie auf das literarische Lernen?

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dawidowski, Universität Osnabrück
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft
Neuer Graben 40, 49076 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4055
christian.dawidowski@uos.de

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news-8310.atom Jurastudierende der Uni Osnabrück nahmen erfolgreich an Moot Court teil 2019-04-16T09:53:56+02:00 2019-04-16T09:51:16+02:00 Das Team der Universität Osnabrück, bestehend aus den Jurastudierenden Maximilian Hofer, Lena Katharina Hupe und Lara Müller, hat unter der Leitung der Coaches Patrick R. Hoffmann und Christina Kamm erfolgreich an einem internationalen Studierendenwettbewerb, dem European Law Moot Court, teilgenommen. Nach der erfolgreichen Qualifikation für das Regionalfinale in Ljubljana, hat es nun im Rahmen des Finales in Luxemburg den Preis für den besten Schriftsatz (best written pleading) überreicht bekommen. Hierbei setzte sich das Osnabrücker Team gegen mehr als 85 Teams anderer Universitäten aus ganz Europa durch. Der Präsident des Europäischen Gerichtshofs unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung des Preises, indem er die wichtige Rolle der Schriftsätze im Gerichtsverfahren hervorhob. Denn dieses werde maßgeblich durch den Austausch von Schriftsätzen zwischen den Parteien geprägt.

Im Rahmen des European Law Moot Courts musste das Team aus Sicht der Prozessvertreter beider Seiten eines fiktiven Streitfalls Stellung nehmen. Der zugrundeliegende Fall des zweisprachigen (englisch, französisch) Wettbewerbs behandelte Probleme rund um die gerichtliche Unabhängigkeit. Es musste für jede Streitpartei ein Schriftsatz im Umfang von 15 Seiten verfasst werden. Das Osnabrücker Team hat sich dieser Herausforderung in vielen Stunden harter Arbeit mit großem juristischen Sachverstand gestellt und war damit so erfolgreich, wie kein anderes Team seit 2005, als der Osnabrücker Fachbereich zum ersten Mal an diesem Wettbewerb teilnahm.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Christina Kamm, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institute
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6047
christina.kamm@uos.de

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news-8308.atom „Kauf dich (un)glücklich“: Gastvortrag über pathologisches Kaufen 2019-04-15T10:28:59+02:00 2019-04-15T10:25:14+02:00 Am Freitag, 26. April, laden die Weiterbildungsstudiengänge Psychotherapie der Universität Osnabrück und der Osnabrücker Verein zur Förderung der klinischen Psychologie und Psychotherapie (OKP e.V.) zum Gastvortrag ein. Prof. Dr. med. Dr. phil. Astrid Müller von der Medizinischen Hochschule Hannover wird im Rahmen des Vortrags „Kauf dich (un)glücklich – Ist pathologisches Kaufen eine psychische Erkrankung?“ über Kennzeichen, Folgen und Behandlungsmöglichkeiten des pathologischen Kaufens referieren. Die interessierte Fachöffentlichkeit ist dazu um 18.15 Uhr herzlich eingeladen. Die Veranstaltung im Universitätsgebäude an der Kolpingstraße 7, Raum B01, ist als Fortbildungsveranstaltung bei der niedersächsischen Psychotherapeutenkammer (PKN) mit 3 Fortbildungspunkten akkreditiert.

Prof. Dr. Müller ist leitende Psychologin an der Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover und dort seit Juni 2015 Außerplanmäßige Professorin. Sie leitet die Arbeitsgruppe „Substanzungebundene Abhängigkeitserkrankungen“ und arbeitet darüber hinaus klinisch und wissenschaftlich zu den Schwerpunkten Adipositas und Essstörungen.

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die im psychotherapeutischen, medizinischen oder psychosozialen Bereich tätig sind. Sie findet im Rahmen der regelmäßigen Gastvorträge der Weiterbildungsstudiengänge Psychotherapie und des OKP e.V. statt und wird von Prof. Dr. Henning Schöttke und Prof. Dr. Silja Vocks ausgerichtet. Diese Vorträge dienen dem Ziel, den Transfer aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen in die Praxis zu fördern.

Die nächsten Ausbildungskurse zum Psychologischen Psychotherapeuten mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie und zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten beginnen im Oktober 2019. Bewerbungen sind jederzeit möglich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Silja Vocks, Prof. Dr. Henning Schöttke, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4743 (Vocks) oder Tel. +49 541 969 4757
silja.vocks@uni-osnabrueck.de, henning.schoettke@uni-osnabrueck.de

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news-8306.atom Bewerbungsstart für Summer School des Costa Rica Zentrums 2019-04-11T12:44:00+02:00 2019-04-11T12:39:57+02:00 Es ist eine großartige Chance für den intensiven Austausch mit mittelamerikanischen Studierenden: Vom 15. bis 30. Juli veranstaltet das Costa Rica Zentrum der Universität Osnabrück eine transdisziplinäre, internationale und interkulturell vergleichende Sommerschule zum Thema „Facing the Future: Migration and Intercultural Dialogue in a Sustainable Society“. Bewerbungen bis zum 15. Mai unter: www.costaricazentrum.uni-osnabrueck.de/studierende/sommerschulen/sommerschule_2019.html

