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Pressemeldung

Nr. 171 / 2018

12. September 2018 : Promovierende der Integrations- und Migrationsforschung zu Gast in Osnabrück

35 Doktorandinnen und Doktoranden sind vom 12. bis zum 14. September zu Gast an der Universität Osnabrück, um ihre Forschungen auf den Gebieten Migration und Integration vorzustellen und zu diskutieren. Die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler kommen aus der ganzen Bundesrepublik zusammen. Sie arbeiten an einem der sieben Mitgliedsinstitute des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung, der DeZIM-Forschungsgemeinschaft.

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© Pascal Dengler

35 Doktorandinnen und Doktoranden sind vom 12. bis zum 14. September zu Gast an der Universität Osnabrück, um ihre Forschungen auf den Gebieten Migration und Integration vorzustellen und zu diskutieren.

Entsprechend breit gefächert sind die wissenschaftlichen Perspektiven und Methoden der Promovierenden. Knapp 20 verschiedene Disziplinen und Fachrichtungen von Architektur bis zu Urban Studies sind vertreten, wobei die Mehrzahl der Beiträge sozialwissenschaftlich ausgerichtet ist. Dr. Marcel Berlinghoff, Forschungskoordinator am Osnabrücker Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS): „Unser Ziel ist es, dass die Kolleginnen und Kollegen, die aus sehr unterschiedlichen Perspektiven auf ähnliche Themen blicken, miteinander ins Gespräch kommen, um langfristig zu einer disziplinübergreifenden Verständigung in der Forschung zu Migration und Integration zu kommen.“

Neben Seminaren zu übergreifenden inhaltlichen und forschungspraktischen Fragen, etwa wissenschaftlichen Integrationskonzepten oder Forschungsethik stehen auch konzeptionelle Workshops zur Stärkung der jungen Migrationsforschung im DeZIM-Rahmen auf dem Programm. Prof. Dr. Boris Nieswand (Universität Tübingen) teilt in seinem Keynote-Vortrag Überlegungen zu „Reflexiver Migrationsforschung“. Neben streng akademischen Formaten stehen auch kulturelle Programmpunkte. So führt Dr. Thorsten Heese vom Kulturhistorischen Museum zu kolonialen Spuren der Osnabrücker Stadtgeschichte. Bei einem Podiumsgespräch zu Flucht und Theater diskutieren Dramaturginnen und Darsteller des Theater Osnabrück und dem Hamburger Zentrum für transantionale Künste „Hajusom“.

Die Idee hinter der Tagung ist es, die deutsche Forschungslandschaft zu Migrations- und Integrations-bezogenen Themen durch die Vernetzung junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nachhaltig zu stärken. Die Verständigung über mögliche Herangehensweisen zu Fragen der Integration und Migration ist dafür essentiell. „Mit dieser Tagung gehen wir einen weiteren wichtigen Schritt im Aufbau des DeZIM und damit der Stärkung und Vernetzung der Migrationsforschung in Deutschland“, so Prof. Dr. Andreas Pott, Direktor des IMIS und Mitglied im Wissenschaftlichen Rat des DEZIM.

Das DeZIM wurde 2017 gegründet. Das IMIS der Universität Osnabrück ist einer der Initiatoren des DeZIM und beim Aufbau dieser neuartigen bundesweiten Forschungsstruktur zentral beteiligt. Finanziert wird es in Folge eines Haushaltsbeschlusses des Deutschen Bundestages vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In der DeZIM-Gemeinschaft sind sieben führende Forschungseinrichtungen versammelt: Neben dem Osnabrücker IMIS sind dies das Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), das Bielefelder Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), das Interdisziplinäre Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung der Universität Duisburg-Essen (InZentIM), das Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sowie das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Andreas Pott, Universität Osnabrück
Direktor, Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS)
Stellvertretender Sprecher der DeZIM-Gemeinschaft
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4384
imis@uni-osnabrueck.de