Pressemitteilungen der Universität Osnabrück https://www.uni-osnabrueck.de/kommunikation/kommunikation-und-marketing-angebot-und-aufgaben/pressestelle/pressemeldungen/?no_cache=1 2019-12-11T02:40:26+01:00 news-8677.atom Perspektiven des Synodalen Weges – Gastvortrag an der Universität Osnabrück 2019-12-09T09:00:07+01:00 2019-12-09T08:58:59+01:00 Im Rahmen der Vorlesung „Genderperspektiven. Grundfragen der Anthropologie und Ekklesiologie“ des Instituts für Katholische Theologie der Universität Osnabrück findet am Dienstag, 17. Dezember, ein Gastvortrag von Dr. Martina Kreidler-Kos statt. Sie ist Leiterin der Abteilung für übergemeindliche Pastoral der Diözese Osnabrück und wird aus Perspektive des Bistums Osnabrück auf den „Synodalen Weg“ der deutschen Ortskirche eingehen. Der Vortrag beginnt um 16 Uhr in der Seminarstraße 20 (Raum 15/114). Die deutschen Bischöfe haben mit Mehrheit in diesem Jahr für einen „Synodalen Weg“ gestimmt, der zusammen mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken beschritten wird und auf dem sich Experten und Expertinnen aus Kirche und Wissenschaft mit „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche“, mit „Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“, mit der „priesterlichen Existenz heute“ und mit „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ auseinandersetzen werden. „Wir freuen uns sehr, dass mit Frau Dr. Kreidler-Kos ein Mitglied dieser Foren über diese Aufbrüche aus Perspektive ihrer Erfahrungen in der Diözese Osnabrück berichten wird“, so Prof Dr. Margit Eckholt vom Institut für Katholische Theologie und Veranstalterin der Vorlesung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Margit Eckholt,Universität Osnabrück
Institut für Katholische Theologie
Schloßstraße 4, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4286
margit.eckholt@uni-osnabrueck.de

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news-8675.atom Entscheidend für ganz Europa - Uni Osnabrück veranstaltet „UK Election Night“ anlässlich der britischen Parlamentswahlen Utz Lederbogen 2019-12-06T11:09:00+01:00 2019-12-06T11:06:12+01:00 Im Vereinigten Königreich finden am 12. Dezember Parlamentswahlen statt. Das Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Osnabrück lädt daher am Donnerstag, 12. Dezember, ab 20 Uhr zu einer „UK Election Night“ ein, die in den Räumen des Instituts (Neuer Graben 40) stattfindet. Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. „Der Ausgang der britischen Parlamentswahlen wird für die Zukunft Großbritanniens und Nordirlands, aber auch ganz Europas, von entscheidender Bedeutung sein“, so Prof. Dr. Thomas Kullmann, Direktor des Instituts für Anglistik und Amerikanistik der Universität Osnabrück.

Während der Veranstaltung wird es neben Informationen zum britischen Wahlsystem auch eine Podiumsdiskussion über die Bedeutung der Wahlen und die Zukunft des Vereinigten Königreichs geben. Die Standpunkte der einzelnen Parteien während der Wahlen können in einem interaktiven Workshop erarbeitet werden. Live Chats mit Briten und Studierenden, die sich gerade in Großbritannien aufhalten, geben einen zusätzlichen Einblick in die momentanen Vorgänge im Vereinigten Königreich. Zudem werden eine Game Show und ein Pub Quiz organisiert. Ab 23 Uhr können die Wahlergebnisse über einen Live Stream verfolgt und diskutiert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Thomas Kullmann, Universität Osnabrück
Institut für Anglistik und Amerikanistik
Neuer Graben 40, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4985
E-Mail: tkullman@uni-osnabrueck.de

 

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news-8674.atom Konsum, Weihnachten und Fairo Moda – Neue Ausstellung in der Galerie „Stichpunkt“ 2019-12-05T11:26:02+01:00 2019-12-05T11:23:35+01:00 Viele unserer Kleidungsstücke landen ungetragen in Altkleider-Containern. Um dem entgegenzuwirken, hat die Studentin Lesley-Ann Baldwin aus dem Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück ein Konzept für eine nachhaltige Kleider-Tauschbörse entwickelt. Vorgestellt wird diese bis zum Frühjahr 2020 in der Ausstellung „Konsum, Weihnachten und Fairo Moda“ in der Galerie „Stichpunkt“ (Seminarstr. 33-34). Rund 60 neue Kleidungsstücke kaufen deutsche Kunden und Kundinnen durchschnittlich pro Jahr. Viele Teile werden nie getragen. Vor diesem Hintergrund hat die Studentin Lesley-Ann Baldwin in ihrer Bachelorarbeit ein Konzept für eine nachhaltige Kleider-Tauschbörse entwickelt. Studierende sollen zukünftig Kleidungsstücke ausleihen und tauschen können, anstatt sie wegzuwerfen. Unter dem Namen "Fairo Moda" soll das Projekt in Kürze in den Räumlichkeiten des Textilen Gestaltens in Osnabrück starten. Die Verleihstelle "Fairo Moda" ist Teil des geplanten Moduls "Nachhaltigkeitsmanagement", das in Lehre und Forschung über die umweltschädlichen und sozial unverträglichen Zustände in der Modeindustrie aufklärt und an individuellen und gesellschaftlichen Strategien dem entgegen zu wirken arbeitet.

„Das Prinzip ähnelt dem einer Bibliothek – nur mit Kleidung statt mit Büchern", so Lesley-Ann Baldwin. Baldwin will zudem mit lokalen und überregionalen, nachhaltig produzierenden Jungdesignerinnen und -designern kooperieren. Das Projekt wird in der Lehre zum Thema nachhaltiger Konsum von Prof. Dr. Bärbel Schmidt begleitet.

Erstmals zum Ball der Universität Osnabrück am 18. Januar 2020 soll es Studierenden möglich sein, ihr Ball-Outfit ressourcenschonend zu tauschen. Nähere Informationen dazufolgen in Kürze.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8673.atom Gute Lehre im Mittelpunkt – Uni Osnabrück eröffnet „LehrKolleg“ und präsentiert innovative Lehrformate 2019-12-05T10:21:03+01:00 2019-12-05T10:17:27+01:00 Didaktisch hochwertige und zugleich spannend gestaltete Lehre bildet neben der Forschung die tragende Säule für erfolgreich arbeitende Hochschulen. Diesem Anliegen fühlt sich die Universität Osnabrück besonders verpflichtet. Bereits zum zweiten Mal hat sie im Rahmen des Strategieprozesses UOS 2020 sowohl Studierende als auch Lehrende dazu aufgerufen, innovative Lehrformate für den universitätsinternen Wettbewerb „Lehr-Zeit“ einzureichen. Ebenfalls erfolgreich war die Universität erneut mit Anträgen bei der Ausschreibung „Qualität plus. Programm für gute Lehre in Niedersachsen“ sowie „Innovation plus“. Über die insgesamt zwölf Projekte konnte sich die Hochschulöffentlichkeit bereits informieren. Nun folgte die Eröffnung der Räumlichkeiten des neuen „LehrKollegs“. Das Projekt „Lehr-Zeit“ schafft durch befristete Reduktion des Lehrdeputats und für die Studierenden durch Hilfskraftverträge Zeit für die Entwicklung von Lehrinnovationen. Dabei reicht die Bandbreite von der Neugestaltung von Modulen, Lehrveranstaltungen und Prüfungen über E-Learning-Formate oder neuartige Lehr-Lernformen bis zur Entwicklung von Materialien. „Wir wollen Ideen fördern, die die Lehre nachhaltig verbessern, für die allerdings im Lehr- und Forschungsalltag kaum Zeit vorhanden ist“, so die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke. „Wichtig war uns dabei, dass diese Konzeptentwürfe Modellcharakter haben und möglichst auf andere Fächer übertragbar sein sollen.“

Die Kompensation des Lehrausfalls erfolgt durch vergütete Lehraufträge. Insgesamt 300.000 Euro stehen dafür pro Jahr zur Verfügung, um bis zu fünf Projektgruppen zu fördern.

Die Einrichtung des LehrKollegs an der Alten Münze 10 erfüllt durch die Bereitstellung von Räumen praktische Bedarfe, steht aber vor allem auch symbolisch für die strategischen Bemühungen der Universität Osnabrück um die Qualitätssicherung der Lehre. „Damit schaffen wir einen Begegnungsraum für Universitätsangehörige, die sich in besonderer Weise für gute Lehre engagieren“, erklärt der Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie, Prof. Dr. Thomas Bals. Hierzu zählen Personen, die sich im Zusammenhang mit Projekten, wie aktuell beispielsweise aus den Ausschreibungen „LehrZeit“ „Innovation Plus“ und „Qualität Plus“, mit Fragen guter Lehre beschäftigen. Das Kolleg wird aber auch Lehrenden offenstehen, die sich außerhalb von geförderten Projekten für gute Lehre engagieren. Es fungiert zudem als Austauschforum für hochschuldidaktische Fragen, denen in der Universität Osnabrück, auch durch die Beteiligung an absehbaren einschlägigen Ausschreibungen, zukünftig ein noch höherer Stellenwert zukommen soll.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Kai-Christoph Hamborg, Universität Osnabrück
Zentrum für digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik
Heger-Tor-Wall 12, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6529
kai-christoph.hamborg@uni-osnabrueck.de

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news-8672.atom Von meditativer Gelassenheit bis zu schweißtreibendem Trommelfeuer – Percussion Ensemble der Uni Osnabrück veranstaltet Konzert 2019-12-04T11:14:13+01:00 2019-12-04T11:13:16+01:00 Von Marimba über Donnerblech bis zu Maracas ist alles vertreten: Am Dienstag, 10. Dezember, stellt das Percussion Ensemble Drum-Experience des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück ab 19.30 Uhr die Welt der Schlaginstrumente im Musiksaal des Schlosshauptgebäudes (Gebäude 11, Neuer Graben 29) vor. Der Eintritt für das Konzert ist frei. Meditative Gelassenheit kann dabei schnell in ein schweißtreibendes Trommelfeuer übergehen. In Nils Rohwers Atmosphere beschäftigen sich die Studierenden nur mit Metallklängen. Bei Trio Per Uno des deutsch-serbischen Komponisten Nebosja Zivkovic wird mit Rufen und virtuoser Trommelkunst der Puls bis zum Limit geführt und Zvichapera ist das Arrangement eines alten Volksliedes aus Simbabwe. Man darf gespannt sein… Groove it!

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

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news-8671.atom "Früher war mehr Lametta" - nachhaltige Weihnachten – Uni Osnabrück veranstaltet Weihnachtsvorlesung mit spektakulären naturwissenschaftlichen Experimenten 2019-12-03T10:08:39+01:00 2019-12-03T10:06:30+01:00 Geht Weihnachten "nachhaltig"? Prof. Dr. Marco Beeken vom Institut für Chemie neuer Materialien der Universität Osnabrück und sein Team werden sich in der diesjährigen Weihnachtsvorlesung am Donnerstag, 12. Dezember, dieser Frage im spektakulären Stil widmen und die Zuhörerinnen und Zuhörer auf „chemische Art und Weise“ durch die stressige Zeit der Weihnachtsvorbereitungen begleiten. Beginn ist in diesem Jahr um 19 Uhr im großen Hörsaal (E33/34) im Gebäude 66 (alte Reithalle) in der Barbarastraße 12. Musikalisch begleitet wird die diesjährige Vorlesung von der "Brock House Christmas Combo", einem Ableger der Brock House Bigband. Wie in jedem Jahr steht ganz plötzlich das Weihnachtsfest vor der Tür. Die Wohnung muss festlich geschmückt werden, die Lichterkette für die Beleuchtung ist verknotet oder defekt, Plätzchen wollen gebacken werden und das Geschenkpapier ist irgendwie spurlos verschwunden. In der Weihnachtsvorlesung werden - nicht zu ernst gemeinte - Empfehlungen gegeben, wie man das Weihnachtsfest in vielerlei Facetten „nachhaltiger“ gestalten kann. So dürfen sich die Zuschauer auf viele spannende und spektakuläre Experimente freuen, wie beispielsweise dem Stickstoffangetriebenen Schlitten, einem hoch innovativen Biogas-Kamin oder gar komplett essbaren Weihnachtskerzen.

Kostenlose Tickets können unter  https://tickets.uni-osnabrueck.de/events/weihnachtsvorlesung5/ gebucht werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Marco Beeken,Universität Osnabrück
Institut für Chemie neuer Materialien
Barbarastr. 7, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 3378
marco.beeken@uni-osnabrueck.de

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news-8670.atom Zum Verhältnis von Judentum und Buddhismus – Universität Osnabrück an internationalem Forschungsprojekt beteiligt 2019-12-03T09:35:54+01:00 2019-12-03T09:34:26+01:00 Dr. Sebastian Musch, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Historischen Seminar der Universität Osnabrück, übernimmt die Co-Leitung eines internationalen Forschungsprojektes an der Universität Oxford, welches das Verhältnis von jüdischer und buddhistischer Geschichte untersucht. Gemeinsam mit Prof. Boaz Huss von der Ben-Gurion University of the Negev (Israel) und Prof. Lionel Obadia von der Agence nationale de la recherche (Frankreich) leitet Dr. Musch ein Oxford Seminar for Advanced Jewish Studies.  „Gerade stellen wir ein 16-köpfiges Forschungsteam zusammen, das sich 2021 in Oxford treffen wird und dort ein halbes Jahr intensiv zu dem Thema forscht. Dies ist das erste Mal, dass sich eine Forschungsgruppe systematisch mit der historischen Interaktion zwischen Judentum und Buddhismus beschäftigt. Obwohl beide Weltreligionen eine lange Geschichte verbindet, hat die Forschung bisher nur punktuell das Verhältnis von Judentum und Buddhismus untersucht“, berichtet Musch.

Das Projekt knüpft an die Arbeit der Forschungsgruppe Translationen von Migration im Rahmen der Profillinie Migrationsgesellschaften der Universität Osnabrück an. Musch sieht das Projekt als Beitrag zur Internationalisierung der Universität: „Dies ist ein schöner Erfolg, und ich freue mich als Vertreter der Osnabrücker Geschichtswissenschaften mit Europas führendem Forschungszentrum für jüdische Studien, dem Oxford Centre for Hebrew and Jewish Studies, an diesem spannenden Projekt zusammen arbeiten zu können.“

Musch, der gerade das Buch „Jewish Encounters with Buddhism in German Culture – Between Moses and Buddha 1890-1940“ zu jüdischen Reaktionen auf den Buddhismus in Deutschland veröffentlicht hat, betont den weitreichenden Charakter des Forschungsvorhabens: „Das Projekt konzentriert sich nicht auf eine Epoche, sondern beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Judentum und Buddhismus von der Antike bis heute und ist dabei global ausgelegt. In den letzten Jahren sind innovative Studien erschienen, die sich einzelnen Facetten des jüdischen-buddhistischen Verhältnisses widmen. Und doch gibt es bisher keine Übersicht oder Definition des Feldes. Es geht uns also darum das Feld jüdisch-buddhistische Studien zu vermessen und einen Leitfaden für die zukünftige Forschung zu entwickeln.“

Das internationale Forscherteam hat noch weitere Pläne: Neben einer internationalen Konferenz in Oxford im Sommer 2021 und der Veröffentlichung eines Sammelbandes, wollen sie auch die institutionellen Rahmenbedingungen schaffen, die für eine Etablierung des Feldes jüdisch-buddhistischer Studien notwendig sind. „Die jüdisch-buddhistischen Studien bieten hohes Innovationspotenzial und können wichtige Impulse für die jüdischen Studien, die buddhistischen Studien und die Religionswissenschaften geben. Unser Ziel ist es daher auch, aus dem Forschungsprojekt eine längerfristige Forschungsinfrastruktur entstehen zu lassen. Gerade dieser Aspekt unseres Vorhabens war ausschlaggebend für die großzügige finanzielle Unterstützung durch das Oxford Centre for Hebrew and Jewish Studies,“ so Musch.
Interessierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können sich noch bis zum 10. Januar 2020 bewerben. Die Ausschreibung kann hier eingesehen werden:
https://www.ochjs.ac.uk/oxford-seminar-in-advanced-jewish-studies-towards-the-study-of-jewish-buddhist-relations/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Sebastian Musch, Universität Osnabrück
Historisches Seminar
Kolpingstraße 7, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6358
sebastian.musch@uni-osnabrueck.de

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news-8669.atom Europaabgeordneten Digitalisierung verständlich erklären – European Legal Studies Institute berät das Europäische Parlament 2019-12-02T09:46:36+01:00 2019-12-02T09:45:26+01:00 Das neu gewählte Europaparlament stützt sich wieder auf die wissenschaftliche Expertise des European Legal Studies Institute (ELSI) der Universität Osnabrück. Aus einer Vielzahl von Bewerbungen wurde nun zum wiederholten Mal das renommierte Institut ausgewählt, in den nächsten Jahren Abgeordnete und Ausschüsse zu beraten und wissenschaftliche Expertisen zum Recht des europäischen Binnenmarkts und zum Verbraucherschutz zu erstellen. Die meisten Fragen stellen die Abgeordneten zur Digitalisierung. Begründet wurde dieses Tätigkeitsfeld von Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, der nun zum vierten Mal in Folge eine erfolgreiche Bewerbung beim Europäischen Parlament für diese Beratungstätigkeit federführend betreut hat. Expertisen für das Parlament werden auch die Professoren Christoph Busch und Fryderyk Zoll, die Akademische Rätin Aneta Wiewiórowska und weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts erstellen. „Es ist eine große Ehre und Herausforderung, die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf höchstem Niveau wissenschaftlich zu beraten und gleichzeitig verständlich zu erklären, was möglich ist und was nicht“, kommentiert Hans Schulte-Nölke. „Meist geht es um Fragen, die alle europäischen Bürger betreffen wie beispielsweise digitale Dienste und Rechtsschutz im Internet“, so Schulte-Nölke weiter.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

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news-8667.atom Für sein Lebenswerk: Prof. em. Dr. Jürgen Kriz erhält Egnér-Preis 2019 2019-11-29T10:51:20+01:00 2019-11-29T10:49:44+01:00 Bereits im September 2017 wurde er für die Auszeichnung ausgewählt, nun fand die feierliche Verleihung an der Universität Zürich statt: Der Psychologe Prof. em. Dr. Jürgen Kriz von der Universität Osnabrück erhielt den Egnér-Preis 2019.Bei der Auszeichnung handelt es sich um einen der höchst dotierten Wissenschaftspreise in der Schweiz; vergeben wird er vom Stiftungsrat der „Dr. Margrit Egnér-Stiftung“.  Der Preis wird verliehen an Personen, die sich durch ihr Lebenswerk „auf dem Gebiet der anthropologischen und humanistischen Psychologie unter Einschluss der entsprechenden Richtungen der Philosophie und Medizin“ besondere Verdienste im Sinne des Stiftungsgedankens erworben haben. Zusammen mit Prof. Kriz wurde der Egnér-Preis 2019 an die beiden Mediziner Prof. Dr. med. et phil. Gerhard Danzer (Charité Berlin) und Prof. Dr. med. Horst Haltenhof (MHH Hannover/Klinikum Plauen) verliehen. Während der Veranstaltung hielt Kriz einen Festvortrag unter dem Titel „Wo bleibt die Verantwortung des Menschen in einer von Messdaten beherrschten Lebenswelt?“.

Mit vielfältigen wissenschaftlichen Forschungsgebieten konnte Kriz sich international einen Namen machen. So hat der Wissenschaftler Bücher über die verschiedenen Psychotherapierichtungen veröffentlicht, aber auch über Statistik, Forschungsmethoden, Datenverarbeitung oder Wissenschaftstheorie. Mit seinem Ansatz, der „Personzentrierten Systemtheorie“, hat er als wissenschaftlicher Autor, Herausgeber, Referent und Organisator von Konferenzen einen großen Beitrag geleistet. Damit trug er vor allem in den Anwendungsbereichen der Klinischen Psychologie und der Psychotherapie zum Antrieb wissenschaftlicher Prozesse bei. 

Kriz, 1944 in Ehrhorn/Soltau geboren, studierte Psychologie, Pädagogik und Philosophie sowie Astronomie und Astrophysik in Hamburg und Wien. In seiner 1969 erschienenen Dissertation befasste er sich mit der Entscheidungstheorie. In den folgenden Jahren war Kriz unter anderem in Wien, Hamburg und Bielefeld tätig, wo er 1972 mit nur 27 Jahren eine Professur für Statistik an der Fakultät für Soziologie erhielt. Bereits 1974 folgte er dem Ruf auf einen Lehrstuhl für »Empirische Sozialforschung, Statistik und Wissenschaftstheorie« an die Universität Osnabrück. 1980 wechselte er in den seinerzeit neugegründeten Fachbereich Psychologie, und lehrte seit diesem Zeitpunkt Psychotherapie und Klinische Psychologie bis zu seiner Emeritierung 2010. Darüber hinaus war der international renommierte Wissenschaftler auch als Psychologischer Psychotherapeut tätig. In dieser Eigenschaft war er von 2000 bis 2010 zudem Delegierter in der Niedersächsischen Psychotherapeutenkammer. Zwischen 2005 bis 2009 gehörte er dem »Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie« an – einem Gremium aus sechs psychologischen und sechs ärztlichen Professoren, das in Berlin die Weichen für die Psychotherapie in der Bundesrepublik stellt. Gastprofessuren hatte Kriz in Berlin, Wien, Zürich, Riga, Moskau und den USA. 

Neben zahlreichen Ehrenmitgliedschaften psychotherapeutischer Fachverbände erhielt Kriz bereits einige weitere Auszeichnungen, u.a.  2004 den Viktor-Frankl-Preis der Stadt Wien für das Lebenswerk in Humanistischer Psychotherapie, 2014 den AGHPT-Award der „Arbeitsgemeinschaft humanistische Psychotherapie“, die 11 Verbände mit rund 10.000 Mitgliedern vertritt, sowie den 2016 Ehrenpreis der „Gesellschaft für Personzentrierte Psychotherapie und Beratung“.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. em. Dr. Jürgen Kriz, Universität Osnabrück

Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück

kriz@uni-osnabrueck.de

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news-8666.atom Das Körperbild bei Männern – Uni Osnabrück sucht Probanden für wissenschaftliche Studien 2019-11-29T10:20:39+01:00 2019-11-29T10:17:08+01:00 Körperunzufriedenheit stellt einen großen Risikofaktor für die Entwicklung von Essstörungen und anderen psychischen Erkrankungen dar. Welche Faktoren die Unzufriedenheit beeinflussen und Geschlechtsunterschiede begünstigen, möchten zwei Studiendes Instituts für Psychologie der Universität Osnabrück weiter erforschen. Dazu werden männliche Probanden im jungen Erwachsenenalter sowie Vater-Sohn-Paare gesucht. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass sich Körperunzufriedenheit bei Frauen eher in gewichts- bzw. schlankheitsbezogenen Sorgen äußert, während bei Männern häufiger der Wunsch nach einem muskulösen und trainierten Körper besteht. Außerdem legen die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung nahe, dass Frauen im Vergleich zu Männern generell körperunzufriedener sind und dem eigenen Aussehen mehr Bedeutung beimessen. Darüber hinaus wird für Männer das eigene Aussehen mit zunehmendem Alter weniger wichtig, während es bei Frauen gleich wichtig bleibt.

Das Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie der Uni Osnabrück sucht für zwei Forschungsprojekte zum Körperbild bei Männern aktuell nach männlichen Probanden verschiedener Altersklassen. Die Projekte stehen unter der Leitung von Prof. Dr. Silja Vocks sowie ihrer Doktorandinnen M. Sc. Psych. Mona Voges und M. Sc. Psych. Rike Arkenau.

Zum einen werden gesunde Männer im Alter zwischen 18 und 30 Jahren gesucht, die einen Body-Mass-Index (BMI) von 18,5-30 haben (kg/m2). Eine Teilnahme beinhaltet das Bewerten von Körperfotos und wird mit 15 Euro vergütet. Interessierte können sich telefonisch (0541 969 4771) oder per Mail (mona.voges@uni-osnabrueck.de) an Mona Voges wenden.

Zum anderen werden gesunde männliche Jugendliche im Alter zwischen 13 und 18 Jahren sowie deren Väter gesucht. Wesentlicher Bestandteil dieser Studie ist die Betrachtung und Bewertung von Fotos des eigenen Körpers sowie die Beantwortung von Fragebögen (von zu Hause aus), beispielsweise zu körperbezogenen Einstellungen und Verhaltensweisen. Die Studienteilnahme wird mit insgesamt 60 Euro vergütet. Interessierte Vater-Sohn-Paare können sich telefonisch (0541 969 6280) oder per Mail (rike.arkenau@uni-osnabrueck.de) an Rike Arkenau wenden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Mona Voges M. Sc. Psych., Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4771
mona.voges@uni-osnabrueck.de

Rike Arkenau M. Sc. Psych., Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 6280
rike.arkenau@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Silja Vocks, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4743
silja.vocks@uni-osnabrueck.de

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news-8664.atom Einweihung des neuen Rechenzentrums der Universität Osnabrück - Wissenschaftsminister Thümler: „Wichtiger Beitrag zur Standortentwicklung Campus Westerberg“ Utz Lederbogen 2019-11-28T12:03:34+01:00 2019-11-28T11:59:26+01:00 Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde am (heutigen) Donnerstag, 28. November, in Anwesenheit des Niedersächsischen Wissenschaftsministers Björn Thümler und weiteren Gästen das neue Rechenzentrum der Universität Osnabrück eingeweiht. Das Gebäude auf dem Westerberg ist mit Gesamtkosten in Höhe von 24,53 Mio. Euro eines der größten Landesbauvorhaben in der Region Osnabrück. „Damit haben wir zusammen mit den angrenzenden Neubauten – also Mensa, Hörsaalgebäude und Bibliothek – rund 100 Millionen Euro in den Standort investiert“, so Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler. „Das Engagement des Landes zeigt, wie wichtig uns Forschung und Lehre in Osnabrück sind. Ein Rechenzentrum ist im Zeitalter der Digitalisierung das Herzstück jedes Unternehmens, jeder Behörde und jeder Universität. Ohne ein Rechenzentrum ist universitäres Leben, Lehren, Forschen, Arbeiten und Lernen heute nicht mehr denkbar. Damit leistet das neue Gebäude einen wichtigen Beitrag zur Standortentwicklung des Campus Westerberg.“

Es entstand ein helles Gebäude mit rund 3.000 Quadratmeter Nutzfläche auf drei Etagen. Auftraggeber war das Land Niedersachsen, der Entwurf stammt vom Architekturbüro ttsp hwp seidel Planungsgesellschaft mbH in Frankfurt am Main. Das Staatliche Baumanagement Osnabrück Emsland ist als Bauherr für die Projektsteuerung und -leitung der Baumaßnahme verantwortlich.

„Der Neubau ist ein weiterer wichtiger Baustein im Entwicklungskonzept Campus Westerberg“, erklärte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl in ihrem Grußwort. "Dieses neue Gebäude bietet den dringend benötigten Raum für das Rechenzentrum als auch für das Gebäudemanagement. Es fügt sich harmonisch in das bereits bestehende Gebäudeensemble ein, das hier von Universität und Hochschule am Campus Westerberg in den letzten Jahren entstanden ist.“ Der Neubau wurde nötig, da das Allgemeine Verfügungszentrum (AVZ) am Westerberg aufgrund des mangelhaften Brandschutzes nicht mehr genutzt werden darf.

"Ich beglückwünsche die Universität zu diesem wirklich beeindruckenden Rechenzentrum. Es unterstreicht eindrücklich, dass Osnabrück als Universitätsstadt bundesweit in der obersten Liga mitspielt. Eine in dieser  Art und Weise ausgestattete Universität hebt den Standortfaktor 'Studieren' nochmals deutlich hervor", so Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

In der südlichen neuen Gebäudehälfte ist das Rechenzentrum untergebracht. Im Erdgeschoss befinden sich öffentlich zugängliche Lehr- und PC-Räume, die zukünftig für E-Prüfungen genutzt werden. Der Verwaltungsbereich des Rechenzentrums ist im Obergeschoss angeordnet. Im Untergeschoss finden Technik- und Lagerräume ihren Platz. In der dreigeschossigen, nördlichen Gebäudehälfte befindet sich künftig das Dezernat Gebäudemanagement. Im ebenerdig zugänglichen Untergeschoss ziehen die Elektro- und Metallwerkstatt ein, im Erdgeschoss und Obergeschoss sind die Verwaltungsbereiche untergebracht.

„Besonderes Highlight ist ein offener Lichthof, der das Erd- und Obergeschoss umgibt“, erläuterte Cristina von Pozniak-Bierschenk, Leiterin des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, während der festlichen Einweihung den Gästen. „Zusammen mit der Bibliothek und dem gemeinsam mit der Hochschule genutzten Hörsaalgebäude bilden die Gebäude das quadratische Forum-Carré, eine von Nord nach Süd ansteigende Rasenfläche mit Sitzstufen als Aufenthaltsfläche.“

"Es freut mich, mit diesem Bauwerk zum Gelingen des Forum-Carrés beigetragen zu haben“, sagte Architekt Klaus Günther-Trautner von der ttsp hwp Planungsgesellschaft. „So wie es zu den Pflichten des planenden Architekten gehört, die funktionalen Anforderungen des Raumprogramms zu lösen und mit den bautechnischen Herausforderungen zu vereinen, ist es für uns die Kür, daraus auch ein Stück Architektur machen zu dürfen.“

Weitere Informationen für die Medien:
Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

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news-8663.atom Mitgefühl, Mitleid und Solidarität – Nächste Ausgabe des Philosophischen Cafés Osnabrück 2019-11-28T11:57:49+01:00 2019-11-28T11:45:07+01:00 Kann Mitgefühl Verständigung stiften? Kann Mitleid unser Zusammenleben vertiefen? Kann Solidarität ein Rechtsbewusstsein stärken? Das Philosophische Café Osnabrück stellt am Sonntag, 8. Dezember (ab 11.30 Uhr im Kinocafé BlueNote, E.-M. Remarque-Ring 16, Osnabrück), gefühlte und rationale Gründe für unser Sozialverhalten gegenüber Mitmenschen zur Diskussion. Darüber hinaus soll geprüft werden, welche Gefühle und Einstellungen wir auch gegenüber künftigen Generationen und nichtmenschlichen Lebewesen kultivieren und fördern können. Thesen dazu werden von den Professoren Elk Franke, Harald Kerber, Reinhold Mokrosch und Arnim Regenbogen vorgestellt. Im Zentrum der Diskussion stehen Lebenserfahrungen und Bewertungen der Teilnehmenden.
Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter „www.cinema-arthouse.de“ („Kinocafés“).

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Albrechtstraße 28a, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de

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news-8661.atom Engagiert für die Islamische Theologie - Prof. Ebert von der Universität Leipzig erhielt Auszeichnung Utz Lederbogen 2019-11-27T16:36:39+01:00 2019-11-27T16:33:56+01:00 Prof. Dr. Hans-Georg Ebert vom Orientalischen Institut der Universität Leipzig wurde heute (27.11.) für seine engagierten Beiträge zur Implementierung der islamischen Theologie in Deutschland ausgezeichnet. Der von der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Islamische Theologie e.V. (WGIT) und dem Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück zum zweiten Mal ausgelobte Preis wurde während einer Festveranstaltung im Alten Kreishaus übergeben. Der Preisträger Prof. Dr. Hans-Georg Ebert habe sich um die Wechselwirkungen zwischen dem islamischen Recht einerseits und der Gesellschaft andererseits verdient gemacht, so Dr. Assem Hefny vom Centrum für Nah- und Mittelost-Studien der Philipps-Universität Marburg in seiner Laudatio. „Mit dieser Preisverleihung setzt die Wissenschaftliche Gesellschaft für Islamische Theologie ein deutliches Zeichen, dass die islamische Theologie auch Nicht-Muslimen viel zu verdanken hat. Muslimische Theologen und Theologinnen können also von den Leistungen von Islamwissenschaftlern profitieren und dadurch die islamische Theologie in einer guten Art und Weise unterstützen“, so der Laudator.

In der an Prof. Ebert überreichten Urkunde heißt es: „In einer Zeit, in der islamophobe Grundhaltungen zu einer bedrohlichen gesellschaftlichen Kraft zu werden drohen, sind Ihre Bemühungen nicht nur als Engagement für die Förderung der Wissenschaft, sondern auch als Einsatz für den gesamtgesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt in unserem Land zu sehen.“  

Der Preisträger studierte von 1973 bis 1978 Arabistik und Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig. 1982 wurde Prof. Hans-Georg Ebert mit einer Arbeit zum schiitischen Recht in der Islamischen Republik Iran zum Dr. jur. promoviert. Während der sich anschließenden unbefristeten Assistenz weilte er zu mehrjährigen Studien- und Praxisaufenthalten in arabischen Ländern (Ägypten, Libyen, Tunesien u. a.). Nach der Habilitation im Jahre 1990 zum Verhältnis von Staat, Verfassung und Islam im Nahen und Mittleren Osten war er als wissenschaftlicher Oberassistent am neu gegründeten Orientalischen Institut der Universität Leipzig tätig. Bis 1998 vertrat er zeitweise die Professur für Islamwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle (Saale) und die Professur für Orientalische Philologie (Islamwissenschaft) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Vom 1. Oktober 1998 bis Juli 2019 war er Professor für Islamisches Recht am Orientalischen Institut der Universität Leipzig.

Den Festvortrag hielt der Islamwissenschaftler und Nahostexperte Prof. Dr. Udo Steinbach (MENA Study Centre, Berlin) über den Dialog der Kulturen und Konfessionen und dem Spannungsverhältnis von Tradition und Moderne.

Ansprechpartner für die Medien:
Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
Direktor des Instituts für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6002,
E-Mail: bucar@uni-osnabrueck.de

 

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news-8660.atom Die Situation in der Pflege verbessern – Forschungsprojekt ReKo geht an den Start 2019-11-26T12:50:33+01:00 2019-11-26T12:32:36+01:00 OSNABRÜCK.- Anfang Oktober hat Gesundheitsminister Spahn das Forschungsprojekt ReKo (Regionales Pflegekompetenzzentrum) mit einer Laufzeit von vier Jahren gestartet. Das gemeinsame Projekt von Universität Osnabrück, DAK-Gesundheit und Gesundheitsregion EUREGIO e.V. wird mit knapp 10 Millionen Euro vom Innovationsfond gefördert. Ziel des Projektes ist es, die Situation von Pflegebedürftigen und deren Familien sowie der Pflegekräfte zu verbessern. Als Pilot entsteht das erste Zentrum in der niedersächsischen Modellregion Landkreis Grafschaft Bentheim/Landkreis Bentheim. „Das regionale Kompetenzzentrum vernetzt alle Akteure der Pflege und setzt dabei auf moderne Technologien“, so Bundesgesundheitsminister Spahn bei der Eröffnung.

Auf Seiten der Universität Osnabrück sind das Fachgebiet Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Teuteberg sowie das Fachgebiet Pflegewissenschaft vom Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) unter der Leitung von Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler an dem Forschungsprojekt beteiligt.

„Das Ziel besteht darin“ so Prof. Hülsken-Giesler, „die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der pflegerischen Versorgung in der Region durch neue Ansätze der gezielten und digital unterstützten Fallsteuerung zu verbessern.“

„Im regionalen Pflegekompetenzzentrum wollen wir mit sozio-technischen Innovationen vorangehen, diese in die Praxis umsetzen und wissenschaftlich evaluieren. Digitale Anwendungen können helfen, den Austausch von Gesundheitsdaten zwischen Ärzten und Patienten zu erleichtern, alle an der Pflege beteiligten Akteure zu koordinieren sowie Pflegebedürftige auf ihre individuelle Situation zugeschnitten zu versorgen“, so Prof. Teuteberg.
„Die Herausforderung unserer Arbeit wird darin bestehen“ ergänzt Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler, „trotz äußerst komplexer Interventionen in den Modellregionen belastbare Nachweise für eine Verbesserungen der pflegerischen Versorgung zu erbringen. Erst vor diesem Hintergrund können die im Projektverlauf erprobten Ansätze regelhaft in das Versorgungssystem übernommen werden.“

Ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der Digitalisierung im Gesundheitswesen wurde zudem am 7. November gemacht: der Deutsche Bundestag verabschiedete das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG). „Für unsere aktuellen Projekte ReKo, Apotheke 2.0 sowie Dorfgemeinschaft 2.0 ist das DVG eine große Erleichterung. Für zukünftige Projekte insbesondere im Bereich Künstlicher Intelligenz, Big Data und Präzisionsmedizin sowie der Entwicklung digitaler Ökosysteme zur sektorenübergreifenden Vernetzung der Akteure in der Gesundheitsversorgung ergeben sich so ganz neue Möglichkeiten“, erläutert Prof. Teuteberg.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Frank Teuteberg, Universität Osnabrück
Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik
Katharinenstr. 1, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4961
frank.teuteberg@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Manfred Hülsken-Giesler
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB)
Barbarastraße 22c, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2467
manfred.huelsken-giesler@uni-osnabrueck.de

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news-8657.atom Gegen sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt - Flash Mob an der Universität Osnabrück am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen Utz Lederbogen 2019-11-25T17:17:41+01:00 2019-11-25T15:16:38+01:00 Der internationale Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November) stand an der Universität Osnabrück unter dem Titel: „Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt [k]ein Thema an Hochschulen?!“ Besondere Aufmerksamkeit erhielt ein Flash Mob in der Mittagszeit in der Mensa am Schlossgarten, den Studierende des Faches Kunst/ Kunstpädagogik unter der Leitung von Prof. Dr. Barbara Kaesbohrer in Zusammenarbeit mit Annkatrin Kalas vom Gleichstellungsbüro organisiert hatten. Die aktuelle Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes zeigt: 13 Prozent der Frauen und fünf Prozent der Männer waren in den vergangenen drei Jahren von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz betroffen. In 81 Prozent der Fälle wurde die Belästigung, Diskriminierung oder Gewalt von Männern verübt. Nichtsdestotrotz waren und sind auch Frauen Täterinnen. In der Studie aus dem Jahr 2015 gaben sechs Prozent der befragten Frauen und 30 Prozent der befragten Männer an, dass sie am Arbeitsplatz von Frauen belästigt wurden. Im Hochschulkontext sind die Zahlen wesentlich höher: Jede zweite Studentin erlebt sexuelle Belästigung während der Studienzeit. 30 Prozent der Vorfälle ereignen sich innerhalb der Hochschule.

„Als Beraterin in Fällen von sexualisierter Diskriminierung, Belästigung und Gewalt habe ich die Erfahrung gemacht, dass eine Auseinandersetzung oft erst dann erfolgt, wenn es zu persönlicher Betroffenheit kommt“, berichtet Annkatrin Kalas, Erstberaterin an der Universität Osnabrück. „Wir haben in diesem Jahr eine Form der Auseinandersetzung gewählt, bei der es schwer wird, wegzuschauen. Sie ist unmittelbar und erregt zwangsläufig die Aufmerksamkeit der Hochschulöffentlichkeit“, erklärt Kalas weiter.

Circa 60 schwarz gekleidete Studierende aus dem Fach Kunst/Kunstpädagogik stellten sich während des Flash Mobs in der Mensa auf und versperrten den Studierenden teilweise den Weg an den Kassen und zu den Sitzplätzen. Ihre Kleidung war mit Zetteln beklebt, auf denen die Studienergebnisse der Antidiskriminierungsstelle des Bundes standen. „Den Flash Mob fand ich ein geeignetes Instrument, um auf elegante Weise zahlreiche Studierende und Lehrende auf dieses sensible Thema aufmerksam zu machen“, so Prof. Kaesbohrer. Im Seminar erarbeitete eine kleine Gruppe von Studierenden Form und Ablauf der Aktion, während die Studierenden von zwei weiteren Seminaren eingeladen wurden, bei dieser Aktion mitzumachen.

Stefan Kobilke, Geschäftsführer des Studentenwerks Osnabrück, begründet seine Bereitschaft, die Räume des Studentenwerks zur Verfügung zu stellen, so: „Das Gleichstellungsbüro der Universität und das Studentenwerk haben bei Fällen sexueller Belästigung im Umfeld der Mensa und der Universität schon in der Vergangenheit erfolgreich zusammengearbeitet. Gemeinsam setzen wir uns für den Schutz der Studierenden ein.“

Dass die Universität ihre Verantwortung gegenüber allen Angehörigen und Gästen sehr ernst nimmt, macht sie nicht nur durch ihre Richtlinie gegen sexualisierte Diskriminierung, Belästigung und Gewalt deutlich. „Uns als Hochschulleitung ist es außerdem ein dringendes Anliegen, Betroffenen eine umfassende Beratung innerhalb und außerhalb der Universität zu bieten, um ihnen Handlungssicherheit zu geben. Werden uns Vorfälle bekannt, gehen wir mit aller Entschiedenheit gegen Übergriffe aller Art vor“, expliziert Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Universität Osnabrück.

Das Gleichstellungsbüro bietet Fortbildungen zu der Thematik an.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Annkatrin Kalas, Universität Osnabrück
Gleichstellungsbüro
Neuer Graben 7/9, 49074 Osnabrück
Tel.: 49 541 969 4520
E-Mail: akalas@uni-osnabrueck.de

 

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news-8655.atom Rechte Ideologien in der deutschen Popmusik - Vorführung eines Dokumentarfilms an der Universität Osnabrück 2019-11-25T11:49:00+01:00 2019-11-25T11:47:08+01:00 OSNABRÜCK.- Die rechte Szene in Deutschland nutzt seit Jahren populäre Musik, um Jugendliche und junge Erwachsene für ihre Veranstaltungen und ihre Ideologie anzuwerben. Gleichzeitig hat sich auch der Mainstream der populären Musik rechten Themen und Schlagworten geöffnet. Diese „Deutschen Pop Zustände“ untersucht ein Dokumentarfilm von Lucía Palacios und Dietmar Post, den das Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik am Donnerstag, 28. November, um 13.30 Uhr im Musiksaal des Osnabrücker Schlosses zeigt. Nach der Vorführung des Films besteht Gelegenheit zur Diskussion mit dem Filmemacher Dietmar Post. „Deutsche Pop Zustände“ untersucht den Weg der Popkultur, die einmal als modern und emanzipatorisch galt, in die gesellschaftliche Mitte und an den rechten Rand: Die Übergänge zwischen Mainstream und neonazistischen Ideologien sind inzwischen fließend. Die rechte Szene baut zunehmend auf die mobilisierende Wirkung der Musik. Ab 2004 versuchte sie "die Herzen von Jugendlichen durch Musik zu erobern", indem sogenannte Schulhof-CDs an deutschen Schulen verteilt wurden.

Musik spielte im Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) um Uwe Bönhard, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe eine zentrale Rolle; es ist bekannt, dass sie in der subkulturell geprägten neonazistischen Szene politisiert wurden und häufig auf Konzerte gingen. Die rechtsextreme Musikszene, speziell das Netzwerk um “Blood & Honour”, unterstützte die untergetauchten mutmaßlichen NSU-Terroristen.

Der Dokumentarfilm von Dietmar Post und Lucía Palacios zeichnet diese Entwicklungen nach und stellt Verbindungen zu sozialen und politischen Entwicklungen in Deutschland seit den späten 1970er Jahren bis in die Gegenwart her. Ähnlich wie in ihrem von ZDF/3sat koproduzierten pop-historischen Dokumentarfilm „Monks – The Transatlantic Feedback“, der 2009 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde, arbeiten die Autoren auch in diesem Film kommentarlos mit Gesprächen und akribisch recherchiertem Archivmaterial.

Für ihren Film haben sie Poptheoretiker und Soziologen, Musikerinnen und Musiker, Label-Vertreterinnen und -Vertreter, einen Aussteiger aus der rechten Szene sowie einen Ausstiegsberater mit einer umfangreichen Sammlung musikalischer Beispiele besucht und diese von ihnen analysieren, kommentieren und einordnen lassen. „Deutsche Pop Zustände“ wurde für den Adolf-Grimme Preis nominiert.
Informationen zu den Filmemachern unter : www.playloud.org

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dietrich Helms, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4510
dhelms@uni-osnabrueck.de

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news-8654.atom Für den guten Zweck – Konzert „Lichterzeit“ der Universitätsmusik am ersten Advent 2019-11-25T11:14:53+01:00 2019-11-25T11:06:59+01:00 Seit mehr als zehn Jahren singt der Kammerchor im Rahmen der Universitätsmusik am ersten Advent für den guten Zweck - so auch in diesem Jahr. Weihnachtslieder, Motetten und Carols läuten die „Lichterzeit“ am Sonntag, 1. Dezember, ab 16.30 Uhr in der kleinen Kirche am Dom mit stimmungsvoller Musik ein. Der Eintritt beträgt 25 Euro, für Schüler und Studierende 10 Euro. Dieses Mal flankiert das Blechbläserquintett „Magenta-Brass“ aus Hannover das vokale Ensemble unter der Leitung von Joachim Siegel und sorgt für festliche und vorweihnachtliche Atmosphäre.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541 969-4684
unimusik@uos.de

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news-8653.atom Dem Knöterich Einhalt gebieten - Botanischer Garten der Universität Osnabrück an Pilotprojekt beteiligt – Pressegespräch am Montag, 25. November, 10.30 Uhr 2019-11-22T12:29:49+01:00 2019-11-22T12:27:36+01:00 OSNABRÜCK.- Insgesamt sechs Bestände des Japanischen Knöterichs, die sich invasiv vermehren, finden sich im naturnahen Steinbruch im Botanischen Garten der Universität Osnabrück. Einer davon wird am Montag, 25. November, einer besonderen Behandlung unterzogen: In einem durch die Haarmann Stiftung geförderten Pilotprojekt soll in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen KING RootBarrier der Knöterich anstatt durch Rückschnitt durch eine neuartige Methode zum Absterben gebracht werden. Um sich einen Eindruck von den anstehenden Arbeiten verschaffen zu können, lädt der Botanische Garten am 25. November um 10.30 Uhr zum Pressegespräch (Eingang Botanischer Garten, Albrechtsstraße 29). Nach Aufgabe des Steinbruchbetriebs in den 1960er Jahren fiel das Gelände am Westerberg zunächst brach. Es wurde zur Müllhalde und war durch Vandalismus belastet. Der Steinbruch wurde aber auch als besonderer Spielort von Kindern und Jugendlichen entdeckt. Trotz dieser mannigfaltigen Nutzungen konnte sich dort im Laufe der Jahre eine vielfältige und schützenswerte Fauna und Flora ansiedeln. Weite Teile des Steinbruchs sind heute als besonders geschützte Biotope ausgewiesen.

Die Haarmann Stiftung Umwelt und Natur unterstützt seit 2015 den Schutz und die Pflege des naturnahen Steinbruchs finanziell mit insgesamt 42.000 Euro. Denn besonders die geschützten Pionierarten der offenen, vegetationsarmen Bereiche sind in Gefahr: Unerwünschte Gehölzsämlinge und invasive Neophyten drohen vor allem die licht- und wärmeliebenden Arten zu überwachsen. Während weidende Ziegen zweimal im Jahr die Gehölze durch Verbiss zurückhalten, wird der Aufwuchs des invasiven Japanischen Knöterichs und des Riesen-Bärenklaus jedes Jahr in der Vegetationsperiode regelmäßig und manuell mit der Sense dezimiert. Das ist arbeitsintensiv und schwächt zwar erfolgreich den Austrieb, dezimiert aber den Knöterich nicht auf Dauer.

Insgesamt sechs unterschiedlich große Bestände des Japanischen Knöterichs finden sich im naturnahen Steinbruch. Anstatt die enorme Wuchskraft durch wiederholten Rückschnitt zu schwächen, sollen nun durch Abdeckung mit einem speziellen Unkrautvlies – Plantex Platinium – die Rhizome des Knöterichs durch mehrjährige Dunkelheit zum Absterben gebracht werden.