Eingebunden ist die Summer School in das Programm des Deutschen akademischen Austauschdienstes (DAAD) mit dem Titel „Sommerschulen in Deutschland 2019“ „Unser Ziel ist es, die Realitäten und Hintergründe von Migrationsbewegungen und die Herausforderungen von integrativen und kohäsiven Gesellschaften in ihrem jeweiligen Kontext in Deutschland/Europa und Costa Rica/Zentralamerika besser zu verstehen“, erklärt die zuständige Vizepräsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke. “Bereits 2016 haben wir eine solche Summer School in Costa Rica sehr erfolgreich durchgeführt, jetzt ist es an der Zeit, dass wir uns als gute Gastgeber revanchieren und nach Osnabrück einladen.“ Langfristig gehe es darum, eine Tradition zu begründen, so Blasberg-Kuhnke, die zugleich Sprecherin des Zentrums ist.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Länder aus den Disziplinen Erziehungswissenschaft, Interkulturelles Management, Theologie und Psychologie diskutieren aus ihren jeweiligen fachlichen Perspektiven mit den teilnehmenden Studierenden, inwieweit interkultureller Dialog eine Integration von aufeinandertreffenden Kulturen unterstützen kann. Beteiligt sind fünf Professorinnen und Professoren der Universidad de Costa Rica und Universidad Nacional de Costa Rica sowie acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück. Begleitet wird das zweieinhalbwöchige Programm von Workshops zum Thema Interkulturelle Kompetenzen und Kommunikation, Methodenworkshops sowie von akademischen Exkursionen, unter anderem zur Deutschen Stiftung Friedensforschung und zur Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur. „Ich kann nur appellieren, dieses besondere Angebot anzunehmen, denn wo bekommt man sonst die Gelegenheit für einen so intensiven Austausch mit mittelamerikanischen Studierenden?“, erläutert die kommissarische Leiterin der Servicestelle Costa Rica Zentrum, Nikola Götzl.

Für die Teilnahme an der Sommerschule können sich Studierende aus Mittelamerika und Deutschland bewerben, die bereits einen Bachelor-Hochschulabschluss erworben haben, sehr gute Sprachkenntnisse in Englisch und Spanisch (Niveau B2) nachweisen können und gegenwärtig in einem Master- oder Doktorandenprogramm eingeschrieben sind, vorzugsweise in den Fächern Theologie, Psychologie, Erziehungswissenschaften und Soziologie. Die Teilnahme an der Sommerschule ist kostenfrei, setzt jedoch Interesse und Motivation zum interkulturellen Austausch voraus, denn die Studierenden nehmen für den Zeitraum der Sommerschule automatisch am zugehörigen Buddy-Programm teil und fungieren als Ansprechpartner für einen zentralamerikanischen Studierenden, um diesen bei Fragen zum Leben und Alltag in Osnabrück vor Ort zu unterstützen. Gleichzeitig eröffnet das kulturelle Begleitprogramm der Sommerschule vielfach weitere Möglichkeiten, interkulturellen Austausch und internationale Begegnung persönlich zu erleben und internationale Freundschaften zu knüpfen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8304.atom Ein Textilhandwerk mit kulturellem Wert – Gastvortrag zum Blaudruck im Osnabrücker Land 2019-04-11T10:45:52+02:00 2019-04-11T10:39:27+02:00 Unter dem Titel "Von Muziris nach Bohmte: wie der Blaudruck ins Osnabrücker Land kam." findet am Mittwoch, 17. April, um 18 Uhr im Universitätsgebäude in der Seminarstraße 33-34 (Raum 05/217) ein Vortrag über die Herkunft des einzigartigen Färbemittels Indigo statt. Der aus Jever stammende Blaudrucker Georg Stark, dessen unermüdlicher Einsatz zur Aufnahme des Blaudrucks in die UNESCO-Liste des Immateriellen Weltkulturerbes führte, wird über das traditionelle Textilhandwerk des Blaudruckens mit Indigo berichten. Der Vortrag markiert den Endpunkt der aktuellen Ausstellung der Galerie "Stichpunkt!" an der Seminarstraße 33, in der Textilstudierende der Universität Osnabrück sich mit dem Blaudruck auseinandergesetzt, Objektideen entwickelt und selbige umgesetzt haben. Mitte 2018 war Georg Stark auf das Fachgebiet Textiles Gestalten der Uni Osnabrück zugegangen, um den Blaudruck für ein jüngeres Publikum attraktiver zu gestalten.

