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Pressemeldung

Nr. 155 / 2017

01. August 2017 : Bild und Botschaft – Geld als Kommunikationsmittel - Workshop an der Universität Osnabrück

Ab wann wird eine Scheibe Edelmetall mit eingeprägtem Gesicht als Münze angesehen? Wie entsteht aus einem Schnipsel Papier mit einer Inschrift ein Zahlungsmittel? Wie funktioniert Geld als Medium für Macht und Autorität? Antworten auf solche Fragen bietet vom 25. bis 27. September ein Workshop der Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Historischen Seminars der Universität Osnabrück. Anmeldungen sind bis zum 15. September per E-Mail an inschrift@uni-osnabrueck.de möglich. Weitere Informationen unter: https://www.geschichte.uni-osnabrueck.de/fileadmin/user_upload/Flyer_INschrift-ABschrift-TRUGschrift.pdf

Der Workshop "INschrift – ABschrift – TRUGschrift. Bild- und Schriftinformationen als Mittel der Legitimation und Akzeptanz von Zahlungsmitteln in vormodernen Gesellschaften" beginnt am Montag, 25. September um 19 Uhr mit einem Abendvortrag im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück Alte Münze.

Jeder kennt es: Man nutzt heutzutage regelmäßig Kreditkarten und Onlineüberweisungen, so dass „Geld“ sich immer mehr von seiner materiellen Komponente (Münze und Geldschein) löst. Doch von den Anfängen des Geldverkehrs bis in die Neuzeit war die Verbindung von edlem Material und Kaufkraft des Geldes noch wichtig und für jeden sichtbar. „Vor allem einprägsame Bilder waren dabei in der Geschichte für die Akzeptanz von Zahlungsmitteln von entscheidender Bedeutung, da nur die wenigsten lesen und schreiben konnten“, erklärt Privatdozent Dr. Sebastian Steinbach, der den Workshop gemeinsam mit dem Historiker Prof. Dr. Thomas Vogtherr moderiert. „Zeichen und Inschriften waren aber auch ein wichtiges Kommunikationsmittel der Herrscher; ein Ausdruck von Autorität und Macht im regionalen und überregionalen Handel“, ergänzt Steinbach.

In ihren Beiträgen aus verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen wenden sich die deutschen und internationalen Referenten daher Themen wie der Verbreitung, Gestaltung, Bedeutung und Akzeptanz von historischen Zahlungsmitteln zu.

So geht es beispielsweise um die Funktion von Schrift, Zeichen und Abbildungen auf historischen Münzen aus unterschiedlichen Epochen: von der griechisch-römischen Antike und der frühen islamischen Münzprägung des 7./8. Jahrhunderts bis hin zu den europäischen Münzen des Hochmittelalters und den Banknoten der Frühen Neuzeit. Zur genauen Analyse von geldhistorischen Zusammenhängen werden auch andere Medien in den Vorträgen behandelt, zum Beispiel Werke aus der Kunstgeschichte sowie oder zeitgenössische Siegel.

Weitere Informationen für die Redaktionen:
PD Dr. Sebastian Steinbach, Universität Osnabrück,
Wirtschafts- und Sozialgeschichte,
Kolpingstr. 7, 49074 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4260
E-Mail: sebastian.steinbach@uni-osnabrueck.de