Pressemitteilungen der Universität Osnabrück https://www.uni-osnabrueck.de/kommunikation/kommunikation-und-marketing-angebot-und-aufgaben/pressestelle/pressemeldungen/?no_cache=1 2020-07-05T19:16:07+02:00 news-8883.atom Die Akzeptanz der Corona-Warn-App - Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Studie der Universität Osnabrück gesucht 2020-07-02T10:54:30+02:00 2020-07-02T10:51:51+02:00 Seit dem 16. Juni gibt es auch in Deutschland die Corona-Warn-App, eine von vielen Corona-Tracing-Apps weltweit. Die Apps sollen im Kampf gegen Corona dazu dienen, Infektionsketten schneller unterbrechen zu können und Testergebnisse automatisiert und schneller zu erhalten. Das Fachgebiet Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik der Universität Osnabrück untersucht nun gemeinsam mit der EM Normandie Business School (Frankreich) in einer Technologieakzeptanz-Studie die weltweite Akzeptanz und Gründe für eine Nutzung beziehungsweise Nicht-Nutzung dieser Corona-Tracing-Apps. Die 10-minütige Umfrage ist in mehreren Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch) unter dem Link www.survey.uni-osnabrueck.de/limesurvey/index.php/438399 verfügbar.

„Unser Forscherteam erhofft sich durch die Studie Handlungsempfehlungen ableiten zu können, die sich beispielsweise auf mögliche Optimierungsansätze der Apps beziehen oder den politischen Kommunikationsprozess betreffen“, so Prof. Dr. Frank Teuteberg, Leiter des Projekts auf Osnabrücker Seite.


Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Frank Teuteberg, Universität Osnabrück
Fachgebiet Unternehmensrechnung und Wirtschaftsinformatik
Katharinenstr. 1, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4961
frank.teuteberg@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8882.atom Elternabend digital - Zentrale Studienberatung Osnabrück veranstaltet Infoabend für Eltern von Studieninteressierten 2020-07-01T09:43:59+02:00 2020-07-01T09:42:13+02:00 Der Schulabschluss rückt näher und das eigene Kind möchte studieren. Wie kann man da als Eltern in der Phase der Berufs- und Studienorientierung am besten Unterstützung leisten? Zu diesem Thema bietet die Zentrale Studienberatung (ZSB) der Osnabrücker Hochschulen am Donnerstag, 9. Juli, um 18:30 Uhr einen digitalen Elternabend in Form einer Gruppenberatung an. Eine Anmeldung ist per Mail an info@zsb-os.de erforderlich. Wo findet man Informationen zu Studiengängen und -strukturen sowie zum Bewerbungsverfahren? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es? Auch diese Fragen werden nicht unbeantwortet bleiben. Zudem wird die Studien- und Berufsberatung der Agentur für Arbeit mit einem Input zum akademischen Arbeitsmarkt im Video-Chat vertreten sein. Studieninteressierte Schülerinnen und Schüler können ebenfalls am Infoabend teilnehmen. 

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen der ZSB unter: www.zsb-os.de/veranstaltungen

Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung Osnabrück (ZSB)
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

]]>
news-8881.atom Sprachwissenschaftler und Philosoph - Die Universität Osnabrück trauert um beliebten Wissenschaftler Prof. Martin Lang 2020-07-01T08:39:47+02:00 2020-07-01T08:37:17+02:00 Die Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Martin Lang. Der renommierte Philosophieprofessor starb am 17. Juni, zwölf Jahre nach seiner Pensionierung, an den Folgen einer schweren Erkrankung. Er bleibt seinen damaligen Kollegen und Studierenden durch seinen originellen Umgang mit Theoriekontroversen in lebendiger Erinnerung. Lang, geboren 1943, studierte Linguistik und Mathematik in Würzburg und Köln. Nach seiner Promotion 1971 über „Wittgensteins Grammatik“ war er zunächst an der Universität Göttingen tätig. Von 1974 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2008 lehrte und forschte er an der Universität Osnabrück zunächst als Professor für „Allgemeine Sprachwissenschaft“ im damaligen Fachbereich „Kommunikation und Ästhetik“, später dann im Fach Philosophie des Fachbereichs „Kultur- und Geowissenschaften“, mit Schwerpunkten in der Philosophiegeschichte, der Semantik und der Ideologiekritik. In dieser Zeit war er zweimal Dekan des Fachbereichs und darüber hinaus Mitglied des Wissenschaftlichen Prüfungsamtes des Landes Niedersachsen.

„Durch das Studium der Linguistik und Mathematik erwarb er die Voraussetzungen dafür, Sprachphilosophie sowohl nach formalen Kriterien als auch nach dem Alltagssprachgebrauch zu analysieren“, erklärt Langs ehemaliger Kollege Prof. Dr. Arnim Regenbogen.

Martin Lang analysierte die Wissenschaftsentwicklung der Linguistik und Semantik im 19. Jahrhundert, besonders deren Missbrauch für „völkerpsychologische“ Ansätze, welche den Kolonialismus und den Ethnozentrismus unterstützten. Davon zeugen seine zweibändigen Aufsatzsammlungen „Sprachtheorie und Philosophie“, erschienen 1977. Er verfolgte mit Rückgriff auf semiologische Forschungen vor allem die Kontroversen um den französischen Strukturalismus in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg. In den 1984 erschienen ausführlichen werkbiographischen zweibändigen Studien mit dem Titel „Die Sprache der Vernunft“ ging er vor allem den Theorieentwicklungen bei Michel Foucault und Jean-Paul Sartre nach.

Martin Lang sprach mit seinem Lehrangebot vor allem Studierende der Philosophie in Kombination mit sprachwissenschaftlichen Disziplinen an. Stets kritisierte er ein zu enges Begriffsverständnis der akademischen Philosophie mit deren Anspruch auf eindeutige (und insofern „einseitige“) Definitionen. Damit schulte er seine Hörerinnen und Hörer in der kritischen Analyse von Texten der Sprach- und Sozialwissenschaften. „Wir gedenken Lang als einem engagierten und aufgeschlossenen Dozenten, der seinen Kollegen und den Studierenden in lebendiger Erinnerung bleiben wird“, so seine ehemaligen Kollegen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4516 oder 4370
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8879.atom Digital und doch bewegt - 11. Kongress „Bewegte Kindheit“ startet am 1. Juli und bietet über vier Monate hinweg Impulse für frühkindliche Bildungsprozesse Utz Lederbogen 2020-06-30T14:13:42+02:00 2020-06-30T14:09:41+02:00 Der Kongress „Bewegte Kindheit“ der Universität Osnabrück gehört mit 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den größten bundesweiten Bildungsveranstaltungen zum Thema Kindheit. In diesem Jahr findet er aufgrund der Corona-Pandemie erstmals in digitaler Form statt. Start ist am Mittwoch, 1. Juli. Die Schirmherrschaft hat Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey übernommen. Weitere Informationen und Anmeldung zum Kongress: http://www.bewegtekindheit.de/ Der 11. Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“ geht neue Wege, um hochaktuelle und in dieser Zeit der coronabedingten Kontakt- und Bewegungseinschränkungen besonders brisante Fragen zu bearbeiten: Was brauchen Kinder für ein gesundes Aufwachsen, für ihre soziale Entwicklung, für eine gelingende Bildung?

Das digitale Format des Kongresses findet viele Interessenten. „Wir hatten zwar eine Reihe von Abmeldungen, gleichzeitig kamen neue Interessierte hinzu und zeigten sich erfreut über die Nachhaltigkeit der Veranstaltung, die nun nicht nur an wenigen Tagen, sondern über vier Monate hinweg ein attraktives Fortbildungsprogramm anbietet“, berichtet die Initiatorin Prof. Dr. Renate Zimmer. Genutzt wird es von Pädagogen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland. „Mit derzeit 1800 Anmeldungen ist das ein Riesenerfolg – und es kommen täglich neue hinzu“, ergänzt Zimmer.   

Der Kongress wird neue Formate anbieten und erproben, verspricht die Osnabrücker Erziehungswissenschaftlerin. Über 100 Vorträge, Workshops und Seminare stehen im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Oktober zur Verfügung und können jederzeit und auch mehrfach von den angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern abgerufen werden.

Mehr als 100 hochkarätige Referentinnen und Referenten gestalten den Kongress. Den Auftaktvortrag wird am 1. Juli Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin über die „Humane Bildung im Zeitalter der Digitalisierung“ halten. Zum Angebot gehören aber auch interaktive Live-Veranstaltungen und Praxisworkshops, zum Beispiel „Spielend Ukulele lernen“, „Bewegung auf engem Raum“ oder „Umgang mit Stress für pädagogische Fachkräfte“. Eine Fachausstellung namhafter Firmen begleitet den Kongress.

Familienministerin Franziska Giffey betont in ihrer Grußbotschaft: „Kinder brauchen Bewegung, um gesund groß zu werden... Und die Welt, in der sie sich bewegen, wird immer digitaler.“ Das führe zu Fragen, die im Laufe des Kongresses behandelt werden.

Weitere Grußbotschaften zur Kongresseröffnung kommen vom Niedersächsischen Wissenschaftsminister Björn Thümler, der Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedel und dem ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff. Sie alle betonen die vielfältigen Chancen für Weiterbildung, den der Kongress Bewegte Kindheit mit seinem innovativen Format auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen möglich macht.

Eine Anmeldung ist laufend möglich, da die Kongressbeiträge noch bis Ende Oktober verfolgt werden können. Die Kongressgebühren betragen regulär 169 Euro und ermäßigt 139 Euro. Die Eröffnungsveranstaltung und die Fachausstellung stehen auch nicht angemeldeten Interessenten offen.

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Renate Zimmer, Universität Osnabrück
Tel. +49 541 969 6405,
E-Mail: info@bewegte.kindheit.de
Internet: www.bewegtekindheit.de

 

]]>
news-8878.atom Ein deutsch-französisches Poesiealbum - Französische Schriftstellerin Pascale Hugues stellt ihr neues Buch an der Universität Osnabrück vor 2020-06-29T11:24:26+02:00 2020-06-29T11:22:56+02:00 Am Mittwoch, 1. Juli, stellt die französische Journalistin und Schriftstellerin Pascale Hugues ihr noch nicht erschienenes Buch „Ecoles des filles“ im Germanistischen Kolloquium der Universität Osnabrück vor. Partner ist das Romanistische Institut der Uni. Die Veranstaltung findet um 16 Uhr auf Deutsch im Form einer Videokonferenz statt. Der Link zur Veranstaltung wird nach vorherige Anmeldung über irene.brink@uos.de zur Verfügung gestellt. Das Poesiealbum ist eine deutsche Gattung, die nur für Mädchen gilt und heute fast ausgestorben ist. Es ist ein „Buch, ohne ein Buch zu sein“ – Pascale Hugues hatte ihr Poesiealbum von ihrer elsässischen Großmutter erhalten. Hugues zeichnet anhand der Eintragungen die Lebensläufe ihrer Mitschülerinnen nach. Entstanden ist ein sozialgeschichtliches, feministisches Buch über die Anlehnung an Molières Komödie „Ecoles des femmes“, die so genannte „Schule der Mädchen“.

Pascale Hugues zählt zu den ersten Journalistinnen Frankreichs und berichtet seit langer Zeit, vor allem für „Le Point“, aus Berlin und hat eine Kolumne im „Tagesspiegel“. Zu ihren vielfach preisgekrönten Büchern zählen „Marthe und Mathilde“ (2008), „Ruhige Straße in guter Wohnlage“ (2013) und „Deutschland à la française“ (2017). Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mi dem „Prix Hommage à la France“, dem „Prix Simone Veil“ und dem „Prix du livre européen“.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christoph König, Universität Osnabrück
Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4030
christoph.koenig@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8877.atom Dem Artenschwund entgegenwirken - Forschungsprojekt an der Universität Osnabrück will Biodiversität fördern - Umweltminister Franz Untersteller zum Start des Projekts vor Ort in Vogtsburg 2020-06-29T11:04:37+02:00 2020-06-29T11:01:11+02:00 OSNABRÜCK / VOGTSBERG.- Artenreiche Kalkmagerrasen sind auf regelmäßige Pflegemaßnahmen angewiesen. In Zeiten der globalen Umweltveränderungen ist es jedoch schwierig abzuschätzen, welche Varianten des Habitatmanagements den größten Erfolg erzielen. In dem neuen Forschungsvorhaben „Nachhaltiges Management der Magerrasen des Kaiserstuhls“ unter der Leitung von apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück sollen auf der Grundlage von umfangreichen Erhebungen am Kaiserstuhl wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen zum biodiversitätsfördernden und nachhaltigen Management von Kalkmagerrasen erarbeitet werden. Die Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg unterstützt dieses Forschungsvorhaben mit rund 210.000 Euro. Zum Auftakt des Projektes besichtigte Minister Franz Untersteller in seiner Funktion als Vorsitzender der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg am Montag, 29. Juni, die Untersuchungsflächen in Vogtsburg am Kaiserstuhl.

Der Kaiserstuhl ist ein Vulkangebirge, das aufgrund seiner besonderen geographischen Lage im Oberrheingraben und somit im Regenschatten der Vogesen thermisch stark begünstigt ist und sich durch eine außergewöhnlich artenreiche Fauna und Flora in großflächigen, national bedeutsamen Kalkmagerrasen auszeichnet. „Kalkmagerrasen sind durch eine hohe Biodiversität gekennzeichnet und zählen aufgrund ihrer großen Bedeutung für den Artenschutz in Europa zu den prioritären Lebensraumtypen der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“, betonte Untersteller die Bedeutung dieses Lebensraumes.

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts haben jedoch sowohl die Fläche als auch die Größe und die Qualität der Kalkmagerrasen-Lebensräume in Europa massiv abgenommen. Dies wirkt sich negativ auf die Artenvielfalt und die Diversität der Bestäuber-Netzwerke aus. Neben den Auswirkungen des Wandels der Landnutzung wirkt sich gegenwärtig der Klimawandel zunehmend negativ auf die Lebensgemeinschaften aus. Der Temperaturanstieg führt zu einer verlängerten Wachstumsperiode und aufgrund häufigerer Trockenphasen zu einer verminderten Produktivität. „Spezialisierte Arten mit geringer Mobilität zählen häufig zu den Verlierern des Klimawandels, während mobile Generalisten zumindest teilweise profitieren“, erklärte apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Leiter der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie an der Universität Osnabrück.

Seit vielen Jahren wird am Kaiserstuhl ein breitgefächertes Habitatmanagement in den Kalkmagerrasen praktiziert, um den negativen Auswirkungen von Nutzungsaufgabe, Klimawandel und Stickstoffeinträgen auf die Lebensgemeinschaften zu begegnen.

Bisher fehlen fundierte wissenschaftliche Studien, die die Auswirkungen verschiedener Managementvarianten zum Erhalt der Biodiversität in Kalkmagerrasen unter den veränderten Bedingungen vergleichend evaluieren. Gemeinsam mit der ABL – Arten Biotope Landschaft – Bürogemeinschaft für Landschaftsökologie in Freiburg wird das Forscherteam um apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann dies ermitteln. „Dazu sollen während der zweijährigen Projektlaufzeit bis März 2022 umfassende wissenschaftliche Erfassungen auf mehr als 40 Untersuchungsflächen stattfinden“, so Fartmann.

Anhand von verschiedenen Artengruppen, wie Gefäßpflanzen, Heuschrecken, Laufkäfern und Tagfaltern/Widderchen, die allesamt als exzellente Indikatoren für die Habitatqualität von Kalkmagerrasen gelten, werden sieben Varianten des Habitatmanagements miteinander verglichen. Die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen für ein biodiversitätsförderndes und nachhaltiges Management von Kalkmagerrasen sollen durch intensive Öffentlichkeitsarbeit und Publikationstätigkeit auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene vermittelt werden.

Information für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Tel.: +49 541 969-3551
thomas.fartmann@biologie.uni-osnabrueck.de

Informationen zur Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg:
www.stiftung-naturschutz-bw.de

]]>
news-8876.atom Fünf Jahre nach der Willkommenskultur - Neues Forschungsprojekt der Universität Osnabrück untersucht aktivierte Zivilgesellschaft 2020-06-24T11:07:53+02:00 2020-06-24T11:06:43+02:00 Was ist heute, fünf Jahre nach dem „Sommer der Migration“ 2015, von der Willkommenskultur in Deutschland geblieben? Sind diejenigen, die sich oft erstmalig in ihrem Leben und recht spontan für Geflüchtete einsetzten weiterhin aktiv? Welche neuen Initiativen und Netzwerke sind daraus entstanden? Es engagierten sich auch viele Personen mit eigener Migrations- oder Fluchterfahrung. Wie nehmen sie ihr Engagement wahr? Das Forschungsprojekt „Die aktivierte Zivilgesellschaft“ an der Universität Osnabrück analysiert das auf breiter Basis entstandene zivilgesellschaftliche Engagement und die Ausdrucksformen dieser Willkommenskultur auf ihre Entwicklungen und Nachhaltigkeit hin. Es wird vom Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) für drei Jahre mit rund 330.000 Euro gefördert. Das Verbundprojekt „Die aktivierte Zivilgesellschaft: Eine Analyse der nachhaltigen Wirkung von bürgerschaftlichem Engagement auf Sozialkapital und Gemeinwohl (aktivzivil)“ ist an der Universität Osnabrück am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) angesiedelt. Es findet in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Migrationsforschung (DeZIM) und dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) statt.

Der zivilgesellschaftliche Aktivierungsschub wird exemplarisch anhand von sechs mittelgroßen Städten und drei Ebenen der Aktivierung untersucht: Auf der Ebene des individuellen Engagements wird am IMIS etwa untersucht, inwiefern dieses in dauerhafte Formen der Beteiligung übergeht. Auf der Organisationsebene wird untersucht, inwiefern der Aktivierungsschub von 2015 die zivilgesellschaftliche Infrastruktur langfristig verändert hat. Und schließlich wird auf der Ebene der gesellschaftlichen Folgen untersucht, welche Bedeutung sich für den sozialen Zusammenhalt in Deutschland ergibt.

Der Aktivierungsschub steht im Kontext von zwei zentralen Entwicklungen, die die Zivilgesellschaft in Deutschland prägen: ein Wandel ihrer Strukturen und Handlungsformen sowie ihre zunehmende Politisierung. „Für viele der Engagierten bedeutete die Zeit um 2015 eine wichtige biographische Erfahrung. Bisher ist nur wenig bekannt darüber, wie etwa die Aktiven die politischen Verschärfungen von gesetzlichen Grundlagen und gesellschaftlichem Klima gegenüber Geflüchteten wahrgenommen haben“, so die Osnabrücker Projektleiterin Prof. Dr. Helen Schwenken. „Uns interessiert auch das migrantische Engagement, das weit über Übersetzungsdienstleistungen hinausging. Auch darüber wurde bislang kaum systematisch geforscht“, so Schwenken weiter.

Der Forschungsverbund arbeitet mit außerakademischen Praxispartnern wie der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, dem Bundesverband Netzwerke von Migrantenorganisationen und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland zusammen, um Forschungsergebnisse zu reflektieren und gemeinsam an Handlungsempfehlungen zu arbeiten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Helen Schwenken, Universität Osnabrück
Inken Rommel, M.A., Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4748
hschwenken@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8874.atom Welche Auswirkungen hat Covid-19 auf unsere Arbeitswelt? Universität und Hochschule Osnabrück stellen Forschungsergebnisse am 24. Juni auf einem Online-Podium zur Diskussion Utz Lederbogen 2020-06-19T10:30:50+02:00 2020-06-19T09:58:34+02:00 Covid-19 und die Eindämmungsmaßnahmen haben in fast allen Wirtschaftszweigen und Berufsfeldern spürbare Auswirkungen auf die Arbeitenden und Betriebe. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und Hochschule Osnabrück haben in den vergangenen Monaten die Auswirkungen in verschiedenen Studien intensiv untersucht. Am Mittwoch, 24. Juni, ab 19 Uhr stellen sie ihre Ergebnisse zur Diskussion und gehen auf generelle Erkenntnisse der aktuellen Forschung ein. Die Online-Podiumsdiskussion wird zeitgleich auf OS-Radio 104,8 übertragen und ist auch unter https://www.youtube.com/user/uniosnabrueck1 und https://www.youtube.com/user/HochschuleOS abrufbar. Veranstalter ist das Transfer- und Innovationsmanagement (TIM) der beiden Osnabrücker Hochschulen. An der Diskussion „Welche Auswirkungen hat Covid-19 auf unsere Arbeitswelt?“, die in der Aula des Osnabrücker Schlosses aufgezeichnet wird, nehmen als Expertinnen und Experten teil: Prof. Dr. Julia Müller aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität, die sich derzeit intensiv mit dem Thema Homeoffice beschäftigt, und Prof. Dr. Uwe Kanning, Wirtschaftspsychologe der Hochschule, der unter anderem die These vertritt, dass die Gefahr für Start-Up-Unternehmen in Zeiten der Rezession besonders groß ist, wenn sie nicht gerade im Sektor der Digitalisierung arbeiten. Dazu kommt Melanie Malczok, Doktorandin an der Hochschule, die mahnt, dass Beschäftigte in Krisenzeiten stärker als je zuvor auf sich selbst zurückgeworfen sind. Und Doktorand Henning Brink (Universität) berichtet über die Erfolgsfaktoren und Barrieren der digitalen Transformation.

Für ein Eingangsstatement konnte der Wirtschafts-, Organisations- und Arbeitssoziologe Prof. Dr. Hajo Holst (Universität Osnabrück) gewonnen werden. Unter seiner Leitung läuft derzeit am Institut für Sozialwissenschaften gemeinsam mit den Kooperationsstellen Hochschulen – Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen eine große bundesweite Untersuchung „Arbeiten in der Corona-Krise“ mit bislang 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Prof. Dr. Carsten Steinert (Hochschule Osnabrück), Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Personalmanagement, wird in seinem Impulssstatement auf die besonderen Herausforderungen für Mitarbeitende und Führungskräfte angesichts der Corona-Pandemie eingehen. Seine These: Wenn Unternehmen auch in Zukunft attraktiv sein wollen, müssen sie Arbeitnehmer/innen weiterhin flexible Arbeitszeiten anbieten. Die vor Corona noch weit verbreitete Ablehnung von Telearbeit werde nicht mehr haltbar sein.

Die Corona-Effekte sind in verschiedenen Bereichen der Arbeitswelt höchst unterschiedlich. Für einige verschiebt sich der Arbeitsort ins Homeoffice, manche sind in Kurzarbeit, müssen Einkommenseinbußen hinnehmen oder sind von Erwerbslosigkeit bedroht. Andere, insbesondere die zur Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung, des Gesundheitssystems und der Daseinsvorsorge erforderlichen Berufsgruppen, müssen Mehrbelastungen hinnehmen und sind besonderen Infektionsrisiken ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Schließung von Kindergärten, Schulen und anderen Betreuungsmöglichkeiten viele Arbeitende vor Herausforderungen in der Organisation der Kinderbetreuung und des Arbeitsalltags stellt.

Weitere Informationen für die Medien:
Marina Meisner, Transfer- und Innovationsmanagement (TIM)
der Universität und Hochschule Osnabrück
Tel.: +49 541 969 7059
E-Mail: m.meisner@hs-osnabrueck.de
Internet: https://www.tim-osnabrueck.de/home/

Dr. Utz Lederbogen, Universität Osnabrück
Pressesprecher
Tel.: +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Holger Schleper, Hochschule Osnabrück
Geschäftsbereich Kommunikation
Tel.: +49 541 969 2175
E-Mail: h.schleper@hs-osnabrueck.de

]]>
news-8872.atom Lehre mit Leidenschaft: Uni verleiht Hans Mühlenhoff-Preise für gute akademische Lehre 2020-06-19T09:51:44+02:00 2020-06-19T09:43:44+02:00 Der Kontakt zu den Studierenden liegt ihr am Herzen und in ihren Veranstaltungen stellt sie durch vielseitige Erfahrungen bedeutsame Bezüge zur Berufspraxis im Lehramt her. Prof. Dr. Hedwig Gasteiger von der Uni Osnabrück wurde dafür nun mit dem Hans Mühlenhoff-Preis für gute akademische Lehre ausgezeichnet. Der Hans Mühlenhoff-Nachwuchspreis ging in diesem Jahr an Dr. Flora Sonsmann aus dem Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB). Die Ehrung fand am Donnerstag, 18. Juni, im kleinsten Kreise und unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorschriften statt. Seit März 2016 ist Dr. Hedwig Gasteiger Professorin für Didaktik der Mathematik an der Universität Osnabrück und seit Dezember 2016 Direktorin des Forschungszentrums CEDER. Zuvor war sie zu Beginn ihrer beruflichen Karriere als Lehrerin in Freising und später unter anderem als Rektorin am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung (Referat Mathematik) in München tätig. 

Weil sie ihre Erfahrungen als Grundschullehrerin und Institutsleiterin gut vermittelt, aber auch den Blick eines Studierenden nicht verloren hat, wurde sie für den Hans Mühlenhoff-Preis für gute akademische Lehre vorgeschlagen. Weiter betonen ihre Studierenden: „Frau Gasteiger ist eine Dozentin mit Leidenschaft, die lichterloh für die Mathematikdidaktik brennt. Ihr gelingt es mit dem Feuer ihrer Begeisterung selbst Studierende anzustecken, die sich (bewusst) nicht für das Fach Mathematik entschieden haben. Wir sind uns sicher und können aus unseren eigenen Erfahrungen sagen, dass das nicht viele Lehrende schaffen.“

Universität und Mühlenhoff-Stiftung wollen mit der Auslobung der Preise die Bedeutung guter akademischer Lehre für zügige Studienverläufe und qualitativ hochwertige Abschlüsse unterstreichen. Der in diesem Jahr zum zweiten Mal ausgelobte Nachwuchspreis soll Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler fördern, die gerade am Anfang ihrer Lehrlaufbahn stehen. 

Die Nachwuchspreisträgerin Dr. Flora Sonsmann studierte bis 2009 Gesundheitswissenschaften, Biologie und Sport für Lehramt an berufsbildenden Schulen an der Universität Osnabrück. Seit 2007 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie der Uni, 2013 wurde sie promoviert.

Weil sie die Interessenschwerpunkte der Studierenden in ihre Lehrveranstaltungen mit einbezieht und durch praktische Tipps zur späteren Unterrichtsgestaltung die Vorlesungen lebendig gestaltet, wurde sie für den Nachwuchspreis vorgeschlagen. Zudem geht sie in der aktuellen Situation der Coronakrise, in der die Lehre ausschließlich digital stattfindet, jederzeit auf die Bedürfnisse der Studierenden ein und versucht die Lehre in dieser schwierigen Zeit zu vereinfachen. 

Aufgrund der aktuellen Situation fand die diesjährige Jurysitzung online statt, bei der die Preisträgerinnen anhand eines Punktesystems ausgewählt wurden. Bewertungskriterien waren dabei unter anderem die Strukturierung der Lehrveranstaltungen, die Verbindung zur Berufspraxis und die Darstellung komplizierter Sachverhalte. 

Für den Preis für gute akademische Lehre vorgeschlagen und mit einer Urkunde ausgezeichnet wurden: Prof. Dr. Michael Franke (Fachbereich Humanwissenschaften), Prof. Dr. Robert Gillenkirch (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften), Prof. Dr. Anselm Hagedorn (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Prof. Dr. Klaus Kraimer (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Prof. Dr. Daniel Mertens (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften), Prof. Dr. Meike Rühl (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft) und Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke (Fachbereich Rechtswissenschaften).

Vorgeschlagen und mit einer Urkunde geehrt für den Hans Mühlenhoff-Nachwuchspreis wurden: Jasser Abou Archid (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Dr. Christoph Borchert (Fachbereich Mathematik/ Informatik), Peter große Prues (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Sylvia Jäde (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Dr. Kristine Lang (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaft), Farbod Nasrat Nezami (Fachbereich Humanwissenschaften), Dr. Tobias Thelen (Fachbereich Mathematik/ Informatik  und Fachbereich Humanwissenschaften),  Jun.-Prof. Dr. Marcel Veber (Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften), Dr. Imke von Maur (Fachbereich Humanwissenschaften), Maximilian Alexander Wächter (Fachbereich Humanwissenschaften) und Alexandra Wilker (Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück 

Stabsstelle für Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4516

oliver.schmidt@uos.de

]]>
news-8870.atom Ressourcen und Wohlbefinden in Zeiten der Corona-Pandemie: Uni Osnabrück arbeitet an neuer Studie  2020-06-15T15:04:57+02:00 2020-06-15T15:02:47+02:00 Wie erleben Bürgerinnen und Bürger Deutschlands die Corona-Pandemie und welchen Einfluss hat dies auf ihr Wohlbefinden? Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt einer groß angelegten Studie der Universität Osnabrück. Lebensverhältnisse tragen wesentlich zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei. Sie prägen die einer Person zur Verfügung stehenden Ressourcen, das heißt die positiven Einflussfaktoren für die Gesundheit, und bestimmen das Ausmaß der Belastungsfaktoren. Zahlreiche Studien zeigen, wie bedeutsam Ressourcen für die Gesundheit sind. So tragen gute soziale Kontakte, ein stabiles soziales Netzwerk, aber auch ein sicherer Arbeitsplatz und gute Arbeitsbedingungen nachweislich zu geringeren stressbedingten Belastungen, Beschwerden und Krankheiten bei. Allerdings ist die Anzahl der Studien, die sich explizit mit Ressourcen für Gesundheit und Wohlbefinden beschäftigen, deutlich geringer als die Anzahl der Studien, die sich mit Risikofaktoren und Belastungen auseinandersetzen. Dies gilt in besonderem Maße für die aktuellen Untersuchungen zur Corona-Pandemie. 

Wie auch die Gesundheit und das Wohlbefinden ist auch das Verhältnis von Risikofaktoren und Ressourcen sozial ungleich verteilt. Neben einer Reduktion gesundheitlicher Belastungen ist nur durch eine gleichzeitige Stärkung der Ressourcen, eine Erhöhung gesundheitlicher Chancengleichheit nachhaltig zu erreichen.

„Die Corona-Pandemie hat zu drastischen Veränderungen der Lebensumstände beigetragen und damit unter Umständen eine Verstärkung gesundheitlicher Belastungen und eine Reduktion von Ressourcen mit sich gebracht“, erklärt die Osnabrücker Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Birgit Babitsch, die die Studie mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchführt. „Zudem birgt das mit dem Corona-Virus einhergehende Gesundheitsrisiko ein Bedrohungspotential, mit welchem Menschen unterschiedlich umgehen können und müssen.“

Ziel der aktuellen Studie ist es, herauszufinden, wie Bürgerinnen und Bürger die Corona-Pandemie erleben und welchen Einfluss diese auf das Wohlbefinden hat. Im Zentrum steht die Frage, ob und welche Ressourcen zur Verfügung stehen und ob sich Veränderungen bedingt durch die Corona-Pandemie ergeben haben. Von besonderem Interesse dabei ist, ob diesbezüglich soziale Unterschiede bestehen und ob diese zu einer Verstärkung gesundheitlicher Ungleichheit in der Gesundheit und im Wohlbefinden beitragen.

Auf Basis der Ergebnisse ist es möglich, Einblicke in die Ressourcenausstattung von Bürgerinnen und Bürgern in einer gesellschaftlichen Ausnahmesituation zu erhalten. Hierdurch wird die während des Infektionsgeschehens ausgeprägte Sicht auf gesundheitliche Risiken und deren Prävention um eine ressourcenorientierte Sicht komplementiert. Hiervon lassen sich konkrete Maßnahmen zu deren Stärkung ableiten.

Die Studie wurde von der Abteilung New Public Health, Fachbereich Humanwissenschaften, an der Universität Osnabrück im Zeitraum von 26. Mai bis zum 5. Juni durchgeführt. Durch ein Online-Umfrage-Unternehmen wurden 1.050 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren mit dem entwickelten Fragebogen der Abteilung New Public Health befragt. Die Daten sind repräsentativ für Deutschland. Erste Ergebnisse der Studie sind ab Anfang Juli 2020 zu erwarten. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Birgit Babitsch, MPH, Universität Osnabrück

Abteilung New Public Health, Fachbereich Humanwissenschaften

Barbarastraße 22c, 49076 Osnabrück

Telefon: +49 541 969 2457

Telefon: +49 541 969 2266

 birgit.babitsch@uni-osnabrueck.de

meike.siedenkersting@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8868.atom Uni veranstaltet virtuellen Infotag für Masterstudiengang „Nanosciences - Materials, Molecules and Cells“  2020-06-12T14:36:15+02:00 2020-06-12T14:34:40+02:00 Momentan gestaltet sich die Organisation von Infotagen, an denen vor allem auch die Räumlichkeiten kennenglernt werden können, schwierig. Deswegen hat sich der Fachbereich Biologie/Chemie und der Fachbereich Physik der Universität Osnabrück einiges einfallen lassen und veranstaltet am Mittwoch, 17. Juni, ab 10 Uhr eine interaktive, virtuelle Informationsveranstaltung für den englischsprachigen Masterstudiengang „Nanosciences – Materials, Molecules and Cells“. Die Veranstaltung findet öffentlich statt bei Big Blue Button unter https://webconf.uni-osnabrueck.de/b/dr--je4-mpm  

Neben den relevanten Informationen zum Studienkonzept kann auch an einer virtuellen Führung durch das CellNanOS, den Forschungsbau, teilgenommen werden. Bei diesem exklusiven Blick hinter die Kulissen erfahren Interessierte, was für technische und wissenschaftliche Möglichkeiten den Osnabrücker Masterstudierenden offenstehen und was für spannende Perspektiven sich hier bieten.

Des Weiteren wird es während der Veranstaltung eine offene Fragerunde geben, bei der man sich vom Studiendekan Dr. Dominique Remy zu Zulassungsbeschränkungen und dem Studiumsaufbau beraten lassen kann. Für einen wirklich authentischen Blick in das Masterstudium stehen außerdem die aktuellen Masterstudierenden der verschiedenen Fachbereiche als Ansprechpartnerinnen und -partner bereit. 

Bachelorstudierende der Semester 4 bis 6 sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Lena Dehnen, Universität Osnabrück 

Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 2854

lena.dehnen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8867.atom Maker und Medizin besser vernetzen - Verbundprojekt der Universität Osnabrück bekommt zusätzliche Förderung 2020-06-09T12:03:47+02:00 2020-06-09T11:59:46+02:00 Maker sind Personen, die werken, gestalten, basteln und herstellen. Ihre Schöpfungskraft ist in Zeiten der Corona-Pandemie wichtiger denn je, auch im Bereich der Medizin. Um Maker noch enger mit medizinischem Fachpersonal zusammenzuführen und die Innovationen zu verbessern, wurde das Verbundprojekt Optocubes von Universität Osnabrück, Fachhochschule Südwestfalen und der Eureca Messtechnik GmbH nun mit weiteren 300.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) aufgestockt. In Makern steckt beeindruckendes Potenzial, so sind beispielsweise die von ihnen stammenden EarSaver eine geniale Lösung, um das lange Tragen von Schutzmasken für medizinisches Personal angenehmer zu gestalten. So nimmt auch die Öffentlichkeit zunehmend Notiz von ihnen. Jedoch gilt es zu beachten, dass Maker keine Mediziner sind, deswegen fehlt ihnen die nötige Fachkompetenz, um solche Innovationen weiterzuentwickeln. Eine Verbindung zu den passenden Ansprechpartnerinnen und -partnern ist somit unumgänglich. „An diese Lücke knüpft der Aufstockungsantrag des Verbundprojekts Optocubes an“, so Prof. Dr. Mirco Imlau vom Fachbereich Physik der Universität Osnabrück und Koordinator des Verbundvorhabens.

Mit den zusätzlichen Fördermitteln wird ein sogenannter Hub eingerichtet. Ein Knotenpunkt, der Maker schnell und fachlich eng mit medizinischem Fachpersonal zusammenführt. Damit sollen medizinisch relevante Maker-Innovationen entstehen, die dem Gesundheits- und Pflegebereich kurzfristig zugänglich gemacht werden können. „Der Plan des Teilvorhabens ist es, mehr als zehn bestehende FabLabs und Maker-Spaces miteinander zu vernetzen. Zusätzlich übernimmt der Hub auch die Kommunikation mit medizinischem Fachpersonal“, so Prof. Dr. Marco Beeken von der Universität Osnabrück, der für die Erforschung neuartiger Online-Wissenschaftskommunikationsformate gewonnen werden konnte. „Ich finde den hohen interdisziplinären Charakter dieses Projektes besonders faszinierend“, so Beeken weiter.  

Optocubes ist Teil der Förderinitiative Open Photonik Pro des BMBF, welche das Ziel verfolgt, neue Formen der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft mit der Maker- und Gründerszene zu ermöglichen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Mirco Imlau, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-2654
mirco.imlau@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8866.atom Ein exklusiver Blick hinter die Kulissen - Universität Osnabrück veranstaltet virtuellen Infotag für Masterstudiengang in der Biologie 2020-06-08T11:12:07+02:00 2020-06-08T11:09:11+02:00 Momentan gestaltet sich die Organisation von Infotagen, an denen vor allem auch die Räumlichkeiten kennenglernt werden können, schwierig. Deswegen hat sich der Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück Einiges einfallen lassen und veranstaltet am Mittwoch, 10. Juni, ab 15 Uhr eine interaktive, virtuelle Informationsveranstaltung für den Masterstudiengang „Biologie/Biology – From Molecules to Organisms“. Die Veranstaltung findet öffentlich bei Big Blue Button unter https://webconf.uni-osnabrueck.de/b/pro-6n6-wyk statt. Neben den relevanten Informationen zum Studienkonzept und einer Übersicht zu den angebotenen Modulen kann auch an einer virtuellen Führung durch das CellNanOS, den Forschungsbau, teilgenommen werden. Bei diesem exklusiven Blick hinter die Kulissen erfahren Interessierte, was für technische und wissenschaftliche Möglichkeiten den Osnabrücker Masterstudierenden offenstehen und was für spannende Perspektiven sich hier bieten.

Des Weiteren wird es am Ende der Veranstaltung eine offene Fragerunde geben, bei der man sich im öffentlichen, aber auch im persönlichen Chat vom Studiendekan Dr. Dominique Remy und dem Fachstudienberater Dr. Thomas Krüppel beraten lassen kann. Für einen wirklich authentischen Blick in das Masterstudium stehen außerdem die aktuellen Masterstudierenden als Ansprechpartnerinnen und -partner bereit.

Eine Teilnahme an der Informationsveranstaltung ist unter folgendem Link möglich:

https://webconf.uni-osnabrueck.de/b/pro-6n6-wyk

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Lena Dehnen, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-2854
lena.dehnen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8865.atom Osnabrücker Komponist neu entdeckt – Musikwissenschaftler der Universität Osnabrück veröffentlicht Werksammlung 2020-06-04T11:33:25+02:00 2020-06-04T11:28:37+02:00 Paul Ignaz Liechtenauer war von 1715 bis zu seinem Tod 1756 Kapellmeister und Organist am Osnabrücker Dom. In dieser Zeit komponierte er zahlreiche Werke, von denen nun ein erster Teil in einer von apl. Prof. Dr. Stefan Hanheide vom Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück herausgegebenen Edition erscheint. Es handelt sich um sechs Messen für vier Solisten, vierstimmigen Chor und Orchester. Der der Edition zugrundeliegende Druck von 1741 gelangte auf erstaunliche Weise von der St. Wenzel-Kirche im tschechischen Žinkovy an das Osnabrücker Diözesanmuseum, von dort an Domchordirektor Clemens Breitschaft, der sich an apl. Prof. Hanheide, den Herausgeber, wandte, um eine Neuedition der Noten auf den Weg zu bringen. Sie ermöglicht die Aufführung der Musik und macht sie einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Die Edition berichtet über den spannenden Weg der Noten von Tschechien nach Osnabrück und enthält neben dem Notentext biographische Angaben zum Komponisten sowie ein Werkverzeichnis.