Der Blaudruck zeichnet sich durch das typische weiße Muster auf blauem Grund aus, welches im Handdruck auf einen Stoff aufgedruckt, mit Indigoblau ausgefärbt und direkt nach dem Auswaschen sichtbar wird. Wie es der tropische Indigofarbstoff vor etwa 400 Jahren von Indien nach Europa bzw. in das Osnabrücker Land geschafft hat und das bis dahin gängige Färberwaid aus Thüringen allmählich verdrängte, wird Thema des Vortrags sein. “Die Geschichte des Indigo ist unglaublich faszinierend“ sagt Dr. Bärbel Schmidt, Professorin für Textil- und Bekleidungswissenschaften an der Universität Osnabrück. „Sie ist zugleich ein Stück Handelsgeschichte, das mehrere Kontinente umspannte, von Armut und Reichtum erzählt und darüber hinaus aufzeigt, dass der Begriff Globalisierung viel älter ist als wir mitunter meinen. Keiner kann darüber so fesselnd berichten wie Georg Stark.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osanbrueck.de

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news-8302.atom „Elias“: Zwei Konzerte der Universitätsmusik Osnabrück 2019-04-09T13:30:40+02:00 2019-04-09T13:27:49+02:00 Chöre, Sinfonieorchester und Solisten der Universität Osnabrück präsentieren unter der Leitung von Universitätschordirektor Joachim Siegel Felix Mendelssohn Bartholdys „Elias" am 15. April um 20 Uhr in der Osnabrücker St. Katharinenkirche. Kostenfreie Resttickets für die Osnabrücker Aufführung unter https://tickets.uni-osnabrueck.de/unimusik/ Nach einem Wintersemester intensiver Vorbereitung stehen nun über 200 Studierende auf der Bühne und erzählen die packende alttestamentarische Geschichte des eifernden Propheten. Ein zweites Konzert findet am Dienstag, den 16. April um 20 Uhr in St. Mauritius Ibbenbüren statt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4755
unimusik@uni-osnabrueck.de

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news-8299.atom Text und Kontext – Text als Kontext. Interessante Tagung an der Uni Osnabrück 2019-04-08T10:46:12+02:00 2019-04-08T09:51:09+02:00 Vor kurzem fand die erste Tagung des [PostDoc]Netzwerk Nord unter dem Titel „Text und Kontext – Text als Kontext. Mittelalterliche Handschriften als Basisgröße einer mediävistischen Literaturwissenschaft“ an der Universität Osnabrück statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich begeistert von der Vielfalt der behandelten Themen. Dass die Texte des Mittelalters in erster Linie als Handschriften überliefert sind, ist keine bahnbrechende Neuigkeit. Trotzdem wird den Handschriften oft – gegenüber dem einzelnen überlieferten Text – meist weniger Interesse entgegengebracht. Dabei ist es für die Interpretation eines Textes keineswegs uninteressant, mit welchen anderen er überliefert ist. Sammelhandschriften verfolgen nicht selten ein bestimmtes Konzept, das den einzelnen Text in einen übergreifenden Sinnzusammenhang stellt. Dieser wird leicht übersehen, wenn der Text nicht im Kontext seines Überlieferungsverbundes betrachtet wird. Auf der Tagung haben germanistische Mediävistinnen und Mediävisten dieses Thema in den Blick genommen.

So zeigten die Vorträge, wie ein Blick in eine Sammelhandschrift Ergebnisse relativieren kann, die die Forschung lange postulierte – etwa in Hinblick auf die Überlieferung der ‚Reise des Sankt Brandan‘. Dieser wurde oft ein weltliches Interesse unterstellt, eine Neugier am Unbekannten, während die Überlieferung eine andere Interpretation nahelegt: In einer von Sebastian Holtzhauer vorgestellten Handschrift offenbart sich ein deutlicher Fokus auf das Fegefeuer, wenn man die gesammelten Texte der Handschrift gemeinsam untersucht. Auch die chronologische Ordnung von Handschriften kann durch einen tieferen Blick und den Vergleich einzelner Varianten diskutiert werden, wie Anabel Recker es am Beispiel zweier Meisterliederhandschriften des 15. Jahrhunderts vorführte. Scheinbar naheliegende Verhältnisse, die bisher angenommen wurden, erscheinen dann als brüchig. Nicht zuletzt diskutierten die Teilnehmenden in einem abschließenden Workshop, welche zukünftigen Projekte die germanistische Mediävistik anstoßen könnte, um die Erfassung noch unbekannter volkssprachiger Handschriften handhabbar zu machen – beispielsweise über ein Citizen-Science-Projekt.

„Die Tagung hat mir thematisch eine sehr tolle Grundlage für meine Abschlussarbeit gegeben“, sagte Teilnehmerin Gesa Huismann aus Hamburg. Für das nächste Jahr ist bereits die nächste Tagung des [PostDoc]Netzwerk Nord in Planung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing Neuer Graben 29, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8297.atom Absolventinnen der Universität Osnabrück mit OLB-Preisen für Arbeiten zur Digitalisierung geehrt 2019-04-05T09:32:36+02:00 2019-04-05T09:30:29+02:00 Es ist ein großer Erfolg, der eindrucksvoll die umfassende Expertise der Universität Osnabrück im Bereich Digitalisierung unterstreicht: Beide am Mittwoch, 3. April, verliehenen Wissenschaftspreise der OLB-Stiftung in der Kategorie Digitalisierung gingen an Absolventinnen der Universität Osnabrück, und zwar an die Wirtschaftsinformatikerin Dr. Christina Niemöller für ihre Promotion sowie an die Kognitionswissenschaftlerin Tami Lang für ihre Abschlussarbeit. Der Wissenschaftspreis der OLB-Stiftung ist mit 32.000 Euro der höchstdotierte im Nordwesten der Republik. Die Stiftung, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiert, prämierte sechs herausragende Arbeiten mit insgesamt 22.000 Euro sowie aus Anlass der zehnten Ausschreibung seit dem Jahre 2000 zwei zusätzliche Arbeiten mit Sonderpreisen in Höhe von insgesamt 10.000 Euro, die sich mit den Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigten.

