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Pressemeldung

Nr. 261 / 2018

19. Dezember 2018 : Feierliche Eröffnung des Graduiertenkollegs der drei theologischen Institute der Universität

Osnabrück Anfang Oktober hat an der Universität Osnabrück ein besonderes Graduiertenkolleg seine Arbeit aufgenommen: Erstmals werden Doktorandinnen und Doktoranden aus der evangelischen, islamischen und katholischen Theologie gemeinsam ausgebildet.

© Universität Osnabrück/Elena Scholz

Die Graduierten freuen sich auf ihre neuen Aufgaben.

Das universitätsintern finanzierte Kolleg ist eines von dreien, die im Rahmen des Strategieprozesses UOS 2020 eingerichtet und von der Universität mit insgesamt 3 Millionen Euro gefördert werden. Die beiden anderen sind in der Biologie und in der Wirtschaftsinformatik angesiedelt.

Das Kolleg wurde vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellt. Getragen wird es von den Instituten für evangelische, islamische und katholische Theologie und fördert Doktorandinnen und Doktoranden aus den drei Theologien. Dabei wird jede Dissertation von einem christlich-muslimischen Tandem betreut. „Das ist im deutschsprachigen Wissenschaftsraum einmalig – und auch weltweit hoch innovativ“, erklärt die Theologin und Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke.

In seinen Begrüßungsworten erläuterte Prof. Dr. Gregor Etzelmüller (Institut für evangelische Theologie), dass Christentum und Islam sich immer schon plural ausdifferenziert haben und dazu befähigen können, religiöse Differenzen konstruktiv zu gestalten. Prof. Dr. Habib El Mallouki (Institut für islamische Theologie) verwies auf den seit zehn Jahren bestehenden konstruktiven Dialog der drei theologischen Institute in Osnabrück. Das Graduiertenkolleg mache diese Arbeit international sichtbar und entwickle sie inhaltlich weiter. Dabei arbeite man, wie Prof. Dr. Margit Eckholt (Institut für katholische Theologie) betonte, an der Entwicklung eines spezifisch Osnabrücker Profils des interreligiösen Dialogs. Das Kolleg werde sich mit den hermeneutischen Grundlagen des interreligiösen Dialogs, der Aufgabe der interreligiösen Bildung und dem Phänomen der Pluralismusbildung in Christentum und Islam auseinandersetzen. Der anschließende Festvortrag wurde von Prof. Dr. Anja Middelbeck-Varwick (Universität Flensburg) gehaltenen.

Als Post-Doc für das Kolleg konnte Dr. Jennifer Griggs von der London School of Oriental and African Studies gewonnen werden. Als Doktorandinnen und Doktoranden forschen Annika Göbel, Mohammed Mansour, Severin Parzinger, Adam Shehata, Anne Turck als wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Lisa-Marie Krone und Vincent Peltz als kooptierte Mitglieder nun in Osnabrück. Die Dissertationsprojekte beschäftigen sich mit interreligiösen Familienkonstellationen, dem Umgang mit dem Anderen in der arabischen Lyrik, der Gestaltung religiöser Differenzen in Südamerika, dem Menschenbild des Islam, dem Theater als säkularem Ort des interreligiösen Dialogs, Hannah Arendt und dem Islambild der sogenannten Orientmissionen.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben / Schloss, 49074 Osnabrück
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oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de