Das neu publizierte Notenmaterial macht deutlich, dass Liechtenauer der wohl bedeutendste Komponist der Osnabrücker Musikgeschichte sein dürfte. Seine gedruckten Werke erschienen bei dem renommierten Augsburger Verleger Lotter und waren über ganz Europa verbreitet. Handschriftlich hat er eine Fülle weiterer Werke geschaffen. Für viele wichtige Städte im katholischen Rheinland komponierte er Musik zu Jesuitendramen, in denen er als „der sehr bekannte und hochberühmte Osnabrücker Kapellmeister“ bezeichnet wurde. Die Musik der sechs Messen ist von einer fast italienisch anmutenden, festlichen Klangpracht, verbunden mit großem Ausdrucksreichtum.

Eine geplante Aufführung der Werke nach dem neuen Notenmaterial musste aufgrund der Corona-Epidemie auf später verschoben werden. Der vom Bistum Osnabrück geförderte erste Band der Edition ist in der Reihe „Musikedition Osnabrücker Schloss“ im epOs-Verlag Osnabrück erschienen, es folgen zwei weitere Bände.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Stefan Hanheide, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4172
shanheid@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8861.atom Lehrerfortbildung goes online – Erfolgreicher Start in das Webinarformat an der Universität Osnabrück 2020-06-03T11:04:35+02:00 2020-06-03T11:02:16+02:00 Nach der Corona-bedingten Schließung der niedersächsischen Schulen erfuhr auch der Fortbildungssektor einen herben Dämpfer, mussten aufgrund der Kontaktbeschränkungen doch alle bis dato in Präsenz geplanten Veranstaltungen des Kompetenzzentrums für Lehrerfortbildung der Uni Osnabrück (KOS) kurzfristig und auf unbestimmte Zeit abgesagt werden. Das KOS machte aus der Not eine Tugend und setzt seit Mai auf Webinare und das mit Erfolg. Bei den onlinebasierten Live-Fortbildungen können sich niedersächsische Lehrkräfte über ihre Endgeräte einwählen. Um technische wie methodische Hürden auf Seite der Zielgruppe möglichst gering zu halten, nutzt das KOS in Abstimmung mit dem Zentrum für Digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik (virtUOS) die an der Universität frei verfügbare Videokonferenzlösung „BigBlueButton“ (BBB). Individuelle, bedarfsorientierte Schulungen des fortbildenden Personals im Webinartool und eine enge Mitwirkung des KOS am jeweiligen Webinarkonzept sorgen für eine anhaltend hohe Produktqualität trotz räumlicher Abwesenheit und rein virtueller Kommunikation: Nach den ersten vier Online-Veranstaltungen würden 97 Prozent der Teilnehmenden ihr Webinar den Kolleginnen und Kollegen weiterempfehlen.

Adrian Bente, Fortbildungsbeauftragter am KOS, freut sich über die positiven Rückmeldungen: „Durch die Absage aller Präsenzfortbildungen im Land mussten wir unser bisheriges Angebot von einem Tag auf den anderen komplett einstellen. Insbesondere aufgrund der schwierigen zeitlichen Perspektive entwickelten wir kurzfristige Alternativen zum klassischen Präsenzseminar. Die positive Resonanz sowohl von der Zielgruppe als auch von der Schulverwaltung bestätigen uns, dass sich der Sprung ins kalte Wasser gelohnt hat.“

Daher werde es nach Aufhebung der Kontaktbeschränkungen auch keine Rückkehr in reine Präsenz der Vor-Corona-Zeit geben. „Das Online-Format hat sich schon jetzt bewährt, da nun auch Fortbildungen mit verhältnismäßig weiter Referentenanreise bzw. mit kurzer Gesamtlänge umsetzbar sind, die bei Präsenzfortbildungen aufgrund des hohen organisatorischen Aufwandes eher unwirtschaftlich wären. Zudem kann es Präsenzveranstaltungen didaktisch und methodisch durch ein nachfassendes Webinar aufwerten.“ Gleichwohl: „Schulungen an Gerätschaften und im Schwimmbecken oder Exkursionen lassen sich kaum virtuell durchführen. Zudem spielt die intensive reale Interaktion zwischen den teilnehmenden Lehrkräften und den Fortbildnerinnen und Fortbildnern für einen nachhaltigen Fortbildungserfolg eine große Rolle. Dies zeigen auch die Rückmeldungen der befragten Teilnehmenden, die für ausgewählte Themen das Präsenzformat bevorzugten. Daher wird das KOS jeweils auf Basis von Einzelfallprüfungen entscheiden, welche Veranstaltungen zukünftig in Präsenz und bzw. oder virtuell angeboten werden“, so der Fortbildungsbeauftragte.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Adrian Bente, Universität Osnabrück
Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung
Neuer Graben 7 – 9
Tel.: +49 541 969-4598
adrian.bente@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8860.atom Nach digitaler Lehre nun digitale Literaturlesung – Universität Osabrück veranstaltet Lesung mit französischer Autorin als Videokonferenz 2020-06-02T11:30:26+02:00 2020-06-02T11:23:43+02:00 Nachdem in den letzten Monaten Lesungen deutschlandweit abgesagt werden mussten, veranstaltet das Institut für Romanistik/Latinistik der Universität Osnabrück zusammen mit dem Literaturbüro Westniedersachsen nun eine Literaturlesung mit der französischen Autorin Cécile Wajsbrot als Videokonferenz. Mit der Unterstützung des Instituts français Bonn wird die Autorin am Dienstag, 9 Juni, um 18 Uhr ihr neues Buch „Zerstörung“ im Gespräch mit Svenja Bischoff (Wallstein Verlag) und Hermann Wallmann (Literaturkritiker, Literaturverein Münster) vorstellen. Moderiert wird das Gespräch von Prof. Dr. Andrea Grewe von der Uni Osnabrück. Cécile Wajsbrot lebt als Romanautorin, Essayistin und Übersetzerin aus dem Englischen und Deutschen in Paris und Berlin. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2014 erhielt sie den Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis. 2016 wurde sie für ihre Verdienste als Mittlerin zwischen Frankreich und Deutschland mit dem Prix de l’Académie de Berlin ausgezeichnet. 2019 ist unter dem Titel „Eine deutsche Autobiographie“ ihr großes Gesprächsbuch mit Hélène Cixous herausgekommen.  

„Zerstörung“ – „Destruction“ – lautet der Titel ihres jüngsten Romans, der 2019 in Frankreich und im Frühjahr 2020 in deutscher Übersetzung beim Wallstein Verlag erschienen ist. Sein Thema ist die Zerstörung der Freiheit und die Auslöschung des kulturellen Lebens in einem Land, in dem sich schleichend ein populistisches und autoritäres Regime etabliert hat. Er entwirft das Schreckbild einer Zukunft, in der Bücher – wieder – konfisziert werden und die Vergangenheit ausgelöscht werden soll. Zugleich ist er aber auch eine Hommage an die Literatur und ihre Kraft, vor dem drohenden Unheil zu warnen. Die Übersetzung des Textes stammt von Anne Weber, der deutsch-französischen Autorin und Übersetzerin.

„Dass wir trotz der aktuell geltenden Beschränkungen eine Lesung mit Cécile Wajsbrot organisieren können, freut uns sehr. Wir hoffen, dass wir damit die Lektüre eines Buches fördern können, das auf geradezu gespenstische Weise das aktuelle Verstummen des kulturellen Lebens vorwegzunehmen scheint“, so Prof. Dr. Andrea Grewe vom Institut für Romanistik/Latinistik.

Die Veranstaltung findet per Zoom statt. Anmeldungen sind bei Frau Kathrin Kühn möglich unter: kultur.institutfrancais@uni-bonn.de. Link und Passwort zum Meeting werden anschließend per Mail zugeschickt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andrea Grewe, Universität Osnabrück
Institut für Romanistik/ Latinistik
Neuer Graben 40, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4477
andrea.grewe@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8858.atom Osnabrücker Linguistik weltweit online! – Sprachwissenschaftler der Universität Osnabrück an internationaler Online-Vorlesung beteiligt 2020-05-28T09:22:40+02:00 2020-05-28T09:20:04+02:00 Als Reaktion auf die Corona-Pandemie organisiert die brasilianische Linguistikvereinigung ABRALIN unter dem Titel ABRALIN AO VIVOseit dem 4. Mai täglich eine frei zugängliche Online-Vorlesung mit renommierten Linguistinnen und Linguisten aus aller Welt. Große Fachgesellschaften wie die Linguistic Society of America oder die Linguistic Association of Great Britain haben ein Vorschlagsrecht für Rednerinnen und Redner. Prof. Dr. Alexander Bergs vom Institut für Anglistik/Amerikanistik der Universität Osnabrück ist dabei einer von nur sechs nominierten Vortragenden der Societas Linguistica Europaea (SLE), der größten Fachgesellschaft in Europa mit weit über 1.000 Mitgliedern. Sein Vortrag mit dem Titel "Historical sociolinguistics in Coleman’s bathtub: revisiting the micro-macro link" findet am 23. Juli um 15 Uhr statt. „Die Nominierung der SLE kam schon sehr überraschend für mich“, so Prof. Bergs. „Dies ist natürlich eine sehr große Ehre und auch Auszeichnung für unsere Arbeit hier in Osnabrück. Besser kann man die internationale Sichtbarkeit der Osnabrücker Linguistik kaum unterstreichen“.

Die Online Vorlesungen, die auch archiviert über Youtube angeschaut werden können, haben zum Teil mehrere Tausend Zuschauer weltweit. Die Rednerliste ähnelt dem Who-Is-Who der gegenwärtigen Linguistik: Noam Chomsky, William Labov, David Crystal, Eve Clark, Elizabeth Traugott, Bernard Comrie, und Steven Pinker sind nur einige der bekannten Vortragenden. „Ich habe ja schon viele Vorlesungen in meinem Leben gehalten,“ gibt Bergs zu, „aber hier wird man schon etwas nervös. Schließlich geschieht alles online, live und weltweit. Und vor mehr als 500 Leuten spricht man auch nicht jeden Tag. Da kann schon einiges schiefgehen ... Andererseits ist die Initiative der ABRALIN eine der wenigen positiven Folgen der Pandemie. So ein tolles, neues Format hätte es wahrscheinlich ohne Krise nie gegeben. Jetzt haben wir ein richtiges Schaufenster für aktuelle linguistische Forschung weltweit!“

Weitere Informationen gibt es unter:
https://www.abralin.org/site/en/evento/abralin-ao-vivo-2020/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Alexander Bergs, Universität Osnabrück
Institut für Anglistik/Amerikanistik
Neuer Graben40, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6042
abergs@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8856.atom Freude über Wiedereröffnung - Botanischer Garten der Universität Osnabrück öffnet ab Dienstag, 2. Juni für die Bürgerinnen und Bürger Utz Lederbogen 2020-05-28T15:28:03+02:00 2020-05-28T08:30:00+02:00 Die Vorbereitungen für die Wiedereröffnung des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück laufen auf Hochtouren: „Wir freuen uns, dass wir einen Großteil der Freianlagen ab Dienstag, 2. Juni, wieder öffnen dürfen – und damit den Besucherinnen und Besuchern aus nah und fern einen Ort des Naturgenusses und der Erholung zurückgeben“, so die Direktorin Prof. Dr. Sabine Zachgo. Die Öffnungszeiten für den Monat Juni: Montag bis Samstag 14 bis 20 Uhr und am Sonn- und Feiertag 10 bis 20 Uhr. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine kleine Überraschung. Zwei imposante Kalifornische Washingtonpalmen (Washingtonia fillifera) markieren gegenwärtig wie zwei riesige Wächter den Haupteingang des Gartens. Freuen dürfen sich die Pflanzenfreunde auch auf viele Baumfarne und rot blühende Zylinderputzer (Callistemon citrinus). Das sind nur einige von über 300 Kübelpflanzen, die ihr Überwinterungsquartier verlassen haben und im Garten an vielen Orten bewundert werden können. Zu entdecken gibt es außerdem besonders gekürte „Pflanzen des Jahres“ wie Esskastanie und Breitblättriges Knabenkraut. An den Steilhängen des Steinbruchs leuchten von weitem die roten Blütenstände der Spornblumen (Centranthus ruber) und erinnern an die Kreidefelsen von Dover. 

Die von der Landesregierung genehmigten Lockerungen setzen allerdings voraus, dass in allen Bereichen weiterhin strenge Hygienevorgaben und Mindestabstände eingehalten werden und der persönliche Kontakt auf ein Minimum reduziert bleibt. So bittet die Direktorin um Verständnis, dass die Sonntagsführungen der Grünen Schule noch entfallen und thematische Gartenrundgänge erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder angeboten werden.

Auch das Regenwaldhaus und der zweite Steinbruch müssen zunächst geschlossen bleiben. Alle drei Eingänge werden geöffnet. Nur die zwei kleineren Tore im Bereich des Fußweges zwischen Gutenbergstraße und Caprivistraße bleiben verschlossen.

Da der zwingende Einsatz eines Sicherheitsdienstes mit Kosten verbunden ist, die aus dem Lehr- und Forschungsbudget der Universität bestritten werden müssen, wird der Botanische Garten zunächst zeitlich begrenzt geöffnet. Die für die Sommermonate regulären Öffnungszeiten werden reduziert und konzentrieren sich unter der Woche auf die Nachmittags- und Abendstunden.

Im Garten wird jetzt der Vorsommer eingeläutet. Die Blütenfülle zeigt sich dabei facettenreich und in vielerlei Farben und Formen: Direkt am Eingang macht der Schneeflockenstrauch mit seinen filigranen Blütenständen seinem Namen alle Ehre. Die ungewöhnlich blauen, sternförmigen Blüten der nordamerikanischen Amsonie, die ein wenig an Zierlauch erinnern, führen direkt zum außergewöhnlichen Duft des Gewürzstrauchs. Der Weg durch den Garten ist gesäumt von zahlreichen Akeleien und Wildrosen, Taglilien und Iris begleiten die Gewässerränder. „Auch wenn jetzt noch einzelne Einschränkungen bestehen, wünschen wir den Osnabrückerinnen und Osnabrückern wieder einen erlebnisreichen Besuch in unserem Garten, der derzeit in voller Blüte steht“, so Direktorin Prof. Zachgo.

Weitere Informationen für die Medien:
Yvonne Bouillon, Universität Osnabrück
Technische Leitung des Botanischen Gartens
Albrechtstraße 29, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2704
yvonne.bouillon@biologie.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8855.atom Ausgezeichnete Forschung in der Computergrafik - Prof. Dr. Marcel Campen erhält Eurographics Young Researcher Award 2020 2020-05-26T11:17:21+02:00 2020-05-26T11:14:49+02:00 Seine Forschung sticht durch solide mathematische Fundamente und Beweise hervor, die so zu praktisch bedeutsamen Computer-Algorithmen für wichtige Herausforderungen im Bereich der 3D-Datenverarbeitung führt. Dafür wurde Prof. Dr. Marcel Campen vom Institut für Informatik der Universität Osnabrück nun mit dem Eurographics Young Researcher Award ausgezeichnet, dem bedeutendsten europäischen Nachwuchsforscherpreis auf dem Gebiet der Computergrafik. Prof. Dr. Marcel Campen wurde für den Award laut Begründung der Jury aufgrund seiner tiefgreifenden und inspirierenden Forschungsbeiträge in verschiedenen Bereichen der 3D-Datenverarbeitung ausgewählt. „Dazu gehören insbesondere sogenannte Netzerzeugungs- und Parametrisierungsalgorithmen. Diese bilden wichtige Grundlagen für den verlässlichen digitalen Umgang mit dreidimensionalen Objekten und Umgebungen, sei es in kritischen Anwendungen im Ingenieursbereich oder in alltäglicheren Szenarien auf dem Gebiet der Unterhaltungsmedien“, so Prof. Dr. Marcel Campen.

Nachdem Campen 2014 an der RWTH Aachen promoviert wurde, führte er seine Forschung als Postdoc an der New York University bis 2017 fort. Anschließend nahm er eine Professur am Institut für Informatik an der Universität Osnabrück an. Derzeit forscht er dort an neuartigen, besonders strukturierten und effizienten Darstellungsformen für räumliche Daten. Dabei steht erneut die garantierbare Verlässlichkeit der Algorithmen im Fokus seiner Arbeit.

Der Eurographics Young Researcher Award wird jährlich von der Eurographics Association verliehen, einem unabhängigen europäischen Verband von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem Forschungsgebiet der Computergrafik. Die Verleihung des Awards fand dieses Jahr virtuell im Rahmen der Jahrestagung „Eurographics 2020“ statt. „Zwar war es schade, gerade diesen besonderen Preis nicht persönlich entgegennehmen zu können, doch bot das diesjährige Online-Format auch Vorteile. So konnte etwa eine Rekordzahl an Expertinnen und Experten aus aller Welt an der diesjährigen Konferenz teilnehmen – per Videoschalte von daheim", so Campen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
 Prof. Dr. Marcel Campen, Universität Osnabrück
Institut für Informatik
Wachsbleiche  27, 49090 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-3524
campen@uos.de

]]>
news-8852.atom Studie der Universität Osnabrück untersucht Anhänger von Verschwörungstheorien der Corona-Krise 2020-05-20T12:48:30+02:00 2020-05-20T12:46:57+02:00 Was zeichnet Personen aus, die derzeit an den Protesten gegen die aktuellen Versammlungsverbote und Einschränkungen der Grundrechte teilnehmen und warum haben Anhänger von Verschwörungstheorien momentan einen derart großen Zulauf? Dies untersuchte eine kürzlich durchgeführte Studie der Sozialpsychologinnen Prof. Dr. Julia Becker und Luisa Liekefett der Universität Osnabrück, deren Daten nun ausgewertet wurden.  Vom 5. bis zum 11. Mai nahmen rund 1.000 Personen, die bislang nicht mit dem Corona-Virus infiziert waren, an der Umfrage teil. „Nach Auswertung der Daten zeigte sich, dass rund 18 Prozent der Befragten an einem Online-Protest teilnehmen und rund 24 Prozent eine Petition unterschreiben würden, aber nur neun Prozent würden auch auf eine richtige Kundgebung gegen die Einschränkungen gehen. An den Demonstrationen nehmen unterschiedliche Gruppen teil, es gibt die Impfgegnerinnen und Impfgegner, es gibt Personen, die einfach wütend auf die Politik sind und es gibt dort auch die Rechtspopulisten. Viele unterstützen zudem Verschwörungstheorien und fühlen sich durch die aktuellen Einschränkungen stark bedroht,“ so Prof. Becker vom Institut für Psychologie. 

Bezogen auf alle 1.000 Befragtenstellte die Studie weiterhin heraus, dass mindestens ein Drittel der Befragten den Indikatoren der Verschwörungstheorien zustimmt und daran glaubt, dass das Virus im Labor entstanden sei. „Die Personen, die an die Verschwörungstheorien glauben, zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie glauben, in einer bedrohlichen Welt zu leben. Sie können außerdem mit Ungewissheit schlecht umgehen, darum sind ihnen Verschwörungstheorien willkommen, weil sie ihnen durch einfache Erklärungen wieder Kontrolle und Gewissheit zurückgeben. Bezogen auf ihre Persönlichkeit neigen sie eher zum Machiavellismus, was bedeutet, dass sie anderen Menschen gegenüber eher misstrauisch sind und ihnen auch eher unethische Mittel recht sind, um Ziele zu erreichen. Meist haben sie nicht so sehr Angst vor dem Virus selbst als vor den gesellschaftlichen Konsequenzen der Pandemie, wie zum Beispiel finanziellen Verlusten. Oft sehen solche Personen keinen Sinn in den ‚Corona-Einschränkungen‘ und halten sich nicht an die ‚Corona-Regeln‘, weil sie sich nicht in ihren Grundrechten einschränken lassen wollen“, so Becker weiter.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Julia Becker, Universität Osnabrück 

Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49069 Osnabrück

julia.becker@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8850.atom Studie: Digitale Gesundheitskompetenz in Zeiten der Corona-Pandemie 2020-05-18T14:38:05+02:00 2020-05-18T14:35:53+02:00 Inwieweit bestehen soziale Unterschiede hinsichtlich der Informationsnutzung und des Informationsverständnisses zur Corona-Pandemie und welchen Einfluss hat dies auf den Lebensalltag und den Schutz der eigenen Gesundheit? Eine Studie der Universität Osnabrück unter Leitung der Gesundheitswissenschaftlerin Prof. Dr. Birgit Babitsch soll auf diese und weitere Fragen Antworten geben. Auf Basis der Ergebnisse sollen zudem konkrete Empfehlungen abgeleitet werden, wie digitale Gesundheitsinformationen zu gestalten sind, um zu einer Erhöhung der gesundheitlichen Chancengleichheit beizutragen.  Gesundheitsinformationen haben in den letzten Jahren durch die Möglichkeiten der Digitalisierung eine ungeahnte Verbreitung gefunden, die zudem von den Bürgerinnen und Bürgern einfach zu erlangen sind. „Dies birgt neben zahlreichen Vorteilen auch Nachteile, die sich an den Informationen und deren Qualität selbst, aber auch an der Fähigkeit, mit den gesundheitsbezogenen Informationen kritisch umgehen zu können, festmachen lassen“, erklärt Prof. Babitsch. Mit gesundheitsbezogenen Informationen gehen zudem Veränderungen in der Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems sowie beim Arzt-Patient-Verhältnis einher. Offen ist derzeit, ob durch die Digitalisierung die in Deutschland bestehenden sozialen Unterschiede in der Gesundheit, d. h dass Menschen mit einem niedrigen Sozialstatus eine höhere Krankheitslast und auch eine niedrigere Lebenserwartung haben, verringert oder gar verstärkt werden. 

Bislang liegen nur wenige – nationale wie internationale - Studien vor, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. Erste Studienergebnisse deuten darauf hin, dass die mit der Digitalisierung einhergehenden Effekte, wie beispielsweise besserer Informationsgrad, schneller verfügbare Versorgungsleistungen, ebenfalls sozial ungleich verteilt sind, und Menschen mit einem höheren Sozialstatus deutlich stärker davon profitieren. 

Die Studie wurde von der Abteilung New Public Health, Fachbereich Humanwissenschaften, an der Universität Osnabrück im Zeitraum von 29. April bis zum 8. Mai durchgeführt. Durch ein Online-Umfrage Unternehmen wurden 1.500 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren mit dem entwickelten Fragebogen der Abteilung New Public Health befragt. Die Daten sind repräsentativ für Deutschland. Erste Ergebnisse der Studie sind ab Anfang Juni 2020 zu erwarten, so Babitsch. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Birgit Babitsch, MPH, Universität Osnabrück

Abteilung New Public Health, Fachbereich Humanwissenschaften

Barbarastraße 22c, 49076 Osnabrück

Telefon: +49 541 969 2457

Telefon: +49 541 969 2266

birgit.babitsch@uni-osnabrueck.de

meike.siedenkersting@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8848.atom Career Service der Universität Osnabrück startet DAAD-Projekt für internationale Studierende 2020-05-18T13:06:28+02:00 2020-05-18T13:05:05+02:00 Mit „Study and Stay @OS” erhält die Universität Osnabrück im Rahmen des Förderprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) zur Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium „Integra“ einen Zuschlag. Mit einer Fördersumme von knapp 120.000 Euro können jetzt im Career Service bis 2021 bedarfsgerechte Angebotsstrukturen für internationale Studierende beim Übergang in den regionalen Arbeitsmarkt geschaffen werden. „Wir konzentrieren uns auf die Bedarfe der internationalen ‚degree-seeking students‘, also derjenigen, die einen Abschluss an der Uni Osnabrück anstreben“, erläutert die Psychologin Bianca Schulz, die ihre Tätigkeit als Studienberaterin der Zentralen Studienberatung Osnabrück pausieren lässt und nun für 18 Monate im Projekt mitarbeitet. Im Wintersemester 2019/20 waren an der Universität Osnabrück 685 ausländische Studierende in Bachelor-, Master- und Staatsexamen-Studiengängen eingeschrieben. Aus bundesweiten Befragungen ist bekannt: Viele internationale Hochschulabsolventinnen wollen nach dem Studium gerne in Deutschland bleiben, sind aber mit höheren Übergangshürden in den Arbeitsmarkt konfrontiert als deutsche Studierende. In den hochqualifizierten internationalen Akademikerinnen und Akademikern „made in Osnabrück“ sieht Schulz auch ein Fachkräftepotenzial für die Region, das Netzwerke in die Heimatländer erschließen kann.

Stefanie Fischer vom Angebotsmanagement des Career Service betont: „Natürlich können die internationalen Studierenden bereits alle unsere bestehenden Workshop- und Beratungsangebote nutzen. Wir freuen uns jedoch, dass wir nun die besonderen Bedarfe der Zielgruppe in den Blick nehmen können.“ Im ersten Schritt steht eine Bedarfserhebung der internationalen Studierenden am Übergang in den regionalen Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Basierend auf den Ergebnissen werden passgenaue Angebote und Formate beispielsweise in den Feldern Networking, Berufsfeldorientierung und arbeitsmarktrelevante Qualifikationen abgeleitet und erprobt. Dabei will der Career Service auf bestehende interne Netzwerke etwa zum International Office und Sprachenzentrum der Universität ebenso zugreifen, wie Beziehungen zur Agentur für Arbeit, den Wirtschaftsförderungen oder zu regionalen Unternehmen weiter ausbauen. 

„Mit ‚Study and stay @OS‘ haben wir die Chance, für die internationalen Studierenden Angebote zu schaffen, die die Lücke zwischen den mitgebrachten Voraussetzungen und den Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes ausgleichen“, ergänzt Schulz, die sich ab Juli noch auf personelle Verstärkung im Projekt freut.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Bianca Schulz, Universität Osnabrück
Career Service
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4138
career4internationals@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8846.atom Engagierter und charismatischer Wissenschaftler der ersten Stunde - Universität Osnabrück trauert um Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Witte 2020-05-14T08:40:15+02:00 2020-05-14T08:38:05+02:00 OSNABRÜCK.- Die Universität Osnabrück trauert um Wirtschaftswissenschaftler Prof. i.R. Dr. rer. pol. Thomas Witte. Er starb am Mittwoch, 6. Mai, im Alter von 76 Jahren. 1979 wurde Witte als erster Professor an den neu gegründeten Fachbereich Wirtschaftswissenschaften berufen, zunächst für das Fachgebiet BWL/Produktion, später - auf seinen Vorschlag hin neu ausgerichtet - auf BWL/Produktionsmanagement und Wirtschaftsinformatik. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2009 trieb er den Aufbau und die kontinuierliche Erneuerung des Fachgebietes voran. Früh erkannte Prof. Witte die strategische Bedeutung der Integration von Praxisbezug, Internationalität, Interdisziplinarität und Wirtschaftsinformatik für die Erforschung und Ausbildung einer nachhaltigen Unternehmensführung. So verdanken ihm Universität, Fachbereich, Wirtschaft und Studierende unter anderem die enge Kooperation mit der Umweltsystemforschung, das Doppeldiplom-Abkommen mit führenden französischen Hochschulen sowie transatlantische studentische Austauschprogramme mit virtuellen Lehrkonzepten. Besonders hervorzuheben ist seine Mitwirkung am Aufbau der Wirtschaftsinformatik, die schon seit 2001 Bachelor- und Master-Studiengänge einführte, anfangs und lange Zeit als einzige Intensiv-Studiengänge Deutschlands.

Als Mitbegründer des Instituts für Informationsmanagement und Unternehmensführung schuf er ein Fundament für die praxisorientierte Forschung und Ausbildung in der Wirtschaftsinformatik in enger Kooperation mit Unternehmen der Region und weit darüber hinaus. Es gelang ihm, herausragende Unternehmenspersönlichkeiten für die Wissenschaft zu gewinnen.

Mehr als zehn Jahre übernahm er als Institutsdirektor, Dekan und als Senator Verantwortung und teilte seine Erfahrungen zum Wohle von Fachbereich und Universität.

Prof. Witte, geb. am 11. Dezember 1943 in Idar-Oberstein, studierte von 1963 bis 1969 an der Universität Münster Mathematik, Philosophie und Wirtschaftswissenschaften, mit Auslandsstudien an der Sorbonne in Paris. Er arbeitete als wissenschaftlicher Assistent im Institut für Unternehmensforschung von Prof. Adam, ebenfalls an der Universität Münster, wo er 1973 mit Auszeichnung zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften promovierte und 1978 die venia legendi für das Fach Betriebswirtschaftslehre erhielt.

„Der Fachbereich trauert um Prof. Witte - ein passionierter, engagierter und charismatischer Wissenschaftler der ersten Stunde“, so die Dekanin des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften, Prof. Dr. Valeriya Dinger. „Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
 Prof. Dr. Valeriya Dinger, Universität Osnabrück
 Dekanin des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften
 Heger-Tor-Wall 14, 49078 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-3398
dekanfb9@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8843.atom Demokratie stärken, Radikalisierung verhindern - Universität Osnabrück an Kooperationsprojekt zur muslimischen Selbstorganisation beteiligt 2020-05-13T10:25:05+02:00 2020-05-13T10:21:59+02:00 Die Demokratie zu stärken, Radikalisierung zu verhindern und dabei über die Basis der Gesellschaft wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, ist Ziel des Projektes Fem4Dem, welches in einer Kooperation des Instituts für Islamische Theologie der Universität Osnabrück mit dem Fachbereich Erziehungswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main durchgeführt wird. Das Projekt Fem4Dem II wird bis Ende 2021 von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert. Genauer möchte das Projekt herausfinden, was an der Basis der muslimischen Zuwanderungsgesellschaft passiert. Um zu erfahren, welche Initiativen es gibt und wie Mädchen und Frauen es versuchen, sich zu organisieren, um ihre Interessen in der Gesellschaft zu vertreten, wurden seit Anfang 2019 im Vorgängerprojekt Fem4Dem I aufwendige Recherchen angestellt. Initiativen sollten dabei erkannt und die Unterstützung durch wissenschaftliche Expertise erarbeitet werden. Nun wird das Projekt fortgesetzt und die Zielgruppe um Jungen- und Männerarbeit erweitert. Das Ziel bleibt dabei das gleiche: Die engere Verbindung der Initiativen mit der Wissenschaft und die Unterstützung zu mehr Eigenständigkeit und Professionalisierung.

Prof. Dr. Bülent Uçar und Dr. Michael Kiefer vom Institut für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück und Prof. Dr. Harry Harun Behr und Dr. Meltem Kulaçatan von der Goethe-Universität Frankfurt am Main forschen dafür zusammen mit ihren 15 Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern im gesamten Bundesgebiet nach Beispielen muslimischer Selbstorganisation.

„Das Institut für Islamische Theologie verfügt seit seinem Bestehen über sehr gute Zugänge in die heterogene muslimische Zivilgesellschaft in Deutschland. Diese bilden eine wichtige Voraussetzung zum Gelingen unseres Projektes", so Dr. Michael Kiefer.

"Die Projekte könnten von ihrer Ausrichtung her ganz unterschiedlich sein", sagt Dr. Kulaçatan von der Goethe-Universität. In der Pilotphase beteiligte sich zum Beispiel eine Gruppe aus Bielefeld, in der sich muslimische Frauen gegen Antisemitismus in der Stadtgesellschaft engagierten. „Diese Frauen haben auf mehreren Seiten mit Vorurteilen zu kämpfen, wir helfen ihnen, ein Konzept zu entwickeln, damit sie erfolgreich Aufklärung betreiben können, zum Beispiel in Schulen und in der Erwachsenenbildung“, so die Erziehungswissenschaftlerin. Die Frauen müssten auch lernen, mit Rückschlägen klarzukommen und nicht aufzugeben – auch dabei würden sie vom Projekt Fem4Dem gestärkt.

Das Projekt Fem4Dem II wird bis Ende 2021 von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert. Bereits 2019 hat die Beauftragte das vorangegangene Projekt Fem4Dem I gefördert. Insgesamt sind dafür rund 5,7 Millionen Euro vorgesehen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Michael Kiefer, Universität Osnabrück
Institut für Islamische Theologie (IIT)
Vertretung der Professur „Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt muslimische Wohlfahrtspflege“
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6220
michael.kiefer@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8839.atom Religion als Faktor der Radikalisierung? Ergebnisse des Forschungsprojekts der Universitäten Osnabrück und Bielefeld jetzt in einer Podcastreihe veröffentlicht Utz Lederbogen 2020-05-12T16:24:56+02:00 2020-05-12T15:21:00+02:00 Welches religiöse Selbstbild weisen radikalisierte beziehungsweise radikalisierungsgefährdete junge Muslime auf? Das wurde in einem Verbundprojekt des Instituts für Islamische Theologie (IIT) der Universität Osnabrück und des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld untersucht. Um die Ergebnisse des Forschungsprojektes trotz der Covid-19-bedingten Absage der Abschlusstagung einer interessierten Öffentlichkeit nahe zu bringen, hat das Forschungsteam die Podcastreihe „Religion als Faktor der Radikalisierung?“ erarbeitet. Der Link: https://bit.ly/2Z2ZZkS Zu den großen innenpolitischen Themen der vergangenen zehn Jahre zählt der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus, der insbesondere durch die Kriegsszenarien in Syrien und Irak befeuert wurde. Neben geheimdienstlichen und polizeilichen Abwehrmaßnahmen spielte hierbei auch die Prävention gegen Radikalisierung eine wachsende Rolle. „Diese kann nur dann wissensbasiert gestaltet werden, wenn die Wirkfaktoren in Radikalisierungsprozessen hinlänglich bekannt sind“, erläutert Dr. Michael Kiefer, Leiter des Osnabrücker Teilprojekts das Vorgehen.

In dem ‚Forschungsnetzwerk Radikalisierung und Prävention‘ (FNRP) stand zunächst die Frage im Mittelpunkt, welches religiöse Selbstbild radikalisierte beziehungsweise radikalisierungsgefährdete junge Muslime aufweisen. „Ziel war es, wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse darüber zu gewinnen, welcher mögliche Einfluss ‚Religion als Faktor der Radikalisierung‘ zukommt.“, so Kiefer.

In den weiteren Analysen zeigte sich, dass die gewaltaffine islamistische Szene eine hohe Heterogenität und Bandreite aufweist. Auf der einen Seite können radikalisierte Jugendliche beobachtet werden, die über nur geringe Islamkenntnisse verfügen und eher zufällig und temporär in islamistische Netzwerke geraten sind. Auf der anderen Seite gibt es aber auch ideologisch und religiös gut ausgebildete Kaderpersönlichkeiten, die sich auf einen langen Kampf eingestellt haben. Solche Kaderpersönlichkeiten finden sich zum Beispiel in tschetschenischen Milieus. „Mitglieder der erstgenannten Gruppe können durchaus durch Repression und sozialarbeiterische Maßnahmen aus der Szene herausgelöst werden. Die angeführten Kaderpersönlichkeiten stellen hingegen ein dauerhaftes Gefahrenpotential dar“, so der Osnabrücker Wissenschaftler.

Erste Projektergebnisse sind in dem bereits zu Jahresbeginn erschienenen Sammelband „Aspekte von Radikalisierungsprozessen. Fallgestützte Studien“ zu finden. Weitere Ergebnisse finden sich in einer praxisorientierten Handreichung. Beides steht nun mit den Podcasts auf der Homepage des Instituts für Islamische Theologie (IIT) an der Universität Osnabrück zum kostenfreien Download zur Verfügung.
Link: https://www.irp-cms.uni-osnabrueck.de/en/hintergrundseiten/handlungsempfehlungen_und_podcast_religion_als_faktor_der_radikalisierung.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Sören Sponick, Universität Osnabrück
Institut für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6332
E-Mail: soeren.sponick@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8837.atom Wiederansiedlung gefährdeter Arten - Botaniker der Uni Osnabrück legen Biodiversitätsfläche am Westerberg an Utz Lederbogen 2020-05-08T11:25:28+02:00 2020-05-08T11:12:01+02:00 Der Botanische Garten der Universität Osnabrück hat sich zum Ziel gesetzt, die Biodiversität der Pflanzen zu erforschen, zu erhalten und zu vermitteln. Der Erhaltungsschwerpunkt liegt auf dem Schutz von heimischen Wildpflanzen, von denen eine wachsende Zahl zu den gefährdeten ‚Rote Liste‘-Arten gehört. Aus diesem Grund legen die Botaniker der Universität in der nächsten Woche auf dem Westerberg vor dem Gebäude des Fachbereichs Biologie (Barbarastraße 11) eine „Biodiversitätsfläche“ an. Prof. Dr. Sabine Zachgo, Direktorin des Botanischen Gartens, freut sich auf die Aktion: „Direkt vor dem Gebäude der Biologie werden wir nicht nur unseren Studierenden, sondern auch der Osnabrücker Öffentlichkeit das Engagement des Gartens zum Schutz der heimischen Biodiversität zeigen. Und wir sind auch gespannt auf den Besuch von zahlreichen Insekten, die dieses Projekt anziehen wird.“ Mit einer Informationstafel wird an der geschützten und umzäunten Fläche die Öffentlichkeit über die Schutzaktivitäten informiert.

Mit dem Aufbau der Samengenbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) hat der Botanische Garten ein deutschlandweites Schutznetzwerk initiiert, welches Saatgut von Wildpflanzenarten mit anwendungsrelevanten Eigenschaften bei Tiefkühltemperaturen einlagert. Diese Genbank von Pflanzen mit all ihren unterschiedlichen, genetisch fixierten Anpassungen an variable Klima- und Bodenverhältnisse ist eine wertvolle Ressource, die gerade in Zeiten des Klimawandels für Züchtungs- und Forschungszwecke zur Verfügung steht.

Im Anschluss an das WEL-Projekt hat der Botanische Garten den Aufbau des nationalen Wildpflanzenschutzprojekts (WIPs.De) koordiniert, in dem drei unterschiedliche Biodiversitätsschutzmaßnahmen erstmalig miteinander kombiniert werden. Neben der bewährten Samengenbank werden hier zusätzlich Erhaltungskulturen von Pflanzen in verschiedenen Botanischen Gärten angelegt, die dann genutzt werden, um zum Beispiel Wiederansiedlungsmaßnahmen gefährdeter Arten durchzuführen. In der Osnabrücker Region geschieht dies beispielsweise mit einer Population des Breitblättrigen Knabenkrautes, der Orchidee Dactylorhiza mayalis, die während der Bautätigkeiten an der A1 Autobahntalbrücke Habichtswald im Landkreis Steinfurt im Botanischen Garten kultiviert wird, um danach wieder an ihren ehemaligen Standort zurückzukehren.

Der Garten kooperiert im Rahmen der WEL-Genbank mit SaatenZeller, einer deutschen Saatgutfirma, die sich darauf spezialisiert hat, zertifiziertes Regionalsaatgut von Wildpflanzen aus 22 verschiedenen Herkunftsregionen zu produzieren. SaatenZeller hat eine passende Saatgutmischung gespendet, und der Botanische Garten wird zusätzlich gefährdete WIPs.-De Arten aus Erhaltungskulturen von regionalen Wildpflanzen beisteuern.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Sabine Zachgo, Universität Osnabrück
Direktorin des Botanischen Gartens
Fachbereich Biologie/ Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2840
E-Mail: sabine.zachgo@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8834.atom Jura in Osnabrück: eine Top-Adresse - Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung ergibt ideale Bedingungen für den Studienstart an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2020-05-08T11:11:50+02:00 2020-05-07T12:48:18+02:00 Im dem am Dienstag (5. Mai) im ZEIT Studienführer veröffentlichten Ranking haben sich die Juristen der Universität Osnabrück in der absoluten Spitzengruppe der deutschen juristischen Fachbereiche platziert. In allen vier Kategorien, die der ZEIT Studienführer bewertet, ist die Universität Osnabrück in der Topgruppe. Das schafften nur drei Universitäten. Damit hat Osnabrück eine der besten Jura-Fakultäten Deutschlands. Das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) basiert vor allem auf detaillierten Befragungen der Studierenden. Das Jura-Studium in Osnabrück hat im Urteil der Studierenden in allen Fächern Spitzennoten verdient. Die allgemeine Studiensituation wird als „sehr gut“ beurteilt. Die Studierenden sind insbesondere mit der Betreuung, der Unterstützung im Studium und bei der Planung eines Auslandsstudiums und der Vorbereitung auf das Examen sehr zufrieden.