Die Preise wurden von Karin Katerbau (Vorsitzende des Vorstands der OLB-Stiftung) und dem Vorsitzenden der Jury, dem international renommierten Philosophen und Wissenschaftstheoretiker Prof. em. Dr. Jürgen Mittelstraß (Konstanzer Wissenschaftsforum, Universität Konstanz) in Oldenburg übergeben. Juryvorsitzender Prof. Mittelstraß lobte in seiner Begrüßung die Qualität der eingereichten Arbeiten. Es sei sehr spannend gewesen, sich mit ihnen zu beschäftigen. Sie ließen erkennen, dass das universitäre Ideal der Einheit von Forschung und Lehre lebt, die Lernenden in die Forschung hineingezogen werden. Das gebe Hoffnung für die künftige Entwicklung der Universität und der Forschung in Deutschland.

Dr. Christina Niemöller promovierte im Mai 2017 am Fachgebiet für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik. In ihrer nun mit dem Sonderpreis Digitalisierung im Bereich Doktorarbeiten ausgezeichneten Promotion ging sie der Frage nach, wie neue mobile Technologien, beispielsweise Smartphones oder Smart Glasses, bei der Durchführung von Dienstleistungen unterstützen können. Hierbei konzipierte sie jeweils Prototypen für die Domänen Maschinen- und Anlagenbau, Logistik und das Gesundheitswesen. „Die anwendungsnahe Forschung der Universität Osnabrück gab mir dir Möglichkeit, diese innovativen Technologien gemeinsam mit Projektpartnern aus unterschiedlichen Domänen zu erproben“, so Dr. Christina Niemöller, „Nur so war es möglich, Informationssysteme zu gestalten, die nicht nur den wissenschaftlichen Diskurs erweitern, sondern auch im praktischen Einsatz neue Geschäftsmodelle ermöglichen.“ Auch heute ist sie im Bereich Geschäftsmodelle und Digitalisierung der Industrie bei dem Osnabrücker Unternehmen SALT AND PEPPER Software tätig. Hier arbeitet sie weiterhin eng mit der Universität Osnabrück zusammen, unter anderem in Forschungsprojekten zu Virtual Reality.

Tami Lang, 1995 geboren in Osterholz-Scharmbeck, studierte Cognitive Science an der Universität Osnabrück. Sie erhält den Sonderpreis Digitalisierung im Bereich Studienabschlussarbeiten für ihre Bachelorarbeit. Darin befasst sie sich mit dem Thema Identität im Digitalen Zeitalter und den Fragen, wie das Selbst auf der Fotoplattform Instagram präsentiert wird, welche Auswirkung diese Selbstdarstellung auf die Herausbildung einer Personalen Identität hat, und welche Folgen die Nutzung des Online-Netzwerks auf das Wohlergehen des Offline-Selbst haben könnte. Was ihr am Cognitive Science-Studium an der Universität Osnabrück besonders gefallen hat, ist, dass die Kompetenz, Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten, auf einzigartige Weise vermittelt wurde.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
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Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8295.atom Forscherin der Uni Osnabrück leitet Studie über die Kommunikation einer kooperativen Singvogelart 2019-04-04T14:27:45+02:00 2019-04-04T14:24:10+02:00 Menschliche Kooperation und Kommunikation beruhen ganz gravierend auf der sozio-kognitiven Fähigkeit, Aufmerksamkeit mit anderen zu koordinieren, die sogenannte „geteilte Aufmerksamkeit“. Unklar war bisher, welche Faktoren die Evolution dieser, angeblich nur dem Menschen vorbehaltenen, Fähigkeit gefördert haben könnten. Eine aktuelle Studie unter Leitung von Prof. Dr. Simone Pika, Leiterin der Forschungsgruppe Vergleichende Kognitionsbiologie des Instituts für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück, in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of The Royal Society B, Biological Sciences, wirft nun erstmalig Licht auf diese Frage. Die Fähigkeit Aufmerksamkeit zu teilen, stellt einen fundamentalen Meilenstein in der Ontogenese menschlicher, kooperativer Kommunikation dar. Erste Anzeichen Aufmerksamkeit gezielt zu koordinieren, finden sich bereits bei Kindern in den ersten zwei Lebensjahren. “Wenn mein zweijähriger Sohn mich dazu bringen will mit ihm in eine bestimmte Richtung zu laufen, sind mehrere Kommunikationsmodalitäten und –verknüpfungen möglich“, sagt Yitzchak Ben Mocha, Erstautor der Studie und Doktorand am Max Planck Institut für Ornithologie in Seewiesen und am Max Planck Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig. „Er kann mich zum Beispiel direkt ansprechen („Papa“), spezifische Gesten verwenden, beispielsweise winken, und in die gewünschte Richtung laufen, während er regelmäßig zurückschaut, und prüft, wie ich reagiere. Folge ich seiner Einladung nicht, werden die Kommunikationssignale verstärkt oder abgeändert, bis das gewünschte Ziel erreicht ist.“ Die Fähigkeit, Aufmerksamkeit mit anderen zu koordinieren wird von vielen Wissenschaftlern als grundlegendes Charakteristikum menschlicher Kommunikation gesehen. Für manche repräsentiert sie sogar den kleinen Unterschied in der menschlichen Evolution, welcher den großen Unterschied in sozialen Kognitionsleistungen einläutete.

