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Pressemeldung

Nr. 199 / 2018

22. Oktober 2018 : Poliklinische Psychotherapieambulanz für Kinder und Jugendliche der Universität Osnabrück eröffnet neuen Trakt

Schlafstörungen, Depressionen, Ängste: Kinder, Jugendliche und ihre Familien können mit vielen verschiedenen psychologischen Problemen konfrontiert werden. Hilfe können sie bei der Poliklinischen Psychotherapieambulanz für Kinder und Jugendliche der Universität Osnabrück bekommen. Jetzt hat die Ambulanz an der Iburger Straße im Kinderhospital einen eigenen Trakt.

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© Universität Osnabrück/Leonie Bauer

Kooperation der Universität und des Kinderhospitals: apl. Prof. Dr. Henning Schöttke, Dr. Julia Lange, Prof. Dr. Silja Vocks, Rebekka Emerson und Dr. med Gerd Patjens (von links) freuen sich über die Eröffnung.

„Wir behandeln seit 1999 Kinder und Jugendliche am Schölerberg: Nun haben wir die Behandlungsmöglichkeiten noch einmal räumlich und technisch verbessert“, sagt apl. Prof. Dr. Henning Schöttke, Leiter der Poliklinischen Psychotherapieambulanzen. Das Kinderhospital, Kooperationspartner des Projektes seit 1999, modernisierte für die Ambulanz eine ganze Etage. Nach einer zwei Jahren andauernden Planungs- und Bauzeit ist so die bislang größte Ambulanz für psychologische Kinder- und Jugendpsychotherapie in Osnabrück entstanden. Jährlich werden dort etwa 200 Patienten und Patientinnen betreut.

Für ihre Arbeit stehen den Therapeutinnen und Therapeuten nun neun technisch vollausgestattete Therapieräume zur Verfügung. Knapp 45.000 Euro hat das Institut für Psychologie in die Ausstattung des neuen Trakts investiert. Eine besondere Neuerung sind fest installierte Videokameras in jedem Raum, mit denen die Therapiesitzungen aufgezeichnet werden. Die Therapeutinnen und Therapeuten können anhand der Videos die einzelnen Sitzungen zielführender vor- und nachbereiten und mit ihren Supervisorinnen und Supervisoren detaillierter analysieren. Dadurch werden Behandlungsmöglichkeiten in der Therapie allgemein verbessert. Ebenso besteht die Möglichkeit, die Aufnahmen bei der Therapie zu nutzen, um bestimmte Situationen mit dem Patienten oder der Patientin zu behandeln. „Die Daten sind auf internen Servern gesichert und nur von autorisiertem Personal abrufbar. Wir garantieren höchste Datensicherheit“, erklärt Rebekka Emerson, stellvertretende Geschäftsführerin des Weiterbildungsstudiengangs Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie.

In der Ambulanz arbeiten Therapeutinnen und Therapeuten, die ein abgeschlossenes Studium haben und sich in der fortgeschrittenen Ausbildung zur Kinder- und Jugendpsychotherapeutin oder –therapeuten an der Universität Osnabrück befinden. Speziell qualifizierte und zugelassene Psychotherapeutinnen oder –therapeuten begleiten jede Behandlung als Supervisorin oder Supervisor. „Für die Universität sind die Ambulanzen ein wichtiger Bestandteil einer durchgehenden Ausbildung vom Bachelor über den Master hin zu den Weiterbildungsstudiengängen. Dadurch ist für uns eine enge Verzahnung von Lehre, Forschung und Praxis möglich“, sagt Prof. Dr. Silja Vocks, Leiterin der Weiterbildungsstudiengänge Psychotherapie. Der Chefarzt des Kinderhospitals, Dr. med. Gerd Patjens, ergänzt: „Auf diese Weise haben wir eine Win-Win-Win-Situation für die Studierenden, die Patientinnen und Patienten und auch die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:
apl. Prof. Dr. Hennig Schöttke, Universität Osnabrück
Institut für Psychologie
Knollstraße 15, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4757
henning.schoettke@uni-osnabrueck.de