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Pressemeldung

Nr. 135 / 2017

28. Juni 2017 : Ausbau und weitere Vernetzung der Migrationsforschung - Startschuss zum Aufbau des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung in Berlin mit Beteiligung der Universität Osnabrück

Die Nachfrage nach wissenschaftlicher Expertise zur Integrations- und Migrationsforschung ist groß. So groß, dass heute (28.6) in Berlin von Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) gegründet wurde. An dem Aufbau ist das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück maßgeblich beteiligt. Es bildet eines der sieben Gründungsinstitute.

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© Photothek / Inga Kjer

Auftaktveranstaltung für das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung in Berlin mit Beteiligung der Universität Osnabrück.

Das Land Niedersachsen und die Universität Osnabrück unterstützten das Vorhaben von Beginn an. Die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić betont: „Der Aufbau des DeZIM ist eine Initiative von Wissenschaft und Politik, die Niedersachsen gerne mit der Kompetenz des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien Osnabrück und zusätzlichen Mitteln unterstützt. Die gesamtgesellschaftliche Herausforderung durch die Zuwanderung ist groß. Daher ist es wichtig, die wissenschaftliche Kompetenz in Deutschland zu bündeln und zu stärken. Das DeZIM kann hierfür wertvolle Dienste leisten.“  

Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung soll den universitären Experten und ihren vielfältigen Projekten eine „zentrale Plattform“ bieten, erläutert IMIS-Direktor Prof. Dr. Andreas Pott. „Benötigt werde ein Ort der Vernetzung, der gemeinsame und international konkurrenzfähige Grundlagenforschung ermöglicht.“ Bis Ende des Jahres will das Bundesfamilienministerium das Institut in Berlin aufbauen sowie langfristig die Arbeit der wichtigsten Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik, darunter auch das Osnabrücker IMIS, fördern und weiter vernetzen.  

Das Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück wurde 1990 als erste Einrichtung dieser Art in der Bundesrepublik gegründet. »Das IMIS verfügt über eine lange interdisziplinäre Forschungserfahrung und kann auf eine intensive nationale und internationale Vernetzung zurückgreifen“, erklärt die Osnabrücker Vizepräsidentin Prof. Dr. Susanne Menzel. „Das ist eine Expertise, auf die wir stolz sind und die wir gewinnbringend in die Arbeit des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung einbringen.“     

Das Osnabrücker Institut zeichnet sich durch eine große Breite an Forschungsthemen, Forschungsrichtungen und beteiligten Fächern aus – von Geographie, Geschichtswissenschaft und Soziologie über Rechtswissenschaften, Politikwissenschaften und Erziehungswissenschaften bis hin zu Geschlechterforschung, Psychologie, Sprachwissenschaften sowie Religionswissenschaften/Islamische Theologie. Auch deshalb ist es dem IMIS gelungen, in mehr als 25 Jahren die Migrationsforschung in der Bundesrepublik maßgeblich mitzuprägen.  

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Andreas Pott, Universität Osnabrück,
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS),
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück,
E-Mail: imis@uni-osnabrueck.de