Die Studie untersuchte, ob die besondere Kombination zweier Faktoren — nämlich einem Menschenaffen-ähnlichen Kognitionssystem und einem hohen Kooperationspotential (Aufzucht der Jungen durch verwandte und nicht-verwandte Artgenossen) — die Evolution dieser angeblich nur dem Menschen vorbehaltenen Fähigkeit gefördert haben könnte. Um dieser Frage nachzugehen, untersuchten die Forscher kommunikative Interaktionen einer Singvogelart, der Graudrosslinge (Turdoides squamiceps) im Shezaf Natur Reservat in Israel. Diese etwa starengroßen Singvögel, denen ein Menschenaffen-ähnliches Kognitionssystem fehlt, ziehen ähnlich wie der Mensch jedoch ihre Jungen auch kooperativ auf.

Die Ergebnisse zeigen, dass Graudrosslinge Schlüsselelemente der Fähigkeit Aufmerksamkeit zu teilen verwenden. Zum Beispiel ermuntern erwachsene Vögel den Nachwuchs, ihnen an Unterschlupforte zu folgen, indem sie auffällig mit den Flügeln flattern, vokalisieren, und dabei stets den Blick zwischen Nachwuchs und geplanter Richtung alternieren. Sie präsentieren Objekte, um einen Partner des anderen Geschlechts zu umgarnen und ihn zu überzeugen, das Blickfeld der anderen Gruppenmitglieder zu verlassen und versteckt zu kopulieren. “Es ist äußerst faszinierend zu beobachten, dass eine Tierart mit einem vergleichsweise kleinen Gehirn Verhaltensweisen verwendet, die traditionell nur uns Menschen zuerkannt wurden” sagt Prof. Dr. Simone Pika, die Primatologin am Institut für Kognitionswissenschaft. “Unsere Ergebnisse stützen somit die Hypothese, dass kooperative Motive die Entwicklung von komplexen sozio-kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten gefördert haben könnten.”

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Simone Pika, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Artilleriestraße 34, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2721
spika@uni-osnabrueck.de

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news-8293.atom Osnabrücker Hochschulen beeindrucken auf der Hannover Messe 2019-04-04T13:22:01+02:00 2019-04-04T13:19:04+02:00 Hilfe bei der Diagnose neurologischer Erkrankungen, Materialeffizenz durch innovativen Leichtbau, ein vereinheitliches Development-Kit für Entwicklungsprozesse und Ladekonzepte für E-Autos: Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler zeigte sich beeindruckt am Stand von Universität Osnabrück und Hochschule. Seit vielen Jahren zeigen beide Osnabrücker Hochschulen regelmäßig innovative Exponate auf der Hannover Messe. Projekt GRAPEFRUIT - Universität Osnabrück

Projekte im Bereich des maschinellen Lernens sind ein sehr zeitintensiver und interdisziplinärer Prozess. Für das optimale Ergebnis müssen unterschiedliche Architekturen wie auch neue Ansätze fortwährend implementiert und experimentell in Bezug auf Ihre Qualität bewertet werden. Unter Beteiligung von Mathematikern, Statistikern, Data Scientists und Informatikern entstehen dabei unter hohem Aufwand individuelle Lösungen für spezifische Herausforderungen in Forschung und Industrie.

GRAPEFRUIT bietet hier ein vereinheitlichendes Development-Kit, um diesen Entwicklungsprozess zu gestalten. Es begleitet alle Beteiligten von der Sammlung und Speicherung der Daten über die Konzeption und Realisierung der Modelle bis hin zu deren Evaluierung. Während Computerexperten sich auf die Integration existierender Ressourcen und die Implementierung neuer Verfahren fokussieren können, gestalten Datenanalysten die Datenpipeline über Konfigurationsdateien, ohne eine einzige Zeile Code schreiben zu müssen. So eröffnen sich weitreichende Möglichkeiten für Effizienzgewinne, automatisierte Evaluationen und revisionssicheres Projektmanagement. Neue Projekte und Modelle können so schneller skaliert und umgesetzt werden.

Stahlständerwerk Carports - Hochschule Osnabrück

E-Mobilität mit den Aspekten von Nachhaltigkeit, Technik und Design zu verzahnen – dafür steht das Stahlständerwerk des Carports mit 16 transparenten Photovoltaik-Paneelen und integrierter AC-Ladesäule (bis max. 22 kW) des Teams von Prof. Pfisterer der Hochschule Osnabrück.

Der Carport wird erstmals im Rahmen der Hannover Messe 2019 auf dem Stand des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur der Öffentlichkeit in Halle 2, Stand A 08 präsentiert. Das Exponat demonstriert das Laden mit regenerativ erzeugter Energie von E-Autos für eine Fahrleistung von bis zu 10.000 km pro Jahr direkt vor der Haustür oder im öffentlichen Raum.Das ungewöhnliche Design ist Ergebnis eines internen Wettbewerbs an der Hochschule Osnabrück, der Industrial Design-Studierende dazu aufrief, außergewöhnliche Stellplätze für Elektrofahrzeuge zu entwerfen.