Diese mit dem Fachdienst Naturschutz und Landschaftsplanung des Fachbereichs Umwelt und Klimaschutz der Stadt Osnabrück (UNB) abgesprochene Maßnahme wird in enger Zusammenarbeit mit dem Unternehmen KING RootBarrier aus den Niederlanden als Pilotprojekt umgesetzt. Über einen mehrjährigen Zeitraum soll die abgedeckte Fläche beobachtet und die Entwicklung der Rhizome unter dem Vlies dokumentiert werden. Erfahrungen des holländischen Unternehmens aus vergleichbaren Projekten zeigen bereits erste Erfolge bei der Bekämpfung des Japanischen Knöterichs, allerdings unter völlig anderen standörtlichen Bedingungen.
Der Freundeskreis des Botanischen Gartens hat den naturnahen Steinbruch 2007 von der Stadt Osnabrück für 30 Jahre gepachtet. In Kooperation mit dem Botanischen Garten und der Stadt Osnabrück verpflichtet er sich, das Gelände in seiner Einzigartigkeit und Vielfalt zu erhalten und damit einen Beitrag zum Schutz der heimischen Biodiversität zu leisten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Yvonne Bouillon, Universität Osnabrück
Technische Leitung des Botanischen Gartens
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2704
yvonne.bouillon@biologie.uni-osnabrueck.de

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news-8652.atom Osnabrücker Hochschulwelt erkunden – Hochschulinformationstag an Universität und Hochschule punktet mit Einblicken in Vorlesungen und Labore 2019-11-22T11:16:37+01:00 2019-11-22T11:13:28+01:00 Maschinenbau und Mechatronik, diese beiden Studiengänge stehen bei Tanja Wendt ganz oben auf der Liste. Die Osnabrücker Abiturientin ist eine von mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern des Hochschulinformationstages (HIT) von Hochschule und Universität Osnabrück. Gemeinsam mit ihrer Freundin Franziska Stuckenberg nutzt sie die Veranstaltung, um mit Studierenden, Mitarbeitenden und Lehrenden in Kontakt zu kommen und sich über die Studienmöglichkeiten zu informieren. Die Schülerinnen und Schüler haben die Wahl zwischen rund 200 Veranstaltungen am Campus Westerberg, am Caprivi-Campus und rund um das Osnabrücker Schloss in der Innenstadt. „Der HIT ist eine super Gelegenheit, um sich zu informieren und überhaupt mal zu schauen, welche Möglichkeiten man nach dem Abitur hat. Wir haben uns auch schon einen Vortrag zu Medieninformatik angehört, der sehr interessant war“, so Stuckenberg. Auch Jan Skaczylas, Schüler am beruflichen Gymnasium Technik in Cloppenburg, zieht ein positives Zwischenfazit: „Ich bin heute hergekommen um mir den Studiengang Landschaftsarchitektur genauer anzuschauen. Bis jetzt hat mir das hier alles sehr gut gefallen.“

Neben der Vorstellung einzelner Studiengänge gibt es Laborführungen und allgemeine Informationsveranstaltungen zu Themen wie der richtigen Studienwahl oder der Studienfinanzierung. Dazu können sich die Gäste auf zwei Info-Märkten über die einzelnen Studiengänge, internationale Hochschulkooperationen und Hochschulgruppen, wie dem Allgemeinen Studierendenausschuss, informieren. Ein kostenloser Shuttleservice fährt die Besucherinnen und Besucher vom Campus Westerberg und dem Caprivi-Campus zu den Angeboten am Schloss.

Organisator Alex Markgraf von der Zentralen Studienberatung (ZSB) ist sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Ob am Campus Westerberg, am Caprivi-Campus oder am Schloss: Die Angebote und Info-Märkte sind sehr gut besucht - und das trotz des fehlenden Abitur-Jahrgangs 2020 in Niedersachsen.“ Die Zentrale Studienberatung der Hochschule und der Universität Osnabrück veranstaltet den Informationstag jährlich, um Studieninteressierten aus der Region einen Überblick über das Studienangebot in Osnabrück zu verschaffen.

Weitere Informationen:
Zentrale Studienberatung der Hochschule und der Universität Osnabrück (ZSB)
Alex Markgraf
Telefon: 0541 969-4137
info@zsb-os.de

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news-8648.atom Flucht im Mittelmeerraum - Aufführung des Dokumentarfilms „We Exist“ und Diskussion mit dem Regisseur Lucian Segura Utz Lederbogen 2019-11-20T16:04:36+01:00 2019-11-20T16:01:02+01:00 Flucht und Migration stellten in den vergangenen Jahren ein politisch weitreichend diskutiertes Thema dar. Doch selten reicht die Vorstellungskraft, um zu erkennen, was Flucht für Menschen bedeutet. Diesem Thema widmet sich der Dokumentarfilm „We Exist“, der am Freitag, 22. November, ab 15.30 Uhr im Gebäude 15 (EW), Raum E10 der Universität Osnabrück aufgeführt wird. Gäste sind willkommen. Der Dokumentarfilm „We Exist“ beschäftigt sich mit Flucht und Geflüchteten im Mittelmeerraum. Er kombiniert die bildlichen Eindrücke mit Musik von Künstlern und Künstlerinnen aus Ländern Afrikas und des mittleren Ostens, die ihre Musik für den Film zur Verfügung gestellt und komponiert haben. Der Film hat eine Erzählstruktur, die sich von der klassischen, journalistischen Erzählweise unterscheidet. Getragen von der Musik führt er Zuschauerinnen und Zuschauer an Orte und zu Menschen, die von Flucht geprägt sind.

Zur Filmaufführung wird der Regisseur Lucian Segura anreisen und einen Vortrag halten. Im Anschluss findet eine Diskussion über aktuelle Entwicklungen gemeinsam mit Lucian Segura, Christiane Cannizzo-Marcus (Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) sowie Dr. Hamza Safouane (Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück) statt. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Ulrike Krause vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien der Universität Osnabrück.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist Engagement Global.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ulrike Krause, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
und Institut für Sozialwissenschaften
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4785
E-Mail: ulrike.krause@uni-osnabureck.de

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news-8647.atom Mit neuem Elan an die Arbeit – Prof. Dr. Ulrich Schneckener erneut zum Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Stiftung Friedensforschung gewählt 2019-11-19T11:34:28+01:00 2019-11-19T10:59:35+01:00 Der Stiftungsrat der Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) bestätigte am 6. November in Berlin die Mitglieder des Vorstands für weitere drei Jahre in ihrem Amt. Prof. Dr. Ulrich Schneckener vom Zentrum für Demokratie und Friedenforschung (ZeDF) der Universität Osnabrück ist nach seiner ersten Amtszeit erneut zum Vorstandsvorsitzenden gewählt worden. Das Vorstandsorgan ist seit der Satzungsreform 2016 für die operativen Geschäfte der DSF zuständig. Nach Ablauf der ersten Amtszeit erklärten sich alle fünf Vorstandsmitglieder dazu bereit, die ehrenamtliche Tätigkeit fortzuführen. Als Einrichtung der Forschungsförderung unterstützt die im Oktober 2000 durch den Bund gegründete Deutsche Stiftung Friedensforschung mit Sitz in Osnabrück Projekte im Bereich der Friedens- und Konfliktforschung. Sie fördert wissenschaftliche Untersuchungen und Veranstaltungen sowie Vorhaben, die der strukturellen Stärkung dieses Forschungsfeldes dienen. Außerdem unterstützt die Stiftung mit eigenen Initiativen die Vermittlung von Forschungsbefunden in die politische Praxis und Öffentlichkeit. 2019 wurde die DSF durch den Wissenschaftsrat evaluiert.

Der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Ulrich Schneckener, zog eine positive Bilanz der ersten drei Jahre: „Die Vorstandsmitglieder sind zu einem guten Team zusammengewachsen. Dies hat sich insbesondere bei der Evaluation der DSF durch den Wissenschaftsrat, der den Bund und die Länder in Fragen der Wissenschaftspolitik berät, bemerkbar gemacht. Der Evaluationsbericht vom Juli 2019 hat der Stiftung ein gutes Zeugnis ausgestellt und der Vorstand wird nun mit neuem Elan an seine bisherige Arbeit anknüpfen. Dabei geht es insbesondere um die Weiterentwicklung des Förderkonzeptes. Außerdem muss die DSF auf eine nachhaltige finanzielle Grundlage gestellt werden, wie es der Wissenschaftsrat empfohlen hat.“

Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Susanne Buckley-Zistel, Direktorin des Zentrums für Konfliktforschung der Universität Marburg, wurde erneut zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden gewählt. Dem Gremium gehören ferner der Völkerrechtler Prof. Dr. Andreas von Arnauld, Direktor des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht an der Universität zu Kiel, die Kulturwissenschaftlerin Dr. Sabine Mannitz, Vorstandsmitglied im Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt a. M., sowie der Experte für Rüstungskontrolle und Abrüstung Botschafter a.D. Peter Gottwald an.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Universität Osnabrück
Zentrum für Demokratie und Friedensforschung (ZeDF)
Seminarstr. 33, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4697
ulrich.schneckener@uni-osnabrueck.de

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news-8645.atom 2. Osnabrücker Schiedsgerichtstag - Uni Osnabrück und IHK luden Expertinnen und Experten ein Utz Lederbogen 2019-11-19T10:37:32+01:00 2019-11-19T10:22:00+01:00 Zum 2. Osnabrücker Schiedsgerichtstag kamen am Freitag, 15. November, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte sowie Unternehmensjuristen zusammen, um sich auf dem Gebiet der Schiedsgerichtsbarkeit fortzubilden und Neues aus der Rechtsprechung zu erfahren. Eingeladen hatte das Centrum für Unternehmensrecht (CUR e.V.) in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Neben Prof. Dr. Hans-Jürgen Ahrens, Prof. Dr. Mary-Rose McGuire und Hon.-Prof. Dr. Antje Baumann, die seitens des Instituts für Handels- und Wirtschaftsrecht der Universität Osnabrück für die Tagung verantwortlich zeichneten, referierten mit Dr. Dominik Ziegenhahn, Oliver Korte und Prof. Dr. Siegfried Elsing erfahrene Praktiker aus der deutschen Anwaltschaft.

Am Vormittag standen neben einem Update zur Rechtsprechung der staatlichen Gerichte aus prozessualer Sicht Spezialfragen des Schiedsverfahrensrechts im Vordergrund. So ging es um die Grenzen der Kostenerstattung, die Überprüfung der Schiedsrichterbestellung sowie Besonderheiten bei Mehrparteien- und beschleunigten Verfahren. Der zweite Teil der Tagung war der Geheimhaltung im Schiedsverfahren, der Preiskontrolle in langfristigen Verträgen sowie der Preisfindung im Rahmen von FRAND (Lizenzbedingungen für Patente) gewidmet.

Das diskussionsfreudige Forum setzte sich aus Angehörigen der Universitäten aus Münster und Göttingen, Vertretern der Anwaltschaft insbesondere aus Düsseldorf, Hannover und Hamburg sowie Doktoranden und Examenskandidaten der Universität Osnabrück zusammen. Aufgrund der positiven Resonanz soll die Veranstaltungsreihe im November 2020 fortgeführt werden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.cur.uos.de.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Mary-Rose McGuire, M.Jur. (Göttingen), Universität Osnabrück
Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums, deutsches und europäisches Zivilprozessrecht
Katharinenstrasse 15, 49078 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4837
mmcguire@uni-osnabrueck.de
https://www.jura.uni-osnabrueck.de/mcguire

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news-8644.atom Universität Osnabrück übergibt Piepenbrock-StudierendenProjekt-Preis 2019-11-15T11:13:28+01:00 2019-11-15T11:11:59+01:00 Studierende, die sich mit dem Dreißigjährigen Krieg befassen und eine Ausstellung konzipieren, die in der Universitätsbibliothek Osnabrück gezeigt wird: Dieses erfolgreiche Projekt wird nun mit dem erstmalig vergebenenPiepenbrock-StudierendenProjekt-Preisder Stiftung Hartwig und Maria-Theresia Piepenbrock ausgezeichnet. Die Verleihung fand am 14. November im Rahmen der Vergabe der Deutschlandstipendien an der Universität Osnabrück statt. Ziel des Preises ist es, ein Studierendenprojekt auszuzeichnen, in dem Praxisbezug, Projektmanagement und Teamarbeit eine große Rolle spielen. Zugleich soll es auf die Umsetzung eines der vier Qualitäts- und Qualifikationsziele Studium und Lehre (Q-Ziele) an der Universität Osnabrück, nämlich Wissenschaftlichkeit, Interdisziplinarität, Profilbildung und Persönlichkeitsbildung, abzielen. „Über den Tellerrand denken, Praxisluft schnuppern und im Team etwas erschaffen: Bei ihrem Projekt haben die Studierenden viel für ihre Zukunft mitgenommen. Wir freuen uns, dieses Engagement und die wirklich gelungene Ausstellung mit dem Preis auszuzeichnen“, so Maria-Theresia Piepenbrock. 

Ausgewählt wurde ein Gruppenprojekt von Studierenden, das unter fachlicher

Anleitung einer bzw. eines Lehrenden im letzten Jahr oder im laufenden Jahr abgeschlossen wurde. Neben dem Erwerb von Fachkenntnissen und praktischen Erfahrungen soll dieses Projekt dazu dienen, den Studierenden Kenntnisse über Projektmanagement und Teamarbeit zu vermitteln. 

Das Projekt entstand im Rahmen des Seminars „Der Dreißigjährige Krieg im Spiegel der frühneuzeitlichen Publizistik. Konzeption einer Kabinettsausstellung“, das im Sommersemester 2018 vonProf. Dr. Siegrid Westphal im Fach Geschichte angeboten wurde. „Ziel des Seminars und unseres Projektes war es, anhand von Originaldrucken aus dem Bestand der Gemeinsamen Forschungsbibliothek IKFN/IMIS eine Ausstellung zu konzipieren und umzusetzen, die Einblicke in die zeitgenössische mediale Deutung des Dreißigjährigen Krieges und Westfälischen Friedens ermöglicht“, erklären die beteiligten Studierenden. Ausgezeichnet für das Projekt wurden: Sarah-Christin Dietrich, Julia Fesca, Nadeshda Domke, Katja Jensch, Anna Lingnau und Sabine Pfau-Baumgarten.

Die Arbeitsergebnisse präsentierten sie im Wintersemester 2018/19 in Form einer Ausstellung, die bis zum 4. Februar 2019 im Foyer der Universitätsbibliothek, Standort Alte Münze, zu sehen war. „Die Konzeption und Umsetzung unserer Ausstellung war entscheidend durch Teamarbeit geprägt. So entwickelten wir gemeinsam ein Konzept, suchten einen ansprechenden Titel für die Ausstellung und entwarfen eine an eine Festungsanlage angelehnte Ausstellungsarchitektur, welche die Besucher der Alten Münze zum Besuch der Ausstellung „verführen“ sollte“, so die Studierenden. „Jedes Teammitglied leistete einen zentralen Beitrag zu unserer Ausstellung, indem es eigenständig einen spezifischen Ausstellungsbereich zu einem thematischen Schwerpunkt erarbeitete. In dieser Konzeptionsphase haben wir uns gegenseitig beraten und unterstützt, indem wir beispielsweise über unsere Ideen und  unsere Texte für die Ausstellung gemeinsam diskutierten.“ 

Über die Ausstellung hinaus konnte die Antragstellerin Sarah-Christin Dietrich die Projektergebnisse für eine Abschlussarbeit nutzen, indem sie ihren Ausstellungsbereich „Krieg als Strafe Gottes – Wunderzeichenim Dreißigjährigen Krieg“ weiterentwickelt und zu einer Masterarbeit mit dem Thema Prodigienglaube im Theatrum Europaeum ausgebaut hat. Eine weitere Masterarbeit zur Thematik ist in Planung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8642.atom 70 Jahre Genfer Rotkreuz-Konventionen - Festveranstaltung an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-11-14T13:46:53+01:00 2019-11-14T13:44:52+01:00 Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Genfer Rotkreuz-Konventionen findet am Donnerstag, 21. November, ab 17 Uhr eine akademische Festveranstaltung an der Universität Osnabrück im European Legal Studies Institute (Süsterstraße 28) statt. Die Konventionen wurden 1949 von der Staatengemeinschaft verabschiedet, um die Brutalität des Krieges und das Leiden im Krieg einzudämmen und den Schutz der Schwachen und der Besiegten zu gewährleisten. Sie bilden heute das Rückgrat des universell anerkannten humanitären Völkerrechts. Aus Anlass des Jubiläums werden Dr. Heike Spieker (Deutsches Rotes Kreuz) über die Arbeit des Roten Kreuzes im Rahmen der Genfer Konventionen und Prof. Dr. Christian Walter (Ludwig-Maximilians-Universität München) über die Entstehungsbedingungen und gegenwärtigen Herausforderungen der Konventionen sprechen. Gastgeber ist Prof. Dr. Oliver Dörr vom European Legal Studies Institute (ELSI) der Universität Osnabrück und Konventionsbeauftragter des Deutschen Roten Kreuzes, Landesverband Niedersachsen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Oliver Dörr, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6050
E-Mail: oliver.doerr@uni-osnabureck.de

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news-8641.atom Studieren in „Down Under“ – International Office der Universität Osnabrück informiert über Studium an Partneruniversität in Sydney 2019-11-14T10:56:04+01:00 2019-11-14T10:54:42+01:00 Das International Office der Universität Osnabrück lädt zu einer Informationsveranstaltung zum Studium in Australien ein. Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 21. November, um 15 Uhr im Raum 15/E28 (Erweiterungsgebäude des Schlosses, Seminarstr. 20). Isis Kowaliauskas von der Western Sydney University wird über Studienbedingungen sowie Zulassungsvoraussetzungen für deutsche Studierende in Australien und insbesondere über die Studienmöglichkeiten an der Western Sydney University referieren.
Beate Teutloff vom International Office der Universität Osnabrück gibt Hinweise zu Fördermöglichkeiten für einen Studienaufenthalt in Australien.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Beate Teutloff, Universität Osnabrück
International Office
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4126
beate.teutloff@uni-osnabrueck.de

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news-8638.atom Die Bauten der Universität geprägt - Universität Osnabrück trauert um ehemaligen Dezernenten Manfred Blome Utz Lederbogen 2019-11-13T11:08:06+01:00 2019-11-13T10:34:44+01:00 Die Universität Osnabrück trauert um den ehemaligen Dezernenten des Gebäudemanagements, Manfred Blome. Er ist am Montag, 11. November, unerwartet im Alter von 69 Jahren gestorben. 34 Jahre lang – von Oktober 1981 bis November 2015 – leitete er mit starkem Engagement sowie großer Kompetenz und Überzeugungskraft das Dezernat und hat viele Bauten der Universität maßgeblich mitgeprägt. „Manfred Blome war ein herausragender Mensch, dem die Universität viel zu verdanken hat“, sagt Dr. Wilfried Hötker, Vizepräsident für Personal und Finanzen der Universität Osnabrück. Blome habe auch in aufgeregten Zeiten stets ein offenes Ohr für Wünsche gehabt, er sei bei Kolleginnen und Kollegen beliebt gewesen und von Partnern in Stadt und Land geschätzt worden. „In unzähligen Debatten und wegweisenden Entscheidungsprozessen hat er als angesehener Fachmann maßgeblich zur baulichen Entwicklung der Universität beigetragen“, so der Vizepräsident.

Als er am 1. April 1980 vom damaligen Kanzler Dr. Klaus Volle eingestellt wurde, hatte die Universität Osnabrück nur ein Gebäude, das Schloss. Heute verfügt die Universität über mehr als 50 Gebäude in der Stadt. „Bei der Gestaltung jedes dieser Gebäude hat Manfred Blome sein umfangreiches Fachwissen und seine Erfahrung mit eingebracht“, erinnert sich Hötker an die Zusammenarbeit. Für Blome gab es keine Probleme sondern Aufgaben. „Geht nicht, gibt’s nicht“, war ein geflügeltes Wort von ihm. Auch im Ruhestand bis zu seinem plötzlichen Tod war er für die Universität an dem Bau des neuen Studierendenzentrums und dem Neubau und der Sanierung des Sportzentrums Jahnstraße beteiligt.

Manfred Blome wurde am 18. Juli 1950 in Brochterbeck (Kreis Tecklenburg) geboren. Er studierte von 1973 bis 1978 Maschinenbau in Bochum, war anschließend als Betriebsingenieur in Wuppertal bei der Wicküler-Küpper-Brauerei tätig. 1979 wechselte er als Projektleiter zum Gaswärme-Institut in Essen, bevor er 1980 an die Universität Osnabrück kam. Er war verheiratet und hinterlässt zwei Kinder.

„In Gedanken sind wir bei seinen Angehörigen und wünschen ihnen viel Kraft in diesen schweren Stunden“, so Vizepräsident Hötker.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

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news-8635.atom „Nur schlau gucken war gestern“ – Universität und Hochschule Osnabrück laden zum zweiten Hochschulinformationstag 2019 ein 2019-11-13T10:24:18+01:00 2019-11-13T10:15:07+01:00 Wer alles rund um das Thema Studium erfahren möchte, hat am Donnerstag, 21. November, ab 8.30 Uhr auf dem zweiten Hochschulinformationstag (HIT) 2019 die Gelegenheit dazu. Im Rahmen von mehr als 200 Angeboten geben Lehrende sowie Studierende von Universität Osnabrück und Hochschule Osnabrück Auskunft über studiumsrelevante Fragen. Der HIT findet an den drei Campusstandorten Westerberg, Caprivi und Innenstadt statt. Dort werden Besucherinnen und Besucher unter anderem auch durch Labore und Bibliotheken geführt, um Wissenschaft aus erster Hand zu erfahren. Zudem gibt es nicht nur Infos zu Studienmöglichkeiten in Osnabrück und zu den Bachelorstudiengängen, sondern auch zu Themen wie Studienwahl, Studienfinanzierung und Hochschulzulassung. Auf zwei Infomärkten (Schloss/Foyer und Campus Westerberg, Gebäude AB im Foyer) stellen sich Studiengänge, Fakultäten und Service- beziehungsweise Beratungseinrichtungen vor.

Darüber hinaus wird es ein Multiplikatoren-Café in der Caprivi-Lounge (CK Gebäude, Caprivistraße 30a) geben, bei dem Lehrerinnen und Lehrer, Beraterinnen und Berater für akademische Berufe sowieMitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen durch Kurzvorträge zur Studienorientierung und Bewerbung informiert werden. Ein kostenloser Shuttle-Bus-Service zwischen den Veranstaltungsorten ist eingerichtet.
Weitere Informationen über das Programm und die entsprechenden Standorte gibt es unter: https://www.zsb-os.de/veranstaltungen/hit/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Alex Markgraf
Zentrale Studienberatung Osnabrück (ZSB)
Neuer Graben 27, D-49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4137
alex.markgraf@zsb-os.de

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news-8633.atom „I Will Talk And Hollywood Will Listen“ – Studierende der Universität Osnabrück geben Konzert 2019-11-13T09:13:12+01:00 2019-11-13T09:12:58+01:00 Ein vielseitiges Programm aus Klassik, Musical und Filmmusik wird es am Dienstag, 19. November, ab 19.30 Uhr bei der Veranstaltung „I Will Talk And Hollywodd Will Listen“ der Universitätsmusik in der Aula des Schlosses (Neuer Graben 29) geben. Der Eintritt ist frei. Das Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik wird Arrangements für gemischte Instrumentalensembles präsentieren, die im Rahmen der Seminare „Orchesterleitung II“ und „Schulpraktisches Arrangieren“ entstanden und bis zu ihrer Aufführung ausschließlich in studentischer Hand lagen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

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news-8631.atom „Ausgezeichneter Ruf unseres KI-Campus gefestigt“: Uni Osnabrück erhält Förderung für Digitalisierungsprofessuren vom Land 2019-11-11T16:53:34+01:00 2019-11-11T16:51:34+01:00 Die Universität Osnabrück ist niedersächsischer Hotspot in Forschung und Lehre zur Künstlichen Intelligenz (KI). Auf eindrucksvolle Weise unterstrichen wird dieses herausragende Alleinstellungsmerkmal jetzt durch die Bereitstellung von ab 2021 dauerhaft über eine Million Euro jährlich und temporär mehr als fünf MillionenEuro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung zur Einrichtung einschlägiger Digitalisierungsprofessuren. „Das ist wiederum ein großer Erfolg für unsere Universität und festigt den nationalen und internationalen Ruf unseres KI-Campus“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl hoch erfreut über die Bewilligung. 

„Die Digitalisierung als gesamtgesellschaftlicher Wandlungsprozess entfaltet eine immense Entwicklungsdynamik in nahezu allen Gesellschaftsbereichen“, heißt es auf der Seite des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK), welches die Mittel bereitstellt. Um diesem Prozess Rechnung zu tragen, stellt das Land acht niedersächsischen Hochschulen Mittel für insgesamt bis zu 40 Digitalisierungsprofessuren zur Verfügung.

Die Universität Osnabrück hat in den Mittelpunkt ihres erfolgreichen Antrages den KI-Campus gestellt, eine Dachkonstruktion, in der die umfangreiche, vielfältige und bereits seit Jahren bestehende KI- und Digitalisierungsforschungsexpertise gebündelt wird. 

Das Fundament hierfür bilden insbesondere die Fächer und die grundständigen Studiengänge Informatik und Kognitionswissenschaft. Im Zentrum des KI-Campus stehen zwei der insgesamt sechs Forschungs-Profillinien, die im Rahmen des Strategieprozesses in einer ersten Ausbaustufe von der Universität mit insgesamt rund 1,3 Millionen Euro Eigenmitteln finanziert werden. Mit der nun erfolgten Zusage für die Digitalisierungsprofessuren wird die zweite Ausbaustufe des KI-Campus eingeläutet. 

Nicht nur die Forschung, sondern auch die Lehre profitiert von dem Ausbau des KI-Campus der Universität Osnabrück: „Die Aufnahmekapazitäten in den informatiknahen und zukunftsorientierten Studiengängen können so maßgeblich gesteigert werden“, so Prof. Menzel-Riedl.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8629.atom Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2019-11-11T14:27:19+01:00 2019-11-11T14:24:51+01:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet am Samstag, 16. November, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung.
 

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück

Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)

Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999

info@zsb-os.de

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news-8627.atom „Mein Weg, mein Studium“ - Fachtagung der Hochschule und Universität Osnabrück zur Bildungsgerechtigkeit 2019-11-11T12:10:37+01:00 2019-11-11T12:02:38+01:00 Wie ist mehr Chancengerechtigkeit für Studierende aus nichttraditionellen Milieus zu erreichen? – Mit dieser Frage befasste sich jetzt die Fachtagung des Verbundprojekts „Mein Weg, mein Studium“ der Hochschule und der Universität Osnabrück. Über 70 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft informierten sich am 4. November über Ergebnisse des Projekts, das vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) gefördert wird. Erfolgreiche Wege in und durch das Studium: Unter dieser Leitidee steht seit 2018 das gemeinsame Projekt von Hochschule und Universität Osnabrück "Mein Weg, mein Studium". Das Team um Prof. Barbara Schwarze (Hochschule) und Prof. Dr. Thomas Bals (Universität) hat sich zum Ziel gesetzt, die Chancengerechtigkeit für solche Studierenden zu erhöhen, die aus sogenannten nichttraditionellen Milieus kommen. Auf der diesjährigen Fachtagung in der Hochschulaula berichteten die Projektverantwortlichen über Ergebnisse ihrer Arbeit und diskutierten mit über 70 Gästen, darunter Kooperationspartner und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Ob jemand als Erste oder Erster in seiner Familie studiert, aus einer einkommensschwachen Familie kommt beziehungsweise einen Migrationshintergrund hat: Es gibt viele Gründe, warum der Weg in und durch das Studium alles andere als einfach ist. Deshalb sei es „gesellschaftspolitische Verantwortung von Hochschulen, allen talentierten jungen Menschen die bestmögliche Bildung zu ermöglichen – unabhängig von deren Herkunft oder Portemonnaie“, sagt die Projektleiterin Barbara Schwarze, Professorin für Gender und Diversity Studies. Ihr Kollege Thomas Bals, Professor für Berufs- und Wirtschaftspädagogik und zugleich Uni-Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie, ergänzt: „Über die Hälfte eines Jahrgangs ist heute studienberechtigt – das ist ein deutlicher Unterschied zu früher. In Folge wird die Studierendenschaft immer bunter. – Dieser Herausforderung wollen wir uns stellen und im Sinne der Bildungsgerechtigkeit gute Rahmenbedingungen für unterschiedliche Wege ins Studium schaffen.“

Seit 2012 fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) Hochschulprojekte für mehr Chancen- und Bildungsgerechtigkeit. Die MWK-Referentin Dr. Katja Kohrs ist von Anfang an dabei und weiß, dass es viele Hindernisse für Studierende aus nichttraditionellen Milieus gibt. Ein Beispiel: „Familien, in denen noch niemand studiert hat, tendieren dazu, Kosten für ein Studium zu überschätzen und zugleich dessen langfristige ökonomische und soziale Vorteile zu unterschätzen.“ Hier seien nachhaltige Konzepte, maßgeschneiderte Beratung sowie zielgerechte Kommunikation Schlüssel zum Erfolg.

Dass Erfolg auch Zeit braucht, betonte der Hochschul-Vizepräsident für Studium und Lehre Prof. Dr. Alexander Schmehmann. Er dankte dem Ministerium dafür, dass es „mit Substanz und langem Atem“ mehrere themenbezogene Projekte der Hochschule fördert. Dank der Förderlinie konnte bereits vieles nachhaltig verbessert werden – ob in der Fach- und Studienberatung oder in der Zusammenarbeit mit Schulen. „60 Prozent unserer Studierenden kommen aus Nichtakademiker-Familien. Gerade für diese jungen Menschen sind eine gute Beratung und Austausch mit anderen Studierenden – beispielsweise in unseren Mentoring-Programmen – das A und O für ein erfolgreiches Studium.“

Wie bunt ist die Studierendenschaft an der Hochschule und der Universität Osnabrück? Wo sehen Studierende Hindernisse und welche Unterstützung wünschen sie sich? – Mit diesen Fragen befasste sich die QUEST-Studie, die die beiden Hochschulen gemeinsam mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung durchgeführt haben. Prof. Schwarze und die Uni-Projektmitarbeiterin Katharina Wehking stellten die wichtigsten Ergebnisse vor.

Um Bildungsgerechtigkeit sowie Hindernisse und Erfolgsrezepte vor, während und nach dem Studium ging es im Fachvortrag des Hauptredners Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani, der seit Sommer dieses Jahres eine Professur für Erziehung und Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Osnabrück innehat. Der renommierte Soziologe und Bestsellerautor referierte über Bildungsaufsteigerinnen und -aufsteiger aus benachteiligten Milieus. In seiner Rede zeigte er zudem – gestützt auf zahlreiche Studien – den Zusammenhang zwischen der derzeitigen Bildungsexpansion und den „Magnetfeldern“ wie Macht, Geld oder auch „Vitamin B“ auf, die unsichtbar sind und jedoch eine mächtige Wirkung entfalten. Gespannte Zuhörerschaft und eine lebhafte Diskussion nach einem Vortrag voller Elan, Fakten und Humor waren dem Redner sicher.

Gearbeitet wurde auch in der Mittagspause: Fünf MWK-geförderte Projekte aus der Förderlinie „Wege ins Studium öffnen“ wurden in einer moderierten Postersession vorgestellt. Anschließend standen Workshops zu vier Themenfeldern der Förderlinie auf dem Programm – geleitet von den jeweiligen Projektteams der Hochschule Emden/Leer, Hochschule Osnabrück, Ostfalia Hochschule, Universität Hildesheim und Universität Osnabrück.

„Bei der Abschlussdiskussion lobten unsere Gäste die gelungene Mischung aus Impulsvorträgen, dem Hauptvortrag und den Workshops“, freute sich die Organisatorin der Tagung Marika Gervens. Laut der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Hochschule Osnabrück seien dank dem Austausch bereits neue Ideen entstanden, wie zuweilen holperige Wege in und durch das Studium geebnet werden können.


Hintergrundinformationen:

Projektkonzeption
Die Projektkonzeption sieht eine intensive Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in der individuellen Bildungsentscheidung an der Schwelle ins Hochschulsystem vor sowie Unterstützungsformate im Studium und am Übergang in den Beruf. Auf diese Weise werden die Studierenden mit den geplanten Maßnahmen im gesamten „studentischen Lebenszyklus“ unterstützt. Zur Qualitätssicherung wird eine wissenschaftliche Begleitforschung durchgeführt. An der Universität Osnabrück wird der Fokus auf die Unterstützung von Studierenden im Studiengang „Lehramt an berufsbildenden Schulen“ gelegt. Die Hochschule Osnabrück setzt den Schwerpunkt auf die Stärkung der MINT-Studierenden beim Übergang in den Beruf. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Kooperationspartner
Das Projekt wird von zahlreichen universitäts- und hochschulinternen sowie externen Kooperationspartnern unterstützt. Zu den internen Kooperationspartnern zählen die Zentrale Studienberatung, das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) und das Institut für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück sowie das Projekt „Vielfalt integrieren“ des LearningCenters der Hochschule Osnabrück. Als externe Kooperationspartner konnten das Studentenwerk Osnabrück, die ehrenamtliche Initiative ArbeiterKind.de, das Studienförderwerk AVICENNA, die Agentur für Arbeit Osnabrück, die Koordinationsstelle Migration und Teilhabe und der Migrationsbeirat der Stadt Osnabrück sowie das Migrationszentrum und der Integrationsbeauftragte des Landkreises Osnabrück gewonnen werden.

Ansprechpartner/in für die Medien:
Lidia Wübbelmann, Hochschule Osnabrück
Telefon: 0541 969-2237
E-Mail: l.wuebbelmann@hs-osnabrueck.de

Utz Lederbogen, Universität Osnabrück
Telefon: 0541 969-4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

 

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news-8626.atom Ein arabischer Arzt, der Juden rettete - Lesung am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück 2019-11-11T11:56:41+01:00 2019-11-11T11:06:42+01:00 Der Arzt Mod (Mohamed) Helmy wurde von den Nationalsozialisten als »Nichtarier« diskriminiert und als Ägypter inhaftiert. Trotzdem half er jahrelang einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Der Autor Igal Avidan hat die Geschichte des Arztes in seinem Buch „Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ zum Thema gemacht und wird am Dienstag, 19. November, von 18 bis 20 Uhr, am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück daraus vorlesen. Die meisten Menschen im nationalsozialistischen Deutschland reagierten gleichgültig auf die Judenverfolgung, viele nahmen aktiv daran teil. Nur 600 von ihnen wurden von Yad Vashem, der internationalen Holocaust Gedenkstätte, als Judenretter geehrt und ein einziger war ein Araber, der Arzt Mod Helmy. Mitten in Berlin gelang es ihm sogar mithilfe von Hitlers Verbündetem, dem Mufti von Jerusalem, eine Jüdin als Muslima in Sicherheit zu bringen. „Rechtsradikale bemühen sich immer mehr Muslime und Juden gegeneinander auszuspielen. Das Beispiel von Mod Helmy zeigt, dass Menschen unabhängig von ihrer religiösen Herkunft entlang der Kriterien von Humanität und Empathie auch unter widrigsten Bedingungen füreinander einstehen können“, so Professor Bülent Ucar, Leiter des Institutes für Islamische Theologie der Universität Osnabrück.

Der Autor Igal Avidan, 1962 in Tel Aviv geboren, hat in Israel Englische Literatur und Informatik und dann in Berlin Politikwissenschaft studiert. Seit 1990 arbeitet der Nahostexperte als freier Berichterstatter aus Berlin für israelische und deutsche Zeitungen und Hörfunksender. Avidan fand Helmys ehemalige Patienten, besuchte seine Verstecke und zeichnete seine einzigartige Geschichte nach.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung unter lesung-iit@uni-osnabrueck.de bis zum 14. November wird gebeten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dorothee Fenner, Universität Osnabrück
Institut für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 6368
dorothee.fenner@uni-osnabrueck.de

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news-8624.atom Engagement für die Gleichberechtigung von Frauen - Osnabrücker Professorin Eckholt erhielt zusammen mit Bischof Bode die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern Utz Lederbogen 2019-11-07T17:10:52+01:00 2019-11-07T17:00:00+01:00 Für ihre Verdienste um die Gleichberechtigung von Frauen erhielt heute (7. November) Dr. Margit Eckholt (59), katholische Professorin für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Universität Osnabrück die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern (Schweiz). Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Osnabrücker Bischof Dr. Dr. h.c. Franz-Josef Bode (68) für seinen Einsatz für Frauen in der Katholischen Kirche. Beide erhielten die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät Luzern im Rahmen des Dies Academicus. Prof. Dr. Margit Eckholt ist seit 2009 am Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück tätig und engagiert sich seit vielen Jahren auch ehrenamtlich in der Frauenförderung. Sie habe entscheidend zur Diskussion von Fragen der Gleichstellung der Frau in der Kirche beigetragen, heißt es zur Verleihung der Ehrendoktorwürde.

Eckholt war u.a. Vorsitzende der Theologischen Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes und von „AGENDA - Forum katholischer Theologinnen“ und arbeitet auf internationaler Ebene vor allem mit lateinamerikanischen Theologinnen zusammen. Sie wirkte mit an der Erstellung der so genannten „Osnabrücker Thesen“, die vor zwei Jahren als Ergebnis eines ökumenischen wissenschaftlichen Kongresses verabschiedet wurden. Die Thesen stellen fest, dass sichtbare Fortschritte in der Ökumene nur zu erreichen sind, wenn Frauen in den einzelnen Kirchen Zugang zu allen Diensten und Ämtern erhalten.

Bode, promovierter Theologe und seit 1995 Bischof des Bistums Osnabrück, wurde 2013 bereits von der Universität Osnabrück mit einem Ehrendoktor der Philosophie geehrt, u.a. „für die Förderung des ökumenischen und interreligiösen Dialogs und des Gesprächs zwischen Kirche und Gesellschaft“. Bode leitet seit 2010 die Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und dort zugleich die Unterkommission „Frauen in Kirche und Gesellschaft“. Seinen Einsatz für die Frauen in der katholischen Kirche zeige er „mutig, beharrlich und mit großem Engagement“, betont die Universität Luzern in ihrer Begründung zur Verleihung der Ehrenpromotion. Bode setze sich mit Nachdruck für mehr Beteiligung von Frauen in der katholischen Kirche und insbesondere für einen höheren Frauenanteil in Leitungspositionen ein.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49076 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

 

 

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news-8621.atom Über junge Geflüchtete und ihre Familien - Deutsch-kanadische Konferenz zu Migration und Integration an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-11-07T15:07:06+01:00 2019-11-07T15:00:23+01:00 Migration ist ein globales Phänomen. Um ihre Motive, Bedingungen, Folgen und die sie begleitenden Politiken zu verstehen, bedarf es entsprechend globaler Perspektiven. Diesen weitläufigen Blick nimmt die zweitägige deutsch-kanadische Konferenz ein, die ab Montag, 11. November, an der Universität Osnabrück im Helikoniensaal des Botanischen Gartens (Gebäude 64, Albrechtstraße 29) stattfindet. Im Mittelpunkt der Tagung, die von Forschenden des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück und des GESIS – Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften organisiert wird, stehen junge Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete mit ihren Familien. Die Panels konzentrieren sich unter anderem auf Fragen zur Forschung und zum Forschungsstand über diese Gruppe. Betrachtet werden zudem ihre Integration in das jeweilige Schulsystem, ihre Herausforderungen und Bewältigungsstrategien auf der Flucht und in den Aufnahmeländern sowie wirtschaftliche Aspekte und Arbeitsmarktintegration. Im Rahmen der Konferenz halten Forschende primär aus Deutschland und Kanada Vorträge, die sich aber über die Grenzen der beiden Länder hinaus auf Fallbeispiele weltweit beziehen.

Abgerundet wird die Konferenz am Dienstag, 12. November, ab 15 Uhr mit einer öffentlichen Nachmittagsdiskussion über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen junger Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchteter und ihren Familien. Es diskutieren Daniela Boltres, Leiterin der Arbeitsgruppe Öffentlichkeits- und Kulturarbeit von Exil e.V., Osnabrück, Prof. Dr. Ulrike Krause, Juniorprofessorin für Flucht- und Flüchtlingsforschung der Universität Osnabrück sowie Prof. Dr. Howard Ramos, Professor für Soziologie und Sozialanthropologie der Dalhousie Universität in Kanada. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Dr. Steffen Pötzschke, GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim.

Kooperationspartner der Konferenz ist Engagement Global und die Jacobs Stiftung.

Link zur Konferenz: www.gesis.org/en/services/events/gesis-conferences/german-canadian-conference-on-migration-integration

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ulrike Krause, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
und Institut für Sozialwissenschaften
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4785
E-Mail: ulrike.krause@uni-osnabureck.de

Dr. Debora Maehler und Dr. Steffen Pötzschke
GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften
M1 10, 68159 Mannheim
Tel.: +49 621 1246 516
E-Mail: Debora.Maehler@gesis.org
E-Mail: Steffen.Poetzschke@gesis.org

 

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news-8620.atom Zum Gedenken an die ermordeten Juden Europas – Wanderausstellung macht Station in der Universitätsbibliothek Osnabrück 2019-11-07T11:04:00+01:00 2019-11-07T11:02:02+01:00 Malyj Trostenez nahe Minsk war der größte Vernichtungsort in Weißrusslandwährend der deutschen Besatzungszeit von 1941 bis 1944. Der dort ermordeten Juden gedenkt die Wanderausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund, der Internationalen Bildungs- und Begegnungsstätte "Johannes Rau" Minsk und der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die ab dem Abend des 14. November Station im gemeinsamen Bibliotheksgebäude der Universität und der Hochschule Osnabrück auf dem Westerberg macht. 1941 und 1942 wurden mehr als 22.000 deutsche Bürgerinnen und Bürger mit jüdischen Wurzeln nach Minsk und Trostenez deportiert. Sie hatten die Illusion, dass die nationalsozialistische Führung ihnen dort die Möglichkeit geben würde, eine neue Existenz aufzubauen. In Minsk angekommen, wurde die Mehrzahl der Deportierten jedoch sofort getötet und in Gruben verscharrt. Bis zum 18. Januar 2020 erzählt die Ausstellung in Osnabrück die Geschichte der Opfer und des Verbrechens. Sie hat zum Ziel, Malyj Trostenez als europäischen Tat- und Erinnerungsort in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.

Als Veranstalter vor Ort haben sich die Universitätsbibliothek, das Historische Seminar der Universität Osnabrück (Professur für Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung) und die Volkshochschule der Stadt Osnabrück zusammengefunden, die gemeinschaftlich auch das Begleitprogramm mit Vorträgen und einer Podiumsdiskussion in Kooperation mit den Osnabrücker Friedensgesprächen organisieren. Diese Veranstaltungen stehen allen Interessierten offen und sind eng verzahnt mit den kommunalen Gedenkveranstaltungen um den 9. November, um die historische Erinnerung wachzuhalten und öffentlich nicht zuletzt an die junge Generation zu vermitteln.

In Zeiten eines erstarkenden populistischen Revisionismus und wachsender antisemitischer Bedrohung, die sich nun konkret und grauenhaft auch in Deutschland wieder Bahn bricht, gilt es, gemeinschaftlich und gemeinsinnig Haltung und Solidarität zu zeigen.

Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 14. November, 18 Uhr, sprechen Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Berlin, und Dr. Aliaksandr Dalhouski von der Geschichtswerkstatt Minsk. Die Veranstaltung findet im Vortragsraum im Erdgeschoss des Gemeinsamen Bibliotheksgebäudes statt (Campus Westerberg, Nelson-Mandela-Platz 1).

Weitere Informationen und das Begleitprogramm gibt es unter www.ub.uni-osnabrueck.de/die_bibliothek/ausstellungen/aktuelle_ausstellungen.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Anneke Thiel, Universität Osnabrück
Universitätsbibliothek
Alte Münze 16/Kamp, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4314
anneke.thiel@ub.uni-osnabrueck.de

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news-8617.atom Studieren auf der anderen Seite des Ozeans – International Office der Universität Osnabrück informiert über Studium an Partneruniversität in North Carolina/USA 2019-11-06T10:25:08+01:00 2019-11-06T10:23:28+01:00 Über die Möglichkeiten an der University of North Carolina Wilmington (UNCW), der Partneruniversität der Uni Osnabrück, zu studieren, informieren am Donnerstag, 14. November, ab 15 Uhr das International Office der Uni und das International Student Office der UNCW aus Darmstadt. Die Veranstaltung findet im sogenannten Erweiterungsgebäude (Seminarstraße 20, Raum 15/105) statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Jennifer Fernandez-Villa von der University of North Carolina in Wilmington sowie Bianca Mollenhauer vom International Student Office der UNCW werden über die Studienmöglichkeiten und Studienbedingungen an der UNCW im Rahmen des vereinbarten Austauschprogramms sowie als „Free Mover“ referieren. Beate Teutloff vom International Office der Universität Osnabrück gibt Hinweise zu Fördermöglichkeiten für Studienaufenthalte in den USA.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Beate Teutloff, Universität Osnabrück
International Office
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4126
beate.teutloff@uni-osnabrueck.de

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news-8616.atom Multiresistente Erreger in der normalgesunden Bevölkerung - Universität Osnabrück sucht freiwillige Probanden und Probandinnen in Niedersachsen 2019-11-05T10:59:51+01:00 2019-11-05T10:57:47+01:00 OSNABRÜCK.- Die Abteilung Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie des Instituts für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) der Universität Osnabrück führt in ihrer Betriebsstätte Georgsmarienhütte in der Laborarztpraxis Osnabrück eine Studie durch, in der erstmals die Verbreitung von multiresistenten gramnegativen Stäbchenbakterien (MRGN) in der normalgesunden Bevölkerung des Landes Niedersachsen erhoben wird. Aus diesem Grund ist die Universität Osnabrück auf der Suche nach freiwilligen Probanden und Probandinnen, die in Niedersachsen leben. Eine Anmeldung ist unter mrgn-praevalenz@gmx.de möglich. In den vergangenen Jahren sind bakterielle Krankheitserreger, die resistent gegenüber den gängigen Antibiotikaklasse reagieren, immer häufiger nachgewiesen worden. Diese sogenannten multiresistenten Erreger (MRE) erschweren zunehmend eine erfolgreiche Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten. Für gesunde Menschen ist der Kontakt mit MRE ungefährlich, da ihr Immunsystem intakt ist. Als MRE-Träger können sie jedoch diese an andere und somit auch potenziell gefährdete Menschen weitergeben. Daher ist die Verbreitung dieser Erreger und deren Quellen von großer Bedeutung für eine zukünftige erfolgreiche Behandlung erkrankter Personen.

Da es sich bei gramnegativen Stäbchenbakterien in erster Linie um Darmbewohner handelt, beinhaltet die Teilnahme an der Studie die Abgabe einer Stuhlprobe. Zudem fragt ein kurzer Fragebogen mögliche Risikofaktoren einer MRGN-Besiedlung ab.

Eine komplett anonyme Durchführung der Probenuntersuchung sowie der Auswertung des Fragebogens ist gewährleistet. Ein Abschlussbericht mit den Ergebnissen kann auf Wunsch angefordert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Jacqueline Hillenbrand, Universität Osnabrück
IGB Dermatologie
Betriebsstätte Georgsmarienhütte Universität Osnabrück/Laborarztpraxis Osnabrück
Rostocker Straße 5-7, 49124 Georgsmarienhütte
Tel.: +49 5401 3391 311
mrgn-praevalenz@gmx.de

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news-8615.atom Fit für die zweite Runde - Universität Osnabrück bereitet Schülerinnen und Schüler auf Chemieolympiade vor 2019-11-05T10:46:05+01:00 2019-11-05T10:42:43+01:00 OSNABRÜCK.- Die internationale Chemieolympiade ist ein wahres Großereignis. Tausende von Schülerinnen und Schülern aus der ganzen Welt nehmen an der jährlich stattfindenden Veranstaltung teil. Um sich auf die bevorstehende zweite Runde der im nächsten Jahr in der Türkei geplanten Olympiade vorzubereiten, waren am 29. und 30. Oktober knapp 20 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Weser-Ems-Raum zu Gast im Institut für Chemie neuer Materialien der Universität Osnabrück. Hier wurden sie in einem Vorbereitungscamp fit gemacht für die anstehende dreistündige Klausur. Die komplette Veranstaltung wurde von der Universitätsgesellschaft mit 3000 Euro gefördert. An den beiden Tagen besichtigten die Schülerinnen und Schüler zum einen das Institut für Chemie neuer Materialien, lernten einige Großgeräte kennen, wie das Rasterelektronenmikroskop (REM) und das Infrarotspektrometer, führten im Labor komplexere organische Synthesen durch und bereiteten sich in von Studierenden und Doktoranden betreuten Workshops auf die Klausur vor.

