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Pressemeldung

Nr. 26 / 2019

07. Februar 2019 : Das Gesicht der jungen Universität mitgeprägt - Universität Osnabrück trauert um ehemaligen Kanzler Dr. Klaus Volle

Am 5. Februar verstarb Dr. Klaus Volle. Der Jurist stand von 1974 bis 1988 an der Spitze der Hochschulverwaltung der Universität Osnabrück. Als Mitglied des Rektorates und späteren Präsidiums gestaltete er als Kanzler zusammen mit Prof. Dr. Manfred Horstmann die strategische Ausrichtung der gerade neu gegründeten Universität mit.

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© Universität Osnabrück/Thorsten Unger

Dr. Klaus Volle, der ehemalige Kanzler der Universität Osnabrück, verstarb am 5. Februar.

Besondere Schwerpunkte seiner Arbeit lagen auf dem Aufbau der Hochschulverwaltung zu einer modernen, serviceorientiert arbeitenden Einrichtung, mit dem Fokus auf Beratung und Unterstützung von Lehrenden und Studierenden. Ausgehend von diesem Ziel arbeitete er trotz knapper Ressourcen an einer Personalpolitik, die in eine starke Verwaltung auf fachlich hohem Niveau mündete.

„Die Qualität des Verwaltungshandelns ist im Gründungsprozess der Hochschule von besonderer Wichtigkeit; verwaltende und nicht forschende und lehrende Tätigkeit kennzeichnet das Anfangsstadium einer jeden Neugründung. Ein entscheidendes Kriterium ist die fachliche und menschliche Kompetenz der handelnden Verwaltungsmitarbeiter, von denen insbesondere im Gründungsstadium oft weit über das übliche Aufgabenprofil hinausgehende Leistungen und Entscheidungen erwartet werden“, schrieb Volle rückblickend auf seine Osnabrücker Zeit in der Festschrift für den damaligen Präsidenten Manfred Horstmann. Er hätte das Glück gehabt, in der Universität Osnabrück unter Präsident Professor Dr. Horstmann in 14 Jahren ein Optimum an Zusammenarbeit und Koordination zwischen Präsident und Kanzler zu erleben.

Entgegen dem Rat seiner Eltern, die ihm den Lehrerberuf nahelegten, studierte Klaus Volle Rechtswissenschaften – zunächst in Kiel und später in Münster. 1960, im achten Semester, bestand er das erste Staatsexamen und trat in Bochum das vierjährige Referendariat an.

Nach der zweiten juristischen Staatsprüfung 1964 und einer kurzen Tätigkeit in einem Verband war er 1965 und 1966 wissenschaftlicher Assistent an der Ruhr Universität Bochum, wo er zum Dr. jur. promoviert wurde. Anfang 1967 als Regierungsrat an das Bayerische Staatsministerium des Inneren nach München versetzt, wurde Volle alsbald an die in neu gegründete Universität Regensburg abgeordnet. Von 1970 bis 1974 leitete er die Verwaltung der Universität Trier/Kaiserslautern.

Volle brachte somit langjährige Erfahrungen als Mitarbeiter verschiedener Universitätseinrichtungen und als Verwaltungsleiter von Hochschulneugründungen mit nach Osnabrück. Die Ernennung zum Kanzler der Universität Osnabrück erfolgte am 3. September 1974. Den Rechtswissenschaften war Volle weiterhin verbunden durch seine Tätigkeit als nebenamtliches Mitglied des Niedersächsischen Landesjustizprüfungsamtes. Zum 1. Dezember 1988 wechselte er als Kanzler an die Georg-August-Universität Göttingen.

„Die Universität Osnabrück ist Dr. Klaus Volle für seine Aufbauarbeit zu großem Dank verpflichtet und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, so Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. „Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Utz Lederbogen, Pressesprecher Universität Osnabrück,
Neuer Graben 29, 49074 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4370,
E-Mail: utz.lederbogen@uni-osnabrueck.de