Navigation und Suche der Universität Osnabrück


Hauptinhalt

Topinformationen

Pressemeldung

Nr. 182 / 2017

28. September 2017 : Pilotphase des Interdisziplinären Zertifikats Geschlechterforschung startet im Wintersemester

Ob in Forschung, beruflicher Praxis oder Alltag: Der Erwerb von Geschlechterwissen und der Aufbau von Genderkompetenz tragen in den verschiedensten Bereichen zu einer Perspektiverweiterung bei. Mit dem Interdisziplinären Zertifikat Geschlechterforschung bietet die Forschungsstelle Geschlechterforschung an der Universität Osnabrück interessierten Studierenden ab sofort die Möglichkeit, sich mit zentralen Fragen rund um das Thema Geschlecht intensiv zu beschäftigen und ihr Profil zu schärfen.

Teilnehmende und Interessierte haben in einer Einführungssitzung, die am Dienstag, 17. Oktober, von 14 bis 16 Uhr und Donnerstag, 19. Oktober, von 10 bis 12 Uhr (jeweils im EW-Gebäude, Seminarstraße 20, Raum 15/131), die Gelegenheit, sich über die Inhalte und Teilnahmemodalitäten zu informieren.

Wie hängen Geschlechterverhältnisse mit Macht und Ungleichheiten zusammen? Was bedeutet es – zu einer bestimmten Zeit und an einem bestimmten Ort – als Frau oder Mann zu leben? Welche weiteren geschlechtlichen Identitäten sind wann, wo und wie denk- und lebbar? Die Geschlechterforschung rückt mit Fragen wie diesen die Kategorie Geschlecht in den Fokus und stellt damit auch bisherige Gewissheiten, die wir mit Vorstellungen von Geschlecht in Verbindung bringen, infrage – sowohl im sozialen Umfeld als auch in der Wissenschaft.

Die Teilnahme ermöglicht Studierenden ab dem Wintersemester 2017/18 eine inhaltliche Schwerpunktsetzung im Bereich der Geschlechterforschung und den Auf- und Ausbau von Geschlechterwissen und Genderkompetenz. In den Veranstaltungen, die gegenbenenfalls für das eigene Studium angerechnet werden können, wird auf unterschiedlichste Weise auf Geschlecht als Analyse- oder Strukturkategorie Bezug genommen. »Historische Perspektiven, etwa auf Positionierungen von Frauen und Männern in unterschiedlichen Epochen, gehören ebenso dazu wie sozialwissenschaftliche Fragen nach den Gründen für die anhaltende Bedeutungsmacht der Geschlechterdifferenzierung oder gesundheitswissenschaftliche Betrachtungen zum Verhältnis von Körper und Geschlecht«, erläutert Prof. Dr. Christiane Kunst, eine der beiden Sprecherinnen der Forschungsstelle.

Neben der Vermittlung von theoretischem und praxisorientiertem Grund- und Vertiefungswissen zielt das Zertifikatsangebot auch darauf ab, die Teilnehmenden für die eigene berufliche und alltägliche Gestaltung der Geschlechterverhältnisse zu sensibilisieren. Die Kategorie Geschlecht wird hier in einem wissenschaftlichen Sinn wahrgenommen, anhand der gesellschaftliche Phänomene eingeordnet und analysiert werden können. »Es geht darum, Geschlecht als soziale Wirklichkeit zu erforschen. Aus diesem Blickwinkel lassen sich auch vermeintliche Selbstverständlichkeiten in Bezug auf Geschlecht hinterfragen und es kann untersucht werden, wann Geschlecht auf welche Weise relevant gemacht wird«, so Sprecherin Prof. Dr. Helen Schwenken.

Die Forschungsstelle wurde 2016 gegründet, um die Aktivitäten der beteiligten Fachbereiche und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Gebiet der Geschlechterforschung zu bündeln. Mit dem Zertifikat richtet sie sich an Studierende, die sich während ihres Studiums vertieft (auch) mit Geschlechterfragen beschäftigen möchten. Weitere Informationen und die Anmeldung zum Interdisziplinären Zertifikat Geschlechterforschung: Judith Conrads, Koordinatorin der Forschungsstelle Geschlechterforschung: E-Mail: judith.conrads@uni-osnabrueck.de; Tel.: +49 541 969-4379, Webseite www.fgf.uni-osnabrueck.de

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Judith Conrads M. A., Universität Osnabrück
Forschungsstelle Geschlechterforschung
Schloßstraße 8, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4379
judith.conrads@uni-osnabrueck.de