„Ich finde es gut, dass theoretische und praktische Arbeit ausgewogen sind und natürlich ist es auch interessant, einen Einblick in das Universitätsleben zu erhalten. Spannend finde ich auch die Geräte, insbesondere das REM“, so Hannah Methe, 17 Jahre, vom Alten Gymnasium Oldenburg.

Lars Schwengels vom Gymnasium Bad Zwischenahn/Edewecht empfand den Workshop als eine gute Vorbereitung auf die nächste Runde der Chemieolympiade. „Hier haben wir Themen behandelt, die in der Schule noch nicht thematisiert wurden. So können wir mit mehr Wissen in die zweite Runde gehen.“ Auch ein Chemiestudium könnte er sich an der Universität Osnabrück vorstellen.

Für Lars Otte, Doktorand in der Chemiedidaktik war die Vorbereitung ein voller Erfolg: „Es ist schon fantastisch zu erleben, mit welchem Elan die Schülerinnen und Schüler sich für die Olympiade einsetzen und auf diese Weise das Fach Chemie einmal aus einer anderen Perspektive kennenlernen.“

Auch der Leiter der Arbeitsgruppe Chemiedidaktik, Prof. Dr. Marco Beeken bewertet das neue Veranstaltungsformat sehr positiv: "Es handelt sich um eine klassische Win-win-Situation. Die Schülerinnen und Schüler haben zum einen die Möglichkeit gehabt, über den klassischen Schulstundenintervall hinaus komplexe chemische Aufgabenstellungen zu bearbeiten und dabei auch  mit Studierenden und Promovierenden ins Gespräch zu kommen. Zum anderen hoffen wir natürlich, dass sich der ein oder andere der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Abitur für ein Chemiestudium entscheiden wird, im Idealfall natürlich in Osnabrück", erläuterte Beeken abschließend.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Lars Otte, Universität Osnabrück
Institut für Chemie neuer Materialien
Barbarastraße 7, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 2447
lotte@uni-osnabrueck.de

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news-8613.atom Konzert an zwei Flügeln - Unimusik lädt am 5. November ins Osnabrücker Schloss Utz Lederbogen 2019-11-01T15:59:37+01:00 2019-11-01T14:56:00+01:00 Am kommenden Dienstag, 5. November, findet im Rahmen der Universitätsmusik die Veranstaltung „Zwei Flügel“ um 19.30 Uhr im Musiksaal des Schlosses statt. Der Eintritt ist frei. Dorothee Schieferecke, Lehrbeauftragte für Klavier an der Universität Osnabrück und Christian Schauerte, Kirchenmusikdirektor an der Christuskirche in Ibbenbüren, präsentieren in ihrem Konzert »Zwei Flügel« ein abwechslungsreiches und breit gefächertes Repertoire. Von Barock über die Romantik bis hin zur Moderne stehen Werke von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Darius Milhaud und anderen auf dem Programm.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel: +541 969 4684  
E-Mail: unimusik@uos.de

 

 

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news-8611.atom Der lange Schatten, der nicht weichen will - Universität Osnabrück lädt ein zu Ringvorlesung über antisemitische Gewalt in der Geschichte Utz Lederbogen 2019-11-01T13:42:25+01:00 2019-11-01T13:39:05+01:00 Es geht darum, ein Zeichen zu setzen: Vor wenigen Tagen rüttelte das Attentat auf die Synagoge in Halle an der Saale die Bevölkerung auf. Inwieweit rund 75 Jahre nach der Shoa immer noch antisemitisches Gedankengut in der deutschen Bevölkerung virulent ist, darüber möchte eine Ringvorlesung des Historischen Seminars der Universität Osnabrück ab Dienstag, 5. November, diskutieren. Das Besondere dabei: die hochaktuelle Thematik wird aus transdisziplinärer Perspektive behandelt. „Antisemitisches Denken und daraus entstehende antisemitisch begründete Gewalt sind keinesfalls nur Phänomene der Gegenwart“, so der Osnabrücker Mediävist und Initiator der Ringvorlesung, Prof. Dr. Thomas Vogtherr. „Vielmehr gilt es den Blick in zwei Richtungen zu weiten: einmal thematisch in die Historie hinein und zweitens interpretatorisch auch über die Geschichtswissenschaft hinaus.“

Den Anfangspunkt macht am 5. November eine Podiumsdiskussion unter Beteiligung von Michael Grünberg, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Osnabrück, Judith Vogel, die sich wissenschaftlich mit der Arbeit jüdischer Gemeinden beschäftigt hat, Georg Hörnschemeyer, dem Vorsitzenden des Vereins Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht, und Dr. Sebastian Weitkamp, Mitarbeiter der Gedenkstätte Esterwegen. Hauptthema wird aus aktuellem Anlass eine Bestandsaufnahme antisemitischer Gewalt sein.

Im weiteren Verlauf der Vorlesung werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück und auswärtige Vortragende Antisemitismus und Rechtsextremismus im Laufe der Geschichte zum Thema machen, Judenfeindlichkeit aber auch aus sozialpsychologischer und theologischer Sicht betrachten.  

Die Vorlesungen finden jeweils dienstags von 18 bis 20 Uhr im Hörsaalgebäude in der Kolpingstraße (Raum 01/EZ04) statt, am 4. Februar 2020 ist die Veranstaltung abweichend in der Universitätsaula.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Thomas Vogtherr, Universität Osnabrück
Historisches Seminar
Schloßstraße 8, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4396
E-Mail: thomas.vogtherr@uni-osnabrueck.de

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news-8609.atom Fachgebiet Textiles Gestalten der Uni Osnabrück veranstaltete Modenschau im Look der 20er Jahre 2019-10-30T14:53:58+01:00 2019-10-30T14:52:10+01:00 Eine Zeitreise der besonderen Art konnten am Samstagabend, 26. Oktober, Besucherinnen und Besucher der Charterfeier des Zonta Club Osnabrück Westfälischer Friede e.V. im Alando Palais in Osnabrück miterleben. Lehramtsstudierende des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück ließen in einer Modenschau das Zeitalter der 20er Jahre auferstehen. Über mehrere Monate gestalteten die Studierenden in einem Seminar typische Modelle dieses Jahrzehntes und präsentierten die Mode einem Publikum, welches anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Zonta-Vereins im Stil der 20er Jahre erschienen war.

Besonderer Wert wurde im Textilseminar auf die Verbindung von Zeitgeist und Mode der 20er Jahre gelegt. In dieser Zeit nahm die Emanzipation der Frauen, insbesondere die Veränderung der Stellung der Frau in der Gesellschaft, spürbar Fahrt auf. Das neue Selbstbild der Frauen spiegelte sich in der veränderten Mode wider: selbstbewusster Ausdruck der eigenen Persönlichkeit, angemessene und praktische Kleindung für neu eroberte Berufsfelder und lustvolles Genießen der hinzugewonnenen Freiheiten. Dies alles ließen die Studierenden in ihre Entwürfe einfließen. Der historische Kontext wurde in der Moderation der Modelle erläutert. Das Projekt wurde unter der Leitung der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen des Textilen Gestaltens, Alexandra Wilker und Christine Löbbers, realisiert. Das musikalische Gefühl der „roaring twenties“ wurde durch ein Jazz-Trio transportiert, welches die Show live begleitete.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Christine Löbbers, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4006
christine.loebbers@uni-osnabrueck.de

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news-8608.atom Klimaschutz und Erhalt der Biodiversität im Einklang – Forschungsprojekt der Universität Osnabrück untersucht Einfluss von Moorrenaturierung auf die Umwelt 2019-10-30T09:46:23+01:00 2019-10-30T09:43:54+01:00 Ein Forscherteam aus der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück ermittelte in einer aktuellen Studie im Fachmagazin Biological Conservation, wie sich Klima- und Biodiversitätsschutz durch die Renaturierung von Mooren in Einklang bringen lassen. Der Renaturierungserfolg hing maßgeblich von der Landnutzungsgeschichte der wiedervernässten Hochmoorstandorte ab. Renaturierungsflächen auf nährstoffarmen Standorten wiesen ähnlich viele Hochmoorspezialisten wie die Kontrollgewässer auf, während die nährstoffreicheren Gewässer stärker durch das Vorkommen von Zwischenmoorarten geprägt waren. Hochmoore sind Lebensraum für viele gefährdete Arten und erfüllen gleichzeitig wichtige Ökosystemfunktionen. Da Moore zu den bedeutendsten globalen Kohlenstoffspeichern gehören, muss dem Erhalt dieser Ökosysteme weltweit eine besondere Bedeutung beigemessen werden. Jedoch ist der Fortbestand von Moorökosystemen durch den Landnutzungswandel vielerorts stark bedroht. Aufgrund großflächiger Kultivierungsmaßnahmen ist die Fläche intakter Moore in Mitteleuropa bis heute auf 1 Prozent ihrer ursprünglichen Ausdehnung geschrumpft.


Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität degradierter Moorökosysteme in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Naturschutzpraxis gerückt sind. Jedoch gibt es bisher nur wenige wissenschaftlich fundierte Studien, die die Auswirkungen der Renaturierung in Hochmooren systematisch untersucht haben. Da Libellen als Surrogat-Arten aquatischer Ökosysteme gelten, wurden sie in einer aktuellen Publikation als Modellorganismen zur Evaluation von Wiedervernässungs-Maßnahmen in ehemaligen Abtorfungsflächen herangezogen. Die Ergebnisse der Studie belegen, dass der Renaturierungserfolg maßgeblich von der Landnutzungsgeschichte der wiedervernässten Hochmoorstandorte abhängt.

„Während Standorte auf ehemals landwirtschaftlich genutzten Abtorfungsflächen durch einen hohen Nährstoffreichtum gekennzeichnet waren, wiesen industriell abgetorfte Moore ohne landwirtschaftliche Vornutzung nährstoffarme Umweltbedingungen auf“, erklärt apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Leiter der Abteilung Biodiversität und Landschaftsökologie an der Universität Osnabrück. Demzufolge konnten für die Probeflächen Unterschiede in der Artzusammensetzung der Libellen festgestellt werden.

So wiesen Renaturierungsflächen auf nährstoffarmen Standorten ähnlich viele Hochmoorspezialisten wie die Kontrollgewässer auf, während die nährstoffreicheren Gewässer stärker durch das Vorkommen von Zwischenmoorarten geprägt waren. „Diese Zusammenhänge verdeutlichen, dass der Erfolg der Hochmoorrenaturierung vor allem durch das Nährstoffniveau limitiert wird. Jedoch deuten die Ergebnisse der Studie zugleich daraufhin, dass auch die Wiedervernässung mit Nährstoffen angereicherten Hochmoorstandorten zum Erhalt artenreicher Libellengemeinschaften beitragen kann“, betont Fartmann. Folglich sollten Wiedervernässungsmaßnahmen in ehemaligen Torfabbaugebieten sowohl aus Sicht des Klima- als auch des Biodiversitätsschutzes verstärkt gefördert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 3551
t.fartmann@uos.de

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news-8606.atom Ringvorlesung an der Universität Osnabrück beschäftigt sich mit aktueller Familienforschung 2019-10-29T11:03:21+01:00 2019-10-29T11:01:40+01:00 Wie ist angesichts der vielfältigen Lebensformen das Konstrukt ‘Familie‘ heute eigentlich noch zu begreifen? Mit dieser Thematik beschäftigt sich dieRingvorlesung „FamilienLeben: Familiale Lebensführung in der Gegenwartsgesellschaft“, die die Institute für Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaft der Universität Osnabrück veranstalten. Ab Mittwoch, 6. November, finden die Vorlesungen wöchentlich ab 16 Uhr im EW-Gebäude (Seminarstraße 20, Raum 01/E01) statt.  Die gegenwärtige sozialwissenschaftliche Familienforschung ist durch zwei Krisendiskurse geprägt. Der erste hat eine vergleichsweise lange Tradition; er reicht bis in das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. In ihm wird „Familie“ als potentiell gefährdetes Gebilde betrachtet, das verschiedene Auflösungstendenzen aufweise und womöglich nicht mehr in der Lage sei, die erforderlichen Beiträge für die Gesellschaft zu erbringen. Der zweite Diskurs ist neueren Datums. Er kreist um die Frage, wie denn angesichts einer „Pluralisierung der Lebensformen“ Familie überhaupt noch sozialwissenschaftlich zu begreifen sei. Wenn man nicht mehr wie selbstverständlich auf eine Vorstellung von ‚Vater-Mutter-Kind‘ unter dem Dach der Ehe zurückgreifen kann, wenn unverheiratet Zusammenlebende, „Fortsetzungsfamilien“, homosexuelle Paare mit Kindern, gar nicht ‚wirklich‘ Zusammenlebende und vielleicht sogar schon Paarbeziehungen als „Familie“ gelten sollen – wie lässt sich dann gehaltvoll bestimmen, was Familienbeziehungen als besondere Formen von Sozialbeziehungen ausmachen?

„In dieser Ringvorlesung werden aktuelle Forschungen vorgestellt, die mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen Gegenwartsdiagnosen zum Verhältnis von Familie und Gesellschaft unternehmen. Allerdings wird dabei nicht von vornherein eine Defizitperspektive angelegt, was Familien ‚noch‘ oder ‚nicht mehr‘ sind bzw. leisten. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass es ‚Familie‘ (in den unterschiedlichsten Konstellationen) gibt und es darum geht, zum Verständnis des Familienlebens unter den Bedingungen der Gegenwartsgesellschaft beizutragen“, so Prof. Dr. Kai-Olaf Maiwald vom Institut für Sozialwissenschaften, der die Vorlesung mitveranstaltet.

Gleichzeitig soll es aber in den Vorträgen und in der Diskussion immer auch darum gehen, die besonderen Eigenschaften und Probleme dieser Beziehungsform herauszuarbeiten. Die Ringvorlesung gibt einen Einblick in aktuelle Forschungen, sie ist keine Einführung in die soziologische und erziehungswissenschaftliche Familienforschung. Es wird vorausgesetzt, dass die Teilnehmenden schon über entsprechende Grundkenntnisse verfügen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Katrin Golsch, Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4207
katrin.golsch@uni-osnabrueck.de
 

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news-8602.atom „Mauerst Du noch oder lebst Du schon?“ - Ökumenischer Hochschulgottesdienst zur Semestereröffnung erinnert an den Mauerfall Utz Lederbogen 2019-10-29T10:39:15+01:00 2019-10-29T10:36:09+01:00 Auch in diesem Semester tragen die Universität und Hochschule Osnabrück gemeinsam die Ökumenischen Hochschulgottesdienste. Im Eröffnungsgottesdienst des Semesters am Mittwoch, 30. Oktober, wird unter anderem an den Fall der Berliner Mauer vor 30 Jahren erinnert. Beginn ist um 19 Uhr in der Katharinenkirche. Studierende, Lehrende und Mitarbeitende der Hochschulen sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die weiteren Hochschulgottesdienste im aktuellen Semester werden sich am Jahreskreis orientieren. Im Mittelpunkt steht jeweils eine Predigt, die von unterschiedlichen Dozenten der Universität und Hochschule gehalten wird. Am Sonntag, 10. November, spricht Prof. Dr. Anselm Hagedorn vom Institut für Evangelische Theologie der Universität Osnabrück.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Nathalie Giesen, Leitung Kath. Hochschulgemeinde
Lohstraße 16-18, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 350 7115
E-Mail: giesen@khg-os.de

 

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news-8599.atom Feld- und Stallarbeit in digitalen Zeiten: Uni koordiniert Zukunftslabor Digitalisierung Agrar 2019-10-28T15:23:46+01:00 2019-10-28T14:46:36+01:00 Es ist einer der thematischen Schwerpunkte des KI-Campus der Universität Osnabrück: die Digitalisierung der Landwirtschaft, also die Vernetzung und datentechnische Integration von Maschinen, Prozessen und Akteuren der landwirtschaftlichen Produktion. Unter Federführung von Prof. Dr. Joachim Hertzberg wird die Universität mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und landwirtschaftlichen Betrieben die Koordination des Zukunftslabors Digitalisierung Agrar (ZLA) übernehmen. Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) stellt für das Labor insgesamt rund 3,7 Millionen Euro bereit.  Zum Hintergrund: Das ZLA ist eines von sechs "Zukunftslaboren Digitalisierung", die das MWK zu unterschiedlichen Anwendungsthemen einrichtet. Koordiniert werden die Labore durch das Zentrum Digitale Innovation (ZDIN) in Oldenburg, dessen Direktorium am 28. Oktober in Hannover im Rahmen einer Feierstunde konstituiert wurde. Das ZDIN soll den Prozess der digitalen Transformation in Niedersachsen wissenschaftlich begleiten, mitgestalten und Innovationen erleichtern. Generelles Ziel ist die Stärkung der niedersächsischen Forschungskompetenzen in der Digitalisierung und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis. Darüber hinaus ist es Aufgabe, den Dialog mit der Gesellschaft zu begleiten. Die Zukunftslabore werden dabei definiert als Themenplattformen, in denen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen mit Praxispartnern vernetzen. 

Im Mittelpunkt der Forschung im ZLA wird unter anderem gefragt wie es möglich ist, die Datendurchlässigkeit und Datenhoheit bei der Digitalisierung der Landwirtschaft zu gewährleisten und wie man die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Erzeugung durch Digitalisierung unterstützen kann. Denn grundsätzlich gilt, dass bei der Digitalisierung der Landwirtschaft im Erfolgsfall große Datenmengen entstehen. KI-Methoden spielen bei der Analyse dieser Daten auf allen Ebenen der Untersuchung eine zentrale Rolle.

In diesem Sinne gehören zu den maßgeblichen Aufgaben des ZLA das Datenmanagement und die Dateninterpretation sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf das Arbeitsumfeld, die Ausbildungsinhalte und die rechtlichen Rahmenbedingungen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. „ Digitalisierung nützt zum Beispiel bei der Dokumentation“, so Prof. Hertzberg. „Bauern müssen und wollen dokumentieren, dass sie bei der Arbeit im Stall und auf dem Feld alle Gesetze und Regeln einhalten. Wenn diese Dokumentation, die zum Teil in Inhalt und Form gesetzlich vorgeschrieben ist, in digitalisierten Prozessen gleichsam nebenher, aber zuverlässig abfällt und in dieser Form auch rechtlich akzeptiert wird, spart das einen Riesenaufwand.“ 

Koordiniert von der Universität Osnabrück, nehmen neben einer Vielzahl von Praxispartnern, wie landwirtschaftlichen Betrieben und Unternehmen aus der Lebensmittelbranche, folgende Wissenschaftseinrichtungen am ZLA teil:Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH, Hochschule Osnabrück, Julius Kühn-Institut, Thünen-Institut, Technische Universität Braunschweig, Universität Göttingen sowie die Universität Vechta.

Die Universität Osnabrück kann auf eine langjährige Expertise in diesem Bereich zurückblicken, wie der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, beim Startschuss für die Zukunftslaborehervorhob. Und die Präsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, ergänzt: „Unsere Universität mit dem KI-Campus bietet sich geradezu idealtyptisch an, um die Forschungsarbeit eines solches Zukunftslabors zu koordinieren, da wir neben der wissenschaftlichen Expertise zugleich ein umfassendes Netzwerk an Institutionen mitbringen, welches den Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis und auch deren Rückkoppelung in die Wissenschaft gewährleistet. Es macht mich sehr glücklich, dass diese Erfahrungen auch von Seiten des Ministeriums so wertgeschätzt werden.“ 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4516
E-Mail: oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8604.atom Besondere Ehre für Professorin der Uni Osnabrück - Prof. Dr. Pascale Cancik in den Vorstand der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer gewählt Utz Lederbogen 2019-10-29T10:42:46+01:00 2019-10-28T10:39:00+01:00 Prof. Dr. Pascale Cancik, Professorin im Fachbereich Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück, ist in Marburg in den dreiköpfigen Vorstand der Vereinigung der Deutschen Staatsrechtslehrer gewählt worden. Die Vereinigung, 1922 gegründet, ist die zentrale Wissenschaftsorganisation für das öffentliche Recht. Auf ihren Jahrestagungen werden grundlegende Fragen von Recht und Gesellschaft verhandelt. Der Vorstand wird jeweils für zwei Jahre gewählt. Pascale Cancik ist die vierte Frau im Vorstand seit Bestehen der Vereinigung. „Es ist eine große Ehre für mich, mit meinen beiden Kollegen die Vereinigung die nächsten zwei Jahre zu vertreten. Neben den Jahrestagungen gehört die Vorbereitung des hundertjährigen Gründungsjubiläums zu den Aufgaben dieses Vorstandes. Das wird also eine spannende Zeit werden“, so Cancik.

Die Vereinigung hat mittlerweile um die 800 Mitglieder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie einige Mitglieder aus weiteren Staaten wie Frankreich oder Japan. Unter den Mitgliedern sind wichtige Amtsträger, etwa Richter und Richterinnen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, des Bundesverfassungsgerichts und der Landesverfassungsgerichte.

„Angesichts der starken Ausdifferenzierung des öffentlichen Rechts in viele Subdisziplinen besteht die besondere Aufgabe der Vereinigung darin, den Vertretern und Vertreterinnen des öffentlichen Rechts einen gemeinsamen Raum für Debatten zu bieten“, erklärt Cancik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Pascale Cancik, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
Martinistraße 12, 49078 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6099
E-Mail: LS-Cancik@uos.de

 

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news-8597.atom Vorträge: Biophysik und Theologie im Widerspruch? 2019-10-25T10:53:37+02:00 2019-10-25T10:51:45+02:00 Es ist ein Thema, das die Menschheit schon seit Jahrtausenden beschäftigt – am Donnerstag, 7. November, werden zwei renommierte Wissenschaftler aus der Biophysik und der Evangelischen Theologie der Universität Osnabrück über das Thema „Schöpfung“ sprechen. Veranstaltet werden die Vorträge im Gebäude an der Süsterstraße 28. Beginn ist um 18 Uhr. Anmeldungen werden bis zum 29. Oktober unter stefanie.kaemmerer@uos.de erbeten.  198/2019         25.10.2019

Zum einen wird der Biophysiker und Berater des Nobelpreiskomitees Prof. Dr. Wolfgang Junge aus der Perspektive seines Faches vortragen. Er schreibt, dass die inzwischen entwickelten experimentellen und theoretischen Methoden der Naturwissenschaften keinen Hinweis auf „Eingriffe eines ‚Schöpfers‘ in den laufenden Betrieb“ zutage gefördert hätten. Alle Entwicklungen hätten sich im Rahmen der quantenmechanischen und thermodynamischen Unschärfe nach den Gesetzen der Physik und den Prinzipien der biologischen Evolution zugetragen.  

Aus der Sicht der Theologie wird der Alttestamentler Prof. Dr. Anselm Hagedorn berichten, der wie Junge an der Universität Osnabrück lehrt. Er hebt hervor, dass die Schöpfungsgeschichte ein menschlicher Versuch sei, die Welt theologisch zu deuten. Diese Deutung stehe aber nicht im Gegensatz zu naturwissenschaftlichen Erklärungen, sondern reflektierte lediglich das Wissen der damaligen Zeit. Entgegen weit verbreiteter Ansicht spiele das Thema Schöpfung im Alten Testament nur eine untergeordnete Rolle.

Im Anschluss an die jeweils halbstündigen Vorträge bleibt ausreichend Zeit für eine Diskussion. Die Veranstaltung knüpft an den Abend mit Pastor Dr. Frank Ulhorn im Januar dieses Jahres über das „Ewige Leben“ an.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christian von Bar, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institute (ELSI)

Süsterstraße 28, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4462
christian.v.bar@uni-osnabrueck.de

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news-8596.atom Abschiedsvorlesung eines renommierten Politologen – Universität Osnabrück verabschiedet Prof. Dr. Roland Czada in den Ruhestand 2019-10-24T11:22:51+02:00 2019-10-24T11:14:26+02:00 Anlässlich der Pensionierung von Prof. Dr. Roland Czada lädt das Institut für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück zu einer öffentlichen Abschiedsvorlesung mit dem Thema „Woran Demokratien scheitern. Über die institutionellen Determinanten guter Regierungspraxis“ am Mittwoch, 30. Oktober, ein. Beginn ist um 16.15 Uhr im Universitätsgebäude an der Seminarstraße 20, Hörsaal 15/E16. Geboren 1952 in Stuttgart, studierte Czada nach einem Redaktionsvolontariat Politikwissenschaft, empirische Kulturwissenschaft und Psychologie an der Universität Tübingen. Auf sein Magisterexamen 1979 folgten Tätigkeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Freien Universität Berlin und an der Universität Konstanz. Dort promovierte er 1986 und erhielt 1992 mit einer Habilitationsschrift zur kerntechnischen Sicherheitsregulierung die Lehrbefugnis für Politik und Verwaltungswissenschaft. Auf einen zweijährigen Forschungsaufenthalt am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln folgten Professuren an der FernUniversität Hagen und der Universität Kapstadt. 2002 wurde er auf die Professur für Staat und Innenpolitik am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück berufen. Zudem war er von 2006 bis 2017 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates der Osnabrücker Friedensgespräche. Seine besonderen Forschungsschwerpunkte waren die Politik der deutschen Vereinigung, Beziehungsnetzwerke zwischen Staat und Interessenverbänden und zuletzt die Themen langfristige Planung, Energie- und Klimawende sowie die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Roland Czada, Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4134
roland.czada@uni-osnabrueck.de

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news-8595.atom Psychotherapeutische Versorgung in der Region sicherstellen – In den Startlöchern für das neue Psychotherapeutengesetz: Universität Osnabrück verabschiedete Psychologieabsolventinnen und –absolventen 2019-10-24T10:44:39+02:00 2019-10-24T10:42:21+02:00 Rund 100 Absolventinnen und Absolventen der Bachelor- und Masterstudienprogramme der Psychologie an der Universität Osnabrück wurden vor kurzem im Rahmen einer Feierstunde in der OsnabrückHalle für ihre Abschlüsse geehrt. Auf der Veranstaltung wurde von den Rednerinnen und Rednern darauf eingegangen, dass das Studium der Psychologie eines der beliebtesten Studienfächer darstellt, was sich auch in dem hohen Numerus Clausus von derzeit der Note 1,3 an der Universität Osnabrück widerspiegelt. Auch wurde dargestellt, wie sehr sich das Studium ab dem Wintersemester 2020 grundlegend ändern wird. Zum Hintergrund: Im September 2020 tritt das neue Psychotherapeutengesetz in Kraft. Demzufolge wird das Masterstudium an deutschen Universitäten komplett neu strukturiert. Ziel ist es, dass die Absolventinnen und Absolventen künftig ihre staatliche Approbationsprüfung als Psychotherapeuten bereits nach dem Masterabschluss ablegen können und nicht, wie bislang üblich, nach einer kostenpflichtigen mehrjährigen Weiterbildung, die sich an den Masterabschluss anschließt. „Das ist eine Entwicklung, die wir durchaus begrüßen“, so die Psychologin Prof. Dr. Silja Vocks, Leiterin des Fachgebiets Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität Osnabrück. „Diese Veränderung führt zu einer deutlichen Aufwertung der Psychotherapeutenausbildung, die wir seit vielen Jahren fordern.“

Trotz dieser Vorteile ist die Umstellung für die rund 50 Universitäten, die Psychologie als Hauptstudium anbieten, mit hohen Kosten verbunden. Aufgrund der Vorverlegung der Approbationsprüfung werden vermehrt betreuungsintensive Lehrveranstaltungen bereits in das Studium integriert. Beispiele sind psychotherapeutische Übungen sowohl an Schauspielpatienten als auch unter Aufsicht und qualifizierter Anleitung an „echten“ Patienten.

„Das Institut für Psychologie an der Universität Osnabrück ist zwar für diese anstehenden Veränderungen sehr gut aufgestellt; es ist jedoch eine deutliche Aufstockung des Lehrpersonals notwendig. Die gemäß des neuen Qualifikationsweges ausgebildeten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten - mit sich anschließender Weiterbildung zum Fachtherapeuten - werden notwendig sein, um die psychotherapeutische Versorgung in der Region Osnabrück auch in Zukunft sicherstellen zu können“, erklärt der Psychologe apl. Prof. Dr. Henning Schöttke. In Osnabrück werden rund 1.400 Patientinnen und Patienten jährlich psychotherapeutisch im Rahmen der bisherigen Ausbildung versorgt, darunter viele Kinder – ein Umfang, der auch in Zukunft im Rahmen der Ausbildung an der Universität sichergestellt werden soll. „Bisher ist jedoch die Finanzierung komplett ungeklärt, denn der Bund und die Länder haben sich bislang nicht geeinigt, wer die Kosten letztendlich tragen soll. Es besteht die große Gefahr, dass die Universitäten die Ausbildung nur auf Kosten anderer Studienplätze realisieren können“, so die Präsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl. „Dabei muss die Finanzierung umgehend geklärt werden, um den Universitäten Handlungssicherheit zu geben und die Gesundheitsversorgung in der Region langfristig sicherzustellen.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8593.atom Erneute Auszeichnung für nachhaltiges Handeln: Universität Osnabrück ist „Mehrfachsieger“ 2019-10-23T12:23:24+02:00 2019-10-23T12:21:54+02:00 Im Jahr 2017 wurde die Universität Osnabrück als „Recyclingpapierfreundlichste Hochschule“ ausgezeichnet. Da sie diese herausragende Leistung jedes Jahr bestätigen konnte, gehört sie nun im Papieratlas 2019 der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR) zu den “ Mehrfachsiegern“.   

Mit dem Papieratlas 2019 erfasst die IPR in Kooperation mit dem Bundesumweltministerium, dem Umweltbundesamt und dem Deutschen Hochschulverband zum vierten Mal in Folge den Papierverbrauch und die Recyclingpapierquoten deutscher Hochschulen. Erstmals messen sich 45 Hochschulen im positiven Wettbewerb untereinander. Durchschnittlich setzen sie bereits über 70 Prozent Papier mit dem Blauen Engel ein und erreichen damit einen neuen Rekord.  

Papier mit dem Blauen Engel steht für nachhaltiges Handeln. Im Vergleich zu Frischfaserpapier spart die Herstellung mindestens 60 Prozent Wasser und Energie und verursacht deutlich weniger CO2-Emissionen. So konnte die Universität Osnabrück in den vergangenen drei Jahren durch die Verwendung von Recyclingpapier mehr als vier Millionen Liter Wasser und über 843.000 Kilowattstunden Energie einsparen.

Neben dem Hochschulwettbewerb wird der Papieratlas seit 2008 für Städte und seit 2018 auch für Landkreise durchgeführt. Die diesjährigen Auszeichnungen gingen an die Städte Bonn, Oldenburg und Karlsruhe sowie die Kreise Höxter und Ahrweiler.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Lea Eggers, Projektmanagerin
Initiative Pro Recyclingpapier
Nissen Consulting GmbH & Co. KG
Schumannstraße 17, 10117 Berlin
Tel.: 030 315 1818-73
lea.eggers@papiernetz.de

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news-8592.atom Anpassung der Pflanzen an das Landleben – Gemeinsames Forschungsprojekt der Universitäten Osnabrück und Bielefeld von DFG gefördert 2019-10-22T09:46:08+02:00 2019-10-22T09:38:46+02:00 Wie sich die ersten Pflanzen vor 500 Millionen Jahren an das Leben an Land anpassten, untersucht ein Forschungsprojekt, welches gemeinsam von den Universitäten Osnabrück und Bielefeld durchgeführt wird. Dr. Sabine Zachgo, Professorin für Botanik im Fachbereich Biologie/Chemie und Direktorin des Botanischen Gartens an der Universität Osnabrück, erhielt zusammen mit Prof. Dr. Andrea Bräutigam, Professorin für Computational Biology in Bielefeld, Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) in Höhe von über 400.000 Euro für ein Moos-Sequenzierungsprojekt plus weitere Mittel für die umfangreichen Sequenzierungskosten. Vor ca. 500 Millionen Jahren entwickelten sich die ersten Landpflanzen aus einem algenartigen Vorläufer, der noch im Wasser lebte, das diese aquatischen Organismen vor hoher UV- und Lichteinstrahlung und Dürreperioden schützt. Die Sequenzierungsdaten werden zeigen, wie die ersten Landpflanzen sich vor Stressfaktoren schützten und damit auch dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels und die damit einhergehenden, heutigen Anpassungen an veränderte Umweltbedingungen besser zu verstehen.

Als Modellorganismus verwenden die Forscher das Lebermoos Marchantia polymorpha, welches sie aus dem Botanischen Garten im Labor in Kultur genommen haben. Prof. Zachgo freut sich, dass durch den Botanischen Garten und seine Expertise organismische und molekulare Forschungsfragen am Modellorganismus Marchantia miteinander verknüpft werden und über 600 Proben zum Sequenzieren generiert werden. Die Proben stammen aus unterschiedlichen Entwicklungsstadien, Stressbehandlungen (z. B. Trockenheit, erhöhte Licht- und UV-Lichteinstrahlung) und verschiedenen Standorten im Botanischen Garten und zeigen, wie einzelne Gene auf unterschiedliche Bedingungen reagieren, welches mittels eines sogenannten ‚Transkriptom-Atlases‘ der internationalen Gemeinschaft von Marchantia-Forschern zugänglich gemacht wird.

Durch die Zusammenarbeit mit Prof. Bräutigams Team werden moderne bioinformatische Methoden, wie die des überwachten maschinellen Lernens (‚supervised machine learning‘) genutzt, um Schlüsselgene zu identifizieren, die komplexe regulatorische Netzwerke kontrollieren. ‘‘Die bioinformatisch generierten Daten und daraus erstellten Hypothesen werden dann von unserem Team durch molekulargenetische Untersuchungen im Kontext der SFB 944 und EvoCell Graduiertenkollegs experimentell validiert“, so Prof. Dr. Sabine Zachgo zur Vorgehensweise innerhalb des Forschungsprojekts.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. rer. nat. Sabine Zachgo, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2840
sabine.zachgo@biologie.uni-osnabrueck.de

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news-8591.atom Erlebnisse, die als Spuren haften bleiben – Galerie „Stichpunkt“ der Universität Osnabrück präsentiert neue Ausstellung 2019-10-21T11:22:32+02:00 2019-10-21T11:20:04+02:00 Kleidung umgibt uns unmittelbar. Das darin Erlebte bleibt als Erfahrung,aber auch als sichtbare Spur haften und die Kleidungsstücke werden so zum „Erfahrungsort“. Die neue Ausstellung „Kleidung als Erfahrungsort“ des Fachgebiets Textiles Gestalten der Universität Osnabrück präsentiert ab Montag, 21. Oktober, für sechs Wochen in der Galerie „Stichpunkt“ (Seminarstraße 33-34) Exponate, die zu dieser Thematik von Studierenden angefertigt wurden. Im Rahmen der Erstsemesterwoche wird die Ausstellung durch Führungen von Studierenden für Studierende ergänzt. „Das Hemd in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen - ob Unterhemd, Nachthemd, Erstlingshemd, Taufhemd oder Sonntagshemd - ist unserem Körper am nächsten und begleitet uns durch das gesamte Leben. Es ist prädestiniert als „Erfahrungsort“ und gleichzeitig Sammelstelle und Konzentrat von existenziellen oder beiläufigen Erlebnissen“, so Annette E. Schneider, Lehrbeauftragte im Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück.

Unter ihrer Anleitung haben Studierende, ausgehend von individuell Erlebtem, Grundformen von Hemden ausgewählt und hergestellt. Danach wurden die selbstgefertigten Stücke getragen und die darin gemachten oder erinnerten Erlebnisse dokumentiert. Die so entstandenen Spuren auf der Kleidung wurden durch Nachbearbeitung intensiviert und bewusst gemacht. In einer letzten Phase wurden alle Hemd-Objekte in Teamarbeit zu einer Installation zusammengesetzt.

Führungen mit Studierenden finden an diesen Terminen statt:
Montag, 21.10.2019, 17.30 - 18.00 Uhr
Dienstag, 22.10.2019, 12.00 - 12.30 Uhr
Donnerstag, 24.10.2019, 13.30 - 14.00 Uhr

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Lucia Schwalenberg, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4219
lucia.schwalenberg@uni-osnabrueck.de

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news-8590.atom Beeinflusst die Messung das Ergebnis? – Studie der Uni Osnabrück vergleicht Methoden für das Erforschen von moralischen Dilemmata im Straßenverkehr 2019-10-18T12:32:32+02:00 2019-10-18T12:29:48+02:00 Inwiefern die Ergebnisse aus komplexen Virtual Reality (VR)- und Fragebogenstudien vergleichbar sind, wenn sie das Verhalten von Menschen in extremen Situationen erfassen, beschäftigt Forscher der Kognitionswissenschaft an der Universität Osnabrück. Das Team um Doktorand Leon Sütfeld untersucht hierfür das Verhalten von Versuchsteilnehmern in Dilemmasituationen im Straßenverkehr. Die Frage, wie wir uns in moralischen Dilemmasituationen verhalten, hat durch die Entwicklung selbstfahrender Autos neuen Aufwind bekommen. Schließlich müssen die Fahrzeuge darauf programmiert sein, in kritischen Situationen angemessen zu reagieren. Studien, in denen Versuchsteilnehmer wählen müssen, wen bzw. welche Gruppe von Personen sie am ehesten retten würden, sollen helfen, unseren moralischen Kompass auszuloten, um Richtwerte für das Verhalten von automatisierten Fahrzeugen aufzuzeigen. Eine Vielzahl solcher Studien weltweit hat sich bereits dieses Themas angenommen, allerdings oft mit komplett verschiedenen methodischen Herangehensweisen.

Die Studien unterscheiden sich in einer Vielzahl von Eigenschaften, wie etwa der visuellen Darstellung — bildlich oder in Text —, dem Zeitdruck, oder der Perspektive aus der die Situation dargestellt wird. “Ob ich mich virtuell in ein fahrendes Auto begebe, und mich in Sekundenbruchteilen zwischen Menschen entscheiden muss, die ich vor mir auf der Straße sehe, oder ob ich lediglich ein Kreuz auf einem Blatt Papier mache, kann die emotionale Ausgangslage komplett umkrempeln”, so Prof. Dr. Gordon Pipa, einer der beiden Seniorautoren der Veröffentlichung. Zuvor hatten vergleichende Studien für andere Arten von Dilemmata teils starke Abhängigkeiten zwischen Methode und Teilnehmerverhalten zutage gefördert.

Die Kognitionswissenschaftler der Universität Osnabrück führten daher zwei Studien durch, in denen systematisch verschiedene Aspekte der Darstellung variiert wurden, um zu erfassen, welche methodischen Aspekte für mögliche Unterschiede im Verhalten der Teilnehmer entscheidend sind. So wurden text- und bildbasierte Darstellungen, Bildschirm- und VR-basierte Darstellungen, und Zeitdruck in mehreren Abstufungen einander gegenübergestellt. Zur Auswertung der Ergebnisse verwendeten die Forscher moderne statistische Verfahren, mit denen sich die einzelnen Einflussfaktoren sehr genau nachvollziehen lassen.

“Interessant zu beobachten ist, dass die Entscheidungen der Teilnehmer in diesem Kontext nicht stark von der verwendeten Methodik abhängen. Die Daten sprechen dafür, dass in allen Versuchsbedingungen sehr ähnliche Konstrukte gemessen werden”, fasst Leon Sütfeld die Ergebnisse zusammen. Das Team versteht dies als Indiz, dass die Erkenntnisse bzgl. unseres Verhaltens aus dieser und vorangegangenen Studien auf einer belastbaren Basis stehen. Damit einher geht die Forderung, dass das intuitive Moralverständnis, das in solchen Studien offengelegt wird, in der Entwicklung und Regulierung selbstfahrender Autos berücksichtigt werden muss, um die Akzeptanz dieser Technologie nicht zu gefährden.

Die Studie erscheint im Open Access Journal PLOS ONE, und steht unter folgendem Link zur Verfügung: https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0223108

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Leon René Sütfeld, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Wachsbleiche 27, 49088Osnabrück
lsuetfel@uos.de

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news-8589.atom Ein herzliches Willkommen! – Feierliche Begrüßung von rund 3.900 Studierenden an der Universität Osnabrück 2019-10-18T11:37:26+02:00 2019-10-18T11:36:01+02:00 Für rund 3.900 Erstsemester beginnt nun ein neuer Lebensabschnitt: Am Mittwoch, 23. Oktober, begrüßt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl die neuen Studierenden an der Universität Osnabrück in der OsnabrückHalle. Ein Vortrag von Jan Eisenblätter, ehemaliger Psychologie-Student der Uni, wird dabei ein Höhepunkt sein. Nach seinem Studium hat Eisenblätter sich erfolgreich selbstständig gemacht und betreibt nun eine Agentur in Osnabrück, die deutschlandweit tätig ist. In diesem Jahr findet die Erstsemesterbegrüßung wieder in der Einführungswoche „Start ins Studium statt“. Einlass in der OsnabrückHalle ist um 9.30 Uhr. Dort haben die Studierenden die Möglichkeit, sich an rund 80 Infoständen einen bunten Überblick über die Universität und das Leben in Osnabrück und der Region zu verschaffen. Die Stände geben dabei nicht nur Tipps zur Studienfinanzierung, sondern unter anderem auch einen Einblick in das Angebot des Zentrums für Hochschulsport, die Beratungsangebote der Universität sowie die studentischen Initiativen an der Universität und das kulturelle Leben in und um Osnabrück.


Weiterhin können am Stand der Universität Osnabrück bereits Karten für den Ball der Universität am Samstag, 18. Januar 2020, erworben werden. Die Stände sind bis 13 Uhr durchgehend geöffnet.

Um 11 Uhr werden die neuen Studierenden durch die Präsidentin, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, begrüßt. Anschließend stellt sich der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) vor.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Daniela Räuwer Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6141
daniela.raeuwer@uni-osnabrueck.de

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news-8587.atom Ist das Gewissen die Leitlinie des Lebens? „Philosophisches Café Osnabrück“ geht in die nächste Runde 2019-10-17T14:39:53+02:00 2019-10-17T14:38:23+02:00 In der nächsten Ausgabe des Philosophischen Cafés am Sonntag, 27. Oktober, sollen die Bedingungen, nach denen wir bei Gewissenskonflikten entscheiden, auf religiöser, ethischer, sozialer und kultureller Ebene geprüft werden. Veranstaltungsort ist das Kinocafé BlueNote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16). Beginn ist um 11.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Neben allgemeinen politischen Vorgaben wird auch dem individuellen Gewissen in modernen Demokratien eine große Bedeutung zuerkannt. Im Zentrum der Diskussion mit den Teilnehmenden steht die Frage: Wie weit können und müssen wir die Freiheit von Gewissensentscheidungen respektieren? Zur Klärung der Frage tragen der Theologe und Religionswissenschaftler Reinhold Mokrosch, der Philosoph Arnim Regenbogen, der Sozialwissenschaftler Harald Kerber und der Kulturwissenschaftler Elk Franke bei.

Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter „www.cinema-arthouse.de“ („BlueNote“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Albrechtstraße 28a, 49076Osnabrück
aregenbo@uni-osnabrueck.de
 

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news-8585.atom „Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses“: Geschichtswissenschaftlicher Workshop an der Uni Osnabrück  2019-10-17T14:20:25+02:00 2019-10-17T14:17:39+02:00 Ein geschichtswissenschaftlicher Workshop an der Universität Osnabrück untersucht am Freitag, 25. Oktober, die Gruppe von Gesandten, die die Friedensverhandlungen im Jahr 1648 zum Erfolg führte – die sogenannte Dritte Partei der Reichsstände. Gemeinhin gilt der Westfälische Frieden von 1648 als ein Vertrag, der zwischen den großen Mächten Frankreich und Schweden sowie dem römisch-deutschen Kaiser geschlossen wurde. „Kaum bekannt hingegen ist allerdings, dass nicht die großen Mächte den Westfälischen Frieden herbeiführten, sondern eine Gruppe von weniger mächtigen Fürsten des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation und ihren Gesandten“, sagt die Expertin Prof. Dr. Siegrid Westphal von der Uni Osnabrück, Direktorin des dortigen Forschungszentrums Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN). Die reichsständische Gruppe, die maßgeblich zum Erfolg des Westfälischen Friedenskongresses beitrug, wird auch als Dritte Partei der Reichsstände bezeichnet. Trotz ihres durchschlagenden Erfolges beim Zustandekommen des „größte[n] Friedenswerk[s] der Neuzeit“ (Johannes Burkhardt) ist die Gruppe bislang allerdings kaum erforscht. Um diesem Forschungsdesiderat zu begegnen, findet am 25. Oktober ein geschichtswissenschaftlicher Workshop mit dem Titel: „Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses. Mediation, Umfeld und Kontinuität“ in Osnabrück statt.

„In dem Workshop und in einem laufenden Forschungsprojekt geht es uns darum, herauszufinden, wie es der überkonfessionellen Dritten Partei der Reichsstände im letzten Jahr der Friedensverhandlungen gelang, die letzten Hindernisse des Kongresses zu überwinden. Wir konnten bereits feststellen, dass die Gruppe dafür zum Teil sogar in Kauf nahm, den Kaiser zu umgehen“, ergänzt der Wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Volker Arnke. Denn die Dritte Partei verhandelte im Namen des Reiches direkt mit den auswärtigen Kronen Frankreich und Schweden, um den seit Sommer 1647 festgefahrenen Aushandlungsprozess wiederzubeleben.

Der Workshop konzentriert sich nun auf die Handlungspraktiken und -spielräume der Dritten Partei. So trat die Gruppe in den letzten großen Fragen der Friedensverhandlungen zum einen als Vermittler (Mediator) auf, verfolgte zum anderen aber auch klare Eigeninteressen. Darüber hinaus betrachten die Forscherinnen und Forscher das Umfeld der Dritten Partei auf dem Kongress und beleuchten dabei die Interaktion der Gruppe mit den politisch mächtigsten Gesandtschaften sowie mit einigen kompromisslosen Reichsständen. Schließlich wird ein Blick auf Kontinuitätslinien der Dritten Partei geworfen, um der Frage nachzugehen, ob sie als politisch-diplomatisches Mittel weiterhin genutzt wurde. Ausgerichtet wird der Workshop vom DFG-geförderten Forschungsprojekt „Frieden als Kommunikationsprozess. Die Dritte Partei des Westfälischen Friedenskongresses“, das am Forschungszentrum IKFN angesiedelt ist. Das Projekt wird geleitet von Prof. Dr. Siegrid Westphal und bearbeitet von Dr. Volker Arnke.