Mit „sehr gut“ bewerteten die Studierenden auch viele weitere Kriterien wie die Verfügbarkeit und die Ausstattung von Selbstlernplätzen, Wissenschaftsbezug, Lehrangebot und Prüfungen. Das Jura-Studium an der Universität Osnabrück hat  – was bei Hochschulrankings nur sehr selten vorkommt – bei 15 von 18 Einzelkriterien, die in die Gesamtwertung einfließen, Spitzenplätze erzielt.

Die Dekanin, Prof. Mary-Rose McGuire, freut sich über das sehr gute Ergebnis: „Wir können nicht mit 100 Jahren Tradition, aber mit guter Lehre und Praxisbezug punkten. Das ist entscheidend. Sowohl für die Studierenden, die im Landesdurchschnitt beim Examen vorne liegen, als auch für die Behörden, Unternehmen und Kanzleien, die unsere Absolventinnen und Absolventen einstellen möchten. Wir freuen uns über das positive Feedback und sind überzeugt, dass wir mit unserem Fokus auf dem Europarecht, Wirtschaftsrecht und dem Recht der Digitalisierung die richtigen Schwerpunkte setzen.“

Im CHE-Ranking wird in jedem Jahr ein Drittel der Fächer neu bewertet. In diesem Jahr sind es neben Jura die Fächer BWL, VWL, Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsrecht, Soziale Arbeit und erstmals Wirtschaftspsychologie.

Begutachtet werden nach CHE-Angaben Informationen und Fakten zu Studium, Lehre und Forschung an mehr als 300 untersuchten Universitäten und Fachhochschulen; betrachtet wurden rund 40 Fächer. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung flossen den Angaben zufolge in das Ergebnis die Bewertungen von rund 120.000 Studierenden und 3.000 Professorinnen und Professoren ein. Damit bietet das Ranking gerade auch für die Studienplatzwahl als auch für potentielle Arbeitgeber eine verlässliche Basis.

Das Hochschulranking ist im Internet unter www.zeit.de/che-ranking dokumentiert, die Bewertung der Osnabrücker Rechtswissenschaften ist zu finden unter ranking.zeit.de/che/de/fachbereich/400130

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Mary-Rose McGuire, Universität Osnabrück
Dekanin des Fachbereichs Rechtswissenschaften
Heger-Tor-Wall 14, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6128
E-Mail: dekanjur@uni-osnabrueck.de

Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8833.atom 90 Prozent Umsatzrückgang – 55 Prozent der Gastronomen müssen sich privat einschränken: Studie an der Universität Osnabrück zeigt Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Gastronomie in Deutschland 2020-05-06T13:55:33+02:00 2020-05-06T13:53:36+02:00 Gastronomiebetriebe sind in besonderer Weise von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Ein Team des Instituts für Geographie der Universität Osnabrück hat 448 Gastronominnen und Gastronomen mit einem Online-Fragebogen befragt, um die Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Gastronomie zu untersuchen. Durchgeführt wurde die Befragung von Prof. Dr. Martin Franz, Dr. Philip Müller und Dr. Thomas Neise, alle drei Wirtschaftsgeographen am Institut für Geographie der Universität Osnabrück. Befragt wurde in der Zeit vom 20. April bis zum 5. Mai. Aufgrund der seit Mitte März vorgenommenen Einschränkungen für die Gastronomie haben die Betriebe im Durchschnitt einen Umsatzrückgang von 90,3 Prozent erlitten. „Liefer- und Abholdienste können für die meisten Betriebe die Umsatzrückgänge nur marginal auffangen. Viele Betriebe sind dafür auch gar nicht geeignet“, erklärt Dr. Thomas Neise dazu. Die betrieblichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie wirken sich auch auf die wirtschaftliche Situation der Gastronominnen und Gastronomen sowie ihrer Familien negativ aus. 54,6 Prozent der Befragten gab an, dass sie und ihre Familie sich gegenwärtig stark finanziell einschränken müssen. Gleichzeitig blicken die Gastronominnen und Gastronomen sehr sorgenvoll in die Zukunft.

Über drei Viertel der Befragten schätzen die Risiken für die Zukunft ihres Betriebs (77,6 Prozent) und ihre eigene finanzielle Situation (79,0 Prozent) sehr hoch bzw. hoch ein. Über vier Fünftel der Gastronominnen und Gastronomen erwarten weniger Ertrag bzw. Gewinn (84,8 Prozent) und erhöhte Hygienevorschriften (81,9 Prozent), rund 70 Prozent fehlendes Kapital für Investitionen (71,1 Prozent) und weniger Kunden (69,4 Prozent) für die Zeit, wenn sie wieder vollständig öffnen können. „Die meisten Unternehmen schauen pessimistisch in die Zukunft. Vielen Gastronomiebetrieben ging es schon vor der Coronakrise nicht gut. Die aktuellen Einschränkungen werden zu zahlreichen Betriebsschließungen führen“, erläutert Professor Martin Franz.

In Reaktion auf die finanziellen Probleme hat jeder dritte Betrieb (34,4 Prozent) mit seinen Lieferanten, Verpächtern oder Vermietern Zahlungsaufschübe vereinbart. Die aufgelegten Sonderfinanzierungsprogramme vom Bund und den Ländern werden sehr rege von den Betrieben genutzt. Vier von Fünf der Betriebe (79,7 Prozent) greifen auf das Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit zurück, umihre Personalkosten zu senken. 73,0 Prozent der Betriebe haben Darlehen aus dem Zuschussprogramm des Bundes beantragt bzw. ausgezahlt bekommen. Neben den externen Finanzierungshilfen greifen die Gastronominnen und Gastronomen auf ihr Eigenkapital (61,2 Prozent) und Rücklagen aus dem Betriebsgewinn (44,4 Prozent) zurück. Dies hat zur Folge, dass die knappen finanziellen Rücklagen aufgezehrt werden und geplante Investitionen (z.B. Renovierung) aufgegeben oder -schoben werden.

Obgleich die Sonderfinanzierungsprogramme sehr häufig genutzt werden, haben die Gastronominnen und Gastronomen eine ambivalente Meinung hierzu. Über die Hälfte (56,3 Prozent) schätzt die Programme als sehr hilfreich bzw. hilfreich ein, während 43,7 Prozent der Gastronominnen und Gastronomen keine große Hilfe in den Programmen sehen, um ihre Betriebe zu erhalten. „Die Gastronominnen und Gastronomen haben Sorge, weil es sich nur um Darlehen handelt, die sie später zurückzahlen müssen“. erklärt dazu Dr. Philip Müller.

Auch wenn nun erste Ergebnisse aus der Befragung veröffentlicht wurden, läuft die Befragung weiter. Die Wissenschaftler bitten weiterhin alle Gastronominnen und Gastronomen, die Befragung auszufüllen: www.survey.uni-osnabrueck.de/limesurvey/index.php/755971?lang=de

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Martin Franz, Universität Osnabrück
Institut für Geographie
Neuer Graben 11ab, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4333
martin.franz@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8831.atom „Justus Möser im Netzwerk der deutschen Aufklärung": Universität Osnabrück startet neues Forschungsprojekt 2020-05-04T13:38:11+02:00 2020-05-04T13:36:28+02:00 Zum Auftakt des neuen Semesters hat am Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) unter der Leitung von Prof. Dr. Siegrid Westphal und Prof. Dr. Kai Bremer das Projekt „Justus Möser im Netzwerk der deutschen Aufklärung“ begonnen, das von der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung gefördert wird. Ziel ist es, die bisher nur punktuell untersuchte regionale wie überregionale Rezeption des Osnabrücker Juristen und Aufklärers im Rahmen von zwei jeweils dreijährigen Dissertationsprojekten zu erforschen.  

Für die Bearbeitung dieser Thematik konnten zwei Stipendiatinnen gewonnen werden, zum einen Denise Schlichting aus Kiel, zum anderen Jennifer Staar aus Osnabrück.

Justus Möser (1720-1794) gilt als einer der bedeutendsten Osnabrücker. Seine publizistischen Werke waren weit über das Fürstbistum Osnabrück hinaus bekannt und fachlich hoch anerkannt. Bei Möser lässt sich die Verzahnung von aufklärerischen Ideen und konkreter Politik vielleicht besser beobachten als bei jedem anderen Denker des 18. Jahrhunderts. Gezielte Untersuchungen, inwieweit beispielsweise Mösers Publizistik und damit insbesondere auch seine aufklärerischen Gedanken und Ideen von seinen Zeitgenossen sowohl im Fürstbistum Osnabrück als auch überregional rezipiert wurden, stehen allerdings noch aus.

Das nun gestartete Projekt will diese Lücke schließen. Grundlegend dafür ist die These, dass Aufklärung aus dem Austausch von überregional artikulierten Ideen und Konzepten einerseits und lokal-engagiertem Handeln und Agieren andererseits besteht. Wichtig ist dabei, dieses Zusammenspiel nicht als Top-down-Austauschprozess zu begreifen, sondern als zirkulär. Aufklärung fand nie allein in den intellektuellen Zentren ihrer Zeit wie etwa Berlin oder Weimar statt, sondern war – zumal im dezentral organisierten Reich – nur durch lokale Akteure zu gestalten.

Das Projekt wird am Beispiel von Mösers regionalen und überregionalen Netzwerken zeigen, wie und wo diese überregionalen Ideen vor Ort rezipiert wurden, wie sie im Alltag des Fürstbistums Osnabrück konkretisiert wurden und wie diese Ideen und Realisierungen Möser wiederum zu überregionalen publizistischen Beiträgen veranlassten.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück

Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit &

Forschungszentrum IKFN

Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4418

siegrid.westphal@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Kai Bremer, Universität Osnabrück

Lehrstuhl für Deutsche Literatur der Frühen Neuzeit im europäischen Kontext & Forschungszentrum IKFN

Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück

Tel.: + 49 541 969 4457

kai.bremer@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8830.atom Auf ins Studium – Universität und Hochschule Osnabrück informieren Studieninteressierte online im Video-Chat 2020-04-30T12:24:34+02:00 2020-04-30T12:23:13+02:00 Ab Montag, 4. Mai, berät die Zentrale Studienberatung der Hochschule und Universität Osnabrück Studieninteressierte regelmäßig montags um 16 Uhr live in einem Gruppen-Videochat zum Studium in Osnabrück und Lingen. In einer Präsentation mit anschließender Fragerunde geht die ZSB auf Themen wie Fächerwahl, Zugangsvoraussetzungen und Auswahlverfahren ein. Aktuelle Hinweise zum Bewerbungsverfahren werden gegeben und Recherchemöglichkeiten aufgezeigt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an info@zsb-os.de möglich. Sie bekommen anschließend einen Link zum Beratungschat zugeschickt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
E-Mail:info@zsb-os.de

]]>
news-8828.atom Die Geschicke der jungen Universität mitgeprägt - Universität Osnabrück trauert um den Sozialgeographen Prof. Dr. Hans-Joachim Wenzel Utz Lederbogen 2020-04-29T15:12:30+02:00 2020-04-29T15:08:43+02:00 Die Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Hans-Joachim Wenzel. Er starb am Mittwoch, 22. April, im Alter von 82 Jahren. Wenzel, der 1975 als Professor für Sozialgeographie an die Universität berufen wurde, gehörte zum "Urgestein" dieser jungen Hochschule, die damals zu seinem Dienstbeginn mit "heftigen Eruptionen, Verwerfungen und Verschiebungen um Formgebung rang", wie der ehemalige Universitätspräsident Prof. Dr. Rainer Künzel bei dessen Verabschiedung 2003 hervorhob. An diesem Gestaltungsprozess nahm Wenzel als engagiertes Mitglied des Akademischen Senats, wenig später auch des Konzils, über 25 Jahre aktiv teil. Als geschätzter Wissenschaftler und Kollege prägte er die Geschicke der Universität entscheidend mit. Auch das heutige Institut für Geographie und das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) verdanken ihm sehr viel.

Prof. Wenzel, geb. am 24.2.1938, studierte Geographie, Bodenkunde, Geologie, Sozialökonomie der Entwicklungsländer und Volkswirtschaftslehre an den Universitäten Hamburg, Freiburg i.Br., Göttingen und Gießen. Der diplomierte Geograph arbeitete anschließend als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Gießen, wo er 1969 promovierte. Nach einer mehrjährigen Dozententätigkeit folgte dann 1975 der Ruf an die kurz zuvor gegründete Universität Osnabrück.  

Sein engagiertes wissenschaftliches Wirken war im Kern immer an den Werten der sozialen Gerechtigkeit orientiert. Seit Anfang der achtziger Jahre hatte Wenzel durch zahlreiche Forschungsaufenthalte in verschiedenen Ländern Subsahara-Afrikas – zumeist im Rahmen von Projekten zur ländlichen Entwicklung – Ansehen in seinem Fach, bei den Institutionen deutscher Entwicklungszusammenarbeit und den Akteuren vor Ort erworben. Ein sichtbarer Ausdruck seines wissenschaftlichen und zugleich stets auch politischen Engagements war das "Kolloquium Dritte Welt" an der Universität, das der Geograph von Anfang an im Vorstand der Arbeitsgruppe "Dritte Welt – Umwelt und Entwicklung" maßgeblich mitgestaltete.

Weitere Arbeitsschwerpunkte stellten die Migrationsforschung sowie die regionale Bildungs- und Arbeitsmarktforschung dar. Zahlreiche seiner Veröffentlichungen befassen sich mit Fragen der Regional- und Stadtentwicklung, mit grenzüberschreitenden Arbeitsmärkten, Binnenwanderungen sowie Formen der internationalen Migration. Dazu gehörten Untersuchungen über umweltinduzierte Fluchtbewegungen in und aus Afrika ebenso wie Projekte im Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ sowie zur Zuwanderung und Integration von (Spät-)Aussiedlern. Aus diesem Forschungsinteresse entstand eine enge Zusammenarbeit mit dem IMIS, dessen Mitglied er von 1994 bis zu seiner Pensionierung war. Von 1997 bis 2002 war Prof. Wenzel Direktor dieses von Prof. Dr. Klaus J. Bade gegründeten Forschungsinstituts. „Sein Einsatz für die geographische Migrationsforschung und seine Leidenschaft für die interdisziplinäre Zusammenarbeit waren beispielhaft und wirken bis heute fort“, so IMIS-Direktor Prof. Dr. Andreas Pott.

Als Hochschullehrer hat Prof. Wenzel ein weites Spektrum – von den Lehramtsstudiengängen einschließlich der schulischen Betreuung von Absolventen in der einphasigen Lehrerausbildung bis zur praxisorientierten Ausbildung von Diplomgeographen – vertreten. Mit Publikationen wie dem „Metzler Handbuch für den Geographieunterricht“, dessen Mitherausgeber er war, leistete er ebenso innovative wie nachhaltige Impulse für eine ganze Generation von Geographie-Lehrerinnen und -Lehrern. Durch seinen unermüdlichen Einsatz gerade für jüngere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler – sei es in der intensiven Betreuung wissenschaftlicher Qualifikationsarbeiten, bei der Erarbeitung erster Publikationen oder durch Unterstützung und Vernetzung in unterschiedlichen Forschungs- und Praxiszusammenhängen – hat er vielen Menschen sehr viel ermöglicht.

„Die Universität und der Fachbereich verabschieden sich von einem exzellenten Wissenschaftler, einem hoch geachteten Kollegen, wertvollen Berater und guten Freund. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, so die Dekanin des Fachbereichs Kultur- und Sozialwissenschaften, Prof. Dr. Christiane Kunst.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christiane Kunst, Universität Osnabrück
Dekanin des Fachbereichs Kultur- und Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49069 Osnabrück
Telefon: + 49 541 969 4612
E-Mail: dekanatfb1@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Martin Franz, Universität Osnabrück
Leiter des Instituts für Geographie
Seminarstr. 19 a/b, 49074 Osnabrück
Telefon: + 49 541 969 4277
E-Mail: martin.franz@uni-osnabrueck.de

Prof. Dr. Andreas Pott, Universität Osnabrück
Sozialgeograph und Direktor des
Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4384
E-Mail: andreas.pott@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8827.atom Ein Motor für den Mittelstand – Universität Osnabrück hilft bei der Entwicklung eines Online-Beratungstools 2020-04-29T10:29:00+02:00 2020-04-29T10:25:44+02:00 Die Corona-Krise macht den Einzelhandel immer innovativer. Gleichzeitig wächst die Solidarität der Konsumenten, aber wie kommen beide zusammen? Die Universität Osnabrück hat nun gemeinsam mit dem Unternehmen Optik Peter Meyer das Tool "Petra" fertiggestellt, welches Kundinnen und Kunden bei vielen Fragen schon online beraten und informieren kann. Damit die Innenstädte sich trotz der Restriktionen weiterentwickeln, soll das Tool dabei helfen, das Vertrauen in den Einzelhandel auszubauen, die Produktvielfalt aufzeigen und so einfach in Kontakt zu kommen. Auf der Homepage des Optikers (www.optikmeyer.de) ist es möglich, "Petra" Fragen rund um Kontaktlinsen, Dienstleistungen und Brillensortiment zu stellen. Viele Fragen, die sonst in einer persönlichen Beratung gestellt werden, können hier schon vorab geklärt werden.

Vor drei Jahren wurde das Projekt gestartet, im Herbst 2019 stießen die Studenten Jacob Dudek und Gerrit Bartels der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Gordon Pipa vom Institut für Kognitionswissenschaft mit viel Leidenschaft und Fachwissen hinzu. Im Zuge von Covid-19 konnte das System nun schnell vorangetrieben werden und läuft nun seit einigen Tagen stabil. "Grundlage dieses Systems ist die Fähigkeit der Verarbeitung von natürlicher Sprache und die Kenntnis spezifischen Wissens, das für den Kunden relevant ist. Für die Verarbeitung von natürlicher Sprache gibt es heute bereits viele Lösungen, allerdings fehlt diesen das spezifische Wissen, welches sie für den Benutzter sinnvoll macht. Um dieses Wissen dem System beizubringen, haben wir das Fachwissen der Mitarbeiter von Optik Meyer und die Fragen, die von Nutzern und Konsumenten gestellt werden, genutzt und damit den Service zu einer für Optik Meyer spezifischen Lösung gemacht. So wird den Kundinnen und Kunden hoffentlich schon vorab zuhause geholfen", so Prof. Dr. Gordon Pipa.

"Ziel des Projektes ist es, dass Konsumenten zunehmend mehr Vertrauen in den Einzelhandel gewinnen und andere mittelständische Unternehmen eventuell auch von diesem Tool profitieren können", so der Geschäftsführer Peter Meyer. "Der Handel, Kundinnen und Kunden brauchen neue Wege, um miteinander zu sprechen. Der Chat Pot ist eine Lösung, um Dienstleistungen oder Produktvielfalt sichtbar zu machen. Auffällig ist die große Solidarität, die wir zurzeit im Einzelhandel bekommen. Mit ihr wird es möglich sein, unseren Stadtkosmos zu erhalten", betont Meyer.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Gordon Pipa, Universität Osnabrück
Insitut für Kognitionswissenschaft
Wachsbleiche 27, 49090 Osnabrück
gpipa@uos.de

Peter Meyer, Optik Peter Meyer
Krahnstraße 17/18, 49074 Osnabrück
Tel.: 0541/29746
info@optikmeyer.de

]]>
news-8825.atom Universität und Hochschule Osnabrück informieren Studieninteressierte online im Video-Chat 2020-04-23T11:48:21+02:00 2020-04-23T11:47:01+02:00 Am Montag, 27. April, berät die Zentrale Studienberatung der Hochschule und Universität Osnabrück (ZSB) Studieninteressierte jeweils um 10 Uhr und um 16 Uhr live in einem Gruppen-Videochat zum Studium in Osnabrück und Lingen.  In einer Präsentation mit anschließender Fragerunde geht die ZSB auf Themen wie Fächerwahl, Zugangsvoraussetzungen und Auswahlverfahren ein. Aktuelle Hinweise zum Bewerbungsverfahren werden gegeben und Recherchemöglichkeiten aufgezeigt. Eine Anmeldung ist per E-Mail an info@zsb-os.de möglich. Sie bekommen anschließend einen Link zum Beratungschat zugeschickt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück

Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)

Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4999

info@zsb-os.de

]]>
news-8823.atom Wissenschaftler der Universität Osnabrück erhält Dietrich-Thränhardt-Dissertationspreis 2020 2020-04-22T10:02:20+02:00 2020-04-22T10:00:57+02:00 Der Dietrich-Thränhardt-Dissertationspreis 2020 des Arbeitskreises Migrationspolitik in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) wird an den Osnabrücker Sozialwissenschaftlicher Dr. Helge Schwiertz verliehen. Schwiertz arbeitet am Fachgebiet Migration und Gesellschaft des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Er wird ausgezeichnet für seine Studie „Die radikale Demokratie der migrantischen Kämpfe. Politische Selbstorganisierung von Jugendlichen mit unsicherem Aufenthaltsstatus in Deutschland und den USA“.  Wie gelingt es migrantischen Jugendlichen, zu politischen Subjekten zu werden und für ihre Rechte einzutreten? Wie ist es möglich, sich Herrschaftsverhältnissen zu widersetzen und inwiefern bietet Demokratie hierbei einen Bezugspunkt? In seiner 2019 im transcript Verlag veröffentlichten Dissertation geht Helge Schwiertz diesen Fragen nach, indem er eine radikaldemokratische Theorie entwickelt und diese mit einer qualitativen Studie zur Selbstorganisierung migrantischer Jugendlicher in Deutschland und den USA verbindet. Durch den Dialog von Empirie und Theorie trägt er damit sowohl zu einem differenzierten Verständnis migrantischer Kämpfe als auch zu demokratietheoretischen Debatten bei und zeigt auf, wie Grenzen demokratisiert werden können.

Seine Arbeit wurde nun vom Arbeitskreis Migrationspolitik in der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft (DVPW) mit dem diesjährigen Dietrich-Thränhardt-Dissertationspreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro dotiert. In der Auswahl der Jury heißt es hierzu: „Die Arbeit überzeugte durch ihren Forschungsansatz sowie die durchgeführte systematische empirische und international vergleichende Analyse. Besonders hervorzuheben ist darüber hinaus die eigenständige Weiterentwicklung der radikalen Demokratietheorie sowie ihr Beitrag zur reflexiven Methodik in der deutschsprachigen Migrationsforschung." 

Der Preis ist nach dem Gründer des Arbeitskreises „Migrationspolitik“ Dietrich Thränhardt benannt, der von 1980 bis 2008 Professor für Politikwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster war und der die politikwissenschaftliche Migrationsforschung in Deutschland und in Europa maßgeblich geprägt hat. 

Weitere Informationen für die Redaktion:
Dr. Helge Schwiertz, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4917
helge.schwiertz@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8821.atom Erfolgskontrolle der Auenrenaturierung - Projekt der Universität Osnabrück vom Bundesamt für Naturschutz ausgezeichnet Utz Lederbogen 2020-04-21T17:14:21+02:00 2020-04-21T17:11:23+02:00 Auen entlang der Flussniederungen bieten einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum und sind von großer Bedeutung für den Erhalt der natürlichen Biodiversität. Seit Jahrhunderten sind Auen allerdings zunehmenden Belastungen durch unterschiedliche Nutzungsansprüche ausgesetzt. Diese Auswirkungen hat in den vergangenen vier Jahren ein Projektteam der Abteilung Ökologie der Universität Osnabrück untersucht. Jetzt wurde das Projekt vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) als „Projekt des Monats“ ausgezeichnet. Untersucht wurden über zwei Vegetationsperioden die ehemaligen Entwicklungsvorhaben des BfN zur Auenrenaturierung an Berkel (NRW), Hase (Niedersachsen), Oster (Saarland) und Oberweser (NRW/Niedersachsen). „Damit liegen nun Daten aus Auen vor, die sich seit Abschluss der jeweiligen Maßnahmen in unterschiedlichem Umfang und in Teilen sogar eigendynamisch entwickeln konnten“, erläutert Dr. Dominique Remy, der die Untersuchung geleitet hat.

„Jedes der Gebiete hat heute eine deutlich höhere Biodiversität als vor den Maßnahmen“, resümiert der Ökologe. Auch seien die unter Schutz gestellten Gebiete im Vergleich zur Umgebung in einem wesentlich besseren Zustand. „Allerdings gibt es durch die Fließgewässer anthropogene Störeinflüsse in die Auen hinein, obwohl die Auen lokal dem menschlichen Zugriff entzogen und mit hohem Aufwand renaturiert wurden.“

Für künftige Vorhaben zur Auenrenaturierung bedeutet dies: „Es müssen Wege gefunden werden, wie ein naturnaher Wasserhaushalt und dynamische Auenstrukturen trotz anthropogen geprägter Fließgewässer geschaffen und auch langfristig erhalten werden können“, so der Osnabrücker Biologe. Zudem bedarf es langfristiger Entwicklungskonzepte, um bei Fehlentwicklungen nachsteuern zu können.

Nähere Informationen zum Projekt: https://www.bfn.de/themen/biologische-vielfalt/nationale-strategie/projekt-des-monats/auenrenaturierungen.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Dominique Remy, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 13, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2829
E-Mail: dominique.remy@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8820.atom Geschlossen – Uni Osnabrück: Botanischer Garten für Besucherverkehr weiterhin nicht geöffnet 2020-04-21T10:24:56+02:00 2020-04-21T10:23:54+02:00 Der Botanische Garten der Universität Osnabrück wird bis einschließlich Montag, 1. Juni, weiterhin seine Tore für den Publikumsverkehr geschlossen halten. Trotz ersten vorsichtigen Lockerungen im öffentlichen Leben hat die Kontaktsperre zur Eindämmung des Corona-Virus noch oberste Priorität. Nur so erscheint es vermeidbar, dass sich mehrere Personen oder größere Gruppen im Botanischen Garten begegnen. Das ist nur eine von mehreren Sicherheitsvorkehrungen der Universität Osnabrück zum Schutz der Bevölkerung, der Universitätsangehörigen und der Studierenden.

Die Nutzung des Gartens als fußläufige Verbindung zwischen Innenstadt und Westerberg ist nach wie vor nicht möglich; auch Lehrveranstaltungen finden hier nicht statt. Außerdem entfallen alle für diesen Zeitraum vorgesehenen Veranstaltungen des Botanischen Gartens, des Freundeskreises und der Grünen Schule. Dazu gehören „Ein Blick/e hinter die Kulissen“, die am Mittwoch, den 20. Mai, und am Donnerstag, den 28. Mai, interessierten Besuchern die Besichtigung des Kakteenhauses und des Nutzpflanzenhauses ermöglichen sollten. Auch die Sonntagsführungen der Grünen Schule werden entfallen, die thematischen Gartenrundgänge zu einem späteren Zeitpunkt wieder angeboten.

Die Gartenleitung ist sich einig: „Jetzt, wo „das neue Normal“ erst begonnen hat und die Konsequenzen noch nicht abzusehen sind, ist weiterhin Vorsicht geboten. Wir bitten daher die Bevölkerung weiterhin um viel Geduld und Verständnis für solche Entscheidungen. Der Garten wird auf Sie warten, es ist alles nur eine Frage der Zeit.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Yvonne Bouillon, Universität Osnabrück
Technische Leitung des Botanischen Gartens
Albrechtstraße 29, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2704
yvonne.bouillon@biologie.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8819.atom Nähen von textilen Masken – Uni Osnabrück: Neue Ausstellung in der Galerie Stichpunkt 2020-04-20T10:33:22+02:00 2020-04-20T10:30:35+02:00 In Deutschland - und der ganzen Welt - fehlt es derzeit an Masken. Da niemand ausschließen kann, sich zwischenzeitlich angesteckt zu haben und das Virus ohne eigenes Krankheitsgefühl weiterzugeben, empfehlen immer mehr Ärzte das Tragen einer einfachen, selbstgenähten Maske. Das Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück reagiert mit seiner neuen Ausstellung in der Galerie Stichpunkt, Seminarstraße 33-34, auf den Bedarf selbstgenähter Exemplare. Die idealerweise aus Baumwollstoff bestehende Maske schützt zwar nicht vor der eigenen Ansteckung mit dem Corona-Virus, sie kann aber nach Aussage der Bundesärztekammer bei der Eindämmung sinnvoll sein. Tröpfchen, die beim Sprechen, Husten oder Niesen entstehen, können von der Maske, auch wenn sie aus Stoff ist, abgefangen werden. Es wird daher empfohlen, im öffentlichen Raum eine Maske zu tragen, wobei unbedingt der Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden muss. Auch die Bundesregierung empfiehlt inzwischen das Tragen eines solchen Schutzes im öffentlichen Raum.

Prof. Dr. Stefan Reuter, Infektiologe am Klinikum Leverkusen, weist auf der Homepage des Klinkums darauf hin, dass das Tragen der Mund-Nase-Maske zweckmäßig ist: „In gewisser Weise ist es jetzt eine Form des gegenseitigen Respekts, einen Mundschutz zu tragen,“ und er betont: „Wenn ich in die Öffentlichkeit gehe, zum Beispiel zum Einkaufen, dann schütze ich mit der Maske meine Mitmenschen – aus Höflichkeit und aus Verantwortungsbewusstsein.“

Das Fachgebiet Textiles Gestalten weist darauf hin, dass es bei der Herstellung der Masken wichtig ist, dass die Maske einen Draht (oder ähnliches) hat, sodass sie um die Nase gelegt werden kann. Zudem muss ein Stoff verwendet werden, der nach dem täglichen Gebrauch bei 90 Grad gewaschen werden kann. Ansprüche, die Stoffe aus Baumwolle erfüllen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8818.atom "Arbeiten in der Corona-Krise" – Universität Osnabrück startet deutschlandweiten Arbeitswelt-Monitor 2020-04-20T09:57:15+02:00 2020-04-20T09:44:21+02:00 Wie sieht der Arbeitsalltag in verschiedenen Branchen und Berufsfeldern während der Corona-Krise aus? Um die Auswirkungen der Corona-Krise in den unterschiedlichen Bereichen der Arbeitswelt sichtbar zu machen, haben die Universität Osnabrück und die Kooperationsstellen Hochschulen – Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen den Arbeitswelt-Monitor „Arbeiten in der Corona-Krise“ ins Leben gerufen. Die Teilnahme ist unter www.wao.uni-osnabrueck.de möglich. Die Corona-Pandemie hat Deutschland fest im Griff. Auch die Arbeitswelt ist betroffen – und zwar weit über den Gesundheitssektor hinaus. Covid-19 und die Eindämmungsmaßnahmen haben in fast allen Wirtschaftszweigen und Berufsfeldern spürbare Auswirkungen auf die Arbeitenden. Allerdings sind die Effekte in verschiedenen Bereichen der Arbeitswelt höchst unterschiedlich: Für einige verschiebt sich der Arbeitsort ins Home Office, manche sind in Kurzarbeit, müssen Einkommenseinbußen hinnehmen oder sind von Erwerbslosigkeit bedroht. Andere, insbesondere die zur Aufrechterhaltung der Lebensmittelversorgung, des Gesundheitssystems und der Daseinsvorsorge erforderlichen Berufsgruppen, müssen Mehrbelastungen hinnehmen und sind besonderen Infektionsrisiken ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Schließung von Kindergärten, Schulen und anderen Betreuungsmöglichkeiten viele Arbeitende vor Herausforderungen in der Organisation der Kinderbetreuung und des Arbeitsalltags stellt.

Aufgerufen teilzunehmen sind Arbeitende aus allen Branchen und Berufsfeldern sowie aus unterschiedlichen Beschäftigungsformen. Egal, ob jemand im Einzelhandel arbeitet, in der Industrie, in der Logistik, in der Pflege, im Kindergarten, im öffentlichen Sektor, im Kulturbereich oder einer anderen Branche, ob in einem festen Beschäftigungsverhältnis oder freiberuflich gearbeitet wird. Der Arbeitswelt-Monitor interessiert sich für die Alltagserfahrungen arbeitender Menschen: Wie erleben diese ihre Arbeit in Zeiten der Corona-Krise? Wie reagieren Arbeit- und Auftraggeber, welche Schutzmaßnahmen werden ergriffen und wie lassen sich Kinderbetreuung und Arbeit im Alltag vereinbaren?

"Ziel des Arbeitswelt-Monitors 'Arbeiten in der Corona-Krise' ist eine wissenschaftliche Berichterstattung über die Corona bedingten Veränderungen in der Arbeitswelt. Regelmäßige Folgebefragungen stellen sicher, dass der Monitor die Dynamik der Corona-Krise erfasst und ein realistisches Bild der Entwicklungen in der Arbeitswelt aus der Perspektive der Arbeitenden gezeichnet wird", so wissenschaftlicher Leiter der Studie Prof. Dr. Hajo Holst vom Institut für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück. Die Universität und die Kooperationsstellen Hochschulen und Gewerkschaften übernehmen gemeinsam die Kommunikation der Ergebnisse in die Öffentlichkeit, die Politik und die relevanten wissenschaftlichen Communities.

Eine Teilnahme ist möglich unter: www.wao.uni-osnabrueck.de

Für weitere Informationen und Fragen steht Prof. Dr. Hajo Holst zur Verfügung (hajo.holst@uni-osnabrueck.de).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hajo Holst, Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften
Seminarstraße 3, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4615
haholst@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8817.atom Zusage für Projekt im Textile Research Centre Leiden – Uni Osnabrück erhält Fördergelder für textiles Forschungsprojekt 2020-04-16T12:28:53+02:00 2020-04-16T12:26:40+02:00 Der von Dr. Bärbel Schmidt, Professorin für Textil- und Bekleidungswissenschaften an der Universität Osnabrück, an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gestellte Antrag zum Themenschwerpunkt "Erzählstoff – Forschungsbasierte Notizen über das vestimentäre Gedächtnis des deutschen Kleidungsbestandes" im Textile Research Centre in Leiden ist positiv beschieden worden. Dem Fachgebiet Textiles Gestalten der Universität Osnabrück stehen jetzt 6.800 Euro für die Umsetzung zur Verfügung. Im Fokus des Projektes steht die im Textile Research Centre in Leiden gesammelte Kleidung deutscher Herkunft. Das TRC ist ein autarkes Forschungsinstitut, das sich auf anthropologische und archäologische Themen im Bereich von Textilien und Kleidung spezialisiert hat. Das unabhängige Forschungsinstitut verfügt über eine circa 25.000 Stücke umfassende Textilsammlung aus aller Welt und allen Zeiten, unter anderem aus Deutschland. Die am Forschungsinstitut ansässigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehen vor allem der Fragestellung nach, was Menschen tragen, um ihre Identität auszudrücken. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit dem Themenkomplex der vorindustriellen Textiltechnologie
(https://www.trc-leiden.nl/).

"Trotz intensiver Arbeiten sind aufgrund von mangelnden personellen Kapazitäten noch nicht alle Kleidungstücke und Textilien systematisch erfasst und wissenschaftlich bearbeitet worden. Dies betrifft auch die in der Sammlung befindlichen Sammlungsstücke deutscher Herkunft. Ein bedauernswertes Desiderat, da Kleidung sehr häufig als Träger persönlicher, lebensgeschichtlich aufgeladener und emotional besetzter Bedeutungen fungiert. Eine Aufarbeitung der Kleidungsstücke könnte zu einem besseren Verständnis über möglicherweise unterschiedliche Kleidungsstile in den Niederlanden und Deutschland führen, könnte Aufschlüsse über die Körpertechniken bzw. körperbezogene Erfahrungen durch Kleidung in beiden Ländern geben, könnte die Fragen klären, welche regionalspezifischen Kleidungsstücke im Textile Research Centre aufgenommen wurden und warum. Zudem könnte über die Kleidungsstücke das alltägliche Kleidungsverhalten in beiden Ländern analysiert werden", so Prof. Dr. Bärbel Schmidt.

Kleidung hatte in vergangener Zeit einen völlig anderen Stellenwert und Wert im Leben der Menschen. Sie wurde über Generationen hinweg vererbt. Heute werden jährlich unzählige Kollektionen produziert, die die Nachfrage ankurbeln und Trend nach Trend verbreiten sollen. Viele Konsumenten und Konsumentinnen folgen dieser Vorgabe der Textilindustrie, indem sie ständig neue Kleidung kaufen und dabei nicht auf nachhaltige Produktionsbedingungen (sozial, ökologisch, ökonomisch, kulturell) achten. "Trotz der negativen Klimabilanz, dem Einsturz der Fabrik Rana Plaza in Bangladesh 2013 mit über 1.000 getöteten Menschen sowie unzähliger Siegel, die eine nachhaltige Produktion verheißen, hat sich bislang wenig im Bewusstsein und dementsprechend im Handeln der Konsumenten und Konsumentinnen geändert. Der Blick zurück auf einen – zwar zwangsweise – so doch aber wesentlich gesünderen und sozial verträglicheren Umgang mit Kleidung und Textilien dient dazu, das Thema Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Projekt vertiefend aufzugreifen", so Schmidt weiter. Da das Fachgebiet Textiles Gestalten in der Lehramtsausbildung verankert ist, können die Erfahrungen der Studierenden langfristig nachhaltig die nachwachsenden Generationen in den Schulen erreichen.

In einem ersten Schritt soll eine Inventarisierung der Kleidungsstücke und Textilien von den Studierenden mit dem auf das Textile Centre zugeschnittenen Inventarisierungsprogramm Jumloo additions erfolgen. Im zweiten Schritt sollen deren unmittelbare Gebrauchsfunktionen, materieller Wert, materielle Struktur, Schmuck, Schutz oder deren gesellschaftlichem Ansehen ebenso erarbeitet werden wie bei vorhandener Provenienz subjektiven Empfindungen, Deutungen und Erinnerungen, der Interaktionen und Erzählungen, die sich darin Ausdruck verschaffen. Geplant ist zum Abschluss des Projektes eine Ausstellung im Textile Research Centre, in der die Bevölkerung über das Forschungsprojekt und die Ergebnisse der Recherchen informiert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8816.atom Sorge in der Corona-Krise – Uni Osnabrück: Teilnehmende für Online-Studie gesucht 2020-04-15T09:35:59+02:00 2020-04-15T09:24:04+02:00 Die Corona-Pandemie löst in weiten Teilen der Bevölkerung Angst und Sorge aus. Das soziale und wirtschaftliche Leben ist mit starken Restriktionen zur Eindämmung der Pandemie belegt und die Sorge vor einer resultierenden Wirtschaftskrise sowie deren Folgen wächst. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wahrnehmung von Sicherheit und Kriminalität, Fragen des Zusammenlebens oder Migration sind Mittelpunkt einer nun gestarteten Langzeitstudie an der Universität Osnabrück, die in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch-Institut durchgeführt wird. In dem Projekt wird insbesondere untersucht, wie Persönlichkeitseigenschaften und soziale Beziehungen (beispielsweise mit Freundinnen und Freunden oder Familienmitgliedern) das Erleben und Verhalten in der aktuellen Situation mitbestimmen. Dafür möchte die Studie Menschen über mehrere Wochen begleiten, in denen sie den Teilnehmenden zu vier verschiedenen Zeitpunkten die gleichen Fragen stellt. Dadurch können mögliche Veränderung im Erleben und Verhalten während der Corona-Pandemie erforscht werden. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Maarten van Zalk vom Institut für Psychologie der Universität Osnabrück.

