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Pressemeldung

Nr. 118 / 2017

15. Juni 2017 : Ein Physiklabor aus LEGO®-Bausteinen, Arduino & Co.

Die Politikerin zeigte sich vom Projekt myphotonics.eu schlichtweg begeistert: Die Idee mit preiswerten Baukasten-Komponenten physikalisch spannende Mitmach-Experimente zu realisieren sei didaktisch äußerst wertvoll, bestätigt die niedersächsische Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić, nachdem ihr der Experimentalphysiker Prof. Dr. Mirco Imlau auf der diesjährigen IdeenExpo ein komplettes Do-it-yourself-Physiklabor aus LEGO®- bzw. fischertechnik®-Bausteinen, Arduino und 3D-Drucktechnik vorgestellt hatte.

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© Universität Osnabrück / Björn Bourdon

Experimentalphysiker Prof. Dr. Mirco Imlau und sein Team stellten Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić auf der Ideen-Expo in Hannover ein komplettes Do-it-yourself-Physiklabor aus LEGO®- bzw. fischertechnik®-Bausteinen, Arduino und 3D-Drucktechnik vor.

Die Universität Osnabrück betreibt auf der Messe gemeinsam mit der Hochschule Osnabrück und dem Schülerforschungszentrum einen Stand, auf dem sie auf einer Fläche von mehr als 120 Quadratmetern innovative Projekte zum Anfassen, Mitmachen und Nachbauen vorstellen.

Unter dem Motto „Mach doch einfach“ findet die sechsten IdeenExpo noch bis zum 18. Juni auf dem Messegelände Hannover statt. Zahlreiche Unternehmen, Verbände, Hochschulen und Schulen stellen ihre Exponate aus, die zum Ausprobieren und Entdecken animieren sollen. Workshops ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen und technischen Themen. Wie vor zwei Jahren, werden auch in diesem Jahr mehr als 350.000 Besucher erwartet. Der Eintritt ist frei. »Die Präsentation des Projektes myphotonics.eu auf der IdeenExpo ermöglicht es uns sehr viele Schülerinnen und Schülern mit unseren Exponaten, Baukästen und Ideen zu erreichen und für das Fach Physik zu begeistern.«, erklärt Prof. Imlau.

Zum Hintergrund: Bereits 2013 starteten die Projektarbeiten mit der Realisierung eines Michelson-Interferometers in der Osnabrücker Forschungsgruppe. Es konnte nachgewiesen werden, dass kleinste Längenunterschiede, die beispielsweise bei der thermischen Ausdehnung auftreten, mit einem optischen Aufbau aus Lego®-Bausteinen gemessen werden können. Die Kosten für das Interferometer belaufen sich auf weniger als 150 Euro und sind somit fast um den Faktor 20 geringer als bei professionellen Systemen. Auf dem Stand der Ideenexpo sind nun auch Messgeräte für Licht, motorisierte Optik-Komponenten und auch ein schwingungsgedämpfter optischer Tisch in der Größe 1 Meter x 2 Meter ausgestellt, die sich alle mit Bauanleitungen zu Hause nachbauen lassen.

Im vergangenen Jahr wurden dem Projekt finanzielle Mittel im Umfang von ca. 720.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für die Laufzeit von drei Jahren zur Verfügung gestellt. In dieser Zeit sollen die Anwendungsmöglichkeiten der Idee für die Bereiche Open Innovation, Open Education und Open Research in der Photonik erforscht und ausgeweitet werden. Neu ist dabei die Erweiterung um die Baukastenplattformen fischertechnik®, Arduino & Co und 3D-Druck und den Bereich der physikalischen Messtechnik. Das Vorhaben wird gemeinsam mit der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Dirk Berben der Fachhochschule Südwestfalen durchgeführt, die über umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Elektro- und Messtechnik sowie Informatik verfügt. Eine nähere Erläuterung des Projekts, kostenfreie Bau- und Videoanleitungen sowie neueste Komponenten und Experimente finden sich auf der Homepage: http://www.myphotonics.eu

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Mirco Imlau, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück
Tel. +49 541 969 2654
mirco.imlau@uni-osnabrueck.de