Weitere Informationen unter: www.ikfn.uni-osnabrueck.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Dr. Volker Arnke, Universität Osnabrück

Forschungszentrum Institut für 

Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)

Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 (0) 541 969-6021

volker.arnke@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück

Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit & 

Forschungszentrum IKFN

Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück

Tel.: + 49 (0) 541/969 4418
siegrid.westphal@uni-osnabrueck.de

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news-8582.atom Ein komplexes Verhältnis zu Deutschland – Universität Osnabrück Mitveranstalterin des „Passagen Gesprächs“ mit Hélène Cixous 2019-10-17T11:21:42+02:00 2019-10-17T10:31:06+02:00 Sie zählt zu den großen Vordenkerinnen des Feminismus: die französische Schriftstellerin und Philosophin Hélène Cixous, die in Algerien aufwuchs. Ihre Familie mütterlicherseits allerdings stammt aus Osnabrück. Zusammen mit der Stadt Osnabrück, dem Literaturbüro Westniedersachsen, dem Theater Osnabrück und dem Wiener Passagen Verlag veranstaltet das Institut für Romanistik/Latinistik der Universität Osnabrück am Donnerstag, 24. Oktober, ab 17 Uhr im Theater Osnabrück ein „Passagen Gespräch“ zwischen der renommierten Autorin und ihrem Verleger Peter Engelmann. Seit ihrer Kindheit, die sie als Tochter jüdischer Eltern im kolonialen Algerien verbrachte, ist Hélène Cixous mit den Mechanismen sozialer und politischer Gewalt und Ausgrenzung vertraut. In ihren jüngsten Texten, Gare d’Osnabrück à Jérusalem (2016; Osnabrück Hauptbahnhof nach Jerusalem, 2018), Correspondance avec le mur (2017; Korrespondenz mit der Mauer) und 1938, nuits (2019; 1938, Nächte), kehrt sie immer wieder nach Osnabrück zurück, um ‚zu verstehen‘. In Une autobiographie allemande (2016; Eine deutsche Autobiographie, 2019) reflektiert sie ihr komplexes Verhältnis zu Deutschland, der deutschen Sprache und Literatur und beschreibt ihre ‚doppelte Herkunft‘ aus Oran und Osnabrück.

„An der Schnittstelle vielfältiger sprachlicher, kultureller und sexueller Identitäten unterwandert Hélène Cixous’ Schreiben patriarchale Strukturen und überschreitet die Grenzen festgefügter Ordnungen in spielerischer und poetischer Weise“, so Prof. Dr. Andrea Grewe vom Institut für Romanistik der Universität Osnabrück. Der Verleger und Philosoph Dr. Peter Engelmann spricht mit Cixous über ihr politisches Engagement, den zeitgenössischen Feminismus und das emanzipative Potenzial des Schreibens.

Im Anschluss findet eine Vorführung des Dokumentarfilms Ever, Rêve, Hélène Cixous (118 Min., France, USA, 2018; Omu mit dt. Untertiteln) von Olivier Morel statt. Der französische Regisseur und Medienwissenschaftler, der die Autorin ein Jahr lang in Paris und auf Reisen begleitete, hat ein poetisches Roadmovie geschaffen, in dem das Publikum Einblick in Hélène Cixous’ Denken, ihr literarisches Schaffen und politisches Engagement erhält. Im Dialog mit Jacques Derrida und Michel de Montaigne, dem Künstler Adel Abdessemed und der Theaterregisseurin Ariane Mnouchkine entfaltet der Film Hélène Cixous’ künstlerischen Kosmos und macht den ‚Schrei der Literatur‘ hörbar.

Der Eintritt zu Gespräch und Film im Foyer des Theaters Osnabrück beträgt 8 Euro und ist für Schülerinnen und Schüler sowie Studierende frei. Karten sind an der Theaterkasse und unter www.theater-osnabrueck.de/spielplan/spielplandetail.html?stid=791 erhältlich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. phil. Andrea Grewe, Universität Osnabrück
Institut für Romanistik/ Latinistik
Neuer Graben 40, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4477
andrea.grewe@uni-osnabrueck.de

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news-8581.atom Visionen für den schulischen Alltag – Ringvorlesung an der Universität Osnabrück beschäftigt sich mit Zukunft der Schule 2019-10-17T10:20:17+02:00 2019-10-17T10:18:38+02:00 Wie wird die „Schule im Jahr 2040“ aussehen und welche Zielsetzungen sind bis dahin realistisch? Im Wintersemester 2019/20 beschäftigt sich das Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Osnabrück in der Ringvorlesung „Lernen in der Zukunft – Schule im Jahr 2040“ mit diesen und ähnlichen Fragen. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung durchgeführt und durch die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung gefördert. Die Vorträge finden ab dem 4. November jeweils montags ab 18.15 Uhr in der Kolpingstraße 7 (Raum 01/B01) statt.

In insgesamt elf Vorträgen und anschließenden Gesprächsrunden werden sich die Referentinnen und Referenten mit der Zukunft der Schule aus der Schülerperspektive, der erziehungswissenschaftlichen Perspektive sowie der Perspektive der pädagogischen Praxis beschäftigen.

„Anknüpfend an Visionen von Schülerinnen und Schülern, deren Vorstellungen zu Verbesserungen der Schule in so genannten Zukunftswerkstätten eingefangen worden sind, wird aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive eine theoretische Fundierung der Visionen vorgenommen und anhand einiger regionaler Beispiele aus der pädagogischen Praxis aufgezeigt, inwieweit die Visionen bereits Eingang in den schulischen Alltag gefunden haben“, so apl. Prof. Dr. Monika Fiegert vom Institut für Erziehungswissenschaft, die die Ringvorlesung zusammen mit Prof. Dr. Ingrid Kunze organisiert.

Besonderes Merkmal dieser Veranstaltung ist, dass sie sich gleichermaßen an Lehramtsstudierende wie an interessierte Lehrerinnen und Lehrer sowie Referendarinnen und Referendare aller Schulformen in Osnabrück Stadt und Land wendet. Sie ist als Lehrerfortbildung in der Veranstaltungsdatenbank des Niedersächsischen Bildungsservers (VeDaB) ausgeschrieben. Weitere Veranstaltungsinformationen können unter vedab.nibis.de abgerufen werden.

Für interessierte Lehrkräfte ist die Teilnahme an Einzelterminen möglich; hierfür wird um Online-Meldung über die VeDaB gebeten (siehe VeDaB-Veranstaltungsnummer KOS.1946.160 bis KOS.2006.007).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Monika Fiegert, Universität Osnabrück
Institut für Erziehungswissenschaft
Fachgebiet Schulpädagogik
Heger-Tor-Wall 9, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541 969-4868
mfiegert@uos.de

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news-8579.atom Leichter Lernen mit OER: Universität Osnabrück beteiligt sich an großangelegtem Projekt 2019-10-16T10:40:21+02:00 2019-10-16T10:38:49+02:00 Ob einzelne Visualisierungen, Videos, Podcasts, Skripte, Kursmaterialien oder komplette Vorlesungen – sogenannte Open Educational Resources (OER) können unterschiedlicher Natur sein. OER sind Bildungsmaterialien, die geteilt, verändert, nachgenutzt, an spezifische Lehr- und Lernkontexte angepasst und gemeinschaftlich weiterentwickelt werden, sodass sie den Zugang zu hochwertigen Bildungsmaterialien und offenem Lernen erleichtern. Für den landesweiten Austausch dieser Lehrmaterialien im Hochschulbereich soll das „OER-Portal Niedersachsen“ sorgen. Maßgeblich an dessen Entwicklung beteiligt: die Uni Osnabrück. Der Startschuss für das Projekt, das aus dem „Sondervermögen zur Finanzierung des Ausbaus von Gigabitnetzen und der Beschleunigung von Digitalisierungsmaßnahmen“ mit 5,5 Millionen Euro finanziert wird, ist jetzt gefallen. Ziel ist es, eine nachhaltige Infrastruktur für freie Bildungsmaterialien zur Unterstützung von Hochschullehrenden aufzubauen. 

Die Projektleitung liegt bei der TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften in Hannover. Weitere Projektpartner sind neben der Uni Osnabrück: ELAN e. V. (E-Learning Academic Network Niedersachsen), das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V., die Hochschule Emden-Leer und der Verein Stud.IP. Die Aufgaben der Uni Osnabrück sind zum einen der Aufbau einer Community inklusive des Marketings sowie die Unterstützung der OER-Qualitätssicherung und didaktischen Konzeption. Der zweite Schwerpunkt liegt auf technischer Ebene in der Software- und Schnittstellen-Entwicklung. 
Während beim „OER-Portal Niedersachsen“-Projekt Aufbau und Betrieb der Infrastruktur sowie Maßnahmen der Unterstützung für Autorinnen und Autoren im Mittelpunkt stehen, soll es in einer zweiten Säule darum gehen, die Erstellung von neuen, hochwertigen Inhalten zu fördern. Diese sollen anschließend im Portal bereitgestellt werden. Hierfür wird das Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) ab 2020 mehr als zwei Millionen Euro aus dem „Sondervermögen zur Finanzierung des Ausbaus von Gigabitnetzen und der Beschleunigung von Digitalisierungsmaßnahmen“ zur Verfügung stellen. Darüber hinaus sollen Lernmaterialien, die im Rahmen der MWK-Förderlinien „Innovation plus“ und „Qualität Plus“ entstehen, ebenfalls in das neuen OER-Portal einfließen. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Rüdiger Rolf, Universität Osnabrück
Zentrum für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik (virtUOS)
Heger-Tor-Wall 12, 49074 Osnabrück
rrolf@uni-osnabrueck.de

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news-8578.atom #was_forschst_du? – Starke Forschung spannend präsentiert – Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Osnabrück geben Einblick in die eigene Forschung 2019-10-16T09:44:30+02:00 2019-10-16T09:39:14+02:00 Die interessierte Öffentlichkeit hat am Dienstag, 22. Oktober, ab 15.45 Uhr die Möglichkeit, in der Schlossaula einen Einblick in die Forschungstätigkeiten der Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Universität Osnabrück zu bekommen. Die öffentliche Veranstaltung #was_forschst_du? im Rahmen der Tage des wissenschaftlichen Nachwuchses wird vom Sprachenzentrum, dem Zentrum für Promovierende und Postdocs (ZePrOs) und VirtUOS der Uni Osnabrück organisiert. Von der Nanobiotechnologie über die digitale Hochschullehre bis zur beruflichen Anerkennung und Integration von zugewanderten Fachkräften — die Themen der Forschungsprojekte sind vielfältig. Im Anschluss an die Beiträge gibt es zudem die Möglichkeit, sich mit den Forscherinnen und Forschern informell auszutauschen.

Der Eintritt ist frei. Da die Plätze begrenzt sind, sind Anmeldungen unter https://www.km.uni-osnabrueck.de/form/nachwuchstage2019/ erwünscht.

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Irene Vogt, Universität Osnabrück
Sprachenzentrum
Neuer Graben 7/9, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6246
irene.vogt@uni-osnabrueck.de

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news-8576.atom Rauf Ceylan bleibt! Islamforschungs-Experte entscheidet sich gegen Humboldt-Universität  2019-10-15T12:38:48+02:00 2019-10-15T12:34:08+02:00 Es ist ein großer Erfolg für die Universität Osnabrück und zugleich eine weitere Stärkung für das Renommee des hiesigen Instituts für Islamische Theologie (IIT): Prof. Dr. Dr. Rauf Ceylan erhielt von Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl die Ernennungsurkunde auf die Professur für Gegenwartsbezogene Islamforschung. Dem vorausgegangen war ein Ruf Ceylans an die Humboldt-Universität Berlin, den er indes vor kurzem abgelehnt hatte, um weiter in Osnabrück lehren und forschen zu können. 

Ceylan, geboren 1976 in Duisburg, studierte an der Hochschule für Sozial- und Kulturwissenschaften in Düsseldorf. Im Anschluss schloss er ein promotionsvorbereitendes Studium in den Fächern Sozialpolitik, Soziologie und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum (Fakultät für Sozialwissenschaften) ab.An der Ruhr-Universität-Bochum promovierte Ceylan in Soziologie (Dr. rer. soc.) und an der Universität Vechta in Religionspädagogik (Dr. phil.). Seit September 2009 lehrt er an der Universität Osnabrück Religionssoziologie. Im Wintersemester 2018/19 hatte er eine Gastprofessur an der Universität Zürich inne. Bereits seit 11 Jahren schult Ceylan im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung türkische Imame in der Türkei in Landeskunde und Integrationsfragen. 

Zu Ceylans wissenschaftlichen Schwerpunkten zählt die gegenwartsbezogene Islam- und Migrationsforschung zur türkischstämmigen Gemeinschaft in der Diaspora. Darüber hinaus befasst er sich mit der Frage der Imamausbildung in Deutschland.

„Der Ruf nach Berlin war natürlich eine Auszeichnung für mich, das kann ich nicht leugnen“, so Ceylan. „Aber für die Universität Osnabrück spricht einfach, dass ich hier über bessere Rahmenbedingungen für Migrations- und Religionsforschung verfüge.“ In Zukunft möchte der Wissenschaftler vor allem eine stärkere Kooperation des Instituts für Islamische Theologie und des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studienforcieren. 

Erfreut über den weiteren Verbleib des renommierten und international anerkannten Forschers zeigte sich auch die Universitätspräsidentin: „Herr Prof. Ceylan ist nicht nur für unser Institut, sondern darüber hinaus für die ganze Universität durch seine wissenschaftliche Expertise von enormer Bedeutung“, so Prof. Menzel-Riedl. „Umso dankbarer bin ich, dass er sich trotz des hervorragenden Angebots aus Berlin für unsere Universität entschieden hat. Mit ihm können wir das Institut für Islamische Theologie in der Forschung hervorragend aufstellen und vernetzen.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8573.atom Internationale Prominenz der Computernetzwerke vernetzt sich weiter – an der Uni Osnabrück 2019-10-15T09:05:52+02:00 2019-10-14T15:48:42+02:00 Es ist die älteste Tagung im Bereich Computernetzwerke und sie ist hoch angesehen bei den Expertinnen und Experten: Vom 14. bis 17. Oktober findet die 44te "IEEE Conference on Local Computer Networks (LCN)“ in Osnabrück statt. Organisator ist Prof. Dr. Nils Aschenbruck von der Universität Osnabrück. „Dass diese international beachtete Tagung hier veranstaltet wird, ist nicht zuletzt eine Aufwertung für unseren KI-Campus, mit dem es der Universität gelungen ist, sich in den Themenfeldern Künstliche Intelligenz und Digitalisierung eine weithin beachtete Expertise zu erarbeiten“, erklärt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.

Die jährlich stattfindende Tagung war zuletzt in Dubai, Singapur und Chicago zu Gast. Inhaltlich stehen unter anderem drahtlose Sensornetzwerke, das Internet der Dinge, sowie Cyber Physical Systems im Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Auf dem Programm finden sich zahlreiche Vorträge und Diskussionsveranstaltungen. Einer der vielen Höhepunkt ist am Dienstag, 15. Oktober, der Keynote-Vortrag von Prof. Dr-Ing. Dr. h.c. Frank H. P. Fitzek von der Technischen Universität Dresden. Der Vortrag befasst sich mit der Technologie, die zum Aufbau eines taktilen Internets erforderlich ist. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einer zuverlässigen Kommunikation sowie darauf, wie diese in softwarebasierten Netzwerken realisiert werden kann. Im 

Mittelpunkt stehen aktuelle Technologien wie beispielsweise 5G. Darüber hinaus wird der Vortrag die interdisziplinäre Forschung zum taktilen Internet mit Schwerpunkt auf der Medizin hervorheben, um die erforderlichen Mensch-Maschine-Schnittstellen für das wechselseitige Lernen zu schaffen.

Weitere Keynote-Vorträge werden gehalten von Prof. Dr. Olivier Bonaventure (Louvaine/Belgien) zum Themenbereich „Future Internet“ sowie von Dr. Javier Manuel Gozalvez Sempere (Universidad Miguel Hernández de Elche/Spanien) zum Thema Fahrzeug-Infrastruktur-Vernetzung für das Autonome Fahren.

Im Rahmen der Konferenz werden auch Systeme und Projekte demonstriert. So präsentieren beispielsweiseJulian Zobel, Patrick Lieser und Ralf Steinmetz von der Technischen Universität Darmstadt ein Projekt, in dem es um Kommunikationsunterstützungssysteme nach Naturkatastrophen geht. Entsprechend ihrem natürlichen Verhalten bilden Menschen in Extremsituationen Gruppen, zwischen denen die Kommunikation zeitweilig aussetzen und sogar unmöglich werden kann. Mobile Geräte wie Smartphones können dann genutzt werden, um zivile Ad-hoc-Netzwerke zu schaffen. Die Wissenschaftler zeigen auf der Tagung verschiedene unterstützende Strategien, die nach einer Katastrophe angewendet werden können, um die Kommunikation zu verbessern.

René Helmke, Till Zimmermann, Jan Bauer, Alexander Bothe und Prof. Dr. Nils Aschenbruck von der Universität Osnabrück sowie Michel Löpmeier vom Competence Center ISOBUS werden ihr Projekt präsentieren, in dem es um die Vertraulichkeit und Privatsphäre innerhalb von Netzwerken der Präzisionslandwirtschaft geht. In modernen landwirtschaftlichen Maschinen ist eine Vielzahl von Sensoren eingebaut, die eine umfangreiche Menge an Daten produzieren – darunter auch solche, die dem Datenschutz unterliegen. Den aufkommenden Sicherheitsbedenken wollen die Wissenschaftler mit ihrem Projekt entgegenwirken. Sie werden auf der Konferenz ein System präsentieren, mit dem ausgewählte Daten selektiv verschlüsselt werden können.

„Die Bandbreite der Themen, die in diesem Jahr auf der Tagung präsentiert wird, zeigt auch, wie weit Computernetzwerke und die damit verbundenen Implikationen heute oder demnächst unser Leben und unseren Alltag prägen werden“, fasst Prof. Aschenbruck zusammen. „Insofern freue ich mich über das breite und internationale Interesse an unserem Kongress.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Nils Aschenbruck, Universität Osnabrück
Institut für Informatik
Wachsbleiche 27, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2396 
aschenbruck@uni-osnabrueck.de

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news-8572.atom Auf steinigem Weg zu einer Integrationsgemeinschaft? – Vortrag an der Universität Osnabrück beschäftigt sich mit Zustand der Integrationsgesellschaft 2019-10-14T10:05:13+02:00 2019-10-14T10:03:05+02:00 Die Offenheit der deutschen Grenzen für Einwandernde hat in den letzten sechs Jahren einen gesellschaftlichen Wandel erzeugt, der zum einen die Integrationsfähigkeit gestärkt aber auch populistische und extremistische Gruppen so stark gemacht hat, dass an vielen Orten im Land die Gesellschaft gespalten ist. Mit dieser Problematik beschäftigt sich am Montag, 21. Oktober, ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Zick (Universität Bielefeld), der im Rahmen der Profillinie Migrationsgesellschaften der Universität Osnabrück eingeladen wurde. Der Vortrag findet ab 18.15 Uhr im Geographiegebäude (Seminarstraße 19 a/b, Raum 02/E04) statt. Der Vortrag möchte auf der Grundlage von empirischen Studien eine Perspektive zum Zustand der Integrationsgesellschaft entwickeln und damit zugleich eine Brücke zwischen Konflikt- und Migrationsforschung aufzeichnen. „Berichtet werden Ergebnisse zum Verhältnis und zu den Konflikten zwischen Etablierten und Neuankömmlingen auf der Grundlage der Langzeitstudie zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit (2002 bis 2019) sowie der Studie Zugehörigkeit und Ungleichwertigkeit, die seit 2014 die Meinungen der Bevölkerung zur Integration erfasst“, so Prof. Dr. Julia Becker vom Institut für Psychologie und dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), die den Vortrag zusammen mit Prof. Dr. Andreas Pott organisiert.

Es wird sich zeigen, dass Integration und Migration nicht gelingen können, solange Vorurteile und rassistische Überzeugungen, die zunehmend in politischen Ideologien münden und neue Kollektive von Etablierten schaffen, bearbeitet werden. Die Studien zeigen ebenso, dass in der globalen Gesellschaft der Konfliktdynamik in sozialen Räumen eine immer stärkere Bedeutung zukommt. Integrationsgemeinschaften brauchen demokratische Räume. Wovon diese wiederum abhängen, wird der Vortrag fragen.

Der Sozialpsychologe und Konfliktforscher Prof. Dr. Andreas Zick leitet seit April 2013 das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld. Er hat 2016 den Communicatorpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft bekommen und ist häufig als Experte für die Themen Rechtspopulismus, Vorurteile und Gewalt in der Tagesschau zu sehen.
 
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Julia Becker, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541 969-4870
julia.becker@uni-osnabrueck.de

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news-8570.atom Workshop der Universität Osnabrück befasst sich mit der gegenseitigen Beeinflussung von Kognition und Sprache 2019-10-11T09:24:26+02:00 2019-10-11T09:22:52+02:00 Inwiefern begünstigen sich Sprache und Kognition gegenseitig? Mit dieser und ähnlichen Fragen befasst sich die Forschungsinitiative „The cognitive benefits of language“ in ihrem Workshop an der Uni Osnabrück am 21. und 22. Oktober. Die Veranstaltung ist eingebettet in die Profillinie „Kognition: Mensch – Technik – Interaktion“ der Universität Osnabrück, an der rund 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beteiligt sind.   Die Forschungsinitiative um Prof. Dr. Nikola Kompa beschäftigt sich in ihrem Workshop mit dem Zusammenhang zwischen Sprache und Kognition – welche kognitiven Vorteile hat der Mensch durch Sprache gewonnen? Zahlreiche internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen – unter anderem Linguistik, Kognitionswissenschaft, Philosophie, Psychologie oder auch Primatologie - konnten hierfür gewonnen werden und tragen so zu einer breitgefächerten, interdisziplinären Betrachtung der Thematik bei. Die Vorträge nehmen insbesondere Bezug auf folgende Fragen: Inwiefern verstärkt Sprache zentrale kognitive Funktionen wie Lernen, Gedächtnis und kognitive Kontrolle? Wie begünstigen sich Sprache und Kognition gegenseitig („mutual scaffolding“)? Welche Aspekte von Sprache verbessern Kognition?

Eine Anmeldung ist bis zum 18.Oktober bei der Organisatorin des Workshops, Marie-Christine Benen (mabenen@uni-osnabrück.de), möglich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Marie-Christine Benen, Universität Osnabrück
Institut für Anglistik/ Amerikanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
mabenen@uni-osnabrueck.de

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news-8568.atom Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2019-10-10T11:53:27+02:00 2019-10-10T11:52:02+02:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet am  Dienstag,15. Oktober, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung.
 

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück

Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)

Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999

info@zsb-os.de

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news-8566.atom Unterstützung für alleinerziehende Studierende - Förderprogramm Madame Courage Osnabrück besteht zehn Jahre Utz Lederbogen 2019-10-08T13:06:38+02:00 2019-10-08T13:03:40+02:00 Das Förderprogramm Madame Courage Osnabrück besteht seit zehn Jahren. Das Kooperationsprojekt von Universität und Hochschule Osnabrück sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) hilft alleinerziehenden Studierenden bei der finanziellen Bewältigung ihres Studiums. Anlässlich des Jubiläums findet am Donnerstag, 10. Oktober, in den Räumlichkeiten des Sozialdienstes katholischer Frauen ein Pressegespräch mit Studentinnen statt, die von dem Projekt gefördert wurden. Wer während des Studiums alleinerziehend ist, steht vor besonderen Herausforderungen und auch Belastungen, die sich auf Studiendauer und -abschluss auswirken können. „Meist reicht die Dauer des BAföG-Bezuges nicht aus, um das Studium beenden zu können. Um finanziell über die Runden zu kommen, ist ein Nebenjob oftmals notwendig, was dann wiederum dazu führt, dass das Studium sich in die Länge zieht oder gar abgebrochen wird. Das ist ein Teufelskreis“,  berichtet Christine Kammler vom Familien-Service der Universität Osnabrück

Madame Courage Osnabrück entstand 2009. Das Förderprogramm unterstützt alleinerziehende Studierende, denen keine anderen finanziellen Ressourcen zur Verfügung stehen, durch eine zeitlich befristete Förderung (max. 2 Semester) in Höhe des BAföG-Satzes und ermöglicht ihnen so den Studienabschluss. „Das Projekt leistet somit einen wichtigen Beitrag, dass Elternschaft nicht zu Benachteiligung oder geringeren Bildungschancen führt“, so Kammler. Insgesamt wurden in zehn Jahren rund 83.000 Euro an Unterstützung für Studierende ausgeschüttet.

Vor zehn Jahren fand die Auftaktveranstaltung von Madame Courage in der Universität statt. Eine Osnabrücker Unternehmerin übernahm aus diesem Anlass die komplette Förderung des ersten Antrags einer Studentin. Bischof Franz-Josef Bode und die ehemaligen Präsidenten von Universität und Hochschule würdigten an diesem Abend die Idee, Alleinerziehende in der Studienabschlussphase finanziell zu unterstützen.

Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl lobt die Unterstützung der Studierenden, die ausschließlich durch Spenden finanziert wird: „Durch das Förderprogramm Madame Courage Osnabrück wurde schon 21 alleinerziehenden Studierenden ein aussichtsreicher Weg ins Berufsleben ermöglicht. Es erfüllt mich mit Freude, dass alle ihr Studium erfolgreich absolvieren konnten. Es ist ein Programm, das einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leistet.“ Von den 21 Förderungen in den zehn Jahren haben auch 27 Kinder der alleinerziehenden Mütter profitiert.

Bislang haben nur Studentinnen einen Förderantrag gestellt. Das Programm richtet sich aber auch an alleinerziehende Studenten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Christine Kammler, Universität Osnabrück
Familien-Service
Neuer Graben 7-9, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4686
E-Mail: christine.kammler@uni-osnabrueck.de

 

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news-8565.atom Berufliche Allergien und Hautkrebserkrankungen auf dem Vormarsch – Wissenschaftler der Universität Osnabrück erhält bedeutendes Amt in Deutscher Dermatologischer Gesellschaft 2019-10-07T09:48:57+02:00 2019-10-07T09:45:30+02:00 Im Rahmen der 15. Tagung der Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD) in Osnabrück wurde apl. Prof. Dr. med. Christoph Skudlik, Leitender Arzt des Instituts für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm) an der Universität Osnabrück, zum Vorsitzenden gewählt. In der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) ist die ABD zuständig für die beruflichen und umweltbedingten Hautkrankheiten. Mit mehr als 900 aktiven Mitgliedern ist sie die größte wissenschaftliche Fachgesellschaft unter dem Dach der DDG.

„2018 machten berufsbedingte Hauterkrankungen rund 60 Prozent aller bestätigten Verdachtsmeldungen beruflich verursachter Erkrankungen bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung aus. Berufsbedingte Hauterkrankungen sind somit von hoher medizinischer und gesellschaftlicher Bedeutung“, so Skudlik.

Die Tagung fand vom 26. bis 28. September zum zweiten Mal nach 2009 in Osnabrück statt und stellt mit einer Rekord-Teilnehmerzahl von rund 300 nationalen und internationalen Experten aus Wissenschaft, Medizin und gesetzlicher Unfallversicherung die bedeutsamste wissenschaftliche Konferenz auf diesem Gebiet dar.

Unter dem Motto „Perspektiven im Blick – Den Patienten im Fokus“ standen dabei unter anderem Themen wie Einflüsse der Genetik, des Mikrobioms und der Umwelt auf Hauterkrankungen, neueste innovative diagnostische und therapeutische Verfahren sowie aktuellste wissenschaftliche Daten zum Einfluss von Sonnenstrahlung auf die Verursachung von Hautkrebs im Mittelpunkt.

„Sowohl aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse als auch künftiger Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen erwarten wir für die kommenden Jahre eine deutliche Zunahme der Anerkennungen von Ekzemen, Allergien und Hautkrebs als Berufskrankheit. Ich freue mich, den erforderlichen Prozess der Weiterentwicklung der Behandlungs- und Versorgungsstrukturen für die betroffenen Patienten aus der Position des Vorsitzenden der hierfür zuständigen wissenschaftlichen Fachgesellschaft, die der Ansprechpartner für Politik und gesetzlicher Unfallversicherung ist, begleiten zu können“ so Skudlik weiter.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. med. Christoph Skudlik,
Institut für interdisziplinäre Dermatologische Prävention und Rehabilitation (iDerm)
Am Finkenhügel 7a, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 7404
cskudlik@uos.de

 

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news-8563.atom Kompetenznetzwerk Umweltrecht: Universität Osnabrück erhält Förderung vom Bund 2019-10-04T09:07:37+02:00 2019-10-04T09:06:34+02:00 Unter Federführung des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig soll die nationale und internationale Vernetzung der umweltrechtlichen Forschung vorangetrieben werden. Dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschunggeförderten Netzwerk gehören neben dem UFZ sechs weitere Universitäten an. Zu den Kompetenzpartnern gehört auch Dr. Pascale Cancik, Professorin für Öffentliches Recht an der Universität Osnabrück. Der Vernetzung dient insbesondere ein Förderprogramm für den wissenschaftlichen Nachwuchs: Zwei der Promotionsstellen werden in Osnabrück angesiedelt sein. Gefördert werden zudem weitere wissenschaftliche Vernetzungsaktivitäten sowie eine international sichtbarere Publikationstätigkeit.

„Ein leistungsfähiges Umweltrecht ist eine zentrale Voraussetzung nachhaltiger Entwicklung“, heißt es in der Projektbeschreibung. „Die großen Herausforderungen der ökologischen Nachhaltigkeit – wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Bodendegradation, Rohstoffmangel oder Wasserverfügbarkeit – sind globaler Natur. Es kommt also darauf an, die Entwicklung eines entsprechenden Rechtsrahmens und effektiver Implementationsbedingungen europa- und weltweit voranzutreiben.“ 

Die deutsche Umweltrechtswissenschaft beschäftigt sich auf hohem Niveau mit Fragen der umweltrechtlichen Steuerung wie mit Problemen bei der Umsetzung des Umweltrechts. Diese Expertise international besser einzubringen und vom internationalen Dialog zu profitieren, ist Ziel des Vorhabens.

Prof. Cancik erläutert: „Angesichts der gegenwärtigen und zukünftigen Problemlagen brauchen wir mehr umweltrechtliche Expertise. Die Teilnahme an dem Netzwerk ist daher eine tolle Chance. Die geförderten Doktorandinnen und Doktoranden können bei internationalen Tagungen Erfahrungen sammeln, werden bei englischsprachigen Publikationen unterstützt und lernen die Umweltrechtswissenschaft und -praxis anderer Staaten kennen. Wenn es gelänge, das Kompetenznetzwerk dauerhaft aufzubauen, wäre das ein enorm wichtiger Schritt.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Pascale Cancik, Universität Osnabrück

Fachbereich Rechtswissenschaften
Heger-Tor-Wall 14

Tel. +49 541 969 6044

E-Mail: ls-cancik@uni-osnabrueck.de

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news-8561.atom Wechsel im Präsidium der Uni Osnabrück perfekt - Zwei Vizepräsidenten und eine Vizepräsidentin erhielten ihre Bestellungsurkunden Utz Lederbogen 2019-10-02T12:42:17+02:00 2019-10-02T12:37:25+02:00 Mit großer Mehrheit hat der Senat der Universität Osnabrück für drei nebenberufliche Vizepräsidenten für die Amtszeit von drei Jahren votiert. Der Berufspädagoge Prof. Dr. Thomas Bals, die Theologin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke und der Kognitionswissenschaftler Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger werden zusammen mit der Präsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl und dem hauptberuflichen Vizepräsidenten für Personal und Finanzen Dr. Wilfried Hötker das neue Präsidium stellen. Die entsprechenden Bestellungsurkunden wurden heute (2. Oktober) überreicht. „Die Konstellation im Präsidium ist ideal, um die Geschicke der Universität in den kommenden Jahren erfolgreich voran zu bringen“, freut sich Präsidentin Menzel-Riedl, die am 1. Oktober die Amtsgeschäfte von Prof. Dr. Wolfgang Lücke übernommen hatte. Sie danke dem Wissenschaftsministerium, welches die Ernennung der Vizepräsidenten so schnell ermöglicht hat. „Damit ist das Präsidium der Universität Osnabrück komplett und wir können mit der Arbeit beginnen.“

Neu im Präsidium ist Prof. Kühnberger, der als Vizepräsident den Bereich Forschung und Nachwuchsförderung künftig vertreten wird. Prof. Bals wird wie bisher als Vizepräsident für das Ressort Hochschulentwicklung und Strategie zuständig sein. Prof. Blasberg-Kuhnke übernimmt erneut das Amt der Vizepräsidentin für Studium und Lehre.

Prof. Kühnberger studierte von 1990 bis 1996 Philosophie, Mathematik, Linguistik und Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an den Universitäten Stuttgart und Tübingen. Von 1996 bis 1997 war er Stipendiat der Graduiertenförderung des Landes Baden-Württemberg an der Universität Tübingen. Es folgte ein Forschungsaufenthalt an der Indiana University, Bloomington von 1997 bis 1999 und eine Beschäftigung als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Jahren 1999 bis 2003, zuerst am Seminar für Sprachwissenschaft der Universität Tübingen und ab 2001 am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück. Kühnberger promovierte 2002 in Allgemeiner Sprachwissenschaft / Computerlinguistik an der Universität Tübingen. Von 2003 bis 2009 war er Juniorprofessor für Künstliche Intelligenz am Institut für Kognitionswissenschaft der Universität Osnabrück und ist seit 2009 Professor für Künstliche Intelligenz am gleichen Institut. Seit 2016 ist er geschäftsführender Leiter des Instituts für Kognitionswissenschaft. Zudem war er mehrfach Dekan des Fachbereichs Humanwissenschaften.

Prof. Bals studierte von 1977 bis 1983 Wirtschaftspädagogik (Abschuss: Erstes Staatsexamen) und Psychologie (Abschluss: Dipl.-Psych.) an der Universität zu Köln. Er war dann zunächst in Köln und ab 1985 in Osnabrück wissenschaftlicher Angestellter bzw. Akademischer (Ober-)Rat. Nach seiner Promotion (1989) und Habilitation (1995) wurde Bals zum außerplanmäßigen Professor (1998) im Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Osnabrück ernannt. Im Jahr 2002 erfolgte die Berufung zum Hochschuldozenten (C2) für "Medizin- und Pflegepädagogik" in der Fakultät Erziehungswissenschaften an der Technischen Universität Dresden. Zum Sommersemester 2009 wurde er auf die Professur für Berufspädagogik im Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften an der Universität Osnabrück berufen. Im Sommersemester 2012 war Bals Visiting Scholar an der Columbia University/ New York City. Seit Oktober 2016 ist er nebenberuflicher Vizepräsident für Hochschulentwicklung und -strategie an der Universität Osnabrück.

Prof. Blasberg-Kuhnke studierte Katholische Theologie und Pädagogik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin schloss sie 1985 ihre Promotion im Fach Pastoraltheologie mit einer Studie zur Altenpastoral in Münster ab. Von 1987 bis 1990 war sie Stipendiatin im Post-Doc-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft und anschließend wissenschaftliche Mitarbeiterin für Religionspädagogik an der Universität/Gesamthochschule Essen. 1992 erfolgte die Habilitation im Fach Religionspädagogik am Fachbereich Katholische Theologie der Universität Mainz. Es folgten Lehrstuhlvertretungen und Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und der Schweiz. 1996 nahm sie den Ruf auf die Professur für Praktische Theologie: Pastoraltheologie und Religionspädagogik am Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück an. 2009 übernahm sie für drei Jahre das Amt der nebenberuflichen Vizepräsidentin für Studium und Lehre. Im Oktober 2017 wurde sie erneut in dieses Amt gewählt.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49076 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

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news-8560.atom Digitale Umbrüche in der Arbeitswelt – Projekt „SoDigital“ erforscht sozio-digitale Innovation durch partizipative Prozessgestaltung im virtuellen Raum 2019-10-02T10:01:21+02:00 2019-10-02T09:58:50+02:00 Die Universität Osnabrück hat mit der Universität Paderborn und Praxispartnern aus dem regionalen Mittelstand ein Projekt zum Thema Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit einer Fördersumme von 1,5 Millionen Euro erfolgreich eingeworben. Das interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Sozio-digitale Innovation durch partizipative Prozessgestaltung im virtuellen Raum (SoDigital)“ wird in den nächsten drei Jahren im Rahmen des Programms „Zukunft der Arbeit" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. „Wir freuen uns, zusammen mit der Universität Osnabrück die Digitalisierung von Geschäftsprozessen bei unseren Anwendungspartnern begleiten und fördern zu können“, erklärt Prof. Dr. Niclas Schaper (Universität Paderborn). Als Praxispartner sind in diesem Projekt die Glas Deppen GmbH, die Stahlotec GmbH, die Waffelfabrik Meyer zu Venne GmbH & Co. KG sowie die SALT AND PEPPER Software GmbH & Co.KG beteiligt. „Das SoDigital-Projekt ist für uns als KMU eine sehr gute Chance, die Digitalisierung in unseren Unternehmen voranzubringen und dabei die Mitarbeitenden gezielt einzubinden und mitzunehmen“, bekräftigt Katrin Deppen (Glas Deppen).

„Wir wollen die Mitarbeitenden als Experten ihres Arbeitsplatzes durch ein Virtual Reality Tool (die SoDigital - VR-Box), welches in dem Projekt entwickelt wird, konkret an der digitalen Neugestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen beteiligen“, erläutert Prof. Dr. Karsten Müller, Projektkoordinator von der Universität Osnabrück. Dr. Dirk Niemöller von SALT AND PEPPER hebt dabei den Nutzen der Virtuellen Realität (VR) hervor: „Durch die virtuelle Realität wird ein intuitives und anschauliches Arbeiten an den oft schwer greifbaren Geschäftsprozesse möglich. Zudem bietet sich der Vorteil, dass auch umfassende Prozesse ohne räumliche Einschränkungen dargestellt und unabhängig von Ort und Zeit erfahrbar gemacht werden können.“

„Mit dem SoDigital-Projekt knüpfen wir an die tiefgreifenden Umbrüche der Arbeitswelt an, wie die Digitalisierung, die Globalisierung und der demografische Wandel“, macht apl. Prof. Dr. Kai-Christoph Hamborg (Universität Osnabrück) deutlich. "Das Ineinandergreifen von Abteilungen, Arbeitsabläufen und Beschäftigtengruppen in KMU ist häufig nicht einheitlich abgebildet. Die digitale Neugestaltung von Geschäftsprozessen unter Berücksichtigung der Mitarbeitendenperspektive bietet ein enormes Potenzial, Aufwand und Fehleranfälligkeit zu reduzieren.“

Die Bereitschaft und Einstellungen der Beschäftigten gegenüber Digitalisierungsprojekten in KMUs spielen in dem Projekt auch eine zentrale Rolle. „Wie stehen die Mitarbeitenden zu den geplanten, digitalen Prozessveränderungen? Wie können sie unterstützt werden? sind nur einige der begleitenden Fragestellungen des SoDigital-Projekts“, so Dr. Tammo Straatmann (Universität Osnabrück). „Eng damit verbunden geht es auch um zukünftige Kompetenz- und Qualifikationsanforderungen sowie Auswirkungen auf die Motivation und Bindung der Mitarbeitenden“, erklärt Dr. Elena Bender von der Universität Paderborn.

„Mit dem SoDigital-Projekt verbinden wir Forschung und Entwicklung in direkter Zusammenarbeit mit den mittelständischen Unternehmen und können über die pilothaften Umsetzungen wichtige Ergebnisse für eine breitere Anwendung in der betrieblichen Praxis in Deutschland erzielen“, legt Prof. Dr. Frank Teuteberg (Universität Osnabrück) dar. Der Transfer und der breite Austausch mit der Praxis wird im Rahmen des Projekts zudem durch weitere Partnerorganisationen aus dem regionalen Umfeld (iuk unter-nehmensnetzwerk osnabrück e.V., ebm GmbH & Co. KG, Klaus Ventker Heizung-Sanitär GmbH & Co.KG, Windmöller GmbH), sowie das übergreifende Projekt „WissProKMU“ des BMBF-Forschungsschwerpunkts unterstützt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Karsten Müller, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Arbeits- und Organisationspsychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4701
karsten.mueller@uni-osnabrueck.de

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news-8559.atom Lehramtsstudiengänge in Osnabrück – Zentrale Studienberatung lädt zur Infoveranstaltung ein 2019-10-01T11:49:49+02:00 2019-10-01T11:48:29+02:00 Die Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück bietet am Montag, 7. Oktober, von 17 bis 18.30 Uhr im Schlosshauptgebäude (Raum 11/214, Neuer Graben 27)eine Informationsveranstaltung zum Lehramtsstudium in Osnabrück an. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. In Osnabrück können die Lehrämter für Grund-, Haupt- und Realschulen, für Gymnasien und für berufsbildende Schulen studiert werden. Im Rahmen der Veranstaltung wird über den Studienaufbau, die Fächerkombinationen sowie über Zugangsvoraussetzungen, Berufsperspektiven und Zulassungschancen der unterschiedlichen Lehramtsstudiengänge informiert.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
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news-8558.atom Zur Digitalisierung von Forschung und Lehre – Universitätsbibliothek Osnabrück veranstaltet 20. DINI-Jahrestagung 2019-10-01T09:54:15+02:00 2019-10-01T09:52:37+02:00 Wie hat sich die Digitalisierung in Forschung und Lehre entwickelt, auf welchem Stand ist sie heute und wie soll sie sich in Zukunft weiterentwickeln? Diesen Fragen geht die Jahrestagung der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) vom 8. bis 9. Oktober auf den Grund. Unter dem Motto „1999-2019-2039: Innovative Projekte in Forschung, Lehre und Infrastruktur“ feiert die Initiative damit in Osnabrück ihr 20-jähriges Bestehen. Veranstalterin vor Ort ist die Universitätsbibliothek Osnabrück. Seit 1999 vernetzt die DINI wissenschaftliche Bibliotheken, Medienzentren und Rechenzentren in Deutschland und fördert die Entwicklung digitaler Dienstleistungen und Informationsinfrastrukturen für die digital arbeitende Wissenschaft. Bei der Jubiläumstagung werden Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und ihren Informationsinfrastrukturen, aber auch Unternehmensvertreterinnen und -vertreter an der Universität Osnabrück über Strategien, Entwicklungen und Projekte im Horizont folgender Fragen sprechen: Wie weit ist die Digitalisierung in Forschung und Lehre fortgeschritten? Welches Potenzial haben Methoden der Künstlichen Intelligenz? Was sind die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen für Forschung und Lehre sowie ihre Einrichtungen der Informationsinfrastruktur?

Veranstaltungsort ist die Schlossaula im Hauptgebäude der Universität Osnabrück.

Tagungsprogramm: https://dini.de/veranstaltungen/jahrestagungen/20-dini-jahrestagung-2019/programm/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Anneke Thiel, Universität Osnabrück
Universitätsbibliothek
Alte Münze 16/ Kamp, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4314
anneke.thiel@ub.uni-osnabrueck.de

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news-8556.atom Wie sehr begeistert das Kicken? – Wissenschaftler der Uni Osnabrück evaluiert „Kicking Girls“-Projekt 2019-10-01T09:34:47+02:00 2019-10-01T09:32:02+02:00 Inwiefern hat es das Fußballprojekt „Kicking Girls“ geschafft, sozial benachteiligte Mädchen mit niedrigschwelligen Angeboten für Sport zu motivieren? Dies ist Forschungsfrage des Projektes von Prof. Dr. Ahmet Derecik vom Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Osnabrück. Die Fördersumme in Höhe von 15.000 Euro stammt vom Verein Integration durch Sport und Bildung e.V., der das Projekt operativ umsetzt und maßgeblich von der Laureus Foundation Germany/Austria gefördert wird. Die „Kicking Girls“ Initiative ist ein bundesweites Mädchenfußballprojekt, welches sich sozial benachteiligten Mädchen (nicht nur) mit Migrationshintergrund widmet. Inzwischen werden die Projekte in über 270 Schulen in nahezu 100 Städten mit aktuell 4800 wöchentlich teilnehmenden Mädchen und seit Projektbeginn 1100 engagierten Jugendlichen durchgeführt. Ziel ist es, die Mädchen mit niedrigschwelligen Angeboten zum Sport zu bewegen und sie im besten Fall in die Sportvereine (Integration zum und im Sport) und in die Gesellschaft (Integration durch Sport) zu integrieren. Hierzu werden vier Bausteine umgesetzt: Implementierung von Mädchenfußball-Arbeitsgemeinschaften an Grundschulen, Grundschulturniere als Anreiz für die AGs, COACH-Ausbildungen als Qualifizierungskurse für Jugendliche sowie Fußballevents und –camps.

Im Forschungsprojekt von Derecik werden ausgewählte Facetten zu den vier Bausteinen evaluiert. „Ziel ist es zu erfahren, welche Potenziale das Projekt für die Integration der teilnehmenden Mädchen im Sportkontext bietet. Mit diesen Erkenntnissen kann auch wiederum die Praxis im Projekt positiv beeinflusst werden“, so Derecik über das Vorhaben.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ahmet Derecik, Universität Osnabrück
Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften
Jahnstraße 75, 49080 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4242
ahmet-derecik@uni-osnabrueck.de

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news-8554.atom „Wissen gesellschaftlich verfügbar machen“ - Prof. Menzel-Riedl rückt an die Spitze der Universität Osnabrück – Jüngste Universitätspräsidentin in Deutschland Utz Lederbogen 2019-09-30T16:05:38+02:00 2019-09-30T16:00:10+02:00 Mit Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl steht ab 1. Oktober erstmals eine Frau an der Spitze der Universität Osnabrück. Nach sechsjähriger Amtszeit übergab Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke heute (30.9.) den Staffelstab an seine bisherige Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung. An dem Festakt im Osnabrücker Schloss nahmen der Niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler sowie zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur teil. "Die Universität hat sich während der Präsidentschaft von Herrn Professor Lücke auf einen erfolgversprechenden Weg der Profilbildung begeben. Mit der frühzeitigen und einstimmigen Wahl von Frau Professorin Menzel, die diesen Prozess als Vizepräsidentin maßgeblich mit geprägt hat, macht die Universität deutlich, dass sie den eingeschlagenen Weg fortsetzen will“, so der Niedersächsische Wissenschaftsminister in seiner Rede.

Die künftige Präsidentin dankte ihrem Vorgänger für sein großes Engagement bei der Weiterentwicklung der 45 Jahre jungen Universität. Lücke lag das Wohl der Studierenden besonders am Herzen. Als letzte Amtshandlung konnte er in der vergangenen Woche den Spatenstich für das neue Studierendenzentrum am Schlossgarten vollziehen. In seine Amtszeit fiel auch das Zukunftskonzept UOS 2020, das von den Mitgliedern und Angehörigen der Universität getragen wird
und in einem dynamischen Prozess die Grundlage für die Weiterentwicklung der Universität bietet.

Seinem Verhandlungsgeschick ist es auch mit zuzuschreiben, dass die bisherige Außenstelle des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück zum DFKI-Labor Niedersachsen mit den Niederlassungen Osnabrück und Oldenburg weiter entwickelt wird. Auch gab es in seiner Amtszeit den Startschuss für den KI-Campus der Universität Osnabrück. Er ist das Ergebnis der langjährigen Profilbildung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

Der neuen Präsidentin Prof. Menzel-Riedl ist besonders eine stärkere internationale Ausrichtung und Sichtbarkeit der Universität Osnabrück wichtig. Internationalisierung dürfe sich aber nicht nur auf den Austausch von Studierenden und Lehrenden und der Beteiligung an internationalen Forschungsprojekten beschränken. „Es kommt darauf an, auf der Grundlage des erarbeiteten Zukunftskonzepts eine umfassende Internationalisierungsstrategie zu entwickeln, die unsere Vielfalt erfolgreich nach innen und außen sichtbar sowie nutzbar macht“, beschreibt sie ihr Ziel.

„Das forschende Lernen, attraktive Studiengänge und Promotionsmöglichkeiten sowie eine Kultur des kritischen Denkens und Diskutierens eröffnen Studierenden und Promovierenden gute Zukunftschancen an der Universität Osnabrück“, ist sich die bisherige Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung sicher. „Wichtig ist mir eine noch stärkere dialogorientierte, kommunikative Kultur, die vor allem auch den Studierenden und Beschäftigten gute Chancen zur persönlichen Entwicklung bietet.“

„Universitäten sind die intellektuellen Zentren der Gesellschaft“, so Menzel-Riedl in ihrer Antrittsrede im Schloss. Die Universität Osnabrück biete mit ihrer breitgefächerten Expertise ein geeignetes Forum für wissenschaftsgeleitete Debatten, aus denen Lösungen für die Zukunft entstehen können. „In Zukunft wird es vermehrt darauf ankommen, dieses Wissen gesellschaftlich verfügbar zu machen.“

Als eine der größten Arbeitgeberinnen trage die Universität zusammen mit der Hochschule ganz entscheidend zur Attraktivität von Stadt und Region bei. „Die Universität Osnabrück ist ein Garant für die nachhaltige positive Entwicklung in Stadt und Land“, so die mit 43 Jahren jüngste Universitätspräsidentin in Deutschland.