 Die Einladung zur Teilnahme richtet sich an volljährige Personen. Die Online-Umfrage kann von zu Hause aus bearbeitet werden. Dafür wird lediglich ein internetfähiges Gerät benötigt. Die Bearbeitungszeit jeder der insgesamt vier Befragungen beträgt jeweils etwa 15 bis 30 Minuten. Die Teilnahme ist unter ww2.unipark.de/uc/osna_corona/ möglich. Als Dankeschön werden zehnmal 500 Euro verlost. Weitere Nachfragen sind perE-Mail unter uos_gesellschaft@uos.de möglich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Maarten van Zalk, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6550
uos_gesellschaft@uos.de

]]>
news-8814.atom Die Zentrale Studienberatung Osnabrück informiert Studieninteressierte zum Lehramtsstudium online 2020-04-09T13:07:46+02:00 2020-04-09T13:06:28+02:00 Aufgrund der hohen Nachfrage informiert die Zentrale Studienberatung der Hochschule und Universität Osnabrück ab sofort jeden Mittwoch um 10 Uhr in einem Live-Chat zu allen in Osnabrück angebotenen Lehrämtern der Grund-, Haupt-, Realschulen sowie des Gymnasiums und den berufsbildenden Schulen. Weitere Zeiten sind in Planung. Eine Anmeldung ist unter info@zsb-os.demöglich. Sie bekommen anschließend einen Link zum Beratungschat zugeschickt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück

Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)

Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4999

info@zsb-os.de

]]>
news-8813.atom Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf Personen mit psychischen Erkrankungen aus? – Universität Osnabrück sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Online-Studie 2020-04-06T10:55:25+02:00 2020-04-06T10:53:20+02:00 Die aktuelle Corona-Pandemie ist allgegenwärtig und stellt eine Herausforderung in einem nie dagewesenen Ausmaß für die gesamte Bevölkerung dar. Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit, Schließung von Bars, Clubs, Restaurants, überfüllte Arztpraxen sowie soziale Isolation sind nur einige der massiven Veränderungen, für die alle einen Umgang finden müssen. Insbesondere Personen, die im Alltag mit psychischen Störungen zu kämpfen haben, könnten durch die massiven Einschränkungen durch die Corona-Pandemie zusätzlich belastet sein. Dieses Thema untersucht die Universität Osnabrück in Kooperation mit der Universität Münster und der Universität Tübingen im Rahmen einer Online-Studie. Wie gehen beispielsweise depressive Personen mit dieser Situation um, die bereits vorher unter massiven Antriebsschwierigkeiten und dem Verlust von Freude litten? Oder jemand, der unter einer sozialen Angststörung leidet und etwa Angst vor sozialen Kontakten hat? Was macht jemand in dieser schwierigen Lage, der sich unabhängig von Corona bereits viel sorgt und unter einer generalisierten Angststörung leidet? Oder jemand, der unter Panikattacken leidet und an einer Panikstörung und/oder Agoraphobie erkrankt ist? Wie erleben Betroffene mit akustischen und optischen Halluzinationen im Rahmen einer so genannten wahnhaften Störung die Corona-Pandemie? Was machen Personen mit einer Krankheitsangststörung, die Angst haben sich mit einer Erkrankung zu infizieren? Wie geht es Personen, die unter einer Essstörung leiden, oder Personen mit einer sogenannten körperdysmorphen Störung, die das Gefühl haben, auf Grund eines (subjektiv empfundenen) körperlichen Makels hässlich und entstellt zu sein? Wie geht es denen, die bereits vor der Pandemie an Kontroll- und Waschzwänge gefesselt waren und unter einer Zwangsstörung litten? Und wie ergeht es psychisch erkrankten Personen generell im Vergleich zur gesunden Normalbevölkerung?

Diese und weitere Fragen werden in der 20 bis 30-minütigen Online-Studie untersucht. Ziel ist es, die Auswirkung der aktuellen Corona-Pandemie auf das psychische Wohlergehen bei gesunden sowie an einer psychischen Störung erkrankten Personen zu untersuchen. Für diese Studie werden Männer und Frauen ab 18 Jahren mit und ohne psychischer Störung gesucht.
Alle weiteren Informationen zur Studie unter https://ww3.unipark.de/uc/corona-studie/.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Silja Vocks, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4743
silja.vocks@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8811.atom Online-Gruppenberatung zum Lehramt  2020-04-03T10:13:57+02:00 2020-04-03T10:10:50+02:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück informiert Studieninteressierte zum Lehramtsstudium online am Mittwoch, 8. April. Am Mittwoch, 8. April, informiert die Zentrale Studienberatung der Hochschule und Universität Osnabrück um 10 Uhr und 14 Uhr in einem Live-Chat zu allen in Osnabrück angebotenen Lehrämtern der Grund-, Haupt-, Realschulen sowie des Gymnasiums und den berufsbildenden Schulen. Bitte melden Sie sich unter info@zsb-os.de an. Sie bekommen anschließend einen Link zum Beratungschat zugeschickt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück

Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)

Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4999

info@zsb-os.de

]]>
news-8810.atom Konfrontation mit dem eigenen Körper – Uni Osnabrück stellt Webseite zu Wissenschaftlichem Netzwerk online 2020-03-25T11:04:29+01:00 2020-03-25T11:03:15+01:00 Die Expertise im Bereich der Behandlung von Körperbildstörungen durch Vernetzung sichern und interdisziplinären und internationalen Input vergrößern – dies hat das durch Drittmittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt BEAM-Net, an dem die Uni Osnabrück federführend beteiligt ist, zum Ziel. Nun wurde die Webseite beam-net.uni-osnabrueck.de zum Netzwerkprojekt online gestellt. Das Körperbild beschreibt das innere Bild, das man sich vom eigenen Körper macht, d.h. das Bild vor dem inneren Auge des eigenen Körpers und der damit verbundenen Gefühle, die man gegenüber dem eigenen Körper hegt. Eine Störung des Körperbildes ist ein Kernmerkmal von Essstörungen und der Körperdysmorphen Störung, das es zu behandeln gilt.

„Das Wissenschaftliche Netzwerks BEAM-Net (Body Exposure – Attention Modification) ist ein Zusammenschluss von klinisch-psychologischen Forscherinnen aus Osnabrück, Tübingen und Freiburg. Es hat zum Ziel, die Effektivität der Körperkonfrontation als Behandlungstechnik und der Körperbildstörung zu vergrößern, Wirkmechanismen zu verstehen sowie handliche Informationen für praktisch tätige Kolleginnen und Kollegen bereit zu stellen“, so Projektleiterin Prof. Dr. Andrea Hartmann Firnkorn vom Institut für Psychologie der Universität Osnabrück.  

Die neu erstellte Webseite beam-net.uni-osnabrueck.de gibt nähere Informationen zu Mitgliedern, Motivation und Zielen des Netzwerks und zudem einen Einblick in die Körperbildstörung und Körperkonfrontationstherapie.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andrea Hartmann Firnkorn, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49088 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6349
andrea.hartmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8809.atom „School to go“ - Universität Osnabrück an digitaler Lernplattform beteiligt 2020-03-25T08:09:49+01:00 2020-03-25T08:07:01+01:00 OSNABRÜCK / SAARBRÜCKEN. Aufgrund der bundesweiten Schließung von Schulen haben Schülerinnen und Schüler unerwartet viel Zeit. Um diese nicht nur durch Aufgaben und Arbeitspläne, die sie von den Schulen erhalten, zu füllen, startete ein institutionsübergreifendes Konsortium von Wissenschaftlern der Universitäten Osnabrück und Saarbrücken die Entwicklung der Lernplattform „School to go“. Dieser kostenlos abrufbare Service ermöglicht es Schülern, die freie Zeit zusätzlich sinnvoll zu nutzen. Darüber hinaus soll das Angebot Eltern, Lehrende und Schüler für das digitale Lernen begeistern. Am Freitag, 20. März, ging die Plattform schooltogo.de online.

„School to go“ ist eine gemeinsame Initiative des Fachgebiets für Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik der Uni Osnabrück (Prof. Dr. Oliver Thomas) und dem Lehrstuhl Fachdidaktik Deutsch Primarstufe an der Universität des Saarlands (Prof. Dr. Julia Knopf). Unterstützt werden die beiden Lehrstühle von der DFKI-Forschungsgruppe Smart Enterprise Engineering, dem Forschungsinstitut Bildung Digital (FoBiD), sowie dem Start-up-Unternehmen Didactic Innovations GmbH.

„Ein 20-köpfiges Team von Didaktikern und IT-Spezialisten arbeitet momentan an dieser Plattform, um motivierende, lehrplankonforme Inhalte zur Verfügung zu stellen. Die Angebote sind dabei für jedes Fach und Alter vorgesehen“, so Prof. Dr. Oliver Thomas. Das Mathelernen mit einem Chatbot für die vierte Klasse oder Sporteinheiten für zu Hause werden dabei unter anderem zur Verfügung gestellt. Die Angebote können nach Zielgruppen (z.B. 6-10 Jahre, 11-14 Jahre und 15-18 Jahre) und Bereichen (z.B. Deutsch, Fremdsprachen, MINT und Lern-Mix) gefiltert werden und bestehen aus innovativen Lernformaten wie interaktiven Videos, Micro-Learning-Elementen oder Multimediapräsentationen.

„Die schulische Ausbildung mit digitalen Medien ist in allen Fächern eine große Herausforderung und darf analoge Lehr- und Lernangebote nicht ersetzen, sondern muss diese sinnvoll ergänzen“, so Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Präsidentin der Universität Osnabrück. „Mit School to go ist den Teams der beiden Universitäten Osnabrück und Saarbrücken eine solche Lösung gelungen und damit eine einmalige Kooperation zweier Bundesländer. Nicht zuletzt aus diesem Grund unterstütze ich diese Initiative“, ergänzt die Universitätspräsidentin.

Die Digitalisierung von Aus- und Weiterbildungsprozessen ist an der Universität Osnabrück seit über zehn Jahren ein Forschungsschwerpunkt des Fachgebiets von Prof. Thomas und wird ebenso in der von ihm geleiteten DFKI-Arbeitsgruppe Smart Enterprise Engineering fortgeführt. Während in den letzten Jahren verstärkt Wert auf die Nutzung und Entwicklung innovativer Lehr- und Lernumgebungen für mobile und tragbare Endgeräte gelegt wurde, geht das Fachgebiet mit der Umsetzung der Lernplattform schooltogo.de neue Wege. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Osnabrück und Saarbrücken haben herausragend miteinander kooperiert. Bereits direkt nach Bekanntgabe der bundesweiten Schulschließungen gab es erste Ausarbeitungen und Konzepte – eine Woche später war die Plattform schooltogo.de bereits online“, berichtet Prof. Thomas stolz von der kurzen Entwicklungsarbeit.

Stand 24. März sind über 100 Lehrmodule online und die Plattform verzeichnete bereits über 10.000 Zugriffe. Die digitalen Lerninhalte werden einerseits selbst produziert und berücksichtigen andererseits auch didaktisch geprüfte externe Lernangebote.

Weitere Infos unter:
https://schooltogo.de/
https://www.dfki.de/see/
https://www.imwi.uos.de/
https://fobid.org/
https://didactic-innovations.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Oliver Thomas, Universität Osnabrück
Informationsmanagement und Wirtschaftsinformatik
Parkstraße 40 3, 49080 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4810
oliver.thomas@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8807.atom Nachhaltiges Management von Steinbrüchen - Forschungsvorhaben der Uni Osnabrück als UN-Dekade-Projekt ausgezeichnet 2020-03-23T10:50:21+01:00 2020-03-23T10:44:58+01:00 OSNABRÜCK.- Das Projekt „Biodiversität und nachhaltiges Management von Steinbrüchen in Zeiten des globalen Wandels“ der Universität Osnabrück wurde von einer Fachjury als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Im Fokus des Forschungsvorhabens, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell gefördert wird, erarbeiten Wissenschaftler der Abteilung für Biodiversität und Landschaftsökologie der Universität Osnabrück ein Konzept für den Erhalt der Artenvielfalt in Steinbrüchen. Dabei werden in Kooperation mit zahlreichen Partnern aus Naturschutzpraxis und der Rohstoffindustrie Handlungsempfehlungen für eine biodiversitätsfördernde und nachhaltige Bewirtschaftung der Abbauflächen entwickelt, die sowohl die Abbau- als auch die Nachnutzungsphase einbeziehen. 

„Steinbrüche sind Hotspots der Biodiversität und bieten zahlreichen gefährdeten Arten einen geeigneten Lebensraum“, fasst Projektleiter Prof. Dr. Thomas Fartmann die bisherigen Ergebnisse zusammen und ergänzt: „Vor allem Arten, die auf nährstoffarme Lebensräume mit spärlicher Vegetation angewiesen sind, und in der heutigen intensiv genutzten Kulturlandschaft kaum noch geeignete Lebensräume vorfinden, profitieren von den Bedingungen in Steinbrüchen.“ Neben Vögeln und Amphibien würden auch zahlreiche Insekten wie Tagfalter, 

Heuschrecken, Libellen und Wildbienen geeignete Lebensraumbedingungen in Steinbrüchen vorfinden. „Auf diese Weise bilden Steinbrüche wichtige Refugien für gefährdete Arten in einer ansonsten häufig strukturarmen, monotonen Kulturlandschaft“, sagt Dr. Reinhard Stock, DBU-Fachreferent Naturschutz, anerkennend.  

Die Verleihung der Auszeichnung fand während eines Projekttreffens in Brilon-Madfeld statt, in dessen Rahmen aktuelle Forschungsergebnisse der Wissenschaftler vorgestellt und mit dem projektbegleitenden Beirat aus Vertretern der Naturschutzpraxis und der Steinbruchbetreiber diskutiert wurden. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 3551
t.fartmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8805.atom Herausforderungen der Corona-Krise meistern - Kognitionswissenschaftler der Universität Osnabrück beteiligen sich am #WirVsVirus Hackathon der Bundesregierung Utz Lederbogen 2020-03-19T19:17:54+01:00 2020-03-20T09:00:00+01:00 Wie können wir als Gesellschaft die Herausforderungen, die im Zuge der Corona Krise entstehen, mit neuen Lösungen gemeinsam meistern? Diese Fragen haben sich Akteurinnen und Akteure sieben sozialer Initiativen und die Bundesregierung gestellt. Von Freitag, 20. März, bis Sonntag, 22. März, organisieren sie kurzfristig einen #WirVsVirus Online-Hackathon. Mit dabei die Kognitionswissenschaftler der Universität Osnabrück. Der Neuroinformatiker Prof. Dr. Gordon Pipa nimmt als Mentor teil. Im Moment arbeiten allerorts Beschäftigte des öffentlichen Sektors und der Wirtschaft, Akteure des sozialen Sektors sowie Bürgerinnen und Bürger aus allen Bereichen der Gesellschaft an Lösungen für neue Herausforderungen, die durch die Corona Krise entstehen. Der Hackathon #WirvsVirus bietet einen gemeinsamen organisatorischen und technischen Rahmen, in dem sich Programmiererinnen und Programmierer, Designerinnen und Designer, Kreative, Problemlöserinnen und Problemlöser sowie sozial engagierte Bürgerinnen und Bürger über zwei Tage online einbringen und funktionierende Prototypen und Lösungsansätze – digital und nicht-digital – für gesellschaftlich relevante Fragestellungen im Hinblick auf die Corona-Krise entwickeln können. „Er ist ein Startpunkt, für ein gemeinsames Engagement, mit dem wir auch langfristig Herausforderungen als Gesellschaft lösen können“, so Prof. Pipa.

Weitere Informationen auch zur Teilnahme finden sich unter wirvsvirushackathon.org.

Weitere Informationen für die Medien
Prof. Dr. Gordon Pipa, Universität Osnabrück
Institut für Kognitionswissenschaft
Leiter der Arbeitsgruppe Neuroinformatik
Wachsbleiche 27, 49090 Osnabrück
Tel. +49 541 969 2277 oder +49 5405 500 90 95
E-Mail: gpipa@uni-osnabrueck.de.de

]]>
news-8803.atom Musikalische Talente ausgezeichnet - Studentin der Uni Osnabrück erhielt 1. Preis beim 26. Lions Musikpreis Utz Lederbogen 2020-03-19T09:48:34+01:00 2020-03-19T09:30:00+01:00 Mit minutenlangem Beifall würdigte das Publikum die Spielfreude der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im voll besetzten Konzertsaal der Kreismusikschule Leer beim 26. Lions Musikpreis. Nadja Konert, die 21 Jahre junge Studentin am Saxofon, hatte nicht nur die hochkarätige Jury, sondern auch das Publikum überzeugt. Sie erhielt den mit 1000 Euro dotierten 1. Preis. Sie studiert an der Universität Osnabrück Latein und Musik und hatte sich mit ihrer professionellen Klavierbegleitung intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Zweite Preisträgerin wurde die 17-jährige Kiara-Joy Molitor aus Osnabrück und über den dritten Preis freute sich Carlotta Hohaus (18 Jahre) aus Georgsmarienhütte. Unterstützung erhielten die drei Gewinnerinnen von ihrer engagierten Saxofonlehrerin Katharina Betten (Lehrbeauftragte an der Universität Osnabrück und Dozentin an der Musik- und Kunstschule Osnabrück), die ihre Schülerinnen nach Leer begleitet hatte. Sie war stolz, dass alle beim Lions Musikpreis überzeugen konnten.  

Bereits am Nachmittag hatten die Kandidatinnen ihre Pflichtstücke von Georg Philipp Telemann und Paul Harvey präsentiert. In dem öffentlichen Konzert spielten sie ihr Wahlstück. Zum ersten Mal in der 26-jährigen Geschichte des Lions Musikpreises war das klassische Saxofon Wettbewerbsinstrument. Heute zählt das Saxofon zu den beliebtesten Instrumenten und wurde Instrument des Jahres 2019.

Für Nadja Konert geht es im Mai zum Deutschlandwettbewerb nach Bremen, wo sie um die Teilnahme auf internationaler Ebene kämpfen wird. Sie wurde vom Lionsclub (LC) Osnabrück-Friedensreiter unterstützt. Kiara-Joy Molitor fand Unterstützung durch den LC Osnabrück-Penthesilea und Carlotta Hohaus durch den LC Georgsmarienhütte „Dörenberg“.

Weitere Informationen für die Medien
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4370, Mobil 0151-122 52 643
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8800.atom Abi-Pause 2020 – Gute Chancen auf einen Wunschstudienplatz. Uni Osnabrück startet Kampagne „Gut studieren und leben“ Utz Lederbogen 2020-03-18T12:57:20+01:00 2020-03-18T12:07:00+01:00 Unter dem Motto „Gut studieren und leben“ wirbt die Universität Osnabrück in den nächsten Monaten mit attraktiven Studienbedingungen um Abiturienten, vor allem im Nachbarbundesland Nordrhein-Westfalen. Hintergrund der Kampagne: 2020 wird es keinen Abiturjahrgang an allgemeinbildenden Gymnasien in Niedersachsen geben. Üblicherweise gibt es in Niedersachsen jährlich rund 27.000 Abiturientinnen und Abiturienten. Durch die Umstellung der Gymnasien von acht auf neun Schuljahre (G8 > G9) fehlen im Jahr 2020 etwa 22.000 Abiturienten, prognostiziert die Kultusministerkonferenz. Zwar werden knapp 5.000 Abiturienten von den integrierten Gesamtschulen erwartet, weitere von den Beruflichen Gymnasien sowie Absolventen mit Fachhochschulreife von den Fachoberschulen, aber dem Ausbildungsmarkt werden insgesamt erheblich weniger höherqualifizierte Bewerberinnen und Bewerber zur Verfügung stehen.

Die jetzt startende Kampagne richtet sich direkt an Studieninteressierte und ist dem Nutzerverhalten der Zielgruppe entsprechend vorrangig online konzipiert. Echte Osnabrücker Studierende sind die Gesichter der Kampagne und zeigen, warum Studierende an der Universität Osnabrück besonders gut studieren und leben können. „Mit der Kampagne ‚Gut studieren und leben in Osnabrück’ wollen wir die Universität Osnabrück auch in den umliegenden Bundesländern bekannter machen und dort für unsere guten bis sehr guten Studienbedingungen werben“, erläutert die Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl das Konzept.

Die Botschaft an die Studieninteressierten: „Du bist uns wichtig, wir kümmern uns um Dich!“ Während in Münster, Köln, Bielefeld, Paderborn oder Bremen die Hörsäle aus allen Nähten platzen, wirbt die Universität Osnabrück zu diesem Wintersemester mit einem optimalen Betreuungsverhältnis, modernen Hörsälen und Laboren und einem engmaschigen Netzwerk mit Unternehmen und anderen Wissenschaftseinrichtungen. „2020 gibt es an der Uni Osnabrück gute Chancen auf einen Wunschstudienplatz, auch in sonst stark nachgefragten Fächern“, so der Tipp der Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke.

184 attraktive und moderne Studienprogramme bietet die Universität an. Das vielfältige Fächerspektrum beinhaltet zukunftsorientierte Bachelor- und Masterprogramme unter anderem in den Studienfeldern Geistes- und Sozialwissenschaften, Sport, Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, Theologie, Kunst, Musik und Textil.

Der KI-Campus mit der langjährigen Profilbildung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ist ein besonderes Aushängeschild. Er verknüpft die forschungsstarken und zugleich anwendungsnahen Fächer Informatik, Kognitionswissenschaft, Wirtschaftsinformatik sowie Mathematik miteinander.
Neu ab dem Wintersemester ist der Informatik-Bachelorstudiengang „Eingebettete Softwaresysteme“. Das Spektrum der eingebetteten Computersysteme reicht von Microcontrollern in Alltagsgegenständen über vernetzte intelligente Maschinen in der Industrie-Automatisierung bis hin zu Spezialsystemen in der Luft- und Raumfahrt.

Die Wirtschaftswissenschaften mit einem vielfältigen Fächerspektrum beschäftigen sich künftig auch mit den Themen „Nachhaltigkeit“ sowie „Personal- und Organisationsentwicklung“. Diese neuen Vertiefungsrichtungen werden gerade im Studienprogramm verankert.
Ein Schwerpunkt der Universität Osnabrück ist die wissenschaftsnahe Bildung und Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern für die Schulformen Grund-, Haupt- und Realschule sowie Gymnasium bis hin zum Lehramt in berufsbildenden Schulen. Neu ist der Studiengang „Sozialpädagogik“. Dieser Schwerpunkt wird in naher Zukunft ergänzt durch den Masterstudiengang „Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft“.

Rund 14.000 Studierende sind derzeit eingeschrieben. Kim Kemmer, die im ersten Semester Psychologie studiert, ist begeistert: „Ich habe mir mehrere Unis angeschaut. Toll, dass es mit meinem Wunschstudienplatz hier in Osnabrück geklappt hat. In der Universität und der Stadt findet man sich rasch zurecht. Meine Dozentinnen und Dozenten haben ein offenes Ohr und es gibt im Studiengang viele Wahlmöglichkeiten.“

Und Laura Seidel, die Erziehungswissenschaft und Germanistik studiert und als Studienbotschafterin unterwegs ist, weiß: „An der Uni Osnabrück lässt sich studieren und Studentenleben wunderbar kombinieren. Wer einmal hier ist, möchte nicht mehr weg!"

Weitere Informationen für die Medien
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4370, Mobil 0151-122 52 643
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8797.atom Botanischer Garten der Universität wird geschlossen - Alle Veranstaltungen bis 30. April abgesagt Utz Lederbogen 2020-03-17T15:36:52+01:00 2020-03-17T15:32:41+01:00 OSNABRÜCK.- Der Botanische Garten der Universität Osnabrück wird ab Mittwoch, 18. März, bis einschließlich Donnerstag, 30. April, seine Tore für die Öffentlichkeit schließen. Das ist eine von vielen Sicherheitsvorkehrungen der Universität Osnabrück, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch die Bevölkerung zu schützen. Der Botanische Garten der Universität Osnabrück wird ab Mittwoch, 18. März, bis einschließlich Donnerstag, 30. April, seine Tore für die Öffentlichkeit schließen. Das ist eine von vielen Sicherheitsvorkehrungen der Universität Osnabrück, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch die Bevölkerung zu schützen.

Der Botanische Garten wird an allen drei Eingängen verschlossen, so dass der Garten auch nicht mehr als fußläufige Verbindung zwischen Innenstadt und Westerberg genutzt werden kann.

Alle für diesen Zeitraum vorgesehenen Veranstaltungen des Botanischen Gartens, des Freundeskreises und der Grünen Schule werden außerdem abgesagt. Dazu gehören die Mittagspause im Garten (16. April), ein Rundgang durch den Botanischen Garten (19. April), der Pflanzentauschmarkt (19. April), die Tipps aus der gärtnerischen Praxis „Raus aus dem Winterquartier“ (23. April) und die Veranstaltung zum „Feierabend in die Tropen“ (24. April). Auch die Sonntagsführungen der Grünen Schule müssen leider entfallen.

„Wir möchten die Bevölkerung im Sinne von Solidarität und trotz des frühlingshaften Wetters für diese Entscheidung um ihr Verständnis bitten“, so die technische Leiterin Yvonne Bouillon und der wissenschaftliche Leiter Dr. Nikolai Friesen.


Weitere Informationen für die Redaktionen:

Yvonne Bouillon, Universität Osnabrück
Technische Leitung des Botanischen Garten
der Universität Osnabrück
Fachbereich 5 – Biologie / Chemie
Albrechtstraße 29, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 5 41 9 69 27 04
E-Mail: yvonne.bouillon@biologie.uni-osnabrueck.de

PD Dr. Nikolai Friesen, Universität Osnabrück
Wissenschaftlicher Leiter/ Kurator
des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück
Albrechtstrasse 29, 49078 Osnabrück
Tel.: +49 541 9692738
E-Mail: friesen@biologie.uni-osnabrueck.de
Homepage: http://www.bogos.uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8795.atom Universität Osnabrück bei digitaler Lehre niedersachsensweit vorn 2020-03-18T09:22:56+01:00 2020-03-17T15:18:42+01:00 Seit mehr als 15 Jahren hat die Universität Osnabrück eine niedersachsenweit einzigartige Expertise in der digitalen Lehre. Davon konnte sich in der letzten Woche nun der Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Stefan Muhle, bei einem Besuch im Zentrum für digitale Lehre, Campus-Management und Hochschuldidaktik der Uni Osnabrück (virtUOS) überzeugen. Aufgrund der sich in Deutschland verbreitenden Infektion mit dem Virus „COVID-19“ („Coronavirus“) werden solche virtuellen Lehrformate für Hochschulen, wie sie das virtUOS entwickelt, zunehmend wichtiger.

Seit vielen Jahren bilden Veranstaltungsaufzeichnungen einen Schwerpunkt der digitalen Lehre an der Universität. Mittlerweile sind bereits 21 Hörsäle mit automatischen Aufzeichnungsgeräten ausgestattet, so dass die Lehrenden auch ohne große Kenntnisse die Aufzeichnung starten können, um diese dann ins Netz zu übertragen.Dafür genutzt wird Opencast Matterhorn, eine freie opensource Videomanagementsoftware, die insbesondere auf die automatische Aufzeichnung von Lehrveranstaltungen optimiert wurde und an deren Entwicklung virtUOS maßgeblich beteiligt ist.

„Aber das ist nur ein Bereich, in dem wir niedersachsenweit eine Vorreiterrolle einnehmen“, erklärt Dr. Andreas Knaden, Geschäftsführer des virtUOS. „Hinzu kommt beispielsweise Courseware, eine in die Lernplattform der Hochschule integrierte Komponente, die es erlaubt, mit wenigen Handgriffen anschauliches Selbstlernmaterial zu erstellen, das neben Texten Audio und Videoelementen auch kleine Tests und andere digitale Komponenten enthalten kann.“ Und auch das in Osnabrück mitentwickelte und etablierte Kursmanagementsystem Stud.IP selbst ist eine Erfolgsgeschichte. Die Online-Plattform ermöglicht den Studierenden, ihren Lehrenden und den Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern, mit zahlreichen Anwendungen Studium und Arbeit an der Universität zu strukturieren und zu organisieren.

Das Besondere, so erläuterten der Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie, Prof. Dr. Thomas Bals, Dr. Andreas Knaden und Rüdiger Rolf vom virtUOS in dem Gespräch, sei es, dass die Universität Osnabrück bei der virtuellen Lehre einen großen Erfahrungsvorsprung habe, von dem andere Hochschulen profitieren könnten. Dies gelte nicht allein für die Veranstaltungsaufzeichnungen, sondern darüber hinaus auch für den Social-Media Einsatz in der Lehre, KI-gestützte Beratung zum Studienverlauf, innovative Inverted Classroom Formate sowie die nutzerfreundliche Verknüpfung zwischen Lern- und Prüfungssystemen. Stefan Muhle zeigte sich von dem Besuch sehr beeindruckt: „Gerade in der aktuellen Situation sind die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation von herausragender Bedeutung für die Funktionsfähigkeit der Universitäten und auch anderer staatlichen Einrichtungen. Die Corona-Krise ist quasi ein Stresstest für unsere öffentliche digitale Infrastruktur“, so der Staatssekretär, der zugleich sein Interesse an einem weiteren regelmäßigen fachlichen Austausch bekundete.

 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück 

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4516

oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8794.atom Abi-Pause 2020 – Pressegespräch am Mittwoch, 18. März, abgesagt Utz Lederbogen 2020-03-16T15:16:31+01:00 2020-03-16T15:13:37+01:00 Niedersachsen kehrt als erstes Bundesland vollständig zum Abitur nach 13 Jahren (G 9) zurück. Damit gibt es in diesem Jahr eine Abi-Pause an den Gymnasien. Wie sich die Universität Osnabrück auf die Abi-Pause 2020 vorbereitet und welche Chancen sie vielleicht auch bietet, wollten wir Ihnen in einem Pressegespräch erläutern. Angesichts der Corona-Pandemie nehmen wir von einer Pressekonferenz Abstand. Wir werden Ihnen aber am Mittwoch, 18. März gegen 12 Uhr
eine entsprechende Pressemitteilung mit Bildern übersenden und bitten um Ihr Verständnis.

Weitere Informationen für die Medien
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8792.atom Universität Osnabrück ersetzt Präsenzlehrveranstaltungen für die ersten beiden Veranstaltungswochen 2020-03-13T09:10:23+01:00 2020-03-13T09:09:00+01:00 Aufgrund der sich in Deutschland verbreitenden Infektion mit dem Virus „COVID-19“ („Coronavirus“) hat die Hochschulleitung der Universität Osnabrück entschieden, dass vom Vorlesungsbeginn Mitte April bis zum 1. Mai keine Präsenzlehrveranstaltungen durchgeführt werden sollen. Darüber hinaus hat die Präsidentin der Universität, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, in einer E-Mail an die Mitglieder der Universität weitere Maßnahmen zusammengefasst. „Als Institution, in der viele Tausend Menschen täglich zusammenkommen, müssen wir uns hier positionieren, selbst wenn wir nicht wissen, wie sich die Situation entwickeln wird“, so Prof. Menzel-Riedl. „Die Perspektive, die wir nun einnehmen müssen, ist systemisch. Wie kann – gesamtgesellschaftlich gesehen – eine Infektionswelle verlangsamt werden, sodass die Situation für unser Gesundheitssystem bewältigbar bleibt? Hier tragen wir als Bildungseinrichtung eine entscheidende institutionelle Verantwortung, der wir uns nicht entziehen können.“

An der Universität beginnt das Sommersemester am 1. April; die zu Beginn des Veranstaltungszeitraums ab 14. April geplanten Lehrformate für die ersten zwei Wochen müssen jedoch umgestellt werden. Lehrende haben hier verschiedene Möglichkeiten, die von virtuellen Vorlesungen bis hin zu Online-Konferenzen reichen. Auch klassische Formate, wie Organisation und Arbeitsbeauftragung von Studierenden per E-Mail sind möglich. 

Ein weiterer Punkt betrifft das Prüfungswesen an der Universität. Hier gilt, dass Prüfungen generell angeboten  werden, jedoch beachtet werden soll, dass zwischen den Studierenden ein großer Sitzabstand gewährleistet werden sowie bei Gruppen von mehr als 50 Studierenden die Prüfung parallel in mehreren Räumen stattfinden soll. Darüber hinaus werden alle internationalen Veranstaltungen und Veranstaltungen der Universität mit mehr als 1.000 Teilnehmenden abgesagt. Alle anderen Veranstaltungen werden kritisch einzeln überprüft, vor allem wenn mehr als 100 Personen teilnehmen. 

Insgesamt betont Prof. Menzel-Riedl: „Wir können nicht ausschließen, dass unsere Informationen und Maßnahmen bald neu bewertet werden müssen und dynamisch bleiben. In diesem Sinne handeln wir maßvoll, aber doch entschlossen alles zu tun, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern.“

Weitere Informationen unter www.uni-osnabrueck.de/informationen-zum-coronavirus/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück 

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4516

oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8790.atom Abi-Pause 2020 – Wie sich die Universität Osnabrück vorbereitet – Einladung zum Pressegespräch am Mittwoch, 18. März, 12 Uhr Utz Lederbogen 2020-03-11T16:46:56+01:00 2020-03-11T16:42:25+01:00 Niedersachsen kehrt als erstes Bundesland vollständig zum Abitur nach 13 Jahren (G 9) zurück. Damit gibt es in diesem Jahr eine Abi-Pause an den Gymnasien. Einen Komplettausfall müssen die Hochschulen zwar nicht befürchten. In Niedersachsen finden an anderen Schulformen wie integrierten Gesamtschulen auch 2020 Abiturprüfungen statt, doch die machen nach wie vor nur einen kleinen Teil aus. So rechnet die Kultusministerkonferenz lediglich mit 5000 Abiturienten in Niedersachsen – üblich wären rund 27.000. Wie sich die Universität Osnabrück auf die Abi-Pause 2020 vorbereitet und welche Chancen sie vielleicht auch bietet, wollen wir Ihnen in einem Pressegespräch erläutern und dabei auch eine Studienbotschafterin zu Wort kommen lassen. Mittwoch, 18. März 2020, 12 Uhr,
Universität Osnabrück, Sitzungsraum des Präsidiums (13/E18)
Neuer Graben 29, Schloss-Nebengebäude, 49074 Osnabrück

 

An dem Pressegespräch nehmen teil:
Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl, Präsidentin der Universität Osnabrück
Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre
Laura Seidel, Studienbotschafterin, Studentin der Erziehungswissenschaft/ Germanistik (Zwei-Fächer-Bachelor)

Bitte teilen Sie uns kurz mit, ob wir mit Ihrem Besuch rechnen dürfen.
Pressesprecher Utz Lederbogen, Telefon (0541) 969-4370 oder -4516, E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de steht Ihnen für Rückfragen gerne zur Verfügung.

]]>
news-8789.atom Frieden in der Frühen Neuzeit – Universität Osnabrück an internationalem Handbuchprojekt der Friedensforschung beteiligt 2020-03-11T11:38:00+01:00 2020-03-11T11:35:35+01:00 Die Bedingungen, Chancen und Grenzen der Realisierung des Friedens in all seinen geschichtlichen Dimensionen sind die zentralen Interessen der historischen Friedensforschung. Diesem Selbstverständnis fühlt sich auch eine Gruppe von Forscherinnen und Forschern verpflichtet, die zurzeit das ‚Handbuch Frieden im Europa der Frühen Neuzeit‘ erarbeitet. Gemeinsam mit der Universität Cambridge, dem Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz, dem Zentrum für Historische Friedensforschung der Uni Bonn und der Philipps-Universität Marburg stemmt die Universität Osnabrück dieses umfangreiche Projekt. „Wir möchten mit dem Handbuch die große Bedeutung von Frieden für die Epoche der Frühen Neuzeit herausstellen. Gerade in Osnabrück können wir am Westfälischen Frieden von 1648 leicht ablesen, wie wichtig Friedenskonzepte und Friedensprozesse damals waren“, so Prof. Dr. Siegrid Westphal, Direktorin des Forschungszentrums Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Uni Osnabrück und Ideengeberin des Handbuchprojekts.

Das Handbuch soll die Ergebnisse bisheriger Studien zum frühneuzeitlichen Frieden bündeln und in übersichtlicher Form einem breiten Leserkreis zur Verfügung stellen. Friedensideen, Friedensprojekte, staatliche und nichtstaatliche Friedenshandlungen und deren Akteure, Friedensschlüsse und kulturelle Manifestationen des Friedens, aber auch die Faktoren, die Frieden in der Vergangenheit verhinderten, werden in dem Band zur Sprache kommen.

Auch die Koordination der Redaktion liegt in Osnabrück. Redaktionsleiter Dr. Volker Arnke vom IKFN: „Wir betreiben einen großen Aufwand, um dem Thema, das natürlich auch für heutige Friedensprozesse grundlegend ist, gerecht zu werden. Seit über zwei Jahren erarbeiten mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt ihre Artikel oder sind an der Redaktion beteiligt. Am Ende werden wir einen ca. 1.000-seitigen Band mit rund 50 Artikeln vorlegen.“

Das teils in deutscher und teils in englischer Sprache verfasste Handbuch soll noch in diesem Jahr erscheinen. Herausgegeben wird es von Prof. Dr. Siegrid Westphal (Osnabrück), Prof. Dr. Irene Dingel (Mainz), Prof. Dr. Michael Rohrschneider (Bonn), Prof. Dr. Inken Schmidt-Voges (Marburg) und Prof. Dr. Joachim Whaley (Cambridge).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Volker Arnke, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6021
volker.arnke@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8787.atom Kongress „Bewegte Kindheit“ wird verschoben 2020-03-09T12:39:16+01:00 2020-03-09T12:37:51+01:00 Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus auch in Deutschland, wird der 11. Osnabrücker Kongress „Bewegte Kindheit“ verschoben. Zu der Tagung der Universität Osnabrück, die vom 19. bis 21. März stattfinden sollte, hatten sich mehr als 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angemeldet. Als neuer Termin wurde der 23. bis 25 Oktober festgelegt. Der Kongress „Bewegte Kindheit“ gehört zu den größten bundesweiten Bildungsveranstaltungen zum Thema Kindheit. In mehr als 180 Vorträgen, Seminaren, Workshops und Diskussionsforen sollten unter anderem aktuelle gesellschaftliche und bildungspolitische Herausforderungen im Mittelpunkt stehen. „Wir bedauern diese Absage sehr“, so die Kongressorganisatorin Prof. Dr. Renate Zimmer. „Aber da der Kreis der Teilnehmenden weitgehend aus pädagogischen Fachkräften aus Kindertageseinrichtungen besteht und diese als Multiplikatoren gelten, blieb uns keine andere Möglichkeit.“ 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Renate Zimmer, Universität Osnabrück
Institut für Sport- und Bewegungswissenschaften
Jahnstraße 75, 49080 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4295 

renate.zimmer@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8786.atom Die Regelung des Stiftungszivilrechts – Rechtswissenschaftler der Universität Osnabrück beteiligt an Gesetzesentwurf 2020-03-09T09:20:50+01:00 2020-03-09T09:19:31+01:00 Prof. Dr. Lars Leuschner von der Universität Osnabrück hat zusammen mit einer Gruppe von Professorinnen und Professoren, allesamt Experten auf dem Gebiet des Rechts der Nonprofit-Organisation, einen Gesetzesentwurf zur Stiftungsrechtsreform 2020 veröffentlicht. Der Professorenentwurf versteht sich als Gegenentwurf zu dem von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Stiftungsrecht“ im Jahr 2018 unter Federführung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz vorgelegten Diskussionsentwurf. Er teilt den Ansatz des Diskussionsentwurfs, das Stiftungszivilrecht abschließend bundesrechtlich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) zu regeln und auf diese Weise für den Rechtsanwender zugänglicher zu machen. Der Professorenentwurf greift aber verschiedene Regelungsanliegen auf, die die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zu Unrecht nicht berücksichtigt hat (z.B. die Errichtung eines Stiftungsregisters) und bewahrt die historisch gewachsene und bewährte Verknüpfung zwischen den organisationsrechtlichen Vorschriften des Stiftungs- und des Vereinsrechts.

