Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Pressemeldung

Nr. 244 / 2018

28. November 2018 : Informatik rüstet sich für die Zukunft - Antrittsvorlesungen neu berufener Informatiker an der Uni Osnabrück

Am Freitag, 30. November, halten Prof. Dr. Michael Brinkmeier, Prof. Dr. Marcel Campen und Prof. Dr. Björn Waske ihre Antrittsvorlesungen am Institut für Informatik der Universität Osnabrück. Es ist der Abschluss eines fast drei Jahre dauernden Fusions- und Wandlungsprozesses der Informatik und Geoinformatik. Die Vorlesungen beginnen um 14 Uhr im Bohnenkamp-Haus im Botanischen Garten der Universität Osnabrück. Anmeldung unter: sekretariat@informatik.uni-osnabrueck.de

Großansicht öffnen

© Universität Osnabrück/Oliver Schmidt, Elena Scholz

Die neuberufenen Professoren Dr. Michael Brinkmeier, Dr. Marcel Campen und Dr. Björn Waske halten ihre Antrittsvorlesungen am Institut für Informatik der Universität Osnabrück.

„Wir freuen uns, dass wir die drei Stellen so exzellent besetzen konnten“, so der geschäftsführende Leiter des Instituts für Informatik, Prof. Dr. Nils Aschenbruck. „Nun geht es daran, gemeinsam zur Profilierung des Fachbereichs und der Universität im Bereich der Digitalisierung beizutragen."

Prof. Dr. Michael Brinkmeier vertritt den Bereich „Didaktik der Informatik“. Er spricht in seiner Antrittsvorlesung über „Handlungsorientierte Modelle in der Informatik“. Sowohl für die Vermittlung als auch die Entwicklung von Algorithmen eignen sich Modelle, die sich an konkreten Handlungsoptionen orientieren. „Dadurch kann es Lernern auch ohne Programmierkenntnisse ermöglicht werden, explorativ eigene strukturierte Algorithmen zu entwerfen und verstehen“, so Brinkmeier. Es werden Beispiele für solche Modelle vorgestellt und gezeigt, wie sie eingesetzt werden können.

Prof. Brinkmeier erhielt im Oktober einen unbefristeten Ruf an die Universität Osnabrück. Nach seiner Promotion forschte und lehrte Brinkmeier zunächst von 2002 bis 2009 an der TU Ilmenau am Institut für theoretische Informatik. Dort entstand auch seine Habilitationsschrift. Nach einem Referendariat am Gymnasium Carolinum in Osnabrück blieb er dort von 2011 bis 2016 als Studienrat. 2014 erhielt er zunächst eine befristete Professur an der Universität Osnabrück.

Prof. Dr. Marcel Campen, Juniorprofessor im Bereich Medieninformatik, beschäftigt sich in seinem Vortrag mit „Reliable Geometric Computing“. Spätestens seit dem Siegeszug des Smartphones ist inzwischen nahezu jeder vertraut mit dem Prozess des digitalen Aufnehmens, Bearbeitens, und gegebenenfalls Druckens eines Fotos. Hardware und Software spielen hier Hand in Hand zusammen. Jedoch stellen Fotos lediglich zweidimensionale Abbilder unserer dreidimensionalen Welt dar. Moderne Hardware ermöglicht inzwischen auch das Digitalisieren in dreidimensionaler Form, und 3D-Drucker wiederum erlauben das Realisieren solcher digitaler Daten. „Allerdings ist der Umgang mit dreidimensionalen Daten aus algorithmischer Sicht deutlich schwieriger“, erläutert Campen.

Neue Methoden müssen entwickelt werden, die das Arbeiten mit und Bearbeiten von 3D-Daten effizient und einfach gestalten. Dies betrifft sowohl den privaten als auch den industriellen Bereich, wo der verlässliche Umgang mit immer größeren und komplexeren Datenmengen entscheidend ist. In seiner Vorlesung werden die dabei zu überwindenden Herausforderungen, mit einem besonderen Blick auf die Frage der Verlässlichkeit der Algorithmen, beleuchtet.

Campen ist seit Oktober 2017 Juniorprofessor für Medieninformatik an der Universität Osnabrück. Zuvor forschte er bereits an der New York University auf dem Feld der algorithmischen Geometriedatenverarbeitung und Computergrafik. Seine Dissertation an der RWTH Aachen zum Thema der strukturierten Repräsentation dreidimensionaler Daten wurde ausgezeichnet mit dem Best Thesis Award der European Association for Computer Graphics (Eurographics). Kürzlich wurde er zudem zum Junior Fellow dieser europaweiten Forschungsgesellschaft gewählt.

Prof. Dr. Björn Waske beschäftigt sich mit der Fernerkundung und digitalen Bildbearbeitung. Hinsichtlich einer stetig wachsenden Verfügbarkeit unterschiedlichster Fernerkundungsdaten stellt sich gerade die Analyse multisensoraler Fernerkundungsdaten als innovativer und in Zukunft äußerst relevanter Forschungsschwerpunkt dar, der ein außergewöhnliches methodisches als auch anwendungsorientiertes wissenschaftliches Potenzial bietet.

An Hand von ausgewählten Beispielen wird Prof. Waske den Mehrwert von multisensoralen Daten und den Bedarf an geeigneten Methoden demonstrieren sowie die Potenziale und Anforderungen zukünftiger Anwendungen diskutieren.

Waske ist seit Oktober Professor für Fernerkundung und Digitale Bildverarbeitung an der Universität Osnabrück. Zuvor war er von 2013 bis zu seinem Ruf nach Osnabrück Professor für Fernerkundung und Geoinformationssysteme an der Freien Universität Berlin, von 2009 bis 2013 Juniorprofessor an der Universität Bonn. Als Post-Doc arbeitete er von 2008 bis 2009 an der University of Iceland, Reykjavik. 

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Nils Aschenbruck, Universität Osnabrück,
Geschäftsführender Leiter des Instituts für Informatik,
Wachsbleiche 27, 49090 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 2396,
E-Mail: nils.aschenbruck@uni-osnabrueck.de