Der aus dem Amt scheidende Präsident Prof. Lücke schätzt seine Nachfolgerin als gute Kennerin der Wissenschaftslandschaft ein, die viel Erfahrung aus der Zeit als Vizepräsidentin mitbringe. „Ich freue mich sehr, dass Frau Menzel-Riedl dieses Amt übernimmt und einen nahtlosen Übergang gewährleistet. Ich bin überzeugt, dass sie die Entwicklung der Universität Osnabrück sehr erfolgreich fortführen wird.“ Die Universität Osnabrück sei für die Zukunft gut gerüstet. „Dafür gilt mein besonderer Dank nicht nur meinen Präsidiumsmitgliedern sondern allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Wissenschaft und Verwaltung“, so der scheidende Präsident Lücke.

Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl studierte von 1996 bis 2002 die Fächer Biologie, Pädagogik und Englisch an den Universitäten Münster, Dakar (Senegal) und dem College of William and Mary (Virginia, U.S.A.) im höheren Lehramt und  Magisterstudiengang. Von 2004 bis 2007 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Biologiedidaktik der Georg-August-Universität Göttingen (Promotion 2007), danach postgraduierte Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg »Passungsverhältnisse schulischen Lernens«.

2008 kam sie als Juniorprofessorin nach Osnabrück und erhielt nach Rufablehnungen in Gießen und Köln die Professur für Biologiedidaktik. Seit dem 1. Oktober 2016 war sie als nebenberufliche Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Osnabrück tätig und hat maßgeblich am Zukunftskonzept UOS 2020 mitgearbeitet. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

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news-8553.atom Die Gesellschaft im geteilten Deutschland – Historiker der Universität Osnabrück veröffentlicht Studie zur Wirkung der Teilung 2019-09-30T08:42:04+02:00 2019-09-30T08:39:38+02:00 In einem jüngst veröffentlichten Buch fragt der Historiker PD Dr. Frank Wolff vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück nach der Wirkung des Mauerbaus für die geteilte deutsche Gesellschaft. Die Studie gewann im Jahr 2019 den Preis für exzellente Nachwuchsforschung der Universitätsgesellschaft und knüpft an die Profillinie „Migrationsgesellschaften“ der Universität Osnabrück an. Sie ist eine von insgesamt sechs Profillinien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil stärker akzentuieren möchte. Anstatt die „Mauer“ allein als die Grenze der DDR zu sehen, untersucht das Buch „Die Mauergesellschaft“, was die Existenz der „Mauer“ für das geteilte Land beiderseits der Grenze bedeutete und wie die Gesellschaft damit umging. Um dies zu verstehen, hat Wolff umfangreiche ost- und westdeutsche sowie internationale Archivbestände ausgewertet. Er entwirft dabei ein Bild menschlicher Schicksale, aber auch menschlichen Engagements und harter Kämpfe um menschenrechtliche Fragen. „Die militärisch gesicherte Grenze“, sagt Wolff, „sollte teilen und das tat sie auch. Aber sie zwang auch zusammen. Man konnte versuchen, sie zu ignorieren, jedoch war sie tief in die Gesellschaft eingeschrieben.“

Ein besonderes Augenmerk legt Wolff dabei auf den scheinbaren Widerspruch, dass trotz der Existenz der Mauer und der weitgehenden Illegalisierung jedweder grenzüberschreitender Migration Hundertausende Menschen übersiedelten – und zwar legal und obwohl selbst der Antrag auf Ausreise als illegal erklärt galt. „Um eine Grenze zu verstehen, muss man sich vom Ort entfernen“, sagt der Historiker, „und danach fragen, wie sie jene Gesellschaft verändert, die sie errichtet.“ Dies untersucht er in einer ausführlichen Analyse der Migrationsverwaltung in Ost und West und der Mobilisierung der Menschenrechte. So zeichnet er auch nach, dass die in der Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelte Forderung nach Reisefreiheit, der sich darum in der Bevölkerung entwickelnde Menschenrechtsdiskurs sowie die Ausreisebewegung selbst entscheidend für den Fall der Mauer waren.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
PD Dr. Frank Wolff, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4914
wolff.fra@gmail.com

https://www.suhrkamp.de/buecher/die_mauergesellschaft-frank_wolff_29897.html

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news-8549.atom Ein toller Lernort für künftige Studierende - Spatenstich für das neue Studierendenzentrum der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-09-26T14:19:10+02:00 2019-09-26T14:14:44+02:00 Für die Studierenden der Universität Osnabrück ist es ein besonderer Tag. Mit einem symbolischen Spatenstich wurde heute (26. September) der Baubeginn „ihres“ neuen Studierendenzentrums am Schlossgarten vollzogen. Die Kosten für den 6,22 Millionen Euro teuren Neubau trägt die Universität aus Eigenmitteln, wobei ein großer Teil davon aus früheren Studienbeiträgen stammt. Die Einweihung ist 2021 vorgesehen. Die Vorfreude auf das langersehnte Studierendenzentrum in der Innenstadt zwischen Erweiterungsgebäude und Mensa ist bei den Studierenden, Universitätsangehörigen und Gästen förmlich zu spüren. „Wir freuen uns sehr, dass die Planung abgeschlossen ist und der besonders nachhaltige Neubau nun in die spannende Bauphase geht. Mit diesem modernen Gebäude entsteht ein toller Lernort für künftige Studierendengenerationen“, so Wissenschaftsminister Björn Thümler.

Auf dem 2.500 Quadratmeter großen Grundstück entsteht nach den Entwürfen des Architekturbüros Prof. Klaus Sill und Assoziierte GmbH (Hamburg) ein vierstöckiges Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von ca. 1.000 Quadratmetern. „Das Gebäude soll ein einladender Ort für Kreativität und Engagement werden, egal ob für Kurse, Projekte oder Aktionen, die den studentischen Alltag widerspiegeln“, erläutert Studentin Laura Boese, die zusammen mit Leon Schmid und Özlem Susan intensiv in dem Planungsprozess mitgewirkt hat.

Über einen Eingangsbereich mit Ausstellungsflächen, der sich zu dem Seminargebäude und zur Mensa öffnet, werden zahlreiche Lernflächen, Einzel- und Gruppenarbeitsräume erreicht. Ein Vortragsraum, ein Eltern-Kind-Bereich, Räume für die studentischen Initiativen, Pausen- und Ruheräume sowie offene Arbeitsplätze in den verschiedenen Ebenen des Gebäudes ergänzen das Angebot. Auch eine Fahrradwerkstatt und eine Automatencafeteria sind vorgesehen.

Die Idee für ein solches Gebäude brachte Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke aus seiner Heimatstadt Göttingen mit, wo er als Vizepräsident den Bau eines Lern- und Studiengebäudes mitinitiiert und begleitet hatte. „Das Lernverhalten der Studierenden hat sich heute stark verändert. Projekt- und Gruppenarbeit nehmen einen ungleich größeren Stellenwert ein. Die Erfahrungen auch an anderen Universitäten zeigen, dass die Studierenden ein solches Gebäude sehr positiv annehmen und nutzen. Mit diesem Zentrum erhöhen wir die Attraktivität unserer Universität für Studierende deutlich“, ist sich Lücke sicher. „Ich freue mich sehr, dass ich mit dem Spatenstich noch den Startschuss für den Bau des Studierendenzentrums geben kann. Damit geht ein großer Wunsch meiner Amtszeit in Erfüllung.“ Am 30. September übergibt er sein Amt an seine Nachfolgerin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.

Auch der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert griff beherzt zum Spaten: „Das Studierendenzentrum der Universität Osnabrück bündelt studentisches Leben in all seinen Facetten an einem zentralen Platz und wertet damit den Campus Innenstadt deutlich auf. Das macht die Universität Osnabrück im Wettbewerb um die klügsten Köpfe ein gutes Stück attraktiver.“

Für das Staatliche Baumanagement Osnabrück-Emsland als Bauherr ist es eine spannende Aufgabe. „Hier wird seitens des Landes erstmalig im Osnabrücker Raum ein öffentliches Gebäude entsprechend dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen mit einer Zertifizierung in ‚Silber’ errichtet“, so die Leiterin Cristina v. Pozniak-Bierschenk. „Das bedeutet, dass die zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen bestmöglich unter den Gesichtspunkten von schonender Entnahme, effizientem Einsatz und Vermeidung von Umweltbelastungen zu verwenden sind.“ Ein nicht ganz einfaches Unterfangen.

Bevor die Ausschachtung nun beginnt, müssen noch fünf Linden weichen. Für sie wird es auf dem Mensavorplatz eine Ersatzpflanzung geben. Zudem werden mit der Schlossgartenumgestaltung 30 neue Bäume den Gästen zusätzlichen Schatten spenden.
Weitere Informationen zum Bau des Studierendenzentrums: www.uos.de/sz

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29 / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lderbogen@uni-osnabrueck.de

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news-8548.atom Gut und glücklich im Arbeitsleben – Vortrag renommierter Autorin und Neuropsychologin im Bohnenkamphaus 2019-09-26T11:37:47+02:00 2019-09-26T11:34:22+02:00 Gibt es Unterschiede, wie Männer und Frauen Lösungen suchen, Konflikte angehen, und was können wir lernen, um beiden zu helfen, besser zu reagieren? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der Vortrag von der mit Preisen ausgezeichneten Sprecherin, Autorin und Neuropsychologin Friederike Fabritius am Montag, 30. September, ab 16.30 Uhr im Bohnenkamphaus des Botanischen Gartens, Albrechtstraße 29. Der Vortrag wird organisiert vom Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) der Universität Osnabrück und gefördert von der Deutschen Forschungsgesellschaft. “Frau Fabritius hat ein beeindruckendes Talent, komplexe Dinge anschaulich und treffend zu erklären. Damit begeistert sie die Leser ihrer Bücher und umso mehr die Zuhörer ihrer Vorträge“, hebt Prof. Dr. Gordon Pipa vom IKW begeistert hervor. Um höchste Leistungen zu erreichen, benötigen wir eine bestimmte Mischung aus Neurochemikalien. Dopamin wird freigesetzt, wenn wir Spaß haben, Noradrenalin, bei Angst und Acetylcholin, wenn wir komplett fokussiert sind. Um volle Leistung zu erreichen, benötigen wir somit den perfekten Mix aus Spaß, Angst und Fokussierung.

Doch gibt es dabei einen Haken: Der optimale neurochemische Cocktail wird von unseren Genen und Faktoren wie Geschlecht und Alter beeinflusst. Somit erreichen manche Personen ihre höchste Leistung bei viel Stress, wobei andere bei voller Entspannung ihre Arbeit optimieren können.

„Friederike Fabritius wird in ihrem Vortrag deutlich machen, dass es keine optimale, allgemeingültige Mischung aus Spaß, Angst und Fokussierung gibt, die die besten Leistungen hervorruft“, so Pipa. Wie man für sich selbst die optimalen Bedingungen dafür schaffen kann, wird sie dabei deutlich machen.
Fabritius studierte am Max Planck Institut für Gehirnforschung, ist eine Pionierin im Feld des Neuroleaderships und Autorin des preisgekröntes Buches „The Leading Brain: Neuroscience Hacks to Work Smarter, Better, Happier“.

Ihr Vortrag wird auf Englisch stattfinden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Gordon Pipa, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Wachsbleiche 27,49090 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 2390
gpipa@uos.de

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news-8546.atom Osnabrücker Forscherteam gewinnt KI-Innovationswettbewerb - Konzept für den Einsatz von KI-Technologien im Bereich Smart Living Utz Lederbogen 2019-09-25T13:27:29+02:00 2019-09-25T13:25:07+02:00 Das vom Osnabrücker Forscherteam des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) und der Innovationsberatung Strategion GmbH aus Osnabrück entwickelte Konzept für den Einsatz von KI-Technologien im Bereich Smart Living wurde jetzt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Sieger des KI-Innovationswettbewerbs „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ prämiert. „Für den KI-Campus der Universität Osnabrück ist der Gewinn des Wettbewerbs bereits jetzt ein Aushängeschild,“ freut sich Prof. Dr. Oliver Thomas, Leiter der Osnabrücker DFKI-Forschungsgruppe „Smart Enterprise Engineering“.

Das mit dem KI-Preis verbundene Umsetzungsprojekt „ForeSight“ (Plattform für kontextsensitive, intelligente und vorausschauende Smart-Living-Services) unter Federführung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) startet zum 1. Januar kommenden Jahres und wird vom BMWi insgesamt mit 18 Millionen Euro gefördert. Es sind bereits über 40 Unternehmen und Verbände daran beteiligt.

Zielsetzung des Projektes ist eine neuartige Verbindung von innovativen Anwendungen der Haustechnik mit künstlich intelligenten Assistenzsystemen. Intelligente Anwendungen im Wohngebäude unterstützen nicht nur die Bewohner in ihrem Alltag. Sie können auch dazu beitragen, Mehrfamilienhäuser wirtschaftlich zu betreiben. „Smart Living – die Zukunft des Wohnens – stellt ein einzigartiges Mega-Ökosystem dar, in welchem mit hohen Wachstumsraten zu rechnen ist“, so Prof. Thomas. Aber: Heute treffen sowohl Verbraucher als auch Wohnungsunternehmen auf eine Vielzahl von Insellösungen. „Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) sollen diese Systeme künftig nicht nur miteinander sprechen, sondern auch voneinander lernen können.“

Thomas Feld, Managing Director der Strategion GmbH verdeutlicht: „Im Unterschied zu heutigen Smart-Home-Lösungen werden „Thinking Objects“ auch den sicheren Betrieb der Lösung und den Schutz der Privatsphäre sicherstellen. Sie bilden die verlässliche Grundlage für nachhaltige Smart-Living-Lösungen.“  
Auf Basis einer offenen Plattform werden bestehende und neue Smart-Living-Lösungen zusammengebracht. Dank KI-Methoden sollen sie nicht nur reagieren, sondern vorausschauend agieren – dadurch kann ein deutlicher Mehrwert für die Bewohner, aber auch für die Betreiber der Gebäude geschaffen werden, so die Projektidee.

Ein weiteres Ziel des Projektes ist der Know-how-Transfer. „Smart Living wird ein wesentlicher Treiber technologieorientierter Innovationen sein. Das Potenzial für den deutschen Markt sowie insbesondere für seine mittelständischen Unternehmen und Hidden Champions liegt in der Gestaltung von Smart Services, KI-basierten Assistenzsystemen und den damit verbundenen neuen digitalen Geschäftsmodellen“, erläutert Prof. Thomas, der die Professur für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik an der Universität Osnabrück inne hat.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Oliver Thomas, Universität Osnabrück
Fachgebiet Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik
Katharinenstraße 3, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-6232
E-Mail: oliver.thomas@uni-osnabrueck.de

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news-8544.atom Schule muss den Mega-Themen der Gesellschaft gewachsen sein - Tagung des niedersächsische Verbundes zur Lehrerbildung und der Hochschulrektorenkonferenz Utz Lederbogen 2019-09-25T10:05:33+02:00 2019-09-25T09:53:41+02:00 Digitalisierung, Inklusion, Klima-Wandel, die Welt verändert sich rasant. Kommt die Schule noch mit? Und wie sollten Lehrerinnen und Lehrer auf diese neuen Herausforderungen vorbereitet werden? Die Tagung „Lehrer*innen als Alleskönner? Querschnittsthemen zwischen Professionsanspruch und De-Professionalisierung“ in der vergangenen Woche in Osnabrück versuchte Antworten darauf zu finden. Veranstalter waren der niedersächsische Verbund zur Lehrerbildung und die Hochschulrektorenkonferenz. Ausgerichtet wurde die Tagung vom Zentrum für Lehrerbildung der Universität Osnabrück. Die Schwierigkeiten, die damit verbunden sind, eine Vielzahl von solchen Großthemen zusätzlich in den Studienprogrammen unterzubringen, erläuterte Dr. Yoshiro Nakamura in einem Impulsvortrag. Im Hauptvortrag beschrieb Prof. Dr. Silvio Herzog, Bildungsforscher und Rektor der Pädagogischen Hochschule Schwyz, die Figur der „Profilierten Lehrperson“ als wichtige Perspektive zur Lösung der Problematik aus schulischer Sicht. Lehrerinnen und Lehrer können sich berufsbiografisch weiterentwickeln, indem sie sich solche Querschnittsthemen aneignen und dadurch spezielle Funktionen im Kollegium erfüllen, so der Bildungsforscher. Das sei anspruchsvoll und stelle auch an die Teamarbeit in einem Kollegium neue Anforderungen, biete aber gleichzeitig positive Berufsperspektiven für die motivierten Lehrerinnen und Lehrer, die sich nach den ersten Berufsjahren mehr zutrauen, und erhöhe damit die Chance auf ihren Verbleib in der Schule.

In zahlreichen Workshops und Kurzvorträgen wurden strukturelle und inhaltliche Lösungen für die Einführung von Querschnittsthemen in die Lehrerbildung intensiv diskutiert. Im Rahmen der abschließenden Podiumsdiskussion waren dann Vertreterinnen und Vertreter der Praxis mit auf der Bühne. Sie machten deutlich, dass ein engerer Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis, zwischen Studium und Berufsausübung wichtig sei, um die Entwicklungen in gleicher Weise zu sehen und kooperativ zu bearbeiten.

Allerdings wurde auch die Forderung laut, die Studiengänge der Lehrerbildung ganz anders zu denken, eine Vision zu entwickeln, in der man sich nicht nur in alten Strukturen und gewohnten Denkweisen bewegt, um den neuen Herausforderungen mit bekannten Lösungsstrategien zu begegnen. In der Einschätzung, dass solche tiefgreifenden Reformen neue Möglichkeiten jenseits heutiger Fächerstrukturen und Unterrichtsformate eröffnen, waren sich die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis einig.

Nach einer anfangs unterschiedlichen Einschätzung, ob dies nur durch einen gleichzeitigen Wandel des gesamten Systems Lehrerbildung plus Schule möglich wäre, verdichtete sich die Einschätzung, dass jede Einrichtung sich ihre Spielräume erarbeiten könne, um eigenständig Schritte in Richtung einer solchen Vision zu gehen. Mit diesem hoffnungsvollen und motivierenden Appell endete die Tagung in Osnabrück.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Yoshiro Nakamura, Universität Osnabrück
Zentrum für Lehrerbildung (ZLB)
Neuer Graben 7 – 9, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4117
E-Mail: yoshiro.nakamura@uni-osnabrueck.de

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news-8542.atom Wechsel an der Spitze der Universität Osnabrück - Feierliche Amtsübergabe am 30. September im Osnabrücker Schloss Utz Lederbogen 2019-09-25T09:08:10+02:00 2019-09-25T09:03:16+02:00 Mit Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl steht ab 1. Oktober erstmals eine Frau an der Spitze der 1974 gegründeten Universität Osnabrück. Die bisherige Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung folgt auf Prof. Dr. Wolfgang Lücke, der das Amt seit 2013 innehatte. Zur offiziellen Amtsübergabe am Montag, 30. September, erwartet die Universität rund 300 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Osnabrücker Schloss. Der Senat der Universität hatte die Osnabrücker Biodidaktikerin am 14. November vergangenen Jahres einstimmig gewählt. Anschließend bestätigte der Hochschulrat die Wahl. Prof. Menzel-Riedl ist mit 43 Jahren die derzeit jüngste Hochschulpräsidentin in Deutschland.

Zur Amtsübergabe wird der Hochschulratsvorsitzende der Universität Osnabrück, Prof. i.R. Dr. Elmar Weiler, die Gäste begrüßen. Ansprachen halten der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, der Oberbürgermeister der Stadt Osnabrück, Wolfgang Griesert und der Vorsitzende der Landeshochschulkonferenz Niedersachsen,  Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang-Uwe Friedrich sowie der bisherige Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. Danach hält die neue Präsidentin Prof. Menzel-Riedl ihre Antrittsrede.

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt die Universität im Foyer des Schlosses zum Empfang.

Hinweis an die Redaktionen:
Medienvertreter sind zur Amtsübergabe am Montag, 30. September, um 16 Uhr im Osnabrücker Schloss herzlich eingeladen. Vorab werden Fotoaufnahmen um 15.50 Uhr möglich sein. Wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen möchten, bitten wir um Anmeldung möglichst bis Freitag, 27. September, entweder per Telefon unter 0541-969-4370 oder per E-Mail an utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Fotos von Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl und Altpräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke stehen im Internet unter
medien.uni-osnabrueck.de/collection/52b5cc8c-1a85-4bb0-9093-a57610f093e5
zum Download bereit.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen
Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

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news-8539.atom Neues Studierendenzentrum der Universität entsteht am Schlossgarten - Einladung zum Spatenstich am 26. September Utz Lederbogen 2019-09-20T12:28:09+02:00 2019-09-20T12:25:11+02:00 Mit einem symbolischen Spatenstich wird am Donnerstag, 26. September, der Baubeginn des neuen Studierendenzentrums der Universität Osnabrück am Schlossgarten vollzogen. Die Kosten von 6,22 Millionen Euro trägt die Universität aus Eigenmitteln, wobei ein großer Teil davon aus früheren Studienbeiträgen stammt. Die Einweihung ist für 2021 vorgesehen. Die Entwürfe des vierstöckigen Gebäudes zwischen Erweiterungsgebäude und Mensa stammen vom Architekturbüro Prof. Klaus Sill und Assoziierte GmbH (Hamburg). Der Spatenstich ist die letzte offizielle Amtshandlung des am 30. September aus dem Amt scheidenden Präsidenten Prof. Dr. Wolfgang Lücke. Er hatte die Idee für ein solches Lern- und Studienzentrum aus seiner Heimatstadt Göttingen mitgebracht.

Zum Spatenstich werden unter anderem der niedersächsische Wissenschaftsminister Björn Thümler, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, die Leiterin des Staatlichen Baumanagements Osnabrück-Emsland, Cristina von Pozniak-Bierschenk, sowie der Projektleiter Falko Fock vom Architekturbüro erwartet.

Hinweis an die Redaktionen:
Medienvertreter sind zum Spatenstich am Donnerstag, 26. September, um 12.30 Uhr vor der Mensa am Schlossgarten herzlich eingeladen. Wir bitten um vorherige Anmeldung per Telefon unter 0541-969-4370 oder per E-Mail an utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Pressesprecher Dr. Utz Lederbogen, Universität Osnabrück
Neuer Graben 29 / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

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news-8537.atom Großangelegte Grabungen in Kalkriese - Finanzminister Hilbers und die designierte Unipräsidentin Menzel-Riedl informieren sich über erste Funde der Grabungssaison Utz Lederbogen 2019-09-20T12:37:48+02:00 2019-09-20T12:06:37+02:00 Seit Anfang September wird im Museumspark Kalkriese auf dem so genannten Oberesch im Museumspark gegraben. Grund genug für den niedersächsischen Finanzminister Reinhold Hilbers zusammen mit Geschäftsführer und Sammlungsleiter des Museums, Dr. Joseph Rottmann und Dr. Stefan Burmeister sowie der designierten Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl sich vor Ort ein Bild zu machen. Erste Funde der diesjährigen Grabungssaison konnten sich die Gäste anschauen. „Die Geschichte zu erforschen und durch Ausgrabungen wortwörtlich greifbar zu machen ist spannend und zugleich aufschlussreich. Ich freue mich, als Grabungspate in die aktuellen Grabungen im Park Kalkriese Einblick nehmen zu dürfen, die sicher auch helfen die Landschaftsgeschichte besser zu verstehen“, so Reinhold Hilbers, der auch Grabungspate ist.
Ziel der Grabungskampagne ist es, weitere Erkenntnisse zu den bisher entdeckten Wall-Graben-Anlagen zu gewinnen und die Befunde in einen Gesamtzusammenhang zu bringen. Dazu hat das Kalkrieser Archäologie-Team in Kooperation mit der Universität Osnabrück und in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München auf dem Oberesch einen rund 60 Quadratmeter großen Schnitt und eine 30 Meter lange „Sondage“ angelegt. Die  diesjährigen Ausgrabungen sind eine Fortführung der Grabungen der letzten Jahre.

Auf der nördlichen Seite des Museumsparks ist vor drei Jahren eine weitere Wall-Graben-Anlage entdeckt worden. Es soll überprüft werden, ob die beiden Wälle zu einer gemeinsamen Anlage gehören. Perspektivisch wollen die Forscher ein durchgehendes Profil des Obereschs erstellen und so ein zusammenhängendes Bild von diesem Ort erhalten. „Wir arbeiten mit neuen Methoden und Verfahren. Die Ausgrabungen in den letzten Jahren haben uns viele neue Erkenntnisse gebracht, aber zugleich neue Fragen aufgeworfen. Mit der jetzigen Kampagne versuchen wir den Schlachtverlauf besser zu verstehen, um so das Bild über die Geschehnisse vor 2000 Jahren besser fassen zu können“ so Dr. Stefan Burmeister, Leiter der Sammlung, der in  Museum und Park Kalkriese für das Kooperationsprojekt zuständig ist.

Ein weiteres Ziel der Grabung ist es, gemeinsam mit dem Institut für Geographie der Universität Osnabrück durch geoarchäologische Untersuchungen die Landschaftsgeschichte des Ortes zu rekonstruieren, erläuterte Prof. Dr. Joachim Härtling.

„Kalkriese bleibt ein spannendes wissenschaftliches Projekt. Die langjährige Kooperation des Museums mit der Universität Osnabrück im Bereich der Forschung hat sich bewährt und bietet unseren Studierenden spannende Ansatzpunkte in der Lehre. Dazu arbeiten unterschiedliche Fachdisziplinen unserer Universität eng zusammen und tragen dazu bei, diesen Teil der Geschichte zu erschließen, für Lehre und Forschung, aber auch für ein interessiertes Publikum weit über die Region hinaus“, freut sich die designierte Präsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.

„Seit mehr als 30 Jahren wird in Kalkriese geforscht; seit über 20 Jahren im Rahmen von staatlichen Grabungen. Hier ist noch lange nicht alles eindeutig geklärt – genau das macht das Projekt so spannend und ich bin zuversichtlich, dass hier noch Arbeit für viele Generationen von Archäologen ist“, bilanziert Dr. Joseph Rottmann, Geschäftsführer Varusschlacht im Osnabrücker Land.

Eine Reihe von römischen Funden haben die Archäologen bei den diesjährigen Ausgrabungen entdeckt. Darunter ein Schloss, das möglicherweise von einer kleinen Truhe stammt. Besonders schön anzusehen ist eine aufwendig verzierte und sehr gut erhaltene Gürtelschnalle. Wie auch bei anderen Grabungen in Kalkriese üblich sind viele Fragmente von römischen Ausrüstungsgegenständen aus dem militärischen und zivilen Bereich wie Münzen, Fibeln und Nägel aller Art ans Tageslicht gekommen.

Die Funde und Befunde passen in das bisherige Fundspektrum und somit auch in die Datierung des Kampfplatzes. Nach wie vor geht das Kalkrieser Wissenschaftlerteam davon aus, dass es sich hier um ein Ereignis der Varusschlacht handelt. Die Grabungen laufen noch bis Mitte Oktober unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Salvatore Ortis (Ludwig-Maximilians-Universität München) weiter.

Die derzeitige Grabungskampagne wird im Rahmen der Grundförderung durch den Kooperationsvertrag mit dem Land Niedersachsen und der Universität Osnabrück und einem Grabungsvertrag mit dem Landkreis Osnabrück ermöglicht. Projektbezogen haben die Stiftung der Sparkasse Osnabrück, die Varus-Gesellschaft, MBN Bau AG und Boels/Rental die diesjährige Grabung unterstützt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Caroline Flöring
Varusschlacht im Osnabrücker Land – Museum und Park Kalkriese –
Venner Straße 69, 49565 Bramsche-Kalkriese,
Tel. +49 (0)5468/ 9204-40,
caroline.floering@kalkriese-varusschlacht.de

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news-8535.atom Sie geht, der Lehrstuhl bleibt – Symposium anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Renate Scheibe 2019-09-17T10:11:04+02:00 2019-09-17T10:10:55+02:00 Anlässlich der Verabschiedung von Prof. Dr. Renate Scheibe in den Ruhestand lädt der Fachbereich Biologie/Chemie zu einem wissenschaftlichen Symposium zum Thema „Perspectives in Molecular and Cellular Physiology“am Mittwoch, 25. September, um 13 Uhr in den Helikoniensaal des Botanischen Gartens ein. Annähernd 30 Jahre lang leitete Prof. Scheibe erfolgreich den Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie der Universität Osnabrück, den sie 1990 von Prof. Dr. Elmar Weiler übernommen hatte. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Steuerung des Energiestoffwechsels der Pflanzen in der Reaktion auf die sich laufend ändernden äußeren Bedingungen. Zu einer Zeit, als die Redox-Regulation selbst in der Humanphysiologie noch keine Rolle spielte, schloss sich Renate Scheibe den Pionieren der pflanzlichen Licht-Dunkel-Regulation an, nachdem sie sich nach Abschluss ihres Pharmaziestudiums in ihrer Dissertation das pflanzen- und zellphysiologische Rüstzeug dazu an der LMU München und der Universität Bayreuth erworben hatte. Als wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie der Universität Bayreuth ging sie mit einem NATO-Stipendium an die University of Illinois in Chicago, neben Berkeley einem der beiden Zentren der Redox-Forschung in den Vereinigten Staaten.

Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland und ihrer Habilitation für das Fach Botanik baute sie sich an der Universität Bayreuth eine eigene Arbeitsgruppe auf, mit der sie im Jahre 1990 dem Ruf an die Universität Osnabrück folgte. In dieser Zeit nahm das Forschungsgebiet der pflanzlichen Stoffwechselregulation durch Redox-Prozesse  auch in Deutschland Fahrt auf, nicht zuletzt durch Scheibes bahnbrechende Arbeiten, zum Beispiel über das sogenannte Malatventil. In der Folgezeit rückte die Redox-Regulation von zellphysiologischen Vorgängen weiter in den Fokus der pflanzenphysiologischen und biochemischen Forschung, wobei Osnabrück immer eines der Zentren blieb.      

Mit einem soliden Wissen über die Welt der Pflanzen vertrat Renate Scheibe in der akademischen Lehre das gesamte Gebiet der Pflanzenphysiologie von den molekularen Grundlagen bis zur Ökologie. Neben zahlreichen Osnabrücker Studentinnen und Studenten hatte sie stets Studierende und Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus anderen Ländern in ihrem Institut und pflegte dadurch rege internationale Kooperationen. Einige davon stellen in dem wissenschaftlichen Symposium die aus der Kooperation mit der Arbeitsgruppe von Prof. Scheibe inzwischen erwachsenen Forschungsarbeiten vor.

In der akademischen Selbstverwaltung der Universität Osnabrück übernahm Prof. Scheibe immer wieder Aufgaben für den Fachbereich Biologie/Chemie, mehrfach als Dekanin, als Vertreterin des Fachbereichs in der Konferenz Biologischer Fachbereiche, und 1999 als Direktorin des Botanischen Gartens Osnabrück. Sie war Vorstandsmitglied verschiedener nationaler und internationaler Fachgesellschaften und arbeitete in den Herausgebergremien von Fachzeitschriften und Lehrbüchern, beispielsweise des für Studierende der Biologie unverzichtbaren Campbell. Für die Deutsche Forschungsgemeinschaft war Prof. Scheibe acht Jahre lang als Fachgutachterin tätig und seit 2017 ist sie Mitglied des überregionalen Gremiums „Ombudsman für die Wissenschaft“ der deutschen Wissenschaftsorganisationen, das Verstöße gegen die Gute Wissenschaftliche Praxis (GWP) behandelt. Vor vier Jahren wurde sie mit dem Corresponding Member Award der American Society of Plant Biology (ASPB) ausgezeichnet und zwei Jahre später wurde sie zum Ehrenmitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft ernannt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Renate Scheibe, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2284
scheibe@biologie.uni-osnabrueck.de

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news-8534.atom Für internationale Studieninteressierte und Studierende - mit und ohne Fluchterfahrung – 3. Basar der Bildung 2019-09-16T10:38:50+02:00 2019-09-16T10:37:18+02:00 Ungenaue Pläne für die Zukunft und noch viele Fragen zum Studium in Deutschland? Am Montag, 23. September, findet von 16 bis 19.30 Uhr der 3. Basar der Bildung statt, der von den Koordinationsstellen für Geflüchtete beider Hochschulen und der Zentralen Studienberatung Osnabrück organisiert wird. Der Basar der Bildung findet im Schlosshauptgebäude der Universität Osnabrück statt (Neuer Graben 29). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Die Veranstaltung richtet sich gezielt an internationale Studieninteressierte und Studierende mit und ohne Fluchterfahrung und an interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Geflüchtete in Deutschland auf dem Weg ins Studium bzw. in den Arbeitsmarkt unterstützen.

Den Auftakt zur Veranstaltung bilden vier verschiedene Kurzvorträge zu den Themen (Studium und Studienwahl, Studienbewerbung, Studienfinanzierung sowie Arbeit und Ausbildung) im Raum 11/211 (Schloss, 2. Etage). Die Fachvorträge sind ebenfalls im Schlossgebäude.

Im Anschluss an die Vorträge besteht die Möglichkeit individueller Fragen, aber auch der Besuch der zahlreichen Info-Stände im Schloss-Foyer ab 18.15 Uhr. Hier beantworten neben den beiden Hochschulen und der Zentralen Studienberatung verschiedene externe Einrichtungen wie die Arbeitsagentur, das Jobcenter, die Kammern (IHK, HWK, LWK), Stadt und Landkreis, das Studentenwerk, die Caritas, die Freiwilligenagentur der Stadt Osnabrück bis hin zu Exil, dem Osnabrücker Zentrum für Flüchtlinge e.V. konkrete Fragen. Die Veranstaltung endet um 19.30 Uhr. Interessierte sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4833
marco.bazalik@zsb-os.de
www.zsb-os.de

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news-8533.atom Zur Zukunft religiöser Bildung – Tagung an der Universität Osnabrück befasst sich mit der Weiterentwicklung des Religionsunterrichts 2019-09-16T08:20:31+02:00 2019-09-16T08:17:28+02:00 Vor 100 Jahren trat die Weimarer Reichsverfassung in Kraft. Sie begründete die – im Prinzip bis heute gültige – Fassung des Religionsunterrichts im demokratischen Deutschland. Mit der Frage, wie es um die Zukunft der religiösen Bildung bestellt ist, befasst sich eine Tagung, die vom 19. bis 21. September stattfindet und von den Instituten für Evangelische, Islamische und Katholische Theologie der Universität Osnabrück veranstaltet wird. „Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach der Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien (weltlichen) Schulen. […] Der Religionsunterricht wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der betreffenden Religionsgesellschaft unbeschadet des Aufsichtsrechts des Staates erteilt.“ (Artikel 149 Weimarer Reichsverfassung). Diese Fassung ist der Sache nach ins Bonner Grundgesetz übernommen worden (Artikel 7).

Pluralisierung und religiöser Wandel fordern heute ein intensives Nachdenken über religiöse Bildung an öffentlichen Schulen in Deutschland. Der Reformdiskurs konzentriert sich bislang auf Alternativen zum verfassungsmäßigen ‚konfessionellen‘ Religionsunterricht. Dazu wäre eine Änderung des Grundgesetzes nötig. Eine solche erscheint aber politisch als völlig unrealistisch. Daher sucht die Tagung nach Möglichkeiten der Weiterentwicklung innerhalb des bewährten demokratischen Modells. Dabei kommen auch die Anliegen von Minderheitenreligionen (Islam und Judentum) und von organisierten Konfessionslosen aus der Eigenperspektive zur Sprache.

„Unserem interreligiösen Vorbereitungsteam war es wichtig, dass man auf dem Boden der Rechtslage bleibt und von dort aus weiterdenkt“, so Prof. Dr. Andreas Kubik vom Institut für Evangelische Theologie. „Wir sind gespannt, welche kreativen Vorschläge die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler machen.“

Eine nachträgliche Anmeldung ist noch über das Institut für Evangelische Theologie möglich. Für Tagungsmaterial und Verpflegung wird eine Tagungsgebühr von 20 Euro erhoben. (Studierende sind von der Gebühr ausgenommen.) Veranstaltungsort ist im Schlosshauptgebäude, Neuer Graben 29 (2. Etage).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andreas Kubik, Universität Osnabrück
Institut für Evangelische Theologie
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4285
akubikboltre@uni-osnabrueck.de

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news-8531.atom Universität Osnabrück setzt systematisch auf Juniorprofessuren – und gewinnt. Förderzuschlag für Tenure-Track-Programm des Bundes und der Länder Utz Lederbogen 2019-09-12T13:45:26+02:00 2019-09-12T13:25:00+02:00 Karrierewege an Universitäten besser planbar und transparenter zu gestalten – darum geht es im Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Durch die Förderung von bundesweit 1.000 zusätzlichen Juniorprofessuren soll ein eigenständiger Karriereweg neben dem herkömmlichen Berufungsverfahren auf eine Professur, für das in der Regel bereits eine Habilitation oder vergleichbare Leistungen zur Erstberufung vorliegen müssen, dauerhaft etabliert werden. Die Universität Osnabrück hat in der zweiten Bewilligungsrunde heute (12.9.) den Förderzuschlag für neun solcher so genannten Tenure-Track Professuren erhalten. Die Tenure-Track-Professur richtet sich an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der frühen Karrierephase und sieht nach erfolgreicher Bewährungsphase auf einer Juniorprofessur den unmittelbaren Übergang in eine Lebenszeitprofessur vor. „Mit dem Tenure-Track-Programm des Bundes eröffnet sich für die Universität Osnabrück die Möglichkeit, zwei strategische Kernziele zu erreichen: Zum einen die systematische Gewinnung von jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern, zum anderen die Weiterentwicklung der universitätsinternen inhaltlichen Profilierung“, erläutert Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Vizepräsidentin für Forschung und Nachwuchsförderung.

Im Rahmen des neuen „Osnabrücker Modells der Berufungsplanung“ will die Universität bis in das Jahr 2032 bis zu 19 Tenure-Track-Professuren einrichten. Das Einmalige an dem Osnabrücker Modell: Zukünftig werden alle planmäßig freiwerdenden W2-Professuren der Universität als Tenure-Track-Professuren ausgeschrieben. Somit wird die Tenure-Track-Professur systematisch und konsequent in allen Fächern und Fachgebieten der Universität umgesetzt. Mindestens sechs Tenure-Track-Professuren werden in strategischen Profilbereichen der Universität zur Stärkung der Forschung zusätzlich etabliert.

„Die Berufungskultur der Universität Osnabrück wird sich grundlegend verändern. Juniorprofessuren werden durch die strukturelle Verankerung dauerhaft fester Bestandteil des Qualifizierungs- und Karrieresystems der Universität, das exzellenten jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern früher Sicherheit im Wissenschaftssystem gibt“, erklärt Menzel-Riedl. „Die Position der Universität Osnabrück wird sich damit im Wettbewerb um hervorragendes wissenschaftliches Personal trotz ihrer ressourcenseitigen Unterausstattung dadurch signifikant und nachhaltig verbessern“, ist sich die künftige Präsidentin sicher.

Um die Personalstrukturen nicht nur punktuell weiterzuentwickeln, musste jede Universität in ihrem Antrag ein Konzept für die Entwicklung des gesamten wissenschaftlichen Personals vorlegen. Der Bund stellt für das Programm bis zu eine Milliarde Euro bereit, die Bundesländer der geförderten Universitäten kümmern sich um die Gesamtfinanzierung. Die Länder haben weiterhin zugesagt, dass der mit dem Programm erreichte Umfang an Tenure-Track-Professuren auch nach dem Ende der Laufzeit des Programms erhalten bleibt. Das Programm hat eine Laufzeit bis zum Jahr 2032.

Weitere Informationen für die Medien:
Dr. Utz Lederbogen,
Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

 

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news-8530.atom Digitalisierung aller Lebensbereiche? – „Philosophisches Café Osnabrück“ widmet sich Gefahren und Vorteilen Digitaler Welten 2019-09-12T11:54:46+02:00 2019-09-12T11:53:07+02:00 Künstliche Intelligenz und Roboter entlasten unseren Alltag. Doch wie lassen sich Vor- und Nachteile ermitteln? Am Sonntag, 22. September, wird sich das Philosophische Café ab 11.30 Uhr mit dem Thema „Digitale Welten – Gefahren oder Vorteile?“ im Kinocafé Bluenote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16) befassen. Der Eintritt ist frei. Dramatisch wurde die Dominanz digitaler Techniken, als man begann, in der Börse, im Verkehr und in Kriegen Algorithmen über Menschen entscheiden zu lassen – ohne ethische Bedenken. Wie gehen wir in Zukunft damit um? Zur Klärung dieser Frage tragen Hochschullehrende der Uni Osnabrück bei – darunter der Sozialwissenschaftler Harald Kerber, der Theologe und Religionswissenschaftler Reinhold Mokrosch sowie die Philosophen Uwe Meyer und Arnim Regenbogen. Sie beziehen sich vor allem auf Erfahrungen, welche von den Teilnehmenden über deren alltäglichen Umgang mit Smartphones und Computern eingebracht werden. Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter www.cinema-arthouse.de  („Kinocafés“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de

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news-8529.atom Fortbildung für Physiklehrkräfte – Universität Osnabrück veranstaltet Physics Teachers Day 2019 2019-09-10T10:07:22+02:00 2019-09-10T10:05:51+02:00 Die Arbeitsgruppe Didaktik der Physik der Universität Osnabrück veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Regionalen Lehrerfortbildung der Landesschulbehörde und dem Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung Osnabrück am Donnerstag, 19. September, ab 15 Uhr zum vierzehnten Mal die Fortbildung „Physics Teachers Day“ für Physiklehrkräfte aller Schularten. Veranstaltungsort ist der Große Physiksaal in der Barbarastraße 7 (Gebäude 32). In diesem Jahr steht das Thema „Mechanik mit System für die Mittel- und Oberstufe“ im Mittelpunkt zweier Vorträge. Zwischen den Vorträgen werden im Rahmen der „Materialbörse“ von und für Physiklehrkräfte Unterrichtsmaterialien präsentiert. Bereits ab 14 Uhr stellen Lehrmittelfirmen ihre Exponate aus. In zwanglosen Gesprächen können Ideen diskutiert und Kontakte geknüpft werden.
Weitere Einzelheiten gibt es auf der Seite www.physikdidaktik.uni-osnabrueck.de unter dem Button „Physics Teachers Day“.

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Roland Berger, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2696
roland.berger@uni-osnabrueck.de

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news-8528.atom Lass uns reden! – Osnabrücker Debattenreihe zur Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit lädt zur Abschlusskonferenz ein 2019-09-09T11:06:00+02:00 2019-09-09T11:03:42+02:00 Am Freitag, 27. September, steht an der Universität Osnabrück die „Zukunft der Geschlechtergerechtigkeit“ im Fokus. Auf der Abschlusskonferenz der vom Land Niedersachsen geförderten Reihe diskutieren Expertinnen und Publikum darüber, auf welche Weise Sprache und Sprechen zu einer geschlechtergerechteren Zukunft beitragen kann. Zur Teilnahme lädt die Forschungsstelle Geschlechterforschung herzlich in das Bohnenkamp-Haus im Botanischen Garten der Universität Osnabrück, Albrechtstraße 29, ein. Anmeldungen bis zum 22. September unter zukunft@uni-osnabrueck.de. Die Teilnahme ist kostenlos. Mehr Informationen zur Veranstaltung und der Debattenreihe unter www.fgf.uos.de/zukunft.

„Sprache schafft soziale Wirklichkeit. Sie ist vielfältig und wirkmächtig. Sie begegnet uns etwa als Rechtssprache, Algorithmen oder Bildsprache und wirkt über Begriffe und Diskurse auch auf Geschlechtervorstellungen und -verhältnisse“, erklärt die Koordinatorin der Forschungsstelle Geschlechterforschung Judith Conrads die Entscheidung, Sprache selbst ins Zentrum der Abschlusskonferenz der Debattenreihe zu stellen.
Eröffnet wird die Konferenz mit einer Keynote der renommierten Baseler Soziologieprofessorin Dr.in Andrea Maihofer. Darin diskutiert sie, wie es gelingen kann, über Differenz(en) zu sprechen, ohne dass damit eine (Ab-)Wertung einhergeht.

Im Anschluss beleuchtet Prof.in Dr.in Ulrike Lembke (Humboldt­Universität zu Berlin) das aktuelle Thema Hatespeech aus juristischer Perspektive. Sie fragt in ihrem Vortrag, wie Rechtsprechung gegen sexistische Hassrede wirken kann.

Am Nachmittag referiert Prof.in Dr.in Gabriele Diewald (Leibniz Universität Hannover), Sprachwissenschaftlerin und Autorin des Duden-Ratgebers „Richtig gendern“, aus linguistischer Perspektive über Möglichkeiten und Hindernisse eines geschlechtergerechten Sprachgebrauchs.

Eine digitale Perspektive nimmt Lajla Fetic, Managerin im Projekt Ethik der Algorithmen (Bertelsmann Stiftung), ein und thematisiert die zunehmende Bedeutung von Algorithmen im Alltag gerade für Fragen der Geschlechtergerechtigkeit. Die kürzlich für ihre Forschung zu Rassismuserfahrungen an Schulen ausgezeichnete Bildungswissenschaftlerin Aylin Karabulut (Universität Duisburg-Essen) argumentiert in ihrem Vortrag für eine intersektionale Perspektive auf Geschlecht und andere Ungleichheitskategorien

Die Referentinnen werden auf der Abschlussdiskussion gemeinsam mit dem Publikum über Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in und durch Sprache diskutieren. Dabei geht es auch um die Frage, wie ein Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen in die Praxis gelingen kann.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Forschungsstelle Geschlechterforschung, Universität Osnabrück
Schloßstraße 8, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4221/4379
zukunft@uni-osnabrueck.de

 

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news-8527.atom Klimaschutz und Künstliche Intelligenz – Rechtswissenschaftler der Universität Osnabrück beraten das Europäische Parlament 2019-09-05T11:11:16+02:00 2019-09-05T11:09:15+02:00 Das im Juni neu gewählte Europäische Parlament hat seine Arbeit aufgenommen. Der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz hat am Montag, 2. September, in Brüssel zusammen mit dem zuständigen Minister der finnischen Ratspräsidentschaft über die politische Agenda für die nächsten fünf Jahre beraten. Mit dabei waren der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke und die Rechtswissenschaftlerin Dr. Aneta Wiewiórowska-Domagalska vom European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück. Die beiden waren vom Europäischen Parlament mit Studien zu den Prioritäten des digitalen Binnenmarkts und der europäischen Verbraucherpolitik beauftragt worden und stellten nun als Experten den Abgeordneten des Parlaments Vorschläge für konkrete Maßnahmen vor.

Als wichtigste Aufgaben für das Aufgabenfeld des Ausschusses identifizierten sie die Förderung eines klimafreundlicheren und nachhaltigeren Konsumverhaltens, die Verbesserung des Rechtsrahmens für Anwendungen künstlicher Intelligenz und autonomes Fahren sowie die Verpflichtung von Online-Plattformen zur verantwortlichen und fairen Ausgestaltung ihres auf Daten beruhenden Geschäftsmodells.

Die beiden erläuterten auch, wie durch konkrete Maßnahmen auf diesen Gebieten Wohlstand gesichert und den europäischen Bürgern die enorme Bedeutung der Europäischen Union für ihre Sicherheit und ihr Wohlergehen im Alltag sichtbar gemacht werden kann. Deutlich wurde auch, dass für globale Herausforderungen wie Klimaschutz und künstliche Intelligenz einzelne europäische Staaten allein wenig ausrichten, aber im Rahmen der Europäischen Union viel erreichen können. Es sei die Kernaufgabe der Union, gegen die globalen Interessen der amerikanischen und zunehmend auch der asiatischen Internetkonzerne gemeinsame europäische Werte wie Rechts- und Sozialstaatlichkeit durchzusetzen und europäischen Unternehmen gleiche Marktchancen zu schaffen.