Weitere Informationen unter: https://www.zip-online.de/heft-10-2020/zip-2020-beilage-zu-heft-10-s-3-professorenentwurf-zur-stiftungsrechtsreform-2020/

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Lars Leuschner, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
Heger-Tor-Wall 14, 49078 Osnabrück
lars.leuschner@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8784.atom Ein Scharnier zwischen Theorie und Praxis: Universität Osnabrück an Verbundvorhaben zur Lehrerbildung beteiligt 2020-03-06T09:11:43+01:00 2020-03-06T09:10:25+01:00 Die (Selbst-)Reflexionskompetenz in der ersten Phase der Lehrerbildung für berufsbildende Schulen fördern: Dies hat das Verbundvorhaben SeReKo der Universitäten Osnabrück und Oldenburg, welches am 1. März gestartet ist, zum Ziel. Dafür wird ein Seminarkonzept entwickelt, das die Handlungskompetenz von Lehramtsstudierenden befördern, die Attraktivität der Lehramtsausbildung steigern sowie Studienabbrüche reduzieren soll. (Selbst-)Reflexion bei Lehrkräften ist besonders wichtig, um das Handeln im Unterricht stetig zu verbessern. Auch bereichert sie die Anpassung an neue Entwicklungen wie Inklusion und Digitalisierung. Diese Kompetenz soll das Verbundvorhaben SeReKo fördern. Mithilfe von videobasierten Lernsequenzen und Fallbeispielen sowie digitalen Tagebüchern sollen innerhalb der Praktikumsvorbereitungen der Lehramtsstudierenden theoretische Inhalte mit authentischen Praxissituationen verbunden werden. Die (Selbst-)Reflexionskompetenz soll dadurch gefördert und mit einer Kontrollgruppe, die traditionell unterrichtet wird, verglichen werden.

 „Dieses Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung und ‑sicherung, indem es die professionelle Handlungskompetenz von Lehramtsstudierenden befördert, die Attraktivität des universitären Teils der Lehramtsausbildung steigert sowie Studienabbrüche reduziert. Positive Effekte werden zudem für eine mögliche Rekrutierung von Lehramtsstudierenden insbesondere in den beruflichen Mangelfächern erwartet“, so Prof. Dr. Dietmar Frommberger aus dem Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik und Projektleiter an der Universität Osnabrück.

Weitere Informationen zur Arbeitsgruppe Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Universität Osnabrück gibt es unter: 
www.bwp.uni-osnabrueck.de/professur_frommberger/informationen_zur_arbeitsgruppe.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dietmar Frommberger, Universität Osnabrück 

Institut für Erziehungswissenschaft
Katharinenstr. 24, 49078 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 6390

dietmar.frommberger@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8783.atom Ohne Furcht für MINT entscheiden – Studentinnen berichten über Technik-Studiengänge und das Niedersachsen-Technikum 2020-03-05T10:57:40+01:00 2020-03-05T10:55:26+01:00 Wie spannend Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (kurz: MINT) sein können, erklären Studentinnen bei einer Infoveranstaltung der Zentralen Studienberatung Osnabrück am Montag, 9. März, ab 16 Uhr in der Seminarstraße 19 a/b (Raum 02/E03). Zudem geben sie einen Einblick in das für technisch interessierte Frauen konzipierte Projekt des Niedersachsen-Technikums. Frauen fällt die Entscheidung für ein Studium im MINT-Bereich nicht immer leicht. Vor allem in diesen Fächern ist ihr Anteil immer noch sehr gering. Um die Entscheidung etwas zu erleichtern, erläutern die Referentinnen Themen und Schwerpunkte ihrer Fachbereiche und beantworten Fragen rund ums Studium.

Zudem werden sie über das Niedersachsen-Technikum berichten. Damit bieten die Universität und die Hochschule Osnabrück gemeinsam mit regionalen Unternehmen ein sechsmonatiges, bezahltes Praktikum an. In dieser Zeit lernen die Teilnehmerinnen im Unternehmen die Arbeit einer Ingenieurin kennen und besuchen außerdem Lehrveranstaltungen an den Osnabrücker Hochschulen.

Auf der Infoveranstaltung werden Infos über den genauen Ablauf, Hintergründe und die Vorteile des Niedersachsen-Technikums gegeben. Ehemalige Technikantinnen und Studentinnen erzählen von ihren persönlichen Erfahrungen und jetzigen Studienfächern.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung Osnabrück
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

]]>
news-8781.atom Französische Botschafterin besuchte die Universität Osnabrück  2020-03-04T14:07:39+01:00 2020-03-04T14:05:52+01:00 Am Dienstag, 3. März, besuchte die französische Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Descôtes, mit dem Leiter des Institut français Bonn, Dr. habil. Landry Charrier und der Leiterin des französischen Kulturinstituts Antenne Metropole in Hannover, Laure Dréano-Mayer, im Rahmen eines Osnabrück-Aufenthaltes auch die Universität. Nach einem Empfang der hochrangigen Diplomatin durch Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl besuchte Descôtes das renommierte Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) sowie das DFKI Labor Niedersachsen, wo sie Einblick in die Forschungsaktivitäten der beiden Einrichtungen erhielt. Ebenfalls besucht wurde das Institut für Islamische Theologie (IIT).

Nach einführenden Worten von Prof. Dr. Gunther Heidemann besichtigte Anne-Marie Descôtes verschiedene Labore des IKW und ließ sich vom Mediziner und Kognitionswissenschaftlicher Prof. Dr. Peter König vom Fachgebiet Neurobiopsychologie insbesondere über die wissenschaftlichen Arbeitsschwerpunkte informieren. Eine besondere Rolle spielten dabei die Möglichkeiten des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung sowie in der Agrarwissenschaft, ein für Frankreich traditionell wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Beim anschließenden Besuch des IIT wurde die Botschafterin zunächst von Institutsdirektor Prof. Dr. Bülent Uçar begrüßt. Besonderes Interesse zeigte die Diplomatin an der langjährigen Kooperation des IIT mit der hiesigen Polizeidirektion, die alljährlich in gemeinsamen Veranstaltungen zu Themen wie Radikalisierungs- und Extremismusprävention gipfeln. Auch die muslimische Seelsorge in deutschen Gefängnissen wurde thematisiert. In einer wegweisenden Pilotstudie untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts die Situation von Muslimen im niedersächsischen Justizvollzug. Ein Thema, das auch in Frankreich von großem Interesse sei, wie die Botschafterin betonte.

Insgesamt zeigte sich Descôtes beeindruckt vom breiten Spektrum der wissenschaftlichen Expertise der Universität und bekundete ihr Interesse an einen zukünftig engen Austausch. Insbesondere auch in Hinblick auf eine gemeinsame Anstrengung zur Stärkung der französischen Sprache im deutschen Bildungswesen sah sie Anknüpfungspunkte.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück 

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4516

oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8780.atom Lessing digital? – Universität Osnabrück veranstaltet Tagung zur Lessing-Editorik mit 2020-03-02T11:16:49+01:00 2020-03-02T11:15:29+01:00 Gotthold Ephraim Lessing ist bis heute einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller. Dramen wie „Nathan der Weise“oder „Emilia Galotti“werden weiterhin auf deutschen Theatern gespielt und in der Schule gelesen. Seit mehr als 20 Jahren herrscht in der Germanistik allerdings Einigkeit, dass die materiellen Grundlagen für die Erforschung und Vermittlung seines Werks längst nicht mehr zeitgemäßen wissenschaftlichen Standards entsprechen. Diesen Umstand beleuchten und dem entgegenwirken soll eine Tagung, die vom 10. bis zum 12. März im Lessinghaus in Wolfenbüttel stattfindet. Veranstaltet wird sie als Kooperation der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, dem Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück und der Lessing-Akademie Wolfenbüttel. Als revisionsbedürftig gilt die einzige historisch-kritische Gesamtausgabe der Werke und Briefe Lessings, die sogenannte Ausgabe Lachmann/Muncker (abgeschlossen 1924). Alle seit dieser Ausgabe erschienenen Editionen bauen auf ihr auf. Zwar haben sie die Textgrundlage zum Teil erweitert (das gilt insbesondere für die Briefe von und an Lessing), textkritisch und -genetisch genügen alle diese Ausgaben den Ansprüchen zeitgenössischer Editorik jedoch in keiner Weise. Dieser Umstand ist Ausgangspunkt der Tagung, auf der möglichst konkrete Perspektiven für eine fundierte wie zukunftsweisende Lessing-Edition entwickelt werden sollen.

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung kommen nicht nur aus der Lessing-Philologie, sondern auch aus anderen germanistischen Editionsprojekten und den Digital Humanities. Zusammen mit der Herzog August Bibliothek und der Lessing Akademie ist es uns gelungen, ausgesprochen profilierte Referentinnen und Referenten nach Wolfenbüttel einzuladen“, so Prof. Dr. Kai Bremer vom Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit. Er ergänzt: „Was die Tagung zudem auszeichnet, ist eine gelungene Mischung aus etablierten Forscherinnen und Forschern und wissenschaftlichem Nachwuchs, so dass zu hoffen ist, dass von der Tagung zahlreiche langfristige Impulse für die Lessing-Philologie ausgehen.“ Gefördert wird die Tagung von der Fritz Thyssen Stiftung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Kai Bremer, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4457
kai.bremer@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8777.atom Feierliche Verleihung der Förderpreise an der Universität Osnabrück 2020-02-28T10:06:05+01:00 2020-02-28T09:53:50+01:00 Sie zeichnen sich alle aus durch großes Engagement und herausragende Leistungen: die 34 Studierenden, Absolventinnen und Absolventen der Universität Osnabrück, die am Donnerstagabend (27. Februar) im Rahmen eines Festaktes in der Schlossaula mit den begehrten Förderpreisen ausgezeichnet wurden. Die Preise im Gesamtwert von 20.470 Euro wurden gemeinsam von der Universität und der Universitätsgesellschaft Osnabrück e.V. verliehen.  „Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen alle eine leidenschaftliche Begeisterung und das sowohl für die Wissenschaft als auch für ein soziales Engagement, bei dem sie gesamtgesellschaftlich aktiv sind“, so René Riesner, Vorsitzender der Universitätsgesellschaft. „Diese Leistungsbereitschaft ist mitnichten selbstverständlich.“ Und Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl ergänzt im Vorwort einer Broschüre, in der die einzelnen Stifter und Preisträgerinnen und –preisträger vorgestellt werden: „Unser Dank gilt in besonderem Maße den Stifterinnen und Stiftern, die sich mit ihrem persönlichen und großzügigen finanziellen Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Osnabrück einsetzen und dies zum Teil bereits seit vielen Jahren. Damit setzen sie ein starkes und nachhaltiges Zeichen für die Wissenschaft und den Standort Osnabrück.“ Die zuständige Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, die zusammen mit René Riesner die Preisverleihung moderierte, zeigte sich beeindruckt von der biographischen Vielfalt der Preisträgerinnen und Preisträger: „Es ist eine große Freude, dass wir Ihnen mithilfe der Unterstützung der Stifterinnen und Stifter zeigen können, wie sehr wir Ihre akademischen Leistungen und Ihr gesellschaftliches Engagement anerkennen und zu auch zu würdigen wissen. In diesem Sinne zeichnen Sie unsere und auch Ihre Universität ebenso aus, wie wir Sie an diesem Abend.“

Unter anderem ausgezeichnet wurde Dr. Tammo Straatmann für seine Dissertation, in der er ein Modell zum tieferen Verständnis der Veränderungsbereitschaft von Mitarbeitenden in Organisationen entwickelt hat. „Den Kern meiner Arbeit stellt die Zusammenführung psychologischer Akzeptanzfaktoren mit Change Management Faktoren zu einem integrativen Rahmenmodell der Veränderungsbereitschaft dar“, fasst er zusammen. Preisträgerin Julia Hannapel untersuchte, welchen Zusammenhang es beim Wissen über Hautkrebs und Sonnenschutz und sonnenbezogenen Verhaltensweisen gibt und befragte dazu 107 Studierende der beruflichen Bildung. 

Wie Glauben im Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen thematisiert und kommuniziert werden kann, untersuchte Preisträgerin Ayla Ürkmez in ihrer Masterarbeit und setzte sich mit der Frage auseinander, wie bedeutsam der Glaube für Jugendliche überhaupt ist. Und auch die Bachelorarbeit von Antje Schwarz, die sich mit der Analyse der subjektiven Besorgnis um ausreichende finanzielle Alterssicherung beschäftigt, zeigt, aus welchem weitreichenden Spektrum die Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger stammen. Doch werden durch die Förderpreise nicht nur die herausragenden Studienleistungen gewürdigt, sondern auch fachbezogene ehrenamtliche Aktivitäten, das soziale Engagement in verschiedenen Kultureinrichtungen und die Mitarbeit innerhalb der Selbstverwaltung der Universität. Sowohl die Stifter als auch die Preisträgerinnen und Preisträger werden in einer Broschüre ausführlich vorgestellt (www.uni-osnabrueck.de/foerderpreise).

Zu den diesjährigen Stiftern der Förderpreise gehören: die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Universität Osnabrück e.V., die Herrenteichslaischaft Osnabrück, die Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN, die Felix Schoeller Group, die ROSEN Gruppe, Hon. Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering, die Kreishandwerkerschaft Osnabrück, der Sprengel Osnabrück der Evangelisch- lutherischen Landeskirche Hannovers, das Bistum Osnabrück, der Verkehrsverein Stadt und Land Osnabrück e.V., die Intevation GmbH, Prof. Dr. Hartmuth Kinzler, die MLP Finanzberatung SE, die Hans Mühlenhoff-Stiftung, die Ellen und Karl-Heinz Hornhues Stiftung Pro Afrika, der Alumni Sozialwissenschaften Universität Osnabrück e.V., der FrOG ‒ Freunde der Osnabrücker Geographie e.V., der V&R unipress ‒ Osnabrücker Universitätsverlag, Prof. Dr. Oliver Vornberger, Vier Osnabrücker Buchhandlungen sowie das Institut für Gesundheitsforschung und Bildung in Andenken an Prof. Dr. Claus Kerkhoff.

Die Preisträger sind: Kirsten Liere-Netheler, Thuy Duong Oesterreich, Sina Tzschoppe, Tammo Straatmann, Fatih Alarslan, Ann-Christin Siedenburg, Jona Carmon, Anton Pfannstiel, Tobias Stolzmann, Christopher Camps, Gesa Richter, Felix Vosse, Julia Hannappel, Talisa Groß, Ayla Ürkmez, Frauke Brockhage, Sebastian Pütz, Markus Rezlaw, Lea Helena Roling, Felix Winter, Sophie Grziwa, Dorothea Kistinger, Julia Taubken, Frithjof Pollmüller, Leonhard Bürger, Angela Guy, Ann-Katrin Molnar, Antje Schwarz, Lea Licher, Franziska Otten, Benjamin Topp, Dominic Laniewski, Yannik Bothorn und Cara Symanzik

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Daniela Räuwer, Universität Osnabrück 

Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 6141

daniela.raeuwer@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8776.atom Miteinander ausbilden und voneinander lernen – Ausbildungskongress für Lehrende in den Gesundheitsberufen an der Universität Osnabrück 2020-02-27T10:30:33+01:00 2020-02-27T10:27:56+01:00 Wie lässt sich professionelle und interprofessionelle Lehre in den Studiengängen des Gesundheitswesens didaktisch effektiv gestalten? Welche Konzepte und Strukturen tragen zum Gelingen der Umsetzung von Curricula bei? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der 4. Interprofessionelle Ausbildungskongress für Lehrende in den Gesundheitsberufen, der am 5. und 6. März an der Universität Osnabrück stattfindet. Tagungsprogramm und Anmeldung unter: www.ipa2020.de Die Dynamik in der Entwicklung der Gesundheitsfachberufe führt zu hohen und veränderten Anforderungen in der Ausbildung, unabhängig davon, ob diese an Schulen oder Hochschulen stattfindet. Damit steht die Lehre im Mittelpunkt, die neben theoretischen didaktischen Ansätzen auch eine umfassende empirische Forschung benötigt. „Wir möchten im Rahmen des Kongresses wieder aktuelle Forschungsergebnisse präsentieren und theoretische und praktische Ansätze interprofessionell miteinander diskutieren. Dabei spielt das grundlegende Verständnis für die Rolle der Lehrenden und Lernenden eine erhebliche Rolle“, erklärt Prof. Dr. Ursula Walkenhorst vom Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) der Universität Osnabrück, die den Kongress wissenschaftlich mitverantwortet. Bei dem Kongress treffen sich Lehrende aus den Hochschulen, Berufsfachschulen und Berufsbildenden Schulen.

Auch 2020 wird der Kongress in der Kooperation zwischen der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule für Gesundheit Bochum sowie der Universität Osnabrück stattfinden und durch mehrere Berufs- und Schulverbände unterstützt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Ursula Walkenhorst, Universität Osnabrück
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB)
Barbarastr. 22c, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2319
ursula.walkenhorst@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8775.atom Hilfe beim wissenschaftlichen Arbeiten 8. „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ an der Universität Osnabrück 2020-02-27T10:08:56+01:00 2020-02-27T10:06:16+01:00 Der Beginn der vorlesungsfreien Zeit bedeutet für die wenigsten Studierenden auch eine Pause vom Studium. Viele müssen sich diese erst durch das Schreiben von Haus- oder Abschlussarbeiten „verdienen“. Hilfe bei diesem Prozess bietet die 8. „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ am Donnerstag, 5. März, die von der Universitätsbibliothek und der Schreibwerkstatt der Universität Osnabrück organisiert wird. Von 18 bis 1 Uhr bieten Recherche- und Schreibexpertinnen und-experten in der Bibliothek Alte Münze zahlreiche Workshops zu konkreten Aspekten des wissenschaftlichen Arbeitens und Schreibens an und stehen für individuelle Beratungen zur Verfügung. Sei es, das Thema der Hausarbeit adäquat einzugrenzen, sich in Katalogen und Datenbanken zurechtzufinden, einen angemessenen Text zu formulieren oder den passenden Zitationsstil zu verwenden.

Die Psychosoziale Beratungsstelle ergänzt das Programm erneut um einen Beitrag zur Prokrastination, manchen auch bekannt als „Aufschieberitis“. Da auch Bewerbungstexte eigene Herausforderungen mit sich bringen, steht in diesem Jahr zum ersten Mal der Career Service unterstützend zur Seite.

Zusätzlich gibt es zwischendurch Gelegenheiten für kleine Auszeiten. Getränke und Snacks werden bereitgestellt, das Bibliothekskino überlässt für kurze Intervalle die Textproduktion der Leinwand, und Telegym und Yoga bieten die Möglichkeit für körperliche und geistige Verschnaufpausen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die einen Feedbackbogen ausfüllen, haben außerdem die Chance, ein Tablet zu gewinnen. So sorgt das nächtliche Programm mit kleinen Pausen dafür, dass die „große Pause“ nach der Abgabe umso mehr genossen werden kann.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Christiane Beinke, Universität Osnabrück
Sprachenzentrum und Schreibwerkstatt
Neuer Graben 7/9, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4977
christiane.beinke@uni-osnabrueck.de
 
Dr. Bettina Giese, Universität Osnabrück
Sprachenzentrum und Schreibwerkstatt
Neuer Graben 7/9, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6345
bettina.giese@uni-osnabrueck.de
 
Dr. Anneke Thiel, Universität Osnabrück
Universitätsbibliothek
Alte Münze 16/Kamp, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4314
anneke.thiel@ub.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8773.atom Zentrale Studienberatung Osnabrück informiert über Wege nach der Schule 2020-02-26T11:11:41+01:00 2020-02-26T11:10:20+01:00 Abitur geschafft? Was nun? Ob Praktikum, Freiwilligendienst, Auslandsaufenthalt, Ausbildung oder (duales) Studium, die Möglichkeiten sind vielfältig. Am Montag, 2. März, stellt die Zentrale Studienberatung Osnabrück von 17 bis 18.30 Uhr im Schlosshauptgebäude (Gebäude 11, Raum 213) am Neuen Graben 29 verschiedene Optionen vor und gibt Tipps zur Entscheidungsfindung und Recherche. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Informationen rund um das Studium an den Osnabrücker Hochschulen.   Der Vortrag bietet eine allgemeine Orientierung; auf einzelne Studien- und Berufsfelder kann nicht näher eingegangen werden.Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück

Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)

Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999

info@zsb-os.de

]]>
news-8772.atom Gesundheitsfachberufe: Wissenschaftliche Erkenntnisse in die Berufspraxis übernehmen – Expertinnen und Experten treffen sich auf Einladung der Hochschulrektorenkonferenz an der Universität Osnabrück 2020-02-25T10:48:43+01:00 2020-02-25T10:45:56+01:00 OSNABRÜCK.- Wie lässt sich angesichts hoher Praxisanteile in den Gesundheitsfachberufen das Verhältnis von Wissenschaftlichkeit, Wissenserwerb und professioneller Befähigung angemessen im Studium umsetzen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Fachtagung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) in Kooperation mit der Universität Osnabrück am Mittwoch, 4. März, in Osnabrück. Tagungsprogramm und Anmeldung unter www.hrk-nexus.de. Die Vorträge und Foren zum Thema „Wissenschaftlichkeit, Fachlichkeit und Beruflichkeit in den Gesundheitsfachberufen und der Medizin“ möchten den Austausch über die Leitbilder eines wissenschaftlichen Studiums in den Studiengängen der neuen und bereits etablierten Gesundheitsprofessionen anregen. „Wir möchten bei dieser Tagung Ideen befördern, wie Wissenschaftlichkeit und Beruflichkeit im Studium angebahnt und die im Studium erworbene Wissenschaftlichkeit in die spätere Berufspraxis überführt werden kann“, erklärt Prof. Dr. Ursula Walkenhorst vom Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) der Universität Osnabrück. Sie ist Vorsitzende des Runden Tisches ‚Medizin und Gesundheitswissenschaften‘, der inhaltlich die Tagung verantwortet.

Die Fachtagung gehört zum Projekt „nexus – Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern“ der Hochschulrektorenkonferenz.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ursula Walkenhorst, Universität Osnabrück
Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB)
Fachgebiet Pflegewissenschaft
Barbarastrasse 22c, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2319
ursula.walkenhorst@uni-osnabrueck.de
 
Ansprechpartner im Projekt „nexus“:
Birthe Müller, Hochschulrektorenkonferenz
Ahrstraße 39, 53175 Bonn
Tel. +49 228 887 197
birthe.mueller@hrk.de

]]>
news-8770.atom Herausragende Leistungen und soziales Engagement: Universität vergibt 138 Stipendien aus Landesmitteln 2020-02-21T10:03:20+01:00 2020-02-21T10:01:01+01:00 Insgesamt 138 Stipendien in Höhe von jeweils einmalig 500 Euro hat die Universität Osnabrück zum Wintersemester 2019/20 im Rahmen des Programms „Landesstipendium Niedersachsen“ vergeben. Jetzt überreichte die Vizepräsidentin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, während einer Feierstunde im Osnabrücker Schloss die Urkunden an die Stipendiatinnen und Stipendiaten. Insgesamt hatten sich 476 Studierende beworben. Vergeben werden die Stipendien für besondere Leistungen und  herausgehobene Befähigungen sowie auch zur Stärkung des Austauschs zwischen deutschen und ausländischen Hochschulen. Von den 138 Stipendien entfallen 14 Stipendien auf Studierende im ersten Hochschulsemester, 103 auf Studierende ab dem zweiten Hochschulsemester und 21 Stipendien auf internationale Studierende. 

„Die besonderen Leistungen werden in erster Linie anhand der erbrachten Studienleistungen beurteilt“, erläutert Birgit Brüggemann, Dezernentin für Studentische Angelegenheiten, aber auch  ein Studienaufenthalt im Ausland wird hierbei berücksichtigt. Bei der Auswahl spielen zudem die familiäre Bildungssituation und auch fluchtbedingte Start- und Rahmenbedingungen sowie Tätigkeiten in der akademischen bzw. studentischen Selbstverwaltung sowie ehrenamtliches Engagement der Stipendiatinnen und Stipendiaten eine Rolle. 

„Es ist für uns als Jury jedes Jahr spannend, die vielfältigen und interessanten Biographien unserer Studierenden kennen zu lernen“, so die zuständige Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke. „Wir können nur an alle Studierende appellieren, sich für diese Förderung zu bewerben, stellt sie doch einen Motivationsschub für den erfolgreichen Studienverlauf dar.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universität Osnabrück, Dezernat für Studentische Angelegenheiten  
StudiOS
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 7777 
dezernat5@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8768.atom DAAD-Preis für Fadi Hasan aus Syrien 2020-02-21T09:54:13+01:00 2020-02-21T09:52:06+01:00 Er sei ein „besonders engagierter Studierender, dessen Wirken vielen Menschen zugute kommt“ – so beschrieb Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Osnabrück, Fadi Hasan, den frisch gekürten DAAD-Preisträger des Jahres 2019.  Am Donnerstag, 20. Februar kam es im Rahmen der Vergabe der Niedersachsenstipendien auch zur Verleihung des Preises des Deutschen Akademischen Auslandsdienstes, welcher lediglich einmal pro Jahr und Hochschule an internationale Studierende oder Doktoranden aus dem Ausland vergeben wird, die sich in besonderem Maße durch ihre akademischen Leistungen und ihr ehrenamtliches oder interkulturelles Engagement ausgezeichnet haben. 

Fadi Hasan absolvierte mit sehr guten Abschlussnoten den Bachelor in Kulturwissenschaften an der Universität zu Damaskus, bevor er im Jahr 2016 nach Deutschland kam. Mittlerweile ist er im Masterstudiengang „Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen“ eingeschrieben und schafft es auch hier, exzellente akademische Ergebnisse zu erzielen. Diese Leistungen blieben nicht unbemerkt: Prof. Dr. Helen Schwenken, Professorin am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS), hält Fadi Hasan „für einen derjenigen Studierenden […], die in mehrerlei Hinsicht etwas vom Studium wollen und an sich hohe Ansprüche stellen – und diesen auch gerecht werden“. 

Der Preisträger konnte die Auswahlkommission jedoch nicht nur mit seinen beeindruckenden akademischen Leistungen, sondern auch mit seinem außerordentlichen ehrenamtlichen Engagement überzeugen. Bereits in Syrien war er Mitglied im Komitee für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie in verschiedenen Positionen beim Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen (UNHCR) und dem syrisch-arabischen roten Kreuz (SARC) tätig. Bei diesen Organisationen engagierte er sich in der Unterstützung von Kindern mit kriegsbedingten Traumata. Auch beim schwedischen Roten Kreuz in Västerås widmete sich Fadi Hasan weiterhin der Zusammenarbeit mit Menschen mit Fluchterfahrung und half zusätzlich bei der Übersetzung vom Englischen ins Arabische und umgekehrt. 

In Deutschland fokussierte sich Fadi Hasan zunächst auf das Erlernen der deutschen Sprache und der Integration in die deutsche Gesellschaft durch verschiedene Workshops und Weiterbildungskurse, die er mit Bravour meisterte und so schon bald das Sprachniveau C1 erreichte. Daraufhin entschloss er sich, sein Wissen bei der SBB – Schulung, Bildung und Beratungals Integrationsbegleiter für Menschen mit Migrationshintergrund zu nutzen und unterstütze sie bei ihren ersten Schritten in Deutschland. Dieses außerordentliche Engagement setzt Fadi Hasan auch in Osnabrück fort und unterstützt hier aktiv den Deutsch-Syrischen Kulturverein. Zudem arbeitet er seit Anfang 2019 als studentischer Mitarbeiter bei der Koordinationsstelle für Geflüchtete.

Der DAAD-Preis konnte in diesem Jahr somit erneut an einen vielseitig talentierten Studenten vergeben werden, der durch sein ziviles Engagement die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht bereichert. Malte Paolo Benjamins vom International Office sieht in Herrn Hasan demnach einen würdigen Empfänger des DAAD-Preises: „Engagiert, interkulturell versiert und akademisch exzellent: Fadi Hasan steht nicht nur für die Universität Osnabrück selbst, sondern auch für den reichen Beitrag, den internationale Studierende tagtäglich an unserer Universität leisten. Wir freuen uns, dass wir mit ihm einen fantastischen Botschafter und Repräsentanten unserer Universität gefunden haben.“ 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Malte Paolo Benjamins, Universität Osnabrück
International Office
StudiOS
Neuer Graben 27, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4972 
malte.paolo.benjamins@uos.de 

]]>
news-8765.atom Haftung von Online-Plattformen - Wissenschaftler der Universität Osnabrück als Experten im Europäischen Parlament Utz Lederbogen 2020-02-20T18:37:07+01:00 2020-02-20T16:01:00+01:00 Im Europäischen Parlament fanden am Dienstag (18. Februar) die ersten Beratungen zum „Digital Services Act“ statt. Dieser Digital Services Act ist eines der Kernelemente der digitalen Agenda der Europäischen Kommission. Von der Osnabrücker Universität waren Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Dr. Aneta Wiewiorowska-Domagalska und Dr. José Carlos de Medeiros Nóbrega als Experten eingeladen, die Abgeordneten des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz zu beraten. Prof. Schulte-Nölke skizzierte aktuelle Marktentwicklungen und schlug neue Transparenzverpflichtungen für Online-Plattformen vor. Insbesondere forderte er, dass Online-Handelsplattformen sich nicht mehr hinter ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstecken können sollen. „Sie sollten dafür haften, wenn auf ihnen Händler gefährliche Waren anbieten. Denn die Händler sitzen meist in Asien und sind für die Geschädigten unerreichbar“, so Prof. Schulte-Nölke.

Die großen Handelsplattformen haben hingegen einen Sitz Europa. „Sie müssen dafür sorgen, dass gefährliche Produkte und Betrüger von ihren Plattformen verschwinden und dass Steuern abgeführt werden“, erklärte der Osnabrücker Rechtswissenschaftler. Diese Vorschläge gehen zurück auf Modell-Regeln für Online-Plattformen, die federführend von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vom European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück entworfen worden sind und nun von vielen europäischen Institutionen und nationalen Gesetzgeben beraten werden.
 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück
European Legal Studies Institute (ELSI)
Süsterstraße 28, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4902
E-Mail: schulte-noelke@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8760.atom Professionalisierung muslimischer Gefängnisseelsorge - Staatssekretär von der Beck gab Startschuss für Forschungsprojekt an der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2020-02-18T16:16:12+01:00 2020-02-18T14:34:54+01:00 OSNABRÜCK.- Während in Deutschland die beiden großen christlichen Kirchen über eine lange Tradition der Gefängnisseelsorge verfügen, ist die muslimische Seelsorge in Gefängnissen noch die Ausnahme. In einer Pilotstudie untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts für Islamische Theologie der Universität Osnabrück die Situation von Muslimen im niedersächsischen Justizvollzug. Startschuss für das Forschungsprojekt gab heute (18. Februar) in Osnabrück Dr. Stefan von der Beck, Staatssekretär im Niedersächsischen Justizministerium. „Damit leistet das Institut für Islamische Theologie nicht nur in Niedersachsen Pionierarbeit. Es gibt vermutlich keine oder wenige vergleichbare Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der muslimischen Gefängnisseelsorge“, lobte von der Beck das Vorhaben.

„Muslimische Seelsorge trifft im Justizvollzug ebenso wie die christliche Seelsorge auf Menschen in Krisen. Sie kann Wendepunkte im Leben von Inhaftierten einleiten und die Wiedereingliederung in unsere Gesellschaft fördern“, so der Staatssekretär. „Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Seelsorge nicht dafür gedacht ist, eine Radikalisierung zu verhindern und sie kann entsprechende Projekte auch nicht ersetzen. Wir nehmen vielmehr religiöse Bedürfnisse ernst und wollen eine mit unseren demokratischen Werten in Einklang stehende religiöse Betreuung ermöglichen.“

Religiöse Fragen zu Sünde, Schuld, Prüfung, Bestrafung, Vergebung oder Sühne nehmen häufig eine zentrale Bedeutung in diesen außerordentlichen Lebenssituationen der Betroffenen ein, erläuterte Prof. Dr. Bülent Ucar, Direktor des Instituts für Islamische Theologie. „Deshalb ist es für die Betroffenen sehr wichtig und stabilisierend, aus dem Glauben Antworten zu erhalten beziehungsweise ihre Fragen innerhalb ihres vertrauten Glaubenssystems deuten zu können und damit die eigene Lebensgewissheit nicht nur zu erklären, sondern auch zu stärken.“

Das einjährige, vom niedersächsischen Justizministerium mit 341.000 Euro finanzierte Forschungsprojekt, hat sowohl einen theoretischen wie auch praktischen Teil. Zunächst geht es darum, den Bedarf von Gefangenen muslimischer Religionszugehörigkeit in Niedersachsen zu erheben. Dann werden professionelle Standards der muslimischen Seelsorge entwickelt. Schließlich geht es auch um die Positionierung islamischer Seelsorge in Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern, Psychologen, Pädagogen und ärztlichen Diensten. Vier wissenschaftlichen Mitarbeitern wird die Möglichkeit einer Weiterqualifizierung geboten.

„Es wird von den Mitarbeitern erwartet, dass das von ihnen gewählte Forschungsthema verknüpft ist mit Erhebungen aus dem Gefängnisalltag, damit die  Erkenntnisse der Forschungsvorhaben für eine Qualifizierung der muslimischen Gefängnisseelsorge nutzbar gemacht werden können. Damit wird ein Beitrag zur Generierung von Qualitätsstandards für die muslimische seelsorgliche Arbeit geleistet“, ergänzte Prof. Ucar.

In einer Praxisphase werden die vier wissenschaftlichen Mitarbeiter zu qualifizierten Gefängnisseelsorgern ausgebildet. Die Ausbildung soll in erster Linie den Gefängnisinsassen zugutekommen und damit auf den Mangel an muslimischen Gefängnisseelsorgern in Niedersachsen reagieren. Die Gesamtlänge des Kurses beträgt 200 bis 250 Stunden und entspricht den Kurszeiten entsprechender christlicher Seelsorgekurse für Hauptamtliche.

Die wissenschaftliche Projektleitung liegt in den Händen von Prof. Dr. Bülent Ucar. Die Beratung erfolgt durch Dr. Esnaf Begic (IIT) und Dr. Christina Kayales aus dem christlichen Seelsorgebereich. Eingebunden sind auch die christlichen Seelsorgeausbilder Andreas Kunze Harper und Lothar Schaefer. Für die Studierenden ist regelmäßig alle sechs Wochen eine Supervision geplant.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
Direktor des Instituts für Islamische Theologie
Institut für Islamische Theologie (IIT)
Kamp 46/47, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6032
E-Mail: bucar@uni-osnabrueck.de

 

 

]]>
news-8759.atom Informatik im praktischen Einsatz erleben – Universität Osnabrück veranstaltet Schnuppertag Informatik 2020-02-17T11:14:07+01:00 2020-02-17T11:11:38+01:00 Informatik hautnah erleben und die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen, besteht für Schülerinnen und Schüler am Donnerstag, 5. März, an der Universität Osnabrück beim Schnuppertag in der Informatik. Nähere Informationen zu den Veranstaltungen sowie eine E-Mail zur erforderlichen Anmeldung unter: https://informatik.uos.de/schnuppertag. Eine Anmeldung ist bis zum 27. Februar möglich. Vormittags können Vorträge zu Themen wie „Smarte Fotomanipulation“, die „Rolle der Software beim Energiesparen“ (Microcontroller bei Fitness-Trackern sowie in der Raumfahrt) und „Satelliten in der Umweltanalyse“ besucht werden. Nach einem Mittagessen in der Mensa werden in Workshops Einblicke in die Arbeitsgruppen Didaktik, Eingebettete Softwaresysteme und Fernerkundung gegeben. Hier werden Experimente mit Einplatinencomputern, Sensoren am Handgelenk und (Um)Welt erkundenden Drohnen durchgeführt, bei denen die Schülerinnen und Schüler aktiv mitarbeiten dürfen. Ganz nebenbei lernen sie den Universitätsbetrieb kennen und können Kontakt mit den Lehrenden des Faches aufnehmen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Michael Brinkmeier, Universität Osnabrück
Institut für Informatik
Wachsbleiche 27, 49090 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 7128
michael.brinkmeier@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8757.atom Künstliche Intelligenz in Niedersachsen - Ministerpräsident Stephan Weil besucht DFKI-Labor in Osnabrück Utz Lederbogen 2020-02-13T12:53:44+01:00 2020-02-13T11:49:00+01:00 OSNABRÜCK.- Bereits jetzt steckt die Künstliche Intelligenz (KI) in vielen Produkten, Prozessen und Verfahren. Auf seiner Rundreise durch Niedersachsen besuchte Ministerpräsident Stephan Weil gestern (12. Februar) das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Osnabrück, um sich einen Überblick über die „besonders spannenden KI-Entwicklungen im Lande“ zu verschaffen. Nach der Begrüßung durch die Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl und Patrick Rosen (ROSEN Gruppe) in den neu bezogenen Räumen bei ROSEN in der Berghoffstraße (ehemals Mölk), stellte der Leiter Prof. Dr. Joachim Hertzberg die Forschungsperspektiven des DFKI-Labors Niedersachsen vor.
Das DFKI-Labor Niedersachsen besteht seit 2019 und verfügt über Standorte in Osnabrück und Oldenburg, die mit den jeweiligen Universitäten stark kooperieren. Ziel ist es, die KI-Forschung in der Land- und Meereswirtschaft sowie in der Produktion voranzutreiben und hierbei auf regionale Strukturen aufzubauen. „Das übergreifende Forschungsthema ist die umfassende Umgebungswahrnehmung“, erläuterte Hertzberg den Gästen. „Das reicht von der digitalen Transformation und Datenhoheit in der Landwirtschaft über intelligenten Umweltschutz in Flüssen und Meeren bis zur nachhaltigen Industrie 4.0 und Wertschöpfung durch Daten.“ An beiden Standorten arbeiten derzeit rund 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der Osnabrücker Forschungsbereich Planbasierte Robotersteuerung (Prof. Dr. Joachim Hertzberg) entwickelt Algorithmen zur Steuerung autonomer mobiler Robotiksysteme. An diesem Nachmittag wurde dem Ministerpräsidenten, den Journalisten und Gästen das Projekt „Hybr‐iT“ vorgestellt. Es zeigt, wie Menschen und Roboter als hybrides Team Fertigungsaufgaben gemeinsam bewältigen. In dem Fertigungsszenario für den Flugzeugbau übernehmen die Roboter das, was für den Menschen unergonomisch oder physisch belastend ist, wie zum Beispiel das Setzen und Versiegeln der Niete am Flugzeugrumpf oder die Montage von Kabelkanälen in der Tragfläche, erläuterte der Osnabrücker Wissenschaftler Martin Günther. Wichtig sei dabei, dass sich alle Entwicklungen in „Hybr‐iT“ naht‐ und reibungslos in vorhandene industrielle Strukturen integrieren lassen.

Ein weiteres Experimentierfeld für Roboter und Algorithmen bietet die digitale Transformation der Land- und Ernährungswirtschaft im Nordwesten Deutschlands. Das „Agrotech Valley Forum“, ein Zusammenschluss von Universität und Hochschule Osnabrück, dem DFKI, dem Landkreis Osnabrück und derzeit elf weiteren Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, die Region zu einem global bedeutenden Inkubator für nachhaltige Lebensmittelproduktion auf Basis digitaler Technologien zu machen. Die DFKI-Wissenschaftler beschäftigen sich mit einer sensor- und datenbasierten Entscheidungsfindung im Pflanzenbau und der praktischen Erprobung mit Feldrobotern. „Ziel ist es, durch das realistische Betriebsumfeld bedarfsorientierte Lösungsansätze für die Produzenten im Agrotech Valley zu entwickeln“, so der stellvertretende Forschungsbereichsleiter Dr. Stefan Stiene.

Der zweite Osnabrücker Forschungsbereich Smart Enterprise Engineering (Leitung: Prof. Dr. Oliver Thomas) arbeitet an innovativen Methoden für den Einsatz von Smart Products, Smart Services und Smart Systems in digitalen Geschäftsmodellen. Wirtschaftsinformatiker Thomas: „Wir haben die Vision, durch die Verbindung der Perspektiven der Wirtschaftsinformatik und der Künstlichen Intelligenz die Potenziale einer umfassenden Informationsbereitstellung zu heben und Wettbewerbsvorteile für den Mittelstand durch die Unterstützung und (Teil-) Automatisierung komplexer Tätigkeiten wie zum Beispiel Qualitätskontrollen zu nutzen.“

Durch die angewandte und praxisnahe Forschung in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren der Wirtschaft sowie den Transfer des Wissens in die Praxis und die Entwicklung von branchenspezifischen Servicemodulen werde die Zusammenarbeit und Vernetzung des DFKI mit kleinen und mittelständigen Unternehmen aus der gesamten Region vorangetrieben, so Prof. Thomas.

