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In Workshops und Foren tauschten sich die Akteure aller Ausbildungsphasen aus. Foto: Universität Osnabrück/ Andrea Mochalski

© Andrea Mochalski / Universität Osnabrück

In Workshops und Foren tauschten sich die Akteure aller Ausbildungsphasen aus.

3. Jahrestagung des Zentrums für Lehrerbildung

Lehrer*in werden, sein und bleiben. Persönliche Potentiale und berufliche Notwendigkeiten

Offenheit, Gewissenhaftigkeit, emotionale Stabilität, Belastbarkeit und Verträglichkeit kennzeichnen gute Lehrerpersönlichkeiten. Das ist ein Ergebnis der dritten Jahrestagung des Zentrums für Lehrerbildung am 8. Juni 2018 an der Universität Osnabrück. In den Räumen des Schlosses tauschten sich 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber aus, welche Kompetenzen eine gute Lehrkraft benötigt, um Schülerinnen und Schüler bestmöglich zu unterrichten und zu fördern.

„Auf unserer dritten Jahrestagung gelang eine Zusammenführung von Theorie und Praxis - nicht zuletzt auch durch die Fishbowl-Diskussion zum Abschluss der Tagung“, sagt Andrea Mochalski vom Zentrum für Lehrerbildung. „Studierende, Lehrerinnen und Lehrer, Ausbilderinnen und Ausbilder, Professorinnen und Professoren setzten sich mit der Frage auseinander, ob es in Bezug auf die Lehrerpersönlichkeit stabile Persönlichkeitsmerkmale gibt, die eine erfolgreiche Lehrkraft ausmachen und wie man als Lehrender oder Lehrende Studierenden helfen kann, sich Kompetenzen und Qualifikationen anzueignen.“

Auftaktvortrag: Ist Lehrkraft sein eine Berufung?

Den Auftaktvortrag hielt Prof. Dr. Martin Rothland von der Universität Siegen, ein ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der berufsspezifischen Motivation und der Berufsperspektiven angehender Lehrerinnen und Lehrer. Er ging auf unterschiedliche Sichtweisen und Studien rund um das populäre wie schwierige und kontrovers diskutierte Thema „Lehrerpersönlichkeit“ ein. Rothland reflektierte in seinem Vortrag die weit verbreitete These, der Lehrerberuf sei kein Beruf, sondern eine Berufung, und wendete sich anschließend Thesen zum Persönlichkeitsparadigma in der Unterrichtsforschung sowie aktuellen Forschungen zu Persönlichkeitsmerkmalen von Lehrkräften zu.

Fishbowl-Runde diskutiert. Foto: Universität Osnabrück/ Andrea Mochalski

© Andrea Mochalski / Universität Osnabrück

Die Fishbowl-Runde diskutierte, was für stabile Lehrerpersönlichkeit zählt.

Sich seiner Stärken und Schwächen bewusst sein

Laut Rothland ist eine Lehrkraft ein Mensch, der sich entwickelt und sich seiner Stärken und Schwächen bewusst sei. Wenn motivierte Schüler und Schülerinnen Erfolg hätten und bei ihnen Lernzuwachs zu beobachten wäre, sei die Lehrerpersönlichkeit daran nur zu einem kleinen – wenn auch wichtigen – Teil beteiligt. Damit Lehrerpersönlichkeiten sich weiter entwickeln, sollten Bildungseinrichtungen die angehenden Lehrer und Lehrerinnen unterstützen, indem sie Wert auf Qualität, Länge und Intensität von Ausbildungsangeboten sowie auf zu reflektierende Praktika legen.

Reger Austausch in Foren

In den anschließenden Workshops und Foren tauschten sich die Akteure aller Ausbildungsphasen angeregt untereinander aus. Dabei kamen neben den Herausforderungen des Lehreralltags und der Vielfalt des Berufes auch Werte und Menschenrechte zur Sprache. Diskutiert wurde zudem darüber, wie Unterrichtsstörungen vermieden und die eigene Rolle durch Selbstkompetenz und Reflexion gefunden werden können. Fishbowl-Diskussion: Charaktereigenschaften wichtig für den Erfolg Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Abschluss-Diskussion setzten sich mit dem Thema verpflichtende Eignungstests auseinander. Angeführt wurde, dass psychologische Forschungsbefunde zeigen, dass Offenheit, Gewissenhaftigkeit, emotionale Stabilität sowie Belastbarkeit und Verträglichkeit Persönlichkeitsmerkmale sind, die gute Lehrerpersönlichkeiten kennzeichnen und daher insbesondere Eigenschaften wie Kreativität und Offenheit sowie Flexibilität für Lehrer und Lehrerinnen von Vorteil sind, um langfristig im Beruf erfolgreich zu sein. Die engagierte Vermittlung von Themen sei ebenso positiv zu bewerten, wie ein ausgeprägtes Reflexionsvermögen und der bewusste Einsatz kommunikativer Mittel.

Ansprechpartnerin:
Andrea Mochalski, Universität Osnabrück
Zentrum für Lehrerbildung (ZLB), Raum: 52/313
Neuer Graben 7, 9 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-6015
E-Mail: andrea.mochalski@uni-osnabrueck.de