„Die Bürger Europas müssen darauf vertrauen können, dass sie von den globalen Internetriesen fair behandelt werden, weil das europäische Recht sie schützt“, fasste Hans Schulte-Nölke die Politikempfehlungen der Osnabrücker Experten zusammen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

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news-8526.atom Die Rolle solidarischer Unterstützer – Projekt von Osnabrücker Psychologin wird weiter gefördert 2019-09-04T10:06:15+02:00 2019-09-04T10:04:35+02:00 Welche Chancen und Risiken hat die solidarische Unterstützung von Protest durch Verbündete, die selbst nicht direkt von Diskriminierung betroffen sind? Um dies weiterhin zu untersuchen, erhielt das Projekt von Dr. Julia Becker, Professorin für Sozialpsychologie an der Universität Osnabrück, eine weitere Förderung in Höhe von 177.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Im ersten Teil des Projektes untersuchte Becker, wie Verbündete auf Protesten wahrgenommen werden. Was halten Menschen von Männern auf Protesten für Frauenrechte oder von Weißen auf Protesten gegen Rassismus? Ihre Forschung zeigt, dass Verbündete generell erst einmal einen positiven Effekt auf Beobachter haben: Beobachter privilegierter Gruppen identifizieren sich stärker mit der Bewegung, wenn Verbündete anwesend sind. Im Gegensatz dazu hatten Verbündete keinen großen Effekt auf die Wahrnehmung der Benachteiligten – Verbündete wurden nur dann negativ bewertet, wenn sie dominant auftraten oder sich sehr stark ins Zentrum der Proteste rückten.

Des Weiteren zeigte sich, dass bloßer Kontakt mit Personen der benachteiligten Gruppe Personen der bevorteilten Gruppe nicht automatisch zu Verbündeten macht: Sie werden erst dann zu Verbündeten, wenn sie politisierten Intergruppenkontakt erlebt haben und ihre Kontaktpartnerin mochten.

Obwohl das Projekt bisher sehr gut verlaufen ist, ist nun weitere Forschung nötig, um unerwartete Ergebnisse zu klären. Dazu gehört unter anderem, die unterschiedlichen Motive von Betroffenen und Verbündeten für die Teilnahme an sozialen Bewegungen genauer zu untersuchen. Wenn es beispielsweise um Proteste für mehr Rechte von Geflüchteten geht, was sind dann die zentralen Motive der Deutschen im Vergleich zu den Geflüchteten? Welche unterschiedlichen Gruppen von Verbündeten gibt es und wie weit geht ihre Unterstützung? Wann und warum kündigen Verbündete ihre Solidarität? Unter welchen Bedingungen werden sie von Betroffenen als Teil der Bewegung eher abgelehnt? Weitere Ergebnisse sollen 2021 vorliegen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Julia Becker, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4870
julia.becker@uni-osnabrueck.de

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news-8525.atom Was soll bloß aus mir werden? Das Leben nach dem Abi – Die Zentrale Studienberatung Osnabrück informiert über Wege nach der Schule 2019-09-04T10:03:42+02:00 2019-09-04T10:01:32+02:00 Abitur geschafft? Was nun? Ob Praktikum, Freiwilligendienst, Auslandsaufenthalt, Ausbildung oder (duales) Studium, die Möglichkeiten sind vielfältig. Am Dienstag,10. September, stellt die Zentrale Studienberatung von 17 bis 18.30 Uhr im Schlosshauptgebäude (Gebäude 11, Raum 212) verschiedene Optionen vor und gibt Tipps zur Entscheidungsfindung und Recherche. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Informationen rund um das Studium an den Osnabrücker Hochschulen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

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news-8524.atom „Eine schöne Anerkennung“ – Jurabsolventinnen und -absolventen der Universität Osnabrück von Kanzleien bevorzugt 2019-09-03T10:36:43+02:00 2019-09-03T10:35:14+02:00 Gute Nachrichten für Jurastudierende von der Universität Osnabrück: Die unter Juristen verbreitete Online-Zeitung Legal Tribune Online (LTO) hat bei Kanzleien nachgefragt, ob sie Absolventinnen und Absolventen bestimmter Unis bevorzugen. Die Antworten stellen den Jurafakultäten insgesamt, aber auch den Juristen aus Osnabrück ein gutes Zeugnis aus. Einige Jurafakultäten werden ausdrücklich genannt, darunter Osnabrück. Eine Kanzlei, die sich auf Legal Tech, Blockchain und Bitcoins spezialisiert hat, nennt Osnabrück als eine der wenigen Jurafakultäten, die sich mit diesen Themen beschäftigen. "Wir freuen uns, wenn ein Bewerber an einer dieser Hochschulen studiert hat, denn das bedeutet für uns einen gewissen Stallgeruch", sagt Stefan Winheller von der gleichnamigen Kanzlei. Deutlich wird aber auch, dass den Kanzleien jeder Bewerber mit guten Noten und einem spannenden Lebenslauf willkommen ist. „Jede Universität spuckt gute Leute aus“ heißt es dazu.
„Diese schöne Anerkennung haben vor allem unsere Studierenden verdient“, kommentiert der Dekan des Osnabrücker Fachbereichs, Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke. „Im letzten Jahr hat sich aus eigenem Antrieb die studentische Initiative Legal Tech Forum Osnabrück gegründet, die ich sehr gern unterstützt habe. Inzwischen wird diese Initiative sogar von Clifford Chance, einer der größten deutschen Anwaltskanzleien, gefördert“ so Schulte-Nölke weiter.

Ab Oktober dieses Jahres startet das Projekt "Legal Tech Lab Osnabrück", ein von der Universität Osnabrück ausgezeichnetes Lehrprojekt. Es wurde von Prof. Dr. Christoph Busch zusammen mit der studentischen Initiative Legal Tech Forum entwickelt. Im Rahmen dieses Pilotprojekts wird ein Modell für die Integration von Legal Tech in die Juristenausbildung an der Universität Osnabrück konzipiert und im praktischen Einsatz erprobt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

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news-8522.atom Ball der Universität am 18. Januar 2020: Vorverkauf startet am 2. September 2019-08-30T10:30:09+02:00 2019-08-30T10:28:20+02:00 Gut ein halbes Jahr ist seit der letzten Ballnacht vergangen, nun steht der nächste Termin für den Ball der Universität Osnabrück fest: Am Samstag, 18. Januar 2020, sind alle, die eine rauschende Nacht erleben wollen, herzlich eingeladen. Im Ambiente der festlich geschmückten OsnabrückHalle wird ein buntes Rahmenprogramm mit Live-Bands, DJs und Showacts für Unterhaltung sorgen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 2. September, an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Ebenso sind die Tickets im Unishop, in der OsnabrückHalle, bei den Geschäftsstellen der NOZ, deinticket.de und bei der Sparkasse Osnabrück für GiroLive-Kunden erhältlich. Eintritt: im Vorverkauf 26 Euro (22 Euro ermäßigt) und 31 Euro (27 Euro ermäßigt) an der Abendkasse. 

In der Aktionswochevom 2. bis 9. September gibt es exklusiv beim Ticket-Service der OsnabrückHalle zu den ersten 100 Tickets einen 5-Euro-Getränkegutschein dazu, der beim Abend des Balls eingelöst werden kann. 

Erneut wird der mehrfache Tanz-Weltmeister Michael Hull durch die Ballnacht führen. Verschiedene Live-Bands wie LIVE AND FAMOUS und FiveOnTheFloor sowie die DJs Marc Stone und weitere sorgen mit Sicherheit dafür, dass niemand der Tanzfläche fernbleibt. Für all diejenigen, die auch mal eine Pause einlegen möchten, steht eine separate Food-Lounge mit exklusiven Speiseangeboten bereit.

Aktuelle Infos zum Uniball gibt es hier: www.uni-osnabrueck.de/uniball

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Daniela Räuwer, Universität Osnabrück

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Projekt- und Veranstaltungsmanagement

Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 6141

daniela.raeuwer@uni-osnabrueck.de
 

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news-8521.atom Zur Verbesserung der Agrarpolitik – Universität Osnabrück richtet Jahrestreffen von REECAP aus 2019-08-27T10:00:42+02:00 2019-08-27T09:58:58+02:00 Entsprechend den immer lauter werdenden Forderungen nach einer veränderten Ausrichtung der Landwirtschaft, richtet Dr. Stefanie Engel, Inhaberin der Alexander von Humboldt-Professur für Umweltökonomie des Instituts für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück, am 9. und 10. September das Jahrestreffen des REECAP-Netzwerkes im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens aus. Ziel ist dabei die Evaluation der gemeinsamen Agrarpolitik der EU. REECAP steht für „Research Network on Economic Experiments for the Common Agricultural Policy“ und ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die mit Hilfe experimentalökonomischer Methoden versuchen, die Gemeinsame Agrarpolitik der EU zu evaluieren. Das Netzwerk verspricht sich von der Nutzung experimenteller Methoden eine bessere Abschätzung der Wirksamkeit einzelner Politikmaßnahmen, auch vor dem Hintergrund neuerer Erkenntnisse aus der Sozialpsychologie.

Prof. Dr. Stefanie Engel erklärt dazu: „Oft wird das Verhalten auf ein neues Gesetz oder ein neues Anreizprogramm nicht nur durch die monetären Auswirkungen, sondern auch durch eine Vielzahl anderer, oft psychologischer Faktoren beeinflusst. Um gezielt die Auswirkungen einer Politikmaßnahme analysieren zu können, braucht es daher innovative Methoden, die in unserem Falle stark von der psychologischen Forschung geprägt sind.“ Ein wichtiger Fokus des Netzwerkes liege dabei auf der Evaluierung von Agrarumweltpolitik, da den negativen Umweltauswirkungen der Landwirtschaft dringend begegnet werden müsse. Prof. Engel führt dazu weiter aus: „Ich freue mich, dass wir mit diesem Forschungsthema auch auf die Bedürfnisse der stark landwirtschaftlich geprägten Region hier vor Ort eingehen können. Unser Bestreben ist es, Politikinstrumente zu entwickeln, die nicht nur ihr agrar-umweltpolitisches Ziel erreichen, sondern auch von den Landwirtinnen und Landwirten akzeptiert werden.“

Die Organisatoren konnten für das diesjährige Treffen einige hochkarätige Gäste aus Wissenschaft und Praxis gewinnen, darunter die Professoren Paul Ferraro und Alan Matthews aus den USA bzw. Irland und Dr. Rainer Gießübel aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Fabian Thomas, Mitarbeiter der Humboldt-Professur und Hauptverantwortlicher für die Organisation des Jahrestreffens merkt dazu an: „Es ist für unser Netzwerk sehr wichtig, einen regen Austausch mit Praktikern aus Politik und Verwaltung zu pflegen, um sicherzustellen, dass wir uns mit relevanten Themen beschäftigen und unsere Ergebnisse auch dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Daher bin ich sehr froh, dass wir es geschafft haben, mit Herrn Dr. Gießübel einen Gastredner aus dem Bundesministerium gewinnen zu können.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter: www.reecap.org

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Stefanie Engel, Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemforschung
Barbarastraße 12, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3339
stefanie.engel@uni-osnabrueck.de

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news-8519.atom Wie „real“ ist Virtual Reality wirklich? – Studie der Universität Osnabrück untersucht erzeugte Emotionen durch virtuelle Realität 2019-08-26T11:58:01+02:00 2019-08-26T11:54:46+02:00 Inwiefern ist Virtual Reality (VR) in der Lage unser Erleben und Verhalten zu beeinflussen und hat sie dabei die gleiche Wirkung wie die tatsächliche Realität? Dies untersucht ein Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Benjamin Schöne am Institut für Psychologie der Universität Osnabrück. Ausgangslage ist dabei die Wahrnehmung von Höhe in der Realität, in VR und in einem herkömmlichen Video. VR ist eine neue Technologie, bei der eine komplexe und interaktive virtuelle Umgebung generiert wird. Die virtuelle Umgebung zeigt eine Wirklichkeit mit ihren physikalischen Eigenschaften, in welcher man sich umsehen, bewegen und handeln kann. Zentrales Merkmal von VR ist das Gefühl des Nutzers, sich tatsächlich in der erzeugten Umgebung zu befinden. Wahrgenommen wird sie beispielsweise durch eine speziell dafür konstruierte Brille.

In der Studie soll ein und dasselbe Ereignis auf drei verschiedene Weisen erlebt werden: in der Realität, in VR und in einem herkömmlichen Video. Verwirklicht wird dieses Ereignis als eine Höhenexposition unter Zuhilfenahme eines Leiterwagens der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt. Mithilfe der Drehleiter werden die Versuchspersonen ca. 33 Metern Höhe ausgesetzt. Dabei werden sie durch zwei Mitarbeiter der Freiwilligen Feuerwehr gesichert.

„Die Höhenexposition erfüllt alle erfolgsrelevanten Kriterien, die wir an ein für uns verwendbares Ereignis stellen. Es handelt sich um eine alltägliche Situation, die jedem bekannt ist, die jedoch selten vorkommt, und dadurch eine deutliche Reaktion bei den meisten Menschen verursacht. Wir wollen bewusst vermeiden, dass das Ereignis nur in Laborsituationen vorkommt.“, erklärt Joanna Kisker.

Während ein Drittel der Probanden am Westerberg mit der Drehleiter in die Höhe fahren, erleben Probanden der VR-Bedingung die Höhenexposition durch eine VR-Brille. Durch die Brille ist es den Teilnehmenden möglich, den Kopf zu drehen und die Umgebung so zu sehen, als wären sie tatsächlich am Ort des Geschehens. Das Video wurde vorher mit einer speziellen 3D/360-Grad-Kamera aufgenommen. Zusätzlich wird für die VR-Bedingung ein Korb mit den gleichen Maßen wie die des Drehleiterkorbs gebaut. Auf einem wackeligen Untergrund befestigt, gepaart mit der visuellen Erfahrung zunehmender Höhe und einem Ventilator, der den Wind ersetzt, entsteht das Gefühl tatsächlicher Höhe. In der dritten Versuchsbedingung sehen die Probanden ein normales Video (2D) auf einem Standardbildschirm – ein klassischer Laboraufbau in der psychologischen Forschung.

Die Fragestellung der Studie, wie "real" Virtual Reality wirklich ist und wie sie unser Erleben und Verhalten beeinflussen kann, soll anhand verschiedener Parameter beantwortet werden: Hirnströme, Herzraten und das Gefühlserleben erlauben Einblicke in die Reaktion der Versuchspersonen.  

Die Ergebnisse der Studie sollen etwa Ende des Jahres vorliegen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Benjamin Schöne, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6211
benjamin.schoene@uos.de

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news-8517.atom Spielplatz am Schlossgarten wird verlegt - Spatenstich des neuen Studierendenzentrums am 26. September Utz Lederbogen 2019-08-23T11:02:31+02:00 2019-08-23T10:59:32+02:00 Der Spielplatz am Schlossgarten wird am kommenden Montag, 26. August, abgebaut. Auf dem Platz zwischen Erweiterungsgebäude und Mensa entsteht das neue Studierendenzentrum der Universität Osnabrück als Ort der studentischen Begegnung. Toben können die Kinder aber weiterhin im Schlossgarten. Neben der Boulebahn entsteht im nächsten Jahr nach dem Open-Air-Konzert ein neuer Spielplatz, teilt die Stadtverwaltung Osnabrück mit. Heute steht dort die Skulptur „Echo“, diese bekommt einen neuen Standort. Am Montag, 26. August werden die alten Spielgeräte abgebaut. Um die  Fundamente aus dem Boden zu ziehen, kommt ein Bagger zum Einsatz und auch die Mülleimer und Bänke werden entfernt. Die meisten Spielgeräte haben ihren Dienst getan, nur das Karussell, die Wasserpumpe und der Wirbelstier werden auf anderen Spielplätzen eingesetzt. Dienstag sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Auch fünf der Linden weichen dem Studierendenzentrum. Für sie wird es auf dem Mensavorplatz eine Ersatzpflanzung geben. Zudem werden mit der Schlossgartenumgestaltung 30 neue Bäume den Gästen zusätzlichen Schatten spenden.

Der Spatenstich für das neue Studierendenzentrum wird am Donnerstag, 26. September, erfolgen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Utz Lederbogen
Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Silke Brickwedde, Stadt Osnabrück
Referat Medien und Öffentlichkeitsarbeit
Bierstr. 28, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 323 2328
brickwedde@osnabrueck.de

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news-8515.atom Die Funktionsweise und Struktur der Sprache verstehen: Universität veranstaltet 24. Tagung „Sinn und Bedeutung“ 2019-08-22T11:41:24+02:00 2019-08-22T11:39:46+02:00 Wie unsere Sprache aus (psycho-)linguistischer und philosophischer Sicht funktioniert, stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt vom 4. bis 7.September auf der 24. „Sinn und Bedeutung“ vor. Die international renommierte Tagung im Bereich der Sprachwissenschaften wird in diesem Jahr vom Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) und dem Institut für Philosophie der Universität Osnabrück veranstaltet.   Für die 24. „Sinn und Bedeutung“ konnte eine Reihe an angesehenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Vortragende gewonnen werden, die die neueste Forschung aus der formalen Semantik, den psycholinguistischen Grundlagen des Sprachverstehens und philosophischen Theorien sprachlicher Bedeutung vorstellen. 

„Zudem wird es eine Sektion zur neuropsychologischen Herangehensweise an Phänomene der Schnittstelle von Semantik und Pragmatik geben. Sie betont insgesamt die zunehmende Interdisziplinarität sprachwissenschaftlicher Forschung, verweist aber auch auf die abstrake interdisziplinäre Forschung an der Universität Osnabrück“, so Prof. Dr. Nikola Kompa vom Institut für Philosophie, die die Tagung zusammen mit Prof. Dr. Jutta Müller und Prof. Dr. Michael Franke vom IKW veranstaltet sowie Dr. Mingya Liu, die ehemals am IKW tätig war und nun eine Professur an der Humboldt-Universität zu Berlin innehat.

In der genannten Sektion werden Fragen zu den kognitiven Grundlagen des Sprachverstehens ebenso wie methodologische Fragen nach der Leistungsfähigkeit psychologischer Methoden bei der Lösung von Problemen innerhalb der theoretischen Linguistik diskutiert. Gefördert wird die Tagung wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Universitätsgesellschaft Osnabrück e.V. und das IKW.  

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Nikola Kompa, Universität Osnabrück
Institut für Philosophie
Albrechtstraße 28a, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 7109
nikola.kompa@uni-osnabrueck.de



 

 

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news-8513.atom Forschung zu Insekten- und Vogelbeständen – Universität Osnabrück erarbeitet Grundlage für den nachhaltigen Schutz der Vogelwelt in Graslandhabitaten 2019-08-15T09:29:57+02:00 2019-08-15T09:27:42+02:00 Ein Forscherteam der Universität Osnabrück untersucht, in welchem Zusammenhang Insekten- und Vogelbestände in extensiv genutzten Graslandhabitaten stehen. Das zweijährige Projekt zielt darauf ab, Maßnahmen zur Förderung der Insektenfauna als Grundlage für arten- und individuenreiche Vogelgemeinschaften zu erarbeiten. Insekten bilden weltweit die artenreichste Gruppe aller Lebewesen und sind demzufolge ein wesentlicher Bestandteil der biologischen Vielfalt. In den vergangenen Jahrzehnten haben sowohl die Artenvielfalt der Insekten als auch deren Biomasse in Mitteleuropa stark abgenommen. Der Rückgang der Insekten zieht weitreichende ökologische Konsequenzen nach sich, da er sich kaskadenartig auf Organismen höherer trophischer Ebenen auswirkt. Für einige insektenfressende Vogelarten sind diese Zusammenhänge bereits gut belegt: Das Rebhuhn war bis vor einigen Jahrzehnten ein weit verbreiteter Brutvogel der mitteleuropäischen Kulturlandschaft. Jedoch sind die Bestände seit 1980 um über 90 Prozent eingebrochen. „Da bei dieser Vogelart ein direkter Zusammenhang zwischen der vorhandenen Insektenbiomasse nach dem Schlupf der Küken und der Populationsgröße im Folgejahr besteht, lässt sich die negative Bestandsentwicklung des Rebhuhns unter anderem auf den Nahrungsmangel infolge der landwirtschaftlichen Intensivierung zurückführen,“ erläutert apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Leiter der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie an der Universität Osnabrück.
Um den Einfluss der Insektenbiomasse auf die gesamte Brutvogelgemeinschaft wissenschaftlich quantifizieren und evaluieren zu können, sind umfassende Studien erforderlich, die neben dem Nahrungsangebot weitere entscheidende Umweltfaktoren auf Habitat- und Landschaftsebene betrachten.

Zu diesem Zweck unterstützt die Stöckmann-Stiftung zur Förderung von Umwelt- und Naturschutz das neue Forschungsvorhaben an der Universität Osnabrück, mit welchem der wissenschaftliche Kenntnisstand über Zusammenhänge zwischen Insekten- und Vogelbeständen in extensiv genutzten Graslandhabitaten verbessert werden soll. Das Untersuchungsprogramm basiert auf einem komparativen Ansatz, in dem Kalkmagerrasen und mesophiles Magergrasland als Relikte einer extensiven Landnutzung in der mitteleuropäischen Kulturlandschaft vergleichend analysiert werden. Hierzu möchte ein Forscherteam aus der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie während der zweijährigen Projektlaufzeit bis Mai 2021 zunächst eine statistisch belastbare Datenbasis schaffen, die es anschließend ermöglicht, Kausalitäten zwischen Insektenfauna und Vogelwelt herzustellen und entscheidende Umweltparameter für den Artenreichtum der untersuchten Lebensräume zu ermitteln. Dabei werden auf mehr als 50 Untersuchungsflächen im Diemeltal im westfälisch-hessischen Grenzgebiet Heuschrecken und Brutvögel standardisiert erfasst. „Heuschrecken gelten als Schlüsselorganismen, da sie bei hoher Abundanz eine wichtige Nahrungsgrundlage für insektenfressende Vogelarten im Grasland darstellen. Zudem reagieren sie sehr sensibel auf Veränderungen der Landnutzung und weisen dabei sehr ähnliche Reaktionsmuster auf wie andere indikatorisch bedeutsame Taxa im Grasland. Da sie zudem mit vergleichsweise geringem Aufwand erfasst werden können, eignen sie sich besonders als Modellorganismen für unsere Untersuchungen,“ so Fartmann.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen zum biodiversitätsfördernden, nachhaltigen Management von Graslandhabitaten. Der Schwerpunkt soll hierbei auf Maßnahmen zur Förderung der Insektenfauna als Grundlage für arten- und individuenreiche Vogelgemeinschaften sein. „Da extensiv genutzte Graslandhabitate in Mitteleuropa meist nur noch reliktartig vorkommen, ist der Fortbestand lebensraumtypischer Insekten- und Vogelarten zunehmend gefährdet. Wissenschaftlich fundierte Studien, die dazu beitragen Maßnahmen zum Erhalt der Biodiversität zu etablieren, sind daher von großer Bedeutung für die Naturschutzpraxis,“ betont Dr. Georg Verbücheln, Zweiter Vorsitzender der Stöckmann-Stiftung. Das Forschungsvorhaben besitzt Modellcharakter für viele Regionen Mitteleuropas. Durch die Publikation der Ergebnisse sollen praxisorientierte Wissenschaftler und Landschaftsplaner von der regionalen bis zur internationalen Ebene erreicht werden, die die Erkenntnisse des Projekts nutzen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3551
t.fartmann@uos.de

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news-8510.atom Bedrohte Redefreiheit? Türkische Rechtswissenschaftlerin forscht dazu an der Universität Osnabrück 2019-08-09T11:41:50+02:00 2019-08-09T09:54:52+02:00 Die Beschränkung der Redefreiheit durch das Strafrecht ist auch vor dem Hintergrund neuer medialer Möglichkeiten ein hoch umstrittenes Problemfeld. Gefördert durch ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung (AfH), wird sich die Rechtswissenschaftlerin Dr. Zekiye Özen Inci nun an der Universität Osnabrück ab Anfang September für ein Jahr mit diesem Thema befassen. Zum Hintergrund: Das Strafrecht sieht hinsichtlich der Freiheit des Einzelnen zur Wahrung des öffentlichen Friedens und der Rechte anderer verschiedene Einschränkungen vor. Eine dieser Einschränkungen ist die Einführung des Straftatbestandes der Propaganda für Terrororganisationen. „Trotz zahlreicher internationaler Bemühungenfehlt es immer noch an einer umfassenden verbindlichen Definition des Terrorismusbegriffs“, erklärt Dr. Inci. Bestimmte Merkmale des Terrorismus werden heute jedoch sowohl von den Vereinten Nationen als auch von der Europäischen Union weithin als prägend anerkannt. „Kennzeichnend für Terrorismus ist aber demnach eine auf Tötung, schwere Körperverletzung oder Entführung zielende Handlung, die darauf abzielt, die Bevölkerung einzuschüchtern oder eine Regierung oder eine internationale Organisation zu einem Tun oder Unterlassen zu nötigen.“

In ihrem Forschungsprojekt möchte die Juristin insbesondere den Strafstandbestand Propaganda zugunsten von Terrororganisationen im türkischen Recht analysieren und ihre Ergebnisse in den Kontext der europäischen und deutschen Rechtsprechung setzen. „Ich glaube, dass dieses Thema für die türkische Rechtswissenschaft von großer Bedeutung ist. Der Vergleich mit der deutschen Rechtslage und der Rechtsprechung des europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte verspricht, die Grenzen einer strafbaren Terrorpropaganda festzulegen.“

„Frau Dr. Inci hat das Stipendium der AvH für erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erhalten. Das ist ein großer Erfolg, und zeigt nicht zuletzt die hohe Qualifikation von Frau Dr. Inci“, so der Osnabrücker Rechtswissenschaftler und Direktor des Zentrums für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) Prof. Dr. Prof. h.c. Arndt Sinn, der die Studie hier betreuen wird.

Dr. Inci, 1982 geboren, studierte Rechtswissenschaften an der Dokuz Eylül Universität in Izmir, wo sie 2013 promoviert wurde. Sie ist Assistenzprofessorin für Strafrecht und  Strafprozessrecht an der Ondokuz Mayıs Üniversität in Samsun/Türkei. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing 
Neuer Graben / Schloss, 49074 Osnabrück

Tel: +49 541 969 4516

oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8508.atom Große Ehre: Professor Dr. Schulte-Nölke zum Mitglied des American Law Institute gewählt 2019-08-05T09:21:15+02:00 2019-08-05T09:19:25+02:00 Hans Schulte-Nölke, Dekan des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück, ist zum Mitglied des American Law Institute gewählt worden. Das American Law Institute ist die führende juristische Organisation in den USA, die wissenschaftliche Beiträge zur Verbesserung des Rechts leistet.  Die Mitgliedschaft im Institut ist streng begrenzt und eine besondere berufliche Ehre, die Europäern nur sehr selten zuteil wird. Unter den nun gewählten 60 neuen Mitgliedern ist Prof. Schulte-Nölke der einzige Nichtamerikaner; außer ihm sind überhaupt nur 10 weitere Juristen aus Deutschland Mitglied.

Kandidaten für die Mitgliedschaft werden vertraulich vorgeschlagen. Zwei Mitglieder des Instituts müssen die Kandidatur in einem Empfehlungsschreiben begründen. Die Kandidaten müssen sich in einem Mitgliederkomitee gegen die große Konkurrenz durchsetzen und werden schließlich vom Rat des Instituts gewählt. Kriterien sind besondere berufliche Leistungen und erfolgreiche Arbeit an der Verbesserung des Rechts.

"Ich freue mich sehr, diese bemerkenswerte Gruppe von Anwälten, Professoren und Richtern im Institut begrüßen zu dürfen", kommentiert der Präsident des Instituts David F. Levi die Wahl. „Das American Law Institute ist eine Institution, deren fortgesetzte Arbeit und herausragende Leistungen von

den besonderen Begabungen, der Klugheit und der Vielfalt der Perspektiven seiner Mitglieder abhängen. Ich freue mich auf die gedankenreichen Beiträge der neuen Mitglieder“ so Levi weiter.

Prof. Schulte-Nölke wurde insbesondere wegen seiner Mitarbeit an einem Projekt zur Verbesserung des US-amerikanischen Verbraucherrechts gewählt. „Ich freue mich sehr über das Interesse der amerikanischen Kollegen an europäischen Entwicklungen und denke, dass der Austausch zwischen den beiden großen Rechtsordnungen wechselseitig sehr fruchtbar sein kann“, sagte Schulte-Nölke zu seiner Wahl.

Das American Law Institute mit Sitz in Philadelphia wurde 1923 von einer Gruppe prominenter US-amerikanischer Richter, Anwälte und Professoren  als ständige Organisation zur Verbesserung des Rechts gegründet. Seitdem hat es durch zahlreiche Arbeiten zu einer Vereinfachung  des Rechts beigetragen und Rechtsunsicherheit abgebaut. Das Institut erarbeitet insbesondere allgemeine Rechtsgrundsätze, Neuformulierungen wichtiger Rechtsgebiete und Modellgesetze, die einen sehr großen Einfluss auf Gesetzgeber, Rechtsprechung sowie auf die Rechtswissenschaft und die Juristenausbildung in den USA und weltweit haben.

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news-8507.atom Engagiert in Forschung und Lehre – Die Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Rüdiger Schröpfer 2019-07-29T10:51:15+02:00 2019-07-29T10:46:55+02:00 Die Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Rüdiger Schröpfer, der am 16. Juli im Alter von 79 Jahren verstarb. Er war von 1976 bis 2007 Professor für Ethologie und Didaktik am Fachbereich Biologie/Chemie. Schröpfer (Jahrgang 1940) studierte die Lehramtsfächer Biologie, Chemie, Mathematik und Geographie an den Universitäten Münster und Kiel. Nach dem zweiten Staatsexamen 1966 war er bis 1969 als Realschullehrer tätig. 1971 promovierte er an der Universität Münster. Er wurde dann Akademischer Oberrat an den Universitäten Bielefeld und Bonn. Nach einer kurzzeitigen Professur an der Universität Gießen war Schröpfer seit 1976 zunächst Lehrstuhlverwalter. Er wurde zwei Jahre später auf die Professur für Didaktik der Biologie an die Universität Osnabrück berufen. 2007 ging er in den Ruhestand.

Prof. Schröpfers wissenschaftliches Interesse war zahlreichen  Renaturierungsprojekten sowie der Wiederansiedlung vom Aussterben bedrohter Tierarten gewidmet. Er initiierte maßgeblich die Wiederansiedlung des europäischen Nerzes und des Wisents. „Prof. Schröpfer hat sich in seinem engeren Fachgebiet und insbesondere beim Umweltschutz sehr engagiert“, so der Dekan des Fachbereichs Biologie/Chemie, Prof. Dr. Christian Ungermann. „Darüber hinaus war er ein geschätzter Kollege auch über seine Emeritierung hinaus.“

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news-8502.atom Management von Saatgutbanken - Pflanzenwissenschaftler der Universität Osnabrück entwickeln einen effizienten Keimfähigkeitstest Utz Lederbogen 2019-07-26T14:31:08+02:00 2019-07-26T11:54:00+02:00 Die Vielfalt von Wild- und Nutzpflanzen schwindet rasant. Eine der Möglichkeiten, pflanzliche Biodiversität zu bewahren, sind Saatgutbanken. Das Management solcher Sammlungen ist aufwendig: Die eingelagerten Samen müssen regelmäßig auf ihre Keimfähigkeit untersucht werden. Bisherige Tests sind unzuverlässig. Die Osnabrücker Biologen Dr. Said Mohammed, Dr. Samik Bhattacharya und apl. Prof. Dr. Klaus Mummenhoff haben nun einen Keimfähigkeitstest etabliert, der diese Nachteile nicht aufweist und berichten darüber in der renommierten Fachzeitschrift "Trends in Plant Science" (https://doi.org/10.1016/j.tplants.2019.05.014). Bislang verwendete Tests sind teils unzuverlässig, kosten viel Zeit und sind personalaufwendig, oder beschädigen die getesteten Samen. „Für den jetzt in Osnabrück entwickelten einfach durchzuführenden und zuverlässigen Test wird zu einzelnen Samen eine Testflüssigkeit gegeben und ein Farbumschlag zeigt die Keimfähigkeit an“, so der Pflanzenwissenschaftler Mummenhoff.  

Eine blaue Testflüssigkeit zeigt voll vitale und keimfähige Samen an, eine pinkfarbene bereits gealterte Samen, während eine farblose Lösung beschädigte und nur bedingt keimfähige bis abgestorbene Samen anzeigt. „Der Farbumschlag beruht auf einer natürlichen Freisetzung von organischen Substanzen aus alternden Samen. Keimfähige Samen werden durch den Test nicht geschädigt und können später erneut getestet werden“, berichtet der Osnabrücker Biologe weiter.

Neben einer Untersuchung von einzelnen Proben kann der Test auch mit üblichen Laborgeräten automatisiert werden. Pro Tag können so tausende von Samenproben analysiert werden. "Bei Kosten von weniger als einem Euro pro 1000 Samenproben ist unser Test besonders interessant für Institutionen in unterentwickelten Ländern" meint Klaus Mummenhoff, einer der Autoren des Artikels.

Im Fachbereich Biologie der Universität Osnabrück werden im Botanischen Garten und der Arbeitsgruppe Botanik umfangreiche Saatgutbanken für Artenschutz- und Forschungsprogramme betreut. Auch Proben aus der Loki-Schmidt-Genbank für Wildpflanzen des Botanischen Gartens wurden für die Entwicklung des neuen Testverfahrens verwendet.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Klaus Mummenhoff, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie, Arbeitsgruppe Botanik
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2856
E-Mail: mummenhoff@biologie.uni-osnabrueck.de

 

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news-8500.atom Wissen schafft Gesundheit - Weiterbildung für Gesundheitsberufe an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-07-26T11:53:31+02:00 2019-07-26T11:45:09+02:00 Ab September bietet die Universität Osnabrück den Angehörigen eines Gesundheitsberufes die Möglichkeit, verschiedene wissenschaftliche Zertifikatsangebote zu besuchen, die im Verbundprojekt „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des Lebenslangen Lernens“ (KeGL) entwickelt wurden. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.komm-weiter-gesundheitsberufe.de Im Rahmen der Erprobung werden die Zertifikatsangebote „Gesundes Verhalten in Gesundheitsberufen“, „Interprofessionelle Teamarbeit und Teamkultur in Gesundheitseinrichtungen“ sowie „Ethische Konflikte in Gesundheitsberufen“  angeboten. Hierzu können Sie sich als Teilnehmende ab sofort anmelden.  In der Erprobungsphase sind die Module kostenfrei.

Die Angebote richten sich unter anderem an Angehörige der Assistenzberufe, der Heilerziehungspflege, der Medizin, der Pflege- und Therapieberufe. „Ziel ist es, Kompetenzen der Teilnehmenden in diesen berufsrelevanten Bereichen zu fördern, damit sie den Anforderungen der Berufspraxis gut begegnen können“, erläutert Prof. Dr. Birgit Babitsch.

Die Zertifikatsangebote berücksichtigen wissenschaftliche Erkenntnisse und verknüpfen diese mit den beruflichen Erfahrungen der Teilnehmenden für einen erfolgreichen Theorie-Praxis-Transfer.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. phil. Maike Sieverding
Universität Osnabrück
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung
Barbarastraße 22c, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2945
E-Mail: maike.sieverding@uni-osnabrueck.de

 

 

 

 

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news-8498.atom „Ihr ganz persönlicher Einsatz für die Umwelt“ - Citizen-Science-Projekt zum Gewässerschutz startet an den Universitäten Osnabrück und Oldenburg Utz Lederbogen 2019-07-26T14:38:12+02:00 2019-07-25T15:23:02+02:00 Zum ersten Mal haben Bürgerinnen und Bürger aus dem Weser-Ems-Gebiet die Möglichkeit, aktiv an einem Forschungsprojekt zum Gewässerschutz der Universitäten Osnabrück und Oldenburg teilzunehmen. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt inhaltlich und finanziell geförderte Projekt „Schüler und Bürger forschen zusammen mit Wissenschaftlern zum Thema Stickstoffbelastung von Gewässern“ bietet dabei die Möglichkeit, sich für die nachhaltige Wassernutzung einzusetzen. Ab sofort können sich Bürgerinnen und Bürger unter www.nitrat.uos.de für das Nitrat-Monitoring anmelden. An dem Monitoring teilnehmen können alle Bürgerinnen und Bürger aus den Landkreisen Osnabrück (Nord), Cloppenburg, Vechta und Emsland sowie aus der Stadt Osnabrück. Nach der Anmeldung erhalten sie kostenlos von den Universitäten in Osnabrück und Oldenburg alle Materialien zur Messung der Nitrat-Konzentration in einem beliebigen Gewässer in ihrer Region.Die Federführung für das Projekt hat an der Universität Osnabrück die AG Chemiedidaktik (Prof. Dr. Marco Beeken) und an der Universität Oldenburg die AG Chemiedidaktik (Prof. Dr. Verena Pietzner).

Das Nitrat-Monitoring läuft über einen Zeitraum von anderthalb Jahren (September 2019 – Februar 2021), wobei die einzelnen Messungen etwa zweiwöchentlich stattfinden. Die Messung ist ganz einfach: Sie erfolgt in den meisten Fällen über Nitrat-Teststäbchen, welche für einige Sekunden in eine Gewässerprobe gehalten werden. Anschließend wird die Farbe eines Testfeldes mit einer Farbskala verglichen und die entsprechende Nitratkonzentration einfach abgelesen und in einer App hochgeladen. Begleitet werden die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger über den gesamten Zeitraum von sogenannten Forschungspaten, also von Schülerinnen und Schülern aus ihrer Region, welche ein Seminarfach rund um das Thema Nitrat belegen und sie bei Fragen zum Nitrat-Monitoring unterstützen können. Fragen zur Anmeldung oder zum allgemeinen Ablauf des Nitrat-Monitorings beantwortet die wissenschaftliche Mitarbeiterin Frauke Brockhage unter frauke.brockhage@uos.de

Zwischenergebnisse und Ergebnisse des Nitrat-Monitorings werden regelmäßig als Wanderausstellung an den Regionalen Umweltzentren in der Region ausgestellt – hier wird vor Beginn des Nitrat-Monitorings auch eine offizielle Eröffnungsveranstaltung stattfinden.

„Das Projekt an den Universitäten Osnabrück und Oldenburg ist entstanden, weil insbesondere im Weser-Ems-Land und im nördlichen Osnabrücker Land das Thema Nitratbelastung in der gesellschaftlichen und politischen Diskussion einen immer größer werdenden Stellenwert einnimmt“, so der Chemiedidaktiker an der Universität Osnabrück,  Prof. Dr. Marco Beeken. Seit Jahren werde von einer steigenden Nitratbelastung berichtet, wobei die Schuldzuweisungen oftmals einseitig seien und es trotz des hohen Interesses seitens der Bürgerinnen und Bürger es an fachlichen Informationen mangele. „Gleichzeitig ist in der modernen Gesellschaft ein zunehmender Bedarf am Verständnis fachwissenschaftlicher Errungenschaften erkennbar. In diesem Kontext ist der Citizen-Science-Ansatz entstanden, bei denen interessierte Bürgerinnen und Bürger unmittelbar an der Forschung zu hochaktuellen Fragestellungen teilnehmen“, erläutert Beeken.

Im Weser-Ems-Gebiet werden folgende Schulen an dem Projekt teilnehmen: Albertus-Magnus Gymnasium Friesoythe (LK Cloppenburg), Clemens-August-Gymnasium Cloppenburg (LK Cloppenburg), Gymnasium Liebfrauenschule Cloppenburg (LK Cloppenburg), Copernicus Gymnasium Löningen (LK Cloppenburg), Gymnasium Damme (LK Vechta), Gymnasium Bersenbrück (LK Osnabrück), Gymnasium Angelaschule Osnabrück (Stadt Osnabrück), Windthorst-Gymnasium Meppen (LK Emsland), BBS am Museumsdorf, Cloppenburg (LK Cloppenburg).

Weiter Informationen unter: www.chemie.uni-osnabrueck.de/forschung/didaktik_der_chemie/forschung/citizen_science/nitrat_und_gewaesserschutz.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Marco Beeken und Frauke Brockhage, Universität Osnabrück
Chemiedidaktik
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2351
E-Mail: frauke.brockhage@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Verena Pietzner und Mientje  Lüsse, Universität Oldenburg
Chemiedidaktik
Carl-von-Ossietzky-Str. 9-11, 26129 Oldenburg
Tel: +49 441 798 3691
Email: mientje.luesse@uni-oldenburg.de

 

 

 

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news-8497.atom Hilfe bei der Wahl des Studiums – Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2019-07-24T09:30:58+02:00 2019-07-24T09:29:04+02:00 Um hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung zu geben, bietet die Zentrale Studienberatung Osnabrück am Freitag, 9. August, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

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news-8494.atom Nachhaltige Landwirtschaft als Vision - Team der Hochschule und der Universität Osnabrück erzielt Erfolge beim 17. internationalen Feldroboter-Wettbewerb Utz Lederbogen 2019-07-22T16:15:00+02:00 2019-07-22T12:16:00+02:00 Gold und Bronze beim internationalen Feldroboter-Wettbewerb: Gleich zweimal gab es für das gemeinsame Team Hochschule und der Universität Osnabrück einen Grund zu feiern. In der Kategorie „Feldkartierung“ hat der selbstfahrende Feldroboter „The Great Cornholio“ die gesamte Konkurrenz auf die Plätze verwiesen. Bei der „Unkrautregulierung“ erzielten die Osnabrücker den dritten Platz. Auf der diesjährigen Bundesgartenschau in Heilbronn zeigten 15 studentische Teams aus sieben Ländern, wie autonome Roboter die Landwirtschaft von morgen verändern könnten.  „Kleine selbstfahrende Roboter können mit ihren Sensoren jede einzelne Pflanze erkennen“, sagt Andreas Linz. „Sie sind deshalb hervorragend geeignet, um gezielt jedes Unkraut zu bekämpfen und jeder Nutzpflanze genau die Menge an Wasser und Dünger zu geben, die sie braucht.“ Der wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Osnabrück ist überzeugt: Autonome Feldroboter haben ein riesiges Potential, um die Landwirtschaft umwelt- und ressourcenschonender zu betreiben – bei gleich hohen Erträgen.

Feldrobotik begeistert erfahrene Forscher und technischen Nachwuchs

Der Ingenieur kennt sich aus: Seit über 20 Jahren ist er in diversen Forschungsprojekten sowie im Hochschullabor für Mikro- und Optoelektronik tätig. Dort entwickelt ein Team rund um Prof. Dr. Arno Ruckelshausen innovative, visionäre Lösungen für die Landtechnik von morgen. Zu den Kooperationspartnern des Labors zählen viele namhafte Partner – aus der Agrarindustrie wie aus der Wissenschaft. Um auch den Nachwuchs für die Feldrobotik zu begeistern, haben Linz und Ruckelshausen den internationalen Feldroboter-Wettbewerb der niederländischen Universität Wageningen in Osnabrück bekanntgemacht. Vom ersten Wettbewerb an betreuen sie die jährlich wechselnden Hochschulteams – seit nunmehr 16 Jahren.

15 Teams aus sieben Ländern messen sich in verschiedenen Disziplinen

In diesem Jahr fand der Feldroboter-Wettbewerb auf der Bundesgartenschau in Heilbronn statt. 15 studentische Teams aus sieben Ländern demonstrierten mit ihren selbstfahrenden Feldrobotern, was bald zum Alltag auf Europas Feldern werden könnte. „Auf einem Testfeld ging es zunächst darum, voll autonom durch Maisreihen zu navigieren, ohne Pflanzen zu beschädigen – und dies möglichst schnell“, erzählt der Osnabrücker Kapitän Matthias Igelbrink. Bei den Navigationsaufgaben gehörte sein Team zum guten Mittelfeld. Doch in der nächsten Disziplin hat das gemeinsame Team der Osnabrücker Hochschulen die Konkurrenz auf die Plätze verwiesen.

Platz 1 in der Kategorie „Feldkartierung“

In der nächsten Wettbewerbsdisziplin mussten die Feldroboter autonom navigieren und eine Karte des Testfeldes erstellen. Pinkfarbene Golfbälle sollten dabei als Unkraut erkannt werden. Gelbe Tennisbälle simulierten ein Hindernis und durften nicht überfahren werden – ansonsten gab es Punktabzug. „Unser Roboter „The Great Cornholio“ war der einzige, der diese Aufgabe fehlerfrei bewerkstelligt hat“, berichtet Igelbrink. Bei der Erkennung der Bälle kam dem Team eine Lösung zugute, die Benedict Hadi und Lars Schilling entwickelt haben. Die beiden Studenten des Masterstudiengangs Mechatronic Systems Engineering haben eine Künstliche Intelligenz (KI) programmiert, der mehrere hundert Bilder angelernt wurden. „Das brachte uns den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Teams“, so der Kapitän: „Wir hatten keine Probleme mit stark schwankenden Lichtverhältnissen – denn mal schien die Sonne, mal war es bewölkt. Zudem war der Mais aufgrund der diesjährigen Dürre schon etwas gelb und hob sich nicht deutlich von den Tennisbällen ab.“ Die KI-Lösung funktionierte einwandfrei, alle Objekte wurden ausnahmslos erkannt. – Zur Belohnung gab es den verdienten ersten Platz.

3. Platz in der Disziplin „Unkrautregulierung“

Beim vierten Teil des Wettbewerbs mussten die Golfbälle als „Unkraut“ gezielt behandelt werden. „Dazu konnte die bereits generierte Karte mit den eingetragenen Positionen genutzt werden, um dann punktuell zu spritzen“, erläutert Andreas Linz. Das Osnabrücker Team verwendete dafür „Schiedsrichterspray“, wie man es aus dem Fußball kennt, um die Markierung für die Jury deutlich zu machen. Auch diese Aufgabe wurde mit Bravour gemeistert und mit dem dritten Platz belohnt.

Freestyle mit dem Roboter „Acorn 19“

Unterstützung bekam das Osnabrücker Team von zwei Nachwuchswissenschaftlern der Universität Osnabrück aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Joachim Hertzberg vom Institut für Informatik. Masterstudent Alexander Mock und Doktorand Sebastian Pütz haben die im letzten Jahr gebaute Roboterplattform „Acorn 19“ soweit modifiziert, dass sie bei dem Freestyle-Wettbewerb teilnehmen konnte.  

„Beim Freestyle soll eine Anwendung mit landwirtschaftlichem Bezug demonstriert werden“, erklärt Teambetreuer Andreas Linz. „Acorn 19“ hat während der Durchfahrt durch die Maisreihen das komplette Feld mit einem 3D-Laserscanner kartiert und gleichzeitig sich selbst in dieser Karte lokalisiert. „Als praktische Anwendung können in der erstellten Karte Hindernisse in anderen Reihen vorzeitig erkannt werden, um diese dann frühzeitig und dynamisch in der Planung aufzunehmen und zu umfahren“, ergänzt Teamkapitän Igelbrink.

Fachübergreifende Teamarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Bereits zum dritten Mal hat der Masterstudent der Elektrotechnik am internationalen Feldroboter-Wettbewerb teilgenommen – nun erstmalig als Kapitän. Was war die größte Herausforderung? „Der Wettbewerbsstress: Wir mussten – wie andere Teams auch – viele Anpassungen direkt vor Ort vornehmen und auf den Punkt fertig werden“, so der 28-Jährige. Eine weitere Herausforderung bezeichnet er zugleich als einen Schlüssel zum Erfolg – die Interdisziplinarität des Teams: „In unserer Mannschaft sind zwei Hochschulen und fünf technische Disziplinen vertreten.“ Matthias Igelbrink freut sich, dass alle Mitglieder seines Teams – Benedict Hadi, Alexander Mock, Michael Pleuser, Sebastian Pütz, Lars Schilling und Tom Ströer – ihre Stärken zeigen und so zum gemeinsamen Erfolg beitragen konnten: „Die Kompetenz der Unikollegen ist es, aus 3D-Daten Umgebungskarten zu rekonstruieren und den Roboter zu lokalisieren; wir haben auf unsere Erfahrungen in der Sensorik und der Systemintegration gesetzt.“ Zudem habe sich – wie schon im letzten Jahr – der Studienbereich „Industrial Design“ um den Hochschulprofessor Thomas Hofmann am Design des Roboters „Acorn 19“ beteiligt. Die konstruierten Bleche wurden bei dem Landtechnikunternehmen Amazone aus Hasbergen mit Lasern zugeschnitten und dann pulverbeschichtet. Das Design, welches die Integration des 3D-Laserscanners beinhaltet, kam bei den anderen Teams und der Jury äußerst gut an.

