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Pressemeldung

Nr. 241 / 2018

26. November 2018 : DFG verlängert Sonderforschungsbereich an der Universität Osnabrück – Fördermittel von knapp 10 Millionen Euro

Ein großartiger Erfolg für die Osnabrücker Biologie: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert den Sonderforschungsbereich (SFB) 944 »Physiologie und Dynamik zellulärer Mikrokompartimente« um weitere vier Jahre. „Die DFG-Bewilligung bestätigt eindrucksvoll die international exzellente Forschung in der Biologie an unserer Universität; zu diesem großen Erfolg gratuliere ich allen beteiligten Kolleginnen und Kollegen von Herzen“, erklärt Universitätspräsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke. Die Förderung beläuft sich auf knapp 10 Millionen Euro.

„Sonderforschungsbereiche sind auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen an Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem fächerübergreifenden Forschungsprogramm zusammenarbeiten“, heißt es auf der Homepage der DFG. Im Mittelpunkt steht die Bearbeitung innovativer, anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Koordination und Konzentration von Personen und Ressourcen. Damit dient sie der institutionellen Schwerpunkt- und Strukturbildung. Sonderforschungsbereiche umfassen eine Vielzahl von Teilprojekten.

Im SFB 944 wird die strukturelle und zeitliche Organisation von Proteinen und Lipiden im zellulären Verbund untersucht. »Unser Forschungsziel ist es, herauszufinden, wie diese sogenannten Mikrokompartimente den Zellen optimales Wachstum und effiziente Vermehrung erlauben – und wie im Gegenzug Zellen krank werden, wenn diese Organisation gestört wird«, erläutert der Sprecher des Sonderforschungsbereiches, Prof. Dr. Christian Ungermann. Besonders positiv hervorgehoben wird in der Entscheidung für die Weiterförderung durch die DFG die enge Verknüpfung des SFB mit dem Zentrum für zelluläre Nanoanalytik Osnabrück (CellNanOs), das im vergangenen Jahr seine Arbeit in einem eigens dafür errichteten Gebäude aufnahm.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Bereiche Biologie, Chemie, Physik, Mathematik und Kognitionswissenschaft können im CellNanOs aktuelle Fragen der Zellbiologie auf international wettbewerbsfähiger Ebene bearbeitet werden. „Im Vordergrund steht dabei die Erforschung der Funktion von Proteinen im zellulären Zusammenhang. Dabei nutzen wir modernste bildgebende und bioanalytische Techniken, die Einblicke in komplexe zelluläre Prozesse und somit neue Ansätze zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen, Infektionen oder Krebs ermöglichen“, so Prof. Dr. Jacob Piehler, Biophysiker des Fachbereichs Biologie/Chemie der Universität Osnabrück und Leiter des CellNanOs.

Dieses große transdisziplinäre Potential des CellNanOs komme maßgeblich der Arbeit des Sonderforschungsbereichs zugute, betont Prof. Ungermann: „Wie auch im CellNanOs liegt ein entscheidender Vorteil unseres SFB in dieser ergebnisorientierten und fachübergreifenden Zusammenarbeit von zehn Arbeitsgruppen aus der Osnabrücker Biologie und Mathematik sowie fünf Arbeitsgruppen der Universität Münster.“ Die jetzt genehmigte dritte und somit letzte Förderphase des SFB 944 beginnt im Januar 2019. Der SFB hat eine Laufzeit bis Ende 2022.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Christian Ungermann, Universität Osnabrück
Fachbereich Biologie/Chemie, Abteilung Biochemie
Barbarastraße 6, 49076 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2752
cu@uosuni-osnabrueck.de
www.biologie.uni-osnabrueck.de/sonderforschungsbereich/sfb_944_home.html