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Pressemeldung

Nr. 17 / 2019

25. Januar 2019 : Wider der kulturellen und ökologischen Verarmung: Vortrag in der Ringvorlesung der Profillinie „Mensch – Umwelt – Netzwerke“

Traditionelles Wissen und Praktiken indigener und lokaler Gemeinschaften im Umgang mit Pflanzen spielen eine zentrale Rolle für die Bewahrung kultureller und ökologischer Vielfalt. Im Rahmen der Ringvorlesung der Profillinie „Mensch – Umwelt – Netzwerke. Komplexe Systeme, Wahrnehmungsmuster, Interaktionen“ der Universität Osnabrück wird die Ethnobotanikerin Prof. Dr. Montserrat Ríos Almeida dies am Beispiel Ecuadors veranschaulichen. Sie spricht am Dienstag, 29. Januar, um 18 Uhr im Schlosshauptgebäude, Raum 11/213.

Mit einer Kombination aus geistes- und umweltwissenschaftlichen Methoden analysiert die Ethnobotanik die holistischen und pragmatischen Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Pflanze in lokalen, oftmals indigenen Bevölkerungen. Am Beispiel lokaler Gemeinschaften in den drei geografischen Regionen Ecuadors, Küste, Hochland und Amazonasgebiet, beleuchtet der Vortrag intergenerationell tradierte Wissensformen und Praktiken am Beispiel des medizinischen und kulturellen Werts von Arzneipflanzen, Ernährungsmustern, Kleidung oder Hausbau und betont dabei deren Relevanz für den langfristigen Schutz der tropischen Wälder sowie die Bewahrung und Stärkung kultureller und ethnischer Pluralität.

Prof. Dr. Montserrat Ríos Almeida von der Universidad Regional Amazónica IKIAM, Ecuador, beschließt die Vorlesungsreihe des Wintersemesters 2018/19, in der namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Lateinamerika und den USA den interdisziplinären und -institutionellen Austausch in der Profillinie befruchtet haben. Ermöglicht wurde dies durch die Beiträge des Frankfurter Wirtschaftsgeographen Dr. Stefan Ouma zur finanziellen Ökonomisierung von Land und Landwirtschaft, des mathematischen Ökologen Prof. Dr. Alan Hastings von der Universität California, Davis, zum Management von komplexen Ökosystemen, der Amerikanistin Prof. Dr. Alexa Weik von Mossner von der Universität Klagenfurt zur Rolle von Affekten in Umweltnarrativen sowie des Germanisten Prof. Dr. Simon Richter von der University of Pennsylvania zum ‚Umweltunbewussten‘ in der niederländischen und deutschen Wahrnehmung des Klimawandels.

Weitere Informationen auf: www.uni-osnabrueck.de/universitaet/profil/profillinien/mensch_umwelt_netzwerke.html

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Susanne Schlünder, Universität Osnabrück
Institut für Romanistik/Latinistik
Neuer Graben 40, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4443
susanne.schluender@uni-osnabrueck.de