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Pressemeldung

Nr. 257 / 2018

12. Dezember 2018 : Ein Friedenssong für Osnabrück – Uraufführung am 15. und 16. Dezember im Winterdorf am Schloss – Performance von Studierenden des Lehramts Musik der Universität Osnabrück mit 160 Mitwirkenden

Eine Friedensstadt ohne Friedenssong? – das wollten Studierende des Lehramts Musik an der Universität Osnabrück nicht mehr länger hinnehmen. Daher texteten, komponierten und arrangierten sie einen Friedenssong für die Stadt Osnabrück. Die Uraufführung dieses Songs findet statt am Samstag,15. und Sonntag, 16. Dezember, jeweils um 16 Uhr im Winterdorf im Innenhof des Osnabrücker Schlosses.

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Der Osnabrücker Friedenssong mit 160 Beteiligten kommt am Samstag, 15. und Sonntag, 16. Dezember im Winterdorf im Schlossinnenhof zur Uraufführung. Schon die Generalprobe (Foto) war ein Erlebnis. Foto: Universität Osnabrück

Mit einer großzügigen finanziellen Unterstützung der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung konnte das ehrgeizige Projekt umgesetzt werden. Im Rahmen eines musikdidaktischen Seminars schwärmten die Studierenden in die Stadt aus und übten mit verschiedenen Musikgruppen den Song ein. Dabei durfte jede Gruppe auch eine eigene Strophe dichten. Über zehn Strophen kamen zusammen.

Es entstand eine Performance, in der ca. 160 junge und alte Bürgerinnen und Bürger Osnabrücks ihre spezifische Sicht auf den Frieden zum Klingen bringen. Während es den Studierenden dabei wichtig ist, den Friedensappell immer wieder aktiv zu gestalten, wünschen sich Schülerinnen und Schüler zum Beispiel, dass Eltern nicht mehr streiten sollen oder dass Mobbing oder Lästereien in der großen Pause aufhören müssen. Mitglieder der Chores der Bajazzos erinnern sich gar an ihre Kindheit im Krieg mit „fremden Soldaten im Heimatland“ und einer „Stadt, die unter Schutt lag“.

„Es beeindruckt mich sehr, wie viele verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Perspektiven auf den Frieden schließlich in einem gemeinsamen Song zusammen kommen und dabei so viel Freude am gemeinsamen Projekt ausstrahlen“, so die Professorin für Musikdidaktik und organisatorisch-künstlerische Leiterin des Projektes Dr. Dorothee Barth.

„Es war die richtige Mischung aus Chaos und Grenzen, die letztlich Kreativität entstehen ließ“, ergänzt die Studentin Feelia Küster, die gemeinsam mit ihrem Kommilitonen Nhan Gia Vo die Musik komponiert hat. „Ich hoffe, dass viele Menschen Osnabrücks den Song kennen lernen und mitsingen.“

Beteiligt sind an diesem Projekt eine Kindergruppe aus der Grundschule und dem Hort am Rosenplatz, eine siebte Klasse des Graf Stauffenberg-Gymnasiums Osnabrück, eine sechste Klasse der Möser-Realschule Osnabrück, eine Sprachlernklasse mit geflüchteten Jugendlichen an der Hauptschule Innenstadt, der Chor der evangelischen Studierendengemeinde Osnabrück (KEHS Gospel), die Bajazzos (ein Männerchor in der Stiftung Bahnsozialwerk) und ein Instrumentalensemble von Lehramtsstudierenden der Universität Osnabrück. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Dorothee Barth, Universität Osnabrück,
Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik,
Neuer Graben, Schloss, 49074 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969-4249,
E-Mail: dorothee.barth@uni-osnabrueck.de