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Pressemeldung

Nr. 254 / 2018

10. Dezember 2018 : Jüdisches Leben in Deutschland 80 Jahre nach dem 9. November: Podiumsdiskussion an der Universität Osnabrück

Noch bis zum 20. Dezember kann in der Universitätsbibliothek am Westerberg die Ausstellung „Alles brannte!“. Jüdisches Leben und seine Zerstörung in den preußischen Provinzen Hannover und Ostpreußen, die das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erarbeitet hat, besucht werden. Zum Abschluss des Begleitprogramms zur Ausstellung diskutieren am Donnerstag, 13. Dezember, um 19 Uhr in einem Podiumsgespräch Experten über jüdisches Leben in Deutschland 80 Jahre nach dem 9. November.

© Medienzentrum Osnabrück | Foto: Karl Ordelheide

Die Diskussion findet statt in der Universitätsbibliothek Osnabrück, Bereichsbibliothek Naturwissenschaften / Mathematik, Raum 96/E16. Veranstalter sind die Universitätsbibliothek, das Historische Seminar der Universität sowie die Volkshochschule der Stadt Osnabrück.

2018 jähren sich zum 80. Mal die Novemberpogrome, die 1938 einen vorläufigen gewaltsamen Höhepunkt der Entrechtung und Ausgrenzung, Ausplünderung und Vertreibung jüdischer Deutscher durch die Gesellschaft des „Dritten Reiches“ markieren. Wie in Hunderten anderen Städten brannte damals in Osnabrück die Synagoge, Angehörige der jüdischen Gemeinde wurden zur Gestapo auf den Hof des Osnabrücker Schlosses getrieben und von dort in Gefängnisse und Konzentrationslager verschleppt. Der 9. November 1938 war nichts weniger als ein Vorbote der Schoa. Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit den Ereignissen des Jahres 1938, ihrer Bedingtheit und ihren Folgen, Opfern und Tätern bietet die Ausstellung „Alles brannte“ im Foyer der Universitätsbibliothek auf dem Campus Westerberg.

In dem Podiumsgespräch diskutieren Prof. Dr. Doron Kiesel, Michael Grünberg und Jun.Prof. Dr. Jannis Panagiotidis über die Bedingungen und Möglichkeiten, Vergangenheit und Zukunft jüdischen Lebens in Deutschland heute. Welche Herausforderungen bringen das Erstarken von Rechtsextremismus und Antisemitismus mit sich, wie haben wachsende Diversität und Generationenwechsel die jüdischen Gemeinden verändert? Wo verortet sich jüdisches Leben heute in der Gesellschaft und welche Perspektiven auf 'Normalität' bieten sich zwischen den Herausforderungen der Vergangenheit und der Gegenwart?

Mit Prof. Dr. Doron Kiesel, Wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michael Grünberg, Vorstandsvorsitzender der jüdischen Gemeinde Osnabrück, und Jun.Prof. Dr. Jannis Panagiotidis vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien sind ausgewiesene Experten, engagierte Praktiker und scharfsinnige Beobachter auf dem Podium versammelt, um sich untereinander und mit dem Publikum auszutauschen. Es moderiert Prof. Dr. Christoph Rass von der Universität Osnabrück.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben / Schloss, 49074 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4516
oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de