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Pressemeldung

Nr. 242 / 2018

27. November 2018 : Große Ehre: Schulpädagoge der Uni Osnabrück in renommierten Bildungs-Beirat berufen

Große Ehre für Prof. Dr. Christian Reintjes: Der renommierte Experte für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt empirische Schul- und Unterrichtsforschung an der Universität Osnabrück wurde am 22. November von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und dem Vorsitzenden der Kulturministerkonferenz, Helmut Holter, in den Wissenschaftlichen Beitrat der Gemeinschaftsaufgabe „Feststellung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens im internationalen Vergleich“ berufen.

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© Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz

In renommierten Bildungs-Beirat berufen: Prof. Dr. Christian Reintjes

Der Wissenschaftliche Beirat ist das renommierteste wissenschaftliche Gremium im Bildungswesen bundesweit. Es soll unter anderem Vorhaben zur Feststellung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens im internationalen Vergleich begleiten sowie die gemeinsame Bildungsberichterstattung von Bund und Ländern unterstützen. Das Gremium setzt sich aus acht unabhängigen Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland zusammen. Sie müssen über exzellente Expertise im Bereich des deutschen und des internationalen Bildungswesens und der Bildungsforschung, insbesondere der empirischen Bildungsforschung, verfügen.

Reintjes, geboren 1976 in Duisburg, studierte von 1996 bis 2001 die Fächer Pädagogik und Germanistik für das Lehramt an allgemein bildenden Schulen (Sekun¬dar¬stufen I/II) an der Universität GH Essen. Nach seinem Abschluss wurde er zunächst Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für Lehrerbildung an der Universität Duisburg-Essen und wechselte von dort 2003 an den Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück. Hier wurde Christian Reintjes 2006 mit der Dissertationsschrift „Erziehungswissenschaft – ein notwendiger Bestandteil der gymnasialen Lehrerausbildung“ im Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften promoviert. Nach weiteren Stationen an den Universitäten Duisburg-Essen und Bochum wechselte Reintjes 2013 als Professor für Professionsforschung und Professionalisierungsmanagement sowie Leiter des Institutes Sekundarstufe I & II an die Pädagogische Hochschule Nordwestschweiz, wo er zugleich zwischen 2013 und 2018 Mitglied der Hochschulleitung gewesen ist. Von dort erfolgte der Wechsel an die Universität Osnabrück.

Prof. Reintjes gilt als ausgewiesener Experte in der empirisch ausgerichteten Erziehungswissenschaft/Bildungsforschung. Seine Forschungsarbeiten lassen sich der Schul- und Unterrichtsforschung sowie Professionalisierungsforschung zuordnen. Im Bereich der Schulforschung wirkt der Wissenschaftler seit 2011 leitend an der wissenschaftlichen Begleitforschung des nordrhein-westfälischen Modellversuchs „Abitur nach 12 oder 13 Jahren“ mit, in der auf schulischer und unterrichtlicher Ebene untersucht wird, wie Schulen mit der zusätzlichen (nominellen) Unterrichtszeit umgehen. Darüber hinaus war er 2012 als Mitglied des wissenschaftlichen Konsortiums Bildungsbericht Ruhr maßgeblich an der Bildungsberichterstattung zum Bereich Schule beteiligt und hat im Jahr 2014 eine Expertise zur Ermittlung von Unterrichtsausfall für das Land Nordrhein-Westfalen vorgelegt.

Mit Blick auf die Lehrerbildungsforschung stellen derzeit die Erforschung und Evaluierung von Professionalisierungskonzepten im Zuge der (aktuellen) Ausbildungsreformen in Praxisphasen, wie beispielsweise Angebot und Nutzung von Lerngelegenheiten in Praxisphasen der Lehrerbildung, sowie Mentorenkonzepte, Forschungsschwerpunkte dar. Darüber hinaus forscht der Wissenschaftler über arbeitsmarktbedingte Rekrutierungsmaßnahmen zur Deckung des Personalbedarfs wie den Einsatz von Studierenden auf befristeten Stellen, Seiten- und Quereinsteiger, hinsichtlich ihrer Wirkungen für die Professionsentwicklung.

Am Mittwoch, 12. Dezember, wird Prof. Reintjes seine Antrittsvorlesung halten. Er spricht um 16 Uhr im Universitätsgebäude an der Kolpingstraße 7, Raum 01/E01-02, zum Thema „Aufgaben als Schlüsselmerkmal professioneller Kompetenz: professions- und professionalisierungstheoretische Grundlegungen sowie hochschuldidaktische Implikationen“. In seinem Vortrag wird er insbesondere ein Themenfeld fokussieren, das als blinder Fleck auf der Forschungslandkarte der Lehrerinnen- und Lehrerbildung wahrgenommen wird: Die Frage nach professionalisierenden Aufgaben (in) der Lehrerbildung.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29 / Schloss, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4516
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