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Pressemeldung

Nr. 14 / 2019

24. Januar 2019 : Afrika wohin? „Osnabrücker Universitätsrede“ am Donnerstag, 31. Januar, mit Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate

Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, ausgewiesener Experte für den afrikanischen Kontinent, hält am Donnerstag, 31. Januar, die Osnabrücker Universitätsrede 2019 zum Thema: „Afrika wohin? Politik, Wirtschaft und Migration“. Die öffentliche Vortragsveranstaltung beginnt um 18.15 Uhr im Osnabrücker Schloss. Die Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

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© Anna Meurer

Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate

Die aktuelle Flüchtlingskrise scheint vordergründig vor allem von Ereignissen im Nahen Osten verursacht. Dabei gerät eine langfristig folgenreichere Entwicklung aus dem Blick: die Völkerwanderung zehntausender Afrikaner nach Europa und in andere Staaten der westlichen Welt. Asfa-Wossen Asserate beschreibt die Ursachen dieser Massenflucht und appelliert an die westlichen Staaten, ihre Afrikapolitik grundlegend zu ändern. Der Westen, so Asserate, muss Afrika als Partner behandeln und diejenigen Staaten unterstützen, die demokratische Strukturen aufbauen und in ihre Jugend investieren. Nur so könne es gelingen, den fluchtbereiten Afrikanern eine menschenwürdige Zukunft auf ihrem Kontinent zu ermöglichen.

Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate wurde 1948 in Addis Abeba geboren. Er ist Großneffe des letzten äthiopischen Kaisers Haile Selassie und Sohn des ehemaligen Gouverneurs und Vizekönigs von Eritrea. In Tübingen und Cambridge hat er Geschichte und Jura studiert und am Frobenius-Institut der Goethe-Universität Frankfurt promoviert. Die Revolution in Äthiopien machte seine Pläne zunichte, in die Heimat zurückkehren. Er blieb in Deutschland und arbeitete als Journalist und Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten.

Sein 2003 erschienenes Buch „Manieren“ wurde zum Bestseller. 2004 wurde er dafür mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet. 2007 erschien seine Autobiographie „Ein Prinz aus dem Hause David – und warum er in Deutschland blieb“. Seit vielen Jahren engagiert er sich für eine neue politische und wirtschaftliche Ordnung in Afrika, insbesondere in seinem Heimatland Äthiopien, und hat darüber mehrere Essays in europäischen Zeitschriften veröffentlicht.

Die Osnabrücker Universitätsrede will zum Jahresauftakt Menschen aus der Stadt und Umgebung Osnabrück sowie der Universität Osnabrück bei einem Vortrag mit renommierten Rednern zu einem attraktiven Thema zusammenbringen.

Weitere Informationen für die Medien: 
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück,
Tel: +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de