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Pressemeldung

Nr. 148 / 2017

12. Juli 2017 : Schutz vor berufsbedingtem Hautkrebs

Der weltweit renommierte Dermatologe der Universität Osnabrück Prof. Dr. Swen Malte John ist europaweit für eine Sensibilisierung in der Forschung, Politik und Öffentlichkeit für Hautkrebserkrankungen durch den Beruf aktiv.

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© EADV / Jan Van de Vel

Der weltweit renommierte Dermatologe der Universität Osnabrück Prof. Dr. Swen Malte John ist europaweit für eine Sensibilisierung in der Forschung, Politik und Öffentlichkeit für Hautkrebserkrankungen durch den Beruf aktiv.

So moderierte er im Juni die Eröffnungsveranstaltung einer interaktiven Ausstellung der European Academy of Dermatology and Venereology (EADV) zum Thema beruflicher Hautkrebs und verbesserter Schutz von Außenbeschäftigten in ganz Europa im Europäischen Parlament und war auf Einladung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Mailand und auf Einladung der Weltgesundheitsorganisation in Genf mit Vorträgen präsent.

Die Beteiligten legen einen Schwerpunkt auf den Schutz von Außenbeschäftigten gelegt, die den schädigenden UV-Strahlen besonders ausgesetzt sind. Dabei fordert Prof. John, dass übermäßige Sonneneinstrahlung auch in der Gesetzeslage als Berufsrisiko behandelt wird, nachdem sie von der Weltgesundheitsorganisation beim Menschen als „krebserregend“ beim Menschen eingestuft wurde: »Wir möchten eine Gesetzgebung, die Außenbeschäftigte gegen UV-Strahlung genauso schützt wie gegen alle anderen Berufsrisiken.«

Zum Hintergrund: Übermäßig der Sonne ausgesetzt zu sein, ist einer der Hauptauslöser für Hautkrebs. Dabei sind nicht die wärmenden Infrarotstrahlen gefährlich, sondern ebenso unsichtbaren UV-Strahlen. Hautkrebs kann dann entstehen, wenn durch UV-Strahlen das Erbgut von Hautzellen geschädigt wird und diese dann entarten. Außenbeschäftigte sind dementsprechend dieser Gefahr besonders ausgesetzt. Doch genau diese Gruppe schützt sich weniger vor der Strahlung als Innenbeschäftigte.

Trotz der wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass Außenbeschäftigte besonders anfällig für Hautkrebs sind, wurde diese Verbindung noch nicht in europäische oder nationale Standards des Schutzes vor UV-Strahlen am Arbeitsplatz übertragen. Daher appelliert Professor Luca Borradori, Präsident der EADV, an die EU-Mitgliedstaten, eine Gesetzgebung zum Schutz von Außenbeschäftigten zu entwickeln und umzusetzen. Der slowenische EU-Abgeordnete Aljoz Peterle, Präsident der Gruppe MEPs Against Cancer (MAC) im europäischen Parlament, betont: »Es ist unerlässlich, die Wichtigkeit des Schutzes und der Prävention herauszustellen. Die Menschen über einfache und kosteneffiziente Möglichkeiten aufzuklären, sich vor der Sonne zu schützen, passt doch gut in die Sommerzeit.«

Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Swen Malte John, Universität Osnabrück
Fachbereich Humanwissenschaften
Abteilung „Dermatologie, Umweltmedizin, Gesundheitstheorie“
Am Finkenhügel 7a (Dermatologie), 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2357
johnderm@uni-osnabrueck.de