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Pressemeldung

Nr. 189 / 2018

12. Oktober 2018 : Antrittsvorlesung von renommiertem Berufs- und Wirtschaftspädagogen an der Universität Osnabrück

Seit September 2017 hat Prof. Dr. Dietmar Frommberger die bundesweit einmalige Stiftungsprofessur „Berufs- und Wirtschaftspädagogik“ mit dem Schwerpunkt „Strukturfragen der beruflichen Bildung“ an der Universität Osnabrück inne. Am Donnerstag, 18. Oktober, hält er seine Antrittsvorlesung zum Thema „Berufsbildungspraxis und Berufsbildungsforschung – zwei Seiten derselben Medaille“. Die Veranstaltung findet im Schlosshauptflügel, Raum 212 statt und beginnt um 14.15 Uhr.

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© Universistät Osnabrück/ Elena Scholz

Prof. Dr. Dietmar Frommberger. Foto: Universität Osnabrück/ Elena Scholz

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In seiner Vorlesung befasst sich Frommberger mit der Beziehung zwischen der Praxis der Berufsbildung einerseits und der Berufsbildungsforschung andererseits. „Es ist ein großes Missverständnis, dass die Wissenschaft und die Theorieentwicklung nichts mit der Praxis und unserer privaten und beruflichen Realität zu tun hätten. Das Gegenteil ist der Fall“, sagt Frommberger. Natürlich gäbe es ein Spannungsverhältnis. Doch es überwiege das Ergänzungsverhältnis. Und: Praxis und Theorie sind auch in Ausbildungszusammenhängen keine Gegensätze, sondern eng aufeinander bezogen.

Stifter der Professur sind der Deutsche Industrie- und Handelskammertag e. V. (DIHK), Dachorganisation der bundesweit 79 Industrie- und Handelskammern, sowie die DIHK-Gesellschaft für berufliche Bildung – Organisation zur Förderung der IHK-Weiterbildung mbH (DIHK-Bildungs-GmbH).

In seiner Forschung befasst sich Frommberger vor allem mit der international-vergleichenden Berufsbildungsforschung. Darunter fallen unter anderem die Frage des Transfers dualer Berufsbildungsstrukturen in andere Länder und Kulturen. Thematisch fügt sich die Professur nahtlos in die bereits vorhandenen weitreichenden Lehr- und Forschungsaktivitäten der Universität Osnabrück auf diesem Gebiet. So bildet das Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik einen integrativen Bestandteil des Studiums für das Lehramt an berufsbildenden Schulen, für das an der Universität Osnabrück über 1.000 Studierende eingeschrieben sind.

Frommberger, geboren 1969 in Verden an der Aller, studierte von 1990 bis 1994 Wirtschaftswissenschaften, Berufs- und Wirtschaftspädagogik und Germanistik an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg mit dem Abschluss Diplom-Handelslehrer. Dort promovierte er 1998 über die Frage der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung in einem deutsch-niederländischen Vergleich. In seiner Habilitation, die er 2003 an der Universität Jena abschloss, befasste er sich mit der kaufmännischen Berufsbildung in einem europäischen Ländervergleich. Nach Vertretungen von Professuren an den Universitäten Köln und Duisburg-Essen wechselte er 2006 auf die Professur für Berufs- und Wirtschaftspädagogik an der Universität Magdeburg. Nach abgelehnten Rufen auf die berufs- und wirtschaftspädagogischen Professuren der Technischen Universitäten Dortmund und Dresden in den Jahren 2015 und 2016 entschied er sich im Sommer 2017 für das attraktive Angebot der Universität Osnabrück zur Besetzung der Stiftungsprofessur.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dietmar Frommberger, Universität Osnabrück
Institut für Erziehungswissenschaft
Fachgebiet Berufs- und Wirtschaftspädagogik
Katharinenstr. 24, 49078 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6390
dietmar.frommberger@uni-osnabrueck.de