Der dritte Forschungsbereich Marine Perception aus Oldenburg (Leitung: Prof. Dr. Oliver Zielinski) befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung intelligenter Sensoren, die im Meer und anderen aquatischen Umgebungen einsetzbar sind. In dem vorgestellten, von der Weltbank initiierten Projekt, geht es um den Einsatz multispektraler Kameras auf Drohnen sowie Algorithmen für die Bestimmung des Plastikmülls auf Flüssen und an Stränden in Kambodscha. Plastikmüll in den Weltmeeren stellt eine wachsende Gefahr für das marine Ökosystem und auch den Menschen dar. Seinen Ursprung hat dieser Müll zumeist an Land und gelangt dann über Flüsse ins Meer. Insbesondere der asiatische Raum stellt eine wesentliche Eintragsquelle dar.

Das DFKI-Labor Niedersachsen wird nach einem Zeitraum von drei bis fünf Jahren evaluiert. Geschaut wird, ob die Kriterien für die Entstehung eines eigenständigen Standortes erfüllt sind. Hierzu zählen sowohl eingeworbene Mittel wie auch Personalzahlen, Publikationen, Promotionen und Auszeichnungen. „Nach aktuellem Stand befindet sich das Labor auf einem Wachstumspfad, der bereits zum frühestmöglichen Bewertungszeitpunkt Ende 2021 ein positives Ergebnis erwarten lässt“, konnte Prof. Hertzberg den Gästen erfreut mitteilen.

Kontakt DFKI-Labor Niedersachsen
Prof. Dr. Joachim Hertzberg
Berghoffstraße 11, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 386050 2251
E-Mail: joachim.hertzberg@dfki.de

Weitere Informationen für die Medien
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI) Unternehmenskommunikation DFKI-Labor Niedersachsen
Swantje Schmidt
Marie-Curie-Straße 1, 26129 Oldenburg
Tel.:  +49 421 178 45-4121
E-Mail: uk-ni@dfki.d

]]>
news-8756.atom Insekten und In-vitro-Fleisch – Hochschulwettbewerb im Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie: Uni Osnabrück stellt eines der Gewinnerteams 2020-02-12T11:33:25+01:00 2020-02-12T11:22:14+01:00 Insekten und „Laborfleisch“ gelten als Nahrungsmittel der Zukunft, stoßen aber häufig auf gemischte Reaktionen in der deutschen Bevölkerung. Wie können Informationen und bioethische Fragestellungen zu diesem Thema in Schulen vermittelt werden? An der Universität Osnabrück wollen Biologiedidaktikerinnen und -didaktiker hierfür ein Konzept in Form von interaktiven Bildungsmaterialien entwickeln. Im Rahmen des Hochschulwettbewerbs zum Wissenschaftsjahr 2020 – Bioökonomie „Zeigt eure Forschung!“ wird ihre Projektidee nun ausgezeichnet und finanziell unterstützt. Der Hochschulwettbewerb wird jährlich von der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerufen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.15 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler sowie junge Forschungsteams wurden von einer Jury für ihre Kommunikationskonzepte mit je 10.000 Euro ausgezeichnet. Mit dem Preisgeld können sie ihre Ideen bis Dezember 2020 umsetzen. Die ausgezeichneten Teams kommen aus Aachen, Bayreuth, Braunschweig, Bremen, Düsseldorf, Freiburg, Hamburg, Hohenheim, Iserlohn, Kassel, Mittweida, Nürnberg und Osnabrück.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um den Osnabrücker Biologiedidaktiker Dr. Florian Fiebelkorn und der Doktorandin Jacqueline Dupont wollen zusammen mit Prof. Cordula Hesselbarth (FH Münster, MSD Münster School of Design) und BOK + Gärtner (Agentur für Kommunikationsdesign und Szenografie) Bildungsmaterialien entwerfen, die Lehrerinnen und Lehrern zur freien Verfügung stehen sollen, darunter Grafiken und Animationen, didaktische Hinweise und Skripte für die Erstellung von kurzen Filmsequenzen. „Ziel des Projekts ist die Erstellung eines didaktischen Onlinemediums für den Einsatz im Biologie- und Geographieunterricht in der Sekundarstufe I und II.“, erklärt Dupont. Und Fiebelkorn ergänzt: „Inhaltlich wird bei der Erstellung der Materialien auf Nachhaltigkeits- und Gesundheitsindikatoren, Produktionsprozesse sowie bioethische Fragestellungen in Bezug auf die beiden neuartigen Lebensmittel Insekten und In-vitro-Fleisch fokussiert.“ Da Insekten und In-vitro-Fleisch vor allem als alternative Proteinquellen zu herkömmlichem Fleisch diskutiert werden, wird auch ein Vergleich zu konventionellem Fleisch und anderen Ernährungsweisen (Vegetarisch, Vegan) erfolgen. Der didaktische Schwerpunkt liegt auf einer Förderung der Bewertungs- und Handlungskompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Die Materialien werden unter Berücksichtigung der bundesweit geltenden Bildungsstandards für den Biologie- und Geographieunterricht erstellt, wodurch ein sinnvoller Einsatz in allen Bundesländern sichergestellt wird. Die erste „Sneak-Preview-Version“ wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Projektschulen in Osnabrück evaluieren und entsprechend des Feedbacks der Lehrkräfte überarbeiten. „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, zeigt sie doch, dass neuartige Lebensmittel wie Insekten und In-vitro-Fleisch einen geeigneten Beispielkontext zur Förderung der Bewertungskompetenz von Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) darstellen“, so Dupont.

Im Februar 2020 erhalten die Gewinnerteams eine Schulung von Wissenschaft im Dialog, in der Grundlagen der Öffentlichkeitsarbeit vermittelt und Kommunikationspläne gemeinsam optimiert werden. Im Dezember 2020 wird die Jury die in die Praxis umgesetzten 15 Kommunikationsprojekte noch einmal begutachten: Welche Formate erwiesen sich als besonders geeignet, um eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Thema anzuregen? Bis dahin halten die Teams die Öffentlichkeit im Blog über ihre Fortschritte auf dem Laufenden: www.hochschulwettbewerb.net

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Florian Fiebelkorn, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Abteilung Biologiedidaktik
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 3511
fiebelkorn@biologie.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8755.atom Celan in Europa: trinationale Perspektiven auf philologische Traditionen und Konflikte – Prof. Dr. Christoph König erfolgreich bei Einwerbung im Rahmen der Programmlinie „Trilaterale Forschungskonferenzen“ 2020-02-12T09:46:38+01:00 2020-02-12T09:43:53+01:00 Dr. Christoph König, Professor für Neue deutsche Literatur an der Universität Osnabrück, hat sich gemeinsam mit Elena Polledri (Università degli Studi di Udine) und Werner Wögerbauer (Université de Nantes) erfolgreich im Rahmen der Programmlinie „Trilaterale Forschungskonferenzen“ beworben. Das Programm wird gemeinsam von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Fondation Maison des Sciences de l’Homme (Paris) und der Villa Vigoni (Italien) getragen und ermöglicht, in der Villa Vigoni eine Serie von drei internationalen und interdisziplinären Symposien in den Jahren 2020, 2021 und 2022 zu veranstalten.

Die Tagungen sind dem Thema „Paul Celan in Europa. Trinationale Perspektiven auf philologische Traditionen und Konflikte“ gewidmet. Das Jubiläumsjahr bietet den Anlass, die Lektüre der Gedichte und Übersetzungen in einer trinationalen Perspektive zu erneuern.

Paul Celan, dessen 50. Todestag und 100. Geburtstag sich 2020 jähren, gilt als Dichter und Übersetzer zwischen Ländern, Sprachen und Kulturen. Wie kaum ein Dichter der Nachkriegszeit reflektiert er in seinem Werk die Weltliteratur, die Literaturtraditionen und die Geschichte Europas, die ihm aus der Perspektive des jüdischen Dichters deutscher Sprache nach 1945 zur problematischen wie notwendigen Voraussetzung werden. Von der kritisch-produktiven Auseinandersetzung zeugt neben den Gedichten das übersetzerische Werk unter anderem aus dem Englischen, Russischen, Französischen, Italienischen, Rumänischen und Hebräischen: Die Celan-Forschung ist nicht im Rahmen alter Paradigmen von „Nationalliteratur“ zu denken, sondern immer schon als internationales Forschungsfeld. Zugleich hat sie zuletzt eine Erweiterung ihrer Materialgrundlagen erfahren, durch die Publikation von Nachlassbeständen (Bonner Ausgabe), biographischen Dokumentationen (Badiou, Wiedemann) und Briefwechseln (Bachmann, Szondi, Celan-Lestrange). Die materialgestützte Interpretation in der Nachfolge Szondis hat sich inzwischen durchgesetzt.

Ins Zentrum der heutigen Celan-Forschung rückt damit die Frage, wie mit dem neuen Wissen umzugehen sei. Obwohl eine Autorenforschung der Ort sein kann, an dem die verschiedenen Interpretationsansätze zusammenkommen, dominieren in der Celan-Philologie zentrifugale Tendenzen. „Das Fehlen einer Bibliographie, eine kaum mehr zu überschauende Zahl von Forschungsbeiträgen sowie ein frappierender Mangel an regelmäßigen Diskussionsforen haben dazu geführt, dass eine diskursive, international und interdisziplinär ausgerichtete Arbeit am Sinn der Gedichte wenig entwickelt, ja zunehmend in Zweifel gezogen worden ist“, erklärt Prof. König.

Das Projekt will diese Schwierigkeit überwinden und in komparatistischer Perspektive nicht nur die Interpretation von Celans Werken voranbringen, sondern auch die Forschung in den Blick nehmen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten um eine „Re-Philologisierung“ sollen die Möglichkeiten der einzelnen Ansätze diskutiert werden, im Sinn einer trinationalen Komparatistik der Celan-Philologien, die einen Beitrag zu einer international orientierten Methodengeschichte leistet.

Die Analyse der Interpretationskonflikte bietet den Auftakt der Symposien: Die Tagung vom 14. bis 17. Oktober 2020 trägt den Titel „Celan-Interpretationen: Konstellationen und Konflikte“. 2021 wird die Übersetzung als Öffnungsfigur vorgestellt; die Tagung gilt dem Thema „Übersetzung im Transfer europäischer Philologien“. Und die Tagung im Jahr 2022 stellt das Werk Celans in einen (literatur-)geschichtlichen Rahmen; sie trägt den Titel „Die (Literatur-)Geschichte Europas in Celans Werk“. Ein neuer Diskursraum entsteht, in dem Traditionen der Celan-Forschung enggeführt und Grundfragen der literarisch-kritischen Hermeneutik vorangetrieben werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christoph König, Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4030
christoph.koenig@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8752.atom ".. deshalb habe ich es auch zu nichts gebracht!" – Anton Bruckner - ein Concerto recitativo mit dem Kammerchor der Universität Osnabrück 2020-02-10T11:42:02+01:00 2020-02-10T11:39:33+01:00 OSNABRÜCK/MELLE.- Am Samstag, 15. Februar, 20 Uhr, wird der dramatisch-epische Symphoniker Anton Bruckner in der Kleinen Kirche am Dom in Osnabrück einmal anders zu Gehör gebracht. Annette Kristina Banse und Prof. Dr. Hans Christian Schmidt-Banse zeichnen zusammen mit dem Kammerchor der Universität Osnabrück (Leitung: Joachim Siegel) ein Bild des berühmten Romantikers, bei dem Musik und literarische Zeugnisse in eine wechselseitige Beziehung gebracht werden. Der Eintritt ist frei, Spenden werden zu Gunsten des Frauenhauses erbeten. Eine zweite Aufführung gibt es am Sonntag, 16. Februar um 17 Uhr in der Kirche St. Matthäus in Melle.

Ausgewählte Chormotetten nehmen diesen so ambivalenten Komponisten, der irgendwo zwischen größter Sinfonik und spießbürgerlichem Lebenswandel zu verorten ist, unter die biographische und musikalische Lupe. Vorgestellt werden auch die seltener zu hörenden Werke, in denen der Chor durch Orgel (Arne Hatje) und drei Posaunen ergänzt wird. In gewohnter Weise verwebt das Konzertformat Lehrreiches und Unterhaltsames mit großartiger Musik.  

Das Concerto recitativo ist dramaturgisch mit dem Dramolett beziehungsweise dem Hörspiel oder Radio-Feature verwandt, strukturell gehorcht es dabei dem Bauprinzip einer Collage. Gegenstand sind Musik und Text innerhalb ihres zeitgeschichtlichen und biographischen Entstehungsrahmens.

Weitere Informationen gibt es unter: www.concerto-recitativo.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4684
unimusik@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8751.atom Zur Aushandlung von Migration nach dem Zweiten Weltkrieg – Drei neue Forschungsprojekte zu „Migrationsgesellschaften“ an der Universität Osnabrück 2020-02-10T10:46:50+01:00 2020-02-10T10:45:08+01:00 Zum Jahreswechsel haben am Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) bzw. am Historischen Seminar (Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung) der Universität Osnabrück drei Forschungsprojekte zur Aushandlung von Mobilität und Migration nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen. Die thematisch miteinander verschränkten Projekte behandeln zentrale Fragen der Profillinie „Migrationsgesellschaften“. Dies ist eine von sechs Profillinien, mit denen die Universität ihr wissenschaftliches Profil schärfen will. Nach der Befreiung durch die Alliierten 1945 befanden sich in Deutschland und ganz Europa Millionen Menschen fernab ihrer Herkunftskontexte; darunter Verfolgte des Naziregimes und Überlebende der Shoah sowie Opfer von Deportation und Verschleppung. Die Alliierten sahen sich mit einer humanitären Katastrophe ungeahnter Ausmaße konfrontiert und übernahmen die Verantwortung für die Opfer dieser Gewaltmigration. Angesichts der damals sogenannten „europäischen Flüchtlingskrise“ wurden in den Nachkriegsjahren Definitionen und Politiken entwickelt, die noch heute die historische Grundlage für den Umgang mit Geflüchteten und den Folgen von Gewaltmigration bilden.

Zunächst wurde ausgehandelt, wer überhaupt „Flüchtling“ oder „Displaced Person“ (DP) sei; Definitionen, die sich normativ und in ihren praktischen Auslegungen immer wieder veränderten. Ebenso wurden Programme entwickelt, wie mit Flüchtlingen und DPs zu verfahren sei: Repatriierung, Neuansiedlungen (resettlement) oder „Integration“ vor Ort.

Unter der Regie der Alliierten wurde zunächst ein umfangreiches Repatriierungsprogramm durchgeführt, auch unter Zwang. Angesichts der Einsicht, dass man beispielsweise Osteuropäerinnen und -europäern, die Angst vor der Roten Armee äußerten, ebenso Unrecht tat, wie Spanierinnen und Spaniern, die nach einer Repatriierung Haft im Franco-Spanien fürchten mussten, gründeten die Vereinten Nationen 1946 die International Refugee Organisation (IRO), deren Aufgabe es sein sollte, zwischen 1946/47 und 1951 ein resettlement für rund eine Million Menschen zu organisieren. DPs und Flüchtlinge, die nach dem Ende dieses Programms in Deutschland verblieben, mussten unter dem neuen Label „Heimatlose Ausländer“ schließlich in die bundesdeutsche Gesellschaft „integriert“ werden.

Die konkreten Aushandlungsprozesse dieser Mobilitätsoptionen werden an der Universität Osnabrück nun in drei miteinander korrespondierenden Projekten erforscht. Dr. Sebastian Huhn untersucht in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt die Aushandlungsprozesse des resettlements europäischer DPs und Flüchtlinge in Venezuela. „Aushandlungen fanden hier auf einer politischen Ebene zunächst mit Venezuela statt. Vor allem mussten DPs und Flüchtlinge aber in den europäischen Büros der IRO über die Möglichkeit verhandeln, Europa Richtung Lateinamerika verlassen zu können. Die Agency der DPs aber auch aller anderer beteiligten Akteure spielte dabei eine zentrale Rolle. In Venezuela mussten sie schließlich mit der dortigen Gesellschaft über Teilhabe und Anerkennung verhandeln“, so Dr. Huhn.

Im zweiten Projekt nimmt Lukas Hennies – gefördert durch ein Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung – die Elegibility Officers der IRO im Aushandlungsprozess der Nachkriegsmigration genauer in den Blick. Diese Fallbearbeiterinnen – und bearbeiter trafen für die IRO Millionen Entscheidungen über die Anerkennung oder Ablehnung der Hilfsgesuche der sogenannten DPs bzw. Flüchtlinge und prägten so die konkrete Migrationspolitik. „Die konkreten Entscheidungen hingen nicht nur vom Mandat der Organisationen ab, sondern von den Handlungsspielräumen der Personen vor Ort mit ihren persönlichen Einstellungen, politischen und ethischen Haltungen, Ressentiments aber auch ihrer Lesart der institutionellen Rahmungen und ihrer Aufgabe oder wachsender Erfahrung und Routine“, berichtet Lukas Hennies.

Die „Integration“ der sogenannten „Heimatlosen Ausländer“ – derjenigen DPs, die schließlich in Deutschland verblieben - wird in einem dritten Projekt (Prof. Dr. Christoph Rass, Dr. Sebastian Huhn, Linda Ennen) untersucht, das im Rahmen des Programms Pro*Niedersachsen vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wird. „Im Zentrum dieses Vorhabens steht die Kategorisierung von Menschen als „Heimatlosen Ausländer“ in der Bundesrepublik ab 1951 und die Aushandlung ihrer Niederlassungsoptionen. Dabei wird vor allem die Rolle kommunaler Behörden bei der Aufnahme und „Integration“ der „Heimatlosen Ausländer“ beforscht, um aus diesem Blickwinkel die Bedingungen und Perspektive der Aushandlung von Teilhabe und Anerkennung zu beobachten“, erläutert Prof. Rass.

Die drei Projekte bilden eine Arbeitsgruppe, die sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln Fragen widmet, die nach dem Zweiten Weltkrieg ebenso akut waren, wie sie es heute sind. Diskussionen und Programme zu resettlement, Repatriierung und „Integration“ spielen in der Gegenwart angesichts umfangreicher gewaltbedingter Migration und Flucht nach wie vor eine große Rolle; in Europa ebenso, wie beispielsweise in den USA und Lateinamerika. Wichtiger denn je ist daher die Analyse historischer Präzedenzfälle der Aushandlungen und der Folgeprozesse von Mobilität zwischen Geflüchteten, internationalen Organisationen, Staaten und lokalen Behörden, die wesentlich die Art und Weise geprägt haben, in der wir heute mit den Folgen von Massengewaltmigration umgehen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christoph A. Rass, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Tel.: +49 541 969 4912
chrass@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8738.atom Wie kommunizieren Zellen bei der Blutbildung? Wissenschaftler entdecken, wie fehlgeleitete Kommunikation zwischen Zellen zu Leukämie führt 2020-02-10T18:12:56+01:00 2020-02-07T08:45:00+01:00 Wie vermitteln Botenstoffe die Entwicklung neuer Blutzellen und wie geraten diese Prozesse bei Leukämie-Erkrankungen außer Kontrolle? In Kooperation mit Wissenschaftlern aus Großbritannien, Finnland und den USA konnte der Biophysiker Prof. Dr. Jacob Piehler vom Fachbereich Biologie/ Chemie der Universität Osnabrück den zugrundeliegenden molekularen Mechanismus jetzt aufklären. Die Ergebnisse dieses Forschungsprojekts stellen sie in einem Artikel in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ (https://science.sciencemag.org/content/367/6478/643) vor, der am 7. Februar erschienen ist. Zum Hintergrund: Bei einem erwachsenen Menschen werden täglich Milliarden reifer Blutzellen gebildet. Die Entwicklung und Vermehrung der verschiedenen Zelltypen des Bluts aus blutbildenden Stammzellen im Knochenmark wird durch Botenstoffe der Familie der Zytokine kontrolliert. Diese binden an Rezeptoren auf der Oberfläche von Vorläufer-Zellen. Dadurch werden Signalkaskaden aktiviert, die sowohl Wachstum und Zellteilung als auch die Ausdifferenzierung in verschieden Zelltypen steigern. Verschiedene Leukämie-Erkrankungen werden mit genetischen Mutationen in Verbindung gebracht, bei denen diese Signalwege auch ohne Botenstoffe, also unkontrolliert, aktiviert sind. Bislang war es unklar, wie einzelne Mutationen diese Signalaktivierung auf molekularer Ebene auslösen und damit zu diesen schwerwiegenden Erkrankungen des blutbildenden Systems führen.

Erstautor Dr. Stephan Wilmes, der das Projekt als Postdoktorand an der Universität Osnabrück begonnen hatte, berichtet: „Es war wirklich inspirierend, diese spannende biomedizinische Fragestellung mit neuen biophysikalischen Methoden anzugehen, die ich hier während meiner Doktorarbeit entwickelt hatte.“ „Eine besondere Herausforderung dabei war es, die verschiedenen Forschungsansätze der beteiligten Arbeitsgruppen zu koordinieren“, so Maximillian Hafer, der inzwischen die Projektverantwortung übernommen hat.

Durch Einzelmolekülmikroskopie an lebenden Zellen konnten die Forscher jetzt erstmals eindeutig nachweisen, dass die Rezeptoren durch die Botenstoffe zur Paaren verbunden werden. Bislang wurde angenommen, dass die Rezeptoren auch ohne Botenstoff bereits als inaktive Paare vorliegen. Aus ihren neuen Beobachtungen an höchstauflösenden Fluoreszenzmikroskopen schlossen die Forscher hingegen, dass die Paarbildung selbst der grundlegende Schalter zur Aktivierung der Signalvermittlung in der Zelle ist.

„Durch die direkte mikroskopische Visualisierung einzelner Rezeptoren unter physiologischen Bedingungen konnten wir eine Kontroverse klären, die dieses Forschungsgebiet seit mehr als 20 Jahren beschäftigt“, erklärt Prof. Dr. Jacob Piehler.

Durch Kombination mit biomedizinischen Untersuchungen an den Universitäten York und Dundee fanden die Forscher heraus, dass viele krankheitsrelevante Mutationen bereits ohne Botenstoff zur Paarbildung bestimmter Rezeptoren führten. „Diese Beobachtungen brachten uns auf die Spur eines bislang unbekannten Mechanismus, wie einzelne Mutationen an diesem Rezeptor zu Leukämie-Erkrankungen führen“, erläutert Prof. Ian Hitchcock von der Universität York.

Kooperationspartner an der Universität Helsinki nutzten diese Ergebnisse, um über Simulationsrechnungen und molekulare Modellierung ein vollständiges Strukturmodell auf atomarer Skala zu entwickeln, das die unterschiedlichen Wirkungsweisen verschiedener Mutationen erklären konnte. „Unsere Strukturmodelle zeigten außerdem überraschende Effekte in Hinblick auf die Ausrichtung der aktiven Rezeptorpaare an der Zellmembran. Diese Vorhersagen konnten anschließend experimentell bestätigt werden“, erklärt Prof. Ilpo Vattulainen von der Universität Helsinki.

Diese grundlegenden Einsichten in die Funktionsweise von Rezeptoren ermöglichen nicht nur völlig neue und wesentlich gezieltere Strategien für die Bekämpfung von Leukämie-Erkrankungen. Darüber hinaus vermuten die Forscher, dass sich eine ganze Reihe von entzündlichen und allergischen Erkrankungen ebenfalls auf ähnliche Mechanismen zurückführen lassen.

Der Artikel in der Fachzeitschrift „Science“ ist abrufbar unter: https://science.sciencemag.org/content/367/6478/643

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Jacob Piehler, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/ Chemie & Center of Cellular Nanoanalytics (CellNanOs)
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2800
piehler@uos.de

]]>
news-8739.atom How do cells communicate in blood formation? Scientists discover how rogue communications between cells lead to Leukaemia 2020-02-10T18:18:08+01:00 2020-02-07T08:45:00+01:00 How do biochemical messengers mediate the development of new blood cells and how do these processes get out of control in leukaemias? An international research team involving partners from Germany, United Kingdom, Finland and the USA has achieved a fundamental breakthrough in understanding the mechanism of these processes. The results of this research project were published on February 7th 2020 in the new issue of the renowned journal "Science" (https://science.sciencemag.org/cgi/doi/10.1126/science.aaw3242). In adults, billions of mature blood cells are formed from haematopoietic stem cells in the bone marrow every day. This process is tightly regulated by a family of messenger proteins called cytokines that control the development and proliferation of the different blood cell types. Cytokines interact with specific receptors on the surface of cells, which allow the transmission of signals controlling whether the cell divides, or differentiates into a specific blood cell type. Various leukaemias are associated with genetic mutations that activate these signalling pathways in the absence of cytokines in an uncontrolled manner. Until now, the molecular mechanisms of how individual mutations trigger signal activation and lead to these blood cancers have remained unclear.

First author Dr. Stephan Wilmes, who started the project as a Postdoc at Osnabrück University: “It was truly inspiring to tackle this highly relevant biomedical question by applying cutting-edge biophysical techniques.” “A particular challenge was to coordinate the different research approaches of the participating working groups," says Maximillian Hafer, who has since assumed responsibility for the project.

Using single-molecule microscopy in living cells, the researchers have now been able to clearly show for the first time that the receptors are crosslinked by cytokines to form pairs. Until now, it has been assumed that the receptors are already present as inactive pairs even without cytokines. From their new observations using super-resolution fluorescence microscopes, the researchers concluded that pair formation itself is the basic switch for the activation of signal transduction in the cell. “By directly visualising individual receptors at physiological conditions under the microscope, we were able to resolve a controversy that has preoccupied the field for more than 20 years," explains Professor Jacob Piehler from Osnabrück University.

In combination with biomedical studies at the Universities of York and Dundee, the researchers found that several important disease-relevant mutations led to the pairing of certain receptors without cytokine. "These observations led us to a previously unknown mechanism how individual mutations at this receptor trigger cytokine-independent signalling and thus can promote leukaemia," reveals Professor Ian Hitchcock from the University of York. Cooperation partners at the University of Helsinki used these insights to develop a comprehensive structural model via atomic-scale simulations and molecular modelling, which could explain the different modes of action of different mutations. "Our biomolecular simulations unveiled surprising features concerning the orientation of active receptor pairs at the plasma membrane, explaining how mutations render activation possible without a ligand. These predictions were subsequently confirmed experimentally", explains Professor Ilpo Vattulainen from the University of Helsinki.

These fundamental insights into the mechanism of signal activation enable completely new and much more targeted strategies for combating leukaemias. Further, the researchers suspect that a wide range of inflammatory and allergic diseases can also be traced back to similar mechanisms.

Hyperlink to the Science article: https://science.sciencemag.org/cgi/doi/10.1126/science.aaw3242

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Jacob Piehler, Osnabrück University
School of Biology/ Chemistry and Center of Cellular Nanoanalytics (CellNanOs)
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Phone: +49 541 969-2800
piehler@uos.de

]]>
news-8746.atom Potenziale der Künstlichen Intelligenz - Osnabrücker Wissenschaftler zu Gast bei der Wirtschaftsvereinigung Grafschaft Bentheim Utz Lederbogen 2020-02-06T18:22:46+01:00 2020-02-06T17:40:00+01:00 Künstliche Intelligenz (KI) dringt vielfältig in unser privates und berufliches Leben vor. Mit diesem Prozess gehen tiefgreifende Veränderungen einher, die insbesondere für mittelständische Unternehmen neue Herausforderungen bedeuten. Unter dem Titel „Potenziale der Künstlichen Intelligenz - Forschung am KI-Campus der Universität Osnabrück“ waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Osnabrück jetzt zu Gast bei der Wirtschaftsvereinigung der Grafschaft Bentheim e.V. im NINO-Hochbau in Nordhorn. Der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers, Initiator der Veranstaltung, zeigte sich beeindruckt von der großen Forschungsbreite des KI-Campus und hob die Bedeutung der KI-Forschung der Universität Osnabrück für ganz Niedersachsen hervor.
Verschiedene Arbeitsgruppen gaben Einblick in Ihre Forschungsbereiche und beantworteten zentrale Fragen zur Nutzung von KI-Entwicklungen und den damit einhergehenden Veränderungen. Im Anschluss hatten die rund 100 Teilnehmenden Gelegenheit, sich einzelne Exponate an Messeständen anzusehen und mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern persönlich ins Gespräch zu kommen.
Thematisiert  wurden im Rahmen der Veranstaltung unter anderem die
 
Forschungsfelder Maschinelles Lernen, Cognitive Computing, Innovative Informationstechnologien, neue digitale Services, Energiemodellierung und -vorhersage in Ultra-Low-Power-Systemen, Softwarebasierte Zuverlässigkeit und Fehlerinjektion, Software für semantische Analysen von Flächen, Robuste Netze als Enabler für KI-Anwendungen sowie Gesichts- und Fahrzeugerkennung.

Zudem wurden zentrale Haftungs- und Rechtsfragen beleuchtet, die sich mit der Anwendung von KI, wie beispielsweise autonomer Roboter und Systeme stellen, ebenso wie der Schutz von Maschinendaten und Datenwirtschaft und Patent- und Knowhow-Schutz.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Janina Majerczyk, Universität Osnabrück
Persönliche Referentin der Präsidentin
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4010
E-Mail: janina.majerczyk@uni-osnabrueck.de

 

]]>
news-8744.atom Ein Experimentalphysiker der Gründergeneration - Universität Osnabrück trauert um Prof. Dr. Ortwin F. Schirmer Utz Lederbogen 2020-02-06T16:53:26+01:00 2020-02-06T16:50:31+01:00 Der Fachbereich Physik trauert um Prof. Dr. Ortwin F. Schirmer, der sich von 1983 bis zu seinem Ausscheiden 2002 als Hochschullehrer an der Universität Osnabrück engagierte. Er arbeitete auf dem Gebiet der Experimentalphysik und gehörte zu den Initiatoren des Sonderforschungsbereichs »Oxidische Kristalle für elektro- und magnetoptische Anwendungen« der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Am 22. Januar verstarb er im Alter von 83 Jahren. Geboren 1936 in Gießen, begann er 1956 sein Studium der Physik und Mathematik zunächst in Gießen und dann in München und Freiburg. 1967 erfolgte die Promotion, im April 1973 die Habilitation in Freiburg. Ab 1967 war Schirmer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Angewandte Festkörperphysik in Freiburg und nahm 1983 den Ruf auf eine Professur für Experimentalphysik an der Universität Osnabrück an.

Prof. Schirmer war ein Experimentalphysiker mit sehr breit fundierten Kenntnissen, auch in der Theoretischen Physik. Ein Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit beinhaltete die Untersuchung von Punktdefekten in oxidischen Kristallen mittels Elektronenspinresonanz und optischer Methoden. Sein Interesse galt dem Verständnis und der gezielten Suche von Materialien mit Anwendungspotenzial, z.B. Hochtemperatursupraleitern.
Neben der wissenschaftlichen Arbeit hat sich Ortwin Schirmer in der Selbstverwaltung engagiert. Zweimal war er Dekan des Fachbereichs Physik.

Im Mittelpunkt stand bei dem leidenschaftlichen Physiker immer auch die Lehre. Die Studierenden schätzten seine Grund- und Spezialvorlesungen und sein großes Engagement für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ortwin Schirmer war auch nach seiner Pensionierung bis zuletzt in der Forschung aktiv und der Universität verbunden.

„Die Universität trauert um einen exzellenten Wissenschaftler, einen hoch geachteten, immer hilfsbereiten Kollegen und guten Freund. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie“, so der Dekan des Fachbereichs Physik, Prof. Dr. Wolfgang Harneit.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Wolfgang Harneit, Universität Osnabrück
Dekan Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 969 3597
E-Mail: dekan@physik.uni-osnabrueck.de

]]>
news-8742.atom Bestimmen Ängste unser öffentliches Leben? Philosophisches Café Osnabrück diskutiert am Sonntag, 16. Februar 2020-02-06T14:15:05+01:00 2020-02-06T14:13:33+01:00 Wie können in einer Informationsgesellschaft bestimmte Meldungen angstmachende Wirkungen entwickeln? Lässt sich die moderne Gesellschaft durch Angst charakterisieren? Oder können wir zwischen berechtigten und unberechtigten Ängsten unterscheiden? Das Philosophische Café Osnabrück diskutiert am Sonntag, 16. Februar, ab 11.30 Uhr im Kinocafé BlueNote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16, Osnabrück) über den Umgang mit kollektiven Befürchtungen -  beispielsweise vor der Klimakatastrophe, vor Migrationswellen, vor Terrorismus, vor Bevölkerungswachstum, vor Artensterben, vor Altersarmut oder jetzt vor dem Coronavirus.  Die Professoren Elk Franke, Reinhold Mokrosch, Harald Kerber und Arnim Regenbogen stellen sich der Diskussion über den Umgang mit drohenden künftigen Entwicklungen, aber auch mit künstlich erzeugten Angstkampagnen aus politischen Absichten.

Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2020 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter „www.cinema-arthouse.de“ („Kinocafés“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Tel.: +49 541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8740.atom Ressourcenschutz durch Logistik: Bundesforschungsministerium fördert Forschungsvorhaben unter Leitung der Universität Osnabrück / Bundesbildungsministerin übergibt Förderbescheid 2020-02-06T13:21:24+01:00 2020-02-06T13:13:56+01:00 Ein neues Verbundprojekt unter Federführung der Universität Osnabrück befasst sich mit der Frage, wie eine tragfähige Entwicklung der Logistikbranche gewährleistet werden kann und dabei die verschiedenen Interessen Berücksichtigung finden. Die Logistik ist in Deutschland der drittgrößte Wirtschaftsbereich. In vielen Städten und Regionen wehren sich Anwohnergruppen und Naturschutzverbände indes zunehmend gegen geplante Logistikansiedlungen und -erweiterungen. Verkehrslärm, Luftverschmutzung, Landschaftsverschandelung und -versiegelung zählen zu den Argumenten, die für die Logistikbranche schlechte Imagefaktoren darstellen. Ziel eines Verbundprojekts mit dem Namen „Ressourcenschutz durch Logistik – Logist.Plus“ ist es, durch innovative Governancestrukturen, die Stadt, städtisches Umland und ländlichen Raum zusammenfassen, kombiniert mit Ansätzen des kooperativen betrieblichen Umwelt- und Transportmanagements, eine tragfähige regionale Entwicklung der Logistbranche zu ermöglichen. Dabei sollen die Interessen aller Beteiligten sowie die Ziele einer nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung und des Bodenschutzes berücksichtigt werden. 

Entwickelt wurde der Antrag im Rahmen der Profillinie Mensch-Umwelt-Netzwerke, eine von sechs Linien, mit denen die Universität Osnabrück ihr wissenschaftliches Profil schärfen möchte. Am 6. Februar übergab Bundesbildungsministerin Anja Karliczek persönlich in Ladbergen, Kreis Steinfurt, den Förderbescheid.

Zum Hintergrund: In der Logikbranche haben laut Bundesvereinigung Logistik (BVL) rund drei Millionen Beschäftigte im Jahr 2019 rund 279 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Trotz dieser großen Bedeutung ist die Logistikbranche in den letzten Jahren zunehmend in Verruf geraten. Geeignete Standorte sind immer knapper geworden, außerdem bevorzugen viele Gemeinden auf ihren Gewerbeflächen Produktionsansiedlungen, da von diesen mehr Arbeitsplätze und höhere Gewerbesteuern erwartet werden und sich Politiker dann weniger Kritik ausgesetzt sehen.  

Generell ist es bisher nicht gelungen, den Flächenbedarf der Logistikbranche mit Nachhaltigkeitszielen in Einklang zu bringen: insbesondere dem Ziel, bis 2030 die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen und Verkehr auf unter 30 Hektar pro Tag zu verringern, sowie eine „neutrale Landnutzung“ also keine zusätzliche Versiegelung anzustreben. Was fehlt, ist die Governance des Bodens bzw. der Fläche und deren Erforschung. Nicht nur, um einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit zu leisten, sondern auch, um der wichtigen Logistikbranche auch in Zukunft Möglichkeiten zur Entwicklung einzuräumen. 

„Da diese Notwendigkeit in unserer Region, in der die Logistik eine besondere Bedeutung hat, in den letzten Jahren immer deutlicher geworden ist, haben sich Akteure aus der Region und darüber hinaus zusammengetan und gemeinsam die Projektidee Logist.Plus entwickelt“, so der Geograph Prof. Dr. Martin Franz von der Universität Osnabrück. Partner sind neben der Uni Osnabrück als federführender Einrichtung die European Land and Soil Alliance e.V., die Hochschule Osnabrück, der Landkreis Osnabrück, das Kompetenznetz Individuallogistik e.V. , der Kreis Steinfurt, die Stadt Osnabrück, der Wissenschaftsladen Bonn e.V. Hinzu kommen eine Reihe Unterstützer wie die Nosta Logistics GmbH. Finanziert wird das Verbundprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro. 

Am Anfang der gemeinsamen Arbeit steht die Entwicklung von Indikatoren zur Identifikation und Bewertung von Zielkonflikten zwischen verschiedenen Akteuren in Städten, Stadt-Umland und ländlichen Räumen. Durch die Nutzung innovativer Ansätze der Digitalisierung sollen Logistikprozesse flächeneffizient gestaltet und Synergien in der gemeinsamen Flächennutzung durch verschiedene Unternehmen identifiziert und genutzt werden. Hinzu kommt eine ökologische Optimierung der Standortwahl und -gestaltung: Schonung von Böden, Verminderung der Flächenversiegelung, Reduzierung von Energiebedarf und Emissionen durch Etablierung energetischer Nachbarschaften sowie Senkung lokaler und globaler Klimaemissionen durch Transportsynergien.

Ebenfalls geplant ist die Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Instrumente zum Abbau von Landnutzungskonflikten und zur Stärkung der Kooperation zwischen Akteuren in Stadt, Umland und ländlichen Räumen. Auch die Konzeption von nachhaltigen Geschäftsmodellen als Grundlage für eine Kooperation im Arbeitsfeld Logistik zwischen Kommunen, Unternehmen und möglicherweise Non-Profit-Organisationen sowie die Entwicklung von Szenarien für regionale Flächennutzungsstrukturen und Handlungsempfehlungen stehen im Fokus des Projekts.

Mit der Logistik wurde eine Branche gewählt, die einen großen Flächenbedarf hat. Insbesondere in allen sogenannten Logistikregionen gibt es große Probleme aufgrund sich widersprechender Akteursinteressen und geringer Flächenverfügbarkeit. Gleichzeitig existieren entsprechende Konflikte und Bedarfe auch in anderen Regionen und in Bezug auf andere Branchen. „Die Ergebnisse werden damit nicht nur auf andere Regionen, sondern auch auf andere Branchen übertragbar sein“, so Prof. Franz abschließend.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Martin Franz, Universität Osnabrück
Institut für Geographie
Neuer Graben 11ab, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4277
martin.franz@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8736.atom Auf den Spuren von Iwan Knorr – Konzert des Universitätschors Osnabrück am Samstag, 8. Februar 2020-02-03T09:45:16+01:00 2020-02-03T09:43:58+01:00 Der Chor der Universität Osnabrück spürt am Samstag, 8. Februar, einer spannenden Begegnung nach: Iwan Knorr, deutscher Komponist mit bewegter Jugend in Lettland, Russland und Deutschland, wird dabei Mittelpunkt des Konzertabends in der Aula des Schlosshauptgebäudes (Neuer Graben 29) sein. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 7 Euro und ist für Schüler sowie Studierende frei. Iwan Knorr, geboren 1853 im ehemaligen Westpreußen, war lebenslang Bewunderer von Johannes Brahms und wagte es schließlich, eine seiner Kompositionen „mit der Bitte um ein aufrichtiges Urteil“ an den Meister zu senden. Dieser äußerte sich überaus wohlwollend dazu – bei Brahms schon fast ein Adelstitel. Neben Knorrs Ukrainischen Liebesliedern für gemischten Chor und Klavier stehen die Neuen Liebeslieder seines Idols auf dem Programm.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8733.atom Game-basierte Lernplattform prämiert - LEARNTEC: Innovationspreis für digitale Bildung geht an Projektteam der Universität Osnabrück Utz Lederbogen 2020-01-31T13:12:51+01:00 2020-01-31T13:08:14+01:00 Der Innovationspreis für digitale Bildung delina wurde auf der LEARNTEC, Europas größter Veranstaltung für digitale Bildung (28. bis 30. Januar) in der Kategorie „Frühkindliche Bildung und Schule“ dem Projektteam PearProgramming der Universität Osnabrück verliehen. Das eingereichte Projekt wurde von einer 21-köpfigen Expertenjury begutachtet. Das Osnabrücker Projektteam hat eine Lernplattform entwickelt, die Informatiklehrerinnen und -lehrer dazu befähigt, den Schülern der Sekundarstufe I qualitativ hochwertigen Informatikunterricht anzubieten. Die innovative Kombination aus Planspiel und Elementen der Gamification vermittelt Schülern spielerisch sowohl die theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten der Informatik als auch die Grundlagen des unternehmerischen Denkens. Das System wird um ein Intelligent Tutoring System (ITS) erweitert, das über Lernstandsanalysen und optimierte Lernwege hinaus in der Lage ist, individuelle Anweisungen und Rückmeldungen zu geben. 