Unterstützt wurde das Osnabrücker Team von seinen langjährigen Sponsoren. Es sind die Unternehmen Amazonen-Werke, Sick, iotec und Xsens Technologies.

Der Gesamtsieger 2019 ist Helios evo der TU Braunschweig, Platz zwei ging an das Team Carbonite des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg, den dritten Platz belegte das Team TAFR Robotiks aus Slowenien.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dipl.-Ing. (FH) / B.Eng. Andreas Linz
Telefon: +49 541 969 2978
E-Mail: a.linz@hs-osnabrueck.de

 

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news-8492.atom Alles andere als Bandsalat - Neue Ausstellung in der Galerie „Stichpunkt“ der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-07-19T13:53:33+02:00 2019-07-19T11:50:00+02:00 Alte Kassetten- und Videobänder kann man nicht mehr verwenden? Nicht, wenn es nach den Studierenden des Fachgebietes Textiles Gestalten der Universität Osnabrück geht. In ihrer neuen Ausstellung „Tape Art goes Textil“ zeigen sie, wie die Bänder der alten Datenträger künstlerisch verarbeitet werden können. Die Exponate gingen aus einem Seminar der Osnabrücker Künstlerin Katrin Lazaruk hervor und werden bis Sonntag, 20. Oktober, im Fenster der Galerie „Stichpunkt“, Seminarstraße 33, gezeigt. In dem im Sommersemester 2019 von der Künstlerin Katrin Lazaruk durchgeführten Seminar lag der Fokus auf der textilen Verarbeitung von Kassetten- und Videobändern. Das heißt, die Studierenden strickten, häkelten, nähten, webten und stickten mit den Datenträgern. Am Anfang erstellten die Studierenden Arbeitsproben, um so die Verarbeitung des Recyclingmaterials besser analysieren zu können.
„Das Kassettenband ist tatsächlich ein wenig störrisch, wenn man es verarbeiten möchte. Zum einen klebt das Band an den Fingern und zum anderen reißt es sehr leicht. Ich habe beispielsweise versucht, das Band mit einer Strickliesel bzw. Strickmühle zu bearbeiten. Das war nicht möglich. Mit etwas Übung gingen die Techniken wie Stricken, Häkeln oder Weben dann aber doch gut von der Hand.“, so der Student Kevin-Alexander Büsing, der an dem Seminar teilnahm. An der Veranstaltung gefiel ihm die gute Anleitung durch die Künstlerin, die die Studierenden in ihren Schaffungsprozessen tatkräftig unterstützte, aber nur so weit, dass eigene Produkte entstehen konnten.

Die Hauptaufgabe im Seminar bestand darin, eine Maske herzustellen. Als Grundkonstrukt diente ein Nylonstrumpf, auf dem das Kassettenband verarbeitet wurde. „Die individuelle Maske sollte die besonderen inneren Eigenschaften des/der Einzelnen nach Außen tragen und zudem mindestens drei textile Techniken beinhalten. Deshalb beschäftigten sich die Studierenden im ersten Schritt zunächst mit sich selbst, mit ihren Eigenschaften, Charakterzügen und ihrer Außenwahrnehmung, bevor sie im zweiten Schritt Skizzen erarbeiteten, in denen sie ihre besonderen inneren Merkmale künstlerisch darstellten und schließlich textil umsetzten.“, so Katrin Lazaruk. Für die Ausstellung wurden die fertigen Masken am Ende des Seminars fotografisch inszeniert.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt
Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4217
E-Mail: baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

 

 

 

 

 

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news-8487.atom Interkultureller Dialog - Costa Rica Zentrum der Universität Osnabrück veranstaltet Summer School Utz Lederbogen 2019-07-19T13:03:19+02:00 2019-07-18T12:57:01+02:00 Bis zum Dienstag, 30. Juli, sind Studierende aus Costa Rica, Nicaragua, Guatemala und Bielefeld in Osnabrück zu Gast und nehmen gemeinsam mit Studierenden der Universität Osnabrück an der Summer School „Facing the Future – Migration and Intercultural Dialogue in a Sustainable Society“ des Costa Rica Zentrums teil. Das Programm der Sommerschule umfasst die beiden großen Themenbereiche Migration und interkultureller Dialog in nachhaltigen Gesellschaften. Beide Themen werden jeweils aus costa-ricanischer/zentralamerikanischer und deutscher/europäischer Perspektive international und interkulturell vergleichend behandelt. Seminare und Vorträge werden von fünf Professorinnen und Professoren der Universidad de Costa Rica und Universidad Nacional de Costa Rica sowie von acht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück gestaltet und durchgeführt. „Unsere Sommerschule ‚Facing the Future’ ist ein weiteres Beispiel für die gute wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Costa Rica und Deutschland und die enge Zusammenarbeit zwischen der Universität Osnabrück und ihren Partneruniversitäten in Costa Rica“, so Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Osnabrück.  

„Wir sind begeistert über den regen Austausch, der zwischen den Studierenden und Dozierenden bereits in den ersten Tagen entstanden ist. Im Rahmen dieser Summer School werden interkulturelle Kompetenzen und Kommunikation nicht nur theoretisch gelehrt, sondern auch praktisch erfahren und angewendet“, so Dr. Alexandra Nitz, die Leiterin der Serviceeinrichtung Costa Rica Zentrum. Das Programm beinhaltet außerdem Workshops zu Forschungsmethoden. Weiterhin finden akademische Exkursionen statt, u.a. mit Führungen durch das Technologiezentrum der Sievert AG und das Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen.

Die Summer School wird gefördert vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts und vom Costa Rica Zentrum organisiert und durchgeführt. Das Costa Rica Zentrum wird finanziell und ideell von der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur gefördert. Sie beteiligt sich auch namhaft an der Finanzierung der Summer School durch Übernahme von Reisekosten.

Die Service- und Forschungsstelle Costa Rica Zentrum der Universität Osnabrück ist eine transdisziplinäre, international und interkulturell ausgerichtete Einrichtung des Wissenschaftsaustauschs zwischen Deutschland und Costa Rica, die sich als Netzwerk von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Osnabrück und Universitäten in Costa Rica und in Zentralamerika auszeichnet.
Bildunterschrift: Auf dem Programm der Summerschool des Costa Rica Zentrums stand neben zahlreichen Workshops auch ein Empfang im Rathaus der Friedensstadt Osnabrück.
Foto: Universität Osnabrück/Rouven Brinkmann

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Nikola Götzl, M.A., Universität Osnabrück
Costa Rica Zentrum
Kolpingstraße 7, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4879
E-Mail: ngoetzl@uni-osnabrueck.de

 

 

 

 

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news-8485.atom Digitalisierungsoffensive in Geistes- und Kulturwissenschaften - Drei Projekte der Universität Osnabrück werden gefördert Utz Lederbogen 2019-07-19T11:41:21+02:00 2019-07-18T09:01:00+02:00 Wie wichtig die digitale Weiterentwicklung in den Geistes- und Kulturwissenschaften ist, unterstreicht die Ausschreibung "Geistes- und Kulturwissenschaften – digital" des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur (MWK). Jetzt wurden sechs Millionen Euro an Fördermitteln verteilt. Die Universität Osnabrück erhält gleich für drei Projekte eine finanzielle Unterstützung. Eines der geförderten Projekte mit dem Titel "Ausländerkarteien als Kulturgut reflexiver Migrationsforschung" stammt von Prof. Dr. Christoph A. Rass aus dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien. Zum ersten Mal wird eine „Ausländermeldekartei“ aus dem 20. Jahrhundert digitalisiert und mithilfe komplexe Auswertungen erschlossen. „Inhaltlich wird es – unter strenger Wahrung datenschutz- und archivrechtlicher Maßgaben – darum gehen, migrationsbedingt wachsende Diversität einer Stadtgesellschaft am Beispiel Osnabrücks über nahezu 80 Jahre zu modellieren“, so Rass. Zugleich dient das Projekt der Weiterentwicklung von Methoden, relevantes Kulturgut analytisch zugänglich zu machen.

In ihrem Projekt "Digital Humanities und kulturwissenschaftlich orientierte Begriffsgeschichte" beschäftigt sich Prof. Dr. Susanne Schlünder aus dem Institut für Romanistik mit dem Naturbegriff in spanischsprachigen Ländern, welcher von zentraler Bedeutung für gesellschaftliche Handlungs- und Kommunikationszusammenhänge ist. „Dass der Naturbegriff eine wichtige Rolle für hispanoamerikanische Identitätsdiskurse spielt, liegt auf der Hand“, erläutert Schlünder. „Leider gibt es in diesem Bereich kaum systematische Studien, obwohl ein umfangreiches Textkorpus vorliegt. Unser interdiszplinäres Projekt kann hier dank der Kooperation mit Prof. Dr. Gordon Pipa aus den Cognitive Sciences gewissermaßen Licht ins Dunkel bringen.“ Ziel des Projektes ist es, neue Methoden der digitalen Textanalyse zu entwickeln und zu erproben, um Aufschlüsse über Bedeutungswandel und affektive Färbungen des Naturbegriffs in spanischsprachigen Texten der späten Kolonialzeit zu gewinnen.

Das Projekt "emoTouch Web" von Prof Dr. Christoph Louven aus dem Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik dient der Erforschung musikbezogener Entwicklungsprozesse. Es umfasst ein Interface zur Echtzeit-Bewertung von Medien (Musik, Videos) oder Livesituationen auf dem Touchscreen gängiger Smartphones und Tablets, abgestimmte Analysewerkzeuge für Desktop Computer sowie ein Echtzeit-Feedback-System. Erstmals wird dabei in einem musikpsychologischen Forschungswerkzeug das BYOD-Konzept (‚Bring Your Own Device‘) umgesetzt. Mögliche Anwendungsfelder sind neben musikbezogenen Fragen auch andere zeitgebundene Domänen, z.B. in Theater, Tanz oder Film, aber auch bei Vorträgen oder Reden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. A. Rass, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4912
E-Mail: chrass@uos.de

Prof. Dr. Susanne Schlünder, Universität Osnabrück
Institut für Romanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4443
E-Mail: sschluen@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Christoph Louven, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4592
E-Mail: christoph.louven@uni-osnabrueck.de

 

 

 

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news-8483.atom Heuschrecken als Indikatoren für den Klimawandel - Promotionsvorhaben an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2019-07-17T12:22:36+02:00 2019-07-17T12:19:28+02:00 Die Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die Biodiversität im Grasland Mitteleuropas untersucht Franz Löffler von der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück in seinem Promotionsvorhaben. Die dabei durch ein Promotionsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderte Studie nimmt vor allem die Ausbreitung von Heuschreckenarten in den Blick, um Empfehlungen für ein nachhaltiges Management zum Schutz der Biodiversität zu geben. Durch den voranschreitenden globalen Temperaturanstieg steht der Einfluss des Klimawandels auf die Biodiversität zunehmend im wissenschaftlichen und naturschutzpolitischen Interesse. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass der Klimawandel zukünftig die Hauptursache für den weiteren Verlust der weltweiten Artenvielfalt sein wird. Durch die komplexe Wirkungsweise des Klimawandels im Zusammenspiel mit weiteren Gefährdungsfaktoren, werden weitreichende Anpassungsmaßnahmen seitens des Naturschutzes notwendig. Bisher fehlen jedoch für viele Artengruppen wissenschaftliche Grundlagen, wie sich klimatische Veränderungen auf Arten und deren Lebensräume auswirken. Es ist deshalb häufig unklar, welche Schutzmaßnahmen eingesetzt werden können, um die biologische Vielfalt in mitteleuropäischen Ökosystemen langfristig zu erhalten.

Während an kältere und feuchte Umweltbedingungen angepasste Tier- und Pflanzenarten durch den Klimawandel zunehmend gefährdet sind, hat der rezente Temperaturanstieg zur Ausbreitung wärmeliebender Arten in Mitteleuropa geführt. Die Ergebnisse einer neu publizierten Studie in der Fachzeitschrift Biological Conservation belegen, dass die Arealerweiterung einiger Heuschreckenarten in höhere Lagen zu Verschiebungen in Artgemeinschaften verschiedener Grasland-Ökosysteme geführt hat. Ein Forscherteam aus der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück hat hierzu aktuelle Daten zum Vorkommen aller Heuschreckenarten auf fast 70 Grünlandflächen in der Eifel erhoben und mit historischen Daten aus dem Jahr 1994 verglichen. Die Autoren der Studie konnten dabei zeigen, dass die Ausbreitung wärmeliebender Heuschreckenarten in Lebensräumen mit einem guten Erhaltungszustand zu einer Zunahme der Heuschreckenartenvielfalt geführt hat, wohingegen im brachliegenden Feuchtgrasland keine Veränderung der mittleren Artenzahl festgestellt werden konnte.

Um zu quantifizieren in welchem Maße diese Veränderungen klimainduziert sind, haben die Autoren einen Temperatur-Index angewandt, der das Wärmebedürfnis der vorkommenden Arten abbildet. „Heuschrecken sind generell wärmeliebende Organismen. Die Verbreitung vieler Arten ist dementsprechend auf wärmebegünstigte Regionen Europas beschränkt. Der Anstieg im Community Temperature Index in unserer Studie ist ein eindeutiger Beleg dafür, dass sich die Artgemeinschaften zu Gunsten wärmeliebender Arten verschoben haben“, erläutert Arbeitsgruppenleiter apl. Prof. Thomas Fartmann.

Für weniger mobile Heuschreckenarten mit spezifischen Habitatansprüchen konnten in der Studie jedoch nur geringfügige Veränderungen festgestellt werden. Eine Ausbreitung dieser Arten ist in vielen Landschaften Mitteleuropas durch die starke Isolation ihrer Lebensräume nur eingeschränkt möglich. „Unsere Ergebnisse weisen nicht nur darauf hin, dass die globale Erwärmung aktuell zu einer Ausbreitung wärmeliebender Heuschreckenarten führt. Sie zeigen auch, dass die Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität maßgeblich von der Habitatqualität und der Vernetzung der Lebensräume abhängen. Damit Arten ihre Verbreitungsareale den klimatischen Veränderungen anpassen können, ist ein funktionierender Biotopverbund von essenzieller Bedeutung“, betont Doktorand Franz Löffler. Da für einige Heuschreckenarten langfristig auch negative Bestandstrends prognostiziert werden, gilt es frühzeitig Maßnahmen zu etablieren, die die Anpassungskapazität der Grasland-Ökosysteme gegenüber dem Klimawandel erhöhen und dazu beitragen die Artenvielfalt im Grasland langfristig zu erhalten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Franz Löffler, M. Sc., Universität Osnabrück
Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel: +49 251 53470068
E-Mail: franz.loeffler@uos.de

 

 

 

 

 

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news-8479.atom Mädchen- und Frauenarbeit im Kontext von Demokratieförderung - Universität Osnabrück an Forschungsprojekt beteiligt Utz Lederbogen 2019-07-12T11:35:51+02:00 2019-07-12T11:32:07+02:00 Die Universitäten Osnabrück und die Goethe-Universität Frankfurt untersuchen bundesweite Selbstorganisationsstrukturen und Angebote von Musliminnen und Muslimen. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Rahmen des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus der Bundesregierung. Die Projektleitung an der Universität Osnabrück haben Prof. Dr. Bülent Ucar und Dr. Michael Kiefer inne. In Frankfurt wird das Projekt von Dr. Meltem Kulaçatan und Prof. Dr. Harry Harun Behr geleitet. In den vergangenen 15 Jahren sind in Deutschland eine Reihe von Studien entstanden, die sich auf muslimische Lebenswelten beziehen. Fokussiert wurden unter anderem verbandliche Strukturen, Handlungsfelder der Gemeinden und religiöse Orientierungen bei Jugendlichen. Auch wenn diese Studien detaillierte Einblicke in heterogene Teilaspekte ermöglichen, fehlt es bislang an Studien, die sich mit der muslimischen Zivilgesellschaft außerhalb der verbandlichen Strukturen befassen.

Das Forschungsvorhaben will einen Beitrag zur Schließung dieser Forschungslücke leisten. Fokussiert wird insbesondere die Mädchen-, Frauen- und Familienarbeit, die in zumeist informellen Zusammenhängen vielerorts geleistet wird. Das bis zum 31.12.2019 angelegte Projekt ist ein mehrphasiges und auf Partizipation angelegtes Forschungsprojekt, das explorative Elemente und Praxis in einem innovativen Setting miteinander verbindet. Es möchte Selbsthilfestrukturen identifizieren, Praxisideen entwickeln und selbige umsetzen.

Ziel ist es, mit den Projektpartnerinnen und – partnern in Kooperation zu gehen und sie bei ihren eigenen Vorhaben zu unterstützen. Diese Unterstützungsmaßnahmen werden in finanzieller Form und in wissenschaftlicher Begleitung umgesetzt. Im Mittelpunkt stehen hier Maßnahmen, die sie bereits anvisieren, jedoch aufgrund fehlender Kapazitäten nicht umsetzen können.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
Institut für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 6032
E-Mail: bucar@uni-osnabrueck.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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news-8477.atom Erste zentrale Promotionsfeier in Schloss und Rathaus - Universität Osnabrück ehrt den wissenschaftlichen Nachwuchs Utz Lederbogen 2019-07-05T10:51:15+02:00 2019-07-05T10:46:29+02:00 Ein erhebender Moment: 46 Doktorinnen und Doktoren zogen am Freitagvormittag (5. Juli) mit ihren Verwandten, Freunden und Bekannten aus der festlich geschmückten Schlossaula zum Rathaus, um den Abschluss ihrer erfolgreich beendeten Promotion an beiden Orten zu feiern. Es war die erste zentrale Promotionsfeier, die die Universität zusammen mit der Stadt Osnabrück ausrichtete. „Eine erfolgreich absolvierte Promotion zeugt von einer herausragenden wissenschaftlichen Forschungsarbeit. Zugleich ist sie besonderer Ausdruck für Disziplin, Durchhaltevermögen und letztlich auch für gelungenes Projekt- und Zeitmanagement. Sie haben vor kurzem diese besondere akademische Leistung vollbracht, wozu wir von Herzen gratulieren“, hob Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke in seinem Grußwort hervor.

Im anschließenden Festvortrag streifte Alumnus Dr. Dirk Niemöller (Business Manager bei Salt and Pepper Software) humorvoll die Höhen und Tiefen seiner Forschungsarbeit, den Teamgeist und schließlich den Weg ins Management eines Produkt- und Dienstleistungsteams. Sein Appell: „Setzt eure Fähigkeiten für die Gesellschaft ein, geht raus, traut euch, nehmt die Zukunft in die Hand und gestaltet die Welt mit euren Ideen.“  

Dann wurden die Doktorinnen und Doktoren, die seit Januar 2018 ihre Promotion abgeschlossen haben, auf die Bühne gebeten. Als Zeichen besonderer Verbundenheit übereichte ihnen der Universitätspräsident gemeinsam mit Vizepräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel einen für diesen Anlass entworfenen akademischen Schal der Universität in roter Seide auf schwarzer Baumwolle.

Die Studierenden des Fachgebietes Textiles Gestalten hatten ihn nach intensiver Recherche akademischer Traditionen mit den Symbolen der Universität und Stadt Osnabrück entworfen und zur Produktion gebracht (http://tinyurl.com/uos-schal). „Wie ihre wissenschaftliche Arbeit ist dieser Schal ein echtes Meisterwerk. Tragen Sie diesen  – Ihren – feierlichen Moment lange in Erinnerung und bleiben Sie der Universität Osnabrück gewogen“, sagte Vizepräsidentin Prof. Menzel im Namen des gesamten Präsidiums.

Zwei der besten Promotionsarbeiten wurden sodann mit dem Inpijn-Bakker-Grunwald Preis ausgezeichnet (Preisgeld jeweils 1.500 Euro). Dr. Benedikt Ehinger forschte in der Kognitionswissenschaft zum Thema „Entscheidungen, Vorhersagen und Lernen im visuellen Sinn“ und Dr. Robert Notbohm promovierte in den Rechtswissenschaften zum Thema „Wirkungen und Grenzen von Institutionen exekutiver Folgenabschätzungskontrolle – Nationaler Normenkontrollrat und Ausschuss für Regulierungskontrolle im Vergleich“.

Den Preis der Universitätsgesellschaft Osnabrück für exzellente Nachwuchsforschung (Preisgeld 3.000 Euro) erhielt Dr. Frank Wolff für seine Habilitationsschrift „Die Mauergesellschaft: Kalter Krieg, Menschenrechte und die deutsch-deutsche Migration 1961-1989“.

Anschließend zogen die Nachwuchswissenschaftler mit ihren rot-schwarzen Schals durch die Innenstadt zum Empfang des Oberbürgermeisters Wolfgang Griesert in den  Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses. Mit diesem Festzug wurde die Verbundenheit der Universität mit der Stadt Osnabrück zum Ausdruck gebracht. "Die Universität sieht sich als fester Bestandteil eines lebendigen Osnabrücks“, so Promovierendenvertreter Dr. Alexander Büssing. „Dies gilt insbesondere auch für die jungen Forschenden.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen
Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de
Internet: http://www.uni-osnabrueck.de

 

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news-8475.atom Künstliche Intelligenz und geistiges Eigentum - Universität Osnabrück veranstaltete Carl Heymanns Patenttage Utz Lederbogen 2019-07-05T09:33:52+02:00 2019-07-05T09:27:13+02:00 Reichen aktuelle Regelungen aus, um Antworten auf die Rechtsfragen zu geben, die Künstliche Intelligenz (KI) mit sich bringt? Diese Frage stellten sich am vergangen Freitag, 28. Juni, die rund 150 Teilnehmer der Carl Heymanns Patenttage, die das Centrum für Unternehmensrecht der Universität Osnabrück (CUR e.V.) in Kooperation mit dem Carl Heymanns Verlag zum dritten Mal im Schloss veranstaltete. „Das Patentrecht dient der Förderung von Innovation auf dem Gebiet der Technik. Die Möglichkeit, ein Patent zu erlangen, soll für Erfinder ein Anreiz sein Zeit, Fachwissen und Kreativität in die Entwicklung neuer Technik zu investieren. Deswegen steht im Zentrum des geltenden Patentrechts der Erfinder als Schöpfer der technischen Leistung. Dieses Modell stößt aktuell an seine Grenzen. Denn das Wesensmerkmal Künstlicher Intelligenz ist, dass die eingesetzte Software offen für spätere Lernprozesse ist. Die Leistung des Informatikers, die KI zu entwickeln und programmieren, wird vom Patentrecht nicht geschützt, weil noch kein technisches Ergebnis vorliegt; das Ergebnis möglicherweise nicht, weil es nicht vom Erfinder erdacht, sondern auch Folge des Einsatzes der KI ist. Das bietet Anlass das Schutzsystem zu reformieren.“, so Prof. Dr. Mary-Rose McGuire, Inhaberin der Professur für Bürgerliches Recht, Recht des Geistigen Eigentums sowie deutsches und europäisches Zivilprozessrecht.
Während Unternehmen eine Öffnung des Patentrechts  für diese Entwicklung fordern, gehen vor allem das Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA) und das Europäische Patentamt (EPA) davon aus, dass das geltende Recht auch für KI ausreichend gerüstet ist.

Der Begriff KI, der bereits in den 1940ern geprägt wurde, ist bis heute üblich, obwohl auch ein sogenanntes neuronales Netz das menschliche nicht simulieren kann. Der eingängige Begriff KI ist aber nicht nur als Beschreibung missverständlich, sondern vernachlässigt auch, dass der ganz überwiegende Teil der aktuellen KI-Forschung an sogenannter schwacher KI arbeitet, also an Software, die dank großer Rechenkapazität einzelne repetitive Aufgaben übernehmen kann. Aus dem Alltag bekannte Beispiele sind Navigationssysteme und die Spracherkennung sowie Recommendersysteme, die insbesondere im Onlinehandel eingesetzt werden. „Die aktuelle Forschung der starken KI ist von einer menschähnlichen Autonomie so weit entfernt, dass man von Science Fiction sprechen kann.“, so Prof. Dr. Joachim Hertzberg bei seinem Einführungsvortrag.

Nichtsdestotrotz steckt auch in schwacher KI eine erhebliche Forschungs- und Innovationsleistung, an dessen Schutzfähigkeit Unternehmen interessiert sind. Ob das geltende Patentrecht sich auch für KI eignet, wird aus mehreren Gründen kontrovers diskutiert. Problematisch erscheint insbesondere der generelle Ausschluss von Algorithmen von der Patentfähigkeit. Hinzu kommt das schon angesprochene Problem, ob es sachgerecht ist, die Erfindung demjenigen zuzuweisen, der die KI für die Produktentwicklung einsetzt oder ob nicht der Entwickler der KI berücksichtigt werden müsste. Schließlich ergeben sich ganz konkrete Probleme im Anmeldeverfahren, weil dieses die Offenbarung der Erfindung fordert, die von der KI vorgenommenen „Denkschritte“ derzeit aber noch nicht vollständig nachvollzogen werden können.

Andere plädieren dafür, erst einmal die Funktionsfähigkeit des geltenden Patentrechts auch auf die heute allein relevante schwache KI auszuloten und allenfalls über punktuellen Reformbedarf nachzudenken. Für diesen Ansatz sprach sich am Freitag Lea Tochtermann, Juniorprofessorin an der Universität Mannheim, aus und mahnte zunächst eine präzise Differenzierung ein, nämlich zwischen der KI „als solcher“, also der Software, und den KI-Anwendungen, die sich in mit diesem Tool erzeugten Produkten niederschlagen. Für beide Gruppen ist Patentschutz nach aktuell geltendem Recht nur denkbar, wenn sie die allgemeinen Patentierungsvoraussetzungen erfüllen und nicht unter einen Ausschlusstatbestand fallen. Tochtermann zeigte dabei auf, dass KI als solche vom Patentschutz ausgeschlossen ist, wies aber auch darauf hin, dass dies durchaus sachgerecht ist, weil anderenfalls durch das drohende Haftungsrisiko für Doppelerfindungen ein Innovationshemmnis entstehen könne. Führe der Einsatz dagegen zu einer konkreten technischen Anwendung, käme ein Patent durchaus in Betracht, dass demjenigen zuzuordnen sei, der das Problem erkannt und zu seiner Lösung die KI eingesetzt habe.

„Die nüchterne Analyse zeigt, dass das Patentrecht dem Problem künstliche Intelligenz formal durchaus gewachsen ist. Offen bleibt allerdings, ob das geltende Recht damit die von Forschung und Unternehmen erbrachte Leistung ausreichend belohnt. Denn Patentschutz steht nach geltendem Recht erst zur Verfügung, wenn der Einsatz von KI zu einer konkreten Anwendung geführt hat. Dazwischen klafft eine große, zeit- und kostenintensive Lücke, in der aus der KI-Software eine Industrieanwendung oder ein Produkt wird: Training, Modellierung und Testphase“, so die Osnabrücker Rechtswissenschaftlerin Prof. McGuire abschließend.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Mary-Rose McGuire
Centrum für Unternehmensrecht e.V.
Katharinenstraße 15, 49078 Osnabrück
Tel: +49 0541 969 4837
E-Mail: cur@uni-osnabrueck.de

 

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news-8472.atom Engagiert in der Begabungsförderung - Universität Osnabrück verabschiedete Schulpädagogin Prof. Solzbacher in den Ruhestand Utz Lederbogen 2019-07-05T08:17:37+02:00 2019-07-04T17:01:00+02:00 Am Mittwoch, 3. Juli, wurde die renommierte Wissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Solzbacher von der Universität Osnabrück feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Solzbacher war als Professorin für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Schulische Sozialisation und Erziehung seit dem Wintersemester 1997 in Osnabrück tätig und beeindruckte durch zahllose Forschungsprojekte und Publikationen, wobei im Fokus unter anderem die Begabungsförderung steht. Die feierliche Verabschiedung mit vielen Wegbegleitern fand in der Aula des Osnabrücker Schlosses statt. „Die Themen Begabungsforschung, individuelle Förderung und Frühkindliche Bildung sind in Theorie und Praxis ohne die Forschungsleistungen von Claudia Solzbacher nicht vorstellbar“, sagte Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke rückblickend in ihrem Grußwort. Von 2008 bis 2016 war die Schulpädagogin im Gründungsvorstand des Niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe). Das Institut erwarb sich in dieser Zeit große Reputation. Solzbacher leitete im nifbe die interdisziplinäre Forschungsstelle „Begabungsförderung“ zusammen mit dem Osnabrücker Psychologen Prof. Dr. Julius Kuhl. Er betonte bei der Verabschiedung besonders Solzbachers Kompetenz als „Brückenbauerin“ sowohl zwischen den unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen als auch zwischen Theorie und Schule.

Begabungsförderung, individuelle Förderung in der Schule sowie Fragen professioneller pädagogischer Haltung  gehören zu Prof. Solzbachers vornehmlichen Arbeitsschwerpunkten seit dieser Zeit. Seit 2010  gehört sie dem Vorstand des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF) der Universität Münster an. Außerdem ist sie Mitglied des International Panels of Experts for Gifted Education (IPEGE), einem hochrangigen internationalen Expertenzirkels zur Begabungsförderung.

Neben zahlreichen universitären Aufgaben engagierte sich die Schulpädagogin von 2007 bis 2011 als Mitglied im Hochschulrat der Universität Osnabrück sowie im Senat. In den vergangenen zwei Jahren vor ihrem Ruhestand übernahm sie die geschäftsführende Leitung des Instituts für Erziehungswissenschaft.

Claudia Solzbacher ist eine gefragte Beraterin zahlreicher Stiftungen sowie Ministerien und Landesinstitute bundesweit. Von 2012 bis 2016 war sie Vizepräsidentin des Deutschen Hochschulverbandes.
Beim Festakt dankte ihr der geschäftsführende Leiter des Instituts für Erziehungswissenschaft, Prof. Dr. Christian Reintjes, für ihr jahrzehntelanges Engagement und überreichte ihr als Zeichen der Wertschätzung aller Beteiligter eine Festschrift  mit dem Titel: „Begabungsförderung und Professionalisierung. Befunde, Perspektiven und Herausforderungen“. Reintjes betonte: „In diesem Herausgeberband haben Autorinnen und Autoren mit sehr unterschiedlichen pädagogischen Perspektiven dazu beigetragen, den Diskurs über Begabungsförderung zu systematisieren und zu vertiefen. Einen Diskurs, den Du mit deinen Arbeiten und deinem interdisziplinären Netzwerk fortwährend mitgeprägt und grundlegend bereichert hast.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christian Reintjes, Universität Osnabrück,
Geschäftsführender Leiter des Instituts für Erziehungswissenschaft
Heger Tor Wall 9, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4551
E-Mail: christian.reintjes@uni-osnabrueck.de

 

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news-8469.atom Hollenberg als Osnabrücker Stadtbaumeister - 42. Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft an der Universität Osnabrück 2019-07-04T09:25:54+02:00 2019-07-04T09:24:02+02:00 OSNABRÜCK.- Die 42. Jahrestagung der Lichtenberg-Gesellschaft e.V. findet auf Einladung der Justus-Möser Gesellschaft vom 5. bis 7. Juli im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück (Alte Münze 16) statt. Kooperationspartner ist das Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück. Gäste sind willkommen. Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799), Professor an der Göttinger Georg-August-Universität, hatte sich im Auftrag des englisch-hannöverschen Königs Georg III. 1772/1773 mehrere Monate zur Bestimmung der „geographischen Lage der Stadt Osnabrück“ in Osnabrück aufgehalten und hier unter anderem Justus Möser kennengelernt, der von dieser Vermessung im „Osnabrücker Intelligenzblatt“ berichtete.

Die Beziehungen Lichtenbergs zu Osnabrück sind noch vielfältiger. Georg Heinrich Hollenberg (1752-1831) arbeitete nach seinem Studium in Göttingen bei Lichtenberg für die Osnabrücker Regierung als Landbauverwalter und Oberlandbaumeister. Hollenberg hat mit der klassizistischen Fassade der ,,Hirschapotheke“ am Nicolaiort in der Innenstadt ein bis heute bekanntes Zeugnis seiner Arbeit hinterlassen.

Über sein Wirken als Osnabrücker Stadtbaumeister hält der Historiker und Schriftsteller Dr. Winfried Siebers (Potsdam) im Rahmen der Jahrestagung am Sonntag, 7. Juli, um 10 Uhr einen Vortrag mit dem Titel: „Wenn euch der Himmel nicht aus diesen Steinen (Hollenberg und seines gleichen) Mathematiker erweckt, so bekommen wir keine.“ – Der Landbauverwalter Hollenberg zu Osnabrück.“. Alle Interessierten sind zu diesem und allen anderen Vorträgen der Tagung herzlich willkommen.

Das Programm der Jahrestagung ist auf der Internetseite der Lichtenberg-Gesellschaft abrufbar: https://www.lichtenberg-gesellschaft.de/pdf/Programm%202019.pdf

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Lichtenberg-Gesellschaft e.V.
Sekretariat: Klaus Hübner
Gartenstr. 1, 37073 Göttingen
Tel: 0551 4886542
info@lichtenberg-gesellschaft.de
www.lichtenberg-gesellschaft.de

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news-8467.atom Deutsch-japanischer Wissenschaftsdiskurs - apl. Prof. Carmen Schmidt übernimmt Präsidentenamt der Deutsch-Japanischen Gesellschaft für Sozialwissenschaften Utz Lederbogen 2019-07-03T16:55:01+02:00 2019-07-03T15:52:00+02:00 Auf der 15. Jahrestagung der German-Japanese Society for Social Sciences (GJSSS) in Hamburg wurde die Sprecherin der Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück, apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, zur Präsidentin der GJSSS gewählt. Die Geschäftsstelle wird nunmehr an die Universität Osnabrück verlegt. Schmidt übernimmt das Amt von der langjährigen Präsidentin Prof. Dr. Gisela Trommsdorrf (Universität Konstanz). Die GJSSS wurde im Jahre 1989 in Tokyo gegründet und umfasst distinguierte Wissenschaftler aus Deutschland und Japan und ist damit die einzige ihrer Art in Deutschland.

Die Amtsübergabe erfolgte im Zuge der Feierlichkeiten zum 30jährigen Bestehen der Gesellschaft, die mit einem Symposium zum Thema „Die digitale Herausforderung in Deutschland und Japan im Vergleich: Möglichkeiten, Risiken und digitale Kooperation“ begangen wurde.

Zum Abschluss des Symposiums lud die japanische Generalkonsulin zu Hamburg, Kikuchi Katô, zu einer Feier in ihre Residenz.

Weitere Informationen für die Medien:
apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, Universität Osnabrück
Forschungsstelle Japan
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4623
E-Mail: carmen.schmidt@uni-osnabrueck.de

 

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news-8465.atom Zum dritten Mal in Folge - Osnabrücker Jurastudierende wieder im Landesvergleich vorn Utz Lederbogen 2019-07-02T12:32:41+02:00 2019-07-02T12:29:49+02:00 OSNABRÜCK.- Die Jurastudentinnen und Jurastudenten der Universität Osnabrück schneiden bei den landesweit geschriebenen Klausuren des Juraexamens zum dritten Mal in Folge am besten ab. Dies zeigt die jetzt veröffentlichte Statistik für das Jahr 2018. Die Daten des niedersächsischen Justizprüfungsamts Celle erlauben einen objektiven Leistungsvergleich zwischen den drei niedersächsischen Jurafakultäten in Osnabrück, Hannover und Göttingen. Alle Examenskandidaten schreiben an denselben Tagen dieselben Klausuren. Diese in 2018 insgesamt über 5000 Klausuren wurden anonymisiert unter einer Kennziffer von zahlreichen Prüfern im ganzen Land durchgesehen.

„Die Prüfer wissen nicht, an welchem Standort die Klausuren geschrieben wurden“, erklärt der Osnabrücker Dekan Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke. „Daher können wir sicher sein, dass unsere Studierenden am besten auf das Examen vorbereitet sind.“

Nicht nur der Durchschnitt der Klausurergebnisse, sondern auch die Zahl der Spitzennoten der Osnabrücker liegt signifikant höher. Besonders auffällig ist auch die bessere Erfolgsquote im Examen. Fast 78 Prozent der Examenskandidatinnen und -kandidaten aus Osnabrück haben 2018 das erste juristische Staatsexamen bestanden, in Göttingen waren es 74Prozent, in Hannover knapp 70 Prozent.

„Als kleinste der drei Fakultäten können wir die besten Studien- und Lernbedingungen schaffen, stellen aber auch hohe Ansprüche an unsere Studierenden“ sagt der Osnabrücker Rechtswissenschaftler Schulte-Nölke dazu. „Einen Beitrag leistet sicher auch unser besonders Angebot in den Bereichen Wirtschaft, Europa und Sprachen, das wir gerade auf den Feldern Digitalisierung und Legal Tech enorm ausbauen“, so der Dekan.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institue (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4902
E-Mail: schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

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news-8464.atom Hochdimensionales Sampling und reelle Mathematik – Uni Osnabrück: Antrittsvorlesungen von Prof. Dr. Michael Gnewuch und Prof. Dr. Markus Spitzweck 2019-07-02T09:57:11+02:00 2019-07-02T09:50:35+02:00 Am Mittwoch, 3. Juli, halten Dr. Michael Gnewuch, Professor für Angewandte Analysis und Dr. Markus Spitzweck, Professor für Topologie und Geometrie, ihre Antrittsvorlesungen an der Universität Osnabrück. Gnewuch spricht zum Thema „Hochdimensionales Sampling: Struktur vs. Zufall“. Der Beitrag von Spitzweck steht unter dem Titel „Real Mathematics“. Die Vorträge beginnen ab 16 Uhr in der Albrechtstraße 28a im Raum 69/125. Prof. Dr. Michael Gnewuch hat Mathematik und Physik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) studiert, dort 2002 im Fachgebiet Harmonische Analysis promoviert und 2009 in Angewandter Mathematik habilitiert. Bis September 2018 war er am Institut für Informatik und am Mathematischen Seminar der CAU tätig, unterbrochen von mehreren längeren Forschungs- und Lehrtätigkeiten an der Universität Genua, der Chalmers Universität Göteborg, dem Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig, der Columbia University in New York, der University of New South Wales in Sydney und der TU Kaiserslautern. Seit Oktober 2018 lehrt und forscht er am Institut für Mathematik der Universität Osnabrück und wurde im Dezember vergangenen Jahres zum Professor für Angewandte Analysis ernannt.

In seinem Vortrag wird es um hochdimensionales Sampling gehen. Viele hochdimensionale Integrale lassen sich meist nicht analytisch berechnen, sondern nur numerisch approximieren. Die Frage ist: An welchen Punkten sollten die Wissenschaftler den Integranden auswerten („samplen"), um eine möglichst gute Annäherung zu erhalten?

Prof. Dr. Markus Spitzweck studierte Mathematik an der Universität Bonn und hat dort 2003 in Mathematik promoviert. Nach längeren Forschungs- und Lehrtätigkeiten an den Universitäten Göttingen, Regensburg und Oslo erhielt er 2012 eine Juniorprofessor an der Universität Osnabrück. Seit Oktober 2018 ist er Professor für Topologie und Geometrie am Institut für Mathematik.

Sein Vortrag behandelt das Thema „reelle Mathematik“. Das Ziel ist es, die sogenannte hermitesche K-Theorie in einem homotopischen Kontext einzuführen und zu studieren.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Michael Gnewuch
Institut für Mathematik
Albrechtstr. 28a, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 3516
michael.gnewuch@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Markus Spitzweck
Institut für Mathematik
Albrechtstr. 28a, 49076 Osnabrück
Tel: +49 541 969 2555
markus.spitzweck@uni-osnabrueck.de

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news-8460.atom Spannend und lebendig lehren - Universität Osnabrück verleiht Hans Mühlenhoff-Preise für gute akademische Lehre Oliver Schmidt 2019-06-28T11:34:13+02:00 2019-06-28T09:55:57+02:00 Ihre Lehrveranstaltungen an der Uni Osnabrück sind lebendig, abwechselungsreich und sehr spannend: Für ihr großes Engagement in der akademischen Lehre wurde Prof. Dr. Martina Juhnke-Kubitzke aus dem Institut für Mathematik am Donnerstag, 27. Juni, mit dem Hans Mühlenhoff-Preis für gute akademische Lehre ausgezeichnet. Der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobte Hans Mühlenhoff-Nachwuchspreis ging an Dr. Frank Wolff aus dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS). Ihre Lehrveranstaltungen an der Uni Osnabrück sind lebendig, abwechselungsreich und ja: auch sehr spannend: Für ihr großes Engagement in der akademischen Lehre wurde Prof. Dr. Martina Juhnke-Kubitzke aus dem Institut für Mathematik am Donnerstagabend (27. Juni) mit dem Hans Mühlenhoff-Preis für gute akademische Lehre ausgezeichnet. Der in diesem Jahr zum ersten Mal ausgelobte Hans Mühlenhoff-Nachwuchspreis ging an Dr. Frank Wolff aus dem Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS).

Mit der Auslobung der Preise wollen Universität und Mühlenhoff-Stiftung die Bedeutung guter akademischer Lehre für zügige Studienverläufe und qualitativ hochwertige Abschlüsse unterstreichen. In diesem Jahr wurde neben dem Preis für gute akademische Lehre ein Nachwuchspreis für gute akademische Lehre ausgeschrieben, um Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu fördern. Vorgeschlagen wurden die Nominierten von Studierenden. Im Mittelpunkt standen dabei unterschiedliche Kriterien, wie die Strukturierung der Lehrveranstaltungen, die Darstellung der Lerninhalte oder die Betreuungskompetenz.

Prof. Juhnke-Kubitzke studierte bis 2006 an der Philipps-Universität Marburg/Lahn. Danach forschte und lehrte sie an den Universitäten in Reykjavik, Wien und Frankfurt am Main. Nachdem sie von April 2015 bis  September 2018 als Juniorprofessorin an der Universität Osnabrück tätig war, ist sie seit Oktober 2018 Professorin für Algebra und Diskrete Mathematik am Institut für Mathematik. Die Studierenden schätzen an ihr vor allem ihre freundliche und offene Art. „Sie motiviert in Vorlesungen die Studierenden zur aktiven Teilnahme bei der Erarbeitung der Themen und weckt auch das Interesse für diese Themen. Sie gestaltet ihre Vorlesungen inklusive Tafelbilder und Skripte prägnant und ist dazu in der Lage, in kurzer Zeit viele Inhalte verständlich zu erklären. Dabei ragt besonders die Struktur ihrer Erläuterungen komplizierter Beweise heraus“, berichten die Studierenden aus der Arbeitsgruppe Algebra und Diskrete Mathematik, die sie für den Preis nominiert haben.

Dr. Frank Wolff studierte osteuropäische Geschichte, Anglistik, Germanistik und mittleren und neueren Geschichte an der Universität zu Köln und wurde 2011 als Promotionsstipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung an der Bielefeld Graduate School of History and Sociology der Universität Bielefeld mit summa cum laude promoviert. Zum Wintersemester 2011 kam Frank Wolff an das IMIS der Universität Osnabrück. Seine Studierenden aus dem Fach Geschichte haben ihn aus mehreren Gründen für den Preis nominiert: „Die gelungene Vermittlung von Theorien und ideengeschichtlichen Ansätzen ist eine Stärke seiner Lehrveranstaltungen. Trotz abstrakter und komplexer Themen sind seine Seminare durch eine aktive Beteiligung der Studierenden geprägt, wobei es ihm durchgängig gelingt, anregende Diskussionen zu initiieren und zu moderieren. Dabei geht er flexibel auf Fragen und Wünsche der Teilnehmenden ein und berücksichtigt diese im Veranstaltungsaufbau.“

Für den Preis für gute akademische Lehre vorgeschlagen und mit einer Urkunde geehrt wurden: Prof. Dr. Alexander De Juan (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Ahmet Derecik (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Prof. Dr. Hedwig Gasteiger (Fachbereich Mathematik/Informatik), Prof. Dr. Robert Gillenkirch (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften), Prof. Dr. Bernd Hartmann (Fachbereich Rechtswissenschaften), Porf. Dr. Martin Jung (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Prof. Dr. Georg Steins (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften) und Prof. Dr. Joachim Wollschläger (Fachbereich Physik).

Vorgeschlagen und mit einer Urkunde geehrt für den Hans Mühlenhoff-Nachwuchspreis wurden: Devrim Celik (Fachbereich Humanwissenschaften), Alena Droit (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften), Dr. Birgit Hegewald (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Silke Lange (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Lorena Menze (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Juniorprof. Dr. Alexander Salle (Fachbereich Mathematik/Informatik), Dr. Flora Sonsmann (Fachbereich Humanwissenschaften), Dr. Meike Strunk (Fachbereich Humanwissenschaften), Kathi Vanessa Thönes (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften, Dr. Marcel Veber (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Friederike von Behren (Fachbereich Kultur- Sozialwissenschaften, Dr. Monika Wesner (Fachbereich Physik), Alexandra Wilker (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften), Dr. Jessica Wißmann (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stellvertr. Pressesprecher
Stabsstelle für Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4516 oder 4370
E-Mail: pressestelle@uni-osnabrueck.de

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news-8457.atom „Die digitale Herausforderung in Deutschland und Japan im Vergleich“: Uni Osnabrück beteiligte sich an Symposium 2019-06-27T13:18:33+02:00 2019-06-27T13:16:23+02:00 Wie geht Deutschland und wie Japan mit der digitalen Herausforderung um? Die Frage stand am 18. und 19. Juni im Mittelpunkt eines Symposiums an der Universität Hamburg. Veranstaltet wurde es von der Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück und der German-Japanese Society for Social Sciences (GJSSS) in Kooperation mit dem Japanischen Generalkonsulat Hamburg, der Universität Hamburg und dem German Institute for Global Area Studies (GIGA) Hamburg. Die Digitalisierung stellt die internationale Gemeinschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts vor neue Herausforderungen mit großen Chancen und grenzübergreifenden Risiken. Um die damit verbundenen Probleme wie Sicherheit, Wirtschaft, Umwelt, Terrorismus, Organisierte Kriminalität und Migration zu lösen, ist ein enges Zusammenwirken aller beteiligten Länder erforderlich. Eine besondere Rolle kommt hierbei der deutsch-japanischen Zusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung zu. 