Pfisterer, Leiter des Kompetenzzentrum Elektronik und Antriebstechnik (KEA) an der Hochschule, befasst sich intensiv mit den Bereichen Energiespeicher, Elektromobilität und Energieeffizienz. „Ladeinfrastruktur für Elektromobilität ist im Alltag noch zu wenig sichtbar“, erklärt er. „Der aus dem Wettbewerb hervorgegangene Carport macht Ladeinfrastruktur sichtbarer und leistet somit einen Beitrag zur Verbreitung von Elektrofahrzeugen.“

Hilfe bei der Analyse neurologischer Erkrankungen

In Kooperation mit der Universität Osnabrück stellt die mindQ GmbH & Co. KG Osnabrück auf der Messe eyeTrax vor. eyeTrax ist ein Machine-Learning-Tool zur robusten Entwicklung von Biomarkern und Mustern für die Analyse neurologischer Erkrankungen anhand spezifischer Augenbewegungen. Die Daten werden mittels Hochleistungs-Eye-Tracking, welches in eine Virtual-Reality-Brille integriert ist, erfasst. In der virtuellen Realität wird eine Simulation abgespielt, die bestimmte Augenbewegungen triggert, welche wiederum Rückschlüsse auf das neuronale System des Menschen erlauben. Das hochentwickelte Expertensystem eyeTrax wird beispielsweise zur diagnostischen Analyse und dem Management leichter Schädel-Hirn-Traumen anhand der standardisierten und objektivierten Messung spezifischer Augenbewegungen und -reaktionen in der Forschung eingesetzt.

Das Ziel ist die Entwicklung eines Machine- Learning-Toolkits, welches (basierend auf eyeTrax-Daten) zur Entdeckung neuer Muster aus Biomarkern für die Erforschung neurologischer Erkrankungen, die mit herkömmlichen mathematisch/statistischen Methoden derzeit noch nicht systematisch untersucht werden können, beiträgt oder die Entdeckung erst ermöglicht.

Materialeffizienz durch innovativen Leichtbau

Die konkrete Material- und Energieeffizienzerhöhung in der gesamten Wertschöpfungskette der Produktion eines mobilen Presscontainers ist Inhalt des Projektes, dass Prof. Dr. Christian Schäfers von der Hochschule Osnabrück präsentiert. Umfangreiche Berechnungen in Finite Elemente Methoden (FEM)haben Ergebnisse hervorgebracht, die es ermöglichten, die Maschine optimal materialeffizient auszulegen und dabei die Fertigungskosten stark zu reduzieren. Der ausgestellte Presskopf der Maschine zeichnet sich insbesondere durch das Pressschild aus, das mit Hilfe einer Topologieoptimierung um 39 % leichter konstruiert werden konnte. Die Gesamtgewichtsersparnis der Maschine von rund 550 kg bewirkt neben dem geringeren Materialverbrauch eine höhere Zuladung und somit einen effizienteren Einsatz des mobilen Presscontainers. „Durch diese Möglichkeit des mobilen Presskopfcontainermoduls „To Go“ kann die Technologie auch in Schwellenländer transferiert werden und dort einen Betrag für die effiziente Müllentsorgung leisten“, erläutert Prof. Schäfers.

Stand auf der Hannover Messe zeigt das hohe Forschungspotential an Osnabrücks Hochschulen

Seit vielen Jahren sind die Osnabrücker Hochschulen Aussteller auf der Hannover Messe. Auch in diesem Jahr fanden die Forschungsprojekte reges Interesse beim Fachpublikum und sowohl der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler als auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Politik, Wissenschaft und Forschung informierten sich ausführlich an den Messeständen.

Unterstützt werden die Wissenschaftler von Universität Osnabrück und Hochschule im Vorfeld und während der Messe von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Bereich Technologie- und Innovationsmanagement, einer gemeinsamen Einrichtung der Universität Osnabrück und der Hochschule Osnabrück.

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news-8291.atom DFKI-Labor Niedersachsen startet in Osnabrück und Oldenburg Utz Lederbogen 2019-03-28T17:35:01+01:00 2019-04-02T13:21:00+02:00 Niedersachsen verstärkt seine Forschungsaktivitäten auf den Feldern Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI). Im Mittelpunkt stehen dabei Ausbau und Weiterentwicklung der bisherigen Außenstelle des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück zum DFKI-Labor Niedersachsen mit den Niederlassungen Osnabrück und Oldenburg. Ein entsprechender Vertrag wurde heute (2. April) von der DFKI-Geschäftsführerin und Vorsitzenden Prof. Dr. Jana Koehler sowie den beiden Universitätspräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Lücke und Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper im Beisein des Niedersächsischen Wissenschaftsministers Björn Thümler auf der Hannover Messe unterschrieben. Bei seiner letzten Sitzung im November 2018 hat der DFKI-Aufsichtsrat dem Aufbau von neuen Arbeitsgruppen in Kooperation mit den Universitäten Osnabrück und Oldenburg zugestimmt. Das nun entstehende DFKI-Labor Niedersachsen hat am 1. April seine Arbeit aufgenommen.

