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Pressemeldung

Nr. 78 / 2018

02. Mai 2018 : Kulturproduktion in der Migrationsgesellschaft - Untersuchungen in Osnabrück, Hamburg, Dresden und Sindelfingen

Der „Kulturproduktion in der Migrationsgesellschaft“ widmet sich ein Forschungsprojekt am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück. Es wurde soeben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bewilligt und für die kommenden drei Jahren mit knapp einer Million Euro gefördert.

Wie spiegelt sich die zunehmende gesellschaftliche Vielfalt im Kulturbetrieb wider, beim Publikum, beim Programm und Personal? Welche gesellschaftlichen Schichten und Gruppen werden erreicht, welche bleiben weitgehend außen vor und woran liegt das? Das neue Projekt im Rahmen der Profillinie „Migrationsgesellschaften“ wird sich mit den Auswirkungen der Migration auf zentrale Kulturinstitutionen wie Theater und Museen, die Kulturpolitik und die freie Kulturszene beschäftigen. „Wir wollen verstehen, auf welche Weise und mit welchen Folgen Kultureinrichtungen das in der Öffentlichkeit breit und kontrovers diskutierte Thema Migration aufgreifen“, so Projektkoordinator Dr. Jens Schneider.

Vier Standorte in Deutschland werden untersucht: Osnabrück, Hamburg, Dresden und Sindelfingen. Sie repräsentieren Städte unterschiedlicher Größe in verschiedenen Teilen Deutschlands. Und sie haben als kulturelle Zentren unterschiedliche Bedeutungen für ihre jeweilige weitere Umgebung. So geht es zum Beispiel in Osnabrück nicht nur um die Stadt selbst, sondern auch um Kultureinrichtungen im Landkreis.

Das Projekt arbeitet mit dem innovativen Forschungsansatz der „Reallabore“, der eine enge Kooperation mit Partnern aus der kulturellen Praxis vorsieht. Zu diesen Praxispartnern gehören unter anderem das Theater Osnabrück, das Thalia-Theater in Hamburg und das Deutsche Hygienemuseum in Dresden sowie die Kulturämter der vier Städte. Das Projekt steht unter der Leitung der IMIS-Professoren Andreas Pott, Jochen Oltmer und Antonie Schmiz und wird von Dr. Jens Schneider koordiniert.

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Jens Schneider, Universität Osnabrück,
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS),
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück,
Tel. +49 176 4868 1491,
E-Mail: jeschneider@uni-osnabrueck.de