Während Deutschland auf „Industrie 4.0“ setzt, will Japan die Entwicklung der super-smarten Gesellschaft „Society 5.0“ vorantreiben, um Probleme wie etwa die Überalterung der Gesellschaft zu lösen. Eine weitere Herausforderung ist die Verankerung von moralischen, ethischen und wirtschaftlichen Aspekten der Digitalisierung in der Gesellschaft. Im Rahmen des Symposiums „Die digitale Herausforderung in Deutschland und Japan im Vergleich: Möglichkeiten, Risiken und digitale Kooperation“ wurden diese Fragen von Referenten verschiedener Fachbereiche aus Deutschland und Japan thematisiert. „Das Symposium hat gezeigt“, so die Sprecherin der Forschungsstelle Japan der Universität Osnabrück, apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, „wie wichtig es ist, das Thema Digitalisierung nicht nur aus einer interdisziplinären, sondern auch einer vergleichenden Perspektive zu betrachten.“ Während Japan mit seinem Konzept der Society 5.0 die Digitalisierung der Gesellschaft in einem sehr raschen Tempo vorantreibe, werden in Deutschland überwiegend die Risiken und Möglichkeiten der Regulierung thematisiert. „Die vergleichende Betrachtung der beiden Länder nimmt somit die Chancen und Risiken gleichermaßen in den Blick und ergänzt sich daher ideal. Die finanzielle Unterstützung des Symposiums durch das Japanische Generalkonsulat in Hamburg unterstreicht die hohe Bedeutung, die Japan der deutsch-japanischen Kooperation beim Thema Digitalisierung beimisst.“

Weitere Informationen für die Medien:
apl. Prof. Dr. Carmen Schmidt, Universität Osnabrück
Forschungsstelle Japan
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4623
carmen.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8453.atom Ausgezeichnete Kunsttalente: Piepenbrock Kunstförderpreis verliehen 2019-06-28T09:50:06+02:00 2019-06-26T15:06:55+02:00 Seit vielen Jahren ist der Piepenbrock Kunstförderpreis eine renommierte und begehrte Auszeichnung für Nachwuchskünstlerinnen und -künstler. Der mit insgesamt 6.000 Euro (jeweils 2.000 Euro pro Auszeichnung) dotierte Förderpreis wurde am Mittwochabend (26. Juni) im Osnabrücker Schloss zum 25. Mal an Studierende des Faches Kunst der Universität Osnabrück vergeben.  Die Auszeichnung der Piepenbrock Unternehmensgruppe ging an Saskia Averdiek für ihre Arbeit „Polarität 1-16“ im Bereich Malerei. Dabei stellt die Künstlerin den Entstehungsprozess ihrer linearen Malereien in den Mittelpunkt und möchte die Betrachterinnen und Betrachter in diesen Prozess miteinbeziehen. Eine weitere Auszeichnung erhielt Azim F. Becker, ebenfalls im Bereich Malerei, für seine Arbeit „o. T.“, In seinem Werk schlägt Becker eine Brücke zwischen Ausstellungsraum und Straßenkunst. Dabei werden Themen wie Überwachung aber auch Perversität aufgearbeitet. Prämiert wurden weiterhin die Arbeiten von Nicole Widner im Bereich Bildhauerei. Sie hat unter dem Titel „Liaison“ durch das Aufkochen von Zucker und der Zugabe weiterer organischer Materialen eindrucksvolle Skulpturen in einer einzigartigen Form geschaffen. Durch das Erstarren erscheint der Prozess der Gestaltwerdung aufgehoben und die Zeit gleichsam eingefangen. Insgesamt 36 Arbeiten wurden für den Kunstförderpreis nominiert.

Maria-Theresia Piepenbrock übergab die Preise persönlich. Anschließend eröffnete sie in den Räumen des Faches Kunst (Seminarstrasse 33) eine Ausstellung, die alle nominierten Arbeiten aus den Bereichen Druckgrafik, Malerei, Mediendesign und Zeitbasierte Kunst präsentiert. 

„Der Piepenbrock Kunstförderpreis stellt eine nachhaltige Investition in die Zukunft der Studierenden dar“, erklärte Stifterin Maria-Theresia Piepenbrock während der Preisverleihungszeremonie. „Mit ihren Werken gestalten die jungen Künstlerinnen und Künstler unsere Gesellschaft aktiv mit und bereichern die Kunst- und Kulturlandschaft in der Region Osnabrück. Die Ausstellung der nominierten Arbeiten liefert einen beeindruckenden Einblick sowohl in die unterschiedlichen Positionen und Arbeitsweisen der Studierenden als auch in die umfangreiche künstlerische Ausbildung an der Universität Osnabrück.“

Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke dankte Maria-Theresia Piepenbrock für ihr Engagement und ihren langjährigen „persönlichen Einsatz“. „Der Preis hat über viele Jahre hinweg junge Studierende beflügelt und die besonderen Leistungen im Fach Kunst für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht“, so Prof. Lücke.

Eine fachkundige Jury hatte die Arbeiten der Studierenden am Freitagvormittag begutachtet. Dem Gremium gehörten neben Maria-Theresia Piepenbrock Prof. Dr. Klaus Dierßen (Fachgebiet Fotografie, Universität Hildesheim), Prof. Thomas Rentmeister (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, Freier Künstler, Berlin) und Prof. Dr. Wolfgang Lücke (Präsident der Universität Osnabrück) an.

Die Ausstellung ist von Mittwoch, 26. Juni bis Sonntag, 30. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr im Uni-Gebäude an der Seminarstraße 33 zu sehen. Führungen sind nach telefonischer Anmeldung (Tel. 0541 969-4225) möglich. Nähere Informationen zum Rahmenprogramm unter www.pkfp.uos.de

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Bettina Bruder, Universität Osnabrück
Fachgebiet Kunst
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4225
kunst@uni-osnabrueck.de

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news-8448.atom International vernetzt – International Office repräsentiert Universität Osnabrück auf weltgrößter Bildungsmesse 2019-06-25T11:20:17+02:00 2019-06-25T11:04:46+02:00 Vom 26. Mai bis zum 31. Mai 2019 fand in Washington, D.C. (USA) die jährlich veranstaltete Konferenz der NAFSA: Association of International Educators statt, bei der die Universität Osnabrück durch das International Office vertreten wurde. Die Veranstaltung, welche jedes Jahr in einer anderen Stadt der USA organisiert wird, stand diesmal unter dem Motto "Global Leadership, Learning, and Change." Als weltweit wichtigste und mit Abstand größte Fachmesse im Bereich „International Education“ bietet die Netzwerkveranstaltung ein einmaliges Forum, um internationale Hochschulpartnerschaften im persönlichen Gespräch mit Partnern aus aller Welt zu initialisieren und weiterzuentwickeln. Der Stellenwert der NAFSA äußert sich regelmäßig auch in der hochkarätigen Besetzung ihrer Eröffnungsveranstaltung. So konnten in diesem Jahr unter anderem Dr. Madeleine K. Albright und General Colin L. Powell als Auftaktredner gewonnen werden. Im Gespräch mit den beiden ehemaligen Secretaries of State wurde die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit im Forschungs- und Bildungsbereich betont.

Wichtige Bekenntnisse in politisch turbulenten Zeiten, wie Dr. Stephanie Schröder, Leiterin des International Office der Universität Osnabrück, betont: „Gerade in Zeiten des Brexit und der Entfremdung zwischen USA und Europa/Deutschland ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben und neue Formen der Zusammenarbeit zu entwickeln. Auch in diesem Jahr ist es uns gelungen, unsere Hochschulpartnerschaften zu vertiefen, neue Netzwerke zu schaffen und die internationale Sichtbarkeit der UOS weiter auf internationalem Parkett zu verankern.“

So war die Universität Osnabrück auch Teil der großangelegten „Wunderbar together: Germany and the U.S.“-Initiative, die das Auswärtige Amt gemeinsam mit dem Goethe-Institut und dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) im Rahmen des Deutschlandjahrs von Oktober 2018 bis Ende 2019 ausrichtet. Auch an zahlreichen Aktivitäten des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) wie dem German Participants‘ Morning, auf dem der Direktor des DAAD-Büros in New York, Benedikt Brisch, aktuelle Trends im amerikanischen Bildungssystem darstellte, oder auch dem Empfang der deutschen Universitäten war die UOS aktiv beteiligt und konnte so Werbung für den Studien- und Forschungsstandort Deutschland bzw. Osnabrück machen.

Vertreterinnen und Vertreter aus über 140 Ländern nahmen dieses Jahr an der NAFSA-Konferenz teil. Zu den knapp 11.000 Teilnehmern gehörte auch Malte Paolo Benjamins, Manager International Student Services im International Office. Auf den Erfolg der Veranstaltung für die Universität Osnabrück angesprochen resümiert Benjamins: „Die NAFSA stellt schon seit vielen Jahren eine große Chance für die Universität Osnabrück dar, sich innerhalb kürzester Zeit international zu positionieren, global zu vernetzen und der Universität ein weltoffenes Gesicht zu geben. Auch im nächsten Jahr, wenn die Konferenz in St. Louis, Missouri, stattfinden wird, werden wir die Gelegenheit nutzen um die UOS weiter international zu positionieren und aktuelle Trends der Hochschulinternationalisierung aufspüren.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Malte Paolo Benjamins M.Sc., Universität Osnabrück
International Office
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4972
malte.paolo.benjamins@uni-osnabrueck.de

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news-8446.atom Niederdeutsch als geförderte Regionalsprache – Letzter Vortrag des Linguistischen Kolloquiums am 27. Juni 2019-06-25T09:51:59+02:00 2019-06-25T09:50:33+02:00 Am Donnerstag, 27. Juni, findet der letzte Vortrag der Reihe „Die Mehrheit der Sprachen – Minderheitensprachen im Fokus“ des Linguistischen Kolloquiums statt, welches vom Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück veranstaltet wird. Robert Langhanke von der Universität Flensburg wird dabei über die Entwicklung der niederdeutschen (plattdeutschen) Mundarten berichten. Der Vortrag findet im Schlosshauptgebäude, Neuer Graben 29 (Raum 11/213), ab 18:15 Uhr statt. Für das Niederdeutsche gelten in der Gegenwart mehrere Wirklichkeiten. Der Gebrauch der niederdeutschen (plattdeutschen) Mundarten geht seit vier bis fünf Jahrzehnten rapide zurück, nachdem ein langfristiger Sprachwechselprozess in der Mündlichkeit spätestens im 19. Jahrhundert ansetzte. Die verbliebenen Mundarten des Niederdeutschen sind durch umfassenden Sprachwandel, ausgelöst durch hochdeutschen Sprachkontakt, und Domänenverlust geprägt. Parallel existieren ein traditionsreicher niederdeutscher Kulturbetrieb und eine sprachpolitisch gestützte Sprachförderkulisse, die das Niederdeutsche als ausbaufähige Kultur-, Bildungs- und Alltagssprache rekonstruieren. Die verbliebene Wahrheit des Niederdeutschen liegt in der Mitte jener Entwicklungen, die in Teilbereichen in einer antiproportionalen Beziehung zueinander stehen. „In der Gegenwart ist die historische Erstsprache Norddeutschlands zur institutionell vermittelten Fremdsprache geworden. Eine Erklärung finden diese Prozesse in der wechselhaften niederdeutschen Sprachgeschichte. Darum wird es in dem Vortrag am Donnerstag gehen“, sagt Karsten Schmidt vom Institut für Germanistik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Ina Lehmkuhle M.A., Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4119
ina.lehmkuhle@uos.de

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news-8444.atom „Frieden braucht ein Update“ - Projekt „Osnabrücker Friedenssong“ geht am Samstag, 29. Juni, in die nächste Runde Utz Lederbogen 2019-06-21T12:06:11+02:00 2019-06-21T11:30:00+02:00 OSNABRÜCK.- Nach der erfolgreichen Uraufführung des Osnabrücker Friedenssongs im Dezember 2018 wird er im Rahmen eines gemeinsamen Friedenskonzertes mit dem Universitätschor am Samstag, 29. Juni, um 20 Uhr in der Aula des Osnabrücker Schlosses erneut aufgeführt. Tickets können unter https://tickets.uni-osnabrueck.de/events/frieden/ reserviert werden; der Eintritt ist frei. Rund 160 junge und ältere Mitwirkende haben ihre verschiedenen Gedanken und Gefühle zum Thema „Frieden“ zu Liedstrophen und Raps verarbeitet. Zu diesen Texten komponierten Studierende des Lehramts Musikpädagogik unter Leitung von Prof. Dorothee Barth die Musik und studierten den Song im Anschluss gemeinsam ein. „Die Frage, was eigentlich Frieden ist, ist eine alte, die immer neu gestellt werden muss“, so Joachim Siegel, der Leiter des Universitätschores . „Das zeigen auch die Stücke der Opernchorliteratur, die der Universitätschor auf einer Spurensuche zusammengetragen hat und auf diesem Friedenskonzert präsentieren wird: Die Spanne reicht von Mozart über Verdi bis zur Gegenwart.“

Um auch in Zukunft immer ein „Friedens-Update“ des Songs zu ermöglichen, wird der Friedenssong nach der Aufführung allen Menschen in der Stadt zur Verfügung gestellt. Die vollständige Aufnahme, aber auch Playbackversionen der einzelnen Teile stehen in Kürze zum Download auf der Homepage der Universität Osnabrück bereit. So können weitere Chöre, Schulklassen und alle Menschen, die daran interessiert sind, den Song mit eigenen Strophen ergänzen, singen, musizieren und aufführen.

„Auf Traditionen alleine darf man sich nicht ausruhen. Es ist wichtig, immer wieder neu darüber nachzudenken, was Frieden für jeden einzelnen von uns bedeutet - im privaten wie auch im politischen", meint die Studentin, Komponistin und Sängerin Feelia Küster.

Beteiligt sind an diesem Projekt eine Kindergruppe aus dem Hort am Rosenplatz, eine siebte Klasse des Graf Stauffenberg-Gymnasiums Osnabrück, eine sechste Klasse der Möser-Realschule Osnabrück, eine Sprachlernklasse mit geflüchteten Jugendlichen an der Hauptschule Innenstadt, der Chor der evangelischen Studierendengemeinde Osnabrück (KEHS Gospel), die Bajazzos (ein Männerchor in der Stiftung Bahnsozialwerk), Yellow (ein Frauenchor), der Universitätschor sowie ein Instrumentalensemble von Lehramtsstudierenden der Universität Osnabrück.

Das Projekt wird von der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung finanziell unterstützt.

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Dorothee Barth, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4249
E-Mail: dorothee.barth@uni-osnabrueck.de

 

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news-8441.atom Studierende der Universität erarbeiten ein Kurzfilmprogramm für das 34. Unabhängige FilmFest Osnabrück 2019-06-20T13:42:52+02:00 2019-06-20T13:41:22+02:00 Der Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück setzt die im Vorjahr begonnene Kooperation mit dem Unabhängigen FilmFest Osnabrück im aktuellen Sommersemester fort. Betreut durch den Lehrbeauftragten Dr. Harald Keller, erarbeiten Studierende im Rahmen des Moduls „Professionalisierung“ für die diesjährige Ausgabe des Festivals ein abendfüllendes Programm mit studentischen Kurzfilmen.  Ein gesondertes, ebenfalls mit Studierenden besetztes Gremium wird an einen Beitrag dieser Auslese den vom Studentenwerk Osnabrück gestifteten, mit 1.500 Euro dotierten Kurzfilmpreis des Unabhängigen FilmFest Osnabrück vergeben.

Mexiko, Litauen, Georgien, Peru, Südkorea, Iran – wenn sich die Studierenden des Seminars „Filmprogramme in Theorie und Praxis“ zu ihren Sichtungsterminen treffen, wird Interkulturalität zur Selbstverständlichkeit. Das Unabhängige FilmFest Osnabrück erhält Einreichungen aus aller Welt. Die Filme legen Zeugnis ab darüber, was Studierende in den Herkunftsländern beschäftigt, welche Themen ihnen wichtig sind. Viele Filme erweisen sich als zeitkritische Interventionen. Die Formen und Stilmittel sind vielfältig. Der Nachwuchs erprobt sich an bekannten Genres und wagt Neues. Auch experimentelle Arbeiten sind vertreten.

Im Seminar werden weit über hundert Filme gesichtet. Am Ende wartet die Aufgabe, auf demokratischem Wege ein Programm von zirka neunzig Minuten Länge zu entwerfen. Die Studierenden bringen ihre eigenen medialen und kulturellen Erfahrungen ein, erarbeiten gemeinsam Kriterien für die Auswahl und werden am Ende selbst zu Mittlern, wenn es gilt, die Qualitäten der nominierten Filme in kurzen Katalogtexten zu erfassen.

Julia Scheck, Leiterin des Unabhängigen FilmFests Osnabrück, begleitet das Seminar in beratender Funktion. Sie zeigt sich mit dem Ergebnis des Vorjahres sehr zufrieden: „Alle ausgewählten Filme erfüllten das Kriterium der Festivalqualität. Das Programm insgesamt gab einen repräsentativen Einblick in das studentische Filmschaffen des Auswertungsjahres. Auch die Filmemacherinnen und Filmemacher, die zur Aufführung des Programms gekommen waren, äußerten sich durchweg sehr positiv.“

In diesem Jahr gehört die Anglistikstudentin Nathalie Henze zur Seminargruppe: „Ich dachte mir, mehr über Film und Filmproduktion zu lernen, könne nicht schaden. Mit einem geschärften Blick für die Ästhetik eines Filmes sowie die darin verborgene Metaebene ist plötzlich ein Film nicht nur einfach eine Story, sondern viel mehr. Toll finde ich den Einblick in die Vielseitigkeit der verschiedenen Kurzfilme, egal ob experimentell oder animiert und aus unterschiedlichen Herkunftsländern, alles Mögliche ist dabei.“

Angelino Wagner, Student der Fächer Germanistik und Soziologie, hebt die Möglichkeit hervor, im Kreis der Kommilitoninnen und Kommilitonen „Meinungen auszutauschen und dabei in eine Sphäre einzutauchen, die spannend, fordernd und zugleich lehrreich ist. Die Erfahrungen werden gepaart mit der Verantwortung, einen Filmblock eines renommierten Film-Festivals zu gestalten. Eine Aufgabe, die Spaß macht. Es wird ein tolles Erlebnis sein, den Festivalbesuchenden die Quintessenz beim Unabhängigen FilmFest Osnabrück zu zeigen.“

In diesem Jahr wird das Unabhängige FilmFest Osnabrück vom 16. bis 20. Oktober stattfinden. Spielstätten sind das Cinema Arthouse, die Filmpassage, das Filmtheater Hasetor, das Haus der Jugend und als zentrales Festivalkino die Lagerhalle. Weitere Informationen unter filmfest-osnabrueck.de.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
 

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news-8439.atom Anpassen an die Klimaveränderungen: Uni Osnabrück untersucht Logistikbranche mit Kooperationspartnern 2019-06-20T14:57:28+02:00 2019-06-20T09:09:45+02:00 Der Klimawandel stellt auch die Logistikbranche vor Herausforderungen. So können beispielsweise Autobahnen, die durch Starkregen unbefahrbar werden, für die Unternehmen zu einem finanziellen Risiko werden, weil Terminpläne nicht mehr eingehalten werden können. Diese und weitere Folgen untersucht nun ein Projekt, bei dem die Universität Osnabrück mit der Hochschule Osnabrück und dem Landkreis zusammenarbeitet.   In der Universität Osnabrück ist das Projekt integriert in die Profilline Mensch-Umwelt-Netzwerke, eine von sechs Linien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil weiter schärfen möchte. Start von KlimaLogis war zu Beginn des Jahres. Nun wurden auf einer Kick-Off-Veranstaltung das Forschungsthema näher umrissen und die weiteren Planungen skizziert. Dabei hoben mehrere Redner die hohe wirtschaftliche Bedeutung der Logistikbranche für die Region hervor. Umso wichtiger sei es deshalb, sich hier bereits frühzeitig mit dem Thema auseinanderzusetzen, erklärt Projektmitarbeiter Felix Bücken. „Meistens stehen Maßnahmen zum Klimaschutz im Fokus der Untersuchung, weniger indes die Frage, wie wir mit den Folgen des Klimawandels umgehen können. Deshalb wollen wir untersuchen, inwieweit Anpassungen der Logistikbetriebe an die  Klimaveränderungen nötig werden und wie diese genau aussehen könnten.“

Auf dem ersten Treffen vereinbarten die Projektpartner einen genauen Zeitplan für das weitere Vorgehen. So sollen zunächst Workshops mit den jeweiligen Beteiligten durchgeführt werden. “Dabei ist es unser Ziel, sowohl die Perspektive der Privatwirtschaft als auch die Positionen der kommunalen Akteure in den Prozess mit einzubeziehen“, so Maria Khammo von der Hochschule Osnabrück. Aus diesen Treffen heraus sollen dann gemeinsam einzelne Anpassungsmaßnahmen entwickelt werden. Eine herausragende Rolle spielen dabei Best Practice-Lösungen. Untergeordnet werden sie der grundsätzlichen Frage, wie sich durch ein integriertes Landmanagement die Resilienz in der Logistik regional und auch auf unternehmerischer Ebene erhöhen lässt. 

Timo Kluttig vom Landkreis Osnabrück sieht das Projekt auch in einem größeren Zusammenhang: „KlimaLogis fügt sich nahtlos in das Konzept zur Anpassung an die Klimafolgen ein, das wir derzeit im Referat für Strategische Planung erarbeiten. Dabei werden neben der Logistikbranche auch viele andere Handlungsfelder im Hinblick auf ihre Verwundbarkeit durch Klimafolgen untersucht“. Und Felix Bücken betont den einzigartigen Ansatz des Projekts: „Bislang gab es noch keine so umfangreich angelegte Untersuchung, die  sich auf die Klimaanpassung einer speziellen, besonders klimasensiblen Branche, wie der Logistik konzentriert." 

Finanziert wird KlimaLogis über drei Jahre vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
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Tel: +49 541 969 4516
E-Mail: oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
 

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news-8437.atom Vortrag: Mehr materiell als virtuell? Die Miniaturwelt der Auguste Dorothea von Schwarzburg (1666–1751) 2019-06-18T10:32:42+02:00 2019-06-18T10:30:57+02:00 Am Mittwoch, 26. Juni, lädt das Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Uni Osnabrück in seiner Vortragsreihe „Virtuelle Räume in der Frühen Neuzeit“ zum dritten Vortrag im Sommersemester 2019 ein. Dr. Annette C. Cremer wird zum Thema „Mehr materiell als virtuell? Die Miniaturwelt der Auguste Dorothea von Schwarzburg (1666–1751)“ referieren. Der Vortrag findet um 18.15 Uhr im Raum 11/212 im Schlosshauptgebäude der Universität statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Als Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg wurde Auguste mit dem Schwarzburger Grafen Anton Günther II., einem begeisterten Numismatiker, vermählt. Die Ehe blieb kinderlos und das zu regierende Territorium klein und politisch ohne Macht. Dies gab Auguste die Möglichkeit, über sechzig Jahre ihres Lebens gemeinsam mit ihrem Hofstaat die Puppenstadt ‚Mon Plaisir‘ mit über 80 Szenen, mehreren Tausend Objekten und heute noch erhaltenen 400 Figurinen zu konstruieren. Auguste schuf damit ein dreidimensionales Portrait einer mitteldeutschen Residenzstadt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Vor allem jedoch schuf sie einen idealen gedanklichen Ort in ihrer Miniaturwelt, denn ihre eigene Lebensrealität war mitunter völlig verschieden von dem Bild, das sie uns davon hinterlassen hat.

Die Kunsthistorikerin Dr. Annette C. Cremer ist Akademische Rätin am Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie forscht unter anderem zur Materiellen Kultur sowie zur Adels- und Geschlechtergeschichte. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4859
ikfn@uni-osnabrueck.de
 

 

 

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news-8435.atom Interkulturelle Soziale Arbeit: Fachtagung des Instituts für Islamische Theologie 2019-06-18T10:15:47+02:00 2019-06-18T10:14:21+02:00 Unter dem Titel „»Interkulturelle« Soziale Arbeit – Eine kritische Auseinandersetzung mit Differenz“ veranstaltet das Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück am Freitag, 28. Juni, im Felix-Nussbaum-Haus eine Fachtagung, die sich vor allem mit den Hindernissen einer erfolgreichen Sozialen Arbeit beschäftigt.  Die Teilnahme an der Fachtagung ist kostenlos. Um vorherige Anmeldung bis zum 26. Juni wird unter fachtagung-sozialearbeit@uos.dewird gebeten.

Die Tagung wird sich kritisch mit dem Ansatz der „interkulturellen Öffnung“ auseinandersetzen und reflektieren, welche Hindernisse einer erfolgreichen, Zugangsbarrieren abbauenden Sozialen Arbeit im Wege stehen. Dazu erläutert Prof. Dr. Anil Bhatti (Professor Emeritus der Jawaharlal Nehru University in New Delhi) seine These des Zeitalters der „Indifferenz gegenüber der Differenz“ und verschiebt den Fokus von „Differenz(en)“ auf das Konzept der „Ähnlichkeit(en)“. Mit praxisnahen Thesen soll dabei darüber diskutiert werden, was diese Annäherung für die Praxis der Sozialen Arbeit bedeuten könnte.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dorothee Bartlakowski, Universität Osnabrück
Institut für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 6368
dorothee.bartlakowski@uni-osnabrueck.de

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news-8433.atom Biologische Spitzenforschung: Uni kooperiert mit israelischen Forschungseinrichtungen 2019-06-18T09:26:06+02:00 2019-06-18T09:24:19+02:00 Im Rahmen des Förderprogramms „Forschungskooperationen Niedersachsen – Israel“ fördern das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und die VolkswagenStiftung zwei Forschungskooperationen zwischen der Universität Osnabrück und Wissenschaftseinrichtungen in Israel mit insgesamt rund 600.000 Euro. Die Zusammenarbeit stärkt nicht zuletzt die universitäre Profillinie „Integrated Science: Vom Einzelmolekül zum komplexen System“. Mit sechs solcher Linien will die Universität Osnabrück ihr wissenschaftliches Profil schärfen. Bereits seit 1977 unterstützt das Land den wissenschaftlichen Austausch zwischen niedersächsischen und israelischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ziel dabei ist es, die Zusammenarbeit insbesondere junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus beiden Ländern anzuregen. Das Programm ist in die drei Fachgruppen „Geistes- und Sozialwissenschaften“, „Bio- und Lebenswissenschaften, Medizin“ sowie „Naturwissenschaften, Mathematik, Ingenieurwissenschaften“ aufgeteilt, die im jährlichen Wechsel gefördert werden. Die geförderten Projekte haben eine Laufzeit von bis zu drei Jahren.

Im ersten Projekt kooperiert der Osnabrücker Biophysiker Prof. Dr. Jacob Piehler mit dem Proteinbiochemiker Prof. Dr. Gideon Schreiber vom israelischen Weizmann Institute of Science. Dabei geht es um sogenannte Typ I Interferone, die Schlüsselfunktionen bei der Aktivierung der angeborenen und adaptiven Immunität gegen Viren, Bakterien und Krebs besitzen. Diese Botenstoffe wurden zwar erfolgreich zur Bekämpfung von komplexen Krankheiten eingesetzt, werden aber durch schwere Nebenwirkungen in ihrer Wirksamkeit beeinträchtigt.

Die Forscher haben bereits zeigen können, dass sie die zellulären Funktionen von Interferonen durch molekularbiologische Veränderungen gezielt anpassen und dadurch auch ihre Nebenwirkungen reduzieren können. Ziel des Kooperationsprojekts ist es, die Wirkung von Interferonen in einem multizellulären, gewebeartigen Kontext zu verstehen. „Wir wollen die Aktivierung der zellulären Abwehr in einem Modellsystem visualisieren, das die biologischen Eigenschaften eines Darmepithels nachbildet“, so Prof. Piehler. Von Osnabrücker Seite kommt hierfür die Lattice Light Sheet Mikroskopie zum Einsatz, um dreidimensionale Bilder mit höchster räumlicher und zeitlicher Auflösung zu generieren. Ein solches Mikroskop wird durch das DFG-Gerätezentrum iBiOs im universitären Forschungsbau CellNanOs, dem Center of Cellular Nanoanalytics Osnabrück, zur Verfügung gestellt. Ein grundlegendes Verständnis dieser Prozessein einem Gewebe wird es ermöglichen, Interferone noch effektiver als Arzneimittel gegen Krankheiten wie Krebs, Multiple Sklerose oder Hepatitis C einzusetzen. 

Die zweite Kooperation besteht zwischen dem Osnabrücker Biologen Prof. Dr. Michael Hensel mit Prof. Dr. Guntram Grassl an der Medizinischen Hochschule Hannover und Prof. Dr. Ohad Gal-Mor an der Tel Aviv University. Das Projekt soll neue Wirkstoffe identifizieren, die spezifisch die Virulenzfaktoren pathogenen Bakterien wie Salmonella entericablockieren. 

Die Motivation zu diesem Projekt liegt in der zunehmenden Häufigkeit von Antibiotikaresistenzen bei bakteriellen Infektionserregern gegründet. Die Resistenzentwicklung kann Therapieversagen bedingen und eine Behandlung von lebensbedrohlichen Infektionserkrankungen gefährden. Die Entwicklung neuer Antibiotika ist aufwendig und teuer. Eine Alternative ist die Suche nach Wirkstoffen, die spezifisch in die Funktion von bakteriellen Virulenzfaktoren eingreifen, sogenannte ‚Virulenzblocker‘. Das Risiko der Resistenzentwicklung gegen diese Wirkstoffe sollte wesentlich geringer sein. 

In dem geförderten Projekt sollen Wirkstoffe identifiziert werden, die auf die Zellinvasion und intrazelluläre Vermehrung des darmpathogenen Bakterium Salmonella enterica wirken. Prof. Gal-Mor wird dazu mit einem Hochdurchsatzverfahren eine Sammlung von 90.000 bioaktiven Substanzen nach Virulenzblockern durchsuchen. Die funktionelle Charakterisierung der identifizierten Stoffe erfolgt dann durch die deutschen Gruppen. Dabei wird Prof. Grassl im Labor kultiviertes Darmgewebe (Darm-Organoide) einsetzen, und Prof. Hensel die Effekte der Wirkstoffe auf die Wechselwirkung von Salmonellen und Wirtszellen mittels höchstauflösender Mikroskopietechniken untersuchen. Dabei kommen Mikroskope des DFG-Gerätezentrum iBiOs im universitären Forschungsbau CellNanOs zum Einsatz, die Arbeiten mit lebenden Infektionserregern in entsprechenden Sicherheitslaboren zulassen.  

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
 

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news-8431.atom Uni Osnabrück und Hochschule Osnabrück beteiligen sich an IdeenExpo 2019-06-17T15:41:58+02:00 2019-06-17T15:37:50+02:00 Mit gleich mehreren Exponaten beteiligen sich Universität Osnabrück und Hochschule Osnabrück an der diesjährigen IdeenExpo in Hannover, die noch bis zum 23. Juni zu sehen ist. „Mitmachen, Ausprobieren, Erleben“ ist das Credo der IdeenExpo auf dem Hannoveraner Messegelände. Mit Spaß, Abwechslung, Mitmach-Exponaten, Interaktionen, Live-Experimenten, Bühnenshows und Workshops möchten die Veranstalter Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaften und Technik begeistern. Dabei beteiligen sich Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Schulen aus dem MINT-Bereich.

Bei dem zentralen, interaktiven Mitmachexponat "UOS Science Ralley" durchlaufen die Schülerinnen und Schüler sechs Mitmach-Stationen zu Themen aus den Fachbereichen Physik, Informatik und Chemie der Universität Osnabrück. Entlang des Parcours sind wissenschaftliche Begleitfragen in einem Quiz zu beantworten. Thematisch beschäftigen sich die Stationen mit dem Thema "Licht und Laser". Für jede korrekt beantworte Quizfrage gibt es einen Lego-Baustein. Richtig zusammengefügt, ergeben diese Bausteine am Ende eine funktionsfähige Miniatur-Laserschutzbrille. Beteiligt sind der Chemiedidaktiker Prof. Dr. Marco Beeken, der Informatikdidaktiker Prof. Dr. Michael Brinkmeier und der Physiker Prof. Dr. Mirco Imlau. Durch diese fächerübergreifende Science-Rallye möchten die drei Wissenschaftler zum einen für die Naturwissenschaften und die Informatik werben, aber zum anderen auch aufzeigen, wie eng die verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen miteinander vernetzt sind. "In ihrer Schulzeit erleben die Schülerinnen und Schüler oftmals noch einen Unterricht in relativ eng definierten "Schubladen", in denen die fächerübergreifenden Elemente zu kurz kommen. Wir wollen mit der Ausrichtung dieser Rallye an einem kleinen Beispiel zeigen, wie eine mögliche interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Wissenschaft aussehen kann", erläuterte Beeken.

Die Hochschule Osnabrück ist auf der diesjährigen IdeenExpo mit zwei Exponaten des Fachbereichs Industrial Design vertreten. Eines davon zeigt Sicherheitsdrohnen, die Studierende zwei Semester lang entwickelt haben. Dabei haben sie über neuartige Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten im Kontext von Gefahren- und Notsituationen nachgedacht. Anschließend entwickelten Studierende flugfähige Prototype und kosmetische Modelle – dabei verknüpften sie Methoden des technischen und des rechnergestützten Designs miteinander. Entstanden sind Drohnen für die unterschiedlichsten Szenarien: Sie können in Seenot geratene Personen mit Rettungswesten versorgen oder Menschen, die sich beim Bergwandern verletzt haben, Schutz vor Kälte und schlechtem Wetter bieten. Es gibt aber auch Konzepte für Drohnen, die Malariamücken bekämpfen oder Festivalgäste beschützen. Andere Drohnen sorgen dafür, dass sich Einsatz- und Rettungskräfte bei Industrieunfällen weniger in Gefahr begeben müssen. Betreut wurden die studentischen Projekte von Prof. Marian Dziubiel und Diplom-Designer Fabian Stärk.

Das zweite Exponat der Hochschule Osnabrück zeigt eine analog-digitale Prozesskette. Der Ausstattung in den Bereichen Darstellungstechnik, klassischer Modellbau, elektronische Datenverarbeitung und Rapid Prototyping (Verfahren zur schnellen Herstellung von Musterbauteilen) liegt die Idee eines vernetzten Entwurfsprozesses zu Grunde. Diese Prozesskette besteht aus mehreren Entwurfs-, Analyse- und Produktionseinheiten, welche einen Entwicklungsprozess mit extrem vielen Wiederholungen erlauben. Das didaktische Ziel beim Einsatz in der Lehre ist es, die Möglichkeiten zukünftiger Designentwicklungsprozesse zu illustrieren und diese gleichzeitig praktisch anzuwenden. So nutzen die Studierenden in der analog-digitalen Prozesskette klassische Modelle und Prototypen – beispielsweise Pappe, Clay, Schaum –, wie sie Modelle des rechnerunterstützten Konstruierens (CAD) und gedruckte 3D-Modelle verwenden. Taktile und optische 3D-Scanner sowie die Methode des Digital-Sketchings dienen dabei als Brücke zwischen der analogen und der digitalen Welt.

Ebenfalls beteiligt an der IdeenExpo ist das Niedersachsen-Technikum von Universität und Hochschule. Gemeinsam mit dem nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ bietet das Projekt gleich vier spannende MINT-Exponate für Schülerinnen und Schüler an. MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ein Coding-Workshop gibt einen Einstieg in die Programmierung; am Wochenende kommt das Thema „MINT“ mit der Impro-Theatergruppe BühnenHelden auf die Bühne.

Das Niedersachsen-Technikum ist ein erfolgreiches Kooperationsprogramm niedersächsischer Hochschulen, Universitäten und Unternehmen. Sein Ziel ist es, Abiturientinnen sowie Fachabiturientinnen für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufe zu gewinnen. Es bietet den Teilnehmerinnen eine intensive Erprobung und Orientierung in MINT-Berufen und -Studiengängen, in denen bisher nur ein geringer Anteil an Frauen studiert. 

Für das Niedersachsen-Technikum 2019/2020, das im September 2019 startet, haben sich bereits frühzeitig zahlreiche junge Frauen in Osnabrück angemeldet. Weitere Interessentinnen für das Programm sind herzlich willkommen. Kontakt: Elke Turner, Niedersachsen-Technikum, Tel. 0541 969-2183, E-Mail: e.turner@hs-osnabrueck.de

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

Lidia Wübbelmann, Hochschule Osnabrück

Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik

Albrechtstr. 30, 49076 Osnabrück

Tel: +49 541 969 2237

l.wuebbelmann@hs-osnabrueck.de
 

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news-8428.atom „Die Kinder vom Zirkus Palope“ - Erste deutsche Open-Access-Schulbuchreihe fördert flüssiges Lesen von Anfang an Utz Lederbogen 2019-06-14T19:51:53+02:00 2019-06-14T10:43:00+02:00 Mit einem innovativen Konzept zum Lesen- und Schreibenlernen geht die Schulbuchreihe „Die Kinder vom Zirkus Palope“ zum neuen Schuljahr an den Start. An der Universität Osnabrück sind wichtige Teile des Konzepts entstanden und das E-Learning-Zentrum begleitet nun die digitale Veröffentlichung als „Open Educational Ressource“ (OER), die eine freie Nutzung, Weitergabe und Veränderung der Materialien erlaubt. „Im Kern steht die Idee, dass Kinder von Anfang an flüssig lesen lernen sollen. Sie setzen nicht Wörter aus einzelnen Buchstaben-Lauten zusammen, sondern entdecken Strukturen wie Silben und Betonungsmuster und lernen von Anfang an, dass unsere Schrift klaren Regeln folgt,“ erläutert Dr. Tobias Thelen, stellvertretender Geschäftsführer des Zentrums für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik (virtUOS).

Er selbst arbeitet an dem Konzept mit, seit er 1995 an einem kognitionswissenschaftlichen Studienprojekt mit dem Osnabrücker Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Utz Maas und der Sprachdidaktikerin Prof. Dr. Christa Röber teilgenommen hat: „Wir haben daran mitgewirkt, sprachwissenschaftliche und computerlinguistische Erkenntnisse in ein für Kinder leicht verständliches System zu übertragen. Das hat funktioniert und viele Schulbücher haben seitdem Teile des Ansatzes übernommen, z.B. indem sie Silben einbeziehen. Das geschieht aber nicht konsequent genug, wir wählen einen strukturell ganz anderen Zugang zur Schrift.“

Anfang August erscheinen die ersten Teile einer vollständigen Schulbuchreihe für den Deutschunterricht in der Grundschule, die von Christa Röber und zwei Lehrerinnen nach langer Praxiserprobung verfasst wurde. Auch Karin Winkler, langjährige Lehrbeauftragte im Fach Germanistik und ehemalige Lehrerin, verwendet das Konzept von Anfang und vermittelt es Lehramtsstudierenden der Universität Osnabrück. „Die Besonderheit besteht darin, dass Kinder einen kognitiven Zugang zur Schrift bekommen. Vor allem diejenigen, die Hilfe benötigen, z.B. Kinder nichtdeutscher Familiensprache, profitieren davon“, erläutert die Pädagogin.

Die zweite Besonderheit der Schulbuchreihe ist die digitale Veröffentlichung unter einer freien und offenen OER-Lizenz, die eine kostenlose Nutzung, aber auch die Weitergabe und Veränderung erlaubt. „Auf diese Weise wollen wir dafür sorgen, dass das Konzept bekannt wird und wir die Skepsis der Schulbuchverlage widerlegen können, die das Marktrisiko eines solchen innovativen Konzeptes für zu hoch halten,“ erklärt Thelen.

Eine Einschränkung gibt es allerdings bei der Nutzung: Darauf aufbauendes Material muss wiederum selbst unter der gleichen freien Lizenz stehen. Thelen begründet diese Regelung: „So stellen wir sicher, dass das einmal geteilte Wissen frei nutzbar bleibt – ein Prinzip, das wir seit langem bei der Open-Source-Softwareentwicklung erfolgreich anwenden.“ Die Wirkung dieser neuen Distributionsform für Schulbücher werde virtUOS auch im Rahmen der Profillinie „Digitale Gesellschaft – Innovation – Regulierung“ untersuchen, so Thelen weiter.

„Ein Schulbuch für die Grundschule kann es aber nicht nur digital geben,“ ergänzt Annelene Sudau, OER-Expertin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des virtUOS und berichtet: „Wir haben einen gemeinnützigen Verein gegründet, der gerade per Crowdfunding die Vorfinanzierung gedruckter Exemplare und die weitere professionelle Gestaltung der Materialien sicherstellen will.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Tobias Thelen, Universität Osnabrück
Zentrum für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik
Heger-Tor-Wall 12, 49069 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 6502
E-Mail: tobias.thelen@uni-osnabrueck.de
Projekthomepage: http://zirkus-palope.de

 

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news-8425.atom Digitale Medien im Textilunterricht – Gastvortrag im Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück 2019-06-12T11:22:35+02:00 2019-06-12T11:19:54+02:00 Wie können digitale Medien sinnbringend im Textilunterricht eingebracht werden? Um die Beantwortung dieser Frage wird es am Mittwoch, 19. Juni, im Gastvortrag von Yvonne Röhrich unter dem Titel „Textiles und Digitales – Der Einsatz digitaler Medien im Textilunterricht“ gehen, zu dem das Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück herzlich einlädt. Beginn ist um 18 Uhr in der Seminarstraße 33-34 im Raum 05/217. Kinder und Jugendliche müssen für die digitale Welt fit gemacht werden. Getreu diesem Motto und im Zuge der „Digitaloffensive Schule NRW“ hat die Lehrerin Yvonne Röhrich von der Schillerschule Bottrop mit ihren Schülerinnen und Schülern ein digitales Bilderbuch entwickelt. Als Vorlage diente das Buch „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ von Werner Holzwarth. Die Kinder haben überlegt, welche Tiere der Maulwurf auch noch befragen könnte, haben erforscht, wie der Kot des jeweiligen Tieres aussieht. Dann haben sie sich daran gemacht, das Bild zu ihrem Tier zu malen und einen Text dazu zu schreiben. Die gemalten Bilder wurden fotografiert und mit einer speziellen App hochgeladen, ihre Texte haben die Kindern abgetippt und vertont – fertig war das multimediale Bilderbuch.

In ihrem Vortrag wird Röhrich auf die Erfahrungen innerhalb dieses Projektes eingehen und Vorlagen liefern, wie digitale Medien auch in den Textilunterricht eingebracht werden können.  
Zur Veranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

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news-8423.atom Weltflüchtlingstag 2019: Uni lädt zur Information und Diskussion zu globalen und lokalen Trends ein 2019-06-12T11:29:15+02:00 2019-06-12T10:42:56+02:00 Am Donnerstag, 20. Juni, lädt die Universität Osnabrück zu Vorträgen zu globalen, europäischen und lokalen Trends im Kontext Flucht, Asyl und Flüchtlingsschutz ein. Die Veranstaltung findet von 10 bis 14 Uhr in der Seminarstraße 20, Raum 424 und E16, statt. 2001 führten die Vereinten Nationen den Weltflüchtlingstag ein, um jenen Menschen, die ihre Herkunftsorte verlassen müssen, zu gedenken und ihnen Solidarität zu zeigen. Anlässlich des diesjährigen Weltflüchtlingstags am 20. Juni findet eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Flucht, Asyl und Flüchtlingsschutz: Globale und lokale Trends“ statt. Die Veranstaltung möchte globale und lokale Entwicklungen von Flucht und Zwangsmigration reflektieren. Dabei spielen selbstverständlich aktuelle Gegebenheiten in Europa, Deutschland und Osnabrück eine Rolle. Darüber hinaus finden auch historische Entwicklungen sowie derzeitige Lagen von Geflüchteten in Ländern im Globalen Süden Berücksichtigung.

Die Veranstaltung beginnt um 10.15 Uhr mit einem englischsprachigen Gastvortrag von Prof. Dr. Oliver Christ von der FernUniversität Hagen zum Thema „(Social) Psychology in a world of migration“ (Raum 15/424). Der Vortrag ist von der Osnabrücker Sozialpsychologin Prof. Dr. Julia Becker organisiert und moderiert. Prof. Dr. Oliver Christ leitet das Lehrgebiet Psychologische 

Methodenlehre und Evaluation an der FernUniversität Hagen und war zuvor unter anderem an den Universitäten Oxford und Marburg tätig. 

Im Anschluss werden ab 12 Uhr sieben Osnabrücker Forschende Impulsvorträge über Entwicklungen im Fluchtgeschehen halten (Raum 15/E16). Die kurzen Beiträge kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen wie der Geschichtswissenschaft, Politikwissenschaft bis zur Soziologie primär von Mitgliedern des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien. Die Themen sind vielfältig und umfassen unter anderem Konflikt und Flucht, die Europawahl 2019, Repatriierung und Resettlement im 20. Jahrhundert, der geschlechtsspezifische Schutz und das Empowerment Geflüchteter, die Internationale Flüchtlingsorganisation, lokale Handlungsmacht von Geflüchteten sowie Aktivitäten für Studierende mit Fluchthintergrund der Universität Osnabrück. Die Vorträge sind von Prof. Dr. Ulrike Krause und Inga Zimmermann des Fachgebiets Flucht- und Flüchtlingsforschung organisiert und moderiert.

Die Veranstaltung zum Weltflüchtlingstag ist eingebettet in die Profillinie Migrationsgesellschaften der Universität Osnabrück. An dieser Profillinie sind über 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf Fachbereichen (Kultur- und Sozialwissenschaften, Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Sprach- und Literaturwissenschaft, Humanwissenschaften, Rechtswissenschaften) beteiligt. 

Weitere Informationen für die Redaktionen: 

Prof. Dr. Ulrike Krause und Inga Zimmermann, Universität Osnabrück

Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien sowie

Institut für Sozialwissenschaften

Neuer Graben 19/21, 48074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4785

ulrike.krause@uni-osnabrueck.de, inga.zimmermann@uni-osnabrueck.de

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news-8421.atom „Per Solo“: Universitätsmusik Osnabrück lädt zu Konzert 2019-06-12T10:24:56+02:00 2019-06-12T10:22:43+02:00 Am Dienstag, 18. Juni, lädt das Ensemble für Zeitgenössische Musik um 20 Uhr unter der Leitung von Christoph Louven im Rahmen der Universitätsmusik Osnabrück zu dem Konzert „Per Solo“ in den Musiksaal des Schlosshauptgebäudes ein. Der Eintritt ist frei. Wohl kaum eine musikalische Gattung lotet die Möglichkeiten und Grenzen eines Instruments so aus wie das reine, unbegleitete Solostück. Dies galt zu allen Zeiten, gilt aber insbesondere auch in der zeitgenössischen Musik. Komponisten wie etwa Luciano Berio, Karlheinz Stockhausen oder Krzysztof Penderecki haben dabei die Ausdrucksmöglichkeiten eines einzelnen Soloinstruments auf eine neue Stufe gehoben. Studierende und Lehrende präsentieren auf vielfältigen Instrumenten unbegleitete Solowerke des 20./21. Jahrhunderts, unter anderem für Stimme, Flöte, Klarinette und Klavier. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Unimusik, Universität Osnabrück
Neuer Graben / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uni-osnabrueck.de

 

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news-8418.atom „Kunstproduktion und Translation“ – eine künstlerische Auseinandersetzung mit Mobilität – Vernissage von Kunststudierenden der Universität Osnabrück 2019-06-11T10:28:38+02:00 2019-06-11T10:18:19+02:00 Am kommenden Donnerstag, 13. Juni, präsentieren ab 11 Uhr Studierende des Fachgebiets Kunst/Kunstpädagogik der Universität Osnabrück und Bewohnerinnen und Bewohner der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen – Standort Bramsche Ergebnisse eines gemeinsamen Seminars in der Kunsthalle Osnabrück. Die Gruppe setzte sich im Rahmen des Seminars mit dem Thema „Herkunft“ auseinander. Die Zusammenarbeit der Landesaufnahmebehörde und der Universität Osnabrück ermöglichte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zudem eine transkulturelle Begegnung. Gemeinsam wurden unterschiedliche künstlerische Verfahren wie Malerei, Collage oder die Erstellung von Skulpturen erprobt. In diesem Zusammenhang ging es zum einen um die Ästhetisierung der eigenen Herkunft, zum anderen um die kommunikative Translation, also Übersetzung, der subjektiven Perspektiven in einen kommunikativ offenen Handlungsraum. Die Teilnehmenden des Projektes entwickelte nicht nur individuelle bildnerische Lösungen, sondern versuchte dies in einen transkulturellen Kontext zu übersetzen. Dabei wurde das Thema Herkunft nicht nur retrospektiv sondern vor allem im Hinblick auf zukünftige Perspektiven, Wünsche und Hoffnungen diskutiert.

Die Veranstaltung ist öffentlich und findet in Kooperation mit der Kunsthalle Osnabrück, der Kuratorin und Kunstvermittlerin Christel Schulte und der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen – Standort Bramsche statt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andreas Brenne, Universität Osnabrück
Fachgebiet Kunst
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4169
andreas.brenne@uni-osnabrueck.de

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