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Pressemeldung

Nr. 74 / 2018

25. April 2018 : Engagiert für die Islamische Theologie in Deutschland

Fünfjähriges Jubiläum des Instituts für Islamische Theologie der Universität Osnabrück – Vizepräsidentin Prof. Blasberg-Kuhnke und Avni Altiner (Schura) erhielten Auszeichnung

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© Universität Osnabrück/ Uwe Lewandowski

Feierten das fünfjährige Bestehen des IIT (von links): Uni-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, Doris Schröder-Köpf, Avni Altiner, Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke sowie Prof. Dr. Bülent Ucar.

Das Institut für Islamische Theologie an der Universität Osnabrück (IIT) feierte heute (25. April) sein fünfjähriges Jubiläum. Gleichzeitig konnte auf zehn erfolgreiche Jahre des Studiengangs "Islamische Religion" zurückgeblickt werden. Während des Festaktes im Alten Kreishaus am Neuen Graben wurde der gemeinsam vom IIT sowie der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Islamische Theologie e.V. (WGIT) ausgelobte Preis für das Engagement in der Implementierung der islamischen Theologie in Deutschland vergeben.

Den Preis erhielten in diesem Jahr die Vizepräsidentin der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke sowie der langjährige Vorsitzende des Landesverbandes der Muslime, Schura e.V., Avni Altiner. Beide haben sich im Austausch mit den Religionsgemeinschaften hervorgetan und entscheidende Beiträge zum Gelingen des Projektes Islamische Theologie in Niedersachsen beigetragen. Die Laudationes hielten die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe des Landes Niedersachsen, Doris Schröder-Köpf und Prof. em. Dr. Udo F. Schmälzle von der Universität Münster.

Die beiden Preisträger waren bereits im Jahre 2002 engagiert, als gemeinsam mit den muslimischen Verbänden vereinbart wurde, muslimische Religionslehrerinnen und -lehrer an der Universität Osnabrück auszubilden. Aus diesen Bemühungen ging im Wintersemester 2007/08 der Erweiterungsstudiengang "Islamische Religionspädagogik" hervor.

Mit der Gründung des Instituts für Islamische Theologie im Jahre 2012 wurden die ersten regulären Bachelorstudiengänge Islamische Theologie sowie Islamische Religion (Lehramt) eingeführt. Sukzessiv konnte das Lehrangebot erweitert werden, sodass inzwischen neben den fachwissenschaftlichen Abschlüssen für islamische Theologen (Bachelor und Master) auch islamische Religionslehrerinnen und -lehrer für alle Schulformen ausgebildet werden.

„Das Institut für Islamische Theologie in Osnabrück ist mit seinen sieben Professuren die größte islamtheologische akademische Einrichtung Deutschlands. Diese erfolgreiche Entwicklung ist auch dem fachlichen und menschlichen Engagement der hier ausgezeichneten Personen zu verdanken“, so Bülent Ucar, Direktor des Instituts für Islamische Theologie.

Damit ist die Entwicklung des IIT allerdings noch nicht abgeschlossen. Das Institut erweitert seine bisherige Forschung sowie seine Studiengänge um das Fach "Soziale Arbeit in der Migrationsgesellschaft". Im Rahmen der Förderung des BMBF wird u.a. zu Grundfragen der Theologie in der muslimischen Wohlfahrtsarbeit, der Professionalisierung gemeindlicher Strukturen und dem Aufbau von Trägerstrukturen geforscht. „Mit diesen Arbeiten leisten wir einen weiteren wichtigen Beitrag zu einer plural verfassten und toleranten Gesellschaft“, so der Institutsdirektor.

Bildunterschrift: Feierten das fünfjährige Bestehen des IIT (von links): Uni-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Lücke, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, Doris Schröder-Köpf, Avni Altiner, Uni-Vizepräsidentin Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke sowie Prof. Dr. Bülent Ucar. Foto: Universität Osnabrück/ Uwe Lewandowski

Ansprechpartner für die Medien:
Prof. Dr. Bülent Ucar, Universität Osnabrück
Direktor des Instituts für Islamische Theologie
Kamp 46/47, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 6002
E-Mail: bucar@uni-osnabrueck.de