Seit Januar 2020 wird das Projekt über die Universität Osnabrück durch das EXIST-Gründerstipendium gefördert. Mentor ist Prof. Dr. Michael Brinkmeier. Weitere Förderer sind die Aloys & Brigitte Coppenrath Stiftung sowie die nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.

Film zum Projekt

Weitere Informationen: www.pearprogramming.eu
 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Paul Ohm, PearProgramming
Marie-Curie-Str. 3, 49076 Osnabrück
Tel.: +49174 1013188
E-Mail: info@pearprogramming.eu
Internet: www.pearprogramming.eu

Utz Lederbogen
Pressesprecher Universität Osnabrück
Tel. +49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8731.atom „Überlebender des Krematoriums III“ - Studierende der Universität Osnabrück an Ausstellung im Deutschen Bundestag beteiligt Utz Lederbogen 2020-01-30T15:47:35+01:00 2020-01-30T14:42:00+01:00 Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau werden im Deutschen Bundestag Werke des Künstlers David Olère gezeigt, der als einer der wenigen Häftlinge des Sonderkommandos den Krieg überlebte. Studierende der Universität Osnabrück aus dem Master-Studiengang „Kunst & Kommunikation“ sind an der Ausstellung „David Olère. Überlebender des Krematoriums III“ beteiligt. Sie wurde am Mittwoch, 29. Januar, von Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble eröffnet und ist bis zum 21. Februar zu sehen. In seinen Zeichnungen und Gemälden verarbeitet Olère seine Erlebnisse im Konzentrationslager. Seine Illustrationen stellen eine der wenigen Bildquellen der damaligen Ereignisse dar. Sie entstanden aus der Sicht eines Mannes, der durch die Hölle von Auschwitz-Birkenau gegangen war und zum unmittelbaren Zeugen eines der bestgehüteten Geheimnisse des nationalsozialistischen Deutschlands wurde: des konkreten Ablaufs des Massenmords.

Die Ausstellung findet in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Yad Vashem in Israel, dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), dem Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau sowie dem Zentrum für verfolgte Künste Solingen statt. Durch dessen Direktor Jürgen Kaumkötter als Ausstellungsorganisator und Lehrbeauftragter der Universität Osnabrück, bekommen die Masterstudierenden über ihre eigenen Projekte hinaus Einblicke in eines der vielen Berufsfelder, die Kunst und Kommunikation verbinden.

Die Ausstellung kann von Donnerstag, 30. Januar, bis Freitag, 21. Februar 2020, nach vorheriger Anmeldung montags bis freitags jeweils von 9 bis 17 Uhr besichtigt werden (Zugang über den Eingang West, Konrad-Adenauer-Straße 1 in Berlin-Mitte). Anmeldung unter Tel. +49 30 227-38883 oder per E-Mail ausstellungen@bundestag.de  oder direkt online: www.bundestag.de/parlamentarische_ausstellung. Zum Einlass muss ein Personaldokument mitgebracht werden.

Weitere Informationen zur Ausstellung: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw05-ausstellung-olere-675322

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Jürgen Kaumkötter, Universität Osnabrück
Kunsthistorisches Institut
Katharinenstr. 5, 49074 Osnabrück
Tel. +49 212 25814 12
E-Mail: juergen.kaumkoetter@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8730.atom KI statt klassischer Regler - Studierende von Universität und Hochschule Osnabrück entwickeln beim Hackathon kreative Lösungen zur Fahrwerkdämpfung 2020-01-30T11:52:19+01:00 2020-01-30T11:49:27+01:00 Das Fahrwerk eines Autos hat's nicht leicht: Einerseits soll das Fahrzeug ruhig dahingleiten und alle Bodenunebenheiten schlucken, andererseits ist in Kurven hohe Stabilität gefragt. Um das zu erreichen, sind sogenannte "aktive Fahrwerke" erforderlich, die sich der Situation anpassen und von selbst blitzschnell von "weich" auf "hart" umschalten können. Doch lassen sich neue Regelungsverfahren auch mittels Künstlicher Intelligenz (KI) umsetzen? Das war die Frage, mit dem sich der Hackathon „AI 4 Closed-Loop Control Systems“ auseinandersetzte. Gesponsert von der ZF Friedrichshafen AG und zusammen mit dem Institut für Kognitionswissenschaft (IKW) der Universität sowie der Hochschule Osnabrück fand die kreative Problemlösung und Softwareentwicklung am Wochenende vom 10. bis 12. Januar statt. Jetzt wurden die Ergebnisse der acht Studierendengruppen vorgestellt. Der Begriff Hackathon setzt sich aus „Hacken“ und „Marathon“ zusammen. Diese Veranstaltungen in lockerer Atmosphäre dauern zwischen 24 und 72 Stunden und widmen sich einem genau definierten Problem. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erarbeiten in Gruppen Lösungsansätze. Am Ende werden die Ergebnisse einer Jury präsentiert. Bewertet werden die Innovation, der Einfallsreichtum und die Kreativität sowie die Präsentation der Studierenden.

Die 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hackathons „AI 4 Closed-Loop Control Systems“ studieren Kognitionswissenschaft an der Universität oder kommen aus Studiengängen der Fakultät für Ingenieurwissenschaften und Informatik der Hochschule. Gemeinsam sollten sie in ihren Gruppen binnen 60 Stunden einen Weg finden, um einen aktiven Dämpfer mithilfe von KI so zu regeln, dass sich der Aufbau des Fahrzeuges auf allen Fahrbahnen möglichst ruhig verhält. Dadurch erhöht sich der Fahrkomfort und der Kraftstoffverbrauch wird verringert.

„Die Schwierigkeit ist die Beschaffenheit der Straße, die im Vorhinein nicht bekannt ist. Außerdem lassen sich die Dämpfer einer Fahrwerksregelung nicht linear ansteuern“, beschreibt Prof. Dr. Julius Schöning von der Hochschule Osnabrück die Herausforderung für die Studierenden. Schöning, der am IKW der Uni promovierte und bei der ZF Friedrichshafen AG tätig war, bevor er auf eine Professur an der Hochschule berufen wurde, war es auch, der die Idee hatte, die drei Institutionen für diesen Hackathon zusammen zu bringen. „Mir ging es darum, Grundlagenforschung und angewandte Forschung zu vereinen, um neue, innovative Anwendungsgebiete für die KI zu erschließen.“

Dass ein solches Veranstaltungsformat die drei klassischen Aufgaben einer Universität, nämlich Forschung, Lehre und Transformation der Ergebnisse in die Anwendung auf geradezu ideale Weise verbindet, machten auch der Vizepräsident für Forschung und Nachwuchsförderung der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Kai-Uwe Kühnberger und der Direktor des IKW, Prof. Dr. Gunther Heidemann, bei der Ergebnispräsentation deutlich.

Den ersten Platz belegte das Team Dumb and Damper. Die Gruppe erarbeite das Konzept, durch einen mathematischen Trick das Problem für neuronale Netze berechenbar zu machen. „Das ist eine sehr innovative und zugleich kreative Lösung für die Aufgabenstellung, wobei alle Teams qualitativ hochwertige Ergebnisse präsentierten“, lobte Dr. Christoph Elbers, Vice President Car Chassis Technology Development bei ZF, die Arbeiten. Auf den ebenfalls mit Preisgeldern dotierten Plätzen kamen die Teams Random Baseline, The Control Freaks und Ultimate Loop Hackers. „Die Jury war von den hervorragenden Ergebnissen von allen Teams, die hier angetreten sind, und die in einer so kurzen Zeit entstanden sind, begeistert“, fasste Prof. Dr. Gordon Pipa, Professor für Neuroinformatik am IKW, das gelungene Wochenende zusammen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4516 oder 4370
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

Jeannine Rapp, ZF Friedrichshafen AG
Leiterin Corporate & Marketing Communications Division
Pkw-Fahrwerktechnik
Tel.: +49 5474 60 2190,
Jeannine.rapp@zf.com

]]>
news-8729.atom Medikamente im Wasser unerwünscht - Abschluss des MEDUWA-Projektes mit einem Partnertreffen in Zwolle 2020-01-30T08:51:44+01:00 2020-01-30T08:49:14+01:00 OSNABRÜCK/ZWOLLE.- Wie lassen sich Medikamente und multiresistente Mikroorganismen im Umweltkreislauf reduzieren? Dies ist die zentrale Frage des bis Herbst laufenden grenzüberschreitenden Projektes MEDUWA (MEDikamente Unerwünscht im WAsser). Am Mittwoch, 12. Februar, und Donnerstag, 13. Februar, treffen sich die Partner des deutsch-niederländischen Projekts in der Hansestadt Zwolle (Niederlande) zu einem abschließenden Meeting. Das Konsortium finanziert sich durch das europäische INTERREG-VA-Programm. Beteiligt sind 27 Unternehmen, Universitäten, Krankenhäusern sowie Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen. Das Institut für Umweltsystemforschung (IUSF) der Universität Osnabrück ist Lead-Partner dieses Projekts. Als Pilotgebiet dient das deutsch-niederländische Einzugsgebiet der Vecht(e) mit ihren Nebenflüssen Steinfurter Aa, Dinkel und Regge. Das Projekt läuft noch bis Herbst 2020.

„Entwickelt wurden im Projekt zwölf Innovationen, um der gesundheitlichen Bedrohung durch multiresistente Mikroorganismen und Medikamente, die Wasser, Boden, Nahrung und Luft verunreinigen, entgegen zu treten“, erklärt Raissa Ulbrich, Projektmanagerin des MEDUWA -Projekts an der Universität Osnabrück.  

So wurde zum Beispiel das Modell WIS entwickelt: Es zeigt, wie sich Medikamente und antibiotikaresistente Bakterien in der Region ausbreiten, welche Risiken für die öffentliche Gesundheit bestehen und wie stark das Wasser durch den Einsatz von Medikamenten verschmutzt wird. Medikamente auf Basis von Körperproteinen herzustellen, die keinen Abfall produzieren oder gefährliche Medikamente gleich durch eine neue Technologie in der Toilette unschädlich machen, sind weitere Lösungsansätze.

In Vorträgen werden auch neue Einblicke in verwandte Themen wie „Klimawandel und Wasserqualität“, „Klimawandel und Infektionsgefahr“ in unkontrolliertem Oberflächenwasser sowie die starke Zunahme multiresistenter Pilze in unserer Umwelt gegeben.

Als Zeichen ihres andauernden Engagements in der Bekämpfung und Vorbeugung von chemischen und biologischen Verunreinigungen von Wasser, Luft und Boden unterzeichnen die Projektpartnerinnen und -partner sowie die Vertreterinnen und Vertreter weiterer Interessensgruppen die gemeinsame MEDUWA-Erklärung über die Emission von Human- und Tierarzneimitteln.

Die Interessengruppen vertreten lokale, regionale und nationale Regierungsbehörden, Unternehmen und NGOs, die sich mit der Gesundheit von Mensch und Umwelt in beiden Ländern befassen. Gleichzeitig unterstützt das Projekt die grenzübergreifende Zusammenarbeit und Innovationsfähigkeit der regionalen Wirtschaft.

Weitere Informationen zum Projekt:
https://www.meduwa.uni-osnabrueck.de/, sowie unter meduwa.eu.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Louisa Kistemaker, Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemwissenschaften
Barbarastraße 12, 49076 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2843
louisa.kistemaker@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8726.atom Die Unverständlichkeit verstehen - Gastvortrag an der Universität Osnabrück zur Hermeneutik nach Nietzsche 2020-01-29T12:30:29+01:00 2020-01-29T12:14:40+01:00 Die Infragestellung des Verstehens durch Nietzsche diskutiert am Mittwoch, 5. Februar, ein Vortrag von Dr. Felix Christen, der am Deutschen Seminar der Universität Zürich tätig ist. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Germanistischen Kolloquiums der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Christoph König statt. Beginn ist um 18 Uhr im Schlosshauptgebäude (Neuer Graben 29, Raum 11/212). Im 18. und im frühen 19. Jahrhundert bildet sich mit den Vorlesungen und Schriften von Chladenius, Georg Friedrich Meier, Friedrich Ast und Friedrich Schleiermacher eine allgemeine Hermeneutik aus, die an die Stelle des Überzeugens und Überredens der klassischen Rhetorik das Verstehen setzt. Das Ziel, vollkommen zu verstehen, wird dabei gerade vom Nichtverstehen her methodologisch begründet. Wenn durch ein regelgeleitetes Vorgehen verstanden ist, was zuvor unverständlich war, ist die Aufgabe der Hermeneutik erfüllt.

Demgegenüber greift der frühe Nietzsche noch einmal auf die Rhetorik zurück und entgrenzt ausgehend von der Metaphorik und Figuralität der Sprache das Problem des Nichtverstehens. Wenn es keine eigentlichen und damit eindeutigen Bedeutungen mehr gibt, so die Annahme des frühen Nietzsche, kann auch ein regelgeleitetes Verstehen die Aufgabe der Deutung nicht erfüllen. Diese Kritik des Verstehens eröffnet am Beginn der klassischen Moderne in fast kantischer Strenge die Frage nach den Bedingungen der Möglichkeit des Verstehens.

Im Vortrag werden zwei Antworten auf diese seit Nietzsche virulente Infragestellung des Verstehens näher diskutiert: zum einen Adornos ästhetische Theorie mit ihrem Anspruch, die Unverständlichkeit zu verstehen, indem die Hermeneutik in eine Ästhetik überführt wird; zum anderen Celans Poetik, die gerade die radikale Dunkelheit des Dichterischen zum Ausgangspunkt des Verstehens erklärt.

PD Dr. Felix Christen vertritt im Sommersemester 2020 die Professur von Davide Giuriato am Deutschen Seminar Zürich. 2019 habilitierte er sich zum Thema „Sprachen der Dunkelheit. Zur Theorie der Unverständlichkeit zwischen Philosophie und Literatur 1870-1970“. Felix Christen war von 2013 bis 2019 Seminaroberassistent für Neuere deutsche Literaturwissenschaft am Deutschen Seminar der Universität Zürich und ist Kollegiat des Peter Szondi-Kollegs.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christoph König, Universität Osnabrück
Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 4030
christoph.koenig@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8724.atom Zukunftsdiskurse an Osnabrücker Hochschulen - Wissenschaftsministerium fördert zwei Projekte zur Gesundheitsversorgung und Energiewende Utz Lederbogen 2020-01-28T14:44:35+01:00 2020-01-28T14:11:00+01:00 Unter dem Titel „Zukunftsdiskurse“ fördert das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) mit insgesamt 1,5 Millionen Euro 14 Projekte an Hochschulen im Land, die sich mit aktuellen Zukunftsfragen auseinandersetzen. Die Projekte der Universität und Hochschule Osnabrück widmen sich der künftigen Gesundheitsversorgung und der Energiewende. Die Fördergelder stammen aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung. „In Zeiten, in denen gesicherte Erkenntnisse aus der Forschung immer häufiger in Frage gestellt werden, ist der aktive Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft unerlässlich“, erklärt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, in der offiziellen Pressemitteilung vonseiten des MWK. Die Zukunftsdiskurse machten deutlich, „dass unsere Hochschulen wichtige Orte für zukunftsorientierte Debatten sind“.

Mit 120.000 Euro wird das „Zukunftsforum Gesundheit“ des GesundheitsCampus Osnabrück (GCO) gefördert, der von Hochschule und Universität getragen wird. „Begriffe wie Pflegenotstand, Landarztmangel oder Kliniksterben nehmen in der öffentlichen Debatte viel Raum ein“, erklärt Dr. Daniel Kalthoff, Koordinator des GCO. „Mit verschiedenen Dialogformaten wollen wir unseren Beitrag zur Versachlichung des Diskurses leisten und Wissenschaft, Praxis sowie
Bürgerinnen und Bürger zusammenbringen.“

Konkrete Formate sind ein „Rotes Sofa“, das etwa in Krankenhäusern, in Pflegeheimen oder auch auf Marktplätzen aufgestellt wird, um mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. Auch Interviews mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Gesellschaft sollen geführt werden. Die Ergebnisse werden auf einer Online-Plattform abrufbar sein.

Mehr als 90.000 Euro gehen zudem an die Hochschule Osnabrück für das Projekt „Förderung von Zukunftsdiskursen in der Umweltkommunikation“. Antragstellerin ist Prof. Dr. Anne Schierenbeck vom Campus Lingen. „Wir freuen uns über die Förderung, denn für den Klimaschutz brauchen wir einen viel stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien und mehr Anstrengungen bei der Energieeinsparung. Dies möchten wir mit den entsprechenden Stakeholdern in unseren Zukunftsdiskursen gemeinsam erarbeiten.“

Im Zuge des Projektes soll es eine Reihe von Workshops zum Thema der Energieversorgung der Zukunft aus 100 Prozent erneuerbarer Energien geben. „Am Beispiel der Windenergie wird deutlich, wie wichtig dieser Diskurs ist. Der Ausbau ist im vergangenen Jahr fast zum Erliegen gekommen – auch weil viele Anlagen beklagt werden“, sagt die Professorin für Energiemanagement. Unter anderem soll in den Workshops eine Simulations-Software für Erneuerbare Energie-Szenarien zum Einsatz kommen. Bei dieser Methodik werden die Teil-nehmenden zu ihren Ansprüchen im Bereich des Konsumverhaltens, der Mobilität oder auch der Wohnbedingungen befragt.

Weitere Informationen für die Medien
Dr. Daniel Kalthoff, Koordinator GesundheitsCampus Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2060
E-Mail: kalthoff@gesundheitscampus-osnabrueck.de

Prof. Dr. Anne Schierenbeck, Hochschule Osnabrück
Energiemanagement
Tel.: +49 591 80098 210
E-Mail: a.schierenbeck@hs-osnabrueck.de

]]>
news-8723.atom Uni Jazz Night - Die Universität Osnabrück lädt am Samstag, 1. Februar, ins Blue Note 2020-01-28T12:20:09+01:00 2020-01-28T12:17:49+01:00 Die Jazzer des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück werden am Samstag, 1. Februar, den Besuchern der „Uni Jazz Night“ im Blue Note wieder ein äußerst abwechslungsreiches Programm bieten. Mit dabei sind die „Uni Big Band“, die Jazz Combos „There they step“ und „Mr. Finish Line“. Die Leitung haben Peter Witte, Joachim Raffel und Arnold Ogrodni. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen für die Redaktionen:
Unimusik, Universität Osnabrück
Neuer Graben / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8722.atom Hilfe bei der Wahl des Studiums - Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet Orientierungsworkshop zur Studienwahl an 2020-01-28T11:45:45+01:00 2020-01-28T11:44:03+01:00 Die Zentrale Studienberatung Osnabrück bietet am Dienstag, 4. Februar, von 9 bis 15.30 Uhr einen Orientierungsworkshop für Studieninteressierte ab der 10. Klasse an. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Anmeldung unter www.zsb-os.de/anmeldung ist erforderlich. Der Ort wird nach der Anmeldung bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler von Gymnasien und Fachoberschulen haben im Workshop die Gelegenheit, ausgehend von einer Bestandsaufnahme eigener Stärken, Schwächen, Interessen, Werte und Ziele, Ideen für den individuellen Weg nach der Schule zu entwickeln. Darüber hinaus werden interaktiv Strategien und Möglichkeiten des Informationsmanagements und der Entscheidungsfindung erarbeitet. Ein Besuch der Mensa zum Gastpreis ist eingeplant. Der Workshop bietet hilfreiche Impulse für die allgemeine Studienorientierung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969-4999
info@zsb-os.de

]]>
news-8721.atom Als Anwälte nach Bukarest - Jura-Studentinnen der Uni Osnabrück gelingt großer Zwischenerfolg im European Law Moot Court 2020-01-28T10:50:17+01:00 2020-01-28T10:45:48+01:00 Im European Law Moot Court (ELMC), einem internationalen Studentenwettbewerb, ist dem Team des Fachbereichs Rechtswissenschaften der Universität Osnabrück ein großer Zwischenerfolg gelungen. Die Studentinnen Bahar Basar, Katharina Brennecke, Virginia Ruppert und Clara Schönhoff qualifizierten sich für das Regionalfinale. Als eines von 48 Teams aus ganz Europa dürfen die Studentinnen als Parteivertreter in den mündlichen Verhandlungen auftreten. Hierzu wird das Team Mitte Februar nach Bukarest reisen, um dort auf elf andere Teams zu treffen. Der ELMC ist ein internationaler Studentenwettbewerb, in welchem die teilnehmenden Teams in die Rolle von Anwälten schlüpfen und die Parteien eines fiktiven Rechtsstreits vor dem Europäischen Gerichtshof vertreten. Veranstalter dieser simulierten Gerichtsverhandlung zum Europarecht ist die 1988 gegründete European Law Moot Court Society. Gegenstand des Falls sind (meist aktuelle) Fragen zum Europarecht. In diesem Jahrgang ging es um die Vereinbarkeit eines Verbots des Schächtens von Tieren mit europäischen Grundrechten, Fragen rund um die Abschaffung der Zeitumstellung sowie Folgeprobleme, wenn ein Mitgliedstaat die Europäische Union verlässt. Die Bandbreite der Themen zeigt, dass sich das Team breit aufstellen und bisher unbekannte Rechtsfragen behandeln musste.

Das Studententeam nahm die Bearbeitung des Falls unter Anleitung des Rechtswissenschaftlers Prof. Dr. Oliver Dörr sowie der Coaches Patrick Hoffmann und Lena Hupe in Angriff. Die Studentinnen fertigten in der Qualifikationsphase von September bis Ende November letzten Jahres die Schriftsätze der Parteien an, welche sie nun in den mündlichen Verhandlungen des Regionalfinales als Vertreter der Parteien auf Englisch und Französisch präsentieren.  

Seit Abgabe der Schriftsätze Ende November bereitet sich das Team auf diese Aufgabe vor. Im Regionalfinale in Bukarest wird das Osnabrücker Team die Argumente der Parteien präsentieren und zugleich den „Richtern“ Rede und Antwort stehen. Im Falle des Erfolgs winkt die Teilnahme am sogenannten All European Final in Luxemburg. Dann hätten die Studentinnen die Möglichkeit, ihre Argumente dem „echten“ Europäischen Gerichtshof zu präsentieren.

Bevor es zum Regionalfinale nach Bukarest geht, steht für das Team noch je eine Reise zu einer Kanzlei nach Hamburg (GSK Stockmann) und nach Berlin (Posser, Spieth, Wolfers & Partners) auf dem Programm, um dort Feedback von erfahrenen Anwälten zu erhalten. Finanziell unterstützt durch die Übernahme der Reisekosten wird das Team außerdem durch die Kanzlei White & Case (Berlin).

Weitere Informationen zum Wettbewerb erteilt Patrick Hoffmann (patrick.hoffmann@uos.de); siehe auch www.doerr.jura.uni-osnabrueck.de bzw. http://www.europeanlawmootcourt.eu/.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Patrick Hoffmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Rechtswissenschaften
European Legal Studies Institute
Süsterstraße 28, Raum 44/308
Tel: +49 541 969-6054
patrick.hoffmann@uos.de

]]>
news-8720.atom Praxisprojekt für den Insektenschutz – Bundesumweltministerium fördert angewandtes Forschungsvorhaben der Universität Osnabrück 2020-01-23T11:19:40+01:00 2020-01-23T11:17:41+01:00 Aufgrund des fortwährenden Insektenrückgangs hat das Bundesumweltministerium damit begonnen, Maßnahmen zum Insektenschutz durch die Förderung beispielhafter Projekte voranzutreiben. Im Rahmen der Grünen Woche wurde durch Bundesumweltministerin Svenja Schulze nun der Förderbescheid für eines der ersten Praxisprojekte zum Insektenschutz überreicht. Gemeinsam mit der Stiftung KulturLandschaft Günztal und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wird die Universität Osnabrück in diesem Forschungsvorhaben die Wirkung einer nachhaltigen Landwirtschaft für den Insektenschutz in einem der größten Grünlandgebiete Deutschlands evaluieren. Im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt werden seit 2011 Vorhaben unterstützt, denen eine bundesweit repräsentative Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt zukommt. Die geförderten Projekte sollen langfristig durch die Etablierung nachhaltiger Nutzungsstrategien zu einer positiven Entwicklung der Artenvielfalt beitragen und das gesellschaftliche Bewusstsein für den Biodiversitätsschutz stärken. Der Erfolg dieser Maßnahmen soll dabei durch innovative Forschungsansätze überprüft werden.

„In enger Zusammenarbeit mit unseren Projektpartnern werden wir Maßnahmen erproben, die insektenfreundliche Bewirtschaftungsmethoden in eine breite Anwendung bringen und dazu beitragen, die Funktionsfähigkeit des regionalen Biotopverbunds zu verbessern“, betont der Ökologe apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann aus dem Fachbereich Biologie/Chemie der Universität Osnabrück. Die Wirksamkeit der Maßnahmen wird dabei durch das Monitoring ausgewählter Insektenarten, ergänzt durch populationsgenetische Analysen, umfassend evaluiert. „Basierend auf den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Begleitforschung des Projektes werden wir bundesweit repräsentative Empfehlungen erarbeiten, wie der Insektenschutz in intensiv genutzten Agrarlandschaften zukünftig umgesetzt werden kann“, so Fartmann weiter. Dabei setzt das Projekt auf eine intensive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft und eine ökonomische Tragfähigkeit der Maßnahmen.

Während der sechsjährigen Projektlaufzeit werden die zentralen Forderungen des Aktionsprogramms Insektenschutz konkretisiert und in die Praxis umgesetzt. Das Vorhaben wird im Rahmen des Bundesprogramms Biologische Vielfalt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert und inhaltlich durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) begleitet.

Weitere Informationen zum Projekt unter:
„Insektenfreundliches Günztal – naturschonende Grünlandwirtschaft im Biotopverbund“: http://bit.ly/günz-insekt

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 3551
t.fartmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8719.atom Computerhardware, die sich neuen Anforderungen anpasst – Uni Osnabrück: Antrittsvorlesung von Prof. Dr.-Ing. Mario Porrmann 2020-01-23T09:24:34+01:00 2020-01-23T09:21:12+01:00 Anlässlich der Besetzung seiner Professur „Technische Informatik“ hält Prof. Dr.-Ing. Mario Porrmann am Freitag, 31. Januar, seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Adaptive heterogene Architekturen für eingebettete Systeme und Cognitive Edge Computing“. Veranstaltungsort ist der Helikoniensaal im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens (Albrechtstraße 29, Gebäude 64) der Universität Osnabrück. Beginn ist um 14 Uhr. Porrmann, geboren 1967, studierte Elektrotechnik an der Universität Dortmund und wurde 2001 an der Universität Paderborn über „Leistungsbewertung eingebetteter Neurocomputersysteme“ promoviert. Seine Post-Doc-Zeit verbrachte der Wissenschaftler als Akademischer Rat und später Oberrat am Fachgebiet Schaltungstechnik der Universität Paderborn. Hier hat er den neuen Forschungsbereich „Ressourceneffiziente und dynamisch rekonfigurierbare mikroelektronische Systeme“ aufgebaut.

Von 2010 bis 2012 leitete er als Vertretungsprofessor die Fachgruppe Schaltungstechnik im Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn. Ab Mai 2012 war er als Akademischer Direktor am Lehrstuhl Kognitronik und Sensorik im Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie der Universität Bielefeld tätig. Im Jahr 2011 erhielt Porrmann den Forschungspreis der Universität Paderborn für das Projekt „Fly Sense: Installation von drahtlosen Miniatursensoren mittels autonomer Flugroboter“ in Kooperation mit Prof. Dr. Hannes Frey und Dr. Eric Klemp.

Der renommierte Experte ist eng in die internationale Wissenschaftsgemeinschaft eingebunden und konnte bereits eine Vielzahl von national und europäisch geförderten Drittmittel- und Industrieprojekten mit einem Gesamtvolumen von mehreren Millionen Euro einwerben und erfolgreich durchführen.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich adaptiver heterogener Rechnerarchitekturen. Das bedeutet, die Hardware seiner Computer kann sich im Betrieb an neue Aufgaben oder Umgebungsbedingungen anpassen. Die von ihm entwickelten neuen Architekturkonzepte kommen beispielsweise im Bereich Industrie 4.0 oder in autonomen Robotern zum Einsatz. „Meine Forschungen an der Universität Osnabrück konzentrieren sich auf den Entwurf ressourceneffizienter Hardware-Plattformen für maschinelles Lernen in eingebetteten Systemen. Cognitive Edge Computing nennt sich dieser Ansatz, in dem die Rechenleistung aus den Rechenzentren in die mobilen Endgeräte verlagert wird. Die Einbindung in das Institut für Informatik bietet mir eine ausgezeichnete Infrastruktur für die geplanten Forschungs- und Industriekooperationen mit Unternehmen der Region“, so Porrmann.

In seiner Antrittsvorlesung gibt er einen Überblick über aktuelle und zukünftige wissenschaftliche Arbeiten. Die Bereitstellung hoher Rechenleistung in mobilen Geräten mit geringem Energiebudget ist für das Internet der Dinge sowohl im Bereich der Heimautomatisierung als auch im industriellen Umfeld von zentraler Bedeutung. Die vorgestellten Ansätze versprechen hier durch spezielle Anpassungen an die jeweiligen Anwendungsbereiche eine deutliche Steigerung der Leistungsfähigkeit und der Energieeffizienz.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr.-Ing. Mario Porrmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Mathematik/ Informatik
Wachsbleiche 27,49090 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 2434
mario.porrmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8718.atom Auswirkungen der Digitalisierung auf die internationale Arbeitsteilung - Universität Osnabrück lädt am 28. Januar zu einem Gastvortrag ein 2020-01-22T09:57:07+01:00 2020-01-22T09:54:28+01:00 Das Fachgebiet Wirtschaftssoziologie des Instituts für Sozialwissenschaften lädt am Dienstag, 28. Januar, um 18 Uhr zu einem Gastvortrag des Soziologen Dr. Florian Butollo im Erweiterungsgebäude (Seminarstraße 20, Raum 15/E16) ein. Der Vortrag behandelt das Thema „De-Globalisierung? Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die internationale Arbeitsteilung“. Florian Butollo ist Sachverständiger in der Enquete Kommission „Künstliche Intelligenz“ des Deutschen Bundestages und Leiter der Forschungsgruppe „Arbeit in hochautomatisierten digital-hybriden Prozessen“ am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung).
Der Vortrag findet im Rahmen der Ringvorlesung „Vertrauen und Akzeptanz in erweiterten und virtuellen Arbeitswelten“ des gleichnamigen Graduiertenkollegs der Universität Osnabrück statt.



Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Hajo Holst, Universität Osnabrück
Institut für Sozialwissenschaften
Seminarstr. 33, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4615
haholst@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8717.atom Geflüchtete und ihre Rolle für Frieden – Forschungsprojekt der Uni Osnabrück untersucht friedensfördernde Praktiken von Frauen in Flüchtlingslagern 2020-01-21T11:00:33+01:00 2020-01-21T10:59:04+01:00 Dass Konflikte und damit einhergehende Gewaltgefahren weltweit zu Flucht beitragen, belegen aktuelle Entwicklungen. Auch diverse Studien untersuchen diesen Zusammenhang. Doch der wissenschaftliche Fokus auf Konflikt und Gewalt droht, die Bedeutung von Frieden, insbesondere für Geflüchtete, zu vernachlässigen. Genau diesem Thema widmet sich das neue Forschungsvorhaben „Frauen, Flucht – und Frieden? Friedensfördernde Praktiken von Frauen in Flüchtlingslagern“ an der Universität Osnabrück. Das Projekt geht konkret der Frage nach, welche Bedeutungen Menschen und insbesondere Frauen, die vor gewaltsamen Konflikten geflohen sind, Frieden zumessen und wie sie sich für Frieden einsetzen. Das Vorhaben ergänzt also den Nexus von Konflikt und Flucht um die Komponente Frieden. Zur Untersuchung wird die Projektmitarbeiterin Nadine Segadlo im kenianischen Flüchtlingslager Kakuma Forschung durchführen und mit Geflüchteten sprechen. Dadurch sollen gezielte Einblicke sowohl in die Friedensverständnisse als auch in die friedensfördernden Handlungen der geflüchteten Menschen und insbesondere der Frauen erhalten werden.

Mit der Wendung der Perspektive hin zu Frieden und den Ergebnissen möchte das Forschungsvorhaben wissenschaftliche Debatten zur Rolle von Frieden für und von Geflüchtete anregen. Neben der Schließung von Forschungslücken verfolgt das Projekt friedenspolitische Anliegen. Es zielt auf den Transfer von Erkenntnissen unter anderem mit humanitären Akteurinnen und Akteuren, um Aufschluss über geflüchtete Frauen als handelnde Akteurinnen und ihre friedensbezogenen Praktiken zu geben.

Das Projekt wird von Deutschen Stiftung Friedensforschung (DSF) gefördert und unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrike Krause von Nadine Segadlo am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) und dem Institut für Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück umgesetzt.
Weitere Informationen gibt es unter: https://www.imis.uni-osnabrueck.de/forschung/flucht_und_schutzsuchende/frauen_flucht_und_frieden.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Ulrike Krause, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
und Institut für Sozialwissenschaften
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4785
ulrike.krause@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8716.atom Disney’s Dschungelbuch, Mozart und Haydn – A-Capella- und Schlosskonzert der Unimusik Osnabrück 2020-01-20T11:39:17+01:00 2020-01-20T11:36:49+01:00 Die Universitätsmusik lädt vom 25. bis 28. Januar gleich zu mehreren Konzerten ein: Zum einen wird mit drei Aufführungen ein Ausflug in „Disney’s Dschungelbuch a capella“ angeboten. Zum anderen präsentiert das Osnabrücker Sinfonieorchester in der Jubiläumsspielzeit das erste Schlosskonzert „Mozart – Haydn konzertant“. Der Popchor der Universität „UniPopOs“ unter der Leitung von Aaron Bredemeier erzählt die Geschichte vom Menschenskind Mogli wieder neu: der Panther Baghira, die Schlange Kaa, Elefantenoberst Colonel Hathi, Orang-Utan King Louie und natürlich Balu, der Bär. Schon beim Lesen der Namen sieht man nicht nur ihre Bilder vor dem inneren Auge, auch ihre Melodien klingen sofort im Kopf. Diese hat der Popchor in diesem Semester in neuen und altbewährten Chorarrangements einstudiert. Die Konzerte finden am 25. Januar um 17 Uhr und am 26. Januar um 19 Uhr in der Kneipe „Balou“ (Seminarstraße 32, 49074 Osnabrück) statt. Außerdem wird es ein Konzert am 28. Januar um 19 Uhr in der Schlossaula geben.

Für die Konzerte im Balou werden dort Verzehrgutscheine als Eintrittskarten verkauft. Tickets für das Konzert in der Aula können unter folgendem Link online erworben werden: https://tickets.uni-osnabrueck.de/unimusik/

Am 25. Januar um 18 Uhr lädt die Universitätsmusik zudem in die Aula des Schlosses ein. Das Osnabrücker Sinfonieorchester unter der Leitung von Daniel Inbal präsentiert in der Jubiläumsspielzeit das erste Schlosskonzert „Mozart - Haydn konzertant“. Mitglieder des Orchesters stehen als Solistinnen und Solisten im Fokus. Dabei spielen sie neben Solokonzerten auch Werke einer bestimmten Gattung: der Sinfonia concertante. Bei dieser wird das Prinzip des Konzertierens noch gesteigert, denn mindestens zwei Soloinstrumente sind dem Orchester gegenübergestellt. Mal ergibt sich daraus eine Art musikalische Konversation mit mehreren Beteiligten, mal entwickelt sich ein spannender musikalischer Wettstreit. All das ist nicht nur in den Werken selbst zu erleben, sondern wird auch in vorausgehenden Moderationen mit Klangbeispielen erläutert.

Der Eintritt für das Konzert liegt bei 20 Euro. Schüler und Studierende bezahlen 10 Euro, Studierende der Universität Osnabrück 7 Euro.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8712.atom Weiterbildung für Pflege- und Gesundheitsberufe - Universität Osnabrück richtet Fachtagung in Wolfsburg mit aus – Webinare ab März Utz Lederbogen 2020-01-17T13:32:50+01:00 2020-01-17T13:30:01+01:00 In einer Gesellschaft, in der Wissensbestände sich fortlaufend erneuern und erweitern, hat eine kontinuierliche Weiterbildung wachsende Bedeutung. Dies gilt auch für das Gesundheitswesen. Am Donnerstag, 20. Februar, treffen sich Expertinnen und Experten unter Beteiligung der Universität Osnabrück an der Ostfalia Hochschule in Wolfsburg, um sich über bisherige und neue Weiterbildungsangebote für Pflege- und Gesundheitsberufe auszutauschen. Nähere Informationen: https://www.ostfalia.de/cms/de/g/fakultaet/Fachtagungen/ Eine Anmeldung ist noch bis 30. Januar möglich. Veranstalter sind die Forschungsverbünde „Aufbau berufsbegleitender Studienangebote in den Pflege- und Gesundheitswissenschaften“ (PuG) und „Kompetenzentwicklung von Gesundheitsfachpersonal im Kontext des lebenslangen Lernens (KeGL), an denen die Universität Osnabrück beteiligt ist. In der Zielsetzung der Zertifikationsangebote sind die Weiterentwicklung beruflicher Kompetenzen, Aspekte der Qualitätsentwicklung, des Innovationstransfers, der Steigerung der Arbeitsplatzattraktivität, der Fachkräftebindung sowie der individuellen Karriereentwicklung.

Die Initiative geht zurück auf den Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“, der explizit Hochschulen als Akteure auf dem Feld der wissenschaftlichen Weiterbildung anspricht. „Die Förderprojekte der beiden weitgehend im Bundesland Niedersachsen ansässigen Forschungsverbünde KeGL und PuG haben in diesem Kontext eine Vielzahl an Weiterbildungsangeboten entwickelt und erprobt, um Gesundheitsfachpersonal bestmöglich auf zukünftige Anforderungen der Gesundheitsversorgung vorzubereiten“, so die Veranstalter.

