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Pressemeldung

Nr. 232 / 2018

20. November 2018 : Blaudruck und Stipwerk: Ausstellung im Textile Research Centre, Leiden (NL)

Das textile Handwerk des Blaudruckens ist dank des unermüdlichen Einsatzes des Blaudruckers Georg Stark in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes Deutschland aufgenommen worden. Nun gelang es dem Jeveraner, Gelder für eine kooperative Ausstellung zum Blaudruck und zum holländischen Stipwerk, das auf der niederländischen Weltkulturerbeliste verzeichnet ist, für eine Wanderausstellung im Textile Research Centre in Leiden und in Jever einzuwerben.

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© Universität Osnabrück/Bärbel Schmidt

Die Gäste zeigen sich beeindruckt von der Ausstellung.

Um diese Ausstellung mit Exponaten zu bestücken, die den Geschmack junger Menschen treffen, trat der Blaudrucker an das Fach Textiles Gestalten der Universität Osnabrück heran. „Im noch laufenden Wintersemester 2018/19 haben wir uns im Seminar „Weltkulturerbe: Blaudruck und Stipwerk“ mit den beiden historischen Handwerkstechniken auseinander gesetzt. Im Mittelpunkt stand vor allem die Frage, wie wir diese wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung verankern bzw. welche Produkte helfen können, dass beide Techniken den Weg zurück in unseren Alltag schaffen“, erklärt die Osnabrücker Textilwissenschaftlerin Prof. Dr. Bärbel Schmidt.

Als Einstieg diente der Besuch des Blaudruckers in seiner Werkstatt. Der Handwerker erörterte beide Verfahren mit großer Leidenschaft und viel Engagement. Nach dem inspirierenden Ausflug in die Welten des Blaudruckens und Stipwerks stürzten sich die Studierenden mit Tatendrang und immer wieder neuen Ideen in die Planungs- und Umsetzungsarbeiten. „Trotz des vorhandenen Zeitdrucks kannte ihr Schaffensdrang keine Grenzen“, so Prof. Schmidt. Und so ist es kein (blaues) Wunder, dass zahlreiche, moderne Kleidungsstücke und Objekte aus Stoffen mit alten Blaudruckmustern entstanden sind, die der Blaudrucker eigens nach den Wünschen der Studierenden herstellte. Sich der Wertigkeit der Stoffe bewusst, entwickelten die Studierenden Objektideen für kleinste Stoffstückchen, um die wertvollen Stoffe nahezu vollständig zu verarbeiten und so im Zero Waste Verfahren der Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Alle Exponate fordern zum Greifen, Befühlen, Betasten oder Verändern auf – durchaus selten in Ausstellungen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Bärbel Schmidt und Christine Löbbers, Universität Osnabrück
Fachgebiet Textiles Gestalten
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de