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Pressemeldung

Nr. 220 / 2018

08. November 2018 : Innovativ und kreativ zugleich: Uni Osnabrück erfolgreich mit allen sechs Anträgen zur Verbesserung der Lehre

Ein großer Erfolg für die Universität Osnabrück: Mit gleich sechs Anträgen war sie bei der Ausschreibung „Qualität plus. Programm für gute Lehre in Niedersachsen“ erfolgreich. „Dass wir als einzige niedersächsische Hochschule mit allen unseren Anträgen erfolgreich waren, freut mich sehr und macht mich auch sehr stolz auf unsere Lehrenden“, so die zuständige Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke. „Dieser Erfolg ist ihrem hohen Innovationspotential und nicht minder ihrem großen kreativen Engagement zu verdanken.“

Insgesamt 15,4 Millionen Euro stellt das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover in den kommenden Jahren für alle bewilligten niedersächsischen Anträge bereit, an die Universität Osnabrück fließen dabei mehr als zwei Millionen Euro. Zum Hintergrund: Mit dem Programm will die Landesregierung ihre Hochschulen bei der „Etablierung einer neuen Lehr- und Lernkultur“, unterstützen, wie es im Ausschreibungstext heißt. Inhalte dabei: ein „reflektierter Umgang mit Lern- und Kompetenzzielen, stimmige und zeitgemäße fachlich-wissenschaftliche Inhalte, didaktische Mittel und ein institutionalisiertes Selbstverständnis der Qualitätsverbesserung“. Im Zentrum dabei stehen insbesondere solche Formate, die die künftigen Absolventinnen und Absolventen auf die digitale Arbeitswelt vorbereiten sollen.

Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „DigiRom“ in den Studiengängen der Romanistik (Französisch, Spanisch, Italienisch). Vorgesehen sind die Einrichtung eines Online-Moduls zum autonomen Sprachenlernen und die Nutzung digitaler Tools zu einer effektiven Vor- und Nachbereitung von Präsenzveranstaltungen. Als dritte Maßnahme nutzen die Studierenden in einem Seminar zum interkulturellen Lernen digitale Medien, um mit Studierenden aus einer ausländischen Partneruniversität in Kontakt zu treten, eine interkulturelle Begegnungssituation zu durchleben und diese zu reflektieren. Die vierte Maßnahme beinhaltet die Entwicklung von fachdidaktischen Seminaren, bei denen Videoausschnitte realen Französisch- bzw. Spanischunterrichts digital und hochschuldidaktisch so aufbereitet werden, dass sie die Analyse- und Reflexionsfähigkeit der Studierenden gezielt fördern. "Konkret heißt das, wir wollen in der Romanistik eine universitäre Lehr-Lern-Kultur etablieren, die reflektiert digitale Medien dort einsetzt, wo es zur Förderung von Lernprozessen der Studierenden sinnvoll ist“, so der Romanist Prof. Dr. Mark Bechtel.

Ein weiteres Projekt trägt den Titel „Digitale hochschuldidaktische Formate in der Lehrerbildung - Implementierung einer Gamificationstrategie in der Lehre der Berufspädagogik“. Dabei soll den Herausforderungen, die die Digitalisierung an die universitäre Lehre stellt, begegnet und eine Annäherung an den „Zeitgeist“ heutiger Studierenden erreicht werden. „Konkret wird anvisiert, die klassischen Strukturen eines Seminars aufzubrechen und in eine eLearning-Umgebung eingebettete spielerische Elemente zu nutzen, um Studierende stärker zu einer aktiven Seminarteilnahme zu motivieren und damit die Qualität der Lehre zu verbessern“, so der Arbeits- und Organisationspsychologe apl. Prof. Dr. Kai-Christoph Hamborg.

Neben den beide genannten waren folgende vier weitere Projekte erfolgreich: „Inverted Classroom in der Hochschulpraxis – technische, prozessorientierte und didaktische Herausforderungen“ (InClassPraxis), „Ko.OP – Kommunikation, Orientierung und Professionalisierung - Digitale Netzwerke und fächerübergreifende Instrumente zur qualitativen Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen im Lehramt“,„Digitale Lehre im Kontext der Lehramtsausbildung für berufsbildende Schulen“ (DiLbeS) sowie „ZelosWI“ Zusammenschluss für eLearning in der Wirtschaftsinformatik.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben 29/Schloss, 49074 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4516
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