Vor Abschluss des Förderzeitraums werden auf der Fachtagung nun die Ergebnisse der Projekte vorgestellt und diskutiert. Auch über künftige Weiterbildungsangebote wird informiert. Prof. Dr. Birgit Babitsch vom Institut für Gesundheitsforschung und Bildung (IGB) der Universität Osnabrück stellt Erkenntnisse aus den Projekten „Hochschulen als Partnerinnen für lebenslanges Lernen im Bereich der Gesundheitsberufe“ vor.
Nach der Fachtagung wird es ab März Online-Informationsveranstaltungen in Form von Webinaren geben.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Karin von Moeller, Universität Osnabrück
Abteilung New Public Health
Barbarastraße 22c, 49076 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 7016
E-Mail: karin.vonmoeller@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8709.atom Die Schriften Hannah Arendts: Vortrag über wegweisendes Editionsprojekt  2020-01-17T14:06:16+01:00 2020-01-17T12:16:27+01:00 „Hannah Arendt – zwischen Sprachen und Kulturen. Zu den ersten Bänden der „Kritischen Gesamtausgabe. Print und digital“", lautet der Titel eines Vortrages im Rahmen des Germanistischen Kolloquiums unter Leitung von Prof. Dr. Christoph König an der Universität Osnabrück. Am Montag, 20. Januar, spricht Prof. Dr. Barbara Hahn (Vanderbilt University, Nashville/Tennessee) um 18 Uhr im Osnabrücker Schlosshauptgebäude (Neuer Graben 29), Raum 11/212.  Barbara Hahn ist Professorin an der Vanderbilt Universitiy (Distinguished Professor of German / Max Kade Foundation Chair in German Studies). Sie promovierte an der FU Berlin und habilitierte sich an der Universität Hamburg. Zurzeit arbeitet sie am Editionsprojekt zu Hannah Arendt, an einem Editionsprojekt zu Rahel Varnhagens Briefen und Notizbüchern, an einer Monografie zu Hannah Arendt als Schriftstellerin zwischen den Sprachen und Kulturen sowie an einer Monografie über Liebe und Freundschaft. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der deutsch-jüdischen Literatur des 18.-20. Jahrhunderts. Zuletzt erschienen von ihr „Endlose Nacht. Träume im Jahrhundert der Gewalt“ (Suhrkamp 2016) und „Von den Dichtern erwarten wir die Wahrheit - Hannah Arendts Literaturen“ (Berlin 2007).

Arendt war eine der bedeutendsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts, Schülerin und Geliebte Heideggers, emigrierte sie 1933 aus Deutschland. Sie hat ein umfangreiches Werk zur politischen Philosophie, zur Ethik und Geschichte politischer Systeme verfasst. Bekannt ist sie unter anderem für ihren Bericht über den Eichmann-Prozess („Eichmann in Jerusalem“), in dem sie das Wort von der „Banalität des Bösen“ prägte. Brieflich war sie in Kontakt mit Gershom Sholem, sie sprachen über Israel, über die Geschichte jüdischer Intellektualität und Religion, über den gemeinsamen Freund Walter Benjamin, dessen Selbstmord und Werkvermächtnis und waren durchaus uneins. So wurde Hannah Arendt eine singuläre und wirkmächtige Stimme, die wichtige Ereignisse des 20. Jahrhunderts auf kontroverse Weise kommentierte und bis heute im Gespräch ist.

Die Kritische Gesamtausgabe präsentiert erstmalig alle veröffentlichten und unveröffentlichten Werke Hannah Arendts als wissenschaftlich gesicherte und kommentierte Textgrundlage. Hannah Arendt hat so gut wie alle ihre Schriften in mehr als einer Sprache, auf Englisch und auf Deutsch, verfasst. Diese grundlegend plurale Dimension ihres Werks wird mit dieser Ausgabe zum ersten Mal erschließbar. Die Kritische Gesamtausgabe ist dem Textkorpus angemessen und technisch innovativ als Hybrid-Edition (Print und Digital) konzipiert: Buch und Webportal optimieren dabei die Potentiale des jeweiligen Mediums in systematischer Verschränkung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. Dr. Christoph König, Universität Osnabrück

Institut für Germanistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4030

christoph.koenig@uni-osnabrueck.de
 

]]>
news-8708.atom Auf ins Studium – Universität und Hochschule Osnabrück informieren Studieninteressierte 2020-01-16T11:42:09+01:00 2020-01-16T11:37:48+01:00 Am Dienstag, 21. Januar, hält die Zentrale Studienberatung der Hochschule und Universität Osnabrück einen Informationsvortrag zum Studium in Osnabrück. Die Veranstaltung findet von 17 bis 18.30 Uhr am Campus Westerberg im Universitätsgebäude an der Barbarastraße 11, Raum 35/E23-E24, statt. Die Hochschule und die Universität Osnabrück bieten insgesamt rund 280 verschiedene Studiengänge an. In der Veranstaltung wird auf grundlegende Fragen rund um die Themen Fächerwahl und -kombination, Zugangsvoraussetzungen und Auswahlverfahren eingegangen. Außerdem werden Hinweise zum Bewerbungsverfahren gegeben und Recherchemöglichkeiten aufgezeigt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Zentrale Studienberatung der Universität und Hochschule Osnabrück
Studierenden Information Osnabrück (StudiOS)
Neuer Graben 27, D-49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4999
info@zsb-os.de

]]>
news-8707.atom „Die Verwaltung der Armut“ – Neues Projekt an der Universität Osnabrück zur Erforschung der Armenfürsorge gestartet 2020-01-16T10:37:54+01:00 2020-01-16T10:36:30+01:00 Zum Auftakt des neuen Jahres hat am Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Siegrid Westphal das Projekt „Die Verwaltung der Armut – Armenfürsorge und Stiftungswesen in der Stadt Osnabrück von 1600–1810“ begonnen. Finanziell unterstützt wird es von den Evangelischen Stiftungen Osnabrück. Ziel dieses Projektes ist es, den Aufbau, die Verwaltung sowie die Finanzierung der frühneuzeitlichen Institutionen der Armenfürsorge zu untersuchen. „Armut“ und „Armenfürsorge“ waren und sind auch heute noch von großer Relevanz, ihrer Entwicklung wurde dennoch bisher wenig Beachtung von der historischen Forschung geschenkt. Dies zeigt auch das Beispiel der Stadt Osnabrück, deren Armenfürsorge bisher nur sporadisch erforscht wurde. So sind die Konzeption des Fürsorgewesens bis zum Ende des 16. Jahrhunderts sowie die sozialpolitischen Maßnahmen Osnabrücks ab dem 19. Jahrhundert bereits näher untersucht worden, während die Zeit von 1600 bis 1810 eine Lücke bildet.

Das nun gestartete Projekt will im Rahmen eines dreijährigen Dissertationsprojektes diese Lücke schließen und unter Einbeziehung der bisherigen Forschungserkenntnisse eine Gesamtdarstellung der Armenfürsorge seit dem Spätmittelalter bis in das 19. Jahrhundert vorlegen.

Eine breite Quellenbasis dafür bieten unter anderem die im Niedersächsischen Landesarchiv - Abteilung Osnabrück überlieferten Stiftungsurkunden und -satzungen, die Akten der Hospitäler, des Waisenhofes und der verschiedenen Fonds sowie die städtischen Verordnungen zur Armenfürsorge.

„Das Ziel ist es, die Entwicklung der bis 1810 dezentralen Armenfürsorge in der Stadt Osnabrück zu erforschen und Kontinuitätslinien sowie Wandlungsprozesse aufzuzeigen. Im Speziellen wird danach gefragt, welche Wirkung die besondere (bi)konfessionelle Situation des 17. und18. Jahrhunderts in Osnabrück auf die Armenfürsorge hatte“, so Prof. Dr. Siegrid Westphal, Leiterin des Projekts. Darüber hinaus befasst sich die Untersuchung damit, welche Akteure das Geschehen beeinflussten und ob politische Ereignisse wie der Westfälische Frieden oder die Aufklärung als geistiger Strömung zu Umbrüchen führten

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit &
Forschungszentrum IKFN
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4418
siegrid.westphal@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8706.atom Bewerten in Echtzeit – Forschungsprojekt an der Universität Osnabrück entwickelt Bewertungs-Tool weiter 2020-01-15T11:00:16+01:00 2020-01-15T10:59:03+01:00 Musik, Videos oder Live-Ereignisse in Echtzeit bewerten und das auf jedem Endgerät: Dies soll möglich werden mit der Anwendung „emoTouch Web“, die im Rahmen eines Forschungsprojektes des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück seit Anfang Januar entwickelt wird. Gefördert wird das Projekt von der VolkswagenStiftung. Schon 2013 entwickelte die Professur für Systematische Musikwissenschaft der Universität Osnabrück die Vorgänger-App „emoTouch“. Die Anwendung macht es möglich, auf bestimmten Endgeräten auf wiedergegebene Musik, Filme sowie Live-Performances in ein oder zwei Dimensionen direkt zu reagieren. emoTouch Web entwickelt das Konzept der Vorgänger-App nun inhaltlich, methodisch und technologisch umfassend weiter.

„emoTouch Web macht aus jedem modernen Smartphone oder Tablet mit den Betriebssystemen iOS oder Android ein vielfältig einsetzbares wissenschaftliches Forschungswerkzeug, mit dem Musik, Videos oder Live-Ereignisse in 'Echtzeit' bewertet werden können“, so Prof. Dr. Christoph Louven, Leiter des Forschungsprojekts. „emoTouch Web wurde zwar angeregt durch die Bedürfnisse der Forschung im Bereich der musikalischen Emotionspsychologie und Publikumsforschung, bietet aber eine vollständige Flexibilität und freie Konfigurierbarkeit des Probandeninterface, der Instruktionen, Programmabläufe und Datenprotokollierung. Dies erweitert die Anwendungsfelder über musikbezogene Fragen hinaus auch auf die Forschung in anderen zeitgebunden Künsten wie Theater, Tanz oder Film, aber auch beispielsweise die Verwendung in anderen prozesshaften, zeitgebunden sich entwickelnden Situationen, etwa als Bewertungs- und Feedback-System in Lehrveranstaltungen, bei Vorträgen oder zur Erforschung politischer Kommunikation“, so Louven weiter.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. phil. Christoph Louven, Universität Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4592
christoph.louven@uos.de

]]>
news-8704.atom Künstliche Intelligenz und die Zukunft des Menschen - Universitätsrede am 30. Januar mit Prof. Dr. Ipke Wachsmuth Utz Lederbogen 2020-01-14T12:50:49+01:00 2020-01-14T12:47:14+01:00 Wie die Zukunft des Menschen aussieht, wenn Maschinen uns bei vielen Aufgaben überflügeln oder sie die Produktion unserer Güter übernehmen, diskutiert Prof Dr. Ipke Wachsmuth von der Universität Bielefeld am Donnerstag, 30. Januar, bei der diesjährigen Universitätsrede der Universität Osnabrück. Beginn ist um 18 Uhr. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Egal ob mit Sprachassistenten, Smart Homes oder Robotern: Künstliche Intelligenz dringt in unser Leben vor. Sie bietet Chancen, menschliche Fähigkeiten zu ergänzen, die Informationsflut zu bewältigen und die Arbeitseffizienz zu steigern. Gleichzeitig erzeugt sie aber auch Ängste. Thema des Vortrags von Prof. Wachsmuth wird unter anderem sein, ob sich Gefahren abwenden lassen, zum Beispiel durch Programmierungen von Regeln, wie sie auch für das autonome Fahren diskutiert werden. Auch ethische Aspekte werden aufgegriffen und er geht auch darauf ein, ob künstliche Intelligenz uns in der Zukunft überlegen sein wird.

Prof. Wachsmuth hat mehr als 25 Jahre Informatik und Künstliche Intelligenz an der Universität Bielefeld gelehrt. Er war dort 1990 Gründungsmitglied der Technischen Fakultät und von 2002 bis 2009 auch Direktor des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF). Nach dem Mathematik-Studium und seiner Promotion an der Universität Hannover hat er an der Universität Osnabrück, der Northern Illinois University, USA und bei IBM Deutschland gearbeitet.
Am Bielefelder Center for Cognitive Interaction Technology (CITEC) befasst er sich jetzt mit philosophischen und ethischen Fragen der Künstlichen Intelligenz und Robotik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4370
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de

Hinweis: Medientreter/innen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Bitte melden Sie sich per Mail beim Pressesprecher Utz Lederbogen, E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de, an.

]]>
news-8703.atom Von Queen bis Barbie-Girl – Konzerte der Klassen-Unimusik 2020-01-14T09:47:17+01:00 2020-01-14T09:45:33+01:00 Am 21. und 22. Januar lädt die Universitätsmusik Osnabrück um jeweils 19 Uhr zur „Klassen-Unimusik“ ein. Unter dem Titel „Celebration“ präsentieren die Bläserklassen und weitere musikalische Ensembles der Gesamtschule Schinkel ihre persönlichen Hits. Veranstaltungsort ist die Aula im Schlosshauptgebäude. Der Eintritt ist frei. Studierende des Instituts für Musikwissenschaft und Musikpädagogik der Universität Osnabrück arrangierten unter der Leitung von Peter Witte die Songwünsche der Lehrer und Schüler – eigens zugeschnitten für die jeweiligen Ensembles – und studierten diese mit ihnen in den Orchesterstunden in der Schule ein. An beiden Abenden wird es eine abwechslungsreiche Songzusammenstellung von Rap bis Musical und von Queen bis Barbie-Girl geben.




Weitere Informationen für die Redaktionen:
Universitätsmusik Osnabrück
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik
Neuer Graben, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4684
unimusik@uos.de

]]>
news-8702.atom Nachhaltig in die Zukunft denken – Weitere Ausgabe des Philosophischen Cafés Osnabrück 2020-01-13T11:02:19+01:00 2020-01-13T11:00:03+01:00 Im Philosophischen Café Osnabrück geht es am Sonntag,19. Januar, um ökologische Maßstäbe für ein nachhaltiges Leben in Hinsicht auf zukünftige Entwicklungen: Wie kann ein Raubbau an der Natur vermieden werden, so dass die lebendigen Kräfte und deren Umwelten sich ständig regenerieren können? Die Diskussion findet im Kinocafé BlueNote (Erich-Maria-Remarque-Ring 16, Osnabrück) ab 11.30 Uhr statt. Im Zentrum stehen fachbezogene Beiträge von Prof. Dr. Markus Große Ophoff (Zentrum für Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt). Thesen zur langfristigen Planung in Gesellschaften und zur Zukunftsethik stellen die Professoren Elk Franke, Arnim Regenbogen, Harald Kerber und Reinhold Mokrosch vor.

Bei den Gesprächen mit den Teilnehmenden geht es um die Erhaltung natürlicher Ressourcen im Interesse nicht nur der Menschheit, sondern auch der gesamten Biosphäre.

 

Das Programm des „Philosophischen Cafés“ bis Anfang 2021 ist abrufbar unter www.philosophie.uni-osnabrueck.de („Aktuelles“) und unter www.cinema-arthouse.de („Kinocafés“).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Arnim Regenbogen, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Tel.: +49 0541 84281
aregenbo@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8700.atom Sinne im Kulturkontakt: Vortrag an der Uni Osnabrück über Sinnesirritation, Geschlecht und Kommunikation 2020-01-10T09:24:39+01:00 2020-01-10T09:22:59+01:00 Am Freitag, 17. Januar, lädt das Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) in seiner Vortragsreihe „Gefühle in Bewegung. Affekte – Geschlecht – Raum in der Frühen Neuzeit“ zum zweiten Vortrag im Wintersemester 2019/20 ein. Prof. Dr. Daniela Hacke von der Freien Universität Berlin wird zum Thema „Sinne im Kulturkontakt. Sinnesirritation, Geschlecht und Kommunikation in englischen Nordamerikaberichten des 16. und 17. Jahrhunderts“ referieren. Der Vortrag findet um 13 Uhr im Schlosshauptgebäude in Raum 11/211 statt. Die Sensory History verfügt über eine dynamische Historiographie zur Kulturgeschichte der Sinne. Auffällig ist die in den letzten Jahren vollzogene Neujustierung einiger methodischer und forschungsrelevanter Schwerpunkte; so hat sich die Sensory History von einer Ideengeschichte zur Geschichte der Praktiken der sinnlichen Wahrnehmung, von der Erforschung der leitenden Sinne (Auge und Ohr) zu einer vermehrten Berücksichtigung auch der sogenannten niederen Sinne (Geruch, Geschmack, Tastsinn) entwickelt. Diesen methodischen Potentialen zum Trotz wird die Sensory History überwiegend innerhalb nationaler Narrative und begrenzter Untersuchungsräume (Städte, Länder) betrieben; zudem ist sie überwiegend als eine europäische Errungenschaft der westlichen Zivilisation geschrieben worden.

Diese thematische und methodische Engführung soll in dem Vortrag überwunden werden. Sensory History wird neu als eine Geschichte der Begegnung verschiedener Sinnessysteme und – soweit möglich – als Geschichte des transkulturellen Austausches konzipiert. Im Fokus steht die Erforschung von Funktion und Bedeutung der Sinne in frühneuzeitlichen Kontaktzonen und Begegnungsräumen. Auf der Grundlage englischer Berichte von First (and Second) Cultural Encounter in Nordamerika werden die geschlechtsspezifischen Sinnesirritationen europäischer Reisender im Kontext von Wahrnehmungs- und Kommunikationsstrukturen analysiert. 

Die Historikerin Prof. Dr. Daniela Hacke hat seit März 2015 die Professur für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Freien Universität Berlin inne. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der historischen Sinnesforschung, der Wissensgeschichte sowie der Religions- und Konfessionsgeschichte.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Siegrid Westphal, Universität Osnabrück
Forschungszentrum Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4859
ikfn@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8698.atom Vernetzung der Flucht- und Flüchtlingsforschung - Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert umfangreiches Projekt Utz Lederbogen 2020-01-09T14:45:38+01:00 2020-01-09T13:42:00+01:00 Seit 2014/15 erlebt die Forschung zu Flucht und Schutzsuchenden in Deutschland und Europa, parallel zum zwischenzeitlichen Anstieg der Zahl der Asylanträge, eine Konjunktur. Viele Projekte und Publikationen wurden initiiert, zahlreiche Vorträge und Tagungen fanden statt. Um die Flucht- und Flüchtlingsforschung stärker zu vernetzen und im akademischen Betrieb zu verankern, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) nun für fünf Jahre mit rund 3,7 Millionen Euro das Verbundprojekt „Flucht- und Flüchtlingsforschung: Vernetzung und Transfer“. Beteiligt an dem Projekt sind das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück, das Bonn International Center for Conversion (BICC), das Centre for Human Rights der Universität Erlangen-Nürnberg (CHREN) und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Bonn.

„Die bisherigen wissenschaftlichen Aktivitäten haben einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, zu verstehen und zu erklären, aus welchen Gründen Menschen weltweit vertrieben werden oder fliehen“, so IMIS-Direktor und Verbundleiter Prof. Dr. Andreas Pott. Auch ließen sie deutlich werden, warum in einigen europäischen Gesellschaften die Bereitschaft, Schutzsuchende aufzunehmen, in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wesentlich höher war als in anderen.

Trotz des erheblichen Anstiegs der wissenschaftlichen Aktivitäten und trotz des Interesses an den Ergebnissen ist die Flucht- und Flüchtlingsforschung in Deutschland allerdings bislang kaum institutionell verankert. „Es gibt keine wissenschaftlichen Einrichtungen, die sich vorrangig mit diesem Themenkomplex beschäftigen, eine äußerst geringe Zahl von Professuren, keine Studiengänge, viele Forscherinnen und Forscher und Projekte, die vereinzelt arbeiten, aber nur in geringem Umfang miteinander vernetzt sind“, resümiert Prof. Pott.

„Unser Ziel ist es, die Vernetzung der Flucht- und Flüchtlingsforschung nicht nur national voranzubringen, sondern die deutsche Forschung auch international stärker sichtbar zu machen“, so Pott. „Immerhin befinden sich die weltweit wichtigsten Zentren der Fluchtforschung in Großbritannien, Kanada und den USA.“ Im Rahmen eines umfangreichen Fellow-Programms sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt an die vier beteiligten Institute geholt werden, um den Austausch zu fördern.

Konkrete Aktivitäten des Verbundprojektes bestehen nicht nur darin, durch Workshops und Tagungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fächer zusammenzuführen und ins Gespräch zu bringen. Mitprojektleiterin Prof. Dr. Ulrike Krause, die am IMIS die bundesweit einzige Juniorprofessur für Flucht- und Flüchtlingsforschung inne hat, sagt: „Wir haben uns außerdem vorgenommen, einen universitätsübergreifenden Studiengang zur Flucht- und Flüchtlingsforschung zu entwickeln. Darüber hinaus besteht ein wesentliches Ziel darin, die Ergebnisse der Forschung verstärkt in die Öffentlichkeit zu bringen.“ Hierzu gehören Veranstaltungen für die Medien, eine eigene Internet-Plattform, aber auch die Herausgabe eines neuartigen „Fluchtberichts“, der über die Hintergründe, Bedingungen und Folgen aktueller Ereignisse im weltweiten Fluchtgeschehen informieren soll.

Dass das Verbundprojekt mit einem Hauptanteil in Osnabrück angesiedelt wird, ist auch das Ergebnis jahrzehntelanger dortiger wissenschaftlicher Aktivitäten zum Thema: „Wir betreiben am IMIS seit seiner Gründung im Jahr 1990 Forschung zum Thema Flucht und deren Folgen, sind also alles andere als ein neuer Mitspieler im Feld der Flucht- und Flüchtlingsforschung“, sagt Co-Projektleiter Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer.

Weitere Informationen für die Medien:
Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4384
E-Mail: imis@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8697.atom Maschinen lernen das Lernen – Universität Osnabrück erhält Stiftungsprofessur „Maschinelles Lernen“ 2020-01-09T12:32:17+01:00 2020-01-09T12:29:54+01:00 Künstliche Intelligenz (KI) wirkt in die Arbeitswelt, das private Umfeld und die gesamtgesellschaftliche Entwicklung hinein. Der KI-Campus der Universität Osnabrück ist ein bundesweit beachteter Hotspot zu dieser Thematik und den damit zusammenhängenden sozialen, ethischen und rechtlichen Implikationen. Dank eines weitreichenden großzügigen finanziellen und ideellen Engagements vier mittelständischer Unternehmen, der IHK Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim sowie der Stadt und des Landkreises Osnabrück erfährt der Campus nun durch die Einrichtung einer Stiftungsprofessur „Maschinelles Lernen“ eine weitere Aufwertung. „Mit dieser Professur können wir unsere bereits bestehende eindrucksvolle Expertise im Bereich Digitalisierung und KI weiter ausbauen“, so Universitätspräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl. „Dies ist nur möglich durch das Engagement unserer regionalen Partner aus Wirtschaft, Stadt und Land, denen ich an dieser Stelle noch einmal im Namen der gesamten Universität danken möchte.“

Für die Finanzierung in Höhe von 1,5 Millionen Euro haben sich die Kampmann GmbH, die Felix Schoeller Holding GmbH & Co. KG, die Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH & Co. KG, die Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte, die IHK sowie Stadt und Landkreis zusammengeschlossen. Jedes der beteiligten Unternehmen und die IHK über die Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Osnabrück - Emsland - Grafschaft Bentheim gGmbHbeteiligen sich jeweils mit 100.000 Euro, Stadt und Landkreis mit jeweils 500.000 Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren; die Verstetigung der Professur übernimmt die Universität.

„Die Stadt beteiligt sich an diesem Projekt, nicht nur, weil KI ein Zukunftsthema für die Forschung und den Standort ist, sondern auch, weil es das alltägliche Leben in unserer Gesellschaft stark verändern wird“, betont der Osnabrücker Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, während die Erste Kreisrätin des Landkreises, Bärbel Rosensträter, hinzufügt: „An dieser konzertierten Aktion, zu der sich so viele Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammengefunden haben, zeigt sich für mich wieder einmal, was alles möglich ist, wenn man Ideen gemeinsam umzusetzen auch gewillt ist.“
Angesiedelt wird die Stiftungsprofessur im renommierten Institut für Kognitionswissenschaft, wie Prof. Dr. Gunther Heidemann erklärt: „Die Kognitionswissenschaft und die KI im Allgemeinen haben in den letzten Jahren einen immensen Aufschwung erlebt, in dem die neuen Verfahren des Maschinellen Lernens, insbesondere tiefe neuronale Netze, eine zentrale Rolle spielen.“ So müssen neuronale Netze nicht mit explizit modelliertem Wissen versorgt werden, sondern lernen aus Beispielen. Erst dadurch wird die Verarbeitung komplexer Muster, etwa in der Bild- und Videoanalyse, überhaupt möglich. Solche neuronale Verfahren existieren schon lange, doch haben sie durch rapide gestiegene Rechenleistung und algorithmische Verbesserungen in den letzten zehn Jahren immens an Bedeutung gewonnen. „Daher kommt die Stiftungsprofessur gerade zum richtigen Zeitpunkt.“

Begrüßenswert sei, dass die Denomination nicht allein auf das Haupt- und Modethema "Tiefe Neuronale Netze" fokussiert, sondern den wesentlich breiteren Blickwinkel des Maschinellen Lernens umfasst, wie der Vizepräsident für Hochschulentwicklung und Strategie, Prof. Dr. Thomas Bals hinzufügt. „Damit wird die Professur hervorragend an die im Institut für Kognitionswissenschaft angesiedelten Professuren anknüpfen, insbesondere an die Arbeitsgruppen Künstliche Intelligenz, Biologisch orientierte Computer-Vision, Neuroinformatik und die neu einzurichtenden Professuren aus der Digitalisierungsinitiative.“

Aus Sicht der beteiligten Unternehmen ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte, die zugunsten eines Engagements für die neue Professur sprechen. Einer der wesentlichen ist der Bedarf nach qualifizierten wissenschaftlich ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die von der Universität in die jeweiligen Firmen kommen. „Die zunehmende Digitalisierung bringt es mit sich, dass die von uns gesuchten Fachkräfte in diesem Bereich gut ausgebildet sein müssen“, erklärt Hendrik Kampmann von der Kampmann GmbH. „Dafür wollen wir durch unsere Beteiligung an der Stiftungsprofessur einen Beitrag leisten“, ergänzt Jan Horstmann von der Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH & Co. KG.Und Gerhard Hochstein von der Felix Schoeller Holding GmbH & Co. KG fügt hinzu: „In den letzten Jahren hat es sich gezeigt, dass Unternehmen leicht ins Hintertreffen geraten können, wenn sie es verpassen, innovative technische Ideen umsetzen, dafür sind qualifizierte Fachkräfte unverzichtbar.“ Ein Aspekt, den ebenfalls Ansgar Pohlmann von der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte hervorhebt: „Auch für Traditionsunternehmen ist technische Innovation unabdingbar, und hier Schritt zu halten geht nur mit Fachkräften, die hervorragend ausgebildet worden sind.“

Zusammengefasst wird die große Bedeutung dieser Professur für die Unternehmenslandschaft der Region auch vom IHK-Hauptgeschäftsführer Marco Graf: "Die Unternehmen suchen nach universitär ausgebildeten Fachkräften, um sich in ihren Märkten zu behaupten. Damit sie den durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz angetriebenen Veränderungen gerecht werden können, ist eine solche Professur ein wichtiges Hilfsmittel. Sie fügt sich im übrigen nahtlos in das bereits bestehende Ensemble von bereits drei anderen Stiftungsprofessuren der Universität zu diesem Themenbereich ein.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8696.atom Fahrplan zum globalen Insektenschutz – Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Osnabrück stellt Maßnahmen vor 2020-01-09T10:45:49+01:00 2020-01-09T10:41:31+01:00 Der weltweite Insektenrückgang hat ein bisher unbekanntes Ausmaß erreicht. Ein internationales Team von mehr als 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Beteiligung des Ökologen apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück hat nun ein Konzept erstellt, wie man dieser Entwicklung entgegenwirken kann. Der Fahrplan zum globalen Insektenschutz ist in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution erschienen. Er umfasst Maßnahmen, die sowohl aus ökologischer als auch gesellschaftlicher Sicht sinnvoll sind und betont zudem die Notwendigkeit eines standardisierten Monitorings zur Erfassung der weltweiten Insektenbestände.

„Der Fahrplan zielt darauf ab, schnellstmöglich Maßnahmen zu ergreifen, die dem weltweiten Insektenrückgang entgegenwirken“, betont der Initiator der Studie Professor Jeff Harvey vom Niederländischen Institut für Ökologie (NIOO-KNAW) und der Universität Amsterdam (VU Amsterdam). Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Insektenarten weltweit unter anthropogen bedingten Umweltveränderungen, wie zum Beispiel Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Nährstoffeinträgen, Pestizideinsatz, dem Einfluss invasiver Arten und der Übernutzung von Ökosystemen leiden. „Mit dem Fahrplan zum globalen Insektenschutz möchten wir den aktuellen Wissensstand zum Insektenrückgang zusammentragen und im Austausch mit verschiedenen Interessensgruppen wie Politik, Landwirtschaft und Naturschutz möglichst in die Praxis umsetzen,“ so Harvey weiterhin.

Fartmann ist Autor zahlreicher Studien zum Insektenschutz und derzeit an der Entwicklung des Insektenmonitorings in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen beteiligt. Aufgrund der breiten öffentlichen Debatte zum Insektensterben in Deutschland haben die Regierungen des Bundes und der Länder hierzulande reagiert und damit begonnen, Maßnahmen zu ergreifen, die zum Erhalt und zur Wiederherstellung der mitteleuropäischen Insektenfauna beitragen sollen. „Da es sich beim Insektensterben jedoch nicht um ein regionales, sondern um ein weltweites Phänomen handelt, sollten auch auf globaler Ebene die Aktivitäten zum Insektenschutz intensiviert werden,“ erläutert Fartmann. Es gibt vermehrt wissenschaftliche Belege, dass die Anzahl der Insekten und deren Artenvielfalt artengruppenübergreifend weltweit abnehmen. Da Insekten bedeutende Ökosystemdienstleistungen, wie beispielsweise die Bestäubung von Nutzpflanzen und die Regulierung von Schädlingsbeständen erfüllen, muss davon ausgegangen werden, dass der weltweite Insektenrückgang ohne zeitnahes Handeln nicht nur ökologische sondern auch gesellschaftliche Konsequenzen haben wird.

In seiner Studie führt das Forscherteam Handlungsschritte auf, die unmittelbar, mittelfristig und langfristig zum Erhalt und zur Wiederherstellung der Insektenfauna beitragen sollen. „Basierend auf dem aktuellen Kenntnisstand können bereits jetzt Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die dazu beitragen, Lebensräume für Insekten und strukturreiche Landschaften zu fördern und wiederherzustellen“, so Fartmann. Es werden jedoch mittelfristig neue Forschungsaktivitäten erforderlich sein, die die komplexen Wechselwirkungen zwischen den Ursachen des Insektensterbens mit innovativen Ansätzen untersuchen. Durch den Aufbau öffentlich-privater Partnerschaften und nachhaltigen Finanzierungskonzepten, können Maßnahmen zum Insektenschutz langfristig gesichert werden. Die Entwicklung der weltweiten Insektenbestände und der Erfolg dieser Maßnahmen sollte global durch ein standardisiertes Monitoring überprüft werden. Die Wissenschaftler hoffen, dass ihr Konzept eine möglichst breite Resonanz in der Naturschutzpraxis findet und auch im deutschen Aktionsprogramm Insektenschutz berücksichtigt wird. Nur durch großflächige Veränderungen hin zu einer naturverträglichen Landbewirtschaftung, einer Verbesserung des Managements von Lebensräumen und einer nachhaltigen Stadtentwicklung kann der Zustand der globalen Insektenbestände langfristig verbessert werden.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Thomas Fartmann, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie
Barbarastraße 11, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 0541 969 3551
t.fartmann@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8695.atom Wie sieht die Zukunft der Schule aus? – Podiumsdiskussion an der Universität Osnabrück 2020-01-08T09:54:05+01:00 2020-01-08T09:51:38+01:00 Am Montag, 13. Januar, findet im Rahmen der Ringvorlesung „Lernen in der Zukunft – Schule im Jahr 2040“ eine Podiumsdiskussion statt. Sprechen werden Akteurinnen und Akteure aus dem Bildungsbereich der Stadt Osnabrück, um unter anderem einen Einblick in die Vorstellungen zur Gestaltung von Schule und Bildungsbereich in der Zukunft zu geben. Beginn ist um 18.15 Uhr in der Kolpingstraße 7 (Gebäude 01/B01). Die Diskussion ist öffentlich. Die Ringvorlesung und die Podiumsdiskussion wenden sich an Lehramtsstudierende der Universität Osnabrück und zugleich an interessierte Lehrkräfte aus der Region. Die Vorlesung wird von apl. Prof. Dr. Monika Fiegert und Prof. Dr. Ingrid Kunze (beide Lehrende der Abteilung Schulpädagogik des Instituts für Erziehungswissenschaft) in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Lehrerfortbildung der Universität Osnabrück durchgeführt und durch die Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung gefördert.

Bezug nimmt sie auf Zukunftswerkstätten, die im Kontext des Bildungskongresses „Lernen für die Zukunft“ der Region Osnabrück und in Vorbereitung der Ringvorlesung stattfanden. Darin haben sich Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 19 Jahren, Lehr- und Fachkräfte sowie Studierende mit der aktuellen Situation im Bildungswesen auseinandergesetzt und Ideen für die Schule (bzw. Kita) der Zukunft entwickelt. Besonders häufig waren Wünsche und Forderungen nach mehr Mitsprache, Partizipation und gegenseitigem Respekt, einer Schularchitektur und Lernumgebung, die das Lernen unterstützt und in der man sich wohlfühlen kann, geäußert worden. Gefordert wurde außerdem eine Schule, die auf die Herausforderungen des (alltäglichen) Lebens vorbereitet. Punkte wie Digitalisierung, Klimawandel, Arbeitswelt, selbstbestimmtes Leben als Bürger und Konsument wurden in diesem Zuge genannt. Weiterhin wünschen sich die Jugendlichen eine Öffnung von Schule und Unterricht in die Stadt und Region und eine stärkere Ausrichtung auf die Themen Wirtschaft, Kultur und Sport.

„Wir erhoffen uns von der Diskussion und mit dem Podium Einblicke, welche Vorstellungen es zur Gestaltung von Schule und Bildungsbereich in der Zukunft gibt, wie Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse ablaufen und wie sich Lehrende und Lernende hier einbringen können. Für unsere Studierenden, die dies in den nächsten Jahrzehnten umsetzen werden, ist es wichtig, Gehör zu finden und zu verstehen, wie sich Veränderungen im Bildungswesen bewerkstelligen lassen“, so apl. Prof. Dr. Monika Fiegert.

An der Diskussion teilnehmen werden der Erste Stadtrat Wolfgang Beckermann (Fachbereiche „Bildung, Schule und Sport“, „Kultur“ und „Kinder, Jugend und Familien“), Heidrun Achler (Vorsitzende des Schul- und Sportausschusses des Rats der Stadt Osnabrück), Marc Veeningen (Vorsitzender des Stadtelternrates), Michael Prior (Geschäftsführer der Bohnenkamp Stiftung), Anja Pawelzig (Netzwerk Gesamtschulen Region Osnabrück-Emsland), Julius Walkenhorst (ehemaliges Mitglied des Jugendparlaments der Stadt Osnabrück) und apl. Prof. Dr. Monika Fiegert. Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Ingrid Kunze.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Apl. Prof. Dr. Monika Fiegert, Universität Osnabrück
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften
Tel.: +49 0541 969 4868
mfiegert@uni-osnabrueck.de

]]>
news-8693.atom Physik erleben! Universität Osnabrück lädt Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zum Probestudium ein Utz Lederbogen 2020-01-07T13:52:38+01:00 2020-01-07T13:47:53+01:00 In den Osterferien, vom 6. bis 8. April, findet an der Universität Osnabrück erneut ein dreitägiges Physik-Probestudium statt. Angesprochen sind Schülerinnen und Schüler der letzten beiden Oberstufenjahrgänge, die ein Physikstudium einmal ausprobieren möchten. Anmeldungen für das diesjährige Probestudium sind unter http:// www.physik-probestudium.de bis zum 22. März möglich. Weitere Auskünfte erteilt Dr. Monika Wesner, Tel. (0541) 969-2648, E-Mail: mwesner@uni-osnabrueck.de In den drei Tagen kann der Studienbetrieb im Fach Physik aktiv erlebt werden. Vormittags stehen Vorlesungen, Übungen und Informationsveranstaltungen auf dem Programm, nachmittags werden Original-Versuche des Studierendenpraktikums angeboten. Für die dabei absolvierten Experimente gibt es eine Bescheinigung. Informationen aus erster Hand gibt es in Gesprächen mit Studierenden und Professoren, beim Mittagessen in der Mensa und bei Führungen durch die Forschungslabors.

 


Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Monika Wesner, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2648
E-Mail: mwesner@universitaet-osnabrueck.de

]]>
news-8692.atom Die Sprache des Romans – Universität Osnabrück an Forschungsprojekt zu sprachlichen Merkmalen von Romangattungen beteiligt 2020-01-07T10:27:15+01:00 2020-01-07T10:22:37+01:00 Mit einer Abschlusskonferenz an der Universität Grenoble-Alpes am 19. Dezember 2019 ging das deutsch-französische Forschungsprojekt PHRASEOROM („Die Phraseologie des Romans“) zu Ende. Ziel war es, in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Literaturwissenschaftlern und Linguisten wiederkehrende Merkmale der Sprache des Romans (Englisch und Französisch) zu untersuchen. Auf deutscher Seite leitete das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Französischen Forschungsagentur (ANR) mit insgesamt über 600.000 Euro geförderte Projekt Prof. Dr. Dirk Siepmann vom Institut für Anglistik / Amerikanistik. Weitere Projektpartner waren die Universitäten Grenoble-Alpes, Erlangen-Nürnberg und Bonn. Ein zentrales Ergebnis des Projekts ist der Nachweis, dass die Sprache des Romans sich durch eine Überrepräsentation bestimmter sprachlicher Phänomene auszeichnet, und das sowohl mit Bezug auf die Gattung Roman als Gesamtheit als auch in Hinblick auf ihre Untergattungen und die Individualstile bestimmter Autoren. Dies schließt natürlich keineswegs aus, dass mit bestimmten Mustern auch bewusst gebrochen wird.

Neben der Erstellung einer Art Mini-Wörterbuchs der Literatursprache hat das Projekt auch wertvolle theoretische Impulse für die Sprach- und Literaturwissenschaft geliefert. Konnte man bisher nur Eigenschaften von sprachlichen Sequenzen erfassen, die entweder den Satzbau (wie Subjekt-Verb-Abfolgen) oder den Wortschatz (Wortverbindungen: beispielsweise „betretenes Schweigen“) betrafen, so richteten die Projektteilnehmer erstmals systematisch den Blick auf längere Einheiten, die aus Kombinationen von unveränderlichen Wortformen, veränderlichen Wortformen und grammatischen Einheiten bestehen.

Die Verteilung solcher Einheiten, motifs genannt, die sich gewöhnlich selbst der Intuition des geschult forschenden Linguisten oder Literaturwissenschaftlers entzieht, bietet neue Einblicke in Individual- und Gattungsstile. Gattungen lassen sich sprachlich über die Gesamtheit ihrer typischen motifs definieren. Im Fantasy-Genre finden sich beispielsweise motifs, die eine mittelalterliche Welt heraufbeschwören; der Intuition eher verschlossen ist dagegen zum Beispiel die stereotype Verwendung von frz. passer la langue sur les lèvres (lick one’s lip with one’s tongue) in Kriminalromanen. Dann wiederum existieren gattungsübergreifend bestimmte Reihungen von motifs, die eine Art Skript bilden, wie z.B. das Zigarettenskript, das nicht nur Krimiautoren typischerweise einsetzen, um introspektiv-nachdenkliche oder nervöse Zustände von Romanfiguren zu kennzeichnen.

„Literaturwissenschaftlich betrachtet zeigt sich an solchen Beispielen besonders gut, dass das Verstehen literarischer Texte in erheblichem Maße durch das Erkennen sprachlicher Wiederholungen erfolgt, die im kollektiven Gedächtnis verankert sind“, erklärt Prof. Siepmann.

Weitere Informationen zu dem Projekt unter: https://phraseorom.univ-grenoble-alpes.fr

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dirk Siepmann, Universität Osnabrück
Institut für Anglistik/ Amerikanistik
Neuer Graben 40, 49069 Osnabrück
Tel.: + 49 541 969 4160
dirk.siepmann@uni-osnabrueck.de

]]>