„Mit unserer Digitalisierungsoffensive für die niedersächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ermöglichen wir exzellente Grundlagenforschung, bringen digitale Innovation aus der anwendungsorientierten Forschung in die Praxis und bilden die Fachkräfte für unsere digitale Zukunft aus“, sagte Wissenschaftsminister Thümler anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive peilt die Landesregierung unter anderem auch eine Förderung für den Aufbau des DFKI-Labor Niedersachsen in Höhe von rund 17 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren über das Niedersächsische Vorab der Volkswagenstiftung an.

Übergreifendes Forschungsthema wird die Umgebungswahrnehmung autonomer Systeme sein. Die derzeit bestehende Forschungsgruppe „Planbasierte Robotersteuerung“ in Osnabrück wird dabei um drei weitere Forschungsgruppen erweitert, die an den Universitäten Osnabrück und Oldenburg angesiedelt werden. „Mit dem DFKI-Labor Niedersachsen bekommen wir die Chance, neben Saarbrücken, Kaiserslautern und Bremen zum eigenständigen Standort der größten deutschen Forschungseinrichtung zur Künstlichen Intelligenz zu werden“, sagte Thümler.

DFKI CEO Prof. Dr. Jana Koehler erklärt: "Künstliche Intelligenz dringt in alle Lebensbereiche vor und das DFKI ist einer der innovativsten Treiber für diese Technologie. Mit unseren neuen Niederlassungen in Osnabrück und Oldenburg und der Partnerschaft mit dem Land Niedersachsen verstärken wir unsere Forschung in den Bereichen Robotik, Umgebungswahrnehmung und digitale Geschäftsmodelle, aber auch in den Anwendungsfeldern Landwirtschaft, Meerestechnik und Produktion. Wir freuen uns, dass das DFKI in einem weiteren deutschen Bundesland eine tragende Rolle übernehmen kann und arbeiten eng mit den mittelständischen Dienstleistern und Produzenten und den zahlreichen niedersächsischen Hidden Champions zusammen. Wir danken dem Land und allen Partnern, dass sie das Thema "KI in Niedersachsen" so erfolgreich mit vorantreiben.”

KI Campus Osnabrück

„Künstliche Intelligenz wird unser aller Leben nachhaltig verändern. Diesen Wandel positiv zu gestalten und zugleich neue bahnbrechende Entwicklungen in enger Kooperation mit der starken regionalen Wirtschaft von der Theorie in die praktische Anwendung zu überführen, ist maßgebliche Aufgabe des KI-Campus der Universität Osnabrück“, betonte Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. „Wir freuen uns, dass es jetzt am Standort Osnabrück die Chance gibt, den Bereich Künstliche Intelligenz gemeinsam mit dem DFKI in zunächst zwei Arbeitsgruppen weiterzuentwickeln."

Die Gruppe „Planbasierte Robotersteuerung“ arbeitet unter Leitung von Prof. Dr. Joachim Hertzberg seit 2011 als DFKI-Außenstelle Osnabrück. Forschungsfrage ist, wie Roboter in natürlichen Umgebungen über lange Zeit zielgeleitet handeln und Handlung flexibel an die Umgebung anpassen. Das erfordert die Fähigkeit, Sensordaten aus dem Roboterumfeld online auf relevante Objekte und Geschehnisse hin auszuwerten. Anwendungsschwerpunkt der Gruppe ist die Landwirtschaft; zielgeleitete, umgebungsabhängig ausgeführte Aktionen sind aber auch in der flexiblen Fertigung erforderlich, etwa in der Zusammenarbeit von Menschen und Robotern.

Der Arbeitsschwerpunkt der Gruppe „Smart Enterprise Engineering” ist die Digitalisierung im Mittelstand. Innovationspotenziale, wie Industrie 4.0 und Smart Services, werden systematisch erschlossen, in wirtschaftlich relevanten Modellen wie der hybriden Wertschöpfung abgebildet und in digitale Aus- und Weiterbildungsszenarien für Unternehmen transformiert. Die Gruppe greift hierfür auf Methoden der Künstlichen Intelligenz und neue Technologien wie Augmented oder Virtual Reality zurück. Das Team um Prof. Dr. Oliver Thomas vom Fachgebiet Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück betont damit die Rolle der KI zur Umsetzung innovativer Geschäftsmodelle.

Oldenburger Informatik und Meereswissenschaften

„Die Entscheidung des DFKI ist eine Auszeichnung für die Oldenburger Informatik und unsere Meereswissenschaften. Gerade in den Bereichen maritime Systeme, energieeffiziente Transporte und Produktionssysteme sowie marine Sensorik forschen unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereits intensiv auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz und bauen dies kontinuierlich aus“, erklärt der Präsident der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper. Die enge Anknüpfung der Forscher an die regionale Wirtschaft ermögliche dabei auch, neue Anwendungsfelder zu erschließen.

Mit den Methoden der künstlichen Intelligenz ist es möglich, komplexe Situation und Umgebungen – etwa in Produktionsabläufen oder in der Umweltüberwachung – umfassend wahrzunehmen. Dies bereitet die Grundlage, auf der autonome Systeme künftig noch zielgerichteter handeln können. Die Gruppe „Industrie und Produktion“ an der Universität Oldenburg, geleitet von dem künftigen Inhaber der Stiftungsprofessur „Angewandte Künstliche Intelligenz“, wird insbesondere Produktions- und Transportsysteme in den Blick nehmen. Ziel ist, den Zustand dieser zunehmend digitalisierten Systeme mit Hilfe von KI automatisiert zu erfassen und zu analysieren. Der Informatiker Prof. Dr. Axel Hahn unterstützt den Aufbau der Arbeitsgruppe, die eng mit dem Zentrum Digitale Innovationen Niedersachsen (ZDIN) und dem Oldenburger Informatikinstitut OFFIS kooperiert.

Der zweite Oldenburger Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von KI für marine Sensorsysteme. Der Meereswissenschaftler Prof. Dr. Oliver Zielinski leitet die neue Gruppe „Marine Umgebungswahrnehmung“. Ziel der Forscher ist es, flexible Beobachtungssysteme zu entwickeln, die in verschiedenen Situationen autonom handeln können – etwa um Schäden an maritimen Anlagen zu erkennen oder Verunreinigungen in Gewässern zu bekämpfen. Die Forscher setzen verstärkt Methoden der KI ein, um Daten unterschiedlicher in der Meeresumwelt eingesetzter Sensoren automatisch zu erfassen, zu klassifizieren und die Qualität der Daten zu überprüfen.

Das DFKI wurde 1988 mit den Standorten Kaiserslautern und Saarbrücken als Zweiländerinitiative von Rheinland-Pfalz und Saarland in Form einer gemeinnützigen GmbH und Public-Private-Partnership gegründet. 2006 wurde das DFKI Labor in Bremen, 2007 wurde das DFKI Projektbüro in Berlin eröffnet. 2011 kam Osnabrück als Außenstelle des DFKI Robotics Innovation Center Bremen hinzu. Die Zusammenarbeit mit Niedersachsen wurde in den vergangenen acht Jahren deutlich intensiviert, so dass jetzt wissenschaftlich und wirtschaftlich der nächste logische Schritt möglich wurde und Osnabrück und Oldenburg gemeinsam das DFKI-Labor Niedersachsen bilden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Universität Osnabrück,
Pressesprecher,
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Dr. Corinna Dahm-Brey, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg,
Leiterin Presse & Kommunikation,
Ammerländer Heerstr. 114-118, 26129 Oldenburg,
Tel.: +49 441-798-2892,
E-Mail: corinna.dahm@uol.de

Reinhard Karger, M.A., Unternehmenssprecher
Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
Stuhlsatzenhausweg 3, 66123 Saarbrücken
Tel.: +49 681 85775-5253| Mobil: +49 151 1567 4571
E-Mail: reinhard.karger@dfki.de

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news-8289.atom Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2019-03-26T09:14:47+01:00 2019-03-26T09:13:09+01:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet am Montag, 8. April, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung, hat aber nicht den Anspruch einer Einzelberatung. Auf einzelne Studiengänge kann nicht im Detail eingegangen werden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

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news-8287.atom Hohes Amt - Jura-Absolvent Dr. Hartmut Rensen zum neuen BGH-Richter gewählt 2019-03-26T06:22:31+01:00 2019-03-26T06:17:47+01:00 Am 14. März hat der Bundesrichterwahlausschuss neue Richterinnen und Richter für die obersten Bundesgerichte gewählt. Unter ihnen ist auch der ehemalige Osnabrücker Student und Doktorand Dr. Hartmut Rensen, der nun als Richter in den Bundesgerichtshof in Karlsruhe eintritt. Hartmut Rensen studierte Jura in Osnabrück und war dann Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Ulrich Foerste. Er wurde 2001 an der Universität Osnabrück mit einer Arbeit über die richterliche Hinweispflicht promoviert und war dann zunächst Richter am Landgericht Aachen und von 2006 bis 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das Bundesverfassungsgericht abgeordnet. Bis zu seiner nun erfolgten Wahl zum Bundesrichter war er am Oberlandesgericht Köln unter anderem in einem Senat für Familiensachen und in einem für das Gesellschaftsrecht zuständigen Zivilsenat tätig. Er hat außerdem mehrfach als Lehrbeauftragter der Universität Osnabrück sein Wissen und seine Erfahrungen an zahlreiche Jura-Studierende weitergegeben. Im Jahr 2014 veröffentlichte Rensen das Praxishandbuch mit dem Titel „Beschlussmängelstreitigkeiten in der GmbH“.

„Wir gratulieren unserem Absolventen, dem neuen Bundesrichter Hartmut Rensen herzlich zu dem verdienten Erfolg“, sagt Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, der Dekan des Osnabrücker Fachbereichs Rechtswissenschaften. „Wir wissen natürlich, dass immer zukünftige Richterinnen und Richter der hohen Gerichte bei uns im Hörsaal sitzen, aber wir freuen uns besonders, wenn wir konkret von unseren erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen hören“, so Schulte-Nölke weiter.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke
Universität Osnabrück European Legal Studies Institute
Süsterstraße 28
49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4902
hans.schulte-noelke@uni-osnabrueck.de 

Dr. Oliver Schmidt
Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben / Schloss
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oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de 

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