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Pressemeldung

Nr. 247 / 2018

30. November 2018 : Workshop zwischen Hühnern, Schweinen und Rindern - Schülerinnen und Schüler forschen gemeinsam mit Biologiedidaktikern der Universität Osnabrück zum Thema „Nachhaltige Ernährung“

Welche Vorstellungen haben Osnabrücker zum Thema „Nachhaltige Ernährung“? Mit dieser und drei weiteren Forschungsfragen befassen sich Osnabrücker Schüler und Schülerinnen im Rahmen des Kooperationsprojektes „Nachhaltige Ernährung in und um Osnabrück – Novel Food versus Old Food“ mit der Biologiedidaktik der Universität Osnabrück.

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© Florian Fiebelkorn/Universität Osnabrück

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes „Nachhaltige Ernährung in und um Osnabrück – Novel Food versus Old Food“ besichtigten die Stallungen des Lehr- und Forschungsgutes Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover.

Als Teil des Projektes besuchten Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums und des Gymnasiums „In der Wüste“ gemeinsam mit der Forschungsgruppe der Biologiedidaktik das Lehr- und Forschungsgut Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover und entwickelten dort ihre Forschungsideen.

Auf dem Lehr- und Forschungsgut Ruthe werden unter anderem Milchkühe, Mastschweine und verschiedene Geflügelarten gehalten. Um einen ersten Eindruck von der Haltung dieser Nutztiere zu bekommen, erhielten die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer von Dr. Christian Sürie, dem Leiter des Gutes, eine Führung über den Hof und durch die verschiedenen Stallungen.

Mitgetragen von den Eindrücken der Führung entwickelten die Schülerinnen und Schüler vier Forschungsfragen, die sie im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit der Abteilung Biologiedidaktik bearbeiten wollen: (1) Welche Vorstellungen haben Osnabrücker zu dem Thema „Nachhaltige Ernährung“? (2) Welche prägenden Erinnerungen haben „alte“ Menschen an ihre Ernährung in ihrer Kindheit und was stellen sie sich unter nachhaltiger Ernährung vor? (3) Ab welchem Alter entwickeln Kinder eine Vorstellung davon, ob und wie ihre Ernährung einen Einfluss auf ihren Körper und die Umwelt hat? (4) Wie können „Menschen“ überzeugt werden, sich nachhaltig(er) zu ernähren?

Die Fragen werden anhand mehrerer qualitativer Interviewstudien, einer Food Blog-Analyse sowie experimenteller Probandentests erforscht. „Wir sind zum Beispiel am 1. Dezember in der Innenstadt von Osnabrück mit Aufnahmegeräten und Kameras unterwegs, um Osnabrücker Bürger nach ihren Vorstellungen einer ‚Nachhaltigen Ernährung‘ zu befragen“, erklärt Dr. Florian Fiebelkorn von der Forschungsgruppe Biologiedidaktik. „Durch die vier Forschungsansätze möchten wir das Thema Nachhaltige Ernährung aus verschiedenen Blickwinkeln untersuchen. Unter anderem setzen wir dabei einen Fokus auf die Akzeptanz von Novel-Food-Produkten, also neuartigen Lebensmitteln, wie zum Beispiel Insekten, Algen oder In-vitro Fleisch.“

Alle Ergebnisse, die in mehreren Schüler-Forscher-Teams erarbeitet werden, sollen in einem Buch mit dem Arbeitstitel „Osnabrücker Kochgeschichten – Auf dem Weg zu einer Nachhaltigen Ernährung“ zusammengetragen werden. „Der Aufenthalt auf dem Lehr- und Forschungsgut Ruthe war eine wertvolle Erfahrung, die wir nicht vergessen werden und wir freuen uns schon auf die weitere Arbeit in den Projekten“, erklärten die Schülerinnen und Schüler nach dem Workshop.

Das Projekt „Nachhaltige Ernährung in und um Osnabrück – Novel Food versus Old Food“ wird finanziell von der Robert-Bosch-Stiftung unterstützt.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Dr. Florian Fiebelkorn, Universität Osnabrück,
Fachbereich Biologie/Chemie,
Abteilung Biologiedidaktik,
Tel.: +49 541 969 3511,
E-Mail: fiebelkorn@biologie.